Chief Investment Officer der UBS hilft Old Friend

Mark Haefele scheiterte mit eigenem Hedgefund. Seinem Ex-Partner gibt er heute jährlich Aufträge. No Problem für UBS.

Mark Haefele trägt in seinem Curriculum den Titel eines „Dean“ von Harvard, der US-Eliteuniversität. Landläufig würde man darunter „Rektor“ verstehen.

Doch Haefele war nur für die Unterkünfte seiner Mit-Kommilitonen zuständig. Eine Art Schlummermutter.

Im Amerikanischen sei „Dean“ eben nicht gleich „Dean“, heisst es dazu von der UBS. Dort ist Haefele seit 2014 oberster Anlagechef, als er Alex Friedman beerbte; der flog später bei GAM hochkant raus.

Chief Investment Officer, CIO, so die eindrücklich klingende Aufgabe bei der Grossbank in der Originalsprache von Big Banking.

UBS-CIO Haefele, selbst aus den USA stammend, gibt nicht nur wegen seines „Dean“-Titels zu reden.

Wichtiger für die Branche und die reichen Kunden seiner Bank sind sein beruflicher Werdegang und die dabei gemachten Freunde.

Questions? Haefele (LinkedIn)

Noch während seines Harvard-Studiums – in History – tauchte Haefele in die Welt des grossen Geldes ein. Er konstruierte Investment-Strategien, daraus wurde ein eigener Hedgefund.

Sonic Capital taufte Haefele diesen. Wenn der Erfolg nicht durchschlagend war, so nutzte der heutige UBS-Bigshot sein Vehikel wenigstens für einen Aufstieg in Super-Sonic-Speed.

Mit Überschall-Knall schaffte es Haefele zur grossen Matrix Capital. Das ist ein anderer Hedgefund – ein bedeutender.

Bei Matrix Capital hätte Haefele ab 2005 zeigen können, was für ein Investment-Guru er wäre: mit Topresultaten für die Kunden und Gewinne für sich und die Firma.

Das missglückte offenbar. Jedenfalls war Harvard-Geschichtsabsolvent Haefele bei Matrix Capital nach nicht einmal 2 Jahren Geschichte.

In der Financial Times gab er sich in einem grossen Porträt zum Abgang in Überschall-Geschwindigkeit wortkarg.

Er habe in Fernost seinen Frieden gefunden – gerade rechtzeitig zum Ausbruch der grossen Finanzkrise ab 2007.

Danach wurde es ruhig um Haefele. Bis der Amerikaner 2011 bei der UBS weit oben im Investment Office von Landsmann Friedman ein Plätzchen ergatterte.

Drei Jahre später schaffte Haefele dann gar den Sprung auf die Spitzenposition im Investment Office. Von da an war er der Herr der UBS-Kunden-Performance.

Als Chief Investment Officer zeigte sich Haefele einem alten Freund und Weggefährten verbunden. Der Mann heisst Lawrence Kam und sitzt weit weg: auf Hawaii.

Mitten im Pazifik betreibt Kam weiter Fonds unter dem Namen von Sonic – Haefeles altem Hedgefund.

Die Zwei hatten ihr Sonic-Vehikel einst gemeinsam betrieben. Nun gibt Haefele, inzwischen Big Investment Stratege bei der grossen UBS, seinem Old Buddy, der mit Sonic weitermacht, Jahr für Jahr Aufträge – direkt aus der UBS-Investment-Etage.

Die Rede ist von Gebühren von jährlich einer Viertel Million Dollar, welche der Hawaii-Mann auf diese Weise verdient.

Mit dem warmen Zustupf vom Alpen-Multi seien keinerlei Auflagen verbunden, sagt ein Insider.

So könne Haefeles Buddy für die Grossbank Investments tätigen, die kaum den sonstigen rigiden Anlage-Vorgaben entsprächen.

„Herr Haefele leitet seit fast einem Jahrzehnt erfolgreich die Anlagestrategie von UBS Global Wealth Management“, sagte ein Sprecher der Bank auf Fragen rund um Haefeles Aufstieg und dessen Aufträge zugunsten seines Ex-Partners.

