Fall Bührle-Bank: Ende der nutzlosen Privatbanken

Massenabbau bei IHAG, Steckerziehen bei Falcon, Dümpeln bei EFG, Notenstein vaporisiert: Swiss Private Banking in Grosskrise.

Die IHAG kennt kaum jemand. Ausser man nutzt ihren alten Namen. Bührle-Bank, das Geldhaus des legendären Industriellen Emil Bührle.

Sein Nachkomme heisst Gratian Anda. Der hat bei der in IHAG umgetauften Bank einen CEO mit UBS- und Kantonalbank-Karriere installiert. Und dieser wiederum macht nun Tabula rasa.

Gestern teilte die IHAG mit, dass sie „bis zu 20 Stellen in sämtlichen Bereichen“ abbauen würde.

Klingt nach wenig, ist aber fast ein Viertel der ganzen Bank. Diese beschäftigt 113 Leute, davon 27 als Teilzeit.

Zieht man die ab, so bleiben 86 IHAG-Mitarbeiter, die voll arbeiten. Geht man nun davon aus, dass die 20 Streichungen Vollzeitstellen betreffen, da diese am meisten ins Gewicht fallen, dann landet man bei knapp einem Viertel.

Das zeigt, was vor sich geht. Die IHAG tritt auf die Bremse – brutal.

„Die eingeleiteten Massnahmen zielen darauf, die Strukturen auf die neue Strategie anzupassen“, sagt der CEO, Daniel Lipp. „Leider lässt sich ein Personalabbau nicht vermeiden.“

Was er nicht sagt, aber meint: Wir passen uns der neuen Post-Steuergeheimnis-Realität an. Und die heisst: weniger reiche Kunden aus dem Ausland, weniger Geld für die Bank, weniger Stellen für die Angestellten.

IHAG ist der jüngste Fall einer klassischen Privatbank, die in den Abwärtsstrudel gerät. Vor ihr hat es die Falcon Private Bank erwischt. Nach Geldwäscherei-Skandalen verschwindet sie.

Einst hatte die Falcon über 300 Banker auf der Lohnliste, zuletzt waren es immer noch rund 200. Deren Zukunft ist nach dem Verlust der Bankenlizenz ungewiss.

Die bereits in Vergessenheit geratene Notenstein war gar richtig gross. Die Nachfolgerin der bekannten Wegelin zählte beim Start Anfang 2012 rund 700 Angestellte.

Heute sind es vielleicht noch 200. Diese arbeiten irgendwo bei Vontobel, welche die Notenstein vor 2 Jahren erworben hat.

Die EFG, eine weitere bekannte Privatbank mit Sitz in Zürich und grossem Ableger in Genf, steht vor ungewisser Zukunft. Regelmässig macht die Runde, dass die Grossaktionäre das Institut verkaufen möchten.

Doch Altlasten und die düsteren Aussichten im Geschäft haben das bisher nicht möglich gemacht. EFG dümpelt weiter, die Aktie ist am Boden.

Das einst blühende Schweizer Private Banking hätte sich längst neu erfinden müssen. Die Amerikaner und danach die Deutschen, Franzosen und übrigen Europäer machten ihm mit dem Kampf gegen Steuerflucht den Garaus.

Der Niedergang von Falcon, IHAG und weiteren zeigt, dass die helvetischen Edelhäuser den Sprung in die Neuzeit nicht schafften. Ihre Ausland-Kunden verschoben die Vermögen in die Heimat, und in der Schweiz gibts nicht genug Frischgeld als Ersatz.

Die Krise zieht Kreise. Liechtensteins Finanzplatz als Vorhof zum Schweizer Banking verliert ebenfalls als Bedeutung. Das zeigt der Niedergang zweier typischer Privatbanken: der Bank Alpinum und der Union Bank.

Das Gespann Schweiz-Liechtenstein, das jahrzehntelang schwerreichen Klienten aus allen Weltregionen angezogen hatte, holpert über abschüssiges Kopfsteinpflaster. Der Aufprall steht noch bevor.

Kommentare

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  1. Seit etwa 30 Jahren habe ich unzählige Banken Strategien und Verfahren vorgeschlagen, um das Potenzial der Vermögensverwaltung zu verwerten. Bestenfalls wurde ich verachtet. Einzig kurzfristige richtungslosen Verbesserung mit als Ziel Kosteneinsparungen, scheinen für den Sektor von Interessen zu sein. Seine Komfortzone zu verteidigen, anstatt sich den aktuellen Umständen anzupassen wird zweifellos dazuführen, dass dieser Wirtschaftssektor verschwinden wird. Dem soll auch so sein.

  2. Ich sehe die Sache zwar nicht ganz so rabenschwarz, aber schwarz ist sie auf jeden Fall. Und etwas ist offensichtlich: Die CH-Bankenwelt ist ein Hühnerstall. Geschlossenes Auftreten? Fehlanzeige! Das ist nun schon seit vielen Jahrzehnten so und man sieht keine Besserung. Das eigene Profitdenken immer zuvorderst. Den Konkurrenten lieber runtermachen, als zusammenstehen und gemeinsam vorwärts schreiten. Gemeinsame Verteidigungsstrategie? Fehlanzeige. Dazu noch Amateurpolitiker und eine SNB, die mit Geld im Ausland rumschmeisst und die CH-Finanzwelt beutelt. Wenn man bedenkt, was alles von dieser Bude für die Export- und Tourismusindustrie getan wurde und was unsere Banker erreicht haben…jämmerlich. So kommt es eben, wie es kommen musste.

