Implenia: Schrecken ohne Ende?

Als Kleinaktionär warne ich seit Jahren vor Umsatz-Bolzen zulasten von Rendite. Beenden die Aktionäre das Trauerspiel?

Heute präsentiert die führende Baufirma der Schweiz, deren Aktien an der Börse gehandelt werden, ihre Jahreszahlen fürs 2019.

Es fragt sich: Kann sich Hans-Ueli Meister noch ein weiteres schwaches Jahr bei der Implenia leisten, oder wachen die Aktionäre auf und wählen einen neuen Verwaltungsrats-Präsidenten?

Gross angekündigte Ergebnis-Versprechen blieben bis jetzt stets leer. Zuletzt ist jeweils ein noch grösserer risikobehafteter Umsatz- und Arbeitsvorrat der einzige Hoffnungsschimmer.

Das hören die Aktionäre von mir seit langem. Sie wollten es bisher nicht glauben. Warum nur?

Seit vier Jahren – genau seit dem Amtsantritt von Hans-Ulrich Meister – spiele ich den Eigentümern und dem VR-Präsidenten Steilpässe zu, um die Implenia vor dem Absturz zu bewahren.

Erfolglos. Kommen die Aktionäre, der Verwaltungsrat und das Management jetzt, im 2020, zur Vernunft und reissen den Steuerknüppel herum?

Blicken wir zurück. An der Generalversammlung vom März 2016, just als der Ex-Banker Meister zum Präsidenten gewählt wurde, zeigte ich die Handlungsfelder der Implenia auf.

Für den neuen Kapitän waren das Steilpässe eines Aktionärs, der die Performance der beiden Generalunternehmungen (Batigroup und Zschokke) und der daraus neu formierten Implenia seit Jahren kritisch verfolgt hatte und das Projektgeschäft aus früheren Tätigkeiten als Controller und Geschäftsführer kannte.

Die Handlungsfelder lauteten:

Aufforderung zur effektiven Bestätigung der seit Jahren kommunizierten EBIT-Ziele; kritische Hinterfragung des überproportional steigenden Umsatzes gegenüber der Stagnierung der Rentabilität (fehlende Effizienz);

Beachtung des grossen Verlustpotentiales durch rekordhohen Auftragsbestand von 5 Milliarden Franken mit unberechenbaren Risiken im Projektgeschäft; und Stärkung des schwachen Eigenkapitals gegenüber den Risiken, Ablehnung Auszahlung der Dividende.

Dem Protokoll ist zu entnehmen, dass ich an der Antritts-Generalversammlung von Herrn Meister nachgefragt hatte, ob die Fusionsziele (Batigroup-Zschokke) im 2016 erreicht worden seien.

Eines der wesentlichen Ziele bei der Fusion war, vor- und nachgelagerte Dienstleistungen wie das Facility Management aufzubauen, um die Risiken aus dem Projektgeschäft aufzufangen.

Die Antwort, nachzulesen im Protokoll, lautete: „Man sei zum Schluss gekommen, dass eine Fokussierung auf die klassische Bautätigkeit besser sei. In diesem Zusammenhang wird hervorgestrichen, dass die Implenia eine Baufirma sei.“

An der Aktionärsversammlung vom März 2017 hatte ich wiederholt meine Bedenken zu den Ergebnissen und Risiken geäussert und neben den alten Steilpässen einen neuen Steilpass (isolierte Betrachtung des hochrentablen Bereiches Development) geliefert.

Auszug aus dem Protokoll: „Herr Löhr erinnert sodann an die Risiken, die mit dem Projektgeschäft und dem Wachstum verbunden seien.

