China auf dem Weg zurück

Während in Europa und Übersee Panik ausbricht, kehrt im Reich der Mitte nach dem Corona-Lockdown der Alltag zurück.

Dieser Nachricht konnte man gestern nicht entkommen. Sie wurde auf allen möglichen sozialen Netzwerken, inklusive Weibo und WeChat, geteilt und weitergeleitet: „Chongqing, die 34-Millionen-Metropole in Chinas Südwesten, hat null aktive Coronavirus-Patienten“.

Die COVID-19 Schlussbilanz der „regierungsunmittelbaren Stadt“ (direkt der Zentralregierung Pekings unterstehend) lässt sich im internationalen Vergleich sehen: 576 Fälle, 570 Geheilte, 6 Verstorbene.

Was andere Gebiete der Volksrepublik angeht, so sind (Stand heute) neun Provinzen (Anhui, Fujian, Guizhou, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Jilin, Qinghai, Shanxi) und zwei autonome Regionen (Tibet und Xinjiang) virusfrei.

Von den drei weiteren regierungsunmittelbaren Städten weist nebst Chongqing nur Tianjin null aktive Fälle auf.

In der Hauptstadt Peking befinden sich noch 80 Personen und in Shanghai 28 Personen in medizinischer Behandlung. Die beiden Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macau geben an, dass sich noch 60 Fälle respektive ein Fall in Spitälern aufhielten.

Was bedeuten diese Zahlen nun? Ist im Reich der Mitte nun wieder alles beim Alten? Die Antwort ist ganz klar nein. Der chinesische Motor wurde sehr abrupt angehalten. Die Erholung erfordert nun ein wenig Geduld.

Die Situation hier vor Ort zeigt gut, dass wir noch nicht ganz zurück in der Normalität sind. Seit dem Beginn des Ausbruchs bis zum heutigen Tag erkrankte in unserem Stadtbezirk Beibei (北碚区) mit einer Einwohnerzahl von rund 1 Million keine einzige Person am neuartigen Coronavirus.

Obwohl nun auch der Rest der Stadt virusfrei ist, wurden die zahlreichen Präventiv- und Schutzmassnahmen noch nicht zurückgefahren.

Beim Betreten einer Wohnsiedlung werden immer noch ausnahmslos Körpertemperatur-Messungen durchgeführt; dies sogar dann, wenn man mit dem eigenen Personenwagen via Tiefgarage in die Siedlung zurückkehrt.

Die bei grossen Menschenmengen relativ umständliche Messung mit „Infrarot-Pistolen“ wurde in der Zwischenzeit durch Wärmebildkameras ersetzt, wie man sie von internationalen Flughäfen kennt.

Die Angestellten der Immobilienverwaltung, welche für diese Kontrollen zuständig sind, haben nun keine Schutzbrillen mehr aufgesetzt, doch tragen sie immer noch Atemschutzmasken und Regenmantel-ähnliche Überzüge.

Uns wurde mitgeteilt, dass diesen Mitarbeitern, welche übers Chinesische Neujahr keinen Urlaub erhalten hatten, als Kompensation der doppelte Monatslohn ausbezahlt wurde. Zu gönnen wäre es ihnen allemal.

Um den Menschenfluss zu kontrollieren und wildfremden potentiellen Virenschleudern den Zutritt zu verweigern, ist in unserer Siedlung weiterhin nur einer der drei Zugänge geöffnet. Lieferanten und Kuriere dürfen die Siedlungen noch nicht betreten.

Das heisst, hat man einen Online-Einkauf über Alibaba’s Taobao (淘宝) oder über Jingdong (京东) getätigt, wird der Zubringer bei seiner Ankunft den Adressaten kontaktieren und dann beim Eingangstor darauf warten, bis dieser die Lieferung entgegennimmt.

Zum Vergleich: In Prä-Corona-Zeiten wurde bis vor die Haustüre geliefert, selbst wenn man im 33. Stock wohnte.

Auch drehen die mit Lautsprechern ausgestatteten Autos der Stadtverwaltung nach wie vor jeden Abend ihre Runden, um die inzwischen altbekannte Leier vom Händewaschen und Schutzmaskentragen jedem Bürger näher zu bringen.

