Pictet-Partner Collardi mandatiert beste Anwälte

Topjurist Peter Nobel und Top-Verteidiger Bettoni kämpfen für Star-Banker. Derweil ignoriert Bundesanwaltschaft Strafanzeige.

Boris Collardi ist zum Risiko für die lichtscheuen Pictet-Bankers geworden. Collardi bringt den Pictet-Partnern schmutzige Julius-Bär-Geldwäscherei-Geschichten ins Haus.

Eines kann sich Pictet nicht leisten: damit lange in den Schlagzeilen zu sein. Also lautet die Order: Collardi, lös Dein Problem.

Der Ex-Bär-Chef holt dafür Unterstützung. Und was für welche. Peter Nobel, der wohl bekannteste Wirtschaftsjurist des Landes, kämpft für Collardi, was alles Zivile angeht.

Da stehen die Finma-Untersuchung wegen Geldwäscherei bei der Bär im Vordergrund. Die heisse Phase umfasst die Zeit von Collardi an der Spitze der Bär.

Ebenfalls kämpft Nobel gegen in seinen respektive Collardis Augen unfaire Stories in den Medien.

Vraiment? (Le Temps)

Auf der strafrechtlichen Seite hat Collardi mit Peter Bettoni einen Top-Verteidiger beauftragt. Bettoni gilt als einer der Besten seines Fachs.

Der Abwehrwall trägt erste Früchte. Le Temps berichtete letzten Samstag gross über Collardi und dessen Verfahren.

Dabei kommt die Romand-Zeitung zu einem überraschenden Schluss. Es laufe keine Strafermittlung gegen Collardi, titelte das Blatt.

Im Lauftext schreibt der Journalist dann: „‚Aucune enquête ne sera ouverte par le parquet zurichois sur la base de ce courrier anonyme, pas même une procédure préliminaire‘, déclare Peter Nobel, une figure du barreau zurichois, associé chez Nobel & Hug.“

Pfunds-Jurist (Nobel Hug)

Und weiter: „Vendredi, le ministère public zurichois avait déclaré au Temps qu’aucune procédure n’était en cours.“

Die Aussagen überraschen. Auf Nachfrage heisst es bei der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft, dass sich nichts am Zustand verändert habe.

Dieser laute: „Basierend auf einem anonymen Hinweis vom Februar 2020 laufen bei der Zürcher Staatsanwaltschaft Vorabklärungen, ob ein Anfangsverdacht für strafrechtliches Fehlverhalten vorliegt.“

Wie also kommen Le Temps respektive Collardi-Anwalt Peter Nobel dazu zu behaupten, die Sache habe sich erledigt, es gäbe keine Straf-Ermittlungen, nicht einmal Vor-Ermittlungen?

Nobel meinte diese Woche am Telefon, dass er nie gesagt habe, es laufe nichts. Er habe dem Le Temps-Journalisten lediglich widergegeben, was ihm zuvor Collardis Strafverteidiger Bettoni gesagt habe, nämlich: Es gebe keine laufende Strafuntersuchung.

Das alles mag nach Wortklauberei und Juristenzeugs klingen. Dahinter verbirgt sich aber eine wahre Schlacht. Sie entscheidet über Collardis Zukunft.

Collardi setzt alles daran, möglichst rasch aus den „Klauen“ der Strafjustiz zu kommen. Nicht der Hauch eines Verdachts darf an ihm hängenbleiben, so die Übungsanlage. Deshalb der Verteidigungsring mit den nicht günstigen Topanwälten.

Bankers‘ Darling? (BA)

Zu Hilfe eilt Collardi – ob absichtlich oder nicht – die Berner Bundesanwaltschaft. Bei der nationalen Strafverfolgerin ist im Februar die gleiche anonyme Strafanzeige eingegangen wie bei den Zürcher Behörden.

Im Unterschied zur Justiz in der Zwinglistadt legten die Berner unter Bundesanwalt Michael Lauber aber die Hände in den Schoss. Sie gingen den Hinweisen des Anzeigeerstatters nicht nach, es gab keine Voruntersuchung.

Mail in den Papierkorb. Wie kommt das?

