China, Corona, Schiffe: Wie schlimm wird’s?

Internet of Things, 5G, die Zukunft fängt schon heute an? Nein, ein Grippevirus schüttelt die Weltwirtschaft durch.

Schon mal was vom BDI gehört? Nein? Dabei ist der Baltic Dry Index wohl der einzige Indikator, den man als Basis für zukünftige Entwicklungen der globalisierten Wirtschaft benützen kann.

Der Index misst die Preise, die für das Verschiffen von Waren und Gütern bezahlt werden. Für verschiedene Schiffsklassen, auf den wichtigsten Handelsrouten, für die wichtigsten Rohstoffe wie Kohle, Eisenerz, Zement, Kunststoffgranulat oder Getreide.

Dabei hat er noch einen weiteren Vorteil: der BDI kann nicht manipuliert werden, so wie es beim Libor geschah.

Der BDI ist der beste Frühindikator für die Weltwirtschaft. Denn sinken die Preise für den Transport von Rohstoffen, bedeutet das weniger Nachfrage, das bedeutet weniger Produktion von Halbfertig- und Fertigprodukten.

Der BDI war schon immer ein wildes Auf und Ab, sehr volatil, wie der Fachmann sagen würde.

So schnurrte er bei der Finanzkrise eins von über 9’000 auf 774 Punkte zusammen. Klarer Indikator, dass nicht nur die Finanzwelt, sondern Handel und Produktion fast zum Stillstand gekommen waren.

Nach dieser Fast-Kernschmelze erholte er sich natürlich wieder, befeuert vor allem von der stramm wachsenden chinesischen Wirtschaft mit ihrem Hunger nach Rohstoffen und ihrem Ausstoss an Exportwaren.

Über die Jahre sind sich Beobachter des BDI also Kummer gewöhnt; es braucht starke Nerven, um seine Achterbahnfahrt mitzuverfolgen. Aber am 31. Januar 2020 machte der Index etwas, was er in seiner ganzen Geschichte noch nie getan hatte. Er sank auf 20.

Auf minus 20, wohlgemerkt. Das bedeutet, dass die Anbieter von Schiffsraum so verzweifelt sind, dass sie sogar Bezahlung dafür anbieten, Fracht zu transportieren, statt Liegekosten in Häfen bezahlen zu müssen. Also sozusagen die Einführung von Negativzinsen beim Warentransport.

Genauer: Der Index Capesize geriet unter Wasser. Damit sind die Massengutfrachter gemeint, die nicht durch den Suez- und auch nicht durch den Panamakanal passen und deshalb um das Kap der Guten Hoffnung schippern müssen. Sie transportieren Schüttgut oder sind Supertanker.

Das war aber erst der Anfang, bis Ende letzter Woche fiel der Index auf historisch einmalige minus 183 Punkte. Der etwas breiter aufgestellte Panamax-Index, also für Schiffe, die gerade noch durch den Panamakanal passen, befindet sich ebenfalls seit vielen Tagen auf dem Weg nach unten.

Noch mehr schlechte Nachrichten? Der Börsenindex Shanghai Composite segelte am Montag letzter Woche senkrecht nach unten, bis der Handel kurzzeitig eingestellt wurde.

Vorher hatte er von 2’980 auf 2’734 nachgegeben. Das war ein Verlust von fast 9 Prozent, gleich einer Kapitalvernichtung von 370 Milliarden US-Dollar in einem Tag.

Daraufhin pumpte die chinesische Notenbank an diesem schwarzen Montag über 170 Milliarden US-Dollar in das Finanzsystem; Leerverkäufe wurden verboten.

Weltuntergang? Natürlich nicht. Aber alles das ist die Folge einer Virus-Infektion. Ob die Reaktionen darauf, flächendeckend Betriebsschliessungen in China, Verlängerung der Neujahrsferien, Quarantäne, ob die Furcht vor einer Pandemie Ausdruck von Hysterie ist oder die Vorahnung von Schrecklichem.

Schon alleine der Sturz ins Negative bei den Frachtpreisen genügt als Indikator, dass der brummende Wirtschaftsmotor Chinas schwer ins Husten geraten ist. Was bei den weltweiten Abhängigkeiten eher Anlass zur Beunruhigung ist als das Schmierentheater in der Credit Suisse.

Während aber in der englischsprachigen Wirtschaftspresse bereits die grossen Alarmglocken geschwenkt werden, liest man in deutschsprachigen Medien – nichts darüber.

