Vincenz droht Anklage mit 5 Jahren Knast

Ex-Raiffeisenboss und Kompagnon werden von Zürcher Justiz mit voller Härte attackiert. Ob der Richter dem folgt, ist ungewiss.

Die Strafuntersuchung gegen Pierin Vincenz, Beat Stocker, deren Vertrauensanwalt, zwei Investnet-Gründer, einen Walliser Strippenzieher und einen Genfer Immobilien-Tycoon ist zu Ende.

Nun erhebt in Bälde die zuständige Zürcher Wirtschafts-Staatsanwaltschaft Anklage gegen die sieben Beschuldigten im Aufsehen erregendsten Krimi der letzten Jahre.

Die Ermittler werden nach heutigem Wissensstand eine für viele überraschend hohe Strafe beantragen. Gegen fünf Jahre Gefängnis dürfte der Antrag der Anklagebehörde gegen Vincenz und Stocker lauten.

Das geht weit über das hinaus, was rund um den Fall Vincenz unter Journalisten, PR-Leuten und Anwälten in der Regel diskutiert wird.

Viele rechneten mit weit weniger harten Strafanträgen, nicht selten hörte man auch, dass es zuletzt nur bedingte Strafen wären, welche die Ermittler vor dem Richtern verlangen würden.

Nun scheint es in die andere Richtung zu gehen. Die zuständigen Leute in der Zürcher Staatsanwaltschaft III gehen offenbar aufs Ganze. Fünf Jahre für die Hauptbeschuldigten – das würde für neue Schlagzeilen sorgen.

Ob dem der zuständige Richter folgen wird, ist naturgemäss offen. Dieser sitzt in der 9. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich, wo der Vincenz-Prozess stattfinden dürfte.

Bis zu einem allfälligen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Wenn die Untersucher tatsächlich gegen 5 Jahre Gefängnis beantragen, ist das deshalb erstaunlich, weil in einem anderen grossen White Collar-Prozess der Täter mit nicht viel mehr an die Kasse gekommen war.

Die Rede ist von Dieter Behring. Der Basler, der ein undurchsichtiges Anlage-Vehikel betrieben hatte, wurde vom Bundesstrafgericht in Bellinzona zu 5,5 Jahren Gefängnis verurteilt.

Im Fall Behring ging es um einen Schaden von 800 Millionen Franken. Aufgrund der gigantischen Dimension spricht man vom Madoff der Schweiz.

Bei Vincenz, Stocker und Co. reichen die Vorwürfe nicht in diese stratosphärischen Höhen. Peanuts sind es aber trotzdem nicht.

Vor Gericht kommen die drei Fälle Commtrain, EuroKaution und Investnet, zudem noch Immobiliendeals.

Bei Commtrain spricht man von 6 Millionen, welche die Aduno, wo Stocker und Vincenz das Sagen hatte, vor 13 Jahren hingeblättert hatte.

Auch bei der EuroKaution, die rund um Finanzierungen von Mietdepots aktiv war, liegt die mögliche Schadenshöhe wohl im einstelligen Millionenbereich.

Mehr sind es bei Investnet, einem Private Equity-Vehikel mit 100 Millionen von Seiten der Raiffeisen. Dort stehen je nach Betrachtungsweise 40 Millionen zur Debatte.

Wie die Ankläger den Schaden genau berechnen, ist nicht klar. Darüber wird die Anklageschrift Aufschluss geben. Diese erfolgt zusammen mit der Anklage.

Vincenz lässt sich laut Gesprächspartner vom möglichen hohen Strafantrag nicht beeindrucken. Zumindest lässt er sich nichts anmerken. Er verbringt viel Zeit in seiner Bündner Heimat. Dort ist er für die Leute weiter „ein cooler Typ“.

