Big Pharma kennt nichts, wenns um Big Money geht

In der Finanzkrise eins lernte man, was Bankster sind. Gegen Big Pharma sind gierige Bonusbanker aber Waisenknaben.

John Le Carré hat in seinem Thriller „The Constant Gardener“ ein rabenschwarzes Bild der Pharmaindustrie gezeichnet. Sie begehe „Verbrechen eines ungezügelten Kapitalismus“, sehe ungerührt zu, wie Arme sterben; ein Völkermord, begangen mit der Waffe des Patentschutzes.

Zudem würden vor allem in Afrika die Unkenntnis und die Armut der Menschen ausgenützt, um sie als Versuchskaninchen für neue Medikamente zu missbrauchen.

In dem Roman geht es um den tödlichen Test eines neuen Medikaments an arglosen Probanden in Afrika, und darum, wie das Verbrechen anschliessend vertuscht wird, mit allen Mitteln, darunter auch Mord.

Dennoch sagte Le Carré über seine bitterböse und gut recherchierte Abrechnung: „Je tiefer ich in den pharmazeutischen Dschungel eindrang, desto klarer wurde mir, dass mein Roman, verglichen mit der Wirklichkeit, ungefähr so harmlos ist wie eine Urlaubspostkarte.“

Big Pharma geht buchstäblich über Leichen, wenn sich herausstellt, dass ein neues Medikament tödliche Nebenwirkungen hat. Menschenversuche sind in der sogenannten Phase drei aber nötig, um den alles entscheidenden FDA-Aproval zu bekommen: die Zulassung des Medikaments durch die US-Gesundheitsbehörde.

Erst dann kann das Medikament verschrieben und Krankenkassen weltweit in Rechnung gestellt werden.

In wohl keinem anderen Wirtschaftszweig wird mit dermassen harten Bandagen gekämpft wie hier. Zurzeit ist ein Rennen im Gang, wer zuerst einen Impfstoff gegen die neuste Pandemie oder gar ein Gegenmittel auf den Markt werfen kann.

Es wird unter Hochdruck geforscht, mit Milliardeneinsätzen gepokert. Denn wer die Nase vorne hat, wird sie sich vergolden.

Für Patienten? Oder die eigene Not? (Unispital ZH, IP)

Aber auf dem Weg zum grossen Geldtopf für ein neues Medikament steht das, was vornehm als klinische Studie bezeichnet wird: der Menschenversuch. Natürlich an freiwilligen Probanden, die ausführlich über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt wurden.

Daher ist es reiner Zufall, dass immer mehr solcher Menschenversuche in der Dritten Welt stattfinden. Nicht zuletzt in Subsahara-Afrika oder in Südafrika.

Dort gibt es die besten Voraussetzungen, um Freiwillige zu finden. Eine allgemein schlechte Gesundheitsversorgung, Armut und fehlende Fähigkeiten, die möglichen Risiken beim Ausprobieren eines neuen Medikaments einschätzen zu können.

In der wohl vollständigsten Datensammlung auf ClinicalTrials.gov sind zurzeit alleine für COVID-19 rund 2’300 Studien registriert. Und hier wird nur eingetragen, wer sich selber meldet.

Pharma ist ein Riesenmarkt mit einem weltweiten Umsatz von Medikamenten von über einer Billion Franken pro Jahr. Alleine die drei grössten Pharmamonster Pfizer, Novartis und Roche stemmen zusammen einen Jahresumsatz von fast 140 Milliarden US-Dollar.

Der Markt ist dermassen heiss umkämpft, dass wohl Zweidrittel aller neuen Medikamente sogenannte „Me too“-Präparate sind.

Ein Pharmariese will dem anderen Konkurrenz machen, der ein besonders lukratives Medikament entwickelt und mit Patenten geschützt hat. Also wird am Molekül etwas rumgefummelt, und schon gibt es beispielsweise mehr als ein Dutzend Betablocker, die alle mehr oder minder das Gleiche bewirken.