„(Haefele) und unser preisgekröntes Chief Investment Office gehören zu Recht zu den vertrauenswürdigsten der Branche. Ihr Rat ist Jahr für Jahr von hervorragender Qualität.“

Kommentare

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  1. Liebe Investoren:
    Liebe Leser & Investoren
    Ein Bauer bietet Euch sein Apfelplantage zu den folgenden Kauf-Konditionen an: Kaufpreis „X“ und jedes Jahr muss der Kaufer noch die Apfelernte an den damaligen Verkäaufer abliefern – in alle Ewigkeit.
    Dazu die meisten von Euch werden wohl sagen: „verrückt – warum eine Apfelplantage kaufen, wenn man die Apfelernte nicht behalten kann
    Nun, anstatt Apfelplantage sei der Kauf nun ein Privatbank-Paket mit Fonds. Der darunterliegende Dividendenertrag liegt bei ca. 2% (SP500 return, also der erfolgreichsten Firmen) -die Bank-, Fondspesen etc. liegen insgesamt auch bei etwa 2%….. in alle Ewigkeit
    Die Privatbankkundschaft wird offenbar total vernebelt – ansonsten sie diese „Deals“ bestimmt nich machen würde.
    Machen Sie mal den obigen „Test“ mit Ihren Kollegen/Verwandten!

  2. Talking to UBS advisors one can feel and sense it is a failed bank. Failed to provide fast efficient solutions, failed to act, failed to be dynamic for the needs of the industry. Instead everyone just sits there, earns a paycheck and does nothing. Time to clean up that stable.

  3. Ich lache schon lange mir tod bei CV und Titeln der Élite: weder Leonardo da Vinci, noch Einstein, geschweige denn Jobs würde solche CVs pubblizieren und veröffentlichen….mein Credo ist einfach: mir interessiert nicht deine Studien, deine Netzwerke, deine High Societies und woher du kommst, deine Farbe oder Sex Preferenzen, geschweige denn dein Vermögen 🤣….mir interessiert nur was Du kannst und wie du denkst unter „stressige Lage“…ein Fähige und etische Person ist immer besser als schöne CVs und Titeln, die niemanden nützt…

  4. Der Laden ist marode. Richtig krass ist, was in deren Digitalisierungs-Bereich abgeht.
    Einfachste Robo-Advisor kosten 100e von Millionen. Trivialste Hypothekenplattformen, die aussehen, als ob es als Teil eines 3-Monate Studentenprojekts entstanden wäre, kosten Dutzende von Millionen.
    Und immer dabei: Finews, die diesen Schrott hochjubelt.
    12 Monate später werden dann die tollen Lösungen still und heimlich stillgelegt.

  5. Normalerweise fliesst die UBS CIO Marktmeinung in Anlageinstrumente wie in die folgenden Fonds: UBS (CH) Strategy Fund Balanced Valor: 279212 oder den UBS (Lux) SS Syst Allocation Valor: 36415871. Im letzteren werden rund 1,866 Milliarden USD an Kundengeldern verwaltet. Die Performance über jeden Zeitraum würde für die „Qualität“ des CIO sprechen (UBS Fonds -3.9% / -4.5% in CHF). Do Your Own Due Diligence!
    Gute vergleichbare Fonds erreichen eine YTD Performance in CHF von +2.2% bis +5% und über die Maximale Laufzeit gemessen am UBS SS Systematic Fund ( Zeitmessung, Mai 2017 / +2.8% CHF) erreichten andere +11%.

  6. Wie üblich bei UBS, man muss nicht Können oder Liefern, der Track Record ist egal, wichtig ist, dass man an irgendeiner „Elite“ US Universität einen Abschluss „gekauft“ hat und dann grossmaulig auftritt. Wichtig ist, nach unten treten und predigen, nach oben gefallen und dienen. Mehrwert NULL! Wer bei UBS noch Kunde ist, ist selber Schuld.

