Garantiert virenfrei und frei von Pessimismus

Man kann sich a) unendlich streiten, ob falsch oder richtig auf die Krise reagiert wird. Oder b) Unternehmertum zeigen.

Früher hat in der Schweiz wenigstens nur die Tourismusbranche gejammert. Und der Angestellte am Stammtisch über seine unfähigen Chefs. Hier hat die aktuelle Krise immerhin sozialistische Gleichheit hergestellt: Alle jammern.

Wirklich alle? Nein. Manche tun auch etwas Sinnvolles. Bill Gates hat zum Beispiel gerade 200 Millionen Dollar aus dem Fenster geworfen. Nein, hat er nicht, denn er hat sie nicht etwa gespendet.

Sondern er tut etwas, was nur er als sehr reicher Mensch tun kann. Kommt hinzu, dass er durch seine Stiftung ziemlich viel Ahnung von ansteckenden Krankheiten hat.

Also, was macht so einer, der etwas Ahnung hat, sehr viel Geld und niemandem rechenschaftspflichtig darüber ist? Er tut das, was weder eine Regierung noch ein Privatunternehmen tun könnte. Er finanziert damit 7 Produktionsstrassen für Impfstoffe.

Im sicheren Wissen, dass wohl sechs, im schlimmsten Fall alle sieben niemals Impfstoffe herstellen werden, wenn die klinische Erprobung erweist, dass sie nicht wirken oder zu viele Nebenwirkungen haben.

Sollte aber einer dieser natürlich vorselektionierten Kandidaten der zukünftige Impfstoff werden, hat Gates damit das, was man «time to market» nennt, stark verkürzt. Denn bei einem Impfstoff kann man nicht einfach mehr von allem zusammenrühren, um ihn in grossen Quantitäten herzustellen. Das ist schon komplizierter.

Das ist also eine Möglichkeit, etwas Sinnvolles zu tun. Ob die Aktion der Unternehmerin und SVP-Politikern Martullo-Blocher, 600’000 Schutzmasken zu importieren und zum Selbstkostenpreis an Coiffeure abzugeben, in die gleiche Kategorie fällt, sei dahingestellt.

Zumindest zeigt das, dass die Behauptung des BAG, man müsse haushälterisch mit Mundschutz in der Schweiz umgehen, sonst habe es nicht genug Reserven für das Gesundheitspersonal, eine Schutzbehauptung ist, um vom eigenen Versagen abzulenken.

Wir können Tim Berners-Lee eigentlich nur nochmal auf den Knien dafür danken, dass er die Idee zur Keimzelle des Internets hatte. Ohne diese Kommunikationsform und Plattform wären wir total aufgeschmissen.

Mit ihr können wir bei Online-Shops bestellen, Videokonferenzen faktisch gratis abhalten, Filme streamen, soziale oder asoziale Kontakte pflegen, viele Dienstleistungen virtualisieren. Als Beifang könnte das Verkehrsprobleme lösen und Umweltfanatiker beruhigen.

Aber das sind ja alles Beschreibungen des Status quo. Wobei noch hinzugefügt werden kann, dass das natürlich den Siegeszug der grossen Verkaufsplattformen beschleunigen wird. Der Endkampf wird, das ist heute schon klar, zwischen Amazon und Alibaba stattfinden.

Wobei, alleine schon dank des viel grösseren Heimmarktes und der rücksichtslosen Anflanschung eines eigenen Zahlsystems mit Alipay, dürfte China auch hier die Nase vorne haben.

Was gleichzeitig bedeutet, dass all die Miniplattformen, die sich Medienhäuser wie Ringier und TX angeschnallt haben, um die wegfallenden Profite aus der Newsherstellung aufzufangen, ebenfalls nur noch eine überschaubare Lebensspanne haben.

Aber, Krisen sind auch Chancen, sagt der Unternehmer, wenn er den Angestellten feuert, was gibt’s Neues? Dafür, dass der aktuelle Zustand schon fast einen Monat andauert und noch kein Ende absehbar ist: wenig. Dabei gibt es mehr als genug Zukunftsthemen mit gewaltigen Wachstumsraten.

Zum Beispiel? Ladestationen für Elektro-Autos. Künstliche Intelligenz, Wearable Technologien, also alles, was auf oder im Körper getragen wird. 3D-Druck, Batterie-Energiespeicher. Undsoweiter. Alleine das Thema Klimaneutralität, Verminderung des CO2-Ausstosses ist ein Wachstumsmarkt par excellence.

Ganz zu schweigen von allen Formen des Distance learning, denn was im Homeoffice möglich ist, soll in der Schule unmöglich sein? Ach, und dann gäbe es ja noch die Genforschung; schon heute gibt es kommerzielle Anbieter, die damit die Disposition für Krebs, Diabetes oder Alzheimer analysieren.