„Wie Sie der Homepage der Bundesanwaltschaft entnehmen können, müssen Strafanzeigen an die Bundesanwaltschaft schriftlich an die entsprechende Postadresse eingereicht werden, und sie müssen inhaltlich gewissen Grundanforderungen entsprechen“, sagt eine Sprecherin.

„Auf diese Voraussetzungen wird bei Eingaben, welche den Anforderungen nicht genügen, jeweils hingewiesen. So auch im Sie interessierenden Fall. Wie bereits mitgeteilt, ist jedoch in der Folge keine solche Strafanzeige eingereicht worden.“

Die Nichtanhandnahme einer per Email eingereichten Strafanzeige ist in Fachkreisen umstritten. Müsste die Aufsicht über die Bundesanwaltschaft (AB-BA), die mit Bundesanwalt Lauber im Clinch steht, hier intervenieren?

„Der AB-BA kommt keine richterliche Funktion zu“, sagt der Sprecher der Aufsichtsbehörde. „Das heisst, die Aufsichtsbehörde nimmt grundsätzlich keine Überprüfungen von Einzelfallentscheiden der Bundesanwaltschaft im Sinne einer richterlichen Kontrolle vor.“

Und weiter: „Dafür stehen die Rechtsmittelwege der Strafprozessordnung an das Bundesstrafgericht zur Verfügung. Eine mutmassliche Untätigkeit der Bundesanwaltschaft kann mit strafprozessualen Rechtsmitteln beim Bundestrafgericht geltend gemacht werden.“

Unter Bundesanwalt Lauber sind Banken nicht hart an die Kasse gekommen. Exemplarisch zeigte das der Fall Behring. Geniessen die Banken, zumindest die wichtigen, eine Art Protektion?

„Häufen sich Anzeichen für das Vorliegen einer systemischen Problemstellung, kann die AB-BA hingegen eigene aufsichtsrechtliche Untersuchungshandlungen einleiten“, sagt der Sprecher der Aufsichtskommission.

Kommentare

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  1. Jetzt brennt die Hütte bei Pictet und Collardi lichterloh und die Verteidigung durch Nobel und Bettoni wird richtig schmerzhaft, bzw. jur. unmöglich:

    „CEO Held Tie-Breaking Vote:

    The CEO himself had often cast the tie-breaking vote if private bankers and compliance officers disagreed on whether to take on dicier clients – and Collardi almost always decided in favor of accepting the client (Collardi has repeatedly denied this, saying that compliance had decided independently).“
    Aus: https://www.finews.com/news/english-news/41880-boris-collardi-julius-baer-pictet-risk-investigation-finma

    (Auf deutsch https://www.finews.ch/news/banken/41879-boris-collardi-julius-baer-pictet-risiko-untersuchung etwas anders formuliert:
    „Der Chef persönlich habe regelmässig den Stichentscheid „für“ die Annahme von heikleren Kunden getroffen, wenn es Diskussionen zwischen Berater und Compliance gegeben habe. Collardi hat das immer dementiert.“)

    Mit dieser hochbristanten Sachverhalts-Aussage im heutigen Medienartikel bei Finews.ch, wäre der von der Finma und der Zürcher Staatsanwaltschaft zu ermittelnde juristische Verantwortungszusammenhang und die individuelle Verantwortlichkeit des ehemaligen CEO gegeben, falls es um strafrechtliche Geldwäscherei und Verstoss gegen finanzmarktrechtliche Aufsichtspflichten ginge.

  2. He will never have any issue with the regulator. When you see the most obvious case of insider trading with Philipp Hildebrand was not followed with any jail time you can just forget about the willingness of Swiss authorities to punish white collar crimes.he’ll just resign with a nice severance check and just go spend his far too fat paychecks with his gold digger second wife.

  3. AB-BA?

    What a Waterloo!

    We hereby issue a „Cease & Desist“ letter: AB-BA not only infringes our copyright, but their incompetence makes us look ridiculous!

  4. Sollte Genf bei einer Auseinandersetzung mit dem Pictet Clan Gerichtsstand sein, so hat Boris Collardi mit Nobel nicht den optimalen Anwalt gewählt. Dies wiewohl dieser schweizweit zu den Spitzen-Cracks gehört.

