PwC stoppt Beförderungen und Lohnerhöhungn

Aufstieg zu Partner, Direktor und Senior verschiebt sich um Monate. Zeche für Krise zahlen kleine Berater.

Die PwC ist die Nummer eins der hiesigen Beratungs-, Steuer- und Revisionsbranche. Mit Distanz: Sie führt die Rangliste unangefochten an, dahinter duellieren sich EY und KPMG.

Nun geht die PwC auch voraus beim Sparen. Sie nutzt nicht nur sämtliche Töpfe vom Staat, sprich Kurzarbeit, und sie verpflichtet die Leute nicht nur zu Ferienbezug, Überzeitabbau und unbezahltem Urlaub.

Sondern sie stoppt jetzt zusätzlich auch alle Beförderungen und Lohnerhöhungen. Das hat die Führung der PwC Schweiz soeben intern bekannt gemacht.

„As a result of the COVID-19 crisis, we’ll defer the date on which all promotions (i.e. new job grade/compensation) come into effect by three months. This Means:

Partners/directors: will be promoted effective 1 October 2020

Staff: will be promoted effective 1 January 2021

In line with our decision to defer the start date of all promotions, the same will apply for salary adaptations.“

Die Wahl neuer Partner und Direktoren verschiebt sich somit von Sommer in Herbst, jene von Mitarbeitern, die neu eine Kaderposition erhalten sollen, gar auf Anfang 2021.

Entsprechend gibts frühestens ab dann mehr Lohn.

„Es ist korrekt, dass PwC Schweiz das Beförderungsdatum um drei Monate verschiebt und auch für einzelne Bereiche Kurzarbeit beantragt hat“, bestätigt ein Sprecher der führenden Beraterin per Email-Antwort.

„Kurzarbeit ist in der aktuellen COVID-19-Situation für viele Unternehmen – wie auch für PwC Schweiz – ein wirksames Instrument, um Arbeitsplätze zu erhalten.“

Alles fürs Oberstübli (IP)

Es seien aber nur wenige von Kurzarbeit betroffen, die Zahl der Bezüger liege unter 10 Prozent. Zudem würden die Partner die Saläre aufstocken.

„Die Geschäftsleitung von PwC hat beschlossen, weiterhin 100% der Gehälter der betroffenen Kurzarbeit-Mitarbeitenden zu zahlen (anstatt 80% gemäss der gesetzlichen Bestimmungen)“, hält der Sprecher fest.

Die Partner, so der Sprecher, würden nicht zulasten des Personals Kosten einsparen – im Gegenteil.

„In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass sich unsere Partner bei PwC als Unternehmer verstehen – sowohl in guten als auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten.“

„Das bedeutet, dass die Partner aus Solidaritätsgründen den Verlust der weiteren 20% Gehaltskosten tragen werden.“

„Mögliche negative Auswirkungen von COVID-19 werden bei PwC also zu allererst von unseren Partnern getragen.“

Das sehen PwC-intern nicht alle so. „In guten Zeiten massenhaft junge Talente einstellen, diese Tag und Nacht durcharbeiten lassen, und wenn es darauf ankommt, die Mannschaft auf die Strasse stellen“, meint eine Auskunftsperson.

Der Umsatz der PwC Schweiz würde nicht sinken, gleichzeitig sparten die Partner, weil Mitarbeiter Kurzarbeit vom Staat erhielten und ihre Feriensaldi abbauen müssten.

„Hier kommt die problematische Konstellation einer Partnership zum Zuge, welche bei viel Einnahmen und wenig Kosten den grossen Batzen für sich behalten darf und so nicht nur schadlos, sondern mit noch besser gefüllten Taschen aus der Krise kommen wird.“

Alles für die Partner, nichts für die – oft jungen – Berater an der Basis. So der Befund von Kritikern.

