Rothschild-Filz bei Vontobel

Private Banking-Chef holt seine Kollegen von der Bank mit dem renommierten Namen. Wanderarbeiter, mit Boni geködert.

Vontobel will im Private Banking endlich auf einen grünen Zweig kommen. Dafür setzen die Zürcher auf eine Truppe, dies sich aus alten Zeiten bei der Bank Rothschild im Seefeld kennen.

Diese Woche gab die Vontobel bekannt, dass sie zwei neue „Senior“-Kundenberater an Bord geholt habe.

Thomas Pixner und Thomas Blum heissen die beiden Banker. Sie haben lange Karrieren in Schweizer Privatbanken hinter sich.

Vor allem bei einer Bank, der Zürcher Rothschild. Und dort schliesst sich auch der Kreis.

Denn der Mann, der im Schweizer Private Banking der Vontobel weit oben ist, war ebenfalls im Seefeld bei der Rothschild Bank.

Jean-Pierre Stillhart. Von 2008 bis 2013 war Stillhart bei der Privatbank mit dem klangvollen Namen, zuvor hatte er seinen Weg bei der Grossbank UBS gemacht.

Chef von Wander-Bankern (LinkedIn)

Bei Vontobel wurde Stillhart Chef des Schweizer Private Bankings. Seit 2018 trägt er den Titel eines Managing Directors.

Nun vereinigen sich Stillhart, Pixner und Blum wieder. Jetzt bei der Zürcher Vontobel. Wie Wanderarbeiter wechseln sie im Team, von Station zu Station.

Im Unterschied zur Agrikultur erhalten sie für ihre Umzüge mehr Geld. Gold-Wanderarbeiter.

Die Wander-Banker von Rothschild verkörpern ein illustres Beispiel von Netzwerken, auch Filz genannt.

Pixner war ab 2007 bei der Rothschild, Blum stiess ein Jahr später zur Privatbank. Per Anfang 2018 wechselte beide zur Zürcher Bank am Bellevue.

Und wer wurde zum Zeitpunkt des Wechsels der beiden operativen Seniors zum neuen Mitglied des Verwaltungsrats der Bellevue-Bank erkoren?

Veit de Maddalena. Der war einst Chef des CS Trusts und machte dann steile Karriere bei der Rothschild-Bank – als CEO. Offenbar nicht zu aller Zufriedenheit, jedenfalls wurde de Maddalena in den VR der Rothschild „gehievt“.

Bei Blum kam dann gemäss Handelsregister schnell nochmals eine Veränderung. Ab Frühling 2018 war er eingetragenes Kadermitglied bei der Quintet, der selbstdeklarierten neuen Pictet von Zürich.

Lange hielt es Blum dort nicht auf dem Stuhl, wie der aktuelle nächste Wechsel zur Vontobel zeigt.

We Are Family (Pixner, Investtrends.ch)

Wie kommt das? Ganz einfach: Man kennt sich, man liebt sich, man vertraut sich.

„We are pleased that Thomas Pixner and Thomas Blum – two wealth managers with proven client experience – have agreed to join Vontobel and will help us to further expand our good position“, lässt sich Jean-Pierre Stillhart zitieren, Vontobels Chef für „Wealth Management for German-speaking Switzerland“.

Bemerkenswert ist die Formulierung „have agreed to join Vontobel“. Die Bank könne sich glücklich schätzen, zwei derartige Private Banking-Kaliber verpflichten zu können.

In Tat und Wahrheit zeigt sich ein Beziehungsgeflecht, das dick ist und auch in der Krise hält. Garniert ist es meist mit Boni für „ausserordentliche“ Leistungen, wie es dann heisst.

Dass das Prädikat auch ja in die Jahres-Qualifikation gelangt, dafür sorgt der Boss. Gut, ist der ein langjähriger Buddy.