„Wenn er die einzelnen Segmente beleuchte, so stelle er fest, dass im Development ein operatives Ergebnis von CHF 36 Mio. mit lediglich 50 Mitarbeitern erreicht worden sei. Er frage sich, ob sich Implenia Gedanken gemacht habe, was passiere, wenn diese CHF 36 Mio. nicht mehr vorhanden seien.“

Alles im Griff? Wyss (l), Meister (Implenia)

Dieser Bereich hilft offensichtlich mit, die mässigen Ergebnisse der Generalunternehmer- und Bauabteilung zu kaschieren oder zu subventionieren.

Drei Jahre später, Ende 2019, nahm ein externer Investor diesen Ball auf. Nach einigen Querelen zwischen dem externen Investoren und einem massiven Angriff auf Implenia-Präsident Meister und weitere Verwaltungsräte mit Rücktrittsaufforderungen und der Zuwahl von eigenen Vertretern wurde das Kriegsbeil wieder begraben.

Präsident Meister versicherte, dass er das Kerngeschäft nicht durch das Entwicklungsgeschäft quersubventionieren würde.

Auszug aus den Medien: „Die Investmentgesellschaft Veraison pocht auf eine Aufspaltung des Baukonzerns Implenia. Er fordere eine ‚konsequente Trennung des Entwicklungs- vom Baugeschäft‘, erklärte Veraison-Mitgründer Gregor Greber in einem Interview mit dem Online-Portal The Market.“

Wie will die grosse Implenia mit 10’000 Mitarbeitenden rentabel sein, ohne dass ihr Entwicklungsgeschäft mit 50 bis 100 Mitarbeitenden dieses quersubventioniert?

Auf diese Antwort kann man gespannt sein.

An der Generalversammlung 2018 wurde auf ein Beschlussprotokoll gewechselt, womit Implenia offensichtlich verhindern wollte, kritische Aktionärsvoten nach aussen tragen zu müssen.

Dies widerspricht der auf der Homepage erwähnten Behauptung, eine offene, transparente und zeitgerechte Informationspolitik im Interesse der Investoren und der Öffentlichkeit zu betreiben.

Auch 2018 habe ich wiederholt auf die fehlende Performance, die grossen Risiken in den Auftragsvorräten und die fehlende Erreichung der EBIT-Ziele hingewiesen. Ich habe den Antrag gestellt, die Risiken stärker zu gewichten und die Strategie und das Geschäftsmodell aufgrund dessen zu überprüfen.

Ich stellte zudem ein weiteres Mal den Antrag, die Dividende nicht auszubezahlen oder zumindest zu halbieren, um das Eigenkapital zu stärken um die nächsten herausfordernden Jahre (CEO-Wechsel, Veränderungsprozesse, hoher Auftragsbestand, schwieriges Auslandgeschäft) zu bewältigen.

Leider hat man dies offensichtlich in den Wind geschlagen, denn es blieb vorerst alles beim Alten. Die Dividende wurde ausbezahlt, die zukünftigen Ergebnisse wurden wie immer positiv dargestellt; man setzte sogar noch einen drauf, indem man die EBITDA-Marge auf 5.25 bis 5.75% erhöhen wollte.

Mitte 2018 überstürzten sich dann die Ereignisse. Würde nun eine positive Wende bei der Implenia eintreten? Eine Wende schon, aber keine positive. Sondern eine dramatische.

Der Halbjahresbericht 2018, verfasst von Präsident Meister und dem zurückgetretenen CEO Anton Affentranger, wähnte die Aktionäre wie immer in Sicherheit und prognostizierte gute Ergebnisse.

„Mittelfristziele 2018 bestätigt“, war da zu lesen. Und weiter: „Vor dem Hintergrund der rekordhohen Auftragsbücher und des intakten Marktumfelds erwartet Implenia eine anhaltend positive Entwicklung im zweiten Halbjahr 2018, auch wenn die Schwelle von CHF 140 Mio. im laufenden Jahr wohl noch nicht erreicht werden dürfte.

„Die Gewinndynamik sollte sich aber in der zweiten Jahreshälfte verstärken, sodass das Gesamtjahr substanziell besser ausfallen wird als das Vorjahr.