Kommentare

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  1. „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“ es sei denn die vielen Top Shots der PwC, EY und KPMG (von denen jeder glaubt ohne ihn würde sich die Welt nicht mehr drehen) leben von der Hand in den Mund und saugen so halt ihre Unternehmen komplett aus ohne nur ansatzweise etwas Reserve zu haben… Leider ist das so – obschon sie ihren Kunden genau das Gegenteil predigen! Das sieht man wie sehr auch gilt „WASSER PREDIGEN UND WEIN TRINKEN“ – völlig unnütz, überteuert und schlichtweg peinlich was die von sich geben. Ein Beispiel soll hier aufgezeigt werden:

    https://www.alpiq.com/fileadmin/user_upload/documents/publications/publications/alpiq_fairness_opinion_pwc_2019_de.pdf?utm_source=media-release&utm_medium=internet&utm_campaign=july-2019&utm_content=link_fairness-opinion-pwc

    Die Fairness Opinion von PwC bei der Übernahme von Alpiq keine 12 Monate alt! Man beacht das Wort „Fair–ness“ angefangen von zeitlich verschiedenen Zahlenbasen bis hin zur Berechnung der Kapitalkosten. Ganz im Interesse der Käufer und natürlich frei von Interessenkonflikten (der Preis liess das Wohlwollen der „Experten“ entsprechend in die gewünschte Richtung gehen). Dieses Mandat sowie alle anderen zeigen eindeutig in die gleiche Richtung: Bei Otto‘s geht‘s besser und günstiger ohne beim ersten Windstoss gleich zu wimmern und Angst um den Bonus zu haben (es sei denn die Partner erkennen, dass sie nur Schönwetterkapitäne sind – ein klares Signal gegenüber ihren ehemaligen und potentiellen Kunden sich nicht auf deren Rat zu verlassen)

  2. Da weint das Krokodil aber, es hat sich verschnappt. Jetzt muss es weiter einsam in seinem Sumpf vor sich hin dümpeln und die Gazelle springen lassen.

    Mir kommen die Tränen, bei PWC müssen Leute einbussen erleiden? Wurde das vom St. Galler Institut für Arbeit schon untersucht? Wo kommen wir denn da hin, wenn die Heuschrecken nicht auf das nächste Feld ziehen können? Also so geht das nicht, bitte hier melden, wenn ihr eure Arbeitsstelle prozessoptimiert zwecks finanzierung der kapitalistischen Beratung freiwillig zur Verfügung stellen könnt.

    Das erspart der PWC Arbeit und hilft den armen Krokodilen.

  3. Ich frage mich, wer dies an IP „getwittered“ hat. Wahrscheinlich jemand, der gerade die Info erhalten hat, er werde nicht promoted (da schlechte Performance)? Jemand, der Eier hat, würde dazu stehen, dass er seinen AG auf eine unloyale Art und Weise darstellen lässt. Aber wahrscheinlich hat die Person eben den Mut nicht – und so oder so: Wenn es dir bei PwC nicht gefällt, geh doch zu E&Y!

  4. wenn interessierts was für deppen hier befördert oder gekickassed werden

    diese angelsächischen kontrollgremien gehören allesamt aus europa entfernt,
    erst dann kann der seit jahren anstehende erneuerungsprozess eingeleitet werden. es erweckt den anschein hr. hässig hat kein problem mit diesen
    anglo trojanern die uns kontrollieren und je nach stand der
    kapitaltangenten erbarmunglos ins messer laufen lassen….
    aber egal, fam. hässig muss ja auch von irgendwas leben)))

  5. KPMG – Die schmeissen gerade den Bettel in der Allianz hin. Stichwort IFRS. Den amateurhaften Mist den die Allianz jahrelang veranstaltet hat (der Anrichter hat sich schon mal in eine andere Abteilung verabschiedet). Die KPMG schmeisst hin. Und Mr. Teflon, der CFO der Allianz-Suisse, poltert nur so rum und hat wie immer keine Ahnung, was er als Verantwortlicher machen soll. Hauptsache es gibt keine Mails von ihm. Hat er in München gelernt.

