Remo Stoffel sass 4 Tage in U-Haft

NZZ enthüllt Details des geständigen Unternehmers. Der kam mit Strafbefehl davon. Via Anwalt bestritt er, was heute auffliegt.

Als sich Remo Stoffel kürzlich mit den Zürcher Strafbehörden auf einen Deal mit Strafbefehl – also ohne Gerichtsprozess – einigte, betonte der Unternehmer via Mediensprecher, er übernehme die Verantwortung.

Patronmässig, quasi. Nun bringt heute früh die NZZ Details. Demnach sass Remo Stoffel, ein umstrittener Unternehmer mit Links zur Julius Bär, im August vor einem Jahr im Gefängnis.

Vier Tage lang sei Stoffel „in Untersuchungshaft“ gewesen, berichtet die Zeitung. Sie hatte Einblick in die Akten.

Tagelang inhaftiert passt nicht wirklich zu Stoffels Begründung, er habe sich mit Blick auf Partner, Mitarbeiter und Familie für einen Deal mit der Strafbehörde entschieden.

Dieser brachte ihm eine bedingte Freiheitsstrafe von einem halben Jahr.

Schwitzen in U-Haft statt Dubai (NZZ)

Effektiv waren die Vorwürfe happig. Trotzdem ging die Staatsanwaltschaft auf einen Deal mit Stoffel ein. Der zuständige Staatsanwalt begründet dies in der NZZ damit, dass teilweise Verjährung gedroht habe.

So gesehen sei der Vergleich korrekt.

Die vorgeworfenen Steuervergehen wurden von den Zürcher Ermittlern fallengelassen. Umgekehrt bekannte sich Stoffel schuldig der mehrfachen Urkundenfälschung.

Für die Zürcher Strafbehörde ist das „Verschulden Stoffels nicht leicht“, wie die NZZ aus dem Strafbefehl berichtet.

„Es wurden wiederholt Urkunden des kaufmännischen Verkehrs gefälscht oder gefälschte Urkunden des kaufmännischen Verkehrs verwendet, wobei die Fälschungen sehr grosse Beträge betrafen“, steht dort.

Für Stoffel habe umgekehrt gesprochen, dass er „geständig“ sei.

Stoffel entpuppt sich mit seiner Darstellung des Schuldbekenntnisses als Meister von Worten. Unterstützt wird er dabei von Beratern und Anwälten.

Einer, der sich im Namen Stoffels um die Medien kümmert, ist Andreas Meili. Dieser gehört zu den führenden Vertretern seines Fachs.

Am 5. Juli 2019, also rund einen Monat vor der Verhaftung seines Klienten, schickte Meili diesem Medium im Namen seines Auftraggebers am frühen Abend eine Abmahnung, die im Rückblick speziell anmutet.

„Ich beziehe mich auf Ihren heutigen Beitrag https://insideparadeplatz.ch/2019/07/05/stoffel-baer-dubai/. Darin findet sich folgende Passage:

‚Damit Stoffel von einer anderen Bank, der ZKB, Kredit erhielt, hatten die Bär-Banker Dokumente „produziert“. Diese sollten die Solvenz ihres Kunden Stoffel belegen.‘

‚Ein Richter kam später zum Schluss, dass die Manöver allein den Zweck hatten, Kunde Stoffel gegenüber der ZKB als besonders wohlhabend darzustellen. Als die ZKB davon Wind kriegte, kündigte sie Stoffels Kredite über Nacht.'“

„Diese Aussagen“, so der Stoffel-Anwalt, „entsprechen nicht den Tatsachen: Die ZKB hat meinem Klienten nie einen Kredit gegeben, und ein solcher Kredit war auch nie vorgesehen und konnte folglich auch nicht gekündigt werden.“

Und weiter: „Die Bank Bär hat daher auch nie Dokumente produziert, damit mein Klient von der ZKB Kredit erhält, und sollte folglich auch nie die Solvenz meines Klienten belegen oder ihn als besonders wohlhabend darstellen.“

Dann sprach Meili Klartext: „Aufgrund dieser Falschinformationen ersuche ich Sie dringend, mir innert 24 Stunden