„Neben Umsatz und EBITDA würde Implenia mit einem erwarteten EBIT der Geschäftsbereiche von rund CHF 130 Mio. auch auf dieser Stufe eine neue Höchstmarke in ihrer Geschichte erreichen.

„Die im Frühjahr 2017 kommunizierten Mittelfristziele eines Top-Line-Volumens von rund CHF 5 Mrd. und einer EBITDA-Marge zwischen 5,25% und 5,75% werden bestätigt.“

(Schon seit Jahren wurden die Aktionäre mit solchen „Rekordmeldungen“ bei Laune gehalten, was sich im dauernd steigenden Aktienkurs widerspiegelte. Nach der zweiten Gewinnwarnung innert vier Monaten – das war Anfang Dezember 2018 – ist der Implenia-Titel dann massiv eingebrochen: von 80 auf 33 Franken.)

Ära Meister: Abrupter Einbruch (Swissquote)

Trotz dieses für die Aktionäre beruhigenden Statements im Halbjahresbericht 2018 gab CEO Affentranger offensichtlich schon per Ende September 2018 seinen Rücktritt, und man präsentierte bereits im Juli 2018 einen neuen CEO.

War dies wirklich ein Rücktritt, oder handelte es sich um einen Rausschmiss? In der Medienmitteilung der Implenia vom 4. Juli 2018 war zum CEO-Wechsel zu lesen:

„Der Verwaltungsrat wählte im Rahmen einer langfristigen Planung André Wyss als Nachfolger von Anton Affentranger zum neuen CEO von Implenia. Der 51-jährige Schweizer übernimmt die Leitung des Bau- und Baudienstleistungsunternehmens am 1. Oktober 2018.

„André Wyss verfügt über grosse internationale Führungserfahrung in unterschiedlichen Geschäftsmodellen und komplexen Projekten. Zusammen mit dem Verwaltungsrat, dem Management-Team und den Mitarbeitenden wird der neue CEO die Strategie von Implenia weiterentwickeln und so zusätzlichen Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeitende schaffen.

„Mit der Regelung seiner Nachfolge wird Anton Affentranger am 30. September 2018 als CEO zurücktreten. Implenia dankt ihm für seine prägende und herausragende Tätigkeit.“

Dieser Mitteilung folgte dann am 3. Dezember 2018 ein etwas weniger schönes Communiqué aus der Zentrale des Bauriesen.

„Implenia passt Ausblick für Geschäftsjahr 2018 an“, lautete die Überschrift. Es folgte eine Gewinnwarnung:

„Ausgehend vom heutigen Kenntnisstand erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2018 Wertberichtigungen im Gesamtumfang von CHF 70 bis 90 Mio., ausgelöst durch einmalige Bewertungsanpassungen und tieferem Ergebnis aus dem laufenden Geschäft in Teilen des Segments International.

„Deshalb wird der Cashflow im Jahr 2018 voraussichtlich unter den bisherigen Erwartungen liegen. Auf Basis der aktuell vorliegenden Informationen und angesichts einer unverändert guten Cash-Position und dem hohen Auftragsbestand von über CHF 6 Mrd. geht Implenia weiterhin davon aus, dass der Generalversammlung 2019 die Ausschüttung einer Dividende beantragt werden kann.

„Implenia arbeitet in attraktiven Märkten. Das Unternehmen ist deshalb überzeugt, dass es die im Frühjahr 2017 kommunizierten Mittelfristziele erreichen wird – mit einem Top-Line-Volumen von rund CHF 5 Mrd. und einer EBITDA-Marge zwischen 5,25% und 5,75%.

„Verwaltungsrat und Management arbeiten zurzeit intensiv an der Weiterentwicklung der Strategie. Implenia wird die Ergebnisse dieser Arbeiten an der Medien- und Analystenkonferenz vom 26. Februar 2019 kommunizieren.“

Die Medienmitteillungen und der Halbjahresbericht seit Mitte 2018 hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck, was die Verantwortlichkeiten und deren Wissen über die effektiven Zahlen und Risiken betrifft.