Kommentare

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  1. Und die erfolgreichen RM’s um Sony Deepak? Schubringer vergraulte sie offenbar und gab leere Versprechungen ab, da er nicht führen kann.
    Um Wachstum zu generieren, hätte Schubringer auch bei VSWA fremde assets dazugekauft, also nicht nur die teure Übernahme der Noten(Grab) stein-Bank hatte er zu verantworten. Eine Bekannte berichtete mir auch, dass bei dem Zukauf der US-clients (von Lombard Odier) ein Drittel schon wieder saldierten, weil die RM’s solche Pfeifen seien. Dabei seien bei jenen Kunden noch nicht einmal alle zugekauften Kundenbeziehungen sorgfältig zu Ende geprüft worden. Weitere Abflüsse könnten somit erfolgen. Die wollten scheinbar mit Vollblutbünzli’s internationale Bankkunden beraten. Der Schubringer soll ein Choleriker (rich daddy’s boy) sein.
    Jene, die etwas bewegen wollten, seien bei VSWA gegangen, oder vertrieben worden.
    Es gäbe höchstens einen Fünftel Führungskräfte in jener Bank, die vorbildlich seien. Der Rest seien wie die CS-RISK-Takers Duckdichgeier, welche sich weder exponieren, noch bewegen, um nichts falsch zu machen.

    • @ Herrn Weingart:

      dann gehören Sie als Deutscher wahrscheinlich auch zu besagter Kategorie…

  2. Ist der fette jener, der immer vor dem Haupteingang am Schloten ist?
    Mal schauen, ob die zwei Neulinge je 200Mio. anschaffen, um die eigenen und jene Kosten der Bank zu decken.
    Vermutlich auch alle Assets über Jahrzehnte geerbt, resp. bei den Entlassenen RMs, sich deren Kunden gleich selbst zugeteilt. Dann ist er genau am richtigen Ort, denn der interims Spartenleiter (vor J-P.S.) mit 2Mia. under ASSETS, hat dies just auch so gemacht.
    Die einen MA geschickt und deren Kunden gleich selber übernommen (welch‘ hohe Kunst, aber solche Persönlichkeiten passen zur Branche, nicht wahr, Herr Schubringer).
    NOTENSTEIN war ein Minus-Geschäft. Zu viele Risiken (Oligarchen und unsaubere PEPs gekauft, Frischknecht, Rötheli, Studer, Brügger, Gloor, und Jenny verselbstständigt, oder vertrieben. Kommt gut, die zwei Rothschild Bänker holen retten das Schiff mit mehr dubiosen Kunden.

  3. Das beruhigende ist, dass auch die nur mit Wasser kochen!
    Ob Sie das Geld wert sind, daran habe ich meine Zweifel

  4. Wo liegt da das Problem? Sicherlich ist die Total Compensation mit ein Grund den Arbeitgeber zu wechseln. Wichtiger ist vermutlich die Perspektive. Warum soll man bei einem Arbeitgeber verweilen, der zwar gutes Geld zahlt aber dem Arbeitnehmer keine Perspektiven zu bieten hat. Über kurz oder lang, wird die Leistung und Motivation leiden. Bevor sich eine Frustration breit macht, muss man abspringen und die Perspektive suchen.

  5. Das sind arrogante und bornierte 330iger… Bei Rothschild werden die Assistenten ausgenutzt, nur weil der entsprechende WB-RM die Schmutzarbeit nicht machen kann.
    Habe Telefonnotitzen, da wird jedem Schlecht, wie die sich aufführen und Druck wegen Eigenversagen ausüben.

  6. Der arme Ex-CEO ist nicht mehr CEO und nicht mal Head Private Banking. Aber wer weiss, wie lange sich Stillhart halten kann…

  7. Ich kann nichts Verwerfliches daran erkennen, wenn man so die Qualifikation oder Teamkompatibilität bereits im Vorfeld eruieren respektive bestätigen kann, statt Personalvermittlungsgebühren auszugeben und dann eventuell eine Fehlbesetzung riskiert.

  8. Immer noch wesentlich besser als die Pfeiffen von Notenstein, warum diese Schrottbude übernommen wurde kann kein Mensch erklären und dann noch zu diesem Preis, da kann man sich nur an den Kopf greifen.

