Gottsteins Geheimplan: Riesenumbau der CS

CEO ist mit Beratern daran, die Organisation zu verschlanken. Weniger Divisionen, weniger Overhead. Angst vor Abbau.

Thomas Gottstein plant einen Big Bang. Dieser soll am 30. Juli offengelegt werden. Dann präsentiert der CEO der CS die Resultate für das 2. Quartal.

Laut mehreren Quellen hat Gottstein Grosses vor. Die Aussagen gehen in Richtung, dass der oberste operative Chef die Bank neu aufstellen will.

Das würde wohl heissen, dass Gottstein aus den heute fünf Divisionen weniger macht. Denkbar wären drei: Schweiz, International, Investmentbank.

Ein Sprecher der CS bestätigte gestern, dass Gottstein die Organisation auf den Prüfstand gelegt hat. „Unsere Strategie funktioniert“, meinte er zunächst. „Wir sind ein weltweit führender Vermögensverwalter mit ausgeprägten Kompetenzen im Investment Banking.“

Dann aber sagt der CS-Mann: „Wir prüfen regelmässig Möglichkeiten, wie wir unsere Kunden noch besser beraten und unsere strategischen Ziele regelkonform und profitabel erreichen können. Mit unseren Investoren stehen wir dazu in einem konstanten Dialog.“

Mini-Golf, Maxi-Umbau (Blick)

Die Aussage ist eine Bestätigung der Insider-Stimmen, wonach die CS unter Gottstein sich erneut anders organisieren will. Der letzte Grossumbau stammt von 2015, als Gottsteins Vorgänger Tidjane Thiam die CS auf fünf Beine stellte.

Neben Schweiz, International, Asien waren dies Trading sowie Kapital-Beratung. Jeder Bereich hatte eigene Stäbe, eigenes Marketing, eigene Personalleute, eigene Strategen.

Das ging ins Geld. Obwohl die Bank ihre Gesamtkosten die letzten 5 Jahre senkte, blieb unter dem Strich zu wenig. Der Aktienkurs der CS sackte unter 10 Franken.

Die Grossbank behält unter ihrem neuen Steuermann Gottstein das Augenmerk auf Private Banking, auch will sie gross bleiben im globalen Trading. Aber sie muss noch mehr sparen.

Vor allem muss sie wendiger, fitter werden.

Darum geht es bei der Operation Gottstein, dafür hat der neue Boss externe Berater um sich geschart, die ihm zeigen sollen, wie er eine effizientere, „schnellere“ und damit rentablere CS kreieren könnte.

Die Losung lautet: weniger, dafür autonomere Divisionen, umgekehrt mehr Zentralisierung auf Gruppenstufe.

3 für 1: Graeff (persoenlich.com)

Eine Berufung von letzter Woche würde perfekt ins Bild passen. Die neue oberste Kommunikatorin der Gruppe, eine Frau von der Europäischen Zentralbank, übernimmt nicht nur die Leitung der globalen CS-Kommunikation.

Sondern sie wird auch Nummer 2 im weltweiten Personalbereich. Und: Als Sprecherin der CS agiert sie nicht nur für CEO Thomas Gottstein, sondern auch für VR-Präsident Urs Rohner.

Drei Fliegen auf einen Schlag. Das rechnet sich, selbst wenn das neue Aushängeschild vergoldet werden sollte.

Eine neue Organisation mit weniger Divisionen und mehr zentralen Diensten würde zu einem nächsten Stellenabbau führen. Diesen hat Gottstein in einem Interview mit der NZZ bereits angekündigt.

„Mittelfristig werden wir sicher mit weniger Personal auskommen – vor allem auch, weil wir das Geschäft weiter automatisieren werden“, sagte Gottstein der Neuen Zürcher Zeitung vor anderthalb Monaten.