Offenbar eine Auswirkung davon, dass auf vielen Redaktionen die Wirtschaftsdienste von Reuters oder Bloomberg eingespart wurden, von denen man früher so herrlich abschreiben konnte.

Kommentare

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  1. Leider wieder ein Fall bei dem der BDI misverstanden/misinterpretiert wird… Coronavirus hin oder her, wenn bei der Interpretation saisonale Faktoren und IMO 2020 (polemisch auch: das FIDLEG/FINIG des Frachtmarkts) aussen vor bleiben ist die oft wiederholte Aussage ‚Baltic Dry Index ist ein Leading Indicator für die Weltwirtschaft‘ wenn überhaupt dann nur mit Vorsicht zu geniessen…

  2. Hier nochmals der Link zu den Schweizer Wissenschaftern:

    https://smw.ch/article/doi/smw.2020.20203

    Ein Satz interessiert mich besonders:

    „One intriguing aspect of the outbreak so far is the discrepancy between the estimates of the case fatality rate reported from Hubei province, from different regions of China and from other countries. “

    Leider darf ich eine Vermutung meinerseits hierzu nicht auf IP veröffentlichen.

    Die im Artikel darüber angestellten Hypothesen mögen zutreffen, aber andere Hypothesen sind aus meiner Sicht ebenfalls zulässig.

    Die Meinungsfreiheit gemäss Noam Chomsky gilt leider auf IP nicht:

    https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/noam-chomsky—wissenschaftler-und-rebell?id=b27df735-8c3b-4c5c-a3e8-22b88ef9488d

  3. „Starker Abfall der weissen Blutkörperchen, genau wie nach einer HIV Ansteckung.“

    @ Frau Viallon

    Keine Ahnung um ehrlich zu sein, ich muss hier leider passen.

    Vielleicht mögen Sie etwas spezielle Musik? Schauen sie sich dieses Video hier an…und halten Sie Ihre Augen insbesondere bei 3:23 offen.

    https://www.youtube.com/watch?v=SD7BCqc1Juw

    😉

  4. Fassen wir Zusammen:
    Es dauert zwei Wochen bis erste Symptome bei neu infizierten Personen auftreten. D.h man kann immer nur in zweiwöchigen Intervallen sagen wie sich die Sache entwickelt, alle Aussagen zwischen diesem Zeitraum sind Kaffeesatzleserei! Diese Woche hatten wir ein solches zweiwöchiges Intervall – die Zahl der Personen mit Symptomen ist auf den Tag genau explodiert. Sämtliche schönmalerischen Prognosen der Mikroorganismusexperten in den letzten zwei Wochen haben sich damit – wie üblich – als hanebüchener Schwachsinn blossgestellt!

    Das nächste Intervall ist Ende Februar, dann sehen wir weiter wie die Sache verläuft.

    Funktionsweise des Corona-Virus: Es ist hochansteckend wie die Grippe. Im infizierten Körper zerstört es das Immunsystem gleich dem HIV Virus. Es kommt zu einem Akquirierten Immun-Defizienz-Syndrom (AIDS) mit einer opportunistischen Infektionen der Lungen – langfristig tödlich.

    Die Entstehung eines solchen Killervirusverschnitts aus HIV, Grippe und weiss der Geier noch ist in der Natur wegen dem Gesetz des Darwinistischen Suizids nicht möglich, es würde sich bereits irgendwo in der Mutationsphase selber ausrotten.

    In Wuhan befindet sich offiziell ein Biolabor der Stufe BSL-4. Sars und Mers fallen als gefährlichere Vertreter der Coronaviren lediglich unter Schutzstufe 3. Was diese schönrednerischen Experten nicht schnallen oder verheimlichen: Es handelt sich wie vorgängig dargelegt um weit mehr als ein hundsgewöhnliches Coronavirus – um ein Ding aus einer anderen Welt

    • Naja, Sie können schon jeden Tag nachschauen, aber Sie müssen die Todesfälle heute ins Verhältnis zur Zahl der Infizierten von vor 2 Wochen setzen.

      Es sind auch noch einige andere Details zu beachten.

      Hier etwas wissenschaftlicher:

      https://smw.ch/article/doi/smw.2020.20203

      Wobei dort die Sache mit dem HIV-Insert dort nicht beschrieben ist.

