Migros und Benko: Deal gemacht, Rabatt riesig

Migros gewährt Käufer der Globus-Warenhäuser per Entscheid der obersten Verwaltung von letzter Woche über 200 Mio. Nachlass.

Die Würfel sind gefallen. René Benko, Wunderkind aus Österreich, in Deutschland mit seiner Warenhausgruppe unter spezieller Insolvenzaufsicht, erhält vom Orangen Riesen viel Rabatt für den Globus-Kauf.

Genau: Über 200 Millionen Franken. Das hat die höchste Migros-Verwaltung unter VR-Präsidentin Ursula Nold letzten Donnerstag beschlossen.

So gewährt die Migros Benko und seinem Partner aus Thailand ein Darlehen, das mit rund 2 bis 3 Prozent verzinst wird.

Insgesamt ist das Engegenkommen hoch. Der Dealpreis war eine Milliarde Franken. Wenn nun mehr als 200 Millionen davon nicht fliessen, entspricht das über einem Fünftel der im Februar abgemachten Kaufsumme.

Benko und seine Berater und Partner sassen am längeren Hebel. Sie konnten darauf zählen, dass die Migros-Fürsten die Globus-Warenhauskette unter keinen Umständen behalten wollten.

Darlehen für Benko: Nold (SRF)

Zu unangenehm war ihnen die Vorstellung, beim Globus mit seinen vielen Niederlassungen „aufzuräumen“.

Gemeint ist eine Sanierung, sprich Abbau von Stellen und Verkauf von vielen kleinen und mittleren Standorten.

Dabei geht es um die ehemaligen Ableger von Schild, einer Modekette im mittleren Preissegment, sowie Herren Globus und Navyboot.

Letzte Woche gabs dazu Globus-intern die Mitteilung, dass „wegen“ der Viruskrise für diese rund 30 „Globus Fachgeschäfte“-Standorte ein neuer Besitzer gesucht würde.

Interesse zeigt Thomas Herbert, der bisherige Chef der Globus-Gruppe, der auch unter der neuen Besitzerschaft rund um Benko und die Thailand-Gruppe im VR des Warenhauskonzerns sitzen soll.

Herbert war mit einer eigenen Offerte für die ganze Globus-Gruppe gegen Benko unterlegen. Er hatte rund 800 Millionen geboten.

Nun will Herbert die Globus-Fachgeschäfte kaufen. Diese hatte er zum Teil ursprünglich zur Globus-Gruppe gebracht.

Herbert war Leiter und Mitbesitzer der Schild-Modegruppe. Mit dem Verkauf an Globus Ende 2013 wurde Herbert zum Aktionär von Globus. Er hält wenige Prozente.

Der Preis für die Globus Fachgeschäfte dürfte null sein. Der neue Globus-Herrscher Benko will nur die 8 grossen Globus-Warenhäuser behalten. Die kleinen Fachgeschäfte sollen rasch selber schauen.

Herbert oder ein anderer Käufer müsste Geld investieren, um eine Marke aufzubauen und die Läden auf Vordermann zu bringen.

Kommentare

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  1. Auch unter der Führung einer Frau als Präsidentin wird die Migros nicht geschickter in ihren Entscheidungen, das negative Momentum beschleunigt sich gar massiv. Wo bleibt hier der Aufschrei der Feministinnen?

    • Es ist eine konsequente Zusammenführung der Verwaltungen der zehn regionalen Genossenschaften in eine zentrale Migros Verwaltung. Das bringt Einsparungen. In den Konernzentralen sind Stellen abzubauen. Die Migros verdankt es nur mit dem branchenfremden Bankgeschäft, Das trägt zur Hälfte dem Gewinn bei. Die Vetterliwirtschaft in Fribourg, wo ein Präsident ihm nahestehende Firmen Aufträge zuschanzte sind bedenklich gewesen. Die Genossenschaften kontrollieren sich zum Teil selber.