    • Die KPMG schmeisst hin? Keine der Big4 würde ein Mandat, welches viel Geld generiert hinschmeissen. Egal was für ein Mist der Kunde veranstaltet. Die Wahrheit ist: Die KPMG wird rausgeschmiessen, da sie ihre Arbeit schlecht gemacht hat. So einfach ist das.

    • Wir beide wissen um was es nur immer geht in der Allianz. Um den Bonus und die Abzogge seines Vorgesetzten. Und das zieht sich durch von ganz unten bis ganz oben. Man ist nur immer Mitwisser, Mitläufer und Steigbügelhalter. Einmal abgesehen davon, dass das sehr gefährlich sein kann, das Wohl des Kunden existiert nur immer in der Power-Point Präsentation und der PR. Die Macht, die Power und die Ziele der Allianz, da gibt es einen entscheidenden Unterschied zu den angelsächsischen Firmen/Denkweise. Die Allianz ist meiner Meinung nach eine äusserst gefährliche Firma.

    • Ich glaube ich kenne den @Insider. Der genau weiss das es leider nicht so einfach ist. Ich weiss leider nur zu genau wie stark die Gehirnwäsche in der Allianz ist. Der Mutterkonzern hat einem immer im Auge. Orwell lässt grüssen. Diese Plattform ist ideal für „tabula rasa“. Ist eine Einladung auch an andere Allianz Mitarbeitende.

  6. Es ist schon spannend wie rasch nach nicht einmal zwei Monaten lockdown hier die Schrauben angezogen werden. Ich war jahrelang in der Beratung und habe mich zum Glück rechtzeitig anders orientiert. Das ganze Gelaber von Innovation, digital etc. von Leuten die meist noch keine Zeile Code geschrieben haben. Dazu Ultra Kurzfristiges Denken. Wenn man dort von Investition spricht muss nach 6 Monaten Umsatz da sein und dazu sich kanibalisierende Teams. Die Schweiz ist auch einfach zu klein um sich vier Big4, BCG, McK, OW und zahlreiche Boutiquen zu halten. Der Topf war immer klein nur konnte man in besseren Zeiten mit einem fast zufällig auftretendem Grossprojekt den Sprung schaffen. Die a Kunden sind halt such nicht mehr so dumm wie vor 10 bis 15 Jahren und geben für ein paar slides und body Leasing große fees aus. Zeit für eine Redimensionierung in der Branche.

  7. 2008 bei der grossen Bankenpleite. Wo waren die Mängel und dubiosen Prüfberichte mit den Warnungen im Vorfeld damals? Waren doch alle durchgewunken. Wer prüft eigenlich diese Firmen in Zukunft?

  8. Während bei McKinsey diskutiert wird wo man pro-bono Projekte anbieten kann, wird bei PwC diskutiert wo man überall sparen kann, damit der Laden mit der dünnen Kapitalbasis nicht sofort implodiert.

  9. Als PwC Mitarbeiter kann ich nur sagen: Auf den Punkt gebracht. Die Revenues brechen nicht ein (das zeigen die Zahlen vom März und April), aber die Mitarbeiter werden gezwungen Ferien und Überzeit der Firma zu schenken, der Bonus für die untersten Grade wird auf null gestrichen (PwC bezahlt im Advisory sowieso schon unterdurchschnittlich schlecht im vergleich zu den anderen Big 4). Alle Risiken werden sofort auf die Mitarbeiter übertragen. Reserven sind keine vorhanden, die Zitrone wurde über die Jahre ausgepresst…

    Einzig Kurzarbeit finde ich ok, da der Funds von den einzahlenden Firmen getragen wird.

  10. Sehe nicht ein, was daran falsch sein soll. Finde sogar, PWC macht es ausgezeichnet. Und an die jungen „High-Flyers“, die müssen sich hal ein wenig in Geduld üben. Müssen nun 7 Monate länger warten. Da geht keine Welt unter – Luxusprobleme!