  3. Im Bereich Märkte und Abwicklung stehen Standardisierung und Automation an der Schwelle zu einer hochspezialisierten digitalen Vernetzung, Gewinnung und Raffinerie, entsprechend ist es sinnvoll, in diesem Bereich auf externe Dienstleister zurückzugreifen.
    Im Bereich persönlicher Beratung, Datenschutz und Datensicherung werden gut gerüstete Privatbanken in der sicheren Schweiz für vermögende Kunde an Bedeutung gewinnen.

  4. EFG (wegen BSI), PKB, Falcon haben zuviel mit Feuer gespielt. Für einige hochkarätige Prinzen war damals Geldwäscherei die einzige Regel, dazu war das System sehr rentabel. Beim Compliance waren nur Dumme engagiert.
    Villa in Lugano, Bastide in Ramatuelle, ’60 Ferrari im Garage, Segelboot in Coppet und Ferien mit Anushka.
    Jetzt ist alles weg, es bleiben ein Paar Bertinoro Flaschen und einige WhatsApp …

  5. Wichtig wäre, wenn die FINMA sehr genau recherchieren würde, welche Kleinst-Privatbanken von Zürich bis Genf, Neugründungen oder bestehende kleine Privatbanken, was für Geld in den letzten Wochen und in naher Zukunft aquirieren. Investoren mit sauberen oder schmutzigen Westen. Wäre ich Investor – bin es nicht -, ich würde mir genaustens überlegen, ob mir genug Integrität und Sicherheit geboten würde, oder ob es mehr Schall und Rauch ist. Andere könnten hingegen denken, „schmutziges“ Geld wird bei solchen Banken, welche in Not sind oder bald sein werden, nicht genau angesehen, denn es muss Hilfe nahen, woher sie auch kommen mag – über verschlungene Wege aus Lichtenstein oder Ausland -. Corona kann da z.Bsp. keine Entschuldigung für fehlende Reserven, schwindende Gewinne, kleiner werdendes Kapital sein. Genau so wenig wie für „schmieriges“ Geld.

  6. Wer keine Ideen hat, dem bleibt halt nur das Sparen. Rasch werden Übungsnamen wie zB ‚Refresh 2025‘ gedrechselt und stolz auf die vermeintliche Erneuerung hin, das Personal abgebaut. Die GL gibt sich beschäftigt und erhofft sich am Jahresende eine ‚schwarze Null‘. Gedanken, warum qualifizierte Mitarbeitende künftig zu so einer Privatbank wechseln sollten, macht sich keiner. Kunden werden mit Hoffnungsparolen zur strategischen Repositionierung bedient. Im Radius von 300 Meter der IHAG, finden sich mehrere Privatbanken, die solche ‚Refresh-Übungen‘ bereits (mehrmals) durchgezogen haben. Schaut man sich danach die Resultate 2019 an, reichte einzig die Sonderdividende der SIX, zu einem mageren Gewinn. Ich halte es mit Kodak – es wird bald zappenduster am Bleicherweg und der Dreikönigsstrasse.

  7. Wenn Google und Amazon Bankdienstleistungen anbieten wird der junge Kunde angesprochen. Chinesische Giganten wie Ant Financial stehen auch vor der Türe.
    Das Unternehmen ist 150 bis 200 Mrd.wert. Bietet die weltweitgrösste Plattform für mobile und online Zahlungen an. Immer mehr Chinesen wickeln über das Internet Bankgeschäfte ab. Auch Vermögensprodukte werden angeboten. Wer sich in Zukunft die Digitalisierung nicht leisten kann ist bald weg vom Fenster.

  8. Swiss Private Banking hat nur funktioniert, solang die Steuerersparnis so hoch war, dass niemand nachgefragt hat wie schlecht das Vermögen verwaltet wird. Kaum ein Private Banker ist ein guter Investor, aber alle profis beim Business Lunch. Teure Produkte, die entweder Kickbacks zahlen oder hauseigene Abteilungen finanzieren waren nie im Kundeninteresse und das kann jeder auch daheim haben.
    Und die Hybris von vielen Private Bankern war wohl immerschon unerträglich, aber vielleicht stehen Ausländer ja darauf. In den meisten Fällen war zumindest der Ausbildungsrucksack der Bänker erstaunlich dünn…

  9. Wieder einmal hat IP nichts Relevantes zu berichten und kreiert dann irgendeine Spekulationsblase. IP war mal gut, als Sie über Raiffeisen recherchierten. Heute ist es nur noch Kaffeesatzlesen, alle zwei Tage durchsetzt vom geistigen Sondermüll des „Trompeters von Säckingen“. Kehren Sie zurück zu Ihrer Stärke und erfinden sie sich neu. Sonst ziehen dann die diversen Sponsoren den Stecker.