Kommentare

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  1. Es werden wohl alle Angeklagten ungeschoren davon kommen. Wie üblich in unserem Land, ist man geneigt zu bemerken. Das Recht ist für alle gleich, und für ein paar wenige, ist es gleicher; cæcus Iustitiae

  2. Ob die Nachfolgerin von der Ex-Cerragato dann 5 Jahren auf Ihn warten würde?? Dann sähe man ob es wahre Liebe ist.

  3. Das Betrugsvolumen von Behring ist zwar höher als bei Vincenz, aber Vincens hat nicht privat sondern unter dem Deckmantel von RB gehandelt. Mich erstaunt, das nie jemand hinterfragt, wo das ergatterte Geld ist und ob man das zurückfordern wird. Im Bündnerland wird er als Held gefeiert werden und mit Einladungen und Zuwendungen sicher bald wieder sehr einflussreich sein.

  4. Dieses bittere Statement gilt natürlich auch für die ehemalige „Gespielin“ und „Trittbrettfahrerin“ (Nadja Ceregato) von Pierin Vincenz:
    Ja, der Pierin Vincenz hat ja eigentlich seine grösste Strafe schon kassiert: Ruhm, Ehre, Ansehen, Familie – alles im Eimer…

  5. @Südenbock: Nun die Neue Zürcher Zeitung hat sich über die 9. Abteilung d.h. „Fondue Richter“ deutlich geäussert.

    https://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/zweitaegiger-berufungsprozess-rudolf-elmer-und-das-bankgeheimnis-ld.91027?reduced=true

    Nachdem ich zweimal fälschlicherweise der Bankgeheimnisverletzung von der 9. Abteilung verurteilt wurde, denke ich, dass ich nicht unrecht habe.

    Oder schauen Sie sich einmal die internationale Presse zum Cum Ex Skandal-Urteil der 9. Abteilung an :

    https://www.lto.de/recht/kanzleien-unternehmen/k/bezirksgericht-zuerich-dg180059-wirtschaftsspionage-bankengesetz-bewaehrung-geldstrafe-cum-ex-eckart-seith-safra-sarasin-erwin-mueller/

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/cum-ex-seith-prozess-1.4537604

    Vielleicht hilft es Ihnen „Suche Sündenbock“, mich zu verstehen!

  6. Vincenz hat anscheinden Unternehmen von persönlichen Bekannten zu willkürlichen Preisen zusammen gekauft. Mindestens seine Bekannten sind dadurch sehr reich geworden. Es geht um Millionen.

    Vincenz war ein guter Netzwerker / Politiker. Wichtige Leute hat er mit Posten, resp. Honoraren berücksichtigt. Sehr viele Leute haben dem Gebaren von Vincenz mit offenen Augen zu geschaut u.a. bei Raiffeisen Schweiz. Raiffeisen Schweiz betrachtet Vincenz immer noch als einen potentiellen und nicht als einen tatsächlichen Reputationsschaden, das bedeutet, dass Vincenz von Raiffeisen Schweiz u.a. mit der verzögerten Unterlagenherausgabe geschützt wurde und geschützt wird.

    Unternehmer machen Fehler. Vincenz hat aber viele, dem gesunden Menschenverstand zugänglichen, Missbrauch seiner beruflichen Position betrieben. Z.B. mit Speseneskapaden. Zudem ist es in vielen Fällen sehr schwierig zu erklären, warum er für an sich nicht mehr kreditwürdige Unternehmen Millionenbeträge bezahlt hat für Firmennamen, welche sehr leicht hätten substituiert werden können mit einem Minimum an Werbeaufwand. Die interne Prozesse bei Raiffeisen Schweiz für die Kaufpreisdefinition und Kaufentscheide waren nicht nur auf der formellen, sondern auch der menschlichen Ebene, schlicht unprofessionell und nur mit Machtmissbrauch von Vincenz erklärbar.

    Im Falle von Vincenz gilt offiziell die Unschuldsvermutung. Als Unschuldslamm ist er aber eben nicht bekannt.