      Hier ein Befürworter:
      https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.01.30.927871v1.full.pdf

      Und hier ein Gegner:
      https://www.factcheck.org/2020/02/baseless-conspiracy-theories-claim-new-coronavirus-was-bioengineered/

    • @ Die Geschichte ….

      Ihr Logikfehler tut fast schon weh – man sollte Sie wegen Körperverletzung belangen dürfen…
      Nein, Spass bei Seite. Bitte nehmen Sie es mir nicht übel, aber jetzt mal ehrlich:

      Als ob das Virus einen Timer auf sich trägt und synchron alle 14 Kalendertage irgendwelche Symptome triggert.

      Doch nehmen wir einfach mal an, dass es bei einer Person genau 14 Tage dauert von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen:
      1. Die H2H Ansteckung ist ja nicht auf den globalen 14-Tage Rhythmus beschränkt. Man kann sich durchaus bei x+9 oder bei x+12 anstecken, also zwischendurch. Sonst könnte man ja Wuhan an 13 Tagen normal leben und wirtschaften lassen und am 14. Tag alle für einen Tag isolieren.
      2. Bis die positiven Testresultate zur Verfügung stehen, verstreicht ja auch eine gewisse Zeit in der Grössenordnung von 1-2 Tagen.
      Somit ist die Aussage „ man kann immer nur in zweiwöchigen Intervallen sagen wie sich die Sache entwickelt, alle Aussagen zwischen diesem Zeitraum sind Kaffeesatzleserei!“ sowas von falsch. Da krümmt sich ja die letzte Fledermaus vor Lachen.

      Die Inkubationszeit ist aber oftmals wesentlich kürzer. Die Mittel- resp. Medianwerte werden zwischen 4-6 Tage angegeben. Dementsprechend ist Ihre Aussage ebenfalls falsch.

      Zu guter Letzt, der sprunghafte Anstieg in dieser Woche kommt daher, dass man auch andere Diagnosearten (ich glaube es handelt sich um CT Scans der Lunge) nun ebenfalls mitzählt. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, wurden die „positiv“ getesteten CT Scans aus den vergangenen Wochen nachträglich in die Statistik aufgenommen.

      In einer Sache könnten wir uns vielleicht einig sein. Niemand kennt die genauen Zahlen; absolut niemand. Aber ich denke nicht, dass wir hier absichtlich mit falscher/geschönter Statistik gefüttert werden (auf Befehl der chinesischen KP Spitze oder der durchaus zu kritisierenden MSM), wie es einige Male auf IP hiess. Es gibt genügend Fälle ausserhalb Chinas, welche wir als Kontrollmenge für unsere eigene Statistik hernehmen können. Und was sagt diese aus?

      Auf den Rest Ihrer Aussage verzichte ich zu kommentieren. Es würde vermutlich gegen die Forumsregeln verstossen.

      Falls Sie auf meinen etwas provokanten, aber nicht böse gemeinten Kommentar antworten möchten, bedenken Sie, dass Wut und Rage Ihren Logikfehler trotzdem nicht wettmachen.

      Bleiben Sie trotzdem gesund. Die einheimische Grippe (ohne HIV-Insert) ist in diesem Jahr ebenfalls recht fies!

  5. Mein Eindruck ist, dass in China sehr diszipliniert vorgegangen wird. Millionen werden isoliert. Trotzdem breitet sich das Virus weiter aus. Wie wird das wohl bei uns rauskommen. Uns wird gesagt, kein Problem, eine Grippe ist schlimmer. Und die Leute sind daher völlig unbedarf. Hoffen wir, das kommt gut.

  6. >>>Transcript of Interview with epidemiologist Prof Neil Ferguson

    https://www.reddit.com/r/Coronavirus/comments/f2ppny/transcript_of_interview_with_epidemiologist_prof/

    „In the UK only one in three cases are being detected; local transmission will begin in a few weeks“

    „We will know more in the next few weeks when surveillance is started in hospitals across the UK of pneumonia cases.“

    Ich hoffe mal man hat das Monitoring in der Schweiz bereits gestartet…steht der Zivilschutz schon bereit?

  7. Im 20 Minuten steht zum jetzigen Zeitpunkt: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg seit gestern um 14’840 auf nun 48’208 bekannte Fälle.

    Jedermann weiss aber, dass es über 60`000 sind. Unsere Medien versuchen alles um die Sache zu vertuschen. Ich will nicht gerade sagen, sie lügen uns an.

