Glamour-Guy Liotard-Vogt geht auf Selbst-Findung

Nestlé-Erbe und Serial Unternehmer verlässt sein „Reichen-Facebook“ A Small World. Er wolle die „wahren Werte“ finden.

Patrick Liotard-Vogt ist der Typ mit der roten Mähne und dem ernsten Gesicht. Er stammt aus einer Nestlé-Familie und liefert Dauer-Headlines mit grellen Party-Bildern und teuren Firmenkäufen.

Einer, der ohne das Rampenlicht nicht existieren kann. Dachte man. Doch nun verlässt Liotard-Vogt die grosse Bühne.

Nicht für temporäres Corona-Arbeiten von zuhause aus. Sondern gleich für eine unbestimmte Zeit.

Was ist da los? „Die nächsten Monate möchte ich zurückgezogen leben, um über die wesentlichen Dinge im Leben nachzudenken“, sagt Liotard-Vogt am Telefon.

Er habe schon seit einiger Zeit nicht mehr gross Lust auf Glamour verspürt. Nun sei er bereit, sich zurückzuziehen und sein Leben neu auszurichten.

Flasche leer (IP)

Liotard-Vogt hat sich kürzlich verlobt. Er und seine Partnerin planen, in ein frisch erworbenes Luxushaus an der Zürcher Goldküste einzuziehen.

Sein Unternehmen laufe, es brauche ihn nicht mehr als zentrales Aushängeschild, meint Liotard-Vogt zum Online-Treffpunkt der globalen Jeunesse dorée.

„A Small World hat eine gute Führungstruppe und schreibt gute Zahlen. Natürlich ist das Unternehmen vom Corona-Tornado stark getroffen. Aber es wird sich erholen.“

Als Investor, der via eigenes Family Office die Mehrheit an A Small World (ASW) besitze, werde er dabeibleiben.

„Meine ASW-Aktien verkaufe ich bestimmt nicht, im Gegenteil, ich werde wenn immer möglich dazukaufen. Bevor der Kurs wieder bei über 9 Franken ist, verkaufe ich bestimmt nicht.“

Liotard-Vogts Abschied kommt überraschend. Er war ins Visier der Börsenaufsicht geraten, weil er eigene Transaktionen mit ASW-Aktien nicht rechtzeitig gemeldet hatte. Ein Entscheid steht aus.

ASW ist wie viele Firmen in den Corona-Hurricane geraten. Die goldene Jugend kann wie die ganze Menschheit derzeit weder um den Erdball jetten noch an Sandstränden und in Edel-Discos das Leben geniessen.

Trotz der Krise schrieb ASW letzte Woche von Erfolgen. „Der Umsatz erreichte CHF 13,7 Mio., was einer Steigerung von 55% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

„Das Unternehmen hat die Gewinnzone erreicht, früher als ursprünglich geplant, und dies trotz Transaktions- und Integrationskosten im Zusammenhang mit der Akquisition von LuxuryBARED.“

A Terrible Stock (Swissquote)

In der Pressemitteilung findet sich kein Wort zum Corona-Crash. Vielmehr wird so getan, als ob alles noch beim Alten wäre.

„Das Unternehmen feierte auch das 10-jährige Jubiläum seines jährlichen ‚ASW Winter Weekend‘ in Gstaad mit einem 3-tägigen Event im prestigeträchtigen Gstaad Palace.

„Der Anlass zog viele internationale Sponsoren wie Virgin Cruises an und trug positiv zum Umsatzwachstum von Services bei.“

An der Börse präsentiert sich ein anderes Bild. Die ASW-Aktie ist im Flug auf 2 Franken gefallen. Noch 1 Franken Spielraum, bis der Titel zum Penny-Stock wird.

Kommentare

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  1. Es muss ja eine grosse Kunst sein, mit unerschöpflichen finanziellen Ressourcen eine Firma aufzubauen. Wie war das schon wieder? Wieviele Firmen davor hat er in den Sand gesetzt? Eben.

    • Asmallworld ist auch am Ende. Nur die Dummen glauben an den roten Vollpfosten.

  2. Wirklich sehr billig Herr Hässig, dass Sie solche Möchtegerne-Typen zum Thema im Inside Paradeplatz machen müssen. Oder ist die Saure-Gurken-Zeit schon ausgebrochen!?