  10. NIEMAND in der Schweiz bezahlt für schlechte Performance und Beratung, fehlende Diskretion und Rechtssicherheit auch nur einen Cent, wenn er nicht muss (ausländische Anleger wegen Steuern). Private Banking als Geschäftsmodell ist mausetot, es könnte gar nicht toter sein. Das ist definitiv vorbei, aber selbst von den Leuten, die in dem Sektor arbeiten, haben es noch nicht alle realisiert!

  11. Variante:
    Den ganzen Zahlungsverkehr auslagern. Handel einstellen. Bankenlizenz abgeben. Eigene Vermögensverwaltung als Finanzboutique aufsetzen. Mit einem Global Custodian zusammenarbeiten. Skalenerträge dadurch erhöhen. Sorgfalt und Kundencheck durch Custodian erledigen lassen. Gibt weniger Ärger bei besseren Skallenerträgen und gebündelter Professionalität.
    Ihr habt recht, ich habe geträumt!

  12. Rahn + Bodmer wurde in der Aufzählung noch vergessen. Immer dort wo klassische Familien-Banken sich mit „ehemaligen Top-Shots“ (gem. finews) verstärken, geben diese PB ein ganzes Stück von der Identität und Service-Quali auf. Jeder Neue mit Profil xx-Jahre Ex-Grossbank, trägt eben diesen TBTF-Groove in die kleinen PB-Banken. Und dann beginnt bald einmal – im 3-Jahres-Zyklus – das chronische Husten zu Ungunsten der Belegschaft und vor allem der Kundschaft.
    NB: Es sind im Artikel Namen aufgeführt, welche an allen ihren ehemaligen/heutigen Posten zu sehr mit den Rezepten aus der guten alten Zeit das moderne PB zelebrieren wollen. Geht nie und nimmer.

    • Lieber Leser (15.05./18:42)
      Direkt und frisch ab meiner Sommerterrasse: Ja 2 Tipps, die Sie auch nachlesen können. A) hier auf IP per 19.12.2017 mit Palastrevolution bei M B. Und B) via google „Risi erobert PB Deutschland“, schauen Sie wie weit die heute sind … (zur Beruhigung, dieses Ankündigungsgeschrei ist nicht neu, JB, CS, VONT und SGKB, wollten diese auch. tempi pasati).
      Sonnige Sunntig.

  13. Als erstes im Bankwesen lernt man den Respekt vor Nullen.

    Carl Fürstenberg
    * 28. August 1850 † 9. Februar 1933

    • Ich frage mich eher, braucht es die kleinen? Man sieht, dass bei den kleinen wenig bis keine Substanz vorhanden ist. Viele Mitarbeiter sind schlecht ausgebildet und nicht kriesenresistent. Die technischen Systeme sind veraltet und finanziell können sie sich compliancetechnische und regulatorische Massnahmen kaum leisten. Bestes Beispiel: Notenstein. Die Bank war nie rentabel, völlig aufgebählt auf der Aufwandseite und total überfordert mit der Komplexität des Bankings 21. Vontobel ist in der Zwischenzeit geruhen, diesen Trümmerhaufen übernommen zu haben.

  14. Persönlich glaube ich es wurde schlecht recherchiert. Meine Vermutung (ohne Recherche) wäre, dass Hr. Lipp (der mir übrigens einen sehr vernünftigen Eindruck macht aus der Ferne) aufgrund der beschränkten Grösse des Instituts Nicht-Kernbereiche auslagert um die Qualität und Professionalität der Gesamtdienstleistung zu erhöhen. Kostenüberlegungen haben dabei sicher eine Rolle gespielt. Diese Überlegungen sind aber doch bei jedem gewinnorientierten Unternehmer vorzunehmen?

    • Die Digitalisierung geht
      bei den Banken unaufhaltsam weiter. Banken werden in der nächsten Zeit erheblich abgebaut. Filialen gestrichen, nachdem gewisse Banken Kundennähe aufgebaut hat. Nun gehen die Kunden aberimmer mehr online. Ob die Kosten für die Digitalisierung Mehrwert schaffen, ist dann auch noch ungewiss. Ob also die neue Währung Digitalisierung das Allheilmittel bringt?

  15. Leute,
    Helm auf, Visier runter !
    Das ist erst der Anfang: Alle Pseudo-Privatbanken und Krypto-Vehikel werden in einem „Big-Bang“ draufgehen. Nur wirklich „reinrassige“ digitale Banken mit einem differenzierten Angebot werden diesen Gau überleben !
    Banken Covid-20 … .
    Fasten your seat belts !

  16. Das ist erst der Anfang! Es gibt noch Dutzende solche „noblen“ Adressen in der Schweiz. Kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, kein Differenzierungsmerkmal, CIR > 80-90% bei völlig überrissenen Fees, überaltertes Klientel, keine UX für die jüngere Generation. UND: null Einsicht, dass sich etwas ändern müsste!

  17. Private Banking – Quo vadis?

    Die meisten Privatbanken in der Schweiz stehen am Scheideweg: Schliessen oder Dahinsiechen über die nächsten Jahre. Wieso?

