Wirecard schon 2018 Fake: CS, EY blind

Laut Bericht waren deklarierte Milliarden-Guthaben in Fernost längst erfunden. EY testierte trotzdem, CS platzierte Titel.

Für zwei der wichtigsten und grössten Unternehmen in der Finanzindustrie wird das Wirecard-Debakel zur harten Prüfung.

Für EY und die CS. Die Revisorin winkte die Jahresabschlüsse bis 2018 durch, ohne zu prüfen, ob behauptete Konten in Asien wirklich existierten.

Die CS platzierte derweil im Herbst 2019 eine Wandelanleihe mit unterlegten Wirecard-Aktien im Umfang von fast 1 Milliarde bei Investoren. Laut CS hätten keine Pensionskassen die Anleihe gekauft.

Was hatten EY und CS untersucht? Welche Anstrengungen unternahmen die beiden renommierten Konzerne mit Mitarbeitern rund um den Globus, bevor sie ihren Segen gaben?

Der Fall könnte zu teuren Klagen führen. Die CS sagt, sie sehe keine gravierenden Folgen. „Aus heutiger Sicht erwarten wir keine signifikante finanzielle Auswirkungen“, meinte ein Sprecher letzte Woche.

EY flüchtet sich derweil in die Opferrolle. Man sei selber von Wirecard getäuscht worden.

EY war seit einem Jahrzehnt der Auditor von Wirecard. In den Jahren 2017 und 2018 erhielt die Prüfgesellschaft für ihre Testate der beiden Abschlüsse sowie damit verbundene Tätigkeiten insgesamt 4,5 Millionen Euro.

Millionen – wofür? (Wirecard)

Ein Bericht der Süddeutschen Zeitung vor zwei Tagen wirft ein schlechtes Licht auf EY und CS. Aus den Zeilen folgt als Erkenntnis, dass der grossangelegte Betrug längst erkennbar gewesen sei.

EY habe kürzlich bei den Asien-Fake-Konten nochmals genauer hingeschaut und realisiert, dass der Betrug eine viel längere Vorgeschichte habe, schreibt der Süddeutsche-Journalist.

Die Nachforschungen würden zeigen, dass „nicht nur für das Geschäftsjahr 2019 Guthaben fehlen und Unterlagen womöglich gefälscht wurden, sondern bereits für 2018“, halten diese fest.

„Noch einmal genauer“ nachgefragt: EY (Süddeutsche)

„Damit besteht der begründete Verdacht, dass auch die uns vorliegenden Saldenbestätigungen des Treuhänders sowie die uns erteilten Auskünfte zu den Kontoständen zum 31. Dezember 2018 falsch waren“, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben der EY-Prüfer an die Wirecard-Leitung.

Das Blatt kommt zum Schluss: „Das wiederum heisst: Es besteht der Verdacht, dass die Bilanz für 2018 falsch sein könnte. Wirecard scheint also schon seit längerer Zeit ein Kartenhaus gewesen zu sein.“

Selbst 2018 ist spät. Ein Journalist der Financial Times war dem Drama um den möglichen Grossbetrug seit 2015 auf der Spur.

Porno als tragende Säule (FT)

Die Wirecard-Chefs drehten den Spiess um. Der Journalist sei der Bösewicht, der stecke nämlich mit Spekulanten unter einer Decke.

Heute enthüllt Dan McCrum, wie der Rechercheur der FT heisst, eine riesige Excel-Tabelle für das erste Halbjahr 2017, die in der engsten Wirecard-Führungsriege umgegangen sei.

Das Dokument zeige, dass der Grossteil des Umsatzes des vermeintlichen Münchner Wunderunternehmens nicht wie behauptet von unzähligen Kunden stamme, sondern von wenigen und oft aus der Pornoindustrie.

Sex sells (FT)

„A significant part of the remainder comes from the pornography industry, with some clients paying unusually high rates for payments processing.“

Die Umsätze und die bearbeiteten Transaktionen seien massiv aufgebläht gewesen.