    • @Investieren für Dummies

      Dummy yourself! To witness:


      Einfach in einen Nasdaq-ETF investieren, so lange ein Aufwärtstrend besteht

      Genau. SO LANGE EIN AUFWARTSTREND besteht! Und wie lange ist das denn? Hmmm?

      Hier noch ein ebenso kluger Tip:
      Einfach Versicherungsaktien shorten, so lange ein Abwärtstrend besteht …

      Wie heisst es doch so schön: Vorhersagen sind schwierig. Zumindest wenn sie die Zukunft betreffen.

  3. Der einzige positive Effekt in dieser Krise wird das verschwinden der Schmarotzermodelle dieser Bussi Bussi Gesellschaft sein! Warum gibt man solchen Personen überhaupt noch eine Plattform? Welches sind die Hauptziele solcher Leute:
    – schnelle Kohle machen
    – andere Personen das Geld zur Tasche rausziehen und Märchen erzählen
    – sich aufzuplustern und und wichtig zu machen – sie sind es nicht
    – möglichst keine Steuern zu zahlen und ihren keinen Beitrag an die Gesellschaft zu leisten
    Diese Heinis sind überflüssig, die aktuelle Krise zeigt es deutlich auf, wer als Stütze der Gesellschaft betrachtet werden muss, Leute wie LVP sicherlich nicht! Es sind jene, die von diesen Heinis belächelt und verspottet werden.
    Mein Fazit, es soll gehen und am besten dort bleiben!

  4. Der Typ ist kein „Nestlé-Erbe“. Sein Grossvater Pierre war mal als Marketingchef bei Nestlé angestellt und später im Verwaltungsrat.
    Mein Grossvater hat mal bei Shell in der GL gearbeitet. Bin ich jetzt ein „Shell-Erbe“? Lächerlich!

  5. Hat er es eingesehen dass er halt nur ein Millionenerbe ist, aber ein miserabler Unternehmer! Sein Lebensmotto „Management by Dreams“ waren vor allem geplatzte Seifenblasen und noch mit etwas Tricksen wie bei den Zahlen seines „Durchbruchs“ damals vor gut 11 Jahren mit Verkaufszahlen seines Händedesinfektionsmittels.
    Ein paar Flopps und Betreibungen weiter ist er nach St. Kitties abgehauen und hat dort ein Steuermodell geholfen aufzubauen. Ab 400’000 $ bekommt man ein nettes Lodge auf der Insel, den St. Kitts & Nevis Pass und wichtigstes Verkaufsargument: Lebenslange Steuerfreiheit auf alle Steuern. Also ein Schmarotzerbusinessmodell auf Kosten der Staaten.
    Dann dieser Asmallworld Elite Club Quatsch, der schon vor Corona ein Flop war und jetzt von Corona vermutlich sehr bald auf den Müllhaufen der Geschichte geschickt wird.
    Vermutlich sind auch viele Leute sauer auf PLV, weil sie einiges Geld verloren haben mit diesem Wichtigtuer.
    .
    Nun hat sich ehemalige Schulabbrecher PLV entschieden das zu tun was er am besten kann: nämlich einfach Nestlé Erbe zu sein, da muss man nämlich gar nichts können!Schon als Kind soll PLV laut «Handelszeitung» die Kreditkartennummer seines Vaters (Vermögensverwalter) auswendig gekannt haben!!!
    .
    Na eigentlich müssen wir dankbar sein, müssen wir über diesen Wichtigtuer nichts mehr lesen. Soll er seiner Sandra in seiner Villa noch ein paar rothaarige Goofen machen und guet isch…

    • Ganz grosse Ereiferung in ihrer Wortmeldung. Schliesse mich der Meinung an, dass diese bizarre Geschichte auch mit Tragik zu tun haben könnte.

      Mehr als grenzwertig ihr Schlusswort mit der Floskel „ein paar rothaarige Goofen machen“.

    • Bei dem Typen kommt mir eigentlich nur der Bestseller von Thomas Mann in den Sinn; die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.