    • Das Problem ist, dass die high-flyers ganz schnell keinen Bock mehr auf den Laden haben und relativ schnell den Exit machen. Das Problem bei PwC ist, dass nicht die schlechten den Laden verlassen, sondern die guten. Wer was drauf hat, macht sich schnell aus dem Staub.

  11. Schon wieder ein einseitiger Kommentar vom Herr Hässig. Wird nur das negative , wie immer hervorgehoben.
    Es wird niemand entlassen, Saläre voll bezahlt, das zählt scheinbar nicht. Das auch diese Branche leiden wird, wenn alle ihre Kunden leiden ist klar, und daher müssen sie vorsorgen. Klar für jedermann, sollte man meinen..

    • Zur Info: Es wurden Leute entlassen. Langjährige Mitarbeiter wurden bereits in der zweiten Woche nach dem Lock-down entlassen.

  12. Ob solche Kritiker diesen Laden zu dieser Grösse und damit zu solchen Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten und interessanten externen Karriereaussichten gebracht hätten von denen sie profitieren? Ich weiss nicht.

  13. Der Artikel kommt schon etwas plakativ und einseitig daher, inhaltlich auch bisweilen falsch: …Gleichzeitig sparen die Partner, weil…Mitarbeiter ihre Feriensaldi abbauen müssen…
    Fakt ist dass jedes Unternehmen welches IFRS anwendet, am Jahresende richtigerweise die von den Mitarbeitern noch nicht bezogenen Ferienguthaben als Verbindlichkeit passivieren müssen. Von etwas einsparen kann also keine Rede sein.

    Gerade in diesem Jahr ist die Situation für alle Unternehmen noch etwas heikler weil die Mitarbeiter verständlicherweise das Ferienguthaben erst dann abbauen wollen wenn sie wieder reisen können und die Grenzen wieder offen sind. Andererseits beginnt bereits im September wieder die Busy Season für die Prüfgesellschaften. Ergo wird jede vernünftige Prüfgesellschaft gut ausbalancieren müssen wie dies nun für Mitarbeiter und Unternehmung noch unter einen Hut gebracht werden kann.

    Im weiteren war es auch schon früher so, dass es allen neuen Mitarbeitern klar sein sollte dass sie bei EY, PWC, KPMG, Deloitte etc. in einem Partnership arbeiten, das heisst, viel arbeiten für bisweilen wenig Lohn, insbesondere bis die höheren Fachprüfungen (dipl. Wirtschaftsprüfer, Steuerexperte etc.) bestanden sind. Im Gegenzug wird aber auch einiges punkto Weiterbildung intern und on-the-job geboten.

    Ein letztes noch: Ja, die Prüfgesellschaften machen Campus-Recruiting, stellen die Mitarbeiter zuerst zu tiefen Löhnen an, viele darunter erkennen bald dass sie in der Position und in der Unternehmung nicht glücklich werden und springen wieder ab – das ist kein Unglück, es ist aber ein Fakt dass dadurch auch die Fluktuation erheblich ist.

    Im weiteren: Die heutigen Partner starteten auch mal als billige Assistenten…

    Ich habe beim Lesen schon das Gefühl bekommen, dass der Autor keinen Tag innerhalb einer Prüfgesellschaft verbracht hat…

    • Was soll eine Ferienrückstellung mit IFRS zu tun haben? Wohl ein bisschen viel Zeit in einer Big-4 verbracht…

  14. Wie auch anderswo bedarf es in der Beraterbranche mehr preiswertem Fußvolk als Häuptlingen so daß der überstundenträchtige Wettkampf der jungen Talente um einzelne Führungspositionen ein Teil des typischen Karrierewegs ist, auf dem es überwiegend nur Verlierer (m/w/d) gibt.