„The remaining data show €292m of sales from processing €18bn of transactions, compared with the €616m of revenues from processing €37.9bn of payments that Wirecard claimed at the time“, hält McDrum fest, den die Wirecard-Chefs mit ihren Juristen mundtot machen wollten.

Kommentare

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  1. Hier kommt wieder mal gemäss Lehrbuch die Erwartungslücke zu Tragen, zwischen dem was eine Revisionsgesellschaft leistet, und dem was die Stake- und Shareholder in Ihrem Unwissen erwarten. Gemäss dem Audit Standard kann die Revisionsstelle davon ausgehen, dass die ihnen abgegeben Dokumente echt sind.

    Sollten die Salden Bestätigungen gefälscht worden sein, hat die Revisionsstelle nichts zu befürchten. Im Moment sind viel zu wenige Infos bekannt, um ein Fehlverhalten der Revisionsstelle anzuprangern.

    • Man könnte zur visuellen Verdeutlichung die geprüften Positionen von Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung farblich variieren:

      – grün: Position mit absoluter Sicherheit nachgewiesen, Dritte haften mit für den Bestand und die Richtigkeit.
      – gelb: Position mit überwiegender Sicherheit nachgewiesen, keine Dritten haften mit für den Bestand und die Richtigkeit.
      – rot: Position mit einiger Sicherheit nachgewiesen, jedoch verbleiben Zweifel, die im Rahmen der Prüfung nicht beseitigt werden konnten.

      Insoweit sollte sich die berufsmäßige Verschwiegenheit erweitern lassen:

      https://www.wpwatch.de/aktuelles/newsartikel/wirecard-das-systemversagen-und-der-alte-zopf-mit-der-verschwiegenheit.html

  2. Und wenn die 1.9 Milliarden Euro doch existierten oder zumindest ein Teil davon? Warum ist Jan Marsalek, langjähriger Vorstand von Wirecard, österreichischer Staastbürger, auf und davon – und das vermutlich ausgerechnet auf die Philippinen? Er würde das wohl kaum machen, wenn dort keine Kohlen wären. Die Philippinen sind korrupt bis ganz oben. Bei solchen Beträgen drückt selbst Duterte beide Augen zu. Somit muss man alles hinterfragen.

  3. EY? Das ist doch der Laden, wo einer auf der Bühne mit seiner Sekretärin einen Lapdance hatte. Und der Personalchef Frauen fragwürdige SMS verschickt hat. Und man dann – anstatt die Probleme zu bereinigen – lieber Whistleblowerinnen gejagt hat und Hässig verklagt hat (erinnert an das Vorgehen von Braun bei Wirecard gegen die FT!).
    Da wundert mich nicht, dass die bei Wirecard völlig versagt haben.

  4. Es ist fast alles Fake, nicht nur das uns präsentierte Geld- und Wirtschaftssystem.

    Die Leute sehen es immer mehr, aber stehen noch ungläubig davor:)

    dasselbe bei der „Wissenschaft“ (eben nicht Ingenieurskunst oder echte Forschung), Angstmache vor Klima, Atombomben, saurer Regen, Virus und Asteroiden, grosse Sportereignisse, etc.
    Sogar viele Kriege laufen völlig anders ab und man uns präsentiert.
    alles Quatsch!

  5. Seit langem konnte man immer wieder lesen, dass die CS auf fast allen Stufen und in fast allen Sparten und Regionen ein personeller Schrotthaufen ist.
    Viele aufgeblasene, hoch überbezahle Herrschaften, deren Hauptaktivität darin besteht, sich selbst zu überschätzen und sich dabei um Gotteswillen nicht zu überarbeiten.

    Dieser Thomas Gottstein sitzt noch nicht lange in seinem Job. In so kurzer Zeit die Fehler der Vergangenheit zu beheben und sich von den vielen Nieten zu trennen, die ja vor seiner Zeit eingestellt wurden, wären Dinge der Unmöglichkeit gewesen. In letzterem Falle wäre der Laden wahrscheinlich zusammen gebrochen.