    1] 2000 – 2019: Rückgang der Gewinnmarge im Private Banking um knapp 50%.
    2] Das Wachstum in Europa ist begrenzt, der Regulierungsdruck hoch.
    3] Die etablierten Private-Banking-Preismodelle haben ausgedient.
    4] Der Wettbewerb um gute Kunden ist hoch und nimmt laufend weiter zu.
    5] Die Jungen (Start-upper, Erben) stellen völlig andere Ansprüche als die Generation 50plus.
    6] Fintechs eröffnen neue Möglichkeiten und verzeichnen Reputations- und Marktanteilsgewinne.
    7] Der Aufwand zur Digitalisierung und IT-Aufrüstung wächst rasant.
    8] Die Kundenakquisition wie früher ist passé.
    9] Die Wechselbereitschaft der Private-Banking-Kunden hat markant zugenommen.
    10] Fähige Relationship-Manager (Hunter, Farmer) sind stark umworben (und teuer).

    Die Entwicklung ist dieselbe: Im Retail Banking wurden und werden Bankfilialen geschlossen, im Private Banking werden zahlreiche Privatbanken von der Bildfläche verschwinden. Nach Dekaden voller fetter Jahre sind nun die mageren Jahre angesagt. Aktuell befinden wir uns in der Schweiz in einer Schrumpfkur. Überleben werden in der Schweiz nur ein paar Dutzend Privatbanken.

  18. Das Bankgeheimnis ist schon längst Geschichte und der AIA eingeführt. Kann nichts anderes als komplettes Versagen der obersten Führung sein. Von Konsequenzen für die Chefetage steht nichts im Artikel. Schade!

  19. Es ist kein offenes Geheimnis,dass von den Ende 2018 – 248 – Banken in der Schweiz, 80 von der Bildfläche noch eliminiert werden-ohne Hemmung darf man sagen, dass von den 360 Banken vor 15 Jahren, schlussendlich die CEO’s, GD’s und Direktoren von 190 Banken vollumfänglich versagt haben. Auch ist es beschämend, wenn man die Performance der Depot von fast allen zentral verwalteten Vermögen in der Schweiz auch auf die letzten 10 Jahre näher betrachtet,sei es Baer, CS, UBS etc.- Banken glauben, dass sie immer noch wie zu den offshore Zeiten, als sämtliche Post und Abrechnungen der Kunden banklagernd waren,noch im gleichen Stil operieren können, nämlich den Kunden abzocken – fast sämtliche Banken wiesen eine Performance – kumuliert über die letzten Jahre im sehr tiefer einstelligen Prozent aus- EINE SCHANDE – aus diesem Grund ist der Bankenplatz Schweiz erst am Beginn einer Konsolidierungsphase.

  20. Die Finma hätte bei allen Prvat-Banken den Stecker zu ziehen… Briekastenfirmen und shame-trusts wohin das Auge reicht.

  21. Wo besteht das Bankgeheimnis heute noch? – In den USA!

    Wo läuft das Bankgeschäft noch am besten ? – In den USA!

    Die versaublödeten Politiker im Bundeshaus haben alles “versaublödet“, und sie befinden sich jetzt auf bestem Wege, noch alles zu versaublöden was man nur versaublöden kann!

    Mit Hilfe von Unwissenheit, Dummheit, Leichtgläubigkeit, Unvermögen, vorauseilender Ergebenheit, Gleichgültigkeit, sowie “Klima.-“ und “Coronahysterie“, erzeugen sie immer neue Gesetze, Verordnungen, Verbote und treiben Unternehmen (inkl. Banken), sowie die Bevölkerung, wie auch den Staat selbst (bei dem sie selbst Lohnempfänger sind) immer tiefer in die Verschuldung.

    Sie lassen es zu, dass die Altersvorsorge der Bevölkerung, aufgrund der ständigen Bilanzaufblähung der SNB, systematisch durch Kaufkraftminderung entwertet wird.

    Die “Hilfskredite“ (über Banken abgewickelt) mit Zwangs-Haftung für die Bevölkerung und Steuerzahler, bedeutet letztlich keine Hilfe, sondern eine weitere Schuldenversklavung für die Menschen in dieser Genossenschaft des Eides.

    Es ist höchste Zeit, dass die Geschäfts-“Führer“ samt ihrer Parteien ausgewechselt werden, denn sie zerstören allmählich und sinnlos die Existenzgrundlagen der Bevölkerung, (ihrer eigenen Wählerschaft).

  22. Was ich nicht verstehe, wie sich das Daniel Lipp mit der IHAG antun konnte. Er sollte aus seiner Vergangenheit doch wissen, wie unprofessionell Privatbanken dieser Grösse in vielen Bereichen unterwegs sind. Er hat die Erfahrung ja selber schon gemacht, als er bei der St. Galler KB die Integration der Hyposwiss miterlebte, und damit auch die dortigen Zustände sah. War es nur der Drang, nach dem CEO auf der Visitenkarte? Schade um einen Top Banker!

    • Höre ich da „Top Banker“? Nein, glücklicherweise habe ich mich verhört! Wer meint, einer kleinen Universalbank Strukturen einer Grossbank verpassen zu müssen, hat nichts verstanden.

  23. es ist leider anzunehmen, dass der
    abbau bei der ihag bei dieser
    asset grösse nicht reicht
    um wieder in die gewinnzone zu
    kommen.