Aber es wird nicht nur nach neuen Medikamenten geforscht, auch die Tauglichkeit von schon vorhandenen wird getestet.

Zurzeit sind zwei Medikamente im Rennen, die möglicherweise positive Wirkungen gegen das Corona-Virus erzielen könnten. Das eine heisst Remdesivir, das andere Chloroquin oder Hydroxychloroquin (HCQ).

Für viele spricht schon mal gegen HCQ, dass US-Präsident Donald Trump es in höchsten Tönen lobte und angeblich selber einnimmt, um sich gegen das Virus zu schützen.

Es gibt aber einen noch viel wichtigeren Grund, der für Big Pharma gegen Chloroquin und den verwandten Wirkstoff Hydroxychloroquin spricht.

Es handelt sich um Malariamittel, die schon länger auf dem Markt sind und daher auch in Form von Generika existieren. Was konkret bedeutet: Die tägliche Dosis kostet rund 70 Rappen, für eine normalerweise ausreichende 10-Tages-Therapie also 7 Franken.

Anders bei Remdesivir; da kann eine Abgabe bis zu 4’000 Franken kosten, das Medikament ist zudem mit Patentschutz umzingelt.

Remdesivir lag einige Jahre im Panzerschrank der US-Firma Gilead. 2013 wurde es etwas abgestaubt und versuchsweise gegen Ebola eingesetzt. Die eigentliche Arbeit und die Kosten übernahmen mehrere staatliche Institute.

Die Idee, auch auf Ebola und andere Viren zu testen, hatte ein Forscher am Center for Disease Control in Atlanta. Aber das Patent und damit die mögliche sprudelnde Geldquelle liegt bei Gilead.

Remdesivir fiel damals aus dem Rennen, weil es keine beeindruckende Wirkung erzielte. Aber durch die neue Pandemie gibt es eine neue Chance.

Die ersten 1,5 Millionen Dosen für klinische Studien und Notvergabe an Corona-Patienten hat Gilead an Staaten weltweit gespendet. Im Drogenslang nennt man das anfixen.

Der Laie könnte meinen, dass doch nur die Wirksamkeit bei der Frage entscheidend sei, welches Medikament zum Einsatz komme. Da kennt er aber Big Pharma schlecht.

So erregte eine in der angesehenen Wissenschaftszeitschrift „The Lancet“ publizierte Studie grosses Aufsehen. Sie kam zum Ergebnis, dass HCQ nicht nur weitgehend wirkungslos sei, sondern sogar die Todesrate bei Patienten, die es einnehmen, erhöhen würde.

Die Autoren der Studie beriefen sich dabei auf die Auswertung von Daten von rund 90’000 Patienten in über 670 Spitälern in 6 Kontinenten. Daraufhin stellte nicht nur die Weltgesundheitsorganisation WHO, sondern auch Gesundheitsämter in vielen Ländern weitere Studien zu HCQ ein und empfahlen seine Abgabe nicht länger.

Abgesehen davon, dass aufgeschreckte Patienten dieses Medikament nicht mehr einnehmen wollten.

Nur: Schon zwei Wochen nach der Publikation mussten die Autoren ihre Studie zurückziehen, „The Lancet“ war peinlich berührt, die Wissenschaftscommunity weltweit sauer.

In der Studie waren grobe Fehler begangen worden, die angeblich ausgewerteten Daten waren gar nicht vorhanden. Kurz: Es war Fake News vom Schlimmsten.

An der Publikation beteiligt war auch Frank Ruschitzka. Der Leiter der Kardiologie an der Herzklinik des Unispitals Zürich hatte zuvor noch getönt:

„Für die Wirksamkeit von Hydroxychloroquin und Chloroquin bei Covid-19 gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Im Gegenteil, insbesondere bei Covid-19-Patienten mit Herzerkrankungen beobachteten wir schwere Nebenwirkungen, vor allem lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen.“

Gegen Ruschitzka läuft inzwischen eine Untersuchung. Er ist damit innert kurzer Zeit der vierte Klinikdirektor am Unispital, der in die Schlagzeilen gerät.

