Kickt Gottstein die grosse Lara Warner?

Umbau des CS-Chefs könnte zuoberst überraschendes Opfer bringen: Top-Risk-Chefin ist Thiam-Liebling, verantwortet Flops.

Lara Warner ist das Postergirl der Credit Suisse. Die 53jährige Australien-Amerika-Doppelbürgerin galt lange als mögliche erste Frau zuoberst am Paradeplatz.

Nun haben sich die Aussichten für Warner verändert. Verschlechtert. Der Risk-Chefin, die bis 2019 für die Compliance der CS zuständig war, droht das Aus.

Das wäre ein personeller Eklat. Dieser bleibt bis Ende Juli Spekulation. Dann dürfte Thomas Gottstein, der CEO der CS, seine Umbaupläne offenlegen.

Dass Warner ein zentraler Teil von Gottsteins Überlegungen sein könnte, geht um in CS-Kreisen. Die Gründe liegen im Menschlichen und im Geschäftlichen.

Ikone vor Fall? Warner (CS)

Geschäftlich steht Warner für den Aufbau einer gigantischen Compliance-Organisation. Unter dem alten CEO Tidjane Thiam baute die CS die Kontrolleinheit zum Mammutbereich aus.

Warner leitete die weltweite Compliance in der gesamten Thiam-Ära, also ab 2015. Zuvor war die einstige Analystin im Investment Banking der CS, bei der sie seit 2002 aktiv ist.

In Warners Zeit fällt eine enge Kooperation mit Palantir. Das ist ein US-Softwarehaus, das mit technologischer Intelligenz gefährliche Kunden und Deals finden will.

Palantir wurde vom Deutsch-Amerikaner Peter Thiel gegründet, der zum Milliardär wurde und nie vergisst. Thiel brachte das bekannte Online-Medium Gawker zur Strecke.

Thiels Palantir gilt als „Liebling der CIA“, wie es die Süddeutsche soeben mit Blick auf den Börsengang nannte. Bei der CS kostete Palantir Millionen, das Ergebnis blieb überschaubar.

Jedenfalls nahmen die Gross-Skandale, in welche die CS verwickelt war, nicht spürbar ab. Die Bank steht weit oben, wenn es um Wirecard, Luckin Coffee und SoftBank geht.

Lara Warner erlitt mit Palantir einen Flop. 2019 gab sie Compliance ab und übernahm den Job des Chief Risk Officer der weltweiten CS.

Das wurde von aussen nicht als Abstieg gesehen; eher als weiterer Karriereschritt. Doch nun berichten Medien, dass CEO Gottstein die beiden Bereiche Compliance und Risk zusammenführen will, dies um zu sparen.

Gesicht der Zukunft? Hudson (CS)

Beide Bereiche werden heute von Frauen geleitet, bei Compliance ist es eine Managerin namens Lydie Hudson. Amerikanerin, 41. Verkörpert die Zukunft: Argumente, um den Vorzug zu erhalten?

Die menschlichen Gründe würden ebenfalls gegen Warner sprechen, zumindest in den Augen von Gottstein. Warner war für Thiam wichtig, wenn es darum ging, dass kein Wissen und keine Kunden zur Konkurrenz sprangen.

Diese Haltung führte zum Fall Khan, bei dem der Ex-Spitzenmann Iqbal Khan beschattet worden war. Welche Rolle Warner dabei spielte, ist unbekannt.

Warner war aber Thiams „Frau“, unter ihm wurde sie zur Anwärterin auf den CEO-Job. Im Februar machte dann Gottstein das Rennen. Nun könnte er darauf hinarbeiten, Warner loszuwerden.

Kommentare

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  1. also wer freiwillig millarden kundengelder einem greensill in den schoss wirft, der hat das wort risk aber auch noch nie gelesen. oder der hat keinen durchgriff. oder beides. viel spass der frau, die diesen tümpel trockenlegen darf. wenn sie es schafft.

  2. Bei der CS kostete Palantir Millionen, das Ergebnis blieb überschaubar?

    Tja. Da kann man „CS“ doch glatt durch durch „Swiss Re“ ersetzen.

    Das Tor zu den Sternen? Eher der Highway to Hell!

  3. Allen CS-Managern die betrogen wurden, die Entwicklung der Beziehung zu Softbank und Greensill Capital zuzulassen und damit den Ruf des Unternehmens und des Kundengeldes zu gefährden, sollte höflich, aber fest die Tür gezeigt werden.