  24. „An diesem Bankgeheimnis werdet ihr euch die Zähne ausbeissen!“ – Die grösste Fehleinschätzung „wo je häts gits geh..“ im Finanzsektor… und dieser Fehleinschätzung sind unsere hochdekorierten, ehrwürdigen, ultraschall-intelligenten VR’s und CEO’s wie brave, hirnlose Schafe gefolgt…

  25. Gute Arbeitsplätze und hohe Steuereinnahmen für Bund, Kanton, Stadt und Gemeinde gehen verloren. Aber das spielt ja keine Rolle.

    • Gute Arbeitsplätze? Vor allem wohl geschützte Werkstätten. Da nützt alles Jammern und Poltern nichts: Das goldene Zeitalter der Schwarzgeldhortung kommt nie mehr zurück. Weissgeldstrategien haben den Nachteil, dass man jetzt halt einem echten, Internationalen Wettbewerb ausgesetzt ist wie in anderen Branchen auch. Unangenehm, nicht wahr?

  26. „Nutzlose“ Privatbanken, was für eine Frechheit. Soll der Markt den Grossbanken überlassen werden, welche die Kunden auspressen wie Zitronen. Kosten reduzieren ist gut, da profitieren letztendlich auch die Kunden.
    Es braucht die Privatbanken. Es gibt nichts Schöneres als in einer kleinen Firma zu arbeiten, wo man selber das Geschehen beeinflussen kann und nicht unzählige unfähige und praxisfremde Manager über sich hat.
    Jetzt über Vermögensabflüsse im Zusammenhang mit „Post-Steuergeheimnis“ zu berichten ist Käse, das Thema ist längst passé. Die Schweizer Banken sind weiterhin sehr beliebt bei Auslandskunden und können zudem auch ohne „Steuergeheimnis“ höhere Preise verlangen als die Banken im Ausland.

  27. Man muss sich dabei bewusst sein, dass die administrativen Kosten um die Qualität der technischen Dienstleistungen von den großen Banken zu erreichen, sich verringert haben. Die Entwicklung der elektronischen Datenverarbeitung mit z. B. Windows hat kleineren Geschäftseinheiten in der ganzen Volkswirtschaft und auch bei den Privatbanken geholfen, ihre Kunden mit Dokumentation zu versorgen, die grösseren Banken durchaus Paroli bieten konnten. Gleichfalls galt dies für die internen Prozesse einer Bank inklusive derjenigen der Aufsicht für Banken. Die Frage war nur, hatte man Leute, die diesen neuen Herausforderungen gewachsen waren.
    Wenn nicht, hatten diese kleineren Banken Kosten, denen sie kaum gewachsen waren.
    Wie im Artikel von L.H. dargestellt, sind es die Kräfte des Marktes, die diese Privatbanken drohen zum Verschwinden zu bringen. Eigentlich eine Entwicklung, die in ganz West-Europa von sich geht. In der Schweiz ist es das Verschwinden des Bankgeheimnis für Steuerhinterziehung für Ausländer.
    Dies gilt aber nur für die Kundschaft aus der EU und Nordamerika. Im besonderen nicht betroffen ist die Kundschaft aus autoritären Staaten. Hier gilt das Urteil der USA, die uns vorschreibt, welche Kunden aus den jeweiligen Staaten wir akzeptieren dürfen und welche nicht (Geldwäscherei!).
    Man muss schon sehr klever sein, um in diesem Marktumfeld nur mit traditioneller Vermögensverwaltung durchzukommen. Partners Group hat bewiesen, dass man dies als Nicht-Bank kann. Vielleicht gerade weil sie den Status einer Nicht-Bank hat. Ich bin überzeugt, die Ablehnung des EWR -Beitrittes 1992 diesen verschwindenden Banken einen Bärendienst erwiesen hat und wir nicht mehr mit dem Rahmenabkommen mit der EU die gleichen Vorteile erhalten, wie wir dies 1992 hatten, deshalb wäre jetzt ein EU-Beitritt besser.

    • @ Rolf Zach

      Nochmals Ihre Worte:

      „Ich bin überzeugt, die Ablehnung des EWR -Beitrittes 1992 diesen verschwindenden Banken einen Bärendienst erwiesen hat und wir nicht mehr mit dem Rahmenabkommen mit der EU die gleichen Vorteile erhalten, wie wir dies 1992 hatten, deshalb wäre jetzt ein EU-Beitritt besser.“

      Kann ich voll unterschreiben.

    • Lieber Herr Zach, wenn Sie wirklich glauben mit Windows eine Bank betreiben zu können, dann glauben Sie sicher auch an Hochhäuser aus Lego Steinen. Selten so etwas Unqualifiziertes gelesen wie Ihren Beitrag.

    • Mit dem EWR hätten wir uns der EU unterworfen, der Wirtschaftszone mit den weltweit schlechtesten Zukunftsaussichten.

    • Liechtenstein ist im EWR und damit gut gefahren.
      Und hat sich auch nicht der EU unterworfen wie hier einige paranoide Blocher-Anhänger daherposaunen.