Sein Kollege Francesco Maisano lässt zurzeit sein Amt als Chef der Herzchirurgie ruhen, bis diverse Vorwürfe gegen ihn, unter anderem auch geschönte Untersuchungsberichte und Bereicherung, abgeklärt sind.

Hinter dieser Malaise verbirgt sich ein Problem, das die Struktur des Unispitals betrifft. Es ist eine sogenannte „Anstalt des kantonalen öffentlichen Rechts“.

Das bedeutet, dass wie bei vielen Kantonalbanken das Aufsichtsgremium, hier der Spitalrat, nach Parteienproporz zusammengesetzt ist, nicht etwa nach Kompetenz. Denn der Zürcher Regierungsrat wählt sieben Mitglieder, die Uni Zürich und die Gesundheitsdirektion delegieren zwei weitere.

Typisch für diesen Filz ist die Tatsache, dass der Whistleblower, der die Untersuchung gegen Maisano ins Rollen brachte, dafür gefeuert wurde.

Die ganze Herzklinik des Unispitals ist krank, nun wurde mit Professor Paul Vogt ein erfahrener Herzchirurg von aussen geholt, der diesen Augiasstall ausmisten soll. Eine wahrhaft herkulische Aufgabe.

Bei dieser Gelegenheit müsste auch gleich noch die Umleitung von Patienten in Privatpraxen von Professoren, deren Gutachter-Tätigkeit in eigener und fremder Sache sowie das Versagen der Aufsichtsorgane thematisiert werden.

Entscheidend ist der Wille, diese auch von Steuergeldern finanzierte Institution aufzuräumen, die eigentlich der Gesundheit der Bevölkerung und nicht der Gesundheit des Portemonnaies von Professoren dienen sollte.

Gleichzeitig ist die Suche nach einem Impfstoff oder einem Medikament gegen die neuste Sars-Virusgeneration eine gute Gelegenheit, Licht ins Dunkle zu bringen.

Denn es geht hier immerhin um Menschenleben. Daher muss ausgeleuchtet werden, welche Ärzte ihre Tätigkeit vor allem dem Retten und Heilen verschrieben haben.

Und welche Ärzte vor allem einen Beutel aufschneiden wollen: den Geldbeutel, indem sie bezahlte Gefälligkeitsgutachten verfassen, Medikamente oder Produkte verwenden, wofür sie ein zusätzliches Entgelt bekommen oder mit Steuergeldern finanzierte Institutionen benützen, um von dort Patienten in ihre Privatpraxis umzuleiten.

Denn zwischen einer hochverantwortlichen und daher hochbezahlten Tätigkeit und Geldgier gibt es eine scharfe Trennlinie, die mit dem Skalpell gezogen werden muss.

Kommentare

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  1. Arbeite in “Big Pharma”, vorher bei einer Grossbank und finde es fast schon komisch dass man bei beiden jeweils den Anderen in den Dreck ziehen muss, scheinbar um nachts besser schlafen zu können. Manchmal kommt auch noch Big Tobacco in Lausanne in Frage.
    “Im Vergleich zu denen sind wir ja Engel” hört man bei allen.

  2. Soeben wurde Novartis in den USA zu einer Strafzahlung von
    347 Mio verurteilt wegen gesetzeswidrigen Praktiken.

    Waisenknaben sind Banksters aber nicht. Allein die UBS musste
    seit 2001 in den USA 15 Milliarden !! Bussen bezahlen wegen
    Marktmanipulationen.

  3. Unglaublicher BULLSHIT ! man sehe sich mal die Ueberlebensraten von Herz-Kreislauf & Onkologie,u.v.a. Krankheiten von heute und vor zehn, zwanzig Jahren an! Das alleine zaehlt!