Oder wie wäre es mit einer Dating-App, die verhindern soll, dass sich Menschen mit der Veranlagung zu den gleichen Krankheiten begegnen, was dann für den Nachwuchs nicht so toll sein könnte?

Und natürlich die neuen Formen der Kommunikation. Nicht mehr über die klassischen Medien, sondern auch internetbasiert. Die Schweiz eignet sich für all das par excellence, denn schliesslich verdankt sie ihren ersten Reichtumsschub der besseren und exakteren Herstellung von grossen Maschinen und von Tüchern.

Den zweiten durch Dienstleistungen aller Art und der Weiterführung von Pharma. Also insgesamt die zunehmende Ersetzung von Körperkraft durch Hirnkraft.

Das alles wären doch Alternativen dazu, sich Sorgen um häusliche Gewalt, die Zukunft und das Weltende zu machen. Oder nicht?

Kommentare

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  1. Die Hütte brennt lichterloh. Die Feuerwehr ist zahlreich vor Ort. Das Wasser schiesst aus mehreren Schläuchen. Jetzt kommt der Bundesrat und stellt das Wasser ab. Weiss nicht wie lange. Lasst es mal brennen. Und behaltet die Schutzausrüstung an. Dann die frohe Botschaft, spritzen ist wieder erlaubt – vorerst mit dem Gartenschlauch der Nachbarin. usw. NB: Great Trump schaut sich die Umgebung und das Innenleben des virentechnischen Labors in Wuhan China nun mal an. Wer hat wohl den Flughund und die sonstigen Wildtiere auf dem Buffet gekocht od. bedient? Bedienung C-19 … mit anständig Trinkgeld.

  2. Ausgerechnet Bill Gates, einer der Kämpfer für die „Neue Weltordnung“ also Weltregierung.

    Und nebenbei verdient der mehr an den Produkten wie Impfungen als das was er gespendet hat.

    Nein, für derlei dubiose Typen wollte man niemals Werbung machen.

  3. Gar nicht gewusst, dass Herr Zeyer ein Globalist ist. Fehlt nur noch ein Loblied auf George Soros, der Freund von Bill Gates. Oder Hillary und Barack. Sie alle wollen eine globale Kontrolle aller Menschen: <>

  4. Wearable Technology, Filme streamen, etc. kann der Mensch
    nicht essen.
    Viel wichtiger ist sauberes Wasser, gut Luft, eine Landwirtschaft,
    die gesunde Produkte produziert.
    Trockenperioden werden zu Ernteausfällen führen und Nahrungsmittel
    verknappen. Die Weltbevölkerung mit bald über 10 Mrd ernähren wird
    die grösste Herausforderung sein.

    • Es sind nicht immer frustrierte Intellektuelle mit Allmachtphantasien die die Welt stabilisieren. Ganz im Gegenteil. Uns ist es bisher trotz solchen Menschen so gut gegangen. Aber man soll auch ( manchmal ist „sogenannt“ angebracht) Wissenschafter und Intellektuelle nicht alle in den gleichen Topf werfen. Wir haben Albert Schweitzer auf der einen, J.R. Oppenheimer auf der anderen Seite und viele dazwischen.

  5. Sehr geehrter Herr Zeyer
    Besten Dank für ihren Artikel.
    Es ist wirklich erfrischend zu hören, dass es ausser jammern und Zähne klappern auch Alternativen gibt.
    Ich bin immer wieder erstaunt, wenn es ums Verteilen der Gewinne geht, wie von Verantwortung, Giesskannenprinzip, Sozialismus und Kommunismus gesprochen wird. Wenn es dann aber hart auf hart kommt, ist von Verantwortung nichts zu spüren und beim Öffnen der hohlen Hand wird in der vordersten Reihe gestanden. Und wenn es um den Shutdown-Exit geht, müssen alle gleichzeitig wieder mitmachen können.
    Wer auch in Zukunft Marktfähig sein will, wird um altnative Geschäftsideen nicht herumkommen, denn Covid-19 und dessen Folgen, werden nicht die letzten Probleme sein, welche uns in absehbarer Zeit beschäftigen werden.
    Viele Probleme sind seit langer Zeit bekannt und werden täglich grösser – da sind Alternativen gefragt, mit denen man viel Geld verdienen kann, man muss nur endlich wollen.