Ähnliche Lautsprecher mit derselben Ansage sind am Tag auch vor dem Regierungsgebäude des Stadtbezirks anzutreffen.

Auf den roten Banderolen, die im hiesigen öffentlichen Raum allgegenwärtig sind und jeder China-Reisende kennen dürfte, finden sich normalerweise Regeln des friedlichen Zusammenlebens, wie zum Beispiel: „Aus Respekt vor Mitmenschen, bitte keine Feuerwerkskörper ablassen“.

Diese wurden nun durch Coronavirus-spezifische Slogans in ähnlicher Art ausgetauscht: „Lasst uns das Virus gemeinsam bekämpfen“ oder „Prävention und Eindämmung des neuartigen Coronavirus liegt in der Verantwortung von uns allen“.

Wir haben zudem beobachtet, dass die Bevölkerung – inklusive mir, der hier schreibt – von sich aus eine gewisse Vorsicht an den Tag legt. Nebst der Atemschutzmaske, welche praktisch jede und jeder ausnahmslos trägt und nur fürs gelegentliche Zigarettenrauchen zur Seite geschoben wird, meidet man, wenn möglich, grössere Menschenansammlungen.

Die allabendliche Tanzveranstaltung auf der nahegelegenen Piazza, wo sich normalerweise zig Pärchen zu dröhnender Musik gegenseitig die Schau stehlen, ist noch nicht zurück.

Doch kann man nicht verneinen, dass die milden Temperaturen die Personen nach draussen locken. Die Einkaufsstrassen werden mit jedem Tag lebendiger, und in den Stadtparks steigt die Zahl der Flanierenden langsam aber sicher wieder an. Es scheint, als könnte man sich trotz gebotener Vorsicht dem Anblick der Magnolienblüten und anderen Frühlingsboten nicht entziehen.

Auch das Gastrogewerbe ist zurück. Als wir nach unserer 14-tägigen Selbstquarantäne am Mittwoch die erste Runde im Quartier gedreht hatten, waren die meisten Restaurants nur für Online-Bestellungen und Lieferdienste geöffnet. Bereits zwei Tage später sahen wir dann aber mehrere Lokale, wo Gäste auch vor Ort bedient wurden.

Auch internationale Hotelketten und Expat-Bars haben verlauten lassen, dass ihre Pforten seit letztem Wochenende wieder geöffnet seien. Noch sind die Gäste nicht allzu zahlreich, das könnte sich jedoch in den nächsten paar Tagen schlagartig ändern.

In den lokalen Nachrichten sahen wir zudem, dass besonders beliebte Hotpot-Restaurants bereits wieder voll ausgelastet sind.

Betreffend der Industrie hiess es am letzten Donnerstag von offiziellen Quellen (Chongqing Economy and Informatization Commission), dass über Tausend Automobil- und Elektronik-Firmen – die zwei wichtigsten Standbeine der lokalen Wirtschaft – ihre Produktion wieder hochgefahren hätten.

Die in Chongqing angesiedelten Produktionsstätten von grossen Elektronikherstellern wie Inventec, Quanta oder Foxconn hätten bereits Mitte Februar ihre Arbeit wieder aufgenommen.

Der inländische Tourismus – ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig – ist immer noch auf Sparflamme und wird bis zur Erholung wohl noch eine ganze Weile brauchen. Der öffentliche Verkehr (U-Bahn, Busse, Strassenbahn) der Stadt funktioniert jedoch bereits wieder einwandfrei.

Was den Bildungssektor betrifft, so ist unabhängig der Altersklasse oder des Bildungsniveaus weiterhin Online-Lehren und -Lernen angesagt. Lokale Universitäts-Angestellte sind zwar bereits vor zwei Wochen zum ersten Mal zur Arbeit zurückgekehrt, jedoch vorerst nur Teilzeit.

Für den Beginn des Präsenzunterrichts an Schulen und Unis wurde noch kein Datum bekanntgegeben. Wang Dengfeng, Vorsitzender der COVID-19 Taskforce des chinesischen Bildungsministeriums, hat jedoch mitgeteilt, dass die Schulen nicht geöffnet würden, bis das Virus unter Kontrolle gebracht worden sei (China Daily).