– entweder Belege oder andere Fakten vorzulegen, die Ihre Aussagen bestätigen,

– oder die vorgenannte Passage aus Ihrem Artikel ersatzlos zu löschen.“

Unmissverständlich fügte Meili an: „Sollten Sie dieser Aufforderung nicht bis spätestens morgen Samstag, 6. Juli 2019, 1630 Uhr nachkommen, bin ich instruiert, die nötigen rechtlichen Schritte gegen Sie einzuleiten.“

Hin und her ohne einsichtige Gründe (SRF)

Das Schweizer Fernsehen hatte zuvor über ein Urteil von Frühling 2018 berichtet, in dem von „Nullsummenspiel“ und „Produktion von Bankbelegen zur Täuschung der Bank“ die Rede war.

Im Bericht ging es darum, dass Stoffel mit Hilfe seines Partners bei seiner Bank (die Julius Bär, AdR) kurze Zeit Guthaben ausweisen sollte, um bei einer anderen Bank einen Kredit zu erhalten.

Das war unbestritten. Umstritten war in der von Meili-Stoffel angegriffenen Story einzig, um wen es sich bei dieser anderen Bank hielt.

Meili respektive sein Mandant Stoffel behaupteten steif und fest, die ZKB sei es nicht gewesen, wie das von diesem Medium hier behauptet wurde.

Zumindest erweckte Stoffel mit der Intervention seines Medienanwalts diesen Eindruck. Die Passage mit der ZKB wurde schliesslich aufgrund dieses Drucks entfernt.

Heute Morgen kommt nun die wahre Version in der NZZ zum Vorschein. Sie zeigt, dass es sehr wohl die ZKB gewesen war, die involviert gewesen war. Das Blatt schreibt dazu rund um die Vorgänge von 2005, als Stoffel den Grundstein zu seinem Aufstieg legte:

„Konkret ging es um Folgendes: Noch am Tag des Kaufs der Avireal veräusserte diese den grössten Teil ihrer Immobilien an die Winsto AG, die ebenfalls in Stoffels Besitz war.“

„Die Winsto AG wiederum hatte drei Tage vor der Transaktion mit der Zürcher Kantonalbank am 25. April 2005 einen Kreditvertrag geschlossen.“

„Darin war vorgesehen, dass die Bank der Winsto einen Kredit von 190 Millionen Franken gewähren würde, einer der Investoren hätte zudem rund 171 Millionen Franken als nachrangiges Darlehen gewährt. Doch der Kreditvertrag wurde nicht so umgesetzt wie vorgesehen.“

„Um die Gesamttransaktion zu retten, kam es zu den strafrechtlich relevanten Handlungen. In der Zwischenbilanz der Avireal etwas mehr als zwei Monate später wurden nämlich flüssige Mittel in der Höhe von über 188 Millionen Franken ausgewiesen. Tatsächlich vorhanden waren jedoch lediglich 380 000 Franken.“

Mit der NZZ-Passage „der Kreditvertrag wurde nicht so umgesetzt wie vorgesehen“ könnten Meili und Stoffel ihre Medien-Intervention vor einem Jahr begründen.

„Die ZKB hat meinem Klienten nie einen Kredit gegeben“, hielt Meili damals wie oben ausgeführt in seiner Abmahnung fest. Doch der Nachsatz signalisiert Anderes:

„und ein solcher Kredit war auch nie vorgesehen und konnte folglich auch nicht gekündigt werden“.

Laut NZZ, die sich auf die Unterlagen der Behörden abstützt, war es jedenfalls genau umgekehrt.

„Die Winsto AG wiederum hatte drei Tage vor der Transaktion mit der Zürcher Kantonalbank am 25. April 2005 einen Kreditvertrag geschlossen“, schreibt die Zeitung. Kredit bei ZKB „nie vorgesehen“?

Kommentare

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  1. Wenigstens hat er hier seine Steuern nun bezahlt und dafür gehörig gebüsst.

    Dies im Gegensatz zu all den unscheinbaren Saubermännern, die hier ihre durch Insider- und andere Operationen ergaunerten Gelder in Stiftungen und Trust ausserhalb der Schweiz (z.B. Panama, Delaware, Kanalinseln, etc.) parkiert haben und so dauernd dem Fiskus entziehen.