  15. Die Einstiegsgehälter und späteren Gehälter sinken bereits seit Jahren. Wer vor 8 Jahren im Audit eingestiegen ist, konnte sich gut und gerne 84-90k Grundsalär als Assistent sichern. Heute ist man bereits bei 72k angelangt. Selbst die Seniors erreichen soweit ich es höre nicht mehr diese 90k.

    Als Manager macht man auch keine 130k+ mehr und darf froh sein wenns für die 120k+ reicht.

    Es ist eine reine Ausbeutung ist von Jungen Menschen. Ich denke es jedes mal aufs Neue wenn PwC uns revidiert. 60h Wochen für lau… Als Zückerli gibts etwas für den CV. Aber Work/Lifebalance und Auditqualität mit „Value add“ gibts schon lange nicht mehr.

    • Geht mal in der Realwirtschaft schauen, was ein Berufseinsteiger mit einem frisch gepressten Bachelor wert ist. Wurde mal Zeit, dass die Realität einkehrt. Und wenn ich schaue, was die „Manager“ dann effektiv managen können, sind auch 120K häufig zu viel. Jeder Polier auf dem Bau verantwortet ein Mehrfaches, und verdient deutlich weniger.

    • Wieviel haben Sie denn vor 7 Jahren für Ihr Audit bezahlt und wieviel bezahlen Sie heute? Das ist die Grätchenfrage.

  16. Lukas da Du nicht nur von der Finanzbranche, sondern offensichtlich auch vom Unternehmertum keine Ahnung hast, ein paar Inputs:

    – die Anordnung vom Bezug der Ferien stellt weder eine Kostensparmassnahme, noch eine panikartige Reaktion eines Unternehmers dar. Vorausschauend auf die Planung bis Ende Jahr ist es mehr als vernünftig, dass die Ferien dee Belegschaft verteilt genommen werden.

    – die Leute für Kurzarbeit anzumelden ist bei Weitem besser, als diese zu entlassen. Insbesondere wenn wie in den meisten Fällen die restlichen 20% des Lohnes von der Firma bezahlt werden (und nein auch das ist kein Verbrechen, sondern zeigt, dass sich das Unternehmen um die Mitarbeiter kümmert.

    – dass die Beförderungen verschoben werden, entspricht doch Deiner und Deinesgleichen Einstellung: gespart wird nicht beim armen Fussvolk, sondern bei den unfähigen Managern, die ja so oder so nur durch Arschkriechen die Beförderung erlangen (man stelle sich vor, dass gut Leistung belohnt wird).

    • Klar Kurzarbeit. Das ist bei Firmen, wie PWC, schon per se Betrug. Die Big4 haben faktisch ein Monopol. Sie können mit den Grossaufträgen bestens leben. Wenn sie jetzt Probleme bekommen ist der einzige Grund eine Fehlstrategie der letzten Jahre. Genau gleich wie bei der Dotcom Blase. Schuster, bleib bei deinen Leisten.

    • Eine super Antwort, die Herrn Hässig schön in die Ecke stellt. Leider nützt es nicht, denn Herr Hässig hört leider nicht auf seine Kritiker. Sie sind ihm egal. Er bringt weiter seine Artikel, die alles attackieren, was sie nur können, egal auf welcher Seite. Hauptsache Artikel schreiben 🙂
      PS – Kommentare wie meine publiziert Herr Hässig gar nicht. Finde ich nicht richtig, aber man muss leider damit leben. Journalismus nennt man das dann! Dass ich nicht lache….

    • For your info: es wurden parallel auch Mitarbeiter entlassen. Die Entlassungen wurden Ende März ausgesprochen, bevor noch Kurzarbeit zur Sprache kam.

  17. Ich finde diesen Schritt richtig und längst überfällig (auch ohne Corona). Kostenreduktionen von 30% sind bei solchen Unternehmen (und Banken und Versicherungen…) problemlos möglich. Dann wäre das Salärniveau in etwa wieder angemessen und das Cost-Income-Ratio auch. Homeoffice hat auch viele völlig überflüssige Jobs entlarvt: Angestellte, die es nun wirklich nicht braucht (sind oft höhere Chargen).

