Hat Peter Spuhler Stress mit seinen Investments?

Insider-Aktienverkäufe bei Stadler Rail häufen sich. Hauptaktionär Spuhler ist bei Krisen-Autoneum und -Rieter dabei.

Peter Spuhler gilt als Vorzeigeunternehmer des Landes. Unser neuer Hayek. Grund ist seine Stadler Rail, die Spuhler vom Kleinbetrieb in einen Globalkonzern mit Aktie an der Börse verwandelte.

Nun könnte Spuhler in Stress geraten. Er hat seine Milliarden inzwischen in weiteren wichtigen Unternehmen investiert. Diese sind in der Wirtschaftskrise, die auf die Viruskrise folgt, gefordert.

Braucht Spuhler dafür mehr Geld? Die Frage stellt sich, weil die Börse gehäufte und relativ grosse Verkäufe von Stadler Rail-Aktien durch hohe Manager oder „exekutive Verwaltungsratsmitglieder“ meldet.

Mitte April haben Veräusserungen bei den Stadler-„Insidern“ begonnen. Im Mai sind zwei weitere Verkäufe dazugekommen.

7 Mal Sell (Six)

Im März hatte es noch Käufe gegeben. Ob Peter Spuhler hinter den gehäuften Verkäufen von Aktien „seines“ Eisenbahn-Unternehmens steckt, ist nicht klar.

Er liess eine Anfrage von gestern Abend zunächst unbeantwortet. Heute früh meldete sich eine Sprecherin seiner Stadler Rail.

Die Lockup-Periode sei am 12. April fürs Management abgelaufen. Mit dem Ende der Stillhaltezeit hätten ein paar Manager Aktien verkauft.

Für Peter Spuhler gelte weiter eine Lockup-Zeit. Man sage aber nicht, wer hinter den Verkäufen stehe. Kurz darauf meldete sich die Sprecherin nochmals. Peter Spuhler habe keine Stadler Rail-Aktien verkauft.

Spuhler hat sich bei anderen wichtigen Schweizer Industriefirmen eingekauft.

So wurde er zu einem grossen Investoren bei Autoneum, einer Autozulieferin, sowie Rieter, der traditionsreichen Textilmaschinenfirma in Winterthur.

Beide Unternehmen sind vom weltweiten Lieferstopp und Angebotseinbruch durch die Corona-Krise unter Druck geraten. Schon zuvor litten sie unter hartem Konkurrenzkampf und sich abkühlender Konjunktur.

Automobil am Boden (Swissquote)

Die Aktien der zwei wichtigen Industriebetriebe sinken. Die Autoneum-Aktie verlor innert eines Jahres 42 Prozent, also nahezu eine Halbierung. Der Rieter-Titel steht mit minus 39 Prozent unwesentlich besser da.

Spuhler ist gefordert. Eine weitere Firma, die Kommunal-Fahrzeug-Herstellerin Aebi-Schmidt, bindet Mittel, auch dort ist Spuhler mit viel Vermögen drin. Ziel ist ein Börsengang.

Alle diese Firmen versuchen, mit Kurzarbeit und ihren Reserven über die Runden zu kommen, bis die Weltwirtschaft wieder ins Laufen kommt.

My own little tresor (Swissquote)

Spuhler könnte in eine Situation geraten, in der er frisches Geld in seine Investments einschiessen muss. Bisher hat er sich dieses laut eigenen Aussagen nicht durch Stadler Rail-Aktien beschafft.

Ob das so bleibt? Sicher ist, dass sich im Unterschied zu Autoneum und Rieter die Stadler-Aktie gut hält – nur wenig unter dem Index. Damit hat Unternehmer Spuhler seinen eigenen Geldautomaten.

Kommentare

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  1. Diesen corona Einbruch konnte der beste Stratege nicht voraussehen.

    Diesen tiefschlag auszubessern und die umsatzkurve wieder ins Lot zu bringen zehrt an den Reserven und wird uns hart prüfen.

    Da heisst es einfach Gewehr bei Fuss und kleine Schritte nehmen.

    Und vielleicht kommen Leute die alles was sie nicht verstehen und überfordert sind damit als verschwörungstheorie abtun, noch zünftig auf die Welt.

    • Man muß keine wirtschaftliche Krise voraussehen, infolge der ab Februar überall abbrechenden Kurzfristtrends einfach das Depot noch zu einigermaßen guten Kursen glattstellen.

      Nur erfordert dies eine regelmäßig zu leistende Kontrollarbeit, wozu viele Investoren anscheinend keine Zeit finden oder dies zu leisten nicht bereit sind.

  2. Viele westliche Staaten und vorallem private, wie auch staatliche Transportunternehmen, stehen bald vor dramatischen Sparmaßnahmen und dann ist kein Geld mehr da für neue Züge 😉

  3. Der Markt ruiniert immer die Schwachen, nämlich die Investoren, die keine fundierten Überzeugungen haben.

    Victor Niederhoffer

  4. Sack primitiver Artikel, ganz schwach und billig. Danke, Herr Spuhler, dass sie sich so engagieren. Es braucht mehr von ihrem Kaliber.

  5. Sicher ist, dass Peter Spuhler mit seinen Industriebeteilugungen ein Klumpenrisiko eingegangen ist. Er investiert zwar in Firmen, die er gut einschätzen kann, wird aber in Ausnahmesituationen umso schwerer getroffen.

  6. Schauen Sie sich genau um, wer im Markt die Idioten sind.

    Können Sie keine entdecken, dann stehen die Chancen gut, daß Sie derselbe sind.