    Von diesen spricht hier auf IP niemand. Und jene, die mit dem Finger dauernd auf andere Finanzsünder zeigen sind oft die scheinheiligsten Kreaturen. Man findet sie oft auch als Volksvertreter in Politik oder ganz einfach in Schlüsselpositionen der Wirtschaft. Dort geniessen sie gesellschaftliche Achtung und werden auch medial gepflegt.

    Aber als Blitzableiter eignen sich eben die eindeutigen und nicht die versteckten Fälle. Und diese sind dann zugleich Blitzableiter für den Mob, der seinen Frust dann am Vordergründigen auslässt.

  2. Schon interessant was man lesen konnte, als er nach Dubai zog. Da konnte etwas nicht stimmen! Er der sonst nicht wirklich weltgewandte Mama Sohn zieht plötzlich mit Kind und Kegel weg, ach ja Mama geht ja auch immer nach Dubai. Seine Begründungen waren so gelogen und falsch wie vieles das er von sich gibt. So wie man heute etwas mehr weiss, ist der Druck gewachsen, sich aus dem bekannten Umfeld zu trennen, ja wer will noch mit einem Stoffel zu tun haben. In den Ferien muss er sein 7132-Hotel beziehen da sich sonst die Auslastung zum Gähnen langweilig gestaltet. Es fragt sich nur, wann ist der Zeitpunkt gekommen und die Steuerzahler von Vals wieder selber den gesamten Komplex am Bein haben ….?

  3. R. S. ist so schleimig wie sein pomadisiertes Resthaar.
    Er hinterlässt nur Schleimspuren.

  4. Ein Sommerlochfüller;
    was ist denn neu daran, was nicht schon alle kennen? Er ist ja out of Switzerland.
    Im Gegensatz zu all den übrigen Insidern, die hier in den Banken und PK‘s herummauscheln.

  5. Gut es ist ja ein offenes Geheimnis, dass Remo Stoffel zusammen mit seinem Kumpel, dem Steinbrecher von Vals, Pius Truffer, das unfriendly takeover der Therme Vals seit längerer Zeit geplant hatten. Truffer, um sein Ego und die Ehre wieder aufzupolieren, nachdem er sich mit Zumthor zerstritten hat und unrühmlich aus dem VR Präsidium ausgeschieden ist und Stoffel wiederum konnte zu einem unter dem Strich symbolischen Wert von einem Stutz die Therme quasi kostenlos erwerben. Solche ethisch / moralischen verwerflichen Spielereien prägen das Leben von Stoffel seit Schulzeiten. Ihm konnte man nie richtig vertrauen und diese nicht vertrauenswürdigen Geschäfte ziehen sich wie ein Band durch das Leben des Remo Stoffels. Das blöde dabei, es gibt immer naive Leute, die ihm das abkaufen. Trotzdem, überall wo man hinhört, ist man nicht gut auf ihn zu sprechen, sei es damals in der Schule, als Verwalter der Thermeferienwohnungen, als erfolgloser Anlageberater während der New Economy, seinem ehemaligen Geschäftspartner bei der Übernahme von Avireal, in Vals jetzt seit Übernahme der Therme, usw. In Vals würde der grösste Teil der Leute die Uhr zurückdrehen und mittlerweile mit überwältigender Mehrheit sich für die kreative & innovative Konstante, Zumthor, aussprechen. Auf die grossmauligen „Palaveris“ Stoffel und Truffer hingegen, sind die wenigstens mehr gut zu sprechen.

    • Sie bringen es auf den Punkt!
      Vielen Dank für diese treffende Zusammenfassung von Stoffels (parasitären) „Leistungen“.

    • Fail auf der ganzen Linie, dieses Stöffelchen.
      Zieht seine Partner gerne über den Tisch – das merken wir uns jetzt alle mal.