In starkem Kontrast zur Gesamtzahl von 576 Coronavirus-Fällen aus Chongqing stehen die neusten Fallzahlen, welche am Sonntag das BAG präsentierte: ein Anstieg um mehr als 800 im Vergleich zum Vortag.

Während Singapurs Minister für Nationale Entwicklung, Lawrence Wong, bereits mit dem Finger auf die Schweiz zeigt, geht man in China nicht so weit. Jedoch sorgt man sich je länger je mehr um das Virus-Reimport-Risiko.

Bis anhin wurden bereits 123 Fälle wieder nach China eingeführt. Alleine am heutigen Tag sind 12 der landesweit 16 neubestätigten Fälle auf Einreisende zurückzuführen.

Um diesen Reimport zu verhindern, hat Peking entschieden, dass per sofort alle vom Ausland nach Peking angereisten Fluggäste sich einer 14-tägigen Quarantäne in einer Einrichtung der Stadt unterziehen müssen – die Rechnung muss zudem aus der eigenen Tasche beglichen werden (Reuters).

Kommentare

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  1. Die katholische Kirche will allen mit dem Coronavirus infizierten Gläubigen die Sünden erlassen. Wenigstens sind wir in dieser Hinsicht den Chinesen voraus …

  2. https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.01.30.927871v1

    https://www.epochtimes.de/politik/welt/studie-wuhan-coronavirus-enthaelt-einzigartige-bestandteile-des-hiv-virus-a3144254.html

    Interessant im Zusammenhang mit den Aussagen von Zhao Lijian (Aussenministerium China) dieser erklärt via Twitter:

    „Es könnte die US-Armee gewesen sein, die die Epidemie nach Wuhan brachte. Seid transparent! Macht Eure Daten öffentlich! Die USA schulden uns eine Erklärung!“

  3. In China tragen alle Leute Masken. Sie tragen sie genau darum, weil sie nicht wissen, ob sie angesteckt sind oder nicht. Dadurch schützen sie ihr Gegenüber vor ihrem Ausstoss. Warum wird hier das Maskentragen fast verboten. Sind wir so viel schlauer als die Chinesen. Mir scheint ihre Version mach Sinn.
    Dieser Beitrag wird übrigens im 20 Minuten zensuriert. Manchmal habe ich das Gefühl, die wollen das wir uns anstecken.

    • Masken sind in der Schweiz verboten wegen Verhüllungsverbot („Burka-Verbot“)

  4. @Raphael Zumsteg: Mittlerweile ist ja auch der Kontinent Europa endlich aus dem Tiefschlaf aufgewacht und hat ähnliche Massnahmen ergriffen wie in China. Leider viel zu spät. Wenn Sie denn wollen, so können Sie mich gerne als Kontakt bei WeChat hinzufügen. Das würde mich freuen. Sie finden mich unter dem Namen Maiko. Habe Sie dort auf die Schnelle nicht gefunden. Weiterhin gute Gesundheit!

  5. Scheint ja alles wieder super, Virus weggezaubert und nix viel passiert: Die komunistische Diktatorenpartei hat wieder für Ruhe, Odnung und Gesundheit gesorgt.
    Ich glaubs nicht: Das ganze nette Geschreibe scheint von einem Schweizer Propagandasoldaten verfasst zu sein.

  6. In China wurde die Sache mit eiserner Disziplin wieder unter Kontrolle gebracht. Das geht bei uns nicht. Viele halten sich nicht an die Empfehlungen des BAG. Und das BAG selber hat auch alles vertrödelt. Sie sagen, Gesichtsmasken nützen nichts. In China tragen alle Masken. Ich habe viel mehr Vertrauen in China als in unser BAG. Zwei Wochen haben sie gesagt, man sei am Beobachten. Die Grenze zum grössten Seuchenherd in Europa, Norditalien, wurde weit offen gelassen. Täglich 70 Tausend Grenzgänger, davon arbeiten gerade mal 4 Tausend im Gesundheitsbereich. Diese 4 Tausend hätte man im Tessin in Hotels unterbringen können. Während dieser zwei Beobachtungswochen wurden Hunderte, wenn nicht Tausende angesteckt. Daher ist die Schweiz relativ gesehen ganz schlimm dran. Und Bundesrat wie BAG klopfen sich auf die Schultern. Unfähigkeit und Arroganz sind kaum auszuhalten.