    Gottstein muss nun also mit einem recht schwachen Unterbau weiter kutschieren und darauf gefasst sein, dass immer wieder einmal Leichen aus dem Keller hoch kommen, für die er überhaupt nichts kann; Leichen wie diese Wirecard Geschichte!

  6. man muss doch gar nicht nach deutschland schauen!

    in der schweiz werden diese organe bei ey direkt von der finma sowie dem ’staatlichen wirtschaftsprüfer‘ kellerhals carrard geschützt!

    so lange diese machenschaften zu lasten von aktionären oder gläubigern von der politlobby geschützt vollzogen werden, brauchen wir die vorfälle in deutschland gar nicht zum thema zu machen.

    es wird jedoch der zeitpunkt eines grossen knalls kommen und dann werden die blinden und tauben in bern mit der floskel glänzen, man hätte keine kenntnisse gehabt.

    den spruch hat in sachen post ja heute leuthard wieder einmal von sich gegeben.

  7. Ich las erst etwa vor zwei Jahren auf einer Finanzplattform von Wirecard wie toll und super diese doch wirtschaften taeten, was mir bereits damals schon sehr spanisch vorkam. Taeglich wurde auf derselben Plattform von Wirecard vorgeschwaermt. Das haette Complianceverantwortlichen eigentlich schon sehr frueh auffallen sollen.

  8. In einer Strafuntersuchung gegen einen Anlagebetrüger stellte sich heraus, dass die Wirtschaftsprüfer erkannt haben mussten, was lief: immer wenn ein neues Verdachtsmoment auftauchte, erhöhten sie die Stundensätze und verlangten Vorkasse. Kurz vor der Krise erhöhten sie so stark, dass der Betrüger sie entlassen musste und jetzt nach dem Bilanztag ohne Bilanz und ohne Revisionsstelle dastand.

  9. federführend war hier doch wie schon so oft die deutsche bank…

    oder besser gesagt, die anglozionistische eu_treuhand die auch die
    überigen europäischen fiatinstitute bis aufs mark kontrolliert.

    der rest (z.b.schweizer banken) sind hier nur trittbrettfahrer um
    diese zunehmend schrägeren wallstreetkonstrukte mit ihrem ’noch‘
    guten ansehnen laufend zu schmieren.
    die fäden laufen wie üblich in london zusammen und wir restdeppen
    geben uns wie üblich gegenseitig die schuld.

    derweil knallen in der squaremile die korken ab solchen inside_ereien

  10. Haben die CS nicht einen Super-CEO bekommen? Wieder ein Deutscher Dampfplauderie. Von diesen Typen aus Germanien haben wir zuviele in der Schwejz.

    • Das Desaster bei Wirecard konnte primär deshalb geschehen, weil der VR und an allererster Stelle der langjährige VRP WM ihre Aufsichtspflicht überhaupt nicht wahrgenommen haben! Dieser WM war Anfang der 2000er Jahre kurzzeitig Chef der CS in Deutschland. Dieser selbstherrliche Lebemann machte gleich von sich reden, als er für SICH und seine Kunden eine Oldtimer-Ralley auf Mallorca veranstaltete und damit selbst die damals riesigen Marketingbudgets im Private Banking sprengte. Als Grübel zur CS zurückkehrte, nahm er ihm sofort das Steuer für die Deutschlandtochter der CS aus der Hand, weil die Zahlen auf der Ertragsseite zu wünschen übrig liessen… WM hat sich nun sicher seit Jahren über opulente Essen bei Wircard, vor allem aber aber den Titel als VRP sehr gefreut; seine Eitelkeit kennt keine Grenzen. Mal abgesehen vom fehlenden Verständnis für das Geschäft hat er überhaupt nicht das Mindset eines Kontrolleurs. DAS war die Wurzel allen Übels; EY, die BaFin (fühlt sich ebenso wie bei CumEx natürlich erneut nicht zuständig), und andere begangen natürlich auch massive Fehler, jedoch waren diese zeitlich nachgelagert.