  2. Ist doch toll – für einen Millionär,
    zahlen wir doch gerne die überrissenen Migros- Preise (soll ja angeblich wegen der gut bezahlten Angestellten sein)
    Pustekuchen!

  3. @ Peter P. Odermatt 19. Mai 2020 / 14:33
    ..“das Management bei der MMM hat das Ruder verloren..“
    >>>—>Total falsch und viel, sehr viel zu kurz geschaut/gedacht:

    Fabrice Zumbrunnen, gegenwärtiger Oberchef, ist heute und jetzt dazu verdammt die grossen Fehler der früheren Chefs (Bolliger und Vorgänger) zu korrigieren. Nur, was damals vor 20, 30 Jahren richtig ist es heute nicht mehr. Im Nachhinein sind immer alle klüger, besonders die Leserbriefschreiber welche einfach nur anprangern und meckern..

  4. Das Angebot war bekannt und die Benko-Gruppe war nach wie vor die beste Wahl für Migros. Traumpartner Maus wollte das nicht. Also ist ein machbarer Deal in diesen Zeiten besser, als kein Deal.

    Wenn man liest, in welche schwere Zeiten die Kaufhäuser in Deutschland jetzt gehen, war es richtig, jetzt zu verkaufen. Das gibt – hoffentlich – dem Personal Sicherheit und Zukunft. Und das ist wichtiger als einige Millionen mehr.

    Die Käufer haben erstklassige Warenhäuser in Europa und Thailand. Sie haben bewiesen, dass sie es können.

  5. Im Jahr 2019 erzielte Swissport einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit 66.000 Mitarbeiter, davon 5000 in der Schweiz. Im April warnte der Chef von Swissport vor einem Liquiditätsengpass mit gravierenden Folgen.

    Das Problem des in der Schweiz ansässigen Unternehmens: Im Jahr 2015 übernahm der chinesische Tourismuskonzern HNA Group das Unternehmen für 2,7 Milliarden Franken und sattelte einen Teil des Kaufpreises über eine Kreditfinanzierung der neuen Tochtergesellschaft ab. Swissport schleppt 1,6 Milliarden Euro Fremdkapital mit sich und hat einen hohen Goodwill aktiviert, der sich im Falle einer Insolvenz in Luft auflösen würde.

    Der verschachtelte Konzern HNA ist selbst mit 72 Milliarden Dollar verschuldet und steht in China unter staatlicher Aufsicht.

  6. „Systemrelevant“ – das Label öffnet den Unternehmen die Tür zu staatlichen Beihilfen: So darf beispielsweise die Fluggesellschaft Swiss zusammen mit Edelweiss einen Kredit von 1,5 Milliarden Franken aufnehmen, der vom Steuerzahler garantiert wird.

    Und dies, obwohl eine vom Bundesrat eingesetzte Expertenkommission 2010 zum Schluss kam, dass die Swiss nicht systemrelevant ist. Zu einem anderen Schluss kamen die verantwortlichen Politiker im Corona-Jahr 2020.

  7. Staatliche Beihilfe für SR Technics: Schweizer Millionen für hochverschuldetes chinesisches Unternehmen? SR Technics kann sich auf eine baldige Bundeshilfe freuen. Sie tut aber nichts, was für Zürich notwendig wäre.

    Mit SR Technics könnte ein Unternehmen, das für Swiss und das Funktionieren des Drehkreuzes am Flughafen Kloten irrelevant ist, Bundeshilfe erhalten. Das Unternehmen, das sich im Besitz der hoch verschuldeten chinesischen HNA-Gruppe befindet, wurde in den 1990er Jahren von der Swissair gegründet und führte bis vor zehn Jahren Wartungsarbeiten an den Flugzeugen der Swiss durch.

    Der Bundesrat schätzt, dass für die Unterstützung bis zu 600 Millionen Franken benötigt werden.