    Genf ist eine ganz besondere Szene mit ganz besonderen Spielregeln, auf der Auswärtige wenig Chancen haben; vergleichbar etwa mit Neapel, wo man auch keinen Mailänder oder gar Londoner Anwalt anheuern sollte. Informelle Connections sollen in der Calvin-Stadt nicht ganz bedeutungslos sein, warnen Insiders.

    Sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen, was noch gar nicht so sicher ist, so stossen zwei – jeder auf seine Art – nicht ganz feine Gegner aufeinander.
    Vielleicht aber gelingt es dem politisch links gesinnten Nobel, ein aussergerichtliches Arrangement im Rahmen einer Litigation auszuhandeln.
    Dies wäre für beide Seiten das Beste, ohne grossen Presserummel.

  5. Nun, Collardi ist Partner bei Pictet. So einfach geht da eine Kündigung nicht, wie viele hier denken. Das kann Pictet echt weh tun.

  6. Wer ist Boris. Ein Mann der gelernt hat wie man On-Boarding Prozesse und Dienstleistungplattformen verknüpft als Front-Officer. Diese Kenntnisse, erlangt bei der CS waren Gold wert, als er zur JB stieß. Als es zur Weissgeldstrategie kam, hatte er die meisten Kenntnisse über die Möglichkeiten sich an Grenzen zu bewegen, da die Regulatoren sich auch zuerst Kenntnisse erlangen mussten. BC war Ihnen aber auch Leuten innerhalb der Bankenwelt mit seinen Kenntnissen überlegen. Er war immer vor der Welle. Wirklich eine DNA als PB hat er nicht, und wird er nie haben. Dass Renaud von Planta und sein Board blind war und wirklich eine BC Hype auferlegen ist, zeugt nicht gerade von Qualität im Onboarden von BC. Damit müssen sie nun leben. Jeder mittelmäßige Bank-Prokurist in der Deutschschweiz, hatte mehr Kenntnisse über BC als das HR in Genf von Pictet.
    Die Frage die man sich stellen sollte, da ist BC eigentlich ein Nebenschauplatz, warum haben alle wirtschaftlich relevanten Länder das AIA unterschrieben, ausser der Initiator dessen, die USA. Frau alt BRin EVS, ist wie viele andere in Ihrer Position den USA auf den Leim gegangen. Gelder zwischen Weiss und Schwarz wurden schön transferiert, hauptsächlich in die USA, nicht nur nach DELEVARE, Montana ist ein Hotspot. Da wurden die Regeln schön angepasst auf die Tatsache, dass Gelder die nicht ganz koscher sind, angenommen werden können. Ich würde als Vorreiter das AIA einseitig auflösen, solange die USA nicht unterschreiben. Andere Länder auch dazu motivieren. Das Hauptversagen liegt hier ganz klar bei der Politik. BC wer ist das schon, eigentlich sind wir alle Opfer der versagten westlichen Politik. Das Leben wird immer transparenter, also auch immer schwieriger am Fiskus vorbei zu kommen. Ausser man lebt im einen bestimmten geschützten Bereich in den USA. Schönes WOCHENENDE

  7. Es gibt Geld das auf dem Sonnendeck liegt und sich liebt. Es gibt die Batzen ohne Spatzen im eher dunklen Schatten. Beide brauchen sie die Expertise der Finanzler. Entweder anerkannte patente Empfehlungen oder eben einen bekannten Paten. Wer es nicht schafft mit den Adler zu kreisen, kann immer noch die Spatzen verspeisen …

  8. Herr Collardi hat sehr viel Geld, und er kämpft jetzt um seinen Ruf und seine Karriere. Selbstverständlich mandatiert er in diesem Zusammenhang die bestmöglichen Anwälte. Den Strafverteidiger kenne ich nicht, aber Prof. Nobel ist sicher ein äusserst smarter und erfahrener Anwalt, der trotz seines fortgeschrittenen Alters wohl immer noch zu den besten seines Fachs gehören dürfte.