  4. Es ist erschütternd wie wegen Geld mit den Menschen gespielt wird.Menschen sind nur noch eine Ware die man benutzt um mehr und mehr Geld zu verdienen. Vielen Dank für Ihre Recherchen und deren Veröffentlichungen

  5. von 2014:

    https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-51763.html

    „Dabei soll die Effizienz des regulatorischen Prüfungs- und Zulassungsverfahrens verbessert werden, indem der Fokus der Akteure auf Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung gelegt wird“

    Mit anderen Worten: weil es für die Pharmaunternehmen lukrativ ist, sollen Medikamente in der Subsahara ohne gründliche regulatorische Prüfung zugelassen werden. Dies will die Gates-Stiftung erreichen, zusammen mit der Schweizer Verwaltung (Eidg. Departement des Inneren und Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten).

  6. Ergänzung: Es stellen sich auch Schweizer/-innen für Medikamententests zur Verfügung, darunter Studenten und andere mit tiefem Einkommen. Ist seit jeher gängige, den Behörden bekannte Praxis hier. Keine Skandalisierung bitte!

    • Würden Sie sich für die neuen Coronaimpfungen, die in höchster Eile zusammengeschustert werden, zur Verfügung stellen? Wohl kaum.

  7. Ein guter Bericht. Allerdings schade, dass die Abneigung gegen Trump durchdrückt. Haben Sie sich schon einmal überlegt, wieso Trump eine CHF 7.- Therapie so stark reklamiert? Vielleicht eben gerade deshalb, um Licht ins dunkle Pharmageschäft bringen (‚Dark to Light‘ oder ‚Expose the Evil‘).

    Übrigens: inzwischen gibt es mehrere HCQ Studien, welche weit über der letalen Dosis die Patienten mit HCQ therapierten, nur um zu beweisen wie tödlich HCQ gegen Corona ist. So wird ein Medikament das seit Jahrzehnten auf der Liste der essenziellen Basismedikamenten der WHO steht, praktisch über Nacht von den Herren Doktoren der Pharmamafia zum Killer erklärt. Ein Schelm der böses dabei denkt.

  8. Sorry, völlig nutzloser Artikel.

    Pharmaindustrie an den Pranger stellen, von der die Schweiz gut profitiert aber in keinem einzigen Wort Bill Gates erwähnen.

    Zeyer war mal gut aber heute ist er mainstream blabla. Der Artikel bringt leider null neue Erkenntnisse.

    Schwach, Herr Zeyer. Wirkt, als wäre Ihnen zu Hause langweilig.

  9. Es ist bekannt, dass 30 bis Prozent 50 Prozent von den Umsätzen der Pharmakonzerne Gewinne sind. Das Gesundheitswesen ist staatlich reguliert. Die Pharmakonzerne brauchen grossen politischen Einfluss, damit solche gigantische Margen möglich sind. Zwei grosse Pharmakonzerne haben die Marbella-Sache benutzt, um grossen politischen Einfluss in Deutschland und den USA zu haben. Und haben mit Mitteln versucht mich zu brechen, um die politischen Eroberungen behalten und erweitern zu können, das ging in die Hosen und werden wohl einen sehr hohen Preis bezahlen müssen.
    Gunther Kropp, Basel

    • Gunter, leider komme ich erst jetzt Ihnen ergänzend meine Stellungnahme abzugeben.
      Seit April 2020 weiss ich via SRF, dass ca. 80% der Medikamente für die Schweiz in China hergestellt werden. Zu welchen tiefen Preisen Allgemein in China hergestellt wird das weiss heute jeder Importkaufmann. Die Gewinnmargen im CH-Basler-Medisektor müssen exorbitant sein. Das ist meine Meinung. Für die Schweiz ist es ein Skandal, dass wir die importierten Medis zu unglaublich hohen Preisen kaufen müssen (gedeckt durch die KrKassen, Verbände, PolitikerInnen mit ihren Mandate zur Wirtschaft), wobei dieselben Medis im Ausland um ca. die Hälfte günstiger sind (Ktipp hat in den vergangenen Jahren schon darauf hingewiesen) und deshalb viele ihre Medis deshalb im umliegenden Ausland kaufen müssen. Ca. 175’000 Personen, Stand 2019 und Tendenz steigend, können ihre Krankenkassen-Prämien nicht mehr bezahlen. Das hat es in der Vergangenheit noch NIE gegeben. Auch dies ist ein Skandal, wobei die PolitikerInnen in Bern nichts unternehmen (kein Wunder bei den angehäuften Mandaten von NR Ruth Humbel – nur als 1 Beispiel für Gesundheits-Interessenverbindungen). Wir strangulieren uns selbst…