    • Sehr passend ! Auch die Familie Blocher bevorzugt ein chinesisches Staatssystem im Vergleich zur Demokratie !!

  7. Na ich hoffe, dieser Bericht wurde nicht vom chinesischen Propagandaministerium inspiriert. China ist schuld an dieser Misere und spielt sich schon wieder arrogant auf. Eine Frechheit. Über 40 Jahre war das Land von uns isoliert, braucht man es heute wirklich? Lohndumping, Touristenmassen, nein Danke

  8. Wir müssen der Volksrepublik dankbar sein. Die sind wohl die letzte Rettung für die Welt. Ich kann mich noch erinnern als Obama am Ende seiner Amtszeit stand, rühmte er seine Arbeit damit, das er sagte; Die USA seien immer noch die einzige unverzichtbare Nation der Welt. Diesen Rang haben sich die Chinesen wohl auch erstritten. Ohne China geht es nicht mehr. Wenn diese Nation ausfällt steht die Welt still.

  9. Herr Zumsteg……

    ich zweifle nicht daran das China diese Krise überstehen wird.

    Aber am Wahrheitsgehalt von Meldungen die ein skrupelloses Verbrecherregime herausgibt, zweifle ich.
    Die werden uns niemals die Wahrheit sagen, sondern nur das was sie für Kommunizierbar halten.

    Also, wenns 5ooo oder 50ooo Tote waren, wir werden es nicht erfahren ……und in einem 1.4 Milliarden Land wird man davon weder viel bemerken….. noch wird das Chinas Population schwächen, ausser Wirtschaftlich natürlich.

    Die Massnahmen der Schweiz… ja die Schulkinder haben Schulfrei…. und darum spielen in meinem Wohnquartier nun 30 Kinder zusammen…. und haben es toll. Sie balgen ohne Abstand zu halten, sowieso…ohne …ohne …ohne, Stand Heute Mittag 11.30.

    Eltern sind dabei keine zu sehen….. Obs damit was bringt, mit dem Schulfrei…?

  10. ich sehe (hier in Zürich) absolut keine panik um mich rum, ich weiss nicht genau wo sie sich gerade bewegen… aber nicht am selben ort wie ich. ich sehe rezession und depression… aber keine panik

  11. Was als Aussenstehender auffällt ist folgendes: Wieso wird in Europa fast ausnahmslos jedes Land betroffen und in China „nimmt“ es nur eine einzige Grossregion. Wer nicht mehr misst hat auch keine Fälle mehr. China hat sowieso ein Problem mit der Überalterung. Da hat man zwei Fliegen auf einen Schlag erwischt….

  12. Wie schon Ihre früheren Berichte ist auch dieser Beitrag sehr aufschlussreich und lesenswert. Interessant ist auch, wie sich der Virus, anders als hier, ziemlich strikt an Vorgaben und Anweisungen der Regierung zu halten scheint. Spass beiseite – hoffen wir, dass auch in Europa und anderswo das normale Leben in zwei bis drei Monaten wieder Einzug halten wird.
    Weiterhin alles Gute und einen schönen Frühlingsanfang.

    • Virus: In Norditalien arbeiten Zehntausende von Chinesen grau-schwarz in der Modeindustrie „Made in Italy“. Nur wenige von diesen begehrten Jobs sind sichtbar. Wenn die Polizei vorangekündigt kontrolliert(e), werden die Hallen leergeräumt und nach zwei Tagen läuft der Betrieb weiter. Italiener wie Chinesen profitieren davon. Es fand (findet?) eine rege Reisetätigkeit statt (auch in Lastwagen, die Manager im Flugzeug). Die Chinesen sind nicht nur in Prato etabliert, sondern flächendeckend in Norditalien. (https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/chinesische-textilunternehmen-die-unheimliche-toskana-fraktion/2863318.html).
      Ich habe diese Hallen im Sous-sol selbst gesehen. – So, bei diesen Feststellungen möchte ich es belassen.

    • Danke Rückbauer. Das wusste ich nicht. Die Presse aber auch Politiker wie Salwini ignorieren die Probleme.

  13. Ich glaube den Zahlen in China nicht.
    Jetzt beginnen diese Kommunisten mit der Leugnerei und behaupten, das Virus komme vom Ausland. Grössere Schwachsinn geht nicht mehr.
    Die Globalisierung muss runter gefahren werden.