    • Korrektur:
      Vincenz hat anscheinend (also offensichtlich) Unternehmen..

      Es sind keine anscheinenden Unternehmen gemeint.

    • @Mutti

      Sie schreiben:
      „Sehr viele Leute haben dem Gebaren von Vincenz mit offenen Augen zu geschaut.“

      Aha. Da stellt sich mir die Frage: Wie schaut man mit GESCHLOSSENEN Augen zu?

    • @Vatti

      Es gibt verschiedene Ausprägungen und Methoden des Zuschauens, bzw. Wegschauens…

      Speziell bei Raiffeisen ist, dass Vincenz zu recht behaupten kann, dass andere die Möglichkeit (da Augen nicht mal zu gedrückt) gehabt hätten zu intervenieren.

      Vincenz hatte jahrelang eine Entourage ausgewählt und aufgebaut inkl. VRP, die ihn gewähren liess. Dies würde jedoch das Verhalten von Vincenz sicher nicht entschuldigen. Er bleibt für sein Agieren verantwortlich. Wie wir alle auch.

  7. Vor 10 Jahren hinterliess die Swissair eine Schuldenlast von 17 Mrd Franken. Das Strafmass gleich Null. Dieser Grössenwahn würde nicht bestraft. Die Messe für Dingens ist noch nicht gelesen…

    • @HARZENMOSER Werner

      Bei mir HARZT es gerade. Könnten Sie vielleicht nochmlas sagen, vor wievielen Jahren wer was in welcher Höhe hinterlassen hat?

  8. Vor 10 Jahren hinterliess die Swissair eine Schuldenlast von 17 Mrd Franken. Das Strafmass gleich Null. Dieser Grössenwahn würde nicht bestraft. Die ganze Geschichte ist nachzulesen. Beim sogenannten Sommermärchen in Bellinzona ist auch niemand zur Rechenschaft gezogen worden.

  9. Vor 10 Jahren hinterliess die Swissair eine Schuldenlast von 17 Mrd Franken. Das Strafmass gleich Null. Dieser Grössenwahn würde nicht bestraft. Die ganze Geschichte ist nachzulesen. Beim sogenannten Sommermärchen ist auch niemand zur Rechenschaft gezogen worden. Im übrigen ist ein nicht vorbestrafter Vinzens mit 36 Monaten, davon 12 absitzen bestens in Position.

  10. Natürlich ist dieser Pierin kein Unschuldslamm und auch hat der gute Mann, mit wachsendem Erfolg, die Bodenhaftung völlig verloren. Für dies und manch Anderes gehört ihm eine tüchtige Watschen.
    Schön und edel finde ich, dass ihn seine Bündner nicht gleich fallen lassen. Für diese bleibt er ein „cooler Typ“.
    Vincenz hat fraglos seine Meriten, sehr grosse sogar.
    Zum Kotzen anderseits sind die A….lecker und Schleicher, die während all den Jahren ihre Kotaus machten und schon stolz waren, wenn sie neben dem grossen Zampano sitzen durften. Heute wollen die früheren Profiteure davon nichts mehr wissen. Widerlich!

  11. Gefängnis, oder politisch korrekt: Justizvollzugsanstalt, sicher nicht „Knast“- Woher dieser Drang, bundesdeutsche Boulevardsprache in der Schweiz zu nutzen?

  12. Ob die Behörden In diesem Fall auch wirklich Gas geben?
    10 Jahre sind schnell vorbei (WM 2006 lässt grüssen.

  13. Hat Herr Vincenz alles allein gemacht ?
    Hat niemand kontrolliert ?
    Wo war die Revisionsstelle ?
    War Frau Ceregato Aufmerksamkeit 100.% auf Olma-Bratwürste gerichtet ?

    • …Nur auf eine Olma-Bratwurst, um genau zu sein. Wobei es Gerüchte gibt, dass es sich bei der Bratwurst in Tat und Wahrheit eher um eine Chipolata handle.