    SR Technics könnte im Mai Geld erhalten. Bekannt ist, dass das Unternehmen einen Umsatz von etwa 1,5 Milliarden Franken erzielt und 3000 Mitarbeiter beschäftigt, davon 1300 in Zürich. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren unprofitabel.

  8. Die Chinesen lachen sich kaputt! Zuerst bringen sie uns den Covid-19-Virus und richten grossen wirtschaftlichen Schaden an, und dann halten wir mit Steuergeldern angeschlagene chinesische Unternehmen über Wasser!

    Soweit mir bekannt ist, wird China von der OECD immer noch als Entwicklungsland eingestuft. Zum Beispiel zahlt Deutschland an China jährlich Entwicklungshilfe, 2017 waren es 630 Millionen. Vielleicht wird auch die Schweiz mitmachen. Trump hat diesem Unsinn ein Ende bereitet.

    Das Entwicklungsland China ist in Europa bereits auf Einkaufstour. Xi Jinping, der Herr mit dem freundlichen Gesicht, will den Weltfreihandel für 1,4 Milliarden Chinesen und gleichzeitig immer noch die Weltmacht.

    • Das ist die „neue Seidenstrasse“. Das neoimperialistische und kapitalistische China lässt sich überall nieder und lässt dann die anderen zahlen. Und der Westen ist so dumm, dass er fröhlich mitmacht. Agrarland in Afrika, Häfen in Griechenland und Italien, Eisenbahnen und Strassen in Osteuropa, Telekommunikationsunternehmen und jetzt SR Technics.

      Wenn der Markt alles regulieren soll, lassen wir SR Technics, Easyjet etc. einfach den Bach runtergehen, neue Marktteilnehmer werden sofort kommen und in die Lücke springen? Also FDP und SVP, zeigen Sie konsequent Flagge!

      Auch die damaligen Verwaltungsräte und Kernaktionäre, einschliesslich des Topmanagements mit Schweizer Pass, müssen Farbe bekennen. Einige von ihnen standen den Politikern sehr nahe, vor allem der FDP, die bei der Entscheidung, an die Chinesen zu verkaufen, eine wichtige Rolle gespielt und als Aktionäre viel Geld verdient haben. Einer von ihnen ist heute der CEO der Flughafen AG.

  9. Ursula Nold absolvierte eine Weiterbildung an der Universität St. Gallen, die sie 2013 mit einem Executive Master of Business Administration abschloss. Ihre Abschlussarbeit wurde mit dem NZZ-Preis für die beste Projektarbeit des EMBA-Studiengangs ausgezeichnet. 2018 absolvierte Nold zudem das International Directors Programme an der INSEAD Graduate Business School in Fontainebleau in Frankreich. Nold ist seit 1993 mit einem Staatsanwalt bei der Bundesanwaltschaft verheiratet und Mutter von vier Kindern.

  10. Unabhängig davon, wie dieser Verkauf zu beurteilen ist, scheinen im Beitrag diverse Begriffe durcheinander geraten zu sein:
    Rabatt – heisst für mich immer noch eine Preisreduktion
    Darlehen – heisst für mich eine Finanzierungsart
    Wenn der Verkäufer zur teilweisen Kaufpreisfinanzierung ein Darlehen stehen lässt, heisst das nicht zwingend eine Kaufpreisreduktion bzw. eben Rabatt. Ob in diesem Fall ein Darlehen sinnvoll ist bzw. im Endeffekt dann auch zurück bezahlt wird, sind andere Fragen. Nur weil im ersten Moment nicht der volle Kaufpreis an die Migros fliesst, heisst das nicht zwingend, dass Migros einen Rabatt gewährt. Von einem Wirtschaftsjournalisten würde ich erwarten, mit den Begriffen sorgfältiger umzugehen.

  11. Die Migros rennt in grossen Schritten ständig tiefer ins Elend. Die Konkurrenten dagegen verbessern sich ständig. Das Management bei der MMM hat das Ruder verloren.