    • Ja, die Schweiz ist klein, und ist der Ruf erst ruiniert, kennt einen nicht nur Vals, sondern der ganze Kanton Graubünden und sogar ganz Helvetien. Habe auf der Lenzerheide einen Herrn kennengelernt, der in Vals wohnhaft ist, aber aus der Region Thurgau/Schaffhausen stammt (und auch dort arbeitet). Er bewundert Herrn Stoffel für seine Risikobereitschaft. Man kann dem auch Frechheit sagen. Herr Stoffel ist mit einer Frau Pesko verheiratet, die ich ebenfalls einmal kurz kennengelernt habe. Frau Pesko oder Frau Stoffel ist nicht gerade eine, die durch Charme oder emotionale Intelligenz auffällt…

  6. Da glühen die Köpfe jedesmal bei der Kreditabteilung von Julius Bär. Wie man da von Vertrauenspersonen hört ist der Balsberg von Stoffel eine der grössten Kreditpositionen… Jegliche Due Diligence hat da bewusst oder unbewusst versagt. Ein Trauerspiel. Beschämend.

    • Bank Julius Bär ist der natürliche Partner von Stoffel. Paßt richtig gut zusammen.

      Wäre ja erstaunlich gewesen, wenn Bär auf dieser Party niht tanzen würde.

  7. @Bernhard P. Sauer: Unser Nationalheld Roger wohnt auch in Dubai. Das wird kaum thematisiert in den Medien. Auch nicht im Blick, mit dem Federer wahrscheinlich eine Medienpartnerschaft hat, die im Endeffekt darin besteht, dass uns Blick Federer täglich von der schönsten Seite zeigt. Inzwischen ist Federer bei uns so sakrosankt, dass sein Wegzug nach Dubai und die Gründe dafür tabu sind. Auch für Federers Vorhaben, einen noch weitgehend unbekannten Sportschuh, bzw. dessen Herstellerin, in zwei Jahren für erhoffte zwei Milliarden an die Börse zur bringen, läuft die PR auf höchsten Touren.

    • Gab es nicht sogar eine Briefmarke mit Federer.

      Zu Lebzeiten eine Briefmarke, was hat sich die staatliche Schweizer Post dabei wohl gedacht?

  8. In Vals wünscht man ihn aus dem Tal verdrängt. Einige wollten ihn auch schon aus dem Tal verjagen oder gar verbannen. Gründe: Hat riesige Investitionen versprochen und nie was eingehalten. Pompöses Mehrzweckzentrum kam nicht. Der 381m hohe Turm kam nicht obwohl der Scharlatan immer noch einen Showroom im Hotel betreibt, der das Turmprojekt anpreist. Auch das Parkprojekt von Tadao Ando war nur eine Ente. Letzendlich erhielt er dafür das Land von der Gemeinde gratis (die letzten guten Landreserven im Dorf) und konnte so das Mehrzweckzentrum verhindern. Gleich wie beim Turmshowroom spielt der Erbsenzähler den Leuten mit einem Modellbau beim mittlerweile stilgelegten Fussballplatz Grosses vor, dass nie mehr als eine Traumfantasie war. Das blöde dabei, die dummen Valser glaubten den Schabernack noch. Meine Stammgäste blieben lange Zeit dem Dorfe fern, da Stoffel viel Leid gebracht hat und die Tourismuswirtschaft belastete. Zum Glück für die Berggebiete haben wir Corona und die Leute gehe wieder in die Berge statt ins Ausland. Was aber übrig bleibt, ist eine Bürde, da die dringendst benötigten Grossinvestitionen in Neubauten ausblieben. Die Bergbahnen standen kurz vor dem Konkurs und Stoffel schloss aus Spargründen das einst ruhmreiche Hotel jeweils für zwei Tage die Woche.

    • Tja, die Valser waren da wohl ein wenig gierig und ließen sich vor lauter Gier blenden.