Und weiter: „Viele Abläufe lassen sich noch verschlanken. Das ist eine meiner Prioritäten. Aber wir wollen auch wachsen, insbesondere im Geschäft mit sehr vermögenden Kunden und im Asien-Geschäft.“

Kommentare

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  1. Dr. Mutaba hilf mir, einen Liebeszauber zu zaubern, mein Mann ist zurück zu mir:: Greatmutaba@ yahoo .com

  2. Hoi zusammen, viele Chefs (nennen sich so) mit einem oder ganz wenigen Mitarbeiter. Die braucht es nicht. Reden Reden keine Wertschöpfung. Als ich dort war als exa , sage eine dieser nutzlosen, als Chef arbeitet man nicht, dafür bekommt man Bonus und die Indianer nicht. Habe ihm gesagt, verlängere nicht, er sagt wieso, weil ich dich nicht brauche, erstaunt angeschaut. Glaube diese Herren oder Damen finden sich noch gut. Nur sie braucht man nicht. Übrigens hab einen tollen Job und ein Chef der MITARBEIET und auch was kann, vor allem ist er ein Mensch.

  3. Dem nicht unsympathischen Gottstein ist zu wünschen, dass er sich vor allem auf seinen gesunden Menschenverstand verlässt und die Meinung eines begrenzten Kreises wirklich kompetenter, erfahrener Mitarbeiter anhört ( falls solche nicht alle schon längst in Pension geschickt wurden!).
    Dann braucht es die Empfehlungen halbseidener Berater nicht, die auch nur gegen saftige Honorare „des Kaisers neue Kleider“ vorführen. Wie schon so oft gehabt!

  4. Klar ist jetzt schon: Es wird noch mehr Einkommensmillionäre geben, und noch weniger Schweizer Indianer, die noch mehr ausgebeutet werden.

    Gottstein wird den 1444 „Risk Takers“ kein Haar krümmen. Bei seinem Mentor und Freund Thiam hat er gelernt, wie der Karren läuft. Am Schluss haben sie sich geherzt und umarmt.
    Brüder im Geiste, leider.

  5. Unglaublich, mit welchem Ryhthmus die CS ihre Organisation ständig grundlegend umbaut. Jede dieser Grossbaustellen kostet rund 1 Millarde Franken (oder noch mehr) und das Tragische daran ist, dass man jeweils immer wieder auf bereits früher Bewährtes zurückgreift, einfach mit wunderschönen Worten neu verpackt und natürlich excellent kommuniziert.
    Tatsache ist, dass sich kein Firmeninhaber und guter Kaufmann so viele „Nonsensumbauten“ erlauben würde. Dieser Kaufmann rechnet eben, weil es sein eigenes Geld ist!
    Zudem sind ständige Wechsel an der Spitze eines Grossunternehmens für das Unternehmen selber eine Katastrophe. Selbstverständlich MUSS jeder neue CEO seinen Laden komplett und grundlegend umbauen, denn macht er das nicht bzw. optimiert er nur das vom Vorgänger Übernommene, gilt er als ideenlos, faul und unfähig.

  6. Als CS IT-Ler, bitte bitte schmeisst die Chefin raus! Und dann grad ein paar ihrer Untertanen…. Holt die Leitung wieder in die Schweiz! Ihr habts ja gesehen (Corona Chaos)die Inselaffen und die Amis haben nix im Griff….

  7. Unter den 100 Topbanken hat China 18. Auf Platz 8 die Schweiz mit 2. Keine Schweizer Bank befindet sich sowieso nicht unter den Top 20 Banken nach Bilanzsumme und Marktkapitalisierung. Nach der Abschaffung des Bankgeheimnisses sind die Plätze nach oben nicht gross veränderbar. Die CS befindet sich nach Umsatz und Gewinn zur Zeit um Platz 50 herum. Das läuft jetzt wie beim Fussball, andere vor allem China werden sehr mächtig.

  8. Some very strong information that Lara Warner is going to step down on 30 July

    If that happens expect the Poland India CRO teams to be heavily affected and all the digital work to be finished

    This Palantir interference was always a bad idea so in the end as a shareholder I am happy if that happens

  9. Hätte ein gutes RM (MD) seit 2005 bestens gearbeitet, so wäre das Ergebnis:
    Eigenes Haus, keine Hypo.
    Ferienwohnung in Davos, dito.
    2 Mio Spargelder, Pension Chf 15K. Herr Gottstein, auf niemehr wiedersehen !