  6. Wir sollten nun wieder mal den gesunden Menschenverstand zu Rate ziehen.

    Der Bundesrat könnte heute mitteilen, dass die „Sensibilisierungs-Massnahmen“ der letzten Wochen wirken. Und dass nun wieder Selbstverantwortung anstatt Zwangsmassnahmen in den Vordergrund gestellt werden. Demzufolge kann fast alles „back to normal“ gehen, jedoch folgenden Auflagen:

    – Maskenplicht, wenn man in Geschäfte geht
    – Geschäfte müssen für geeignete Schutzmassnahmen zwischen Kunde und Kassier sorgen (z.B. Pexiglasscheiben und Handschuhe)
    – Restaurationsbetriebe können öffnen, sofern sie an Tischen/Theken den Abstand von zwei Meter zwischen Tischen und auch an gleichen Tischen sitzenden Kunden einhalten können. Servier- und Küchenpersonal muss Masken und Handschuhe tragen.

    Wäre doch möglich, oder?

  7. Zeyer schafft es immer wieder schon im ersten Abschnitt Quatsch zu schreiben und sein mangelndes Wissen über
    Wirtschaft zu dokumentieren, du braucht er natürlich das Schlagwort, sozialistisch:
    „aktuelle Krise immerhin sozialistische Gleichheit hergestellt“.
    Die Gleichheit in der freien Wirtschaft ist vielerorts längst hergestellt, durch Kartelle, durch politischen Filz, durch Preisabsprachen. Zeyer ist nicht in der Lage wirkliche Fakten zu benennen, er darf es sich mit seiner Klientel nicht verscherzen, darum immer sein peinlicher Rückgriff auf das Schlagwort sozialistisch.

    • Und der Späher schafft es immer wieder, den vermeintlichen Schwachsinn mit komplett unfundierten Kommentaren zu übertreffen…

  8. Langsam habe ich genug: Es gibt mir zuviel disziplinlose Besserwisser, selbsternannte Propheten, möchtegern Experten, nörgelnde Vollkaskoprofiteure, wichtigtuende Bedenkenträger, irrende Verschwörungstheoretiker und alle, die sich in die wohlgepolsterte soziale Hängematte fallen lassen und trotzdem noch rummaulen.

    • Social Media und Influenzertum lassen grüssen. Da kann jeder alles unbewiesen, „bestens recherchiert“ behaupten. Und sich natürlich Beifall heischend zurücklehnen. Ist für mich der neue Volksverblödungstrend, für andere vielleicht nicht, wer weiss. Zeyer jedenfalls möchte offenbar die ganze Welt retten, viel Spass.

    • Das haben wir unter anderem auch unseren Medien und deren Neusprech zu verdanken. Haben sie in letzter Zeit mal einen Artikel gelesen der nicht von einem „Experten“ geschrieben war oder solche zu Wort kamen. Es gibt ja nur noch Experten. Schade nur, dass diese je länger je weniger zu wissen scheinen und sich dauernd widersprechen. Experten im Nichtexperte sein, sozusagen.

  9. Vielleicht sollte man Tim Berners-Lee dankbar sein, für die Möglichkeiten, seine eigene Meinung ungefiltert auf Menschen loszulassen! Vielleicht aber auch nicht! Zuviele Unwahrheiten und Lügen sind auf diesen Plattformen, wie auch IP, anzutreffen! Wir alle sind von den Inhalten oft überfordert und orientieren uns einzig an den gewählten Formulierungen von Medienprofis oder „Bestsellerautoren“! Ein Erfolgsrezept für zahlreiche Klicks funktioniert immer: Bashing. Egal, wer gebasht wird, man findet immer eine Fangemeinde!

  10. Solange Sie noch den Bill Gates anhimmeln und von Gretas-CO2-Geschwaffel infiziert sind haben Sie praktisch nichts begriffen. Da nützt auch ein überlanger Wortschwall gar nichts.

  11. Die sozialistische Gleichheit ist, dass nicht nur die Risikogruppen isoliert werden, sondern alle Bürger. Die Solidarität ist pervertiert zu aufoktroyierter Selbstgeisselung. Die Marktwirtschaft ist schon länger tot: nicht mehr der Konsument regelt die Nachfrage, sondern der sozialistische Staatsapparat bestimmt für uns, was Gut und was Schlecht ist: mit Steuern, Abgaben, Subventionen, Angstmache in den Systemmedien und vielem mehr. Kapital und Ressourcen sind falsch alloziert und werden vernichtet. Europa und die Schweiz sind DDR 2.0, EZB & SNB die symbolischen Beatmungsmaschinen, der Herzstillstand wird eintreten, bald.

  12. Diese Zukunftsthemen mit gewaltigen Wachstumsraten haben sehr viel mit Naturwissenschaften und Engineering zu tun. Und deren Stellenwert ist generell am sinken. Europa ist bei diesen Themen auf dem absteigenden Ast. Dabei ist längst klar: Ingenieure verbessern die Welt.
    In Deutschland gibt’s 230 Professuren zum Thema „Gender“ und 195 in Pharmazie. Mehr dazu hier: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/vergesst-corona-studiert-gender/