    • @Peter P. Wiesner
      Es ist an der Zeit, dass die Pharma-Giganten vom Sockel der absolutistischen Macht gestossen werden.

    • Gunther, danke für Ihre Rückantwort. Sie schreiben:
      „Es ist an der Zeit, dass die Pharmagiganten vom Sockel der absolutistischen Macht gestossen werden“. Ein schneller Zusammenschluss senkrechter und unabhängiger Schweizer wäre eine Wohltat…
      Welcher Virus muss diese Hirne befallen, dass bei den Milliardären eine Umkehr im Denken des Profites (ich denk‘ mal zehntausend Prozent p.a. ist ein tiefer Prozentsatz) stattfindet? Herr Hässig müsste die Kavallerie nach Basel und Bern ausreiten lassen inkl. Staatsanwaltschaften damit diesen Betrügern das Handwerk gelegt wird. Zum Schluss: Das Karma dieser Herren wollte ich nie und nimmer!!

    • @Peter A. Wiesner
      Der Souverän hat seine Politiker nicht mehr unter Kontrolle. Die Damen und Herren der Hochfinanz haben das erkannt und betreuen mit entsprechenden finanziellen Mitteln die gewählten Volksvertreter. Die betreuten Poliker*innen haben erkannt wie schön, abwechslungsreich und genussvoll das Leben ist, wenn die Kohle in rauhen Mengen mit vergnügen und Spass aus dem Fenster geworfen werden kann.
      Eine Veränderung wird es erst geben, wenn der Souverän aktiv seine Macht ausspielt und den Laden aufräumt. Los geht’s und vorwärts.

    • Gunter, Ihr heutige Zeilen von 7:40H und der Schlusssatz: „Los geht’s und vorwärts, sowie Ihr erster Kommentar vom 24.6. mit dem Schlusssatz: „…, das ging in die Hosen und werden wohl einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Hat dieser Schlusssatz mit dem Kommentarschreiber „too pig to jail“ von heute 10:43h zu tun in dem geschrieben wird: „Soeben wurde Novartis in USA zu einer Strafzahlung von 347 Mio. verurteilt wegen gesetzwidrigen Praktiken.? Genauso müsste „mann“ nun in Bern vorgehen. Und da sehe ich -ehrlicherweise und als ca. 40jähriger Beobachter dieser Szene- r a b e n s c h w a r z. Zu Ihrem Satz von heute 7:40h: „Los geht’s und vorwärts“. Hierbei sähe ich Potential, aber… das geht hier über’s Netz hinaus und erteile Herrn Hässig das OK, dass er Ihnen meine private E-Mailadresse bekannt gibt, sofern Sie eine weitere und eine machbare Umsetzung sehen. Dies sähe bei mir -kurz erwähnt- so aus: Mit JournalistenInnen aus 5 europ. Ländern D,F,I,Sp,E. einen runden virtuellen Tisch gründen und diese müssten unabhängig sein, am liebsten -bald- oder Pensionierte. Ein gutes Wochenende und bleiben Sie gesund, ebenso auch Herr Hässig.

    • @Peter P. Wiesner
      Die beiden Basler Pharma-Giganten haben die Marbella-Sache benutzt, um politischen Einfluss zu gewinnen. Es wurden Methoden angewendet, die wohl nicht im Einklang mit den allgemein gültigem Rechtsnormen sind und möglicherweise von allerhöchste Stellen abgesegnet wurden, um mich auf übelster und hinterhältigste Art und Weise zu mobbeen. Wer solche Mittel anwendet, der kennt eine Grenzen mehr und muss gestoppt werden. Das wäre der Anfang.