    • Alle wissen das und werden entsprechend handeln.

      Die chinesische Führung hat nichts aber auch gar nichts aus der Krise gelernt.

    • Leider ist es so, dass wir den Schweizer Zahlen keinen Glauben schenken können.

      Es geht soweit, dass ich betreffend das Virus, die Krankheit und ihre Symptome mich ausschliesslich bei der Weltgesundheitsorganisation informiere. Den unvollständigen Infos vom BAG vertraue ich nicht. Keine Überraschung, dass dann das Volk sich dann renitent verhält und immer noch nicht verstanden hat, warum das Abstandhalten so wichtig ist.

      Verstanden?

    • Warum sollte man einem kommunistischen Regime glauben?
      Diese Lügen erinnern an die Sowjetunion…

  14. Es ist doch niedlich, Ihren naiven Beschönigungsartikel zur Lage in China zu lesen. Xi Ping hat sich sogar zur Aussage verstiegen, der Wuhan Virus stamme nicht aus China. Es ist bedauerlich, wenn auf IP solche Schrott- und Propaganda Artikel gedruckt werden.

    • Sie relativieren das ja mit Ihrem Beitrag. Anders als im Tagi werden “nichtkonforme” Kommentare nicht wegzensuriert.

  15. Ohne Panik und ehrlich geschrieben. Es zeigt, dass wie jedes Jahr die Viren uns Menschen fest im Griff haben.
    Nur ist dieses Jahr die Sicherung der verantwortlichen Wissenschaftler und der Politiker durchgebrannt.

    Vor was haben wir Angst?

    Was will uns momentan der weltweite Shut-down sagen?

  16. China hat die Coronakrise praktisch überwunden, nachdem alle Bürger ständig Masken trugen und immer noch tragen. Warum wird das in der Schweiz nicht so gehandhabt? Warum ist die Schweiz so immun gegen gute Erfahrungen aus dem Ausland?

  17. Vielen Dank für diesen Bericht. Es ist gut zu erfahren, dass man die Ausbreitung des Virus mit beherzten Massnahmen eingrenzen kann. Das Problem hätte man in Europa und Nordamerika früher angehen können … ohne dass es zu den aktuellen und umfassenden ‚Shutdowns‘ gekommen wäre! Die Vorlaufzeit war gross genug und die chinesische Strategie zur Eindämmung war bekannt! Wirtschaftsinteressen sind alleine betrachtet oft nicht die besten Ratgeber.

    Zur Milderung der Auswirkungen für die Gesellschaft und die Wirtschaft sollte man sämtliche laufenden Verträge während des ‚Shutdowns‘ einfrieren (keine Mietzinszahlungen, keine Leasingzahlungen, keine Lohnzahlungen etc.). Dies wäre sinnvoller als die Märkte mit weiteren Unsummen von Geld zu fluten!

    Ich freue mich schon auf die Zeit nach dem Coronavirus, mit viel Frühling und Sommer!

  18. Interessanter, zuversichtlich stimmender Bericht. – Wie wird unsere offene Zivilgesellschaft das Problem meistern? Ich habe den Eindruck, dass der Bundesrat das Virus unterschätzt hat und ihm bisher immer hinterher gerannt ist. Dabei hätten wir viel von den Chinesen und den Südkoreanern lernen können. Das gilt namentlich auch für die Italiener. Wenn ich die Bilder von Strassen hier und (damals?) aus China vergleiche…
    Heute morgen sah ich einen 40-Tönner, welcher Erde (Dreck) transportierte. Wo und weswegen ist der gestartet und wohin fährt der? Morgendlicher Stau vor dem Lichtsignal wie üblich.

    • Was Sie beobachtet haben, war einer der unzähligen 26t-Vierachs-Kipper mit Aushub. Aktuell haben wir noch halbwegs Konjunktur, also wird auch gebaut. Und wo gebaut wird, entsteht Aushub. Das ist in China ja nicht anders.

      Wenn der Aushub nicht auf der Baustelle verwertet kann, dann kommt er eben auf eine Deponie. In Zürich befinden sich diese vor allem im Zürcher Unterland, z.B. Rafzerfeld, wo die Kiesgruben mit dem Aushub aufgefüllt werden.