    • Da die fehlenden Millioneninvestitionen ausblieben, fehlt Vals ein Tourismusschub. Corona ist zwar für alle Berggebiete eine einmalige Chance, neue Touristen anzulocken, wer jedoch die Hausaufgaben nicht gemacht hat, muss sich nicht wundern, wenn in einem Jahr wieder alles verblasst. Die Tourismusinfrastruktur in Vals ist arg veraltet und es fehlt an Attraktionen zum verweilen. Nur mit wandern, ist niemandem gedient, schliesslich kann man das überall anderswo auch und ausser der Felsentherme hat Vals hat nun wirklich nicht sehr viel zu bieten. Ein Bijou wäre zwar Zervreila, doch ohne erheblichen Investitionen verblasst auch der imposante Berg im Speichersee. Ein kleines Restaurant und damit hat es sich und das Restaurant hat rein optisch die besten Jahre auch schon seit Jahrzehnten überschritten. Neugäste kommen dank Corona einmal und danach wohl nimmer wieder – dieses Schicksal könnte auch Vals erleiden.

  9. Anwalt Meili kommt vom Tagi, Wahrheit hat dort inzwischen auch einen schweren Stand.
    Meili deckt u.a. einen 6 Mio.-Liegenschafts-Deal in Siebnen, den ein Berufskollege von ihm mit Falschbeurkundung beim SZ HR eingefädelt hat. Meili vertritt nicht nur promis und cand.promis, ihm ist jeder mit Geld ein guter Kunde, sodass für den Star-Anwalt Gefahr besteht, abzuschmieren.

  10. Sechs mal Schwarz Tramfahren würde eine härtere Strafe geben. Unsere Gesetze sind nur für den Normalen Bürger hart. Für alle anderen ist es Verhandlungssache, der kriegt sicher noch eine Anwalts und Untersuchungshaft Entschädigung.
    Bin ja gespannt auf PV, denke der Toppt den Stoffel noch!

  11. Dass solche Typen nur eine bedingte Strafe bekommen ist wirklich unverständlich. Und der Anwalt sollte meiner Meinung nach nicht mehr als solcher arbeiten dürfen. Was ist los mit der Schweizer Justiz?
    Danke Herr Hässig, dass Sie solche Dinge aufdecken.

    • Der Anwalt hat ganz offensichtlich einen hervorragenden Job gemacht, indem er LH trotz aussichtsloser Position zum Einlenken gebracht hat. Warum sollte der nicht mehr arbeiten dürfen?

  12. „Die Schweizer Strafverfolgung verliert mehr und mehr ihre Glaubwürdigkeit“: Darüber braucht man sich nicht zu verwundern. Seit ca. 20 Jahren werden in der Schweiz Akademiker produziert, die früher im besten Fall eine Lehre als Hundefänger geschafft hätten. In die Gerichte und Strafbehörden werden nicht mehr die fachlich und charakterlich besten Leute gewählt, sondern viel zu oft Karrieristen mit dem richtigen Parteibuch oder aus dem richtigen Serviceclub. Weil solche Leute in jeder Hinsicht untauglich sind, verjähren Verfahren ein ums andere Mal, und es werden unglaublich schlechte Urteile gefällt. In Stoffels Heimatkanton müssen nun im Hauruckverfahren zusätzliche Richter gewählt werden, weil die hochbezahlten ordentlichen Richter fachlich überfordert sind.

  13. Wie konnte der damalige Sachwalter der Swissair sowie alle beteiligten Banken auf so einen Nichtsnutz und Blöffer reinfallen. Haaaahnebüchend!

  14. S. so verlogen wie die ganze Politik zurzeit.

    – Wie kam S. nochmals zu seinem „Vermögen“ (wenn noch was bleibt)?
    – Welche hochwertige Ausbildung nutzte er dazu?

    Ich habe fertig.

  15. Der Anwalt meinte mit „Die ZKB hat meinem Klienten nie einen Kredit gegeben“, dass Herr Stoffel als Privatperson (also natürliche Person) keinen Kredit verlangt hat. Nur die Winsto AG (also die juristische Person) hat einen verlangt. Nuance…aber es liegt auf der Hand, dass Herr Stoffel grosse Reputationsrisiken eingeht…in Vals ist man nicht gut auf ihn zu sprechen…es gibt zwar einige, die ihn bewundern, weil er so wohlhabend ist. Es gibt aber eben wohlhabend und wohlhabend…materieller Reichtum heisst noch lange nicht sozialer Reichtum…

    • „materieller Reichtum heisst noch lange nicht sozialer Reichtum“: Musste dieser Seitenhieb gegen die „Maskenkids“ denn sein?