    • Ceregato als Aufpasserin ist genauso geeignet gewesen wie Prof. Forstmoser als Gutachter.

      Beide engstens mit Vincenz auf die ein oder andere bzw. mehrere Arten mit Vincenz verbandelt. Erstere sogar gleich noch zusätzlich als Ehefrau.

  14. Da werden noch viele Jahre verstreichen bis zum endgültigen Gerichtsurteil. Der Weg bis zur letzten Gerichtsinstanz dauert fast unglaublich lang, insbesondere bei uneinsichtigen und reichlich mit Geld dotierten Angeklagten. Und nicht zu vergessen sind die Heerscharen von mehr oder weniger cleveren Anwälten, die noch so gerne an lang dauernden Verfahren interessiert sind, um möglichst viel Honorar einstreichen zu können. Das „Futter“ für IP in der Causa Vinzenz wird noch eine Weile ausreichen!

  15. Wenn es zu einer klaren strafrechtlichen Verurteilung kommt, dann wird es zivilrechtlich echt teuer. Oder die RB und der ganze St.Galler Filz haben Mitleid und wollen lieber alles möglichst schnell vergessen, um nicht selber über diese schöne alten Seilschaften plötzlich noch komisch dazustehen… und sich nicht blosszustellen mit eigenen Bereicherungen aus der PV-Freundschaft.

  16. ..und was ist mit dem exorbitanten Spesengeld, welches der Saubermann P.V. in den diversen „Schummrigen“ Lokalen verpulfert hat. Wurde dies durch Raiffeisen und Aduno schon zurückgefordert respektive zurückbezahlt?

  17. Fünf Jahre im Knast gehen schnell vorbei und hinterher kann man intensiver, mit Genuss und Freude die Millionen verprassen.
    Gunther Kropp,Basel

  18. Vinzenz und seine Raiffeisengenossen haben den Bogen überspannt, wohl aus Überheblichkeit, die durch servile Medien noch geschürt wurde. Ob es nun 5 Jahre sein müssen, bleibe dahingestellt. Den Herren würde aber ein Gefängnisaufenthalt gut tun, auch ein kürzerer. Eine bedingte Strafe darf nicht sein, das wäre ein ganz schlechtes Zeichen an die Wirtschaftswelt: Mit guten Anwälten und dem nötigen Kleingeld kommst du ungeschoren davon, also weiter wie bisher !

  19. Der normale Bürger würde für vermutlich 25Km zu schnelles Autofahren härter angepackt.
    Würde wetten, die kommen alle frei und kriegen noch eine Fette Entschädigung und wenn es ganz hart kommt ne bedingte Busse von 2000.-. Aber mit dem rechne ich nicht.

    • Hallo Beat
      Bin absolut Ihrer Meinung.
      Wie Sie schreiben werden diese Typen Freigesprochen, und der Kanton Zürich resp. der Staat wird zu Millionen entschädigungen verknurrt. Denn diese Typen können sich die entsprechenden Anwälte leisten.
      Ich muss gestehen ich bin fast ein bisschen Neidisch auf solche Typen. Ich wünschte mir manchmal ich hätte ein bisschen von solchen Typen.

  20. Bei D. Behring war der Antrag der Bundesanwaltschaft zuletzt 6 Jahre 9 Monate, sprich 81 Monate. Verurteilt wurde er zu 5 Jahren 5 Monaten, also 65 Monate. Das sind die schon fast üblichen 20% „Rabatt“ für eine klare Verurteilung, bei der aber noch strafmindernde Faktoren (Schuldeingeständnis, Reue, öffentliche Vorverurteilung, langes Verfahren) berücksichtigt wurden.
    Im Fall Vincenz würden dann aus 60 Monaten deren 48, das sind 12 Monate zu viel für eine teilbedingte Strafe! Das würde heissen, dass PV auch nach dem Prozess nochmals hinter schwedische Gardinen müsste. Damit würde der Trick mit der teilbedingten Strafe unter Anrechnung der U-Haft und Restverbüssung mit Fussfessel nicht klappen. Sprich keine „Trotz-Verurteilung-frei-aus-dem-Gericht-Marschieren“-Karte. Könnte es sein, dass das eine Strategie ist, einen Deal zu provozieren?!