  8. Statistisch gesehen ist der Corona-Virus immer noch weniger gefährlich als die normalen Grippen-Viren, die zig-fach mehr Tote fordern, woran wir aber längst gewöhnt sind. Neu am Corona-Virus ist sein Gender-Effekt, der Feministinnen begeistern dürfte: Am meisten tödlich betroffen sind ältere Männer (nicht nur weisse, wohl auch asiatische, vorerst), und man weiss noch nicht, weshalb. Der weltwirtschaftliche Effekt des Corona-Virus – wenn er denn anhält – könnte darin bestehen, dass er die übertriebene geografische Globalisierung etwas bremst. Und das ist eigentlich positiv. Es kann ökonomisch nicht effizient sein, dass ein Paar billige Hosen drei Mal um die Welt verschifft werden, bis der letzte Reissverschluss angenäht ist, und sich das buchhalterisch auch noch „auszahlt“, nur weil die Energiekosten derart tief sind. Dann muss eben die Logistik-Branche etwas Federn lassen. Aber das würde sie auch, wenn die Erdölpreise wieder anziehen würden.

    • Nicht nur ältere Männer auch Kleinkinder deren Immunsystem noch nicht richtig ausgebildet ist.Diese Seuche wird uns noch ziemlich beschäftigen da die Inkubationszeit auch bis zu 24 Tage sein kann. Zudem Überleben die Coronae Viren bis zu 70 Stunden auf Flächen.

  9. Trump verbietet seit bald 10 Tagen den Reisenden aus China den Zugang nach Amerika, ausser sie sind Amerikaner. Aber auch die Amis müssen zuerst in Quarantäne. Unser BAG meint noch immer, alles übertrieben, eine normale Grippe ist schlimmer. Mehr Trump wäre wohl besser.

  10. Die Zahlen werden immer deutlicher. Da kommt was Grösseres auf uns zu. Die meisten in diesem Formum sind offenbar noch immer der Meinung, es werde krass übertrieben. Ich glaube wir sollten die Sache sehr ernst nehmen.

  11. Der BDI steht bei Bloomberg aktuell 418 USD. Ok, vor 6 Monaten lag er noch bei 2’518 USD, aber -20, wie vom Autor behauptet??? Doch wohl eher nicht…

    • Meiner Treu, über den Niedergang des Schweizer Bankings und seiner Gnome hatte ich mich schon beschwert. Da nun schon der zweite Kommentator meckert:
      Dann mal zum Mitschreiben. Es geht um den Capesize Index, der seit dem 31. Januar 2020 zum ersten Mal in seiner Geschichte unter Wasser ist. Wer zu blöd ist, den zu finden, hier ist eine idiotensichere Grafik:

      https://www.hellenicshippingnews.com/capesize-index-plummets-to-133-the-first-time-ever-in-negative-territory/

    • Herr Zeyer, Sie mixen das Abkürzel BDI sowie BCI. Der BDI ist tatsächlich nicht im negativen, der BCI jedoch schon. Im Text erwähnen Sie beide Indices, daher die Verwirrung.
      Zudem ist der BDI als Frühindikator tatsächlich auch nicht über alle Zweifel erhaben und ergab über die letzten 20 J doch auch schon einige Fehlsignale.

    • @ René Zeyer:

      Vielleicht sollten Sie mal tscheggen und mitschreiben, dass BDI nicht gleich BCI ist, bevor Sie sich über Kommentare echauffieren.

    • Lieber Jonny

      Lassen Sie Herrn Zeyer so wie er ist.

      Gerne regt er sich über die „Rumhalser“ auf, auch wenn ihm genauso viele Fehler unterlaufen.

      Heutzutage muss man doch schon froh sein, wenn 70% eines Artikels richtig sind!

      Das könnte bei Herrn Zeyer durchaus der Fall sein.

      🙂

  12. Auf springer.com gibt es erste genauere Fallberichte in Englisch.

    Ich kann dazu nur sagen: Sollte der Virus im Frühling durch Wärme nicht inaktiviert werden könnte das grob werden. Die Lungen werden heftig angegriffen, über zu erwartende Langzeitschäden der Betroffenen steht noch nichts fest.

    https://link.springer.com/article/10.1007/s12250-020-00203-8

    Unsere Spitäler können nicht 1000ende Pneunomien gleichzeitig behandeln.

    Erstaunlich auch wie ruhig sich die Infektion verhält bevor das ganze Ausmass sichtbar wird! Erstaunlich der massive Abfall der weissen Blutkörperchen während der Infektion…

    Der Fall ist komplex.