  7. Eigentlich ist die Frage, wie Stadler’s Verkäufe resp. Lieferungen „finanziert“ werden, viel interessanter.

  8. spuhler hat sich dem kapital ausgeliefert.
    stadler fällt für die big sharks in deren peddycash bereich.
    er darf natürlich als big boss bleiben,
    swissmade klingt ja immer noch im ohr…

    wie ubs nestle swiss cs etc. alles verscherbelt, alles von aussen dirigiert

  9. Mittlerweile widerlegt Hässig seine abenteuerlichen Suggestiv-Titel im Boulevard Stil schon selber. Wieso also der Artikel? Ein kümmerlicher Lückenfüller, weil das Coronathema hier weit über dem erträglichen Rahmen abgeschöpft wurde? Gehen Hässig die Bankthemen aus? Es könnte der Anfang vom Ende sein – Kurzarbeit und Entlassungen sind möglich bei IP!

  10. Mit der Aufhebung des Mindestkurses des SFr. zum Euro 2015 hat unsere Industrie eine massive Aufwertung gegenüber ihrem Hauptkonkurrenten Deutschland auf dem Weltmarkt erlebt und dies gilt vor allem in der Maschinen- und Metallindustrie. Unsere SNB hat sich für eine Politik des Durchwursteln zwischen Werkplatz Schweiz und seinem Finanzplatz entschieden. Es wäre wohl besser gewesen, mit der Finanzierung von AHV und Infrastruktur-Projekten in der Schweiz, die Gier für eine Aufwertung der Investoren in SFr. zu zügeln und deren Misstrauen zu wecken, dann hätten sie nicht derart unseren Franken gejagt.
    Immerhin Herr Spuhler investiert in die Schweizer Industrie. Man wird in einem Jahr sehen, wer der bessere Investor war, unsere SNB in US-Staatsanleihen und dem US-Aktienmarkt mit seinem vielen Schrott oder die Investoren in Schweizer Aktien und da in die gebeutelte Maschinen- und Metallindustrie.

  11. Aktien halten und durchhalten. im 2. HJ werden die Märkte kräftig anziehen und wer sich jetzt schon in Stellung gebracht hat, wir zu den Gewinnern gehören.

    Daytrader verdienen immer etwas Geld aber im Kleinen. Geduldige, siehe damals Amazon, werden reich.

  12. Wie man hört, geht man in Washington DC und in New York davon aus, dass der Roche Verwaltungsrat-Prädident Christoph Franz und der Politiker Friedrich Merz, die sich beide für Stadler Raul engagiert haben sollen und als Dank von Patron Spuhler grosse Aktienpakete bekamen, die nun verkaufen müssen, um genügend Kohle zu haben die besten und teuersten US-Anwälte anheuern zu können, wenn Aussagen wegen der Marbella-Sache von US-Behörden verlangt werden und wie beiden Spitzen-Verwaltungsräte in die Sache gerutscht sind.
    Gunther Kropp, Basel

  13. Was dahinter steckt wird sich noch zeigen, möglicherweise mehr als nur die Haushaltkasse.
    Kapital in Realwert,(Real-Technisch.) oder Papier, kann man durchaus einige Zeit stehen lassen, auch die Bedienung ,den Zins.
    Die grossen Zahlen werden auf der ebene Umsatz
    und laufende Kosten geschrieben.
    Wenn der Umsatz auf Null geht und die Kosten
    bleiben,egal wer die bezahlt, dann wird das schnell
    kritisch.
    Bei den Lockdown-Helden wirkt das aktuelle
    Corona-Virus offenbar gewaltig im Hirn,
    auch wenn die nicht real infiziert sind.LG.

  14. Spuhler hat sicher ein paar hundert Millionen verloren. Aber es bleibt ihm noch immer genug um zu leben. Auch werden die Aktien wieder einmal steigen.

  15. Ich habe die Aktien nie gekauft, die Art, wie Spuhler zu den Aufträgen kommt, ist mir nicht geheuer und das einzige WC pro Stadler Komposition ist meistens ausser Betrieb.

  16. Chapeau, ich hätte nicht mal Ansatzweise überlegt eine Stellungnahme für diese „lächerlichen“ Beträge zu verfassen.

  17. Herr Haessig
    Was soll dieser Artikel?
    Natuerlich hat Herr Spuhler Stress mit seinen Industriebeteiligungen
    Es braucht keinen Albert Einstein um dies zu wissen; ein Blick auf die Wirtschaft genuegt
    Sie muessen dafuer nicht Finanzjournalist sein
    Was auch schon und zu recht hier kommentiert wurde ist dass Steuern um diese Zeit bezahlt werden und Mitarbeiter Boni in Aktienform fuer das Management ueblich sind
    Daneben haben Sie in Ihrer Hast heute vergessen zu erwaehnen dass die ehemalige Rechtschefin der Raiffeisen jetzt bei Herr Spuhler arbeitet
    Got the message?

    • @Thomas Hohl: Der Name ist Programm bei dir.
      Zeit, dass ins Wochenende gehst.

    • Was, Frau Vincenz arbeitet jetzt für Spuhler? Das ist ein Skandal! Ich verkaufe meine Stadler Aktien gleich.

    • Genau meine Meinung ….. bis auf „Herrn Hässig als Finanzjournalist zu bezeichnen“ finde ich jetzt exterm Übertrieben!!!

    • @peter zu finanzjournalist

      sein greiser talkfreund weber ist ja auch finanzprofessor….

      damit schliesst sich der kreis der qualitäts frage))

  18. Seine Frau Leuthard kann ihm wohl kaum helfen, denn sie steckt bis zum Hals im Postautoskandal fest, auch verständlich, die CVP behält sich bedeckt und nennt sich nicht umsonst „Der Wolf im Schafpelz“