    • Er ist nicht wohlhabend, schon gar nicht reich.

      Bzw. er ist wenn reich, dann „reich an Schulden“, Zitat SRF.

  16. Rechtsanwalt Dr. M. hatte insofern Recht, als die ZKB nicht Stoffel persönlich ein Darlehen gewährte, sondern der Gesellschaft Winsto AG. Als zweiter wichtiger Aktionär der Winsto musste Stoffel eine persönliche Bürgschaftsverpflichtung von Fr. 10 Mio. eingehen. Dass die ZKB hierzu eine Bonitätspüfung vornahm, versteht sich von selbst. Dies war auch Dr. M. bei der 2019 erfolgten Abmahnung schon länger bekannt, siehe Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 9.7.2012 in Sachen Stoffel gegen Axel Springer Schweiz AG, Seite 50 (ccc).

    https://cdn.handelszeitung.ch/sites/default/files/bz-files/files/article/documents/nicht_rechtskraftiges_urteil_stoffel_vs_asv_juli_2012.pdf

  17. Na ja, RS ist vielleicht unseriös und hat seine Geschäftspartner und den Staat ausgetrickst aber er ist auch ein Beispiel wie man mit einem guten Immodeal ohne Eigenmittel steinreich wird.

  18. Das gesamte Finanzsystem beruht auf der Grundlage der Täuschung!

    Wir sind ja nicht Freunde von Stoffel, aber die Täuschung ist ja genau das Geschäftsmodell das die Banken anwenden.
    Das gesamte Kreditschneeball-Finanzsystem der Banken, Notenbanken, IWF, Weltbank und BIZ-Bank beruht auf der Grundlage der Täuschung, denn die Kredite dieses sind überwiegend nicht mit Geld gedeckt.

    Die Banker selbst produzieren Bankbelege für die keine Gelddeckung besteht.
    Genau deshalb, weil sie Täuschung betreiben benötigten im Jahr 2008 viele Banken, sowie die UBS Geld von Staaten und Steuerzahlern. Und genau deshalb wurde die Politik aufgefordert die Bail-in-Gesetze einzuführen.

    Der Staat selbst, samt Politik und Justiz finanzieren sich über ein betrügerisches Finanzsystem der Täuschung!

  19. Stoffel ist nicht nur ein lausiger Geschäftsmann sondern auch ein miserabler Börsenexperte. Totalverlust bei Myriad (Ex-Esmertec) und bei Dean Foods. Solch eine Leistung ist durchaus bewundernswert. Dies notabene bereits vor der Coronakrise, als wir uns in einer langanhaltenden Wachstumsphase befanden. Der Typ hat so von ziemlich nichts eine Ahnung.

  20. Wie kommt eine tolle Frau wie Manuela Pesko, die aus einer rechtschaffenen und angesehenen Familie stammt, dazu, so einen windigen Typ wie Stoffel zu heiraten? Er sieht nicht mal gut aus…

    • Bei den Männern lässt der Alkohol die Frauen besser aussehen, bei den Frauen verschönert das Vermögen die Männer.

  21. … verdienen ihr Geld wie früher im Wilden Westen die Pistoleros. Sie lassen sich engagieren, um im Weg stehende Medien unter Druck zu setzen – Wahrheit hin oder her. Und wer nicht genügend Geld (geholt) hat, auch einen Anwalt zu kaufen, muss aufgeben – Wahrheit hin oder her. Eine Schande.

  22. Was Ihr immer am Stöffeli auszusetzen habt… ist doch ein hübsches Kerlchen, und der Turm zu Vals steht kurz vor Eröffnung. Freue mich drauf!

    • als Frau darf ich Ihnen versichern: nein, Herr Stoffel ist ganz und gar nicht hübsch oder attraktiv vom Aussehen her. Da nützen für einmal selbst die Millionen nichts.