  9. Any connections to Robert Glück real estate holdings and third party deals, monies coming from Liechtenstein too. Without question milwaukee, Wisconsin tax fraud,. Can you investigate… Very dirty, missing trust monies Liechtenstein. Organized crime, Italien connection. Fraud,

  10. Der gute Mann kann mandatieren wen er will, es wird ihm ausser Kosten nichts bringen. Seine Reputation war schon bis anhin, mal gelinde gesagt, nicht über jeden Zweifel erhaben. Für seinen jeweiligen Arbeitgeber ein stetiger Risikofaktor. Der Unterschied zu heute: der Ruf ist nun definitiv im Eimer. Ob der Mann strafrechtlich belangt wird oder nicht ist letztendlich irrelevant. Der Mann wird sich aus diesem Schlamassel nicht mehr retten können.

  11. Also ich finde es ganz ok, dass wir uns einmal mehr eingestehen müssen, was für ein korrupter und degenerierter Sauhaufen uns führt, regiert und kontrolliert.
    Alle sind wie immer entsetzt. ok
    Macht aber in Zukunft mal einer vorher die Klappe auf? – Wohl eher nicht!
    Das ist halt die Schweiz – arrogant bis es dann halt knallt!

  12. Dieser hat gesagt, jener hat gesagt, anderer hat nochmals was anderes gesagt … Was ist das, Unterhaltungsjournalismus?

    Tatsache ist, dass die Privatbank Pictet mit der Einstellung Collardis in der wirtschaftlichen Gülle gelandet ist. Warum sie diese Einstellung einging, ist auch nicht bekannt. Die Hintergründe sind sicher nicht die nobelsten.

    Das Ganze ist übelste Clientel-Wirtschaft wie sie die alten Römer schon betrieben. Wo sie damit gelandet sind, ist allseits bekannt. Traurig nur, dass diese Machenschaften auf dem Buckel einer Bevölkerung ausgetragen werden, worunter sich viele Menschen finden, die – erst recht nach dem Corona-Hype – um ihre Existenz kämpfen.

  13. In Kommentaren auf diesem Portal kommt Collardi – zu Recht oder Unrecht – nicht unbedingt gut weg. Die Frage sei erlaubt, ob diese Schreiber damals ebenso kritisch urteilten, als der Wunderknabe bei Julius Baer plötzlich ganz nach oben katapultiert wurde.
    Boris galt seinerzeit als Alex Widmers Entdeckung und Protegé, als der zukünftige grosse Zampano. Man empfand es damals als mutig und bewundernswert, dass Baer dem flamboyanten Jungtalent eine derartige Chance gab.

    Ganz ähnlich erstaunt nun, dass die Pictets von Outsidern noch immer als Edelanschrift betrachtet werden, gleichsam als Vorzeige Privat Banquiers, die für den möglicherweise nicht ganz lupenreinen Boris ein viel zu feines Neudomizil seien.

    Bei diesem ach so seriösen Haus ist aber vieles nur Kosmetik und sehr gekonntes Window-Dressing. Dies mussten manche Klienten, besonders mit steuerneutralen Geldern, bitter erfahren.
    Wenn es um den „Zaster“ geht, dann fallen schöne Maske und Make-Up, dann vergisst man plötzlich die gute Kinderstube.
    Kurz: Pictet ist keineswegs eine zu feine Adresse für Collardi ! Im Fall einer Trennung kann man ihm nur den gewieftesten unter den ganz cleversten Anwälten wünschen. Die Pictets dürften Genfs absoluten Spitzenjuristen engagieren.

  14. Jööööööö – ausgerechnet die BA, dieser Nullnummernverein soll sich damit befassen. Wird wohl mit zwei, drei Mittagessen erledigt werden… – und Lauber wird sich nicht mehr erinnern können!!! Die Berner Paragraphenreiter offerieren ihm vielleicht einen Job für „danach“ im Club der Mikado-Spieler.

  15. BC agiert weiter als Sonnenkönig in seiner eigenen Welt. Schön, dass die Finanzwelt mit der Digitalisierung immer transparenter wird.

  16. Wie erleichtert die jetzt wohl bei Bär sind, daß ihre Altlast sich jetzt bei Pictet befindet.

    Und Pictet jetzt all die schönen Collardi-Schlagzeilen am Hals hat.

  17. In welcher Schweizer Grossbank wurde Collardi sozialisiert?
    Welche Unternehmens“kultur“ produziert solche aufgepumpten Figuren?

    Eben. Who t.f. else.