  10. Die Stadt ZH hat nun neu eine online Whistleblowerstelle geschaffen, kann man jetzt aus den Medien entnehmen. Die Frage stellt sich jedoch, wer da alles mit dabei ist. Das stimmt eben genau nicht, dass es innerhalb der Stadtverwaltung wenig Fälle gibt, wie der Tagi oder Nau berichtet! Wenn ein Whistleblower innerhalb der Verwaltung Missstände meldet, wird er verwarnt, eingeschüchtert oder ignoriert. Oft werden die Leute die unbequem sind auch gemobbt bis sie selber gehen oder sie erhalten die Kündigung!

  11. In gewissen Teilen kommt die Voreingenommenheit des Artikelschreibers gegen die Pharmabranche zum Ausdruck. Apropos „Anfixen“: Gilead hat Remdesivir an China gespendet. Was machten die Chinesen? Sie registrierten es flugs in China als ihr eigenes Patent.Das kanns ja auch nicht sein.Wirtschaftsethik ist in China eh ein Fremdwort.Wir können also froh sein, dass Roche und Novartis ihren Firmensitz (noch) in der Schweiz haben.Sind sie weg, sieht’s düster aus und das nicht nur in der Region Basel.Überall will die Schweiz vorbildlich sein – der Klassenprimus sozusagen. Dass das nur ein Feigenblatt ist, sollte aber jedem klar sein.Einerseits die hiesige Pharmabranche verteufeln und auf Wirtschaftethik zu pochen,andererseits Medikamente von ausländischen Firmen zu beziehen, insbesondere z.B.aus China oder Indien, ist pure Heuchelei.
    Bei der WHO liegt sehr vieles im Argen. Dass Trump deren Machenschaften nicht goutiert, ist nachvollziehbar.
    Zu Ruschitzka: Spezialisten sind nicht gefeit, Dummheiten anderer nachzuplappern oder falsche Studien anzufertigen. Dass das Konsequenzen haben sollte, geht völlig in Ordnung. Negative Beispiele in Sachen „wissenschaftliche“ Studien, gab und gibt es zuhauf auch zu anderen Themen, so z.B. in Sachen CO2 und dem Klima. Einfältige Aussagen wie „believe the scientists“ einer Greta Thunberg sind vielleicht was für Kinder, aber sicher nicht für Erwachsene.

    • das sind eben genau die 3 ip spezialisten die einem die welt erklären wollen…

      was unserem hässig eigentlich mehr schadet
      als er in seiner swissbox gerade bemerkt.

  12. Besten Dank für ihren Mut.
    Zu Hydroxychloroquin gibt es schon ältere Studien.
    Siehe Google – Hydroxychloroquin – Suchfilter – beliebiger
    Zeitraum – Zeitraum festlegen 1995-2010 – Suche starten
    sehr informativ.

  13. Genau wegen solchen Schweinereien braucht es Whistleblowers. Die meisten Politiker*Innen sind jedoch gegen ein solches Gesetz. Auch der Strafrechtler Daniel Jositsch hat kein Gehör dafür das Whistleblowers besser geschützt sind. Im Fall Stocker, mit den beiden Whistleblowerinnen Wyler/Zopfi, haben die beiden immer wieder auf die Missstände hingewiesen und suchten ständig das Gespräch mit ihren Vorgesetzten, stiessen jedoch nicht auf Gehör. Der Whistleblower im Unispital Zürich, hat richtig und sehr verantwortungsvoll gehandelt, dort geht es um Menschenleben. Das die Spitalleitung sowie einige Politiker und Politikerinnen nun das Ganze wiedereinmal schönreden wollen geht nicht an! Der Fall muss zwingend sehr genau untersucht werden. Ebenso sollte der Whistleblower wieder eingestellt werden. Die Spitalleitung hingegen soll den Hut nehmen!