  9. Könnte auch einen Kunden Grund geben. Ein Familienmitglied der Rothschild Familie lebte Jahrzehnte mit Ihrem Mann in Seefeld, sind jedoch vor etwas 1 Jahr Ihren Lebensmittelpunkt nach London verlegt, wo der Ehemann die eigenen Familiengeschäfte im Hintergrund führt. Er, Frau und Kind haben immer sehr zurückgezogen in Ihrer Villa im Seefeld gelebt, dass Haus in Zürich Seefeld haben sie noch, wird aber aktuell durch mehrere Stiftungen belegt. Meine Bekannte ist mit der Familie nach London übersiedelt. Ihren Chef würde man woll als Normalo einstufen.Zumindest scheint er sparsam zu sein. trägt immer Jeans, fährt nur ÖV, geht selber im Coop einkaufen, etc. Seine Frau mag Ihre Porsche und arbeitet heute soviel ich weiss für die WHO. Meine Bekannte sagte mir, dass einzige was ein wenig nervt, ist das Ihr Chef niemals zu schlafen scheint und sie diesen Rhythmus ein wenig übernommen hat, obwohl das nicht von Ihr erwartet wird. Doch würde oder könnte sie den Job bei der Familie niemals aufgeben. Dieses Low Profile ist schon fast ihr gemeinsames Markenzeichen und wird von allen direkten und indirekten Mitarbeitern erwartet. Mit diesem Low Profile managed er seit Jahren die Interessen beider Familien. Bei jeder Bank wo Assets einer der beiden Familien liegen hat er seine Aufpasser/Verwalter reingestellt. Diese arbeiten wie in einem Family Office oder einem Shop (Bank) in Shop (Bank) Konzept in den einzelnen Banken, bei Asset Managern oder Stiftungen wo Assets der Familien liegen. Gerüchte sagen sogar, dass einzelne große Aktienpakete der Banken schon lange über verschachtelte Geschäftsmodelle Zugriff, Kontrolle und Einsicht in Bank Interna erlauben. Einige der Banken sind auch ab und zu froh, dass man Ihnen unter die Arme hilft. Risiko Kontrolle nennt man das vermutlich. Somit würde es mich nicht wundern wenn diese Personal Verschiebungen auf dem Bankplatz Zürich auch gewollt sind und von meiner Bekannten weiss ich das Ihr Chef immer noch eine grosser Fan vom modernen Schweizer Banking ist, wich jedoch immer wider wundert, dass diese Industrie sich selber nicht mehr so sieht. Ach ja, diese ist keine Rothschild- und jüdische Weltherrschafts Verschwörungstheorie. Immerhin hatte ich fast 15 Jahre Zeit meine Nachbarn kennenzulernen, auch wenn meistens nur indirekt und durch Zwischenpersonen geschah.

  10. Sonst lese ich täglich nur von Entlassungen. Ist doch erfrischend, dass jemand einen neuen Job hat. Give them credit – denn es gilt die Grace Period ist erstmal zu überstehen.

  11. Es ist unglaublich wie Vontobel sich seit Jahren drittklassige Banker zukauft, wovon nur 1-2% ihren Businessplan (BP) auch erfüllen. Die Berater, die es schaffen den BP zu erfüllen, werden dann trotzdem nicht befördert und durch erfolglose Manager gecoached, wie sie es besser machen können, bis diese genug haben und Vontobel wieder verlassen. Es zeigt auch, dass die Familie keinen Lust oder Interesse hat, aus der Bank etwas zu machen. Dr. Vontobel dreht sich im Grabe um!

    • Lieber A.L.,
      sehe ich genau auch so, sie haben dem Nagel auf den Kopf getroffen 😉
      Immerhin haben Sie (mit ca. eine viertel Mio. pro Jahr) noch mehr, als 92% aller CH-Beschäftigten. Ist zudem auch besser, als täglich 10-12h für unter 100K zu arbeiten, kaum Zeit zum Pinkeln zu finden, während der Chef um 18Uhr nach hause fährt und nicht sehen will, was seine Leute leisten.
      Bei Vontobel scheint dies ein Paradigma zu sein, viele unfähige Denunzianten im oberen Kader. Sich selbst bereichern, so lange es geht, aber dabei selber keinen Huni für den Maschinenraum zu spenden. Dabei sind die Saläre der unproduktiven Manager nur so hoch, weil der Rest (unten) dies mit den Kunden für sie finanziert. Dankbarkeit, sieht anders aus, lieber Xeno, das hat nicht mit NWOW zu tun-

  12. Vontobel hat einen sehr chaotischen Rekrutierungsprozess wenn es um RM’s geht.
    Gute Kandidaten werden da leicht frustriert und wenden sich ab.
    Und es fehlt schlicht auch an Grösse im Geschäft.

    Das zeigen obige CV’s deutlich.

    Bei Vontobel landet man nur wenn es sonst nirgends mehr eine offene Türe hat

    • @ Kurt

      Du bist wohl ein völlig frustiertes Schaf bei ein Grossbank.