  19. Etwas dürfen wir nie vergessen: schuld an diesem schlamassel ist alleine das verlogene chinesische Regime. Sie haben das bereits offensichtliche Problem ca. 2 Monate negiert ehe sie dann reagiert haben. Ärzte die darauf hingewiesen haben, wurden verfolgt. Deshalb bitte keine lobeshymnen über China.

  20. Unsere chinesischen Kunden sorgen sich um uns in der Schweiz und wollten letzte Woche als Geste Atemschutzmasken und Sterilisationsmittel in unsere Firma senden. In China fährt der Alltag wieder an seit 1 Woche, die Sorge der Chinesen sind jetzt Europa und USA als Kundenmärkte.

  21. In China und Italien trägt das Personal Ganz-Körper-Schutzanzüge. In Zürich bedeckt sich das Personal am Kopf lediglich mit mit leichten Schutzmasken und Brillen.
    Wird das gut gehen?

  22. Alles zu spät, der Bankenplatz muss aufgrund von verminderten Einnahmen alleine der Depotgebühren von 2 Mrd chf in Q1 und Einbrüche beim Umsatz 10000 MA entlassen, VV Firmen die als einesder Standbeine auf die Retro angewiesen sind, können den Laden dicht machen. Das ist die Konsequenz wenn Banken jahrelang nur scheibchenweise MA abgebaut haben.

    • An Ihrem Beitrag ist meiner Meinung nach so ziemlich alles falsch, was falsch sein:

      1. Es gibt in der Schweiz unterschiedliche Banktypen. Es handelt sich hierbei nicht um eine homogene Gruppe, wie von Ihnen suggeriert.

      2. Umsatz ist in der Bankenwelt keine Messgrösse.

      3. Die Depotgebühren werden nicht täglich belastet und sind nur ein Teil der Einnahmen aus dem Kommissionsgeschäft. Die Volumen sind derzeit höher, so das ein Minderertrag von wohl durchschnittlich 7 % (nicht alle Kunden haben nur Aktienanlagen) durch höhere Courtageneinnahmen wohl abgefangen werden kann.

      4. Die (allerallermeisten) Vermögensverwaltungsunternehmen leben schon lange nicht mehr von Retrozessionen.

      5. Ich sehe weder eine Faktengrundlage, weshalb die Banken bislang zu wenig Mitarbeiter abgebaut haben sollen, noch weshalb es jetzt zu einer Massenentlassung im Finanzbereich kommen sollte.

      6. Die grössere Sorge wird wohl bei den Lombardkrediten sein, bei welchen die Deckung zu klein geworden ist. Die betroffenen Kunden werden sich nicht freuen, wenn nun die Bank die „Bücher schliesst“ und die Wertschriften zur Deckung der Kredite verkauft.

  23. Eine ernst gemeinte Leserfrage: Wenn das Virus doch vor allem für bekannte Risikogruppen schwer verläuft/ tödlich endet, warum trifft man dann nicht hauptsächlich Schutzmaßnahmen für diese Teile der Bevölkerung (Isolation, präventive Maßnahmen), sondern legt gleich das gesamte öffentliche Leben lahm und verwehrt den selbst wenig gefährdeten Kids, die man bei Klimastreiks noch zurück in die Schulen zwingen wollte nun die Bildung und macht den Eltern „nicht kritischer“ Berufe das Leben schwer?

    • Die vermeintlich agilen Alten über 70 werden sich das nicht gefallen lassen. Die wollen mobil sein, ihren täglichen Schwatz in der Beiz oder im Kafi lassen sie sich nicht nehmen. Und im Notfall wird die bevorzugte Behandlung vorausgesetzt.

    • Inwiefern verwehrt man den «Kids» die Bildung?

      Jeder, der neugierig ist und sich zu einem gesunden Mass an Struktur und Disziplin aufraffen kann, kann sich selbst ausbilden. Und wer das nicht kann, hat genau jetzt die Chance, endlich damit anzufangen.

      Das «Kid» wird von dieser Erfahrung später mehr profitieren als vom gesamten betreuten Präsenzunterricht. Aber heute, wo man Schüler sogar von den «traumatisierenden» Hausaufgaben entbinden will, verstehen das nur wenige.