  21. Wenn dieser zuständige Untersuchungsrichter auf 5 Jahre plädiert hat es Fleisch am Knochen und dies wissen auch die Richter.

  22. Wenn ich als Staatsanwalt 3 oder mehr Jahre brauche, um einen Finanzcase zu konstruieren würde ich auch auf tutti gehen, um mein Gesicht zu wahren.
    Allerdings hätten die Exempel bei den andern Insider-Fällen statuiert werden müssen, wo es um dreistellige Insidermillionen ging bei einer Fusion (Phonak, Bank Bellevue und Swissfirst). Die liess man alle wegen Beweisnotstand frei herum laufen und stellte das Verfahren hilflos ein.
    Das nenne ich nicht Justiz.

  23. Der Pierin lässt sich von nichts beeindrucken, oder es sich mindestens nicht anmerken. Hat er eine Alternative?

    Ich bin ziemlich sicher, dass die Anwälte ihn da raushauen werden. Zurück ins Geschäft wird er aber wohl dennoch nicht mehr kommen und es hat eine ganze Armada von Mitläufern ihre Posten gekostet. Immerhin….

    • Na klar hat er eine Alternative.

      Sogar mehrere gute Alternativen.

      – Er könnte sich einsichtig zeigen und sagen, daß sein Verhalten nicht ok war.

      – Oder er könnte sich wenigstens teileinsichtig zeigen und sagen, daß nicht alles optimal gelaufen ist.

      Bei Verkehrsdelikten (zum Beispiel) werden Raser, die sich vor Gericht uneinsichtig zeigen und / oder sich bei den polizeilichen Befragungen vor dem Prozeß uneinsichtig zeigten zu recht härter bestraft.

  24. „Fünf Jahre für die Hauptbeschuldigten…“

    Bis eine Staatsanwaltschaft solch saftige Strafen ankündigt, muss klar sein, dass die Angeklagten weit mehr auf Ihrem Negativ-Konto eingetragen haben, als die Öffentlichkeit weiss.

    Wird höchste Zeit, dass solch verschachtelte Wirtschaftsvergehen aufgedeckt und rechtlich verurteilt werden. Andernfalls haben wir eine nicht enden wollende und weiter sich ausbreitende Korruption im Land, die eine gesunde Wirtschaft mit entsprechender Wertschöpfung verhindert und zerstört.

  25. Die penetrante, fast schon nerv-tötende Uneinsichtigkeit von Vincenz bis zum Schluß dürfte das Strafmaß zu recht erhöhen.

    Ob er für alle Bündner weiterhin ein „kuhler“ Typ ist, darf bezweifelt werden.

    Wobei es nicht verwundern würde beim bündner Bergfilz nicht verwundern würde.

    – Ein Bergfilz, der aktuell die GKB (Ruvercap) in Bedrängnis bringt.

    – Der zum in der Geschichte einmaligen Bündner Baukartell geführt hat.

    – Der gerade zum Amtsenthebungsverfahren eines Richters führt, nachdem der höchste bündner Richter ein Urteil (heimlich) so abgeändert hat, daß ein Erbe über eine halbe Million weniger erhält:

    http://www.rhätische-zeitung.ch/angespannte-situation-am-kantonsgericht-von-graubuenden-amtsenthebungs-antraege-disziplinarverfahren/

    Um nur 3 Beispiele zu nennen.