  10. IP-Kommentatoren ein Club von Besserwissern !
    Positiv denken – Und lasst T. Gottstein vorerst einmal
    anpacken und werken.
    Sprüche und „Ratschläge“ von den allzu zahlreichen
    Miese-Petern in der IP-Leserschaft verbrauchen lediglich
    unsere „Arbeitszeit“; Nutzen zero!

    • Das ist nur die Erfahrung aus den letzten Reorganisationen der CS. Es zeigt sich klar dass die kommende Reorg die gleichen Fehler aufweist wie die alten.

  11. Wenn externe Berater von einer Consulting Firma ins Haus kommen – oft überbezahlte, unerfahrene Bürschchen in dunkeln Anzügen – so gibts sehr oft Unruhe.

    In einer Recommendation wird dann von diesen das zusammengefasst, was man bei früheren Aufträgen von ähnlich gelagerten Klienten gelernt hat, plus die Resultate der haus-internen Befragungen.

    Dann braucht’s noch jemand, der/die Zeit und Geduld hat, das ganze Elaborat zu lesen. Und schliesslich braucht’s auch noch die, welche das Ganze implementieren. Hier hapert es dann meist. Ausser Spesen nichts gewesen.

    • Implementieren ist nichts für die Consultants, da müssten sie Leistung zeigen, Erfahrung und KnowHow haben. Lieber schnell ein paar coole Folien hinpinseln, die Top- Buzzwords nennen (quickwin nicht vergessen) und das ganze schön präsentieren.

  12. … weder T. Gottstein noch die CS
    sondern die äusserst vielen IP-Kommentatoren !
    IP-Leserschaft – ein Club von Nörgelern und Besserwissern !
    L. Hässig, Sie sollten diese zu zahlreichen Miese-Peter
    mundtot machen anstatt ihnen die IP-Plattform zu öffnen!
    Und lasst doch T. Gottstein erst einmal richtig „werken“ !

  13. Spekulation, Spekulation, Spekulation.

    Einmal mehr müssen sich gemäss Lukas alle CS Mitarbeiter um ihren Job fürchten.

    Aber die Schafe hier lästern auch dazu wie gewohnt ab und spenden sich gegenseitig Beifall.

    Morgen wird wohl der nächste Corona-Experte zu Wort kommen. IP immer mehr ein Trauerspiel – hoffentlich bald im letzten Akt.

  14. Von gut unterrichteter Seite ist zu hören, dass die CEO s der Grossbanken inkl. Raiffeisen eine Initiative mit dem Titel „Reduktion des Rentenalters auf 50“ planen. Dann ist auch deren Rente gesichert.

  15. Genau richtig Gottstein! Für 30 Mia umbauen – weil das Bankgeheimnis ist ja eh am A***** und dann frühzeitig abhauen und die dummen Aktionäre bezahlen lassen!
    Haben nichts besseres verdient!
    Grosses Bravo!

  16. Irgendwie gruselt es und gfriert es einem, nur schon diese Gesichter zu sehen. Ich würde keine Minute meines Lebens für solche Gestalten opfern, auch nicht für einen Monatslohn. CS is toast.

  17. Lieber Thomas, bitte fang dieses Mal in der Teppich-Etage an, wäre mal was Neues
    –> Anpassung an die neue Strategie! Nur Mut, du wirst keine Schmerzen spüren, Danke

  18. Die CS will sich unter Gottstein neu organisieren…Es gibt überhaupt nichts neu zu organisieren. Gewisse Typen müssen einfach verstehen, dass die Party in der CH vorbei ist…wir haben so extrem vom Bankgeheimnis profitiert, das kann man sich gar nicht mehr vorstellen…Ich habe über 30 Jahre in der Vermögensverwaltung gearbeitet…die Kunden standen Schlange vor der Bank…Mitarbeiter kündigten am Morgen und begannen am Nachmittag bei der Bank gegenüber…all dies ist einfach vorbei…nur in den oberen Etagen haben sie das noch nicht begriffen. Man will sich einfach die Bonus und Saläre nicht kürzen. Der Euro bei 1.05 und der Dollar bei 0.9345 bei höheren Kosten in CHF…das kann doch auf die Dauer nicht aufgehen… Es bringt auch nichts, jetzt wieder im Maschinenraum abzubauen…die Arbeit muss trotzdem gemacht werden und die Leute die bleiben können werden krank…Die Lohnkosten müssen in dieser Industrie einfach heruntergeschraubt werden…und zwar drastisch…ab VD, ED oder MD um etwa 30%…damit man wieder ein gesundes Ratio Cost/Income erreicht, welches auch die Inverstoren wieder animiert in CH-Bank Aktien zu investieren.