      Und wenn der weitere Ausbildungsweg, wie von den ehrgeizigen Eltern vorgeplant, an die Uni führt, wird sich das «Kid» eh alles selber beibringen müssen. Die Dozenten sind nämlich nicht selten die, die einem faule Eier legen.

      Vor allem in den ersten zwei Jahren wird heftig gesiebt. Und das geschieht mit einem vollgepackten Studienplan von inhaltlich unergiebigen Vorlesungen, Assis und Tutoren, die einen auf die falsche Fährte locken wollen usw.

      Auf jeden Fall verwehrt einem niemand etwas, man kann sich nur selbst etwas verwehren – gerade, wenn es um Bildung geht!

  24. Vielen Dank für diesen Augenzeugenbericht. Ist auch bekannt, aus welchen Ländern die re-importierten Corona-Fälle eingereist sind? Sind es Heimkehrer oder Besucher mit Lebensmittelpunkt in Europa, Nordamerika oder anderswo? Bitte halten Sie uns weiter auf dem Laufenden.

  25. Endlich mal ein sehr guter emotionsloser sachlicher Bericht. Hier kann man gut sehen, dass Disziplin und rigoroses Aussitzen zum gewünschten Erfolg führt. Panik an den Börsen hin oder her.

  26. Autos mit Lautsprechern? Man fragt sich unweigerlich, wie der Teil der Bevölkerung hier in der Schweiz erreicht werden soll, der weder SF, noch SRF konsumiert noch die Sprache der Flyers versteht. Und das sind nicht Wenige.
    Was man von Erfolgsnachrichten aus einem Land mit der totalen Informationskontrolle halten soll, steht auf einem anderen Blatt.

  27. Glaube ich nicht. Im Moment brechen China gerade die Absatzmärkte weg. EU und USA konsumieren viel weniger und gleichzeitig ist eine Bewegung im Gang, welche die Schlüsselbereiche aus China nach EU/USA verlegen wird. Das wir ein grosser Verlust von Arbeitsplätzen in China geben, vielleicht kann dies mit Binnenkonsum aufgefangen werden, teilweise. Aber über den Berg ist China genauso wenig wie die EU oder die USA

  28. Wunderbar. Nur: ist nun auch offiziell bekanntgegeben bzw. eingestanden worden, wer genau innerhalb des kommunistischen Gesamtapparats für die Freisetzung des Virus verantwortlich ist und was mit diesen Personen geschieht?

    • Dazu wird es nie kommen, China arbeitet gerade daran, die Schuld abzuschieben. Wahlweise entstand das Virus in Japan und China und wurde von chinesischen Reisenden nach Wuhan gebracht, wo es einfach zu erst ausbrach. Eine dritte Theorie ist, dass das Virus aus den USA stammt und absichtlich nach China gebracht wurde. Tragisch ist, dass auch viele Leute ausserhalb Chinas auf diese Propaganda reinfallen.

    • @Watcher
      Das war also in den schweren Rucksäcken drin, die die US Soldaten mit sich herumschleppten, als sie in Wuhan herumschwadronierten. Jetzt ist alles klar.

    • Ganz klar die Amis. Wie bei der Spanischen Grippe – Das virulente Influenzavirus erschien damals zum ersten Mal in der US-Militärbasis von Fort Riley, im amerikanischen Bundesstaat Kansas im Frühling 1918.
      Die US-Soldaten wurden dort für den I. Weltkrieg ausgebildet und hustend und niesend verbreiteten sie das Virus zu anderen Militäreinrichtungen in ganz Amerika. Als sie dann an die Front verschifft wurden kam das Virus mit ihnen nach Europa und danach rund um die Welt.

    • Ganz klar die Amis. Wie bei der Spanischen Grippe – Das virulente Influenzavirus erschien damals zum ersten Mal in der US-Militärbasis von Fort Riley, im amerikanischen Bundesstaat Kansas im Frühling 1918. Die US-Soldaten wurden dort für den I. Weltkrieg ausgebildet und hustend und niesend verbreiteten sie das Virus zu anderen Militäreinrichtungen in ganz Amerika. Als sie dann an die Front verschifft wurden kam das Virus mit ihnen nach Europa und danach rund um die Welt.