    • Hallo Frau Schneeberger
      Auch der Strafrechtler Daniel Jositsch hat kein Gehör dafür das Whistleblowers besser geschützt sind.
      Warum meinen Sie wohl dass dieser Typ kein interesse diebezüglich hat?
      Es muss ja schliesslich seine eigene Haut schützen resp. Retten. Vielleicht könnte ja sein Mist umgewühlt werden.

    • Genau, der Whistleblower muss unbedingt wieder eingestellt werden. Unser Staat ist aber schon dermassen mit Sozis unterwandert, dass dies wahrscheinlich leider keine Chance hat. Interessant zu schauen auch, ob Frau Rickli den Mut und die Kraft hat, dagegen anzustemmen.

  14. Das ist doch keine grosse Überraschung – die Pharmaindustrie produziert doch nur das, was sich für sie gewinnbringend verkaufen lässt. Das Wohl der Menschen ist für sich zweitrangig. Und vermutlich arbeiten ihre Lobbyisten auch gut daran, das die Verwendung der Drogen Alkohol und Nikotin nach wie vor gesellschaftsfähig sind und bleiben. Wäre es doch ein Milliardenverlust, wenn die Absätze von Mittelchen gegen diese Drogen signifikant einbrechen würden.
    Denkt man etwas böse weiter, könnte das ggf. auch von der Ärzteschaft unterstützt werden. Dort werden ja auch ganz viele Patenten behandelt, die mit diesen Drogen ein Problem haben.
    Und wie stark dieses Lobbyistentum ist zeigt auch, das sich kein Politiker mal diese Branche vornimmt – so wie aktuell es jetzt bei Tönnies in Güterloh der Fall ist.

  15. Der Professoren Beruf gerät je länger je mehr in Verruf. All die Honorar, Titular und Ehren Professoren und ehren Doktoren, deren Qualifikation nicht in akademischen liegt. Oder eben All die neben Tätigkeiten, Gutachten oder Privatfirmen, die so oder so Interessenkonflikte verursachen. In Harvard steht auf der Internetseite für wen sie noch arbeiten. Gerade bei Pharma. warum gibt es das hier nicht?

  16. Sehr geehrter Herr Zeyer
    Danke für Ihren Mut wenigstens das Offensichtlichste, dieser Branche, anzusprechen.

  17. Jetzt ist auch Zeyer wieder da, durfte ja dem Stoehlker nicht das Geschwurbel-Feld auf IP alleine ueberlassen.
    Da schreibt er wieder froehlich ueber eine Materie von der er offensichtlich keine Ahnung hat. Aber das hat ihn noch nie davon abgehalten, einen (oder 100) Artikel abzuliefern. Ueber (Big)Pharma, Clinical Trials etc kann man durchaus diskutieren und auch verschiedene Meinungen dazu haben. Aber hier wird alles wild und unsubtantiert zusammengewuerfelt, Afrika, Unispital, Corona, Le Carre – aber zu welchem Zweck? Was ist die These, ausser dass es wieder alle schlecht machen? Wo sind die Beweise ausser dem einen Lancet Artikel? Man weiss es nicht und fasst es nicht, was hier wieder ‘publiziert’ wird. Peinlich, genau wie Stoehlker eben.

    • Peinlich ist lediglich Ihr Kommentar und Ihre Unfähigkeit eigene Recherche zu betreiben. Sie haben ein Hirn und wahrscheinlich einen kleinen Computer mit Internetzugang in der Hand. Benutzen Sie beides mal!

    • V. Fusca: Ich muss Big Apple weitgehend recht geben. Der Zeyer-Artikel ist schon ein verallgemeinernder Rundumschlag. Ich habe 30 Jahre lang in der Pharmaindustrie gearbeitet, u.a. auch in der klinischen Forschung (Merck, Roche, Ciba-Geigy, damals, heute Novartis). Was Herr Zeyer da beschreibt, habe ich nie gesehen oder angetroffen, jedenfalls nicht in den genannten Arbeitgebern. Das muss ich zur Ehrenrettung schon klar sagen. Ob es anderswo so ist wie beschrieben, ich weiss es nicht. Was der Autor hingegen zum Herzzentrum der ZH-UNI-Klinik sagt, dürfte stimmen, man las es auch in der Tagespresse, und wirft ein schlechtes Lift auf diese Spitalleitung (Herren Zünd und Waser) und auf die betroffenen Chefärzte.