  18. Das könnte für Lauber zum Bumerang werden.

    Nicht ermitteln zu wollen, damit hat er sich schon in der Vergangenheit auf zweifelhafte Art und Weise bekanntgemacht.

    Nicht zu ermitteln, weil Strafanzeige nicht in der gewünschten Form (Papier statt Mail) eingereicht wurde?

    Das ist wie ein Polizist, der bei einer Straftat wie zB einer Vergewaltigung nicht einschreitet mit der Begründung, die Frau habe in der falschen Tonlage um Hilfe gerufen.

  19. Für Pictet ist das ein Image-Desaster sondergleichen.

    Der Schaden ist längst angerichtet. Die einst edle Privatbank schadet mit diesem Fall den Privatebanking Finanzplatz Nr. 1 in der Schweiz – GENF – massiv.

    Eine Bär-Führungskraft meinte kürzlich zu mir: könnte eng werden für Collardi.

  20. Als Welschschweizer muss ich leider bestätigen, dass Le Temps, einst eine Qualitätszeitung, heute nicht mehr ernst zu nehmen ist. Le Temps macht nur noch Gefälligkeitsberichte.

  21. wieso collardi kein berufsverbot hat, wissen auch nur die ‚collardi-fans‘ bei der finma.

    aber passt zum geschäftsmodell der finma: man ist noch beschäftigt mit der suche nach der sau, die man der schlachtbank zuführen kann.

  22. Jetzt braucht er einen Nobel:
    Mit Gespür und grossem Hobel!
    Die Vergangenheit ist perplex,
    Getrieben von Gier und Sex!

    Das alles ist doch keine Sünde:
    Nur gibt es noch ganz andre Gründe.
    Wie Vögel von den Dächern pfeifen:
    Liess der Filou vieles schleifen!

    Dafür genoss er überall Protektion;
    Und bezog erst noch ein irren Lohn.
    Die Finma drückte beide Augen zu :
    Und der Lauber hat zwei linke Schuh!

    Schliesslich, am Zenith vorbeigerafft;
    Nun bei Pictet die Fehlbesetzung klafft!
    Bei Kaviar und sehr viel Champagne ;
    sinnieren Partner: wer schickt ihn heim?

    ORF

  23. Tja, wer sich mit gierigen Wölfen ins Bett legt, muss sich nicht wundern, wenn ihm am nächsten Morgengrauen beim Aufstehen ein Bein fehlt.
    Solch ein dämliche Fehler wird immer bestraft. Vielleicht kommt es den Herren ganz oben ganz gelegen, da bei Insolvenz die PK eingefroren wird, wie bei Swissair???

  24. Es stellt sich die Frage, ob wir nicht eine „Justiz- und Finanzunterwelt“ in der Schweiz kultivieren! Ich habe deshalb ein paar Justizskandale auf meiner Webseite bezogen auf meinen Fall dargelegt:

    https://www.rudolfelmer.com/zurich-justizskandale-judicial-scandals/

    Die wirtschaftliche Betrachtungsweise steht weit über der juristischen Wahrheitsfindung und wird auch politisch gestützt. Es sind eben die Interessen der Mächtigen im Land, die den Hals nicht voll kriegen können.

    Da ist die Judikative, aber auch die Exekutive gerne bereit, einmal ein Auge zudrücken und wenn es Dick kommt, dann wird dann vorsätzlich weggeschaut.

    Schade für eine Schweiz, die immer mehr in Verruf kommt. Es ist ja nicht Herr und Frau Jedermann, die Täterqualitäten haben, sondern eine gewisse „Elite“.

    • Richtig, lieber Elmar, leider ist es so in der Bananenrepublik Schweiz. Und diese Finanzmafia dient nur ganz wenigen. Vor dreissig Jahren war das alles nicht so schlimm, da hatten auch die Normalos (gut bezahlte) Jobs. Aber all diese Jobs werden ja zwischenzeitlich schlecht bezahlt und an günstige „Fachkräfte“ vergeben.

  25. Schade, dass sich Professor Peter Nobel für so umstrittene Figuren wie Boris Collardi einsetzt.

    Fehler kann man auch einsehen und korrigieren.