  23. Herr Hässig, Sie haben einen wunderbaren Riecher für Machenschaften in der Schweizer Finanzwelt. Gogel dagegen ist ein Schatten seiner selbst. Machen Sie bitte ungeniert weiter so. Die Schweiz ist ein kleines Paradies, wo sich überproportional viel Energie entlädt. Ein Anwalt wie Meili sollte man gerne wegen Faktenvernebelung und Falschaussage befragen. Das Persönliche „Geldsäckle“ ist eben wichtiger als das Rückgrat und die Reputation der Anwaltszunft. Den Banken, die das Stoffelimperium mit Krediten versorgen, tun gut daran Ihre Geschäftsbeziehung alsbald zu kündigen. Urkundenfälschung in diesem Ausmass, da gibt es kein Weitermachen wie bis anhin. In den VAE wird mächtig gebaut und sehr aktive Geld gewaschen. Viele komische Figuren mit zweifelhaftem Ruf tummeln sich in dieser Wüsteneinöde. Ein Paradiesvogel wie Stoffel sieht mit Sicherheit bereits seinen „Turm von Babylon“ in die Wolken wachsen. Vals dankt es ihm jedenfalls. Ruhe kehrt ein im Tal mit seiner so köstlichen Quelle.

    • Aber wenn Stoffel meint, er könne da unten die Scheichs über den Tisch ziehen, dann wird es gar nicht easy à la Züri: Von Kuscheljustiz haben die noch nichts gehört.

  24. Die ca. 1 Mio. Stück Aktien bzw. 10% Anteil von VV Value Vals AG von Remo Stoffel an der Dean Foods Company sind heute gerade noch um sFr 300’000,- wert:

    https://themarket.ch/mister-market/herber-verlust-fuer-den-buendner-investor-remo-stoffel-ld.1143?reduced=true

    https://www.boerse.de/aktien/Dean-Foods-Company-Aktie/US2423702032

    Bedenke, wie die ursprüngliche Investitionssumme von über sFr 100,0 Mio. investiert in Nasdaq 100 – ETF seither gewachsen wäre:

    https://www.boerse.de/etf/ISHARES-NASDAQ-100-DE/DE000A0F5UF5

  25. Ouch für Meili. Damit kann ihn niemand mehr engagieren, wenn das hier stimmt, dass er wissentlich oder unwissend Wahrheiten in den Zeitungen per Abmahnung anprangert. Sieg für IP!

    • Anwälte sollten doch auch die Faktentreue überprüfen und bei offensichtlichen Unstimmigkeiten ein Mandat zurückweisen.

      Es gibt doch eine Art Standesehre und eben doch auch eine Standesvereinigung, die ethische Grundsätze verfolgt?
      Wie wäre es, wenn man diesen Anwalt aus einer Vereinigung ausschliessen würde?
      Und das auch entsprechend kommunizieren würde?

  26. Bei kleineren Beträgen, wäre man länger gesessen… Aber erinnert halt an Machenschaften und private Deals der Bundesanwaltschaft im allgemeinen.
    Nur wird mit einem allgemeinen Bürger viel härter verfahren-

  27. Sehr gute Recherche,
    ich habe eine Bekannte, die sich in Dubai für eine Stelle bei Remo Stoffel bewarb. Absolut arroganter Typ, der den grossen Patron spielt. Wie die ganze Dubai Emigration aber zeigt, ist Stoffel unter Hinterlassung von Baustellen in der Schweiz nach Dubai geflogen. Und die Geschichte mit Vals hat eines gezeigt: Stoffel ist ein bluffendes Grossmaul und wegen Steuern verurteilt. What a loser. Gut, dass Sie hier dranbleiben….

    • Sehr gute Recherche aber von wem? Einmal mehr handelt es sich bei diesem Bericht um einen Abklatsch aus der NZZ. Lukas hat also gar nichts recherchiert. Der einzige neue Fakt, der aus dem Bericht hervor geht ist der, dass IP bei der ersten Publikation null stichhaltige Beweise oder Belege hatte.

    • Mir werden die in jüngster Zeit in vielen Kommentaren eingerissenen ständigen Lobhudeleien gegenüber Lukas Hässig auch langsam suspekt. Und dann noch die vielen Likes, mit denen solche Kommentare gespickt sind. Plant Hässig mit IP einen Börsengang?