    • Denken – Drücken – Schlucken – Sprechen.
      Oder in Ihrem Fall: schalten Sie doch bitte das Hirn ein. Hilft.

    • Jawollo die dütschen sind schuld… die nehmen uns die arbeit und die frauen weg. Buhuhu

    • Braun und auch Marsalak sind beide Österreicher. Und Thomas Gottstein eben auch kein Deutscher. Ich aber schon und fühle mich daher von Ihnen persönlich angegriffen. Möchte aber nicht gegen ihre geistige Umnachtung klagen. Sie wissen es halt nicht besser.

  11. Das war ein billiger CS Bashing Artikel.
    Auf Wirecard sind viele hereingefallen. EY, Behörden, Fonds-Gesellschften, Softbank, Banken.
    Die CS hat nur eine Anleihe platziert. Andere Banken haben Kredite gesprochen, die nun abgeschrieben werden müssen.
    Darunter auch die ING des neuen UBS Stars.

  12. Nun lassen sie die Kirche doch mal im Dorf, aber es ist bei Ihnen ja schon Manie, das täglich irgendeine Bank irgendeine Sauerei veranstaltet hat. Bei näherem Hinschauen entpuppt sich das Ganze dann als Seifenblase, aber es ist mal wieder viel Staub aufgewirbelt worden. Was hätte denn die CS ihrer Meinung nach tun müssen? Selbst eine Bilanz erstellen oder was? Es gibt testierte Bilanzen eines der ganz Grossen. Es gibt Mrd. Kredite namhafter deutscher Banken, die, im Gegensatz zu ihrer Verallgemeinerung, nicht zu denen gehören, die leichtfertig einen Mrd. Kredit verteilen. In dem Konsortium gibts wiederum weitere gewichtige Player, also alles dumme kleine Banker. Und nur der Häsin ist der intelligente Journalist, der schon immer gewusst hat, da ist etwas schief.

  13. Das nennt man fürstlich belohntes, korruptes Totalversagen. Und das Beste, am Ende wird alles unter den Teppich gekehrt und die Managergilde lacht sich ins Fäustchen.

  14. Die obige abgedruckte Aufstellung über die Auditors Fees hat einen Rechnungsfehler: Die Kolonne Total für das Jahr 2018 müsste 2,4 Mio Eur betragen! Wo sind diese fehlenden Eur 100’000.- ???
    Wurden damit andere Löcher gestopft???

    • Schon mal was von auf-/abrunden gehört? Oder denkst Du alle Zahlen gehen immer komplett auf 100k auf? Das Niveau hier ist echt berrauschend…

  15. UBS top, CS flop. So das Narative von IP seit einiger Zeit. Vor einem Jahr noch publzistisches Sperrfeuer gegen die UBS,weil sie sich angeblich leichtsinnig auf den Strafprozess in Frankreich wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingelassen habe,statt sich mit einer Schutzgeldzahlung freizukaufen.Seit Monaten nun pflegliche Behandlung der UBS und,abgesehen von ein paar harmlosen Stäubern pro forma,wohlwollende Heraushebung und versteckt platzierte Komplimente für die „Welt Nummer eins Vermögensverwalterin“. Was steckt hinter diesem Sinneswandel? Über Khan nur Gutes. Die CS die Bösen.

    • Schon mal was von Auf-/Abrunden gehört? Ja es ist doch tatsächlich möglich, dass dadurch ein scheinbarer Rechenfehler entsteht: 2.26 (aufgerundet 2.3) plus 0.06 (aufgerundet 0.1) ergibt eben nur 2.32, was wiederum auf 2.3 abgerundet wird. It’s magic!

  16. … es war ja bereits bekannt das EY gefälschte Unterlagen untergejubelt wurden.

    EY hätte zwar verdient mitverantwortlich gemacht zu werden, jedoch nicht das Audit Team und der Partner, sondern das Management. Die Mitarbeiterpolitik der GSA/EMEA Managements ist unterirdisch. Unerfahrene und auf Mandaten stetig wechselndes Personal unterlaufen schneller Fehler und ein Partner betreut nicht nur diesen Kunden und muss somit seinem (Sr.) Manager vertrauen, dass er die nötigen Kontrollen vorgenommen hat.