    • Bitte, wie naiv müssen Sie doch sein, Herr Setzer?! Es gibt keine Prinzipien auf diesem Niveau, keine Überzeugungen oder „Ehre“. Es geht NUR ums Geld.

  26. Pictet sollte im eigenen Interesse und auch im Interesse ihrer Kunden Collardi per sofort freistellen.

    Die Massnahme wird zur notwendigen Hygiene führen.

    • Frage: Wie kommen sie darauf? Wissen sie alles? Kennen sie alle Details?

      Reine Stimmungsmache und Bashing….das koennt ihr Schweizer bestens….aber bei jeder Steuererklaerung bescheissen und Geld im Kanton daneben bunkern….so etwas von scheinheilig!!!

  27. Boris Collardi kommt aus dem unguten und unseligen CS Stall.

    Die DNA der CS produziert am Laufmeter derartige arroganten, selbstgefälligen und unfähigen Managertypen.

    • Der Begriff „Junk DNA“ (aus der Biologie) versteht sich so schon viel besser.

  28. Herr BUNDESANWALT Michael Lauber

    scheint schriftliche Strafanzeigen via E-Mail gar nicht erst zu lesen,

    das könnte ja noch „Arbeit“ für ihn und seine bankenfreundliche Behörde bedeuten.

    Das klang kürzlich von einem Michael Lauber – Buddy noch ganz anders, der Öffentlichkeit breit mitgeteilt:

    Als Lauber letztes Jahr vom Bundesparlament als Bundesanwalt wiedergewählt wurde, twitterte Daniel Thelesklaf:

    «Mike Laubers Wiederwahl ist eine schlechte Nachricht für Geldwäscher und eine gute Nachricht für die Unabhängigkeit der Justiz».

    (Daniel Thelesklaf war schon einmal Chef der Meldestelle für Geldwäscherei im EJPD. Sein Chef damals war Michael Lauber, der die Sektion Analyse leitete, zu der die Meldestelle gehörte. Später war das Duo gemeinsam im Fürstentum Liechtenstein aktiv.
    https://www.luzernerzeitung.ch/schweiz/geldwaescherei-chef-des-bundes-geht-im-frust-und-hinterlaesst-eine-irritierende-warnung-ld.1230426)

    Aber…

    Aber offenbar fällt Herr BUNDESANWALT Michael Lauber in alte VERHALTENSMUSTER zurück, aus seiner alten Bankentätigkeit, welche ihm das Bundesanwaltsamt ermöglichten. Stichwort „Ball bei den Banken möglichst Flach halten“:

    Zitat aus den Meiden, kurz vor BUNDESANWALT Michael Laubers „Wiederwahl“:

    https://www.luzernerzeitung.ch/schweiz/faellt-er-hinter-banken-mann-lauber-stehen-maechtige-freunde-ld.1113831

    Laubers Motto: «Ball flach halten»

    Lauber verstand sich, das stellten kritische Untergebene sehr schnell fest, weniger als Strafverfolger dann als eine Art Schutzpatron des Finanzplatzes. «Ball flach halten» ist einer seiner Lieblingsausdrücke, wenn es um heikle Verfahren geht, und: «Gas wegnehmen».

    «Er legte sich, wenn überhaupt, nur mit kleinen Banken an, nie mit den grossen, einflussreichen Banken», sagt ein ehemaliger Ermittler. Kenner zählen eine Reihe von Fällen auf, in denen Lauber hierzulande mächtige Banken wie UBS, CS, Julius Bär hätte vorgehen können. Oder, wie Ermittler finden, hätte vorgehen müssen.

    In einem Fall ist eine angebliche, pikante Aussage von Lauber überliefert. Es ging um blockierte Millionen auf einem Konto, das einem zentralasiatischen Oligarchen gehörte. Verdacht auf Geldwäscherei. «Lauber sagte: Gegen die CS dürften wir nicht vorgehen», behauptet ein Beobachter.

  29. Ich bin erstaunt das die BA eine Homepage hat, und offenbar sogar Email! Ich hatte bisher den Eindruck, dass die BA nur per Brief oder mündlich, in der versteckten Ecke irgend eines Restaurants, kommuniziert.