  19. Reorganisation ohne die Mentalität zu wechseln bring es nichts! Zudem kommt noch, dass immer die gleiche Beratern eingesetzt werden….somit wird überall das gleiche gemacht, aber wie kann man Geld verdienen, wenn man nur gleiche gemacht wird? Nonsense….aber Konsensus…🤣😉

  20. Das einzig peinliche bei dieser Bank ist die Tatsache, dass sie noch das Wort „Suisse“ im Firmennamen tragen kann oder darf. Als Schweizer Bürger muss man sich ja Fremdschämen.

  21. Das Investment Banking muss rigoros abgebaut werden. Es hat in den letzten 20 Jahren, keinen Ertrag abgeworfen, welcher in gutem Verhältnis zu den eingegangenen Risiken steht. Wenn es Gottstein schafft, die Macht der IB-Boys zu nachhaltig brechen, dann erst wird die CS endlich zu neuen Ufern aufbrechen. Bis dann bleibt es ein Abzocker-Bude für reckless IB Boys, welche mit der Stabilität/Rating/Refi-Kosten des restlichen CS Konzern an den Märkten zocken und persönlich absahnen.

  22. Eine Bank, die nur noch mit sich selbst beschäftigt ist.

    Mittel- und langfristige Projekte, die tatsächlich etwas für die Kunden bewirken könnten, haben in diesem Umfeld keine Chance.

  23. 2015 fand unter CEO Thiam bereits ein Grossumbau der CS statt und jetzt, 2020, bereits wieder. Jeder baut um und lässt das Werk seines Vorgängers wie Stückwerk erscheinen. Dieser jedoch kassierte alles in allem um die 80 Millionen. Schön für Ex-CEO Thiam. Ob er es wert war ? Aber vielleicht wird ja in 5 Jahren oder früher wieder umgebaut. Und es gibt einen neuen CEO.

  24. Dass Gottstein etwas machen muss, ist allen klar: Wenn die CS so weiterwurstelt wie in den letzten Jahren, wird es die Firma bereits vor Gottstein’s 65. nicht mehr geben.

  25. Aber liebe CS macht es nicht wie die UBS.
    Alle GMDs und MDs welche zu 90 % eh unbrauchbar sind, nichts tun, sich vor jeglicher kleinsten Verantwortung drücken,weiterhin behalten und die unteren Etagen auf die Strasse stellen.

  26. Es stellt sich die Frage: Warum baut jeder neue CEO die Bank um? Macht der Vorgänger denn nur Mist?

    Ich glaube, jeder Manager muss einfach etwas machen. Mal einstellen, mal abbauen, mal irgendwas … Unter TT hätte die CS in Asien noch gross rauskommen müsse. Unter Dougan im Investment Banking, Grübel und Vorgänger schon vergessen.

    Die wirklichen Probleme werden nie angepackt. Es wird also weiter Geld vernichtet. Mich erstaunt es nur, dass es doch noch viel davon hat.

  27. Was sollen die Banken denn auch sonst machen? Für den Normalbürger sind weder CS noch UBS von Wichtigkeit und das Geld kann auch getrost anderswo parkiert werden. Die Existenz dieser Banken ist einzig im Zusammenhang ihrer Dienstleistung für internationale Grosskonzerne wie ABB, Nestle Roche etc. von Bedeutung.

    Die Systemrelevanz dieser Banken ist meiner Meinung nach auch nur darum gegeben, damit in der Schweiz ansässige Grosskonzerne ihren Zahlungsverkehr über eine einheimische Bank abwickeln können. Und der tägliche weltweite Zahlungsverkehr der internationalen Grosskonzerne bedingt nun mal eine entsprechende Liquidität welche Kleinbanken nicht stemmen können. Nicht ohne Grund besteht eine so enge Verbindung nach Bern.