  17. Ich gehe nicht davon aus, dass die Pensionskassen dieses Investment einfach so schlucken werden! Vielleicht sollte die CS etwas Reservé schaffen!

    • blackrock steht schon mit dem gewehr bei fuss…no worrys *!*

      was glauben sie wohl wer ‚unsere‘ cs oder auch ubs wenn nicht
      gar snb kontrolliert herr @ meier

  18. Der ehemalige Chef von Wirecard war schlauer als alle anderen. Bei Wirecard wurden wohl vor längerer Zeit alle Zahlungsaktivitäten in deren Banktochter verlagert. Dann hat sich Wirecard von der EZB als Technologie Unternehmen und nicht mehr als Finanz Holding einstufen lassen. Als nächstes wurde neues und altes Zahlkarten Geschäft über eine Britische Wirecard nicht Bank Tochter abgewickelt, dass wohl in Irland verarbeitet wurde. Vermutlich wurde in London und Dublin gar nicht geprüft und in München wurde die Wirecard AG lax wie ein Technologie Unternehmen geprüft. Das mit den Klagen dürfte schwierig werden.

  19. Es ist interessant, dass sich die anderen 3 der Big4 nicht zu dem Vorfall Wirecard/EY äussern. Das kann nur heissen, dass sie genau wissen, dass dies auch bei ihnen passieren könnte, passiert ist oder passieren wird…
    D.h. wir werden in naher Zukunft weitere, vielleicht auch grössere Fälle sehen…

  20. Hermann Josef Abs

    „Was ist der Unterschied zwischen einer Hundehütte und einem Aufsichtsrat? Die Hundehütte ist für den Hund, der Aufsichtsrat ist für die Katz.“

    Hermann Josef Abs (* 15. Oktober 1901 in Bonn; † 5. Februar 1994 in Bad Soden am Taunus) war ein deutscher Bankier und von 1938 bis 1945 Vorstandsmitglied, von 1957 bis 1967 Vorstandssprecher sowie von 1967 bis 1976 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank AG.

    http://www.bankgeschichte.de/de/content/862.html

    https://finanz-szene.de/banking/die-zertifikate-sause-von-wirecard-ar-chef-eichelmann/

  21. Ich verstehe total die Aufregung um EY als Auditor, die hätten das natürlich schon a) viel früher entdecken müssen (Artikel und Gerüchte gab es immer wieder in den letzten 10 Jahren) oder b) Sie wussten es und haben trotzdem weitergemacht. 4.5m Audit Fee war für einen (komplexen) DAX Konzern nicht besonders hoch, vielleicht hat man dann beim Prüfungsteam gespart? Wenn man Casino/Porno Industrie als Hauptkunden hat, kommt einem Geldwäsche natürlich auch gerne in den Sinn…..

    Warum die CS gebranntmarkt wird verstehe ich noch nicht so ganz aus dem Artikel. OK, sie haben eine Wirecard Wandelanleihe platziert, warum man dadurch Fraud erkennen muss erschliesst sich mir nicht. Dort wurden ja offensichtlich testierte Zahlen vorgelegt und eine eigene Prüfung des ganzen Unternehmens für die Platzierung einer Anleihe, mit der man noch Betrug erkennt, scheint mir dann etwas viel verlangt 🙂

    Generell ist das Problem mit Betrug immer, das man versucht diesen zu verdecken und zu vertuschen. Hier scheint es aber über die Jahre durchaus einige ‚Red Flags‘ gegeben zu haben, die zumindest EY (CS aus meiner Sicht weniger) hätte sehen müssen.