  28. Ja und es sollten noch mehr Privat-Banken/Asset Manager verschwinden. Es soll mir bitte mal eine/einer erklären, welchen Mehrwert ein CH Asset Manager je erbracht hat? Viele Personen, die rein abgeschöpft haben und reich geworden sind, ohne einen Mehrwert erzeugt zu haben. Warum werden Asset Manager (PK, Krankenkassen, etc) in der Schweiz nicht NUR für Alpha entlohnt, Beta bekomme ich für fast 0 bp. Grösster Diebstahl der Geschichte….wir bauchen echte Untenehmer, nicht Leute, die sich am hart verdienten Geld anderer bereichern.

  29. Die Entwicklungen zeigen uns doch vor allem eines: das Erfolgsmodell des Schweizer Private Banking beruhte in der Vergangenheit einzig und allein auf dem Steuergeheimnis.

    In der neuen Welt ohne systematische Unterstützung von Steuerbetrug zeigt sich, dass ausländische Banken genau so gute Services anbieten können wie die schweizerischen Institute.

    • SteuerBETRUG, lieber Max, war schon immer strafbar
      (Art. 146 StGB) …

    • Das stimmt ! Was mich aber stört, das die USA dieses Modell übernommen haben, der ganzen Welt Steuerflucht ermöglichen und sogar fördern, dem Rest der Welt allen voran der kleinen Schweiz ihren Stempel aufgedrückt haben.

  30. Privatbanken ???

    GELDWASCHEREIEN !!!

    SCHWEIZ WÄSCHT WEISSER…!!!!!!!!

    ENDE DER LEKTION IDIOTEN…:-)

    PS: AUF DIE BÄUME IHR AFFEN…!

    • Us wellem Zoo bisch du usproche???
      Den Anstand hast du wohl mit dem sprichwörtlichen Espressolöffel in die Wiege gelegt bekommen!

  31. Der Aufprall – auf dem Boden der Realität – wunderbares, teures Kopfsteinpflaster von Guber, LU, wird knallhart sein. Das „Private-Banking“ in der Schweiz landet auf dem Friedhof – und das finde ich auch gut so, denn es generiert keinerlei volkswirtschaftliche Wertschöpfung. Sondern lediglich Geld-Umverteilung.

  32. Die meisten Privatbanken sind nur schlecht digitalisiert und zudem noch teuer. Im Zeitalter des „AIA* fragt man nach dem Mehrwert. Wenn man im analogen Bereich stehen geblieben ist, müssen die Beratung und die Anlagerendite stimmen.Ebenfalls sind die interne Strukturen zu überdenken. Das Zeitalter der Wasserköpfe ist definitiv vorbei.

  33. Nach dem Bericht über die FINMA im Hause der IHAG wundert es mich keine Sekunde, dass soviel Personal entlassen werden muss. Nur wieso ist der CEO und der Rest der Führung noch dort? Wieso hat der VR nicht bereits früher interveniert? Es scheint wohl eher so, dass die Geschäftsleitung es versäumt hat das sinkende Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Zeit dazu hätte sie gehabt.

  34. Die früheren weltweiten Umstände des letzten Jahrhunderts haben das Geschäftsmodell der schweizer Banken mehr als begünstigt, dass Geld aller coleur ins Land kam, und niemand gefragt hat woher das Geld kommt. Die Banker mussten auch nicht viel tun, dass Geld kam von selbst. Meiner Meinung nach haben diese Jahrzehnte des Wohlstandes wo man wenig getan hat, und viel verdient hat, bei den Bankern den Eindruck erwecken lassen, man sitze auf einem sehr hohen Ross. Geld mit anderer Leute Geld machen !? Gut, Banken sind grundsätzlich wichtig was den Zahlungsverkehr betrifft, auch Kredite, … aber was alles getrieben wurde, vor allem von den Investmentbanken. Jetzt nach den Ereignissen des letzten Jahrzehntes kommt die Realität einen einholen. Genau so war es bei den Saudis, man hat nichts gemacht, hat nur das von Gott gegebene Öl verkauft und Milliarden ,,verdient“ und in einen unverschämt dekadenten Lebensstil investiert. Jetzt, … nun ja wir sehen es. Mein Rat wäre, sich wieder auf den Menschen zu konzentrieren, nicht auf Zahlen. Zwar glänzt die Fassade bei den Banken das der Mensch im Mittelpunkt steht, aber hinter der Fassade regiert der brutale Raubtier Kapitalismus wo nur der stärkste überlebt. Leider. Willkommen Zustände a la USA.

  35. Da suhlten sich Gaukler, Finanzalchemisten, Virtuose, geschniegelte Eitle, dunkle Dandies und andere schräge Vögel jahrelang in der Scheinsicherheit von «banklagernd-Kunden». Geübt im Holen und bar Einzahlen von 7-stelligen Beträgen im Rahmen von Fiskalneutralisierungs-Operationen.

    Diese swingenden Jahre des CH-Private Bankings sind definitiv vorbei.

    Der überfällige Strukturwandel im CH-Private-Banking steht längst unter dem Takt der Digitalisierung und Globalisierung. Dieser Wandel ist unaufhaltsam. Alle, die jetzt noch einen Zaun um die ehemals geschützte Werkstatt anlegen wollen, werden kläglich scheitern. Weil sie sich der Konkurrenz nicht stellen. Sei es mangels Wissen und Können oder sei es, weil lusche Methoden nun international an den Pranger gestellt werden. Dies unabhängig von nationaler Politik und nationalkonservativer, rückwärtsgerichteter politischer Abschottungsromantik.