    Um diese Dienstleistung aber anbieten zu können, benötigen CS und UBS auch Kunden mit viel Geld und wer mehr mehrere Millionen auf der hohen Kante hat überlegt sich heute zweimal, ob er nicht besser fährt mit einem privaten Vermögensverwalter.

    Die Konkurrenz unter den Banken am Kuchen selber verschärft die Situation noch mehr. Hinzu kommen die hohen Anspräche von geringen Kosten bei maximaler Leistung für Grosskonzerne, hohe Löhne für wenig Leistung und Verantwortung inkl. Jobgarantie bis in das Rentenalter bei vielen Mitarbeitern und für die Investoren eine überdurchschnittliche Performance der Anlagen.

    Hierbei das goldene Ei zu finden dürfte für jeden neuen Verwaltungsratspräsidenten und für jeden neuen CEO vergleichbar mit der Suche einer Nadel im Heuhaufen sein. Insofern trifft der Spruch: Es allen recht getan ist eine Kunst die niemand kann, durchaus berechtigt.

  28. .-…Eine neue Organisation mit weniger Divisionen und mehr zentralen Diensten würde zu einem nächsten Stellenabbau führen..
    also zurück zur guten alten cs, und da braucht der ceo einen Beraterstab?? mhh na ja vielleicht müsste einfach mal eine gewisse ebene von direktoren und hier auch explizit direktorinnen (was die auch immer machen) rausgeschmissen werden. der maschinenraum hat eigentlich bis vor ca. 10 jahren gut funktioniert.. aber dann wurde die „Overseas.kultur“ immer mehr zum problem

    • Also ob Mann oder Frau hat ja wirklich nun mal keine Bedeutung, dieser Kommentar ist einfach nur völlig daneben.

  29. Riesenumbau mit externen Beratern. Der wievielte?
    Urs Rohner wurstelt seit 2011 an der Spitze der CS.
    Ihm sei ins Poesiealbum geschrieben:
    „Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.“

  30. Alter Wein in neuen Schläuchen…

    Alle wollen den Schwerpunkt Private Banking stärken
    Alle wollen die superreichen Kunden
    Alle wollen in Asien wachsen
    Alle wollen Kosten senken (das Potential ist in der Tat riesig. Noch immer hat es viel zu viele massiv überbezahlte Stellen !)

    Jeder CEO hat eine neue „Strategie“… Auch dies gehört zum Alltagsgeschäft.

    Gute Strategien zeichnen sich im Übrigen dadurch aus, dass sie nicht alle paar Jahre wieder über den Haufen geworfen werden müssen…

  31. Eine der Kernkompetenzen der heutigen Managern, Entlassung von Mitarbeitern. Vorzugsweise ü50. Dann sich zukleistern mit überbezahlten Beratern um die Schuld am Ende weiterzureichen. Und am Ende, was der Manager immer gut kann, Boni fürs Versagen einstreichen.

    • Ein reisserischer Kommentar ohne Substanz von jemandem, der nicht viel verstanden hat. Sorry, aber wahr.

    • @Sen – bitte erläutern Sie uns doch den Sachverhalt mit Substanz. Bin gespannt auf Ihren Verstand.

    • @Sen, mit Tatsachen und lernen aus der Vergangenheit haben Sie es leider nicht so. Alles was Inside CS schreibt lässt sich aus der Vergangenheit beweisen. Ich würde sogar soweit gehen, dass die aktuellen Manager charakterlose Typen sind.

    • Der Mechanismus ist klar beschrieben, bitte vorher genau lesen bevor man sich beschwert.

    • @sen: wer halt die Fakten nicht sieht und die Realität verweigert schreibt solche Sachen wie sen. Peinlich peinlich.