    • Die Bündner haben ihre GKB und im Aargau gibt es die HBL in Lenzburg. Die mischt die Karten auch nach belieben, brüstet sich mit ihrer Minidigitalisierung, puscht Kryptowährung – was nicht mehr so einfach ist, seit die Grinsdoris weg ist und Sachen Ethik den anderen Sauställen in nichts nach steht…bis es knallt…

  26. Also 5 Jahre Szrafmsss ist das absolute Minimum!
    Der ex-Raiffi-Boss hat seinen gut bezahlten Job benutzt, um hinter diesem Versteck krumme Geschäfte zu tätigen.
    Behring war eigenständig.

  27. Glaubt hier irgendwer, dass Vincenz den Knast je von innen sehen wird?

    Niemals, so gut sind unsere Staatsanwälte definitiv nicht.

  28. Bei den Immobiliendeals dürfte wohl einiges im Sande verlaufen. Eine Firma, die einem engen Freund von Muammar Ghaddafi gehört, hatte dort ihre Finger im Spiel. Da geht es dann plötzlich um Politik, Geld und Macht. Weshalb die Ermittler bei der Soltana Consulting, die Ghaddafi immer brav das Geld mit Immobiliengeschäften gewaschen hat, und auch bei den Raiffeisen-Deals im Hintergrund die Fäden zog, nicht näher hinschaut – das wissen nur die Wirtschaftsanwälte.

    • Alles wird gut oder auch nicht:

      Swissair-Versager lebt in Saus und Braus. Swissair-Versagerrat Lukas Mühlemann (56) jongliert wieder mit Millionen und geniesst das Leben. Die Klagen lassen ihn kalt.

      Denn Mühlemann hat nicht versagt, sondern einfach nur Pech gehabt. So sieht das der einstige CS-Starbanker. «Im Verwaltungsrat sassen anständige Leute», betont er: «Wir hatten stets das Wohl des Unternehmens im Auge. Aber wir sind gescheitert.» Mühlemann bedauert das sehr. Er ist überzeugt, nichts Kriminelles getan zu haben, schreibt die Wirtschaftszeitung «Cash».

  29. Die Totengräber im serbelnden Schweizer Banken-Business profitieren von einem Langzeit-Schutz. Ein Stimulus von Sonderbehandlungen, Protektion und Käuflichkeit bis auf geht nicht mehr.

    Der Chamäleon-Typ im Heimatkanton willkommen und gehätschelt bedeutet nichts anderes als : „Der passt doch bestens zu uns.“

  30. Grundsätzlich basiert das gesamte Finanzsystem auf der Grundlage der Kriminalität, wird unterstützt und gefördert vom unglaubwürdigen Staat selbst. Hinter diesem Staatgebilde, welches lediglich durch ein kriminelles, betrügerisches, Kreditschneeballsystem finanziert wird, und somit nur durch Betrug aufrecht erhalten werden kann, verbergen sich die “Financiers“, sowie deren Gehilfen aus Politik, und Justiz / Gerichte. Eine Hand wäscht die andere im korrupten Geflecht.

    Ein hartes Urteil für den “coolen Finanzbubi“ würde deshalb in diesem korrupten, kriminellen und betrügerischen Gebilde überraschen.

    Normalerweise unterstützt und fördert das korrupte Staatgeflecht (die Genossenschaft des Eides) seine kriminellen “Finanzlieblinge“, und bestraft dafür seine “genossenschaftlichen“ Steuerzahler mit U-Haftentschädigung zugunsten des Verbrechers.

    • Werter Torpedo
      Es ist richtig, dass die Geldschöpfung dem Wesen nach, eine Treuhandfunktion, ohne Forderungen und Verpflichtungen, ohne Verzinsung und Delkredererisiko, erfüllt!
      Weil das Geldsystem auf der Betrugslehrmeinung der Fakultät Ökonomie, wonach die Banken, das von ihnen selbst geschöpften Kundenguthaben, für ihre Aktivgeschäfte verwenden, beruht, wurde die Organisation einem Bankensystem überlassen!
      Jordan, erzählt doch diesen Schwachsinn auch immer wieder, ohne eine saftige Strafe gewärtigen zu müssen!