    • Falsch geraten Herr Wenger. Bin nur ein wenig vernetzt und da hört man so einiges, gerade auch über frustrierte Grossbankschafe und andere Frustrierte…

  13. Rothschild Filz bei Vontobel; UBS Filz bei Rothschild; Bär Filz bei Pictet; CS Filz bei UBS; UBS Filz bei verschiedenen KB’s … Filz bei Filz… völlige „Normalität“ bei CH Banken. Solange dieses Söldnertum (hatten wir doch schon im Mittelalter) auch noch bezahlt wird, findet das leider kein Ende!

    • Gilt auch für Versicherungen…Swiss Life Filz! Nur hat das noch niemand untersucht…Finma im Leerlauf!

  14. Warum sind Wechsel bei Bankern so ein Ding? Wenn es einen Architekt, Ingenieur, Bauarbeiter zu einem neuen Arbeitgeber, dann ist das doch seine Sache! Natürlich ist jeder bestrebt, dass sein neuer Job eine neue Aufgabe, bessere Perspektiven, ein angenehmeres Arbeitsklima und womöglich ein höheres Salär beinhaltet. Wer Buddys mitzieht weiss warum – es tummeln sich zu viele Nieten und Blender. Und das nicht nur im Banking.

    • Architekten sind meist selbständig, Ingenieure sind bis auf wenige Ausnahmen Sachbearbeiter und Bauarbeiter sind standardisierte Facharbeiter. Bänker hingegen sind Künstler der organisierten Organisation von Geldgeschäftern mit Geld von fremden Menschen. Das kann man nun wirklich nicht in einen Topf werfen.

      Und btw: Sie sind hier bei Inside Paradeplatz und nicht Inside Tiefbau.

    • Weil die Bankführungen finden, dass sie sich nicht darum kümmern müssen, wie und wieso Kunden kommen sollen, das überlassen sie gerne den Beratern. Der Inbegriff von Wachstum ist Berater zu rekrutieren. Dass die Bank selbst durch ihr Image, Produkte, etc. attraktiv sein muss, denken die Chefe schlicht nicht. Vorbei sind jedoch die Zeiten, als sich Kandidatkunden von selbst an Bankportalen meldeten. Solange die Bankchefe dies nicht als ihre Angelegenheit erachten und das Problem an die RMs delegieren, wird sich nichts ändern. RMs touren Banken in immer kürzeren Zyklen, dann machen sie sich mit den lezten Paar Kunden (vorübergehend) selbstständig und eine Bank nach der anderen geht unter.

    • Was den Wechsel in der Gruppe von „Architekt, Ingenieur, Bauarbeiter“ angeht, wollen wir uns doch lieber in den ensprechenden Publikationsorganen informieren. Nicht war?

    • @ hoch tief

      das sie hier das wort künstler für verbrecher, staubsaugervertreter oder
      drainyuppies heranziehen verwundert nicht bei ihrem inside holzbrett.

  15. Jetzt fehlt nur noch der Privatbanking Marketing Cracker … sagen wir Ex-HUGO BOSS oder weils grad kracht inder Luxusbranche Schweiz von BREITLING. Seilschaften, also ‚more of the same‘ statt neue Konzepte.

  16. gibts ja nicht herr hässig…zwei undurchsichtige bänker…
    und dann von der rotschild (we are family) auch noch. kaum zu glauben…

    bleiben sie dran *!*

    • Klatschmarie Haessig ist wieder am Werk. Seiner Meinung nach darf niemand in guter Position bei irgendeiner Bank zu Vontobel wechseln. Wenn dies aber geschieht, dreht Haessig im roten Bereich und spinnt seine Verschwoerungstheorien, dies ohne fundierte Details zu kennen. Er wird fuer mich immer mehr zur maennlichen Trudi Gerster und seine Videoauftritte mit dem Professor sind direkte Konkurrenz zur Muppet-Show, dies aber auf unterirdischem Niveau. F… y..!

    • dass diese wechslerkonstrukte ausradiert gehören steht
      hier gar nicht zur frage…welchen schrott lesen sie denn sonst
      noch so neben ip @ mr. hoster.

      jede bank ist/wäre heute durch simple softwear ersetzbar, jeder grossmaul
      broker durch simple digitools überflüssig…und sie)))

  17. The Games goes on and on and on!

    Nichts Neues im Schweizer Private Banking – man macht sich halt gegenseitig die Taschen voll.