An dieser Stelle ist zu bemerken, dass der ehemalige Finanzchef immer noch fest im Sattel sass – zumindest erweckte er diesen Eindruck auf Aussenstehende.

An der Generalversammlung 2019 (erneut veröffentlichte die Firma nur ein Beschlussprotokoll, in dem wiederum die kritischen Voten nicht protokolliert wurden) erlaubte ich mir ein weiteres Mal, auf die unbefriedigende Situation hinzuweisen, und ich verlangte zielführende Veränderungen.

Zudem liess ich mich Ad hoc auf die Liste der Kandidaten für den Verwaltungsrat setzen. Meine Anträge an die versammelten Aktionäre lauteten:

Wahlen: Küren Sie einen VR, der eine gesunde Finanzstruktur (Steigerung des Eigenkapitals) ins Zentrum setzt.

Strategie: Das risikoreiche Wachstum, vor allem im Ausland, ist zu stoppen. Es ist eine Innovations- und nicht eine Verdrängungsstrategie zu verfolgen.

Die Löhne des Verwaltungsrats und des Managements sind auf die Höhe des Jahres 2006 zu reduzieren. Der Vergütungsbericht ist abzulehnen.

Dieser ist zu kompliziert, und die zur Höhe der Entschädigung herangezogenen Vergleichsfirmen sind nicht mit der Implenia vergleichbar.

Dividende: Es sei keine auszubezahlen. Mit einer Ausschüttung schaden Sie der Implenia – und damit sich als Aktionär selber.

Verhindern Sie, dass die Implenia ein Sanierungsfall oder ein Übernahmekandidat wird. Jetzt haben Sie noch eine Chance. Wählen Sie mich in den VR.

Auszug aus dem Protokoll: „Herr Daniel Löhr beantragt der Generalversammlung seine Wahl als neues Mitglied des Verwaltungsrats. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, die Wahl von Herrn Daniel Löhr als Mitglied des Verwaltungsrats abzulehnen.

„Die Generalversammlung lehnt grossmehrheitlich die Wahl von Herrn Daniel Löhr als Mitglied des Verwaltungsrats mit folgenden Stimmenzahlen ab:

Vertretene Stimmen: 7’788’627, Quorum: 3’894’314, Ja-Stimmen: 143’709, Nein-Stimmen: 6’254’294, abgegebene Enthaltungen: 1’390’624.

Die 20%, die nicht gegen meine Wahl stimmten oder sogar dafür, waren ein Achtungserfolg für eine Ad hoc-Abstimmung, wie ich selber meine.

Wo werden wir an der Generalversammlung 2020 in 4 Wochen, am 24. März, stehen? Der Antrag auf eine ausserordentliche GV mit der Zerschlagung der Implenia und der Ernennung eines neuen VR-Präsidenten anstelle von Herrn Meister und weiteren VR-Mitgliedern wurde vorerst fallengelassen.

Heute, am 25. Februar 2020, präsentiert die Implenia-Führung an ihrer Jahres-Pressekonferenz die Resultate für 2019.

Erfahren wir viel Neues? Können die gezeigten Ergebnisse und Kennzahlen dem Unternehmen und ihren Eigentümern Sicherheit geben, was das langfristige Überleben angeht?

Können wir uns auf die Verbesserungen, die präsentiert werden, verlassen, oder handelt es sich einmal mehr um leere Versprechen, wie sie uns die Spitze seit Jahren auftischt?

Folgende Fragen sollten wir beantwortet erhalten:

Ist das Eigenkapital bereits gestärkt, und wie wird es weiter erhöht? Wurde das Ergebnis gegenüber 2018 wie erwartet signifikant verbessert?

Wie steht es mit der seit Jahren angekündigten Zielerreichung beim EBIT? Gibt es eine klare Strategie mit neuen Dienstleistungen (nachgelagert) mit nachhaltiger Wertschöpfung?