    • Starker Abfall der weissen Blutkörperchen, genau wie nach einer HIV Ansteckung.

    • Hat HIV Sequenzen in diesem Virus somit kann es besser ankoppeln. Dieses Virus ist modifiziert worden
      Die Chinesen werden einiges erklären müssen.

    • @Silvie

      Dachte die Chinesen hätten den aus Kanada im Linineflug mitgenommen?

      Sie meinen, die Chinesen können zwar HIV ankleben, aber die Grundlage dafür müssen sie im Ausland klauen?

  13. Es wäre langsam aber sicher Zeit auf IP eine Filterfunktion einzuführen um Unfung und Nonsense der gröberen Sorte schon mal aussen vor lassen zu können!

    • Immer wenn jemand etwas nicht gerne hört, wird nach Zensur gerufen. Sie brauchen ja nicht zu lesen, was ihnen nicht passt.

    • @ Anna: Wer ruft denn nach Zensur? Sie scheinen offenbar gar nichts verstanden zu haben!

    • @ Anna:

      Wie schaffen Sie es denn, schon zu wissen was in einem Text steht, ohne diesen zu lesen?

    • @Jonny

      „Wie schaffen Sie es denn, schon zu wissen was in einem Text steht, ohne diesen zu lesen?“

      Ich finde dies eine super Empfehlung für „Vote for IP 2.0“!

      Kann er/sie sich doch drum kümmern, wie er/sie das macht!

      🙂

  14. Von diesem auf und ab kommt bei dem Verbraucher doch nichts an, oder ? Wenn Firmen aufgrund sinkender Transportpreise ihre Rohstoffe günstiger einkaufen können, hat das doch keinerlei Einfluss auf den Verkaufspreis. Und gehört nicht Kaufen und Verkaufen der Endverbraucher nicht auch zu einer Betrachtung der Wirtschaft, wenn man profunde Vorhersagen treffen will.

  15. @R. Zeyer
    Das ist ein sehr interessanter Bericht und Sie können davon ausgehen, dass ein Grossteil der Leserschaft von IP Ihnen ebenfalls dankbar dafür ist. Solche fundamentale Indikatoren, wie es der BDI repräsentiert, sind wahrlich hilfreich um evt. frühzeitige Warnsignale, oder auch Hoffnungssignale, aus der Konjunktur herauszulesen. Es gibt sicher noch weitere solche Warn- und Hoffnungssignale, und ich freue mich bereits darauf, weitere solche interessanten Berichte von Ihnen, resp. vom IP-Team zu lesen. Grazie Mille !

  16. Sehr guter Artikel, Herr Zeyer, vielen Dank!

    Der BDI ist in meinen Augen tatsächlich einer der ganz wenigen Wirtschafts-Messwerte, der nicht oder nur sehr eingeschränkt manipuliert werden kann, und somit relativ verlässliche Prognosen erlaubt.

    Alle anderen Prognosen von selbsternannten sog. Wirtschaftsexperten, sind nichts anderes als haltlose Prophetereien, die aufgrund von Informationen der Kristallkugelleser draussen in den Firmen zustande kommen, und sich noch niemals in der ganzen Geschichte bewahrheitet haben. Also reine Falschmeldungen und Manipulationen, und trotzdem ein eigener, mächtiger Wirtschaftszweig. Krank!

  17. Lieber Herr Zeyer,

    Den Hinweis auf das Baltic Dry Index finde ich interessant und erhellend. Danke. Die Finanzmärkte leben von Alarmismus! Es sind immer die Systembetreiber die Begriffe wie :“Weltuntergang“ zirkulieren lassen (Reuters, Bloomberg &. Co. sind dafür bezahlt, genau so wie willfährige Professoren und Politiker). Ob das nur das Ende eines Bullenmarktes ist oder ob der grosse unvermeidbare globale Absturz stattfindet, wird man bald sehen. Zumindest könnte der Corona-Hype für das Platzen der Blase verantwortlich gemacht werden (vgl. Aussagen vom 11.11.2020 von Lagarde und Powell). Ein Blick ausserhalb der Scheinwelt der Finanzmärkten lässt nicht gutes für die Realwirtschaft erahnen. Die US-Unternehmensgewinne stagnieren schon seit 2012 und die Aktienkurse steigen (vgl. Quelle: St. Louis Fed). Der Höhepunkt dieser riesigen Spekulationsblase ist in greifbarer Nähe und das tut der Umwelt und allen Lebewesen gut.