    • @BigApple und Georg Stamm
      Als ex-„Big Pharma“ Insiderin kann ich Herrn Zeyer nur beipflichten. Er scheint die Realität in der Gesundheitsindustrie recht gut zu kennen. Wie jede andere Industrie ist auch die Pharma letztlich dem Druck der Profitmaximierung ausgesetzt. Die Investoren wollen das so.
      Das Besondere im Pharmabusiness liegt jedoch darin, dass es kranke, oder häufig gar hilflose Menschen sind, die das Substrat bilden, aus dem der Profit resultiert. Da selber in der Materie unkundig, sind diese dann dem medizinischen Personal völlig ausgeliefert. Universitätsprofessoren, d.h. sogenannte Opinion Leaders, deren Spektrum von A bis Z reicht (solche, die sich in erster Linie als Anwalt des Patienten verstehen bis zu solchen, die keine Scham empfinden als Zuhälter der Industrie zu fungieren, von der sie dann Zuwendungen in Form von z.B. „unrestricted Educational / Research oder anderweitigen Prestige-steigernden Grants auf völlig legale Art und Weise entgegen nehmen dürfen).
      Fazit: jeder von uns ist ein potenzieller Patient und wir würden daher gut tun, selber soweit als möglich Verantwortung für unsere Gesundheit zu übernehmen. Ansonsten müssen wir uns bewusst sein, im Ereignisfall bewirtschaftet zu werden.

  18. So ein nichtssagender und schlechter Artikel. Es ist ja logisch, dass Medikamente irgend einmal an Menschen getestet werden müssen, bevor sie auf den Markt kommen. Warum sollen jetzt Novartis und Roche „Monster“ sein? Das ist ein Business wie überall sonst auch. Im Gegenteil, verglichen mit dem was wir machen hilft es sogar noch kranken Leuten. Auf diesen Schreiber könnte man hier verzichten.

    • Wenn wir mal so weit sind (vermutlich nie), dass neue Produkte der Pharmaindustrie zuerst am Hauptsitz (inkl. Chefetage) ausprobiert werden müssen, dann ist für mich die Pharmaindustrie wieder einigermassen glaubwürdig. Absolution verweigert!

  19. Es ist wirklich eine Sauerei, dass insbesondere Menschen aus der 3. Welt als Versuchskaninchen misbraucht werden, aber alle jene die sich genau ab diesen Machenschaften am Meisten empören, sind diejenigen, die als Erste Ihren Arm für eine wirksame Impfung gegen COVID19 herhalten würden. Ich finde es viel verwerflicher, dass Leute aus der 3. Welt als Versuchskaninchen herangezogen werden und wenn genau diese Menschen ein günstiges Medikament zum Überleben benötigen, bekommen sie dieses nicht! Wir alle lassen uns doch vom grossen Geld wie Marionetten vom Morgen bis am Abend herumscheuchen…!

  20. Lieber Herr Zeyer, worum geht es in ihrem Artikel eigentlich? Ungenügende Aufsicht am USZ? Wissenschaftliche Studien, die später in Frage gestellt werden?

    Und Ihre Konklusion: Schuld an allem ist die Pharmaindustrie?

    In Ihrer Logik ist die Pharmaindustrie auch an COVID Schuld: Ohne Pharmaindustrie gebe es keine Tests, ohne Tests würde niemand als erkrankt identifiziert, ohne Erkrankte gäbe es keine Pandemie!

    Wieder mal ein Paradebeispiel eines schwachsinnigen IP-Artikels.

    • Einverstanden: der Mann ist „intellectually challenged“. Er hat es schon kürzlich mit dem Covid-19 versucht, über den Tellerrand zu schauen. Alles zu Komlex für ihn.