  32. Wenn das zutrifft und radikal gemacht wird, dann wäre dies eine schon lange fällige Lösung. Dass dann aber die Kosten für die Kunden sinken würden, ist „wishful thinking“

  33. Schon über Jahre träumen alle den Traum von den „sehr vermögenden Kunden“, im besonderen die beiden Grossbanken UBS und CS. Aber der grosse Kuchen in diesem Segment ist bereits seit langem verteilt und die Bankprodukte sind die gleichen oder ähnlich. Es sind eigentlich nur noch Brosamen die zu verteilen sind.
    Sehr vermögende Kunden reagieren sehr empfindlich auf schlechtes Management und einer fragwürdigen Geschäftstätigkeit. Sehr vermögend Kunden sind sehr scheu und verlangen einen hohen Level an Beratung und Service und darin gibt es etliche Unterschiede bei den beiden Grossbanken.

  34. Externe Berater, übliche Worthülsen usw. Auch der neue CEO, wie schon all seine Vorgänger, schafft es, meinen Würgreiz zu aktivieren. Ich vermisse Vorbilder, mutige und fleissige Taten, starkes „leading by example“, eigene Opferbereitschaft, Demut. Fazit: CS, a never ending and sad story…

  35. Die CS wird sich in Asien noch die Finger verbrennen. Auf unsere Nummer 2 hat dort niemand gewartet. Dafür hat man einmal mehr in der Schweiz für miese Stimmung gesorgt. Gottstein ist genauso geblendet wie Thiam. Ein Reisli nach Singapore ist natürlich attraktiver als nach Aarau auf Filialbesuch. Fazit: Strong sell (s.e.e.o.).

  36. So so; wiedereinmal einen Totalumbau..Wann merkt die CS endlich, dass sie das Auslandgeschäft (Inverstmentbanking) zurückfahren und sich auf die Schweiz konzentrieren sollte??
    Der nächste Rohrkrepierer wird vorbereitet und viel Geld und Menpower vernichtet..

  37. Hat irgendeiner erwartet der CEO erfinde das Rad neu? Macht doch jeder genau das gleiche. Umbauen, abbauen und abkassieren. Rette dein Hinter. Auch Gottstein ist nicht Gott und kann nicht mehr als die anderen.

  38. Herr Gottstein macht das, was seine Vorgänger in der CS-Schaltzentrale der Macht getan haben: Den Kiosk nach seinen Bedürfnissen zu unterwerfen, damit er und seine Süssigkeiten-Erfüllungsgehilfen die besten Bonbons direkt in die eigenen Taschen umleiten können. Im Prinzip eine alte ausgeluschte Nummer, die immer noch funktioniert, solange die Bank respektive der Steuerzahler genügend Kohle produzieren können, um die verschleckten Mäuler stopfen zu können.
    Gunther Kropp, Basel

  39. Ob das hilft? alle paar Jahre die Bank umzubauen um noch besser für den Kunden da zu sein und noch profitabler zu werden! Ich denke die Bank ist mit den Kunden gar nie nah sondern mit sich selbst und dem umbau beschäftigt! Genau so die Profitabilität, das wo es mehr bringen könnte, wird vorzu verwendet um McKinsey zu füttern. Da die Bank noch nie Mehrwert gebracht hat sollte sie sich von der Mehrwertsteuer befreien lassen, so wäre der Mehrwert wenigsten das die Kunden 7,7% weniger Gebühren bezahlen müssten. Eine Dauer Baustelle wo nur Schutt produziert!

  40. Seit 1999 wird jedes Jahr reorganisiert bei der CS. Die grösseren Reorganisationen laufen dann immer während des Sommers, das hat Tradition.

  41. Was soll eigentlich der gewöhnliche 0815 – Schweizer mehrfache Millionär oder der gute bodenständige Schweizer Mittelstandsunternehmer von dieser Strategie CS halten?

    Nur Focus auf Grosskunden aus aller Herren Welt und normaler Wohlstand in der Schweiz interessiert die CS einen Dreck.

    Es fehlen einem die Worte.

    Da wechseln wir halt gerne zu Banken, welche diese Kundschaft noch zu schätzen und pflegen wissen.

    CS kann dies nicht und es interessiert diese Bank mit Ihren 84 % ausländischen Aktionären auch nicht.

    CS hat rein gar nichts mehr mit der Schweiz zu tun und verliert im Heimmarkt immer mehr an Boden.