    Herzlich

  18. Die Produktionsverzögerungen in China sind schlimmer als man glauben möchte. Als Grosshändler von medizinischem Einwegmaterial (z. Bsp. Gesichtsmasken)reexportieren wir zur Zeit Material ins Herstellerland China zurück. Mit dem Unterschied dass die Chinesen uns aktuell den 5-fachen schweizer Verkaufspreis cash bezahlen. Unsere Hersteller in China (Prooduktion steht still) nehmen keine Bestellungen mehr an. Schon versandbereite Container in China sind mit einem Ausfuhrverbot belegt und gehen nun nicht in den Export sondern bleiben in China für den eigenen Bedarf. Ja, wir sind halt total von den Chinesen abhängig.

    • und wenn Sie dann selber eine Maske brauchen, können Sie ja eine gewonnene Tausendernote nehmen, 4 Löchli und 2 Bändeli, und fertig ist der Mundschutz.

    • Abhängig von China……?

      …..nein, wir lieben nur die billigen Preise dort.
      Solche Masken sind billig Wegwerfartikel und können durch unsere Industrie jederzeit in Mengen produziert werden.

      Natürlich fangen die hier nicht an Dinge herzustellen, die in 5 Monaten dann wieder zu billigstpreisen von dort kommen.

      Preise, da machen sich viele noch grosse Illusionen wie billig dort produziert wird.
      Ich habe vor ca. 30 Jahren eine Art von Aktenköfferchen in sehr sauberer Qualität aus China als Weihnachtspräsent an meine Kunden verschenkt.
      Es kam ein Vertreter ins Geschäft und hatte einen Combi voll von denn Dingern mit dabei.
      Material war ein rehbraunes Kunstleder und der Zwitter zwischen Mappe und Köfferchen hatte 17 Reissverschlüsse samt vielen Fächern für dies und jenes, Tragriemen usw.
      Also das sauber gefertigte und verpackte Teil kostete mich damals im Einkauf …….. 7 Franken.
      In der Schweiz hätte ich dafür genau 1 Reissverschluss bekommen.
      Und es war ein Kunstleder erster Güte, es blich nicht aus und brach auch nicht wegen der UV-Strahlung, wie man es bei Chinawaren auch Heute noch sehr oft sieht.
      Ich kaufte mir davon ca. 100 Stück.
      Der Lieferant musste nur einfach einen Schiffscontainer von den Dingern kaufen. Was er bezahlte….. 3 Franken??? ich weiss es nicht, aber jeder der das Ding sah liess erst mal die Kinnlade hängen.

      Das Corona…. ja die Wahrheit in einem Massenstaat kommt langsam ans Licht.
      Vermutlich sind es in Wuhan, einer 14 Millionen Metropolregion, Täglich um die 1000 Tote.

      Merken wird man das in China nicht……. es sind 1.4 Milliarden.

  19. gibt es eine Quelle für die Aussage „Aber am 31. Januar 2020 machte der Index etwas, was er in seiner ganzen Geschichte noch nie getan hatte. Er sank auf 20.“
    Offizielle Daten zeigen das nicht!

  20. Sie bringen’s auf den Punkt mit ihrem Gratis-Input bezüglich „Baltic Dry Index“, Herr Zeyer.

    Die zu Tode gesparten (Wirtschafts)redaktionen im deutschen Raum wurden dazu gar noch kopfamputiert. Ideenlos und ohne Neugierde plus umso mehr copy paste-storytelling.

    Etliche dieser Redaktionen haben aber gewaltig zugelegt im Wachstumssegment „Branded Content“, oft auch Publireportage genannt.

  21. Die deutschprachigen Medien sind ohnehin blind. Einerseits dauernd reisserische Schlagzeilen zu einem gewissen Donald Trump, andrerseits nach Jahrzehnten noch immer keine Aufarbeitung der Vergangenheit der deutschen Kanzlerin mit Tiefgang (IM Erika).

    • Der Engel kann eben sehr renitent und störrisch sein. Auch in der Liquidation von ihr im Weg stehender Männer hat sie ihre Verdienste erworben. Dazu gesellt sich zeitnah eine gewisse Altersstarrheit. Sie hat den Abgang verpasst.
      Ich kann nur den Kopf schütteln über das, was seit einigen Jahren beim „Exportweltmeister“ abgeht. Nicht nur auf journalistischem Gebiet.