    Alles in allem haben diese Winkel-Zug-Konstruktionen längerfristig immer mindestens gleichviel gekostet (Bussen, langwierige Verfahren) wie sie gebracht haben. Ein Nullsummenspiel, das uns nicht weiter bringt.

    Die Zukunft liegt bei schlagkräftigen firmenübergreifenden Clusters, die über hervorragend qualifizierte Mitarbeiter mit entsprechend firmenübergreifenden Netzwerken verfügen und bereit sind, sich der Konkurrenz proaktiv zu stellen, sich laufend weiterbilden und an innovativen Projekten hoch motiviert mitarbeiten. Die gut ausgebildete und informierte Erben-Generation von heute erwartet nicht nur Mittagessen, sondern konzeptionelle Lösungen für individuelle Problemstellungen, die zudem Performance generieren. Das ist Swiss Banking der Zukunft.

    Die Zeit der „Banklagernd-Mentalität“ mit Mittagessen, ein bisschen telefonieren und börsele, Post durchschauen und dann Heim gehen ist endgültig vorbei!

  36. „Ihre Ausland-Kunden verschoben die Vermögen in ihre Heimat.“ Die Heimat ist nämlich dort, wo immer noch das Bankgeheimnis gilt und es natürlich auch keinen AIA gibt.

  37. Der beste Spruch ist heute von LH, der Niedergang zweier typischen Privatbanken im Liechtenstein, die Bank Alpinum und die Union Bank in Liechtenstein. Das einzige was stimmt bei diesen beiden, dass sie das EK für die Banklizenzen mal zur Verfügung stellen mussten.
    Herr Hässig, nicht jede Unternehmung welche das Wort Bank im Namen trägt ist eine Bank, vor allem diese beiden nicht. Ob sie die beiden Banken in FL gibt oder nicht, das merkt da niemand. Für FL eine Randnotiz, für Sie Herr Hässig ein Schlüsselerlebnis.
    Die HIAG hat schon lange eine Problem, der Besitzer hat keine Bänkler-DNA, der CEO, kommend von einer KB, nichts gegen eine KB, im Gegenteil sogar, hat niemals eine Bührle-DNA. Diese Konstellation ist tödlich.
    Der CEO probierte der HIAG eine Grossbankenstruktur auf zu erzwingen. Er hörte weder die Zweifeln der Mitarbeiter an geschweige denn, den Bedürfnisse der Kunden. Kunden wurden Regionen zugeteilt. Den langjährigen Kundenberatern wurde dadurch ihre Beziehung zu ihren Kunden gekappt.
    FALCON BANK, ist ein ganz anderer Fall,und bei der EFG, weiss man, dass sie es gibt in Zürich. Die Besitzerfamilie ist überaus aufgefallen durch Ihren Reichtum, aber die EFG Zürich, ist eine Bank, wo gestrandete Privatbänkler ein Bett gefunden hat, wo es ihnen ermöglicht, ihren Kundenstamm weiter zu betreuen.
    Aber trotz meiner Anmerkungen und Zweifel über Ihren Artikel hier, machen Sie im Allgemeinen einen sehr guten Job, und tragen manchmal dazu bei dass nicht alles unter dem Teppich landet. Vieles was Sie ansprechen seit Jahren, wäre früher die Aufgabe einer NZZ gewesen. Jedoch landen diese zum Teil gescheiten Köpfe da, in der Niederungen des Mainstreamjournalistentum.
    Wehe hat jemand eine andere Meinung, wird er oder sie gerade an den Pranger gestellt und als Gesellschaftsfeind erruiert.
    Wünsche allen ein schönes Wochenende!

    • Auch Ihnen schönes Wochenende!

      Und verwechseln Sie HIAG nicht mit IHAG, womit expressis verbis erwiesen ist, dass auch Sie offensichtlich der Bedeutungslosigkeit dieser Bank anheim gefallen sind.

    • HIAG – Der ist gut. Es ist einfach immer wieder unglaublich zu sehen und zu lesen, wie überzeugt und zum Teil auch eloquent Kommentatoren irgendeinen Bullshit verkünden, obwohl sie in Wirklichkeit 0.0% Ahnung von einem Thema haben. Einfach nur heisse Luft. Und all diese Leute tummeln sich in ihrem Arbeitsleben in irgendwelchen Firmen rum und berwirken im besten Fall gar nichts, oder richten, im schlimmsten Fall, erheblichen Schaden an. Man kann nur staunen.

  38. Die Bank hat den Strategiewechsel schon vor Jahren verpasst. Sie war bereits zu guten Zeiten eine kleine unbekannte Nischenbank.
    Hätten die Manager weitsicht gehabt (ok, die wenigsten haben das), hätten sie die Banklizenz abgegeben, den Laden runtergefahren, die Kunden behalten und wären neu als Vermögensverwalter aufgetreten. Mit einer sicheren Depotbank (ZKB / BKB/ LUKB) wären auch die meisten Kunden geblieben.
    Den ganzen Laden mit Kreditabteilung, Zahlungsverkehr usw. hätte man runterfahren können und wäre mit genug Kundengeldern rank und schlank in die neue Zukunft gestartet.