    • Solche Aussagen sind einfach nur undifferenziert und von Neid geleitet. Ich kann Ihnen versichern, dass ein Berater oder Wirtschaftsprüfer einer Big-4 zwar in der Tat gut verdient, dafür jedoch ein Pensum von 140-150% leistet und in der Industrie deutlich den „Besseren“ machen würde. Aber anonym lässt es sich ja immer gut poltern in Kommentarspalten.

    • @Michael Wertner: Jöö, da ist jemand arg angesprochen… übrigens: Michael Wertner, ich finde Sie nirgends im grossen www!

    • Ja natürlich. Sie bieten eine gute „on-the-job“ Ausbildung und bezahlen zudem für die externe Ausbildung.
      Vermutlich wären sie, Herr Hobin Rood, einfach nicht qualifiziert, um für eine Big4 zu arbeiten. Einfach nur Neid. Ihr Kommentar ist sehr peinlich, wenn man es genau nimmt.
      Und falls sie sich wundern, ich arbeitete sechs intensive und SEHR lehrreiche Jahre bei einer Big4. Klar gibt es Plus und Minus. Aber die Plus überwiegen die Minus SEHR klar.
      Danke für Ihren nicht sehr intelligenten Kommentar, Herr Rood.

  18. Ob solche Kritiker diesen Laden zu dieser Grösse und damit zu solchen Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten und interessanten externe Karriereaussichten gebracht hätten von denen sie profitieren? Ich weiss nicht.

    • Sorry, aber die externen Karrieremöglichkeiten sind eher limitiert, PwC gilt als eine durchschnittliche Adresse im Markt. Die Löhne stagnieren seit 10 Jahren und werden von der Inflation weggefressen, andere Big 4 haben da schon lange reagiert. Ich würde jedem Absolventen empfehlen bei Deloitte anzufangen, da ist auch nicht alles perfekt, aber sind qualitativ besser in der Beratung und die Löhne sind substantiell höher.

    • sorry, stimmt nicht. Löhne stagnieren nicht. War selbst 6 Jahre dort. Bitte, Herr Hässig, lassen sie die Kommentare von Leuten wie Thomas Berner überprüfen, vor der Publikation. Es ist armselig, dass ihr Blog solche nicht verifizierte und ganz einfach dumme Kommentare publiziert.
      Danke Herr Hässig.

  19. Sehr geehrter Herr Hässig

    Als PwC Kunde freut es mich, wenn über die PwC geschrieben wird, jedoch kann ich diese Berichterstattung nur bedingt nachvollziehen, denn sie mutet durchaus einseitig an. Dass auch ein Unternehmen wie PwC, insbesondere die Beratungsabteilung, von Kurzarbeit betroffen sein kann erscheint mir doch durchaus nachvollziehbar. Schliesslich sind Beratungskosten es einfach und kurzfristig einsparbar. Auch sind Flugreisen zur Zeit nur eingeschränkt möglich und so dürften diverse Projekte Still stehen. Das auch ein erfolgreiches Unternehmen wie PwC dann Kurzarbeit beantragt ist durchaus Rechtens, denn Kurzarbeit hat, ebenso wie Geld der Arbeitslosenversicherung für Arbeitnehmer, nichts mit dem wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg des Empfängers zu tun. Zudem spürt der betroffene Mitarbeiter davon nichts, weil die Partner die 20% Lohneinbussen vergüten. Von Entlassungen habe ich auch noch nicht gehört.

    Mir zeigt sich also vielmehr das Bild einer durchaus vernünftig agierenden Organisation, welcher die Hauptlast der Krise bei den Aktionären (Partner) und nur in kleinen Dosen bei den Mitarbeiter platziert. Übrigens wie bei uns auch: wir zahlen unseren Mitarbeitern trotz Kurzarbeit den vollen Lohn, jedoch werden unsere Aktionäre 2 Jahre keine Dividende erhalten.