  12. LH wie er leibt und lebt! Jede Nichtigkeit wird zum Skandal hochgeredet und die Postionen wechseln im Tagesverlauf..
    Ein Verkäuferdarlehen ist im M&A Bereich nichts außergewöhnliches – von Schenken kann also gar keine Rede sein. Polemik rausnehmen und bei den Fakten bleiben..

  13. Zu viele Ungereimtheiten. Und dass dieser Herbert,der eigentlich die Interessen der Migros hätte wahren müssen, bei Benko im VR sitzt,und Teile von Globus gleich selber erhält, macht den Deal noch mysteriöser.

    • … und wer schaut eigentlich den anderen Beteiligten, die Globus über die letzten Jahre in die aktuelle Situation geführt haben, und nun die Globus Fachgeschäfte (inkl. eingegliederter Schild Filialen) angeblich „gratis“ übernehmen können ? Da gibt es doch seit der Schildübernahme persönliche Verwicklungen und Interessen(skonflikte) ? ….

  14. Würde mich nicht wundern, wenn Benko das Modell von Jelmoli für seine 8 Globus Standorte adaptieren würde. Ausgesuchte Marken/Brands mieten sich bei Globus Benko ein (Shop in Shop). So wird er zum reinen Vermieter und eines Tages ein paar Hundert Millionen reicher, wenn er die Liegenschaften veräussert. Ihm ging es doch von Anfang an nur um die Immobilien an Toplage.

    • und wieviel ist die Immobilie Wert?? bei Rechnung: heutiger m2-Preis minus Entsorgung bestehendes Gebäude

    • Sehr gut möglich, dass es Benko um Einzelhandelsimmobilien in Toplage geht. Die Jelmoli-Strategie „House of Brands“, bei der die Brands selber für ihre Shop-in-Shop-Präsenz bezahlen, kann man tatsächlich auch bei Globus anwenden, wenn dieses Kaufhaus sich mittlerweile tatsächlich im höheren Hochpreis-Nirwana aufrüscht, selbst im Verkauf von Produkt-Marken, die man als – äh – eher unbekannt bezeichnen könnte.

    • Um die Läden geht es gar nicht. Es geht um die Immobilienstandorte. Toplagen. Nicht wiederzubeschaffen.

  15. Mon bien Cher Suisse Romande
    La Migros n‘est Pas une contrebande!
    Enfin on vendre toutes les immeubles:
    Je ne comprand pas ces aveugles!

  16. wie blöd kann migros nur sein, oder das wasser steht ihr bis zum kinn. globus wird zu einem ramschladen al la karstadt/galeria kaufhof runtergefahren, ein pseudo kdw wird’s kaum werden.
    benko wird die immobilien so bald als möglich verkaufen und einen satten reibach machen.

  17. Auf den ersten Blick macht’s den Anschein, wie wenn Migros über den Tisch gezogen wurde. Mit Österreichern hat sie sich ja nicht das erste Mal die Finger verbrannt. Aber ich vermute, sie hat etwas hinzugelernt. Dass Globus wieder flottzukriegen ist, bezweifle ich. Der Detailhandel steht vor gewaltigen Herausforderungen. Im alten Stil geht’s kaum mehr. Ein Flop für Benko ist eher wahrscheinlich.

    • doch doch si ghört no uns. mir griege unsere aateil am verchauf scho no. i ha ghört jede bechunt e cupong für 10fachi cumuluspünkt.

  18. Migros verdient momentan viel Geld.

    Dank Corona.

    Die Schweizer dürfen nicht mehr im Ausland einkaufen – obwohl sie damit der SNB helfen würden, den Euro zu stützen.

    Da kommt es nicht auf einige „Milliönchen“ an. Bei der Stützung des Euros geht es um „Milliarden“.

    • Die SNB stützt – und stützte – in keinster Weise den Euro, vielmehr schwächt (versucht sie zumindest) sie den Franken! Und was das mit dem Einkaufstourismus direkt zu tun hat, ist mir eher schleierhaft???