    • even by the standards of cs, this is v bad and comes also after they used client money to support softbanks bad investments – clearly they dont care about clients – there should be an investigation by the regulator into how cs product process works out of zurich – there are probably more scandals to come

    • My 5 Cents:

      1) So it was apparently now common knowledge for years that Wirecard was a scam. Why were banks and investors still working with them or buying bonds then? Wirecard was a scam as we all know now, there were also publicly discussed concerns, but no hard evidence until recently. When you exclude every company with bad news from your investment universe, you probably end up not investing 🙂

      2) Client Money and Softbank transactions are a different topic in my view. Here you preferred a client to the dis-advantage of another. Issuing a bond for a client is a standard product where no one is forced to buy it. When you issue a bond for a client I highly doubt that any bank would discover a fraud scheme as part of the process. Thne the question remains, should CS not make the transaction because of a 4-year old FT article that was never substantiated (at the time of the bond)? The only way CS could have done wrong is when they knew Wirecard was a scam and they issued the bond anyways. But if they knew, probably most interested investors would have known….

    • @markus braun: Probieren Sie’s nochmals auf Deutsch! Dann klappt’s vielleicht. 🙂

  22. Schauen sie sich den Film „The Big Short“ an. Robert David Steele sagt:
    „The system is rigged“.

    Mit anderen Worten: Das System wird von Kriminellen in Nadelstreifenanzügen
    gemanagt. Im Film The Big Short finden sie die Aussage einer Mitarbeiterin von Standard & Poors zur Frage: Wie es möglich sei, dass eine AAA geratete
    Firma wenige Tage später konkurs gehe? – Ihre Antwort: Die bezahlen gut, daher geben wir ihnen das Rating, das sie wollen….. EY macht offenbar
    dasselbe…

    The system is rigged….

    • wer trägt den heute noch Nadelstreifen? Sie sind wohl auch von vorgestern..aber ja Sie haben voll den Durchblick. Nur Banker sind die Bösen, in allen anderen Industrien arbeiten nur hochehrliche und integere Persönlichkeiten. Darum finde sich unter den reichsten Menschen auch ausschliesslich Banker *Ironieoff

  23. Schauen sie sich den Film „The Big Short“ an. Robert David Steele sagt:
    „The system is rigged“.

    Mit anderen Worten: Das System wird von Kriminellen in Nadelstreifenanzügen
    gemanagt. Im Film The Big Short finden sie die Aussage einer Mitarbeiterin von Standard & Poors zur Frage: Wie es möglich sei, dass eine AAA geratete
    Firma wenige Tage später konkurs gehe? – Ihre Antwort: Die bezahlen gut, daher geben wir ihnen das Rating, das sie wollen….. EY macht offenbar
    dasselbe…

    The system is rigged….

  24. CS und EY waren nicht „blind“
    wie Ihre Überschrift behauptet. Blind ist, wer nicht sehen kann. Wer aber offenkundig skandalöse und kriminelle Manipulationen übersieht, ist nicht blind, sondern handelt zumindest unvorsichtig. Es ist mit
    erheblichen Schadensersatzforderungen der geschädigten Anleger zu rechnen, auch mit strafrechtlichen Maßnahmen gegen die verantwortlichen Täter.

  25. EY ist nicht nur blind… warten wir mal ab, bis die Machenschaften hinter den Kulissen zum Thema werden, die dann schlussendlich zu der Verlängerung des WP-Mandates von EY an der Hauptversammlung vom 21.6.2019 über das Jahr 2018 hinaus führten.

    Dieses kleine aber feine Detail ist bisher in den ganzen Diskussionen untergegangen, birgt aber jede Menge Brisanz…🤫😉

  26. Sind wir doch ehrlich: EY hat völlig versagt.
    Sogar ein Revisionsassistent vor 20 Jahren wusste, dass man die Saldenbestätigung grosser Positionen direkt einholen muss.
    In Deutschland gibt es für Fahrlässigkeit eine Haftungsbeschränkung von Revisoren von 4 Millionen Euro.
    Das kann in diesem Fall nicht greifen, das ist keine Grobfahrlässigkeit, sondern ein eklatanter Verstoss gegen grundlegende Elemente einer Bilanzprüfung.
    Ebenfalls ist klar: Dieser Betrug lief doch schon viele Jahre, vermutlich sogar über ein Jahrzehnt!
    In dieser Zeit gab es mehrere Wechsel des leitenden Revisors bei EY.
    Es ist doch völlig undenkbar, dass all diese Leute derartig versagt haben.
    Aus meiner Sicht sollten die Strafbehörden bei all diesen Revisoren vorstellig werden und sofort zur Beweissicherung eine Hausdurchsuchung bei EY vornehmen.