  4. Solange Banken in den obersten Gefilden – top 5 % – permanent GL, DG’s und MD’s austauschen die von Privat Banking keine Ahnung haben, ins besonders selber nie Kunden aquiriert bzw. mind 10 Jahr gepflegt haben, werden sich diese Showmasters weiterhin austauschen und die Branche Bank ins Verderben bringen. Das Ziel auch dieser zwei Sexy – gut aussehenden Damen – ist sich lediglich für max. 2 bis 3 Jahre zu halten, somit sind die kommenden 15 Jahre finanziert.

  5. Die Verhätschelung der Aktionäre. Das beste Beispiel was die Aktion, die mit den Arabern kostete. Diese griffen der Bank mit 6 Mrd 2008 unter die Arme. Gegenleistung der Bank CS 9. 5 Prozent dieser Tausendundeinernachtgeschichte, 10 Jahre lang und so 5, 8 Mrd kassieren, also fast so viel wie man erhalten hat. Nach 10 Jahren konnte man die teuren Wandelanleihen ablösen. Auch andere Grossaktionäre wurden grosszügig bedient.

  6. Alles theoretisch top ausgebildete Leute, welche in der Praxis hinter ihren Indianern verstecken und Meister des nicht-exponieren sind.
    Ganz ehrlich, diese überbezahlten Pfeifen braucht es nicht in der Praxis.
    Vermutlich ist sie die Tochter vom Standard Oil Magnaten, wo vermutlich Daddy-Hudson sein Konto bei CS versorgt bekommt.
    Same Story mit Thiam’s Daddy.
    Die CS wird hops gehen, denn die CDS lügen nie!

  7. was für ein schweizer seelen zirkus…

    wer hier gerade den oberclown spielen darf ist so relevant wie blochers unterwäsche…

    die fäden der schweizer zinshäuser werden in london und new york gezogen.

    oder kapiert ihr inside spezialisten das bis heute noch nicht so richtig))+

    • Wenn er denn will. Denn er sitzt nun im Verwaltungsrat der Swiss Re, wo er eine angemessene Entschädigung für eine Tätigkeit ohne operative Verwantwortung erhalten dürfte.

  8. Es geht immer geht’s nur um Personen, nie um Inhalte.

    Offensichtlich müssen die ganzen „Super Performer“ erst aussortiert werden, bevor man wieder über Unternehmensentwicklung und Zukunftsausrichtungen sprechen kann. Dann begleitet uns die Show aber noch länger, so viele von der Sorte da noch sind. Aber leider sind die so gut vernetzt, dass sie nie Bedenken um ihren Platz haben müssen. Well, man stützt sich eben gegenseitig. Aber Gottstein ist der Letzte, der das nicht checkt.

  9. Find ich gut. Ein Expat weniger in der Schweiz. Davon haben wir viel zuviele in der Schweiz. Und nun haut drauf.

  10. Credit Suisse Group AG – mit diversen Postergirls, eher Quotengirls, und einer Vielzahl unfähiger sogenannten „Manager“ auf GL- und VR-Ebene – das kann ja nicht gut gehen. Die letzten zwei Jahrzehnte haben dies ganz klar gezeigt! Für den Staat Schweiz wäre es wohl am besten, die Credit Suisse Group AG schnellstens professionell abzuwickeln, um weiteren Schaden abzuwenden!

  11. Gottstein needs to clean house and change the entire management team, which have Tham’s signature still, if he’s ever to put his stamp on the ExB. Except for SUB head which was appointed by Gottsein himself, everyone should be replaced.

  12. Stichwort heißt Automatisierung und nochmals Automatisierung.
    Maschinen und IT-Ingenieure wieder ein.
    Mit all den Compliance-Freaks, die glauben, alles besser zu wissen weg damit!

    • Ha, ha, ha wo bitte ist bei den Banken Automatisierung? Lächerlich, IT mässig sind diese Dinosaurier gegenüber der Realindustrie nun wirklich noch in der Steinzeit. Die Banken finden immer noch genügend Dumme, vor allem Frauen, welche die völlig überhöhten Gebühren bezahlen. Mit diesen Gebühren wird der riesen Aufwand für die wirklich Reichen bezahlt.

  13. Ob Warner oder Hudson spielt keine Rolle. Ein Compliance Framework nach US Style (angloamerikanisches Investmentbanking und Relationship Manager orientiertes PB) funktioniert kulturell und inhaltlich völlig unterschiedlich. Mit on size fits all ist der Misserfolg programmiert. Dies wiederspiegelt die grundlegenden CS-Probleme.

    Eine Compliance für europäisches PB wäre verhältnismässig einfach, einheitlich und stringent zu haben.

    Aber lasst die CS doch weiter wursteln. Sie schrumpft sich ja laufen selber. Entweder es kommt irgendwann die Einsicht zurück und die erforderliche Transformation findet statt oder sie wird vom Markt aufgesaugt.