  42. Vielen Dank, Eveline (Wider-Schlumpf). Jetzt sind wir zwar sauber, aber dafür kaufen wir jetzt bei Caritas ein und trinken unseren Kaffee in Pfarrer Siebers Gassencafe. Anstelle von Koks gibts jetzt Klosterfrau Melissengeist und im Obdachlosenheim sind sie nett. Als Surprise Verkäufer findet man mich neu vor dem CS Sitz am Paradeplatz jeweils am Dienstag und Freitag. Günstig abzugeben: 80 Hermes und Armani Krawatten …

    • „Jetzt sind wir zwar sauber,,,, “ Würden Sie darauf auch Ihr Privatvermögen verwetten oder was die sog. Weissgeldstrategie nicht eher Politimarketing.

    • Frau Widmer Schlumpf ist schuld? Wie einfältig ist das denn? Dass seit der Finanzkrise den Steueroasen das Wasser abgegraben wird, weiss doch jedes Kind. Die Welt dreht sich weiter.

    • New Age: Immer noch EWS-traumatisiert oder einfach Nachplapperi von EWS-Traumatisierten?

    • Ich bin froh, dass wir hier in der CH nicht mehr für jeden Verbrecher die Gelder waschen. Steuerhinterzieher sind übrigens auch Verbrecher. Nicht nur der Sozialschmarozer. Wer dem Bankgeheimnis nachweint hat aus meiner Sicht einen miesen Charakter: egal mit was, hauptsache Kohle verdient. Keine Moral, keine Ethik, keine Empathie. Ich behaupte sogar, das aus dieser Lebenseinstellung heraus auch die gesamte Umweltkatastrophe basiert: wichtig ist nur die Rendite. Alles andere kuss zerstört werden. So ist es gelaufen und läuft weiter. Aus Blödheit und Gier zerstören wir uns lieber selber. Erbärmlich.

  43. Ein Umbau ist immer gut, denn so kann man die Leistung nicht messen und gewinnt ein paar Jahre um sich zu verstecken. Wenn ich mich richtige erinnere, befindet sich die CS seit Jahren im Umbau, einfach nur immer mit anderen Leuten. Vielleicht sollte man einfach mal die Teppichetage umbauen!

  44. Diese Reorganisation wird wieder unheimlich viel Kraft kosten. Die guten Mitarbeiter werden sich das nicht gefallen lassen und sich umschauen. Übrig bleiben die mittelmässigen und weniger begabten Kollegen, die dann mit viel Extrameilen und Überstunden das kompensieren müssen, was die Cracks in der Hälfte der Zeit gemacht haben…nun, das Spiel wiederholt sich leider, wie nach der letzten Reorganisation noch zu Zeiten von TT. Führungsstufen werden eliminiert, Burnoutrate resp. Erschöpfungsdepressionen bei den Mitarbeitern werden zunehmen, Langfristarbeitslosigkeit wird steigen, Ü50 wird sich umorientieren müssen…
    Schade für diese einst tolle Bank. Alfred Escher würde sich im Grabe umdrehen…aber der Kurs…der Aktienkurs wird steigen, und alle sind zufrieden…alle? Bin nicht sicher…Die Frage ist, welchen volkswirtschaftlichen Preis wir alle dafür zahlen…was für ein perverses Spiel!

  45. Ich lach ich kaputt!

    Banking ist in vielen Bereichen ein 08/15-Standard Prozess. Dass dieser viel höher automatisierbar ist, das wussten wir schon vor mehr als 15 Jahren. Nun scheint die Message auch oben anzukommen.

    Inzwischen ist die Prozess- und Systemlandschaft jedoch so verbaut und die Gärtchen sind gefestigt, so dass dies nicht mehr rentabel möglich sein wird.

    Der Grund ist einfach:
    Kunden > 5 Mio. erscheinen mit Anwalt und mehreren Offerten => ergo, kaum wirklich rentabel
    Kunden < 5 Mio. werden mit E-Banking und Co "beglückt" und zahlen die zu hoch ausfallenden Infrastrukturkosten und Gehälter

    Darum war das "langweilige" Schweizer Private und Retail Banking eigentlich auch immer gewinnbringend und das aufgeblasene gehypte Investmentbanking der unrentable Kostenblock.