  31. Lach! Die Zürcher Wirtschafts-Staatsanwaltschaft hatte in meinem Fall (Bankgeheimnisverletzung etc.) 5 1/2 Jahre Knast gefordert. Das Resultat sind 14 Monate bedingt plus Kostenübernahme und ja mein Strafverfahren ist nach 15 Jahren immer noch pendent. Es gibt bis heute noch kein rechtskräftiges Urteil! Das Bundesgericht bearbeitet den Fall wiederum.

    Nun die 9. Abteilung des Zürcher Bezirksgerichts ist bekannt dafür, dass sie wirtschafts- bzw. insbesondere bankenfreundlich ist. Aus diesem Grunde wurde ich von dieser Abteilung auch zweimal der schweizerischen Bankgeheimnisverletzung für schuldig befunden. Das Bundesgericht kam am 10. Oktober 2018 zu einem ganz anderen Schluss und hob das Zürcher Obergerichtsurteil vollständig auf!

    Auch im Fall „Vincent & Co.“ wird sich das Gericht bankfreundlich zeigen und auch die Interessen des Finanzplatzes wahren! Wie das aussehen wird, überlasse ich dem Leser. „Vincent & Co.“ wird sicher nicht ins Gefängnis wandern, meinte ich! Der Schaden für den Finanzplatz Zürich wäre zu gross!!!

  32. Wenn Anwälte und Beschuldigter in der gleichen Partei Mitglied sind,wird nichts passieren, höchstens eine so milde Strafe damit wir uns kaputt lachen.
    Herr Lukas Hässig,bleiben
    Sie dran!

    • Wieso, spricht seit neueste der Anwalt jetzt Recht über den Beschuldigten? Schon eine Sauerei was die sich erlauben – Rechtsanwalt und Beschuldigter in einer Partei. Das reicht ja saumässig nach Filz und Vetternwirtschaft, nicht wahr? Man-o-man, ersparen Sie uns doch bitte diese sinnleeren Kommentare oder denken Sie vorher mal etwas nach!

  33. Pierig stressfrei.

    Ein willkommener Nebeneffekt der Pandemie: Sie lässt die Dramen der Vor-Corona-Zeit weiter weg denn je erscheinen. Aber was macht eigentlich der ehemalige roi soleil Pierin? In seinem Zweithaus in Andiast geniesst er die Bündner Bergluft und seine neue Partnerin. Er ist schlank, gebräunt, vitalisiert und stets für einen guten Spruch zu haben. Trübsal, Stress, Prozessangst? Nicht bei Pierin.

    Und ist die Reputation mal angeschmiert, so lebt sich’s weiter ungeniert. Erst recht mit Lorenz Erni als Strafverteidiger. Der weiss, wie man Anklängern Knüppel zwischen die Beine wirft, so dass diese stolpern, straucheln und am Schluss sogar oft klein beigeben müssen.

    Pierin, auch wir IP-Leser sind stressfrei. Aber gespannt, was alles zu Tage kommen wird, nachdem Inside Paradeplatz vor langer Zeit den Stein ins Rollen gebracht hat.

    Das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben.

  34. Kann mir nicht vorstellen, dass es für diese 3 Vorwürfe Gefängnis geben könnte. Wäre ja ein Witz gegenüber Kinderschändern und Vergewaltigern, die auf Bewährung raus kommen.

    Es geht um Insidergeschäfte – das passiert tagtäglich in der Schweiz, nur bei Vincenz macht man ein riesen Theater draus!!
    „Vor Gericht kommen die drei Fälle Commtrain, EuroKaution und Investnet, zudem noch Immobiliendeals.“

  35. Das wird noch Jahre dauern bis PV rechtskräftig verurteilt ist, wenn es dann soweit ist geht er mit dem Rollator und leidet an Demenz.