  30. Staranwälte hin oder her: Die Tage von Collardi bei Pictet sind gezählt. Weitere Negativschlagzeilen, kann, darf, will und wird sich die noble Privatbank nicht leisten.

    • Genau ! Die Besitzerfamilien dind bereits daran, einen gesichtswahrenden Abgang zu orchestrieren … .

    • Pictet ist echt nicht ganz dicht, dass sie Collardi nicht schon lange entsorgt haben.

    • Die „private Nobelbank“ hätte sich nie mit Collardi einlassen dürfen.

      Nun ist der vornehme Ruf dahin.

  31. Das ganze ist ein Hohn. Der am Schluss von Monsignore Hässig aufgezeigte Verdacht, scheint mir gerechtfertigt. Der Begriff „Formular A“ scheint bei Bär wenig geläufig zu sein. – Es macht jeder mehr Umsatz, wenn er GWG Bestimmungen mit den Füssen tritt. Kommt noch dazu, dass sich so etwas herumspricht und fragliche Kunden „bevorzugt“ solche Banker aufsuchen.

    In dieser Branche hat jeder, der wirklcih Kohle hat, Dreck am Stecken. So auch die Pictets. Entsprechend hassen sie Schlagzeilen, wie die Pest. (cf EX CS Crack Thiam).

    Für IP kann ich nur sagen: dran bleiben. Boris Collardi und seine Verbündeten gehören entsorgt. Und verlassen sie sich nicht auf die FINMA. Wenn sie etwas erledigt haben wollen, müssen sie es selber machen. Die FINMA ist ein deutlich zu lahmer Laden abseits vom Geschütz.

    Best,

    R.G,S.

  32. Was nützen denn die besten Anwälte, wenn unrechtmässige Geschicheten gelaufen sind. Gibt es denn ein Gesetzt, vor dem ja alle gleich sein sollten, oder gibt es die besten Anwälte, welche Gesetze umstossen. In welchem Land sind wir?

    • Auf dem Papier mögen schon alle gleich sein. In der Realität indessen nicht.

  33. „Wie Sie der Homepage von Hrn Müller entnehmen können, müssen Steuerbescheide an diesen schriftlich an die entsprechende Postadresse eingereicht werden, und sie müssen inhaltlich gewissen Grundanforderungen entsprechen“, sagt Hr. Müller.

    „Auf diese Voraussetzungen wird bei Eingaben, welche den Anforderungen nicht genügen, jeweils hingewiesen. So auch im Sie interessierenden Fall. Wie bereits mitgeteilt, ist jedoch in der Folge kein solcher Steuerbescheid eingereicht worden.“

    Sind wir Bürger eigentlich wirklich nur noch die Milchkuh für unsere Beamtenmikado spielenden Staats-Finktionäre? Wann geht der erste auf die Barrikaden und löst eine Reaktion aus?

  34. Würde bei Bär mit gleicher Elle gemessen wie bei der BSI, dann müssten die Gewinne aus Geldwäsche auch eingezogen werden.

    • und hier stellt sich die Frage, ob man dann als Institut Bär nicht auch den ehemaligen Managern eine Salärrückzahlung einfordern sollte.

  35. Die Bundesanwaltschaft kann Fälle Ablehnen, und übernimmt somit keine Judge-Funktion? Unverständlich sowas, für 97% Nichtjurusten.
    Lauber könnte Korrupt sein, milde gesagt.
    Wetten, dass die Partner-Anwälte über die Firmen-Risikokosten abgedeckt sind? Diese Pictet-Familie wird nun ihre Aktien in den Keller segeln sehen, mit so vielen Unkosten.
    Ein Wolf kann sein Gewand verändern, aber nicht seinen Charakter.
    Fehlentscheide von obersten Denunzianten und Diletanten werden in der Wirtschaft durch die niederen Angestellten und der Allgemeinheit (ohne Monaco-Hüsli und Millionen-Sitzgesellschaten), bezahlt.
    Schweiz ist Banana-Republik, nur etwas geordneter, auf höherem Niveau.

  36. Blender und Showmasters die ab 1 Mio Chf im Jahr verdienen, sollten überlegen, Kunden weiterhin en mass zu nutzen. Das neueste Beispiel sind Kunden die mit Strukies von Wirecard, die mit 150 Mio chf in den Sand gesetzt Worden worden sind, obwohl Banken bestens informiert waren dass die Short Positionen permanent auf 20-25 % vom market cap erhöht haben.