    • eine krähe hakt der anderen kein auge aus…..
      oder dreck bleibt dreck @ wc kunde

    • Kurzarbeit anmelden und die Leute dann in der Busy Season Überstunden schuften lassen ist aber nicht der Sinn und Zweck der Sache sondern stellt einen Missbrauch des Instruments „Kurzarbeit“ dar.
      Die Partner tragen da gar nichts, denn sie bezahlen einfach statt 100% der Lohnsumme der Betroffenen nur 20% (die anderen 80% kommen aus dem Topf der ALV).
      PWC ist ein typisches Unternehmen mit einem Rückgrad aus gekochten Nudeln. In guten Zeiten möchte man so wenig Staat wie nur möglich (Arbeitszeiterfassung gilt bei B4 ja schon als erster Schritt zur Zwangskollektivierung) in schlechten Zeiten nutzt man den Staat aber gerne (und würde sich auch Lenin an die Wand hängen würde es denn helfen).

      Da sich das Advisory von PwC gerne auf eine Stufe mit McK, BCG und Co stellt (und das ja auch gerne intern und ggü Kunden lautstark herumposaunt) sollten die Verantwortlichen mal gründlich über die Bücher, falls man mit dem Bereich nun Mühe hat. Denn Berater haben „dank“ der transformativen Wirkung von Covid 19 auf ganze Wirtschaftszweige Hochkonjunktur (selbst wenn es „nur“ stumpfes Cost Cutting ist).

  20. Sowieso eine überflüssige Branche, die nur durch die immer dicker werdende Gesetzbücher alimentiert werden. Kein gesunder Menschenverstand mehr, dafür mehr Staat, Rechtsanwälte und Institute, die von diesem Schwachsinn profitieren.

  21. Ich empfehle jedem, der darüber motzt, einen Blick ins Ausland. In den USA haben ALLE der Top-50 Treuhand- und Steuerberatungs-Firmen Entlasungen, unbezahlten Urlaub und deutliche Kürzungen der Fixlöhne vorgenommen. Von Bonus, Beförderungen oder ähnlichen Vorgängen spricht man da gar nicht mehr.
    Die Lage ist beschissen und das wegen einem ziemlich harmlosen Virus und einer Massenhisterie. Aber niemand wehrt sich.
    https://goingconcern.com/tracker-job-cuts-pay-cuts-both-covid-19/

  22. Das ist nun aber wirklich „Jammern auf sehr hohem Niveau“. Während andere Berufsgruppen in die Massenarbeitslosikgeit segeln (z.B. Reisebranche, Airlines, Veranstalter) sehen hier „Insider“ ein Problem wenn die Beförderungen um 3 Monate aufgeschoben werden….nicht aufgehoben.
    Come on IP, that must be a joke.

  23. PwC ist vielleicht ein interessanter AGer, aber sicher nicht was life-private balance entspricht. Arbeiten ohne Ende, ohne jegliche Aussicht auf grosse Aufstiege, sehr viel Misstrauen untereinander, Neid & Missgunst etc. Würde ich nicht empfehlen.

    • Ich denke, dass alle freiwillig dort arbeiten. Ihre Bedenken kann ich aus eigener Big 4 nicht teilen.

    • Das zwischenmenschliche in der Branche zu bewältigen ist vielfach schwieriger als die eigentliche Arbeit zu leisten.

    • Nee – kein Misstrauen, keine Missgunst. Alles gute Leute. Ich war 6 Jahre dort. Kann nur Positives berichten. Bitte, Herr Hässig, sperren Sie Denunzianten von ihren Kommentaren. Merci.

  24. PWC ist ein Laden, den es gar nicht braucht!

    Bin weder Sozi noch Kommunist! Aber PWC besteht, wie übrigens alles anderen in dieser Branche, aus nichtsnutzigen, selbstpervertierten und sich des Eigenlobs überschäumende Narzisten, die uns weiss machen wollen, wie nützlich sie eigentlich sind!