  39. IHAG diversifziert schon lange in Hotels.

    Jetzt sind diese ebenfalls zum halben Preis erhältlich. Warum nicht das Mini-Bänklein liquidieren und den Erlös in ein paar günstige
    Hotels in Zermatt, St. Moritz, Gstaad, Lugano, Basel und Zürich reinvestieren.

    Aevis hat es schon lange vorgemacht und ist bis jetzt nicht schlecht gefahren damit. 4-Sterne – Häuser sind überall zu haben.

    Hopp Anda, holen Sie den Return in der Gastronomie und Hotellerie, wo Sie bereits ein paar Perlen im Depot halten.

    • @ Forensiker vom Dienst

      .. und das mit einer Umsatzrendite von 1% für Hotels an besten Lagen heute.
      Also da schicken wir den Forensiker ausser Dienst.

  40. Ja, Herr Hässig, dies alles ist nicht ganz falsch was Sie schreiben. Das Gute Geld ist einfach weitergezogen, in eine andere gemütliche Gegend (Delaware, Channel-Island etc). Mithilfe unseres Bundesrates, und mit interessanter Schadenfreude. Die Leute, welche die Jobs verlieren, alle haben eigene Schicksale. Spannend, das dies hier mit einem gütlichen Unterton serviert wird. Die Steuererhöhungen der nächsten Jahre, werden auch Sie, Herr Haessig bezahlen. Aber das macht ja nichts, Die Vermögen sind ja in Delaware oder Singapore viel besser aufgehoben. Und jetzt ist unser Land endlich im Reinen

    • @ Tikk-Fugga

      .. nicht nur mit Hilfe unseres Bundesrates, sondern auch mit Hilfe des Parlaments inkl. der „Bürgerlichen“ die auch dafür gestimmt haben, mit den USA auf Kooperationskurs zu gehen. Auch die SVP (sie behauptet zwar immer das Gegenteil, vergisst aber, dass es Ratsprotokolle gibt).

  41. Eine Hauptverantwortliche des Niedergangs des Bankplatzes Zürich ist alt BR Widmer-Schlumpf. Sie hat willkürlich das Bankkundengeheimnis beerdigt und den Erpressungen von anderen Staaten schnell und problemlos nachgegeben. Jetzt fehlen Milliarden an Steuereinnahmen und tausende von Bankern sind arbeitslos. Nun hockt Widmer-Schlumpf an der Spitze der Caritas und darf die stellenlosen Banker verpflegen. Sie hat der CH enorm geschadet- ist sich aber keiner Schuld bewusst. Widerlich, so eine unsympathische Person!

    • @ Erboster Bürger

      Nein, da sind Sie nicht richtig informiert. Auch als frustrierter Wutbürger sollte man sich informieren und an die Fakten halten:

      Es war das Parlament, das zustimmte, dass u.a. Namen an die USA gemeldet wurden. Man wollte mit den USA zusammenarbeiten, um dem finanziellen Gau zu entgehen.
      Auch die Mehrheit der SVP hat damals diesem Vorgehen zugestimmt.
      EWS war einfach die zuständige BR, die jedoch im Alleingang und ohne Zustimmung de Parlaments nicht einfach internationale Abkommen eingehen kann.

  42. Schlussendlich ist dies einfach der Anfang einer längst überfälligen Bereinigung im Swiss Private Banking. Seit den Anfängen im Jahr 2000 waren die meisten Privatbanken technologisch nicht auf der Höhe und hatten meist auch nicht die Mittel und Ressourcen hier zu investieren bzw. haben die Prioritäten falsch gesetzt. Das Pendel hat jetzt bekanntlich gedreht und geht jetzt heftig auf die andere Seite. Die Konsolidierung im Private Banking war ganz einfach überfällig. Punkt! Für neue Anbieter im Markt wird es wieder Platz geben. Einige sind bereits am Start.

  43. Ich glaube, daß Bankunternehmen für unsere Freiheit gefährlicher sind, als die Obrigkeit, die Polizei und die Armee zusammen.

    Thomas Jefferson (1743 – 1826), US-amerikanischer Jurist, Gutsbesitzer und 3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, verfasste die Unabhängigkeitserklärung

  44. Das hat doch noch eine Weile gedauert. Diese Bank war schon vor über 10 Jahren eine der ersten Adressen, die Gelder, welche andere Banken los werden mussten, gerne und ohne Fragen genommen hat.

  45. Swiss Private Banking in der Agonie!
    Nach Beendigung des Social Distancing wird am Paradeplatz eine Eveline Widmer-Schlumpf Statue eingeweiht. Die Laudatio hält Lukas Hässig

  46. Massenabbau? Bald kommt das Massen Stecker ziehen.

    Welche grosse Privatbank wird wohl die erste sein, der den Stecker gezogen wird? Ich tippe auf die Julius Bär

    • @Loomit In der heutigen Zeit muss man nicht mehr den Stecker ziehen, denn das funktioniert kabellos. Es lebe die drahtlose Zeit.