    • Sind wir doch ehrlich. Da ist er wieder, der völlig unnötige Einleitungssatz. Sind Sie nur dann ehrlich, wenn Sie es explizit schreiben? Oder ist alles andere unehrlich?

  27. Revisionsfirmen sind völlig unbrauchbar, nicht nur EY. Testieren fast alles gegen überrissene Honorare. Remember: Hypo-Krise in USA, bis kurz vor Ausbruch alles mit Tripple A testiert. Wer diesen Firmen etwas glaubt ist selbst schuld.

    • AAA wird nicht vom Revisor sondern von Ratingagenturen vergeben.

    • @ Isaac.
      Sie verstehen aber schon, dass eine Revisionsfirma nicht das gleiche ist wie eine Rating-Agentur?
      Oder ist das egal? Man will ja mal wieder ein bisschen auf die Pauke hauen und einen auf grosse Hose machen.

    • Mir wäre neu, dass Revisionsfirmen Finanzprodukten ein Rating (wie z.B. Triple-A) attestieren oder attestiert haben. Was Sie meinen sind Rating Agenturen (CRAs) wie Moody’s oder Fitch…
      Demzufolge sollte man Revisionsfirmen tatsächlich nicht trauen wenn sie Ratings vergeben würden 🙂

    • Aber sie tragen schöne Anzüge und haben tolle Visitenkarten aus starken Karton mit wichtigen Titeln darauf. Ich finde allein das hat Beifall verdient.

  28. Man könnte auch die Frage stellen, ob die selben Hintergrund-Behring-Figuren, die diskret gigantische Summen in die eigenen Taschen stecken konnten, auch die Wirecard-Nummer durchziehen konnten mit einer speziellen Infrastruktur, die in der Schweiz beheimatet ist?
    Gunther Kropp, Basel

  29. Gemäss den durch EY angewandten International Standards on Auditing 505 (external confirmations) muss der Abschlussprüfer die Kontrolle über den Bestätigungsprozess haben. Das beinhaltet auch die Kontrolle über den Versand.
    Hätte EY dies eingehalten, wäre der ganze Schwindel schon viel bemerkt worden.
    EY bleibt nun nichts anderen übrig, als zu zahlen – gute Nachricht für die Geschädigten.

    • Woraus schließen Sie den, dass sie die Kontrolle darüber nicht hatten? Absolute Spekulation.

      Falls die Bestätigungen gefälscht waren, hat EY nichts zu befürchten. Gemäss Audit Standard, darf der Prüfer von der Echtheit der ihm abgegeben Dokumente ausgehen.

  30. Einige bei Wirecard begannen Betrug, was aber noch bedenklicher ist, dass Banken bzw. Finanzinstitute Kapital aus dieser Situation schlugen und Strukies im Umfang von über CHF 150 Mio. emittierten, denn sämtliche Institute sahen täglich auf Reuters und Bloomberg etc. wie die Shortpositionen immer grösser wurden, sogar bis zu 25 % des Marketcap., die Genugtuung ist, dass wenigstens Banken wie UBS, Baer und Vontobel usw.jetzt auf den Shrott-Nostro-Positionen sitzen, die hohen eingepreisten Gebühren inkl. Retro machen die hohen Verluste nie wett, auch hier zeigt sich, dass die meisten wenn nicht alle auf den Banken unfähig sind Geld für Kunden zu verdienen.

    • Bei EY mögen sie’s ja seit jeher am liebsten ohne oder mit wenigen Kleidern….mittlerweile bei Chain IQ und Baumann Springs Ltd. ebenfalls….