Wie werden die Risiken messbar und transparent bei der Auftragsannahme und der Projektabwicklung bewirtschaftet? Wie wird die Effizienzsteigerung mit und ohne Wachstum realisiert (EBITDA-Marge von 5.25 bis 5.75%)?

Welchen Beitrag leisten die einzelnen hochdotierten Verwaltungsräte zum Unternehmenserfolg? Wurden die Kosten des Managements inklusive dem Verwaltungsrat den moderaten Ergebnissen angepasst?

Wenn diese Fragen zu wenig konkret beantwortet werden, stelle ich mich dieses Mal als Verwaltungsratspräsident zur Verfügung, um die Situation konkret und nachhaltig zu verbessern.

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Kommentare

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  1. Da kommt einer aus der verwöhnten Schlafwagenzunft der Banken und geht ausgerechnet auf den Bau! HA, ha, ha ! Dieses Geschäft funktioniert entweder über Schmieren und Salben oder über Knallharten Wettbewerb. Das ist ein Projektgeschäft. Nichts da mit reichen Geldverstecker in die Mitwisser Falle locken.

  2. Implenia macht nichts falsch. Jede Dienstleistungsbranche ist ein einziger Verdrängungskampf geworden. Man nimmt anderen lieber zum Nulltarif Kunden weg als ihn profitieren zu lassen, bis einer aufgibt. Die Kapazitöten muss man schliesslich auf jeden Fall verteidigen, denn nur dort hat man noch einen Wettbewerbsvorteil. Das selbe Trauerspiel trifft z.B. im Moment auch die Migros. Insbesondere im Ausschreibungswesen geht alles nur noch über die Preise. Man kann die Vetterliwirtschaft die vor der Ausschreibungspflicht herrschte verfluchen wie man will aber in ihr stiegen wenigstens die Margen und mit ihnen die Löhne.

  3. Meine Implenia-Aktien sind heute 13% gestiegen, dies trotz 2% Minus im SMI. Als Value-Investorin finde ich, dass Implenia eine echte Perle ist. Der Rebound hat begonnen. Mein nominelles Plus heute: 23t CHF!

  4. Ist jetzt IP noch zu einer Gratis-Platform für chancenlose Kandidaten im Verwaltungsrats-Wahlkampf verkommen? Wenn Herr Löhr so ein kompetenter Spezialist dein will, müsste er sich schon überlegen, warum es bisher lediglich zum Kleinaktionär und Bauingenieur und eben nicht zum Geschäftsleitungsmitglied eines grossen Players gereicht hat. Allgemeinplätze wie: „wir müssen die Rendite steigern, wir müssen Risiken reduzieren, wir müssen die Ziele im Auge behalten“ sind keine Steilpässe. Sie stehen im Management-Handbuch auf Seite 3 (von 890). Doch eher ein Eigentor und Ausdruck von wortreicher Selbstüberschätzung? NB: eine Wahlniederlage ist kein Erfolg

    • Kann ich nur zustimmmen! Kann Herrn Löhr nur empfehlen, die Posaune etwas flacher zu halten und sich um einen exekutiven Job bei Implenia zu bewerben und sich dann konstruktiv ein zu bringen. Er würde allerdings sehr schnell in der Realität ankommen. Den Warnfinger heben, kann jeder! Implenia braucht „Macher“ und keine „Schwätzer“.

    • Besser nicht, sonst würde er dauernd im 5. Stock vor dem Management stehen und Parolen halten 😉
      Ich freue mich wieder auf die GV, sein Part ist immer sehr unterhaltsam

    • Absolut guter Kommentar – vor allem Herr Löhr als langjähriger Aktionär mit einer EINZIGEN Aktie – lächerlich dieser Artikel!