  7. Gut aufgedeckt! So schnell geht‘s, dass einem Chef wegen Vetternwirtschaft die ganze Reputation um die Ohren fliegt. Im übrigen bin ich auch mit den UBS Gebühren überhaupt nicht zufrieden, überrissene Gebühren bei Negativ Zinsen und völlig überrissene Wechselkursgebühren bei Eur CHf Usd etc

    • @Klaus von Stören
      Ich hoffe, dass sie ihren Beitrag ironisch gemeint haben; aber bitte am Schluss jeweils vermerken. Sollte er aber ernst gemeint sein, informieren sie sich bitte genauer, wenn sie der englischen Sprache mächtig sind…..

  8. Sowohl Friedmann als auch Haefele sind totale Fehlbesetzungen gewesen. Ich habe nie unkollegialere und narzistischere Charaktere getroffen bei dazu noch fragwürdiger Leistung.

  9. Auch in Harvard gibt es Eicheln! Auch ich war einmal in Harvard habe aber dort als Dean nur den Boden gewischt. Kleppern mit dem Geschirr gehört im Banking seit etlichen Jahren Jahren halt zum Handwerk.

  10. The secret of success in life is for a man to be ready for his opportunity when it comes.

    Benjamin Disraeli
    * 21. Dezember 1804 † 19. April 1881

  11. Performance ist nicht alles. Ist doch ein schöner Zug, dass er seine alten Freunde nicht vergisst. Endlich mal einer mit Charakter.

  12. Als Geschichtsstudierter ist der Herr doch ideal. Er kann am Ende der UBS Geschichte in die Geschichtsbücher gehen. Toll, so ein gelehrter Historiker. Der hat bestimmt Ahnung vom Bankgeschäft.

  13. Das Reinschieben von Millionen an Kollegen wird seit Jahren gedultet und kümmert weder die Motte noch den VR. Jetzt geht das grausame Spiel bei der SwissRE weiter. Egal, die Aktionäre machen alles mit, die kann man vernachlässigen.

  14. Alter Spruch: Eine Hand wäscht die andere. Könnte wohl heissen: Wenn zwei Gnome Deals gemacht haben, die unter dem Teppich bleiben sollten, dann ist wohl ein ständiger Waschgang nötig, damit die Seriösität erhalten bleibt?
    Gunther Kropp, Basel

  15. Der Benchmark der Hedge Funds – Tremont – zeigt seit über 10 Jahren dass Anlagen in Funds totes kapital ist. Sämtlichen Hedge Fund Managern geht es lediglich um die eigene Tasche. Roger Federer weilte die letzten 10 Jahren während den US Open oft in einer 30 000 m/2 Villa auf den Hamptons, auch diese Billionärs Villa gehörte einem Hedge Fund Gründer der auch sich mit Null Performance bereicherte. Es sind schlussendlich nicht diese sehr Reichen die reicher werden, die letzten an der Kette, nämlich die Geldgeber, die Kunden sind die naiven Vollidioten die den Banken ein Verwaltungsmandat für eine seit 15 Jahren mässige Performance, anvertrauen. Bei der UBS wurden bis Januar 2020 fast 15 % der verwalteten Vermögen in Hedge Funds angelegt, dieser Anteil wurde um 14 % reduziert, zu Gunsten von Aktien, auch da erkannte die UBS das diese Anlageart ein Rohrkrepierer war.

  16. Haefele has no clue about markets. He only repeats sentences like a robot. Honestly, clients deserve better.

    The CIO as a workplace is toxic. For years, Haefele let Mads Pedersen bully and fire for no reason talented employees. People get sick working there.

    Please Iqbal, get a better CIO.

  17. Dean ist im amerikanischen Sprachgebrauch mit Prefect an Internaten im angelsächsischen Raum gleichzustellen. Es handelt sich dabei um Schüler/Studenten, die mit Aufsichts- oder Betreuungsaufgaben betraut werden.

    • Dean ist im Universitätsbereich m.W. etwa gleichbedeutend mit „Dekan“.

  18. Keep smiling, keep shining
    Knowing you can always count on me, for sure
    That’s what friends are for
    For good times and bad times
    I’ll be on your side forever more
    That’s what friends are for

    Dionne Warwick