    • Rotbart yourself: Was bitte soll denn am Kinderkriegen „grenzwertig“ sein, Sie suchen doch jetzt die „wahren Werte“ und der einzig wirklich wahre Wert ist die Reproduktion der Spezies – nothing else matters!
      Aber gut haben Sie sich entschieden nicht mehr mit irgendwelchen luschen Geschäftsideen den erfolgreichen Unternehmer spielen zu wollen, vermutlich sind auch nicht wenige Leute sauer auf sie, weil Asmallworld wirklich nur deren Portfolio smaller gemacht hat.
      Der Verlust eines geliebten Menschen, so leid es mir für Sie tut, gehört nun mal zum Spiel des Lebens mit dazu. Ich habe in den letzten Jahre gleich mehrere Familienmitglieder, gute Freunde und einige Bekannte verloren. Da müssen Sie drüber hinweg kommen. Am besten mit der Zeugung von ein paar Kindern, da müssen Sie wenigstens mal wirklich Verantwortung übernehmen in Ihrem Leben und diese Schickimicky-Parallelwelt definitiv hinter sich lassen.
      Welcome to reality!

    • „Schmarotzerbusinessmodell auf Kosten der Staaten“ – a.k.a. „die Schweiz seit 1930“?

  6. Widerlich. Ich hätte für den Rotbart jetzt schon einen sinnstiftenden Vorschlag: seine Millionen der Forschung und/oder einem Spital spenden!

  7. das Luxushaus an der Zürcher Goldküste ist bezahlt, Kohle wird er auch gemacht haben, nun ists ihm egal. Interessant wäre doch mal ein Blick ins Grundbuchamt wem genau die Villa gehört.

  8. Wieso nennt man diesen Lebenskünstler Nestlé Erben? Gehört Nestlé ihm oder hat er vom Daddy einige Aktien geerbt?

  9. Diesem Gross……… traure ich keine Minute nach.

    Auch hätte ich NIE, in eine solche undurchsichtige Bude investiert.

  10. Warum auch nicht? Er wird nicht der einzige sein, der ein Leben in Saus und Braus lebte, auf allen „wichtigen“ Partys präsent war und nun merkt, dass das alles weder echt noch wichtig ist. Ein persönlicher Reset tut wohl vielen gut. Weniger Social Media, weniger High-Life und mehr down to earth. Ich kenne ihn nicht, aber ein paar die seinen Lifestyle teil(t)en. Ich wünsche allen alles Gute für die Post-Corona-Zeit!

  11. Glamour Darstellungen verschlingen Summen von Geld!
    ….man hört da und dort, dass es eng sein soll.

  12. Ich werde niemals verstehen, warum die ASM an der Börse kotiert wurde, weil schon damals bekannt war, dass Lyotard-Vogt Regeln strapaziert. LV hat sein Erbe verbraucht und sonst wenig erreicht. Leider sind ihm viele Anleger blind auf den Leim gekrochen, aber Informierte hielten die Finger davon. ASM kann man fast mit Bitchcoins vergleichen, die haben keinen realen Wert.

  13. Dieser Schaumschläger und Geschichten Erzähler ist kein Nestle Erbe.

    Seine Vorfahren waren nur Angestellte bei der Firma.

    • Sehr geehrter Herr Walser

      Meiner Meinung nach ist eine solche störende, nicht themenrelevate Bemerkung recht unnötig. Bitte machen Sie sich während dem Wochenende über Dinge solchesgleichen Gedanken.

      Schöner Abend wünscht Ihnen,
      K. Jetil

  14. Who the fuck cares – ob sich PLV zurück zieht oder nicht? Dass man einfach über Personen berichten muss nur weil sie als so geboren wurden, ist ein Jammer.
    Happy stay at home Euch allen!

    • Bravo LH solche Typen sind nicht tragisch, ein Mensch hat Verstand mit Ausnahmen, wie man sieht.

    • An wurm drin: mit Tragik meinte ich den unerwarteten und tragischen Krebstod …. einfach zum Nachdenken, Zeit sollte ja vorhanden sein!

  15. Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster,
    der von vergangnen Zeiten träumt,
    an die Gelegenheit der Laster,
    die er versäumt.

    Wilhelm Busch
    * 15. April 1832 † 9. Januar 1908