    Es ist beeindruckend mit welcher Konsequenz sich die Schweizer Banken nach wie vor von den Amis melken lassen. Hut ab für soviel Leidensbereitschaft.

  46. CS will sich wieder einmal lediglich auf superreiche Großkunden UHNWI mit über 50 Millionen Vermögen und auf Asien speziell China fokussieren.

    Dies zeigt wieder einmal vom neuen die gnadenlose Arroganz dieser CS Bank.

    Bescheidenheit, Demut und volkswirtschaftliche Verantwortung für die Schweiz würde dieser Bank besser anstehen.

  47. Die Präsentation am 30. Juli gibt Herrn Gottstein die Gelegenheit, seine Integrität zu demonstrieren und die CS-Beziehung mit Greensill und Softbank zu beenden.

  48. Gähn, mal wieder eine Reorganisation und wieder mit dem Ziel die CS optimal, schlank und effizient aufzustellen. Die Consultants vergessen dabei aber zwei wichtige Bereiche, den Kunden und die Mitarbeiter. Die Kunden kommen nicht wegen dem schönen Powerpoint und die Mitarbeiterführung wird deshalb auch nicht besser. Also bleibt alles beim Alten.

  49. Bei den laufenden Skandalen und Debakeln bei CS würde ich auch etwas ändern als Herr Thomas Gottstein.

    CS tritt ja in jeden Fettnapf voll rein und schadet der Reputation vom Finanzplatz Schweiz sehr.

  50. Nicht nur Kosten senken, aber auch ENORME Effizienz steigerung würde man SUB und IWM wieder zusammenlegen.
    Hoffentlich wird TG auch IWM 3.0 prüfen und challengen.

  51. CS stellt ein Systemrisiko für unseren Finanzplatz Schweiz dar mit dieser unfähigen und desolaten Führung.

    Finma täte gut daran hier aktiv zu werden.

  52. CS ist bisher unter Thomas Gottstein kein Haar besser geworden.

    Die DNA der Bank ist nachwievor Geldgier, Arroganz und Skrupellosigkeit.

    Eine unsägliche und unselige Firma.

    • Stimmt genau. Danke für Ihren Bericht. Es wird bei jedem „Umbau“ schlimmer..
      Und gelernt hat niemand etwas aus den vielen Krisen! Rohner wäre auch schon längst überfällig – wieso hat er soviel Privilegien.?

  53. CS wie stets eine permanente Baustelle und Führung von McKinsey.

    Permanente Reorganisationen, Kundenumsegmentierungen, etc., welche am Ende meist überhaupt nichts fuer dem Kunden bringen.

    Nach einiger Zeit wird dann alles wieder zurückgedreht an den Anfang.

  54. Liegt auf der Hand, denn der Anteil an MA die nicht mehr 100 % arbeiten ist fast ausgeschöpft, die CS muss zuerst den Kahlschlag tätigen bei MA die ab CHF 250’000 brutto verdienen, denn die Betriebskosten sind noch bei 17 Mrd. CHF, diese müssen um mind. 2 Mrd. CHF reduziert werden, was heisst dass der Konzern den MA Anteil von 48000 auf 40000 reduzieren müsste, da 1/3 in der Schweiz tätig sind muss die CS 3000 in der Schweiz abbauen.

  55. Dass ein neuer CEO die Situation analysiert, die Ziele und die Marschroute dahin vorgibt ist ganz normal und gehört zum Job. Der Rest des Artikels ist wohl eher Spekulation, also: abwarten.
    Braucht der CEO jedoch für diese Kernaufgabe Berater, so beginnen bei mir Zweifel über seine Eignung als CEO zu kommen. Wer das nicht selbst mit seinem neuen Team machen kann, ist unfähig.

  56. Reorganisation ist bei der Credit Suisse (und auch UBS) leider schon seit Jahrzehnten ein Dauerzustand.
    Der Fokus sollte meines Erachtens mehr auf „Run the Bank“ anstatt konstant auf „Change the Bank“ gerichtet werden.