  36. Bei unseren Gerichten wird das so ablaufen: 2-3 Jahre werden schon mal angerechnet, für die restliche Zeit muss er 6 Monate in seiner Villa als Hausarrest absitzen (wobei niemand überprüft, ob er tatsächlich dort ist) und der Rest wird wegen guten Führung erlassen. Wetten?

  37. Ja, der Pierin Vincenz hat ja eigentlich seine grösste Strafe schon kassiert: Ruhm, Ehre, Ansehen, Familie – alles im Eimer…

    • Die Jagd nach Ruhm und Ehre ist die verbreitetste von allen Torheiten dieser Welt.

      Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

  38. Gratulation für diese Recherche zu Raiffeisen. Was meint eigentlich K.Stöhlker? Die Home Officers vermissen sein Geschwurbel. Oder ist er bereits Post Corona? Oder in seinem Grotto im Tessin?Oder in Corona? LH bleiben Sie dran!

    • Da geht es nicht um Raiffeisen, sondern um Pierin Vincenz als Privatperson. Diese 3 Unternehmen sind involviert: Commtrain, EuroKaution und Investnet.

      Ist für viele schwierig zu verstehen. Pierin Vincenz war einfach mal CEO von Raiffeisen Schweiz, der Abwicklungsbude der CH-Raiffeisenbanken.

  39. Es ist schon lange an der Zeit, dass solche Typen eingekäpselt werden („es gilt die Unschuldsvermutung….“)
    Schon bei der Swissair hatte ich kein Verständnis für den zivil- und strafrechtlichen Freispruch (nach zweimaliger Rückweisung der Anklageschrift wegen Rechtsmängeln!). War halt eine Gang.
    Letztmals wurde meines Wissens Werner K. Rey durch die Berner Justiz verurteilt, nachdem sich die unwilligen und unfähigen Zürcher Strafverfolgungsbehörden standhaft geweigert hatten, diesen Herrn zu verfolgen.

    • unbedarfter Kommentar. Bei Swissair gab es keine Bereicherung – dies unterscheidet die zwei Fälle klar.

    • Bei der Swissair gab es keine Bereicherung ?

      12,5 Millionen Franken im voraus für Mario Corti – wie würden Sie das bezeichnen ?

  40. Also alleine mit dem Strafantrag ist mein Rechtsempfinden wieder hergestellt und ich kann es verkraften, dass Leute wie Daniel Lüscher und die anderen VRs einfach abschleichen konnten.

  41. Generell laufen da zu viele korrupte Typen frei herum, in verschiedenen Branchen! Man schaut zu, einige kaufen sich frei…etc. Whistleblowers werden jedoch wie Verbrecher behandelt. Grotesk und krank dieses System! Glücklicherweise fliegen jedoch immer wieder erneut Machenschaften auf.

    • Aha okey, herzlichen Dank Manuela für deine tolle Erkenntnis! Was gibt es heute zum z’Mittag 🙂

    • @Neugierig
      In den USA, denn da gehen Wirtschaftsbosse und Banker auch für Jahre ins Gefängnis! Deutschland bestraft zwar, aber sehr milde! Doch ja, es gibt wenige Staaten, die bei Wirtschaftskriminalität wirklich durchgreifen. Der Grund ist offensichtlich, den Strafverfolgern fehlen die Informationen und der Sachverstand zumindest gemäss meinen Erfahrungen.

    • leicht besorgniserregend ist es mittlerweile schon mit der sogenannten unabhängigen Justiz.

      1) Fifa Anklage fallen gelassen – wow das haben wir leider vergessen, ist jetzt verjährt 🙂
      2) gegen Herrn Lauber wird jetzt selbst ermittelt – oje mit dem konnte er nicht rechnen
      3) Und alle Versuche in der Vergangenheit einen vernünftigen Whistleblowerschutz einzurichten scheitern konstant sang und klanglos im Parlament. Wieso?