  28. Unglaublich, dass ein solcher Mann bei solchen Taten mit einem Strafbefehl und sechs Monaten bedingten Gefängnisstrafe davonkommt. Doch passt es, wenn der Ruf der Schweizer Banken in Gefahr ist, besondere Milde der Zürcher Strafverfolgungsbehörden angewendet wird. Ausführlich habe ich mir hierzu im Bericht bei der amerikanischen Starjournalistin Lucy Komisar geäussert. Die Schweizer Strafverfolgung verliert mehr und mehr ihre Glaubwürdigkeit. https://www.thekomisarscoop.com/2020/07/was-there-a-conspiracy-by-the-swiss-courts-and-attorney-generals-office/

    • Es passt wunderbar ins Bild: Ball flach halten lautete hier sicher die Vorgabe aus Bern. So wird es auch bei Bär/BC geschehen. Wenn die Akte im Regal der Behörde im Kreis 3 erst einmal Staub angesetzt hat, wird man sie sicher nicht wieder zur Hand nehmen, sonst würde man ja unerwünschten Staub aufwirbeln. Dann kommt eine Pressemitteilung: ‚Nach sehr umfassenden und aufwendigen Vorabklärungen wurde entschieden, kein Verfahren zu eröffnen …‘. Wetten?

    • R. Elmer: Unsere Justiz ist überlastet und arbeitet oft zu langsam, die Verjährungsfristen sind zu kurz, in gewissen Fällen nur wenige Jahre. Hier soll Verjährung gedroht haben, d.h. der Mann wäre straffrei davon gekommen ! Da kann man verstehen, wenn es denn so war, dass der Staatsanwalt einen Deal mit diesem Stoffel machte und mit dem „Spatz in der Hand“ zufrieden war.

    • Lieber Herr Stamm, unsere Justiz ist meines Erachtens nur überlastet, weil es an Fachkompetenz fehlt und politische Ziele verfolgt werden. Nach 48 Einvernahmen; sieben Staatsanwälte, die sich um meinen Fall gekümmert haben, 12 Richter usw. und ein Monsterverfahren von nun 15 Jahren losgetreten haben, welches immer noch nicht fertig ist, erlaube ich mir zu behaupten, dass viel Kapazität aufgrund Inkompetenz verludert wird!

    • Lieber R. Elmer: Zum Glück habe ich keine tieferen Justizerfahrungen machen müssen bis jetzt und hoffe, es bleibe so. So ein Verfahrensgetröhle kann die Lebensqualität ernsthaft gefährden, jahrelang nicht zu wissen wie’s ausgeht, Ungewissheit, dafür Kosten: Unmenschlich.

  29. Alter, ich dachte der Stoffel wäre jetzt in Dubai ansässig? Hat er aber Glück gehabt, dass er in der Schweiz in U-Haft kam (wohl gerade wegen seinem Dubai-Aufenthalt).

    • Dazu muss man folgendes wissen: Unsere Steuerbehörden dürfen gegen Personen mit Wohnsitz im Ausland gar nicht ermitteln, da die Schweiz mit keinem Staat auf der Welt Rechtshilfe in Steuersachen vereinbart hat. Ausnahme ist eine strafrechtliche Relevanz, aber dazu müsste in der Schweiz eine vorsätzliche und massive Bilanzfälschung (Bilanzbetrug à la Wirecard) zuungunsten Dritter oder ein Kapitalverbrechen erfolgt sein, was hier klar nicht der Fall ist. Wer also seine Steuern nicht bezahlen will, der meldet sich einfach ab und nimmt im Ausland Wohnsitz.

  30. Jaja, der Remo Stoffel mit seinem angeblichen Vermögen von CHF 1,7 Mia, während sein Dolder-Vorbild Urs Schwarzenbach nur über lumpige CHF 1,5 Mia verfügen soll, so nach dem Motto „Meiner ist länger als Deiner“.

    Vielleicht kümmert sich ja Michi Laubers Nachfolgerin endlich um die beiden Herren und deren Bankverbindungen sowie um ein paar weitere Problemchen.