  5. Ach, Gewinne werden überbewertet!
    40% aller börsenkotierten US-Firmen machen schon keine Gewinne mehr. Bestes Beispiel ist ja bekanntlich Tesla.

    In der kapitalistischen Planwirtschaft sind Gewinne nicht mehr nötig, es reicht wenn sie als Firma Arbeitsplätzte haben oder schaffen wollen, dann werden ihre Aktien von den Zentralbanken gekauft.

    Die Implenia macht es super. Sie erstellt Gebäude die niemand will. Danach werden mit Bauschäden und Mängel wiederum für viele Jahre Arbeitsplätze sichergestellt.

    Je länger die Sanierungsarbeiten dauern, desto höher steigt der Wert des Gebäudes in den Büchern.
    Die Eigentümer müssen in dieser Zeit niemand finden der bereit wäre die astronomische Miete zu bezahlen und haben viel Freude wenn sie den Wert ihres „Portfolios“ nicht gegen unten korrigieren müssen.

  6. Wie kann man einen hochgradig gescheiterten Manager der CS als VRP der Implenia wählen!?! Da muss ein RiesenZürchet Filz dahinter stecken; in der CH lernen wir alles erst, wenn’s für Firmen und Mitarbeitende zu spät ist

  7. Die Schwierigkeiten auf dem Bau haben einen Namen:

    WTO-GATT!

    Implenia ist – nebst den betrieblichen Problemen – keine Ausnahme.
    Nur müsste es endlich jemand zugeben, was aber nicht in die politische Landschaft passt.

    • Selten einen so unnützen, falschen und belanglosen Kommentar gelesen, 20min.ch Universität besucht?

  8. Der Laden ist der Beweis, dass hochbezahlte Pseudo-Manager in Banken und Finanzkonzernen eigentlich nur eines können: sich hemmungslos bedienen, Leute permanent sauer machen, mit warmer Luft rumschwurbeln!
    Jeder, der sagt, ein Ermotti, Khan, Thiam, Rohner, Kielholz, Gottstein etc. könnten keinen Kiosk führen, sieht hier dank HUM & Affentranger den Beweis erbracht!

    Und die Liegenschaften, die Complainia erstellt, sind qualitativ auch unter jeder Sau!

  9. Das es die Implenia überhaupt noch gibt ist ein Skandal. Was Sie sich immer Leisten mit den Baumängel, vertuschte Unfälle, Lohndumping und Firmen die es plötzlich nicht mehr gibt.

    Wer die Implenia als GU nimmt ist selber schuld

  10. Lieber Herr Löhr. Ich habe mich noch nicht festgelegt, was bei mir überwiegt. Einerseits stelle ich fest, dass mich ihre ausgeprägte Profilierungneurose und destruktives Fingerpointing langsam langweilt. Andererseits finde ich es auch äusserts amüsant, wie ein „nobody“ immer wieder meint alles besser zu wissen. Alleine die Tatsache, dass sie sich „Inside Paradeplatz“ als Plattform auswählen, die so gar nichts mit „Banking“ zu tun hat, spricht für sich. Nur weil der VRP ein ex-Banker ist, gehört Implenia nicht in dieses Forum. Bauplattformen hingegen scheinen ihnen kein Gehör zu schenken.
    Ich freue mich bereits jetzt, auf ihren Auftritt an der kommenden GV!

    • Lieber Bob
      Sie verwechseln da etwas. Ich schaue hin, stelle fest und mache konstruktive Vorschläge. Freue mich auch auf die GV, vor allem auch um Sie kennezulernen. Wie war nochmals Ihr richtiger Name?

    • @Bob dä Baumeischter: Ich bin gar nicht Ihrer Meinung, der Artikel von Herrn Löhr listet vieles auf was wir in anderen Artikeln bezüglich Implenia lesen mussten und der Aktienkurs spricht Bände – Kurs ist die letzten 13 Jahre nicht vom Fleck gekommen. Dies mit Profilierungsneurose und destruktivem Fingerpointing abzuqualifizieren ist nicht konstruktiv. Würde auch gerne mal wissen was Sie für einen beruflichen Background haben nachdem Sie den Autor als „Nobody“ bezeichnen.