  37. Auf Managertypen wie Boris Collardi, Iqbal Khan und Claudio De Sanctis können wir gut und sehr gerne verzichten auf dem Finanzplatz Schweiz.

    Es ist wichtig diesen Herren rasch den Stecker zu ziehen um die Reputation vom Bankenplatz Schweiz zu schützen.

    • Danke Herr Rominger, dass sie den Namen Khan ins Spiel bringen. Der hat doch bei CS genau auch so einen Scherbenhaufen hinterlassen. Leider bin ich kein CS Aktionär, aber die, die es sind, könnten ihn doch jetzt auch anklagen?
      Was aber leider uns allen nicht bewusst ist: wir können gemeinsam auch ein Exempel statuieren, indem wir demonstrativ all unsere UBS Konten unter dem Vorwand Khan schliessen und temporär zur ZKB et al flüchten.
      Die Macht dem Geldvolke

    • Seit wann hat denn der Bankenplatz Schweiz noch eine Reputation? Träum weiter!

  38. Rigorose nicht Beachtung von GWG, um Wachstum zu bolzen und Millionen Boni zu generieren über Jahre. Aufnahme von Risikokunden und Risikojurisdiktionen als Business Plan. Der Rauch war im Markt schon lange bekannt. Vor dem Brand noch kurz den Hut wechseln und auf „Scheinheilig“ machen gemäss „nach mir die Sinnflut“! Dazu Mitarbeiter/Teams abwerben von vormaligem Arbeitgeber, welcher idealerweise „regulatorisch“ angeschlagen ist. Jetzt bitte einmal mit voller Härte den Gesetzesrahmen ausleben. Auch Teams die bei JB Mist gebaut haben und zu anderen Banken u.a. Pictet gewechselt sind, sollen für etwelche JB Schäden mit ihren heutigen P&L Profits zur Kasse gebeten werden. Wenn dieser Fall keine Anklage und Verurteilung inklusive Berufsverbot für BC bringt, ist die Schweiz vollends zur Bananenrepublik verkommen und alle anderen Banker machen mit Recht da weiter, wo heute wieder der Rauch aufsteigt.

  39. Bis jetzt mochte ich Peter Nobel als hervorragenden Jurist, aber wer einen solchen Mann verteidigt, ist für mich vorbei. Valentin Landmann hätte ich es eher zugetraut, der macht vieles, was nicht zur Gesellschaft passt.

  40. Im Prinzip wäre es ja an der Finma, in der Sache endlich durchzugreifen und aktiv zu werden. Wie können diese Untersuchungen derartig lange dauern?
    Der Branson pennt ja weiter. Und was ist eigentlich mit KPMG? Ist diese nicht der „verlängerte Arm“ der Finma? Pennen die auch (Wirecard-Prinzip)?

  41. Dass Peter Bettoni ein „Top-Verteidiger“ ist, höre ich zum ersten Mal und hat mir doch ein gewisses Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Danke dafür!

  42. Na da dürfte doch a) eine schriftliche Anzeige bei der BA folgen und b) der Ehrgeiz der Staatsanwälte geweckt werden, wenn Nobel/Bettoni die Oberschlauen raushängen.

    • @Zukind: meinen Sie im Ernst, die BA will die Liste der Totalflopps aktuell noch länger werden lassen.

      Zur Not wird die BA den Briefkasten abmontieren, um zu vermeiden, dass sie in dieser Sache tätig werden muss.

  43. „Anzeichen für das Vorliegen einer systemischen Problemstellung“ nein, gar nicht. Alles Einzelfälle, gell?

  44. Offensichtliches und vorsätzliches* Fehlverhalten schützen…widerlich und gegen die eigentliche Rechtsidee. Deshalb bin ich nicht Anwalt geworden.

    *vorausgesetzt Herr Collardi vermag sein eigenes Handeln zu reflektieren

    • Wenn dass so wäre,wäre er nicht da wo er jetzt ist
      REFLEKTIONEN in der Art benötigen ein GEFÜHL von Anstand Ehre und Gewissen