    In beiden Fällen gilt es zu verhindern, dass der Steuerzahler bluten muss.

    Simpel und einfach.
    RIP Swiss Banking

  14. So what?

    Dann ist sie halt mit ihrem vergoldeten Millionen-Package weg…und heuert nach einem halben Jahr Sonderurlaub sonst wo an.

  15. Zu schön um wahr zu sein!
    Bitte den Narzisten Barkley auch gleich entsorgen und beide zum Gucci Täschchen Verkäufer schicken.

  16. Postergirl Lara Warner muss wohl bald abtreten.
    Ob die Amerikanerin Lydie Hudson viel Glück bringt bleibt zu bezweifeln.

    CS hat wirklich keine gute Hand bewiesen in der Besetzung von Schlüsselpositionen in den letzten Jahren Thiam, Khan etc. Ein Alptraum ohne Ende.

    Ein Flop nach dem anderen produziert und ein Skandal nach dem anderen.

  17. Hudson Warner und wie sie alle heissen haben das gleiche Problem wie Gottstein.

    Keine Vision und Strategie den langsamen Zerfall der CS zu stoppen.

    Der Steuerzahler wird da wieder einspringen müssen wenn nicht endlich der Regulator diesen sinkenden Tanker ind Trockendock holt und ihn zerlegt und zum Schrottwert verhökert.

    Gottstein und Co kassieren nur und können nicht CEO

    • Was heisst „der Steuerzahler wird wieder einspringen müssen“? Wann ist der Steuerzahler bei der CS genau eingesprungen? Wieviel Steuersubstraht hat die CS und ihre Mitarbeiter in den letzten Jahrzehnten abgeliefert? Und wieviel Steuern bezahlst Du genau, dass Du hier einen auf grossen Max machst?

  18. Hören Sie endlich auf mit diesen flapsigen, pseudo-originellen Sprüchen („kickt …“). Wer so spricht, zeigt, dass er irgendwo in den 1980er/1990er-Jahren stehengeblieben ist, oder ? Machen Sie stattdessen eine Weiterbildung (z.Bsp. an der Fernuni (www.fernuni.ch)), damit Sie wieder auf den rechten Weg finden.

    • @Albert Kohler alias Thomas Meier alias Alois Bucher-Niederberger: als linker Troll 24/7 auf allen Kanälen belehrend und moralisierend unterwegs. Auch ein Hobby. Aber eines, das Mitleid hervorruft.

    • Herr Kohler sind sie jetzt ein „Wort-Nazi“? Wer bestimmt welche Sprache wir reden oder sprechen. In Ihrem Fall scheint das ja einen der renommiertesten Universität der Welt zu sein. Viel intellektueller klingt Ihr Kommentar ja leider auch nicht – kickt Kommentar ihn weg.

  19. Ich habe immer gesagt, Die Augen einer Frau sind ein Bilderbuch. Deshalb würde ich diesen Wechsel auch vollziehen.

    • Lieber Ernesto

      ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten aber mit dieser Wahl fliegen Sie hart auf die Nase und ob ein Plastikchirurg das wieder hinkriegt????

    • Ernst? Frauenversteher oder Kinderbuch Autor?
      Ich habe immer gesagt, die Texte eines Mannes sind ein Spiegel. Deshalb würde ich diesen Blick auch riskieren.

  20. Die Investoren Misstrauen der CS zu tiefst – dies zeigt sich in katastrophalen Aktienkurs.

    Solange man noch kann muss man hier die Gelder weg bewegen. Es kann sehr rasch zu spät sein.

  21. CS hat effektiv ganz andere Probleme als Lara Warner.

    CS ist viel zu gering kapitalisiert – dies hat auch die Firma moniert.

    Man muss sich leider Gedanken machen über die Sicherheit der Gelder bei CS durch dieses jahrelange Missmanagement.

    • So so die Firma hat das moniert…Du bist auch eine der hellsten Kerzen auf der Torte, was?

  22. Das wäre eine gute Nachricht, nicht zuletzt um mal wieder ein Zeichen zu setzen. Ich bin überzeugt davon, dass es für die Position eines Gesamtleiters Risk/Compliance einen Mann mit Schweizer Pass (genau: einen Mann!) gibt.
    Die beiden Damen Warner & Hudson haben beide nur ein Qualifikationsmerkmal: Quote.

    • Der echte W. Churchill wäre mit solchen Statements in seinem Leben nicht sehr weit gekommen.

    • Und warum unbedingt einen Mann muss es geben? Könnten wir nicht einfach „qualifizierte Peron“ sagen. Egal ob Mann oder Frau?