    • @Supermario

      Ein Schweizer, der in Deutschland Lebensmittel kauft, muss diese Lebensmittel in Euro bezahlen.

      Dazu muss er vorher Franken verkaufen und Euros kaufen – genau das tut die SNB in grossem Stil. Sie verkauft Franken und kauft dafür Euros.

      Durch den Kauf von Euros bzw. Verkauf von Franken wird der Euro gestärkt und der Franken geschwächt.

    • D`Schwiizer wo im Usland ichaufe dien gliechzitig no de Schwizer Schtad schädige well si erscht abemene Warewärt vo dreihundert Franke Schwizer Mehrwertstür zahle mien. Bechöme vo de Gschäfter di dütsche Mehrwertstür zrugg ab fufzig Franke Warewärt und zahle eso gar kai Mehrwertstür. Sie nütze schamlos e Gsetzeslugge us. Drum ränne au eso viel übere. Es solle bsunders viel Zürcher derbi si, wahrschins die vo de Goldküschte, die chönne jo de Hals nie vollkriege. I schrieb jetz dänn grad im Ueli uf Bärn e Brief und bitt ihn, dass er per Noträcht schnäll die Lugge schliesst.

    • Haben Sie schon mal überlegt, wie sich die aktuelle Situation auf die Fachmärkte, Fitnesscenter, Gastrobetriebe und Hotelplan auswirken? Vielleicht kommen Sie dann zu einem anderen Schluss, ob die Migros aktuell viel Geld verdient. Falls Sie weiterhin bei Ihrer Ansicht bleiben, dann sind Sie wohl unbelehrbar…

  19. Globus hat bei mir sämtlichen Kredit verspielt.

    In der Pandemie hat Globus einfach dicht gemacht. Der Online-Service war lausig. Die Delicatessa in Zürich – eine Institution für Gourmets und Gourmands – wurde sofort geschlossen. Dies im Gegensatz zu Jelmoli, welcher den FOOD MARKET konsequent geöffnet hielt und in dem Dutzende von motivierten Mitarbeitenden täglich an der Front im Einsatz standen. Ein Lichtblick, eine Chance, eine Freude.

    Früher war Globus erste Adresse – ein stolzes Warenhaus. Heute ist es nur noch Ballast, der um jeden Preis abgestossen werden muss. Und morgen? Tja, mich würde es nicht wundern, wenn Globus morgen Geschichte ist: Wer nicht geht mit der Zeit, der geht mit der Zeit.

    • sehe ich auch so, kein verlust für den markt, globus wurde schon länger ramschig… jelmoli hat in den letzten jahren einen besseren turnover geschafft.

    • Globus wird wohl ein Ramschladen für noch-nicht-länger-hier-Lebende.. adieu Züriberg, oder künftig halt mit Kopftuch!

  20. Wie lange wird es gehen, bis die Liegenschaften einzeln mit Gewinn wieder verkauft werden?

    Das Geschäftsmodell von Signa/Benko scheint auf Immobilien und reiche Partner fokussiert. Wieviel er vom Detailhandel versteht ist mir noch unklar.

    Ob es für die Migros klug ist, ihre Immobilienperlen zu verkaufen? Ich bezweifle dass sehr.