    • Und der Lapdance-Man ist immer noch bei Bain. Hat mal die Post beraten, was man hört, und natürlich auch da wieder nur Pfusch abgeliefert.

  31. „Wider die Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens“ – zu allem übrigen Übel der CS kommt jetzt noch eine unvorstellbare Schlamperei (wegsehen) und Dummheit dazu. Ein erbärmlicher Laden, entspricht aber dem VRP und den Key Risk Takers.

    • Wo hätte die CS hier genauer hinschauen sollen? Muss jeder revidierte und testierte Revisionbericht nochmals überprüft werden? Wozu brauchen wir dann Revisionsgesellschaften nochmal? Vielleicht schaust Du das nächste Mal genauer hin, bevor Du blind um Dich schlägst.

  32. Das ist typisch für die Inkompetenz der CS aber hat keine Folgen für die oberste Leitung, im Gegenteil, die werden gefüttert wie Mastschweine. Das gleiche gilt für den wertlosen Kryptohype, das finden auch immer mehr Bankenbosse akzeptabel.

  33. Herr Hässig, Sie belieben schon frühmorgens zu scherzen, Sie Schlingel, Sie!
    „Für zwei der wichtigsten und grössten Unternehmen in der Finanzindustrie …“, und dann nennen Sie CS! Mit diesem Scherz haben Sie gute Chancen, in die Top-Ten der besten Witze 2020 zu kommen.

    • Engler: Ja, das stimmt. Ich wundere mich schon lange, woher Herr Hässig seine Informationen hat. Genial !

    • Recherche und Hässig?? Sie wären gute Revisoren für EY…zudem würden sie den Titel für den besten Witz (siehe Kommwntar oben sofort gewinnen) Hässig schreibt ja selber, dass er bei der Süddeutschen Zeitung abgeschrieben hat. Was dort nicht drin steht dichtet er wie immet frei dazu. Für das Ganze hat er 2 Tage gebraucht.

    • wie sagte u.A. schon Bush junior?

      „fool me once, shame on you. fool me twice, shame on me.“

  34. CS unterstützt hier die Pornoindustrie.

    Es gibt keine Worte mehr über diese unsägliche und unselige Bank.

    • Wo hätte die CS hier genauer hinschauen sollen? Muss jeder revidierte und testierte Revisionbericht nochmals überprüft werden? Wozu brauchen wir dann Revisionsgesellschaften nochmal?

    • haha, es geht doch nicht um Geld.

      oder glauben Sie etwa, dass all die grossen Firmen z.B. dank Pride-Virtue Signaling mehr Umsatz machen??

      Wenn es um Geld ginge, müsste man doch die Vorlieben der Mehrheit der Kunden berücksichtigen und die besten Leute einstellen…

  35. Die Österreich – Connection und Deutschland:

    Wenn es in den letzten Jahren um ganz grosse Betrügereien in Deutschland ging, waren prominent österr. Staatsbürger involviert, bzw. federführend.

    Die Nähe zum Balkan scheint einmal mehr 1:1 aufzugehen wenn White Collar Criminals sämtliche Aufsichtsgremien, Auditing Companies, Banken und Investoren aufs Kreuz legen.

    Der Wiener Schmäh hat stets und immer wieder nachgeholfen.

  36. „Ein Bericht der Süddeutschen Zeitung vor zwei Tagen wirft ein schlechtes Licht auf EY und CS. Aus den Zeilen folgt als Erkenntnis, dass der grossangelegte Betrug längst erkennbar gewesen sei.“ Jetzt melden sich alle, die es schon immer gewusst haben. Wohl dieselben, die noch vor Kurzem den deutschen Behörden, die die Short-Seller und Berichterstatter (FT) aggressiv attakierten, den Rücken vorbehaltlos gestärkt haben.

  37. Mit Marcel Stalder hatte EY einen CEO,der einen seinen wichtigsten Erfolge im Aufstellen eines Bitcoin-Automaten sah.
    Was kann man von einem geistigen Tiefflieger mehr erwarten? Von denen scheint es bei den Banken moch mehr zu geben.