    • @ enigmabaer: ich bin ein glücklicher „nobody“ 😉 ich posaune aber auch nicht. ich unterscheide nur zwischen Schwätzern und Machern – das ist aber rein subjektiv, wie so oft. sehe einfach rein gar keinen erkennbaren Mehrwert in dem ganzen Getue.

    • @Bauherr
      Sie vermuten richtig ab 1971 rund 35 Jahre
      Erfahrung im Bau-Haupt und Bau-Nebengewerbe.
      Die Produktivität im Durchschnitt durchgehend
      teilweise erheblich rückläufig, etwas
      abgemildert durch verbesserte Technik.

  11. Baumeister lernen es nie
    Als langjähriger Geschäftsführer eines grossen Bauunternhemers weiss ich aus Erfahrung, dass die Baumeister nicht kalkulieren, sondern Umsatz kaufen. So nach dem Motto: Sind die Umsatzzahlen nur gross genug, wird sich schon noch einen Gewinn herauswirtschften lassen. Dies ist seit Jahrzehnten ein Trugschluss. Aus diesem Grund gehen auch landauf landab, immer mehr Baunternehmungen zu. Bei der Implenia staunt man ja am meisten darüber, dass es ausgerechnet eine Führungcrew schaffen soll, welche noch nie etwas mit der Materie zu tun hatte. So viel Blauäugigkeit geht nicht einmal mit der grössten Baumeisterweisheit gut welche lautet: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • @Zimmermann & D.Löhr
      Ihr Kommentar zum Bericht von D. Löhr ist sehr offen, ehrlich und verdient mein Respekt gegenüber Ihnen auszusprechen! Ein Paradigamenwechsel in der Branche täte gut, aber dass das schwierig, wenn nicht sogar unmöglich ist, ist leider zu vermuten. Dass ein D. Löhr in den Verwaltungsrat „gehörte“, davon bin ich überzogen, denn einerseits ist er Aktionär und anderseits ist er Bauingenieur, was in Kombination evt. vielleicht, hoffentlich, möglich….., den Paradigmenwechsel in kleinen Schritten einzuleiten. Hope for the best but plan for the worst!

  12. Der einzige Lichtblick waren 2019 der Einstieg eines interessierten Investors mit Ziel Aufteilung des Konstruktes. Leider durch den Alt-Aktionär Rössler verhindert.
    Die Zahlen heute wiederum schwach; es winkt eine Dividende von CHF 0.75.-
    Die Zeit für dieses Mänätschmänt isch abgelaufen.

  13. Natürlich kann er sich das leisten. Die Schweiz ist ein Paradies geworden für Manager, die nichts leisten müssen, und sogar Schaden anrichten dürfen.

    In meinem Gast-KMU bekommen wir alle paar Monate einen neuen Chef. Wir haben sogar 5 gleichzeitig! 😵 Erst dann kommt die höhere Hierarchie.

    Kannst du nix, so wirst du Chef. Und verdienst dabei sogar besser!

    • Meister ist nicht auf dem Bau sondern im klimatisierten Büro. Wäre er auf dem Bau hätte ihn der hinterste Handlnger längst gefeuert wegen Unfähigkeit!

  14. Bankers, bleibt bei Euren Scheinen… Vom technischen Bauen sollte man als Takt Geber auf der Galeere schon etwas Ahnung haben, sonst versinkt das Schiff.
    Die Vögel zwitschern, dass man bei der ZH-Baustelle zwischen 10-20 Mio. subventioniert.
    Oben im Management Null Plan, ausser Druck nach unten zu erhöhen.
    So eine ineffiziente Käsebrauerei, könnt sich glatt um ne Bank handeln.
    Management by slugy Frogs… Time to eat their legs.