  21. Man hat also richtig vermutet. Die Migros war so unvorsichtig und auf den Verkauf der Globus an Benko und seine Thailänder (die vermutlich der eigentliche Garant des Verkaufserlös für die Migros sind) nicht eine Garantie-Vorauszahlung von der Benko-Gruppe verlangte, die diesen Milliarden-Deal mit Barzahlung für die Migros abgesichert hätte. Ob die Migros dieses Darlehen von mehr als 200 Millionen SFr. hypothekarisch abgesichert hat, wissen wir nicht (wahrscheinlich ist das Darlehen von mehr als 200 Millionen eher gegen 300 Millionen SFr.). Wie der Artikel von L.H. ausführt, wollte die Migros unter keinen Umständen die sozialen Kosten einer Globus Sanierung übernehmen. Benko wird dies voll zulasten des Schweizer Steuerzahlers erledigen.
    Mir wäre es als Schweizer lieber gewesen, die MANOR Gruppe hätte die Globus übernommen, dann wäre in Zürich ein Warenhaus im alten Stil geblieben und nicht so ein Shop-in Shop wie bei Jelmoli, welches nicht unbedingt jedermanns Geschmack ist. Ob der relativ kleine Zürcher Markt so ein Warenhaus wie KaDeWe in Berlin trägt, ist eine andere Frage. Und wenn nicht, ist die Migros weiterhin an einem solchen Misserfolg beteiligt?

    • Wo wollen Sie denn einen Globus in der Grösse eines KaDeWe mit deren flächenmässigen Dimensionen wie in Berlin der einer Grösse wie das la Rinascente in Mailand in Zürich hinstellen? Die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse ist ja viel zu klein.

  22. wir warten immer noch auf die backgroundinfos zu benko.

    wer kontrolliert benkos sigma, wie entstehen die relevanten cashflows.

    herrscher, wunderfuzzy, magisches händchen…. kaum zuglauben wie stumpf und nullinformiert hier über diesen asean stallburschen berichtet wird.

  23. Schande Schande.
    Alles wird verscherbelt. Ausverkauf der CH.
    Pfui MIGROS pfui.
    Da kauft man besser bei Co-op. Aldi u. Lidl.

  24. Migros Millionen-Expansion über die Grenzen hier und dort. MGB strategisches Mio-Invest bei CV (Charles Vögele) als Top-Versenker. Dann DEPOT from Germany mit Goods made in China mit Millionen-Abschreiber zurück zum Ursprung. Provisorischer Schlusspunkt nun GLOBUS mit Millionen-Gutschein an Wunderkind René Benko.
    Lieber Lukas H. von IP zeigen Sie uns doch mal die „Top-Shots“ aus der Finanzabteilung und deren „Dealmaker“ im Hinterzimmer mit Foto und Namen. Jeder Steuerfahnder oder Exec Searcher interessiert sich bestimmt für diese geballte Ladung an Know-how, Erfahrung und Credibility …

    • Oder fiel Frau Noll auf ihn rein? Und was war die Rolle von Herrn Zumbrunnen? Wo bleiben die Leistungen dieser Verwalter?

  25. So wird die einst stolze Migros Stück für Stück an die Wand gefahren! Gerade in der Ostschweiz ist die Migros schon seit Jahren daran, ehemalige Preziosen (bspw. das legendäre „Metropol“ an allerbester Seelage in Arbon) zum Ärger der Bevölkerung herzlosen Immobilienspekulanten zum Schleuderpreis zum Frass vorzuwerfen… Die Nervosität der Migros-Oberen zeigt eindrücklich, wie hinter den Migros-Kulissen die Nerven blank liegen.

  26. Globus hatte auch bisher keine wirkliche Strategie und hat es auch mit ihren guten Kunden verscherzt. Vorher ein Event nach dem anderen, Kunden-Zückerli da und dort. Seit über einem Jahr herrscht in dieser Bezihung Funkstille. Nicht gut.

    • auf event und kundenzückerli kann ich verzichten, ich will qualität und service und das kann globus schon lange nicht mehr. also.. kein verlust

  27. Was nun? Rabatt, Entgegenkommen oder Darlehen? Oder alles zusammen? Zwei oder Drei Prozent? Genauigkeit lässt sich wohl schwer mit Boulevard auf unterster Stufe verbinden…

  28. Wie jetzt? Da schreibt also Migros auf einem harten Asset 200 Mio ab und tauscht es dann gegen einen Kreditvertrag/-papier zu 2-3% Zins? – Alarm!