Home-Office Forever?

Immer mehr Angestellte landen in Quarantäne. Wer tagelang eingesperrt ist, will dies kein 2. Mal erleben. Also kein Büro mehr.

Gestern stieg die Zahl der neu positiv Getesteten auf über 300. Unabhängig von anderen Parametern führt das zu immer mehr Betroffenen, die rund 2 Wochen in Quarantäne müssen.

Das heisst: Eingesperrt allein, mit Partner, Kindern und ausharren, bis klar ist, ob man für die Anderen eine Gefahr darstellt.

Einziger Auslauf ist je nach Domizil der Balkon oder das offene Fenster. „Horror“, sagt ein Banker, der im Moment im Privat-“Gefängnis“ sitzt. „Das will ich auf keinen Fall nochmals erleben.“

Er werde bei seinem Arbeitgeber darauf drängen, nicht mehr zurück ins Büro zu müssen. „Für mich lautet das Fazit: Home-Office für immer.“

Facebook, Google, Twitter und weitere US-Tech-Multis gehen in diese Richtung. Bei ihnen gilt bis auf Weiteres komplette Heimarbeit.

Die wichtigen Banken in der Schweiz setzen derzeit auf Split Organisation. Eine Hälfte sitzt im Büro, die andere zuhause.

Wenn ein Fall ausbricht, fällt statt der ganzen „nur“ die halbe Abteilung durch Zwangs-Quarantäne aus.

Bei CS, UBS, Swiss Re, Zurich liegt trotz Split die Zahl der vor Ort Anwesenden je nach Bereich weit unter 50 Prozent. „Bei uns geht fast niemand ins Büro“, sagt ein Manager des Erstversicherers.

Home-Office für alle und für immer: Was bei vielen gut ankommen dürfte, führt zur Frage, wie eine Firma einen Kit, eine eigene Kultur behalten kann.

Statt dass die Teams im Vordergrund stehen, wie das für alle Grossen das Ziel war, lautet der neue Trend Einzelgängertum. Jeder schaut für sich, ist selbst verantwortlich, muss selber wissen, wie viel Zeit er wofür einsetzt.

Das Gute ist, dass Wichtigtuer unwichtig werden und Nutzlos-Sitzungen den Leuten nicht mehr Zeit und Nerven kosten.

Umgekehrt braucht jeder viel Disziplin, um sich ohne Kollegen, allein von zuhause aus, fürs Geschäft zu motivieren.

Was stattfindet ist ein Echtzeit-Experiment neuer Arbeitsformen, von denen alle sprachen, aber niemand wirklich testete.

„Früher galten Home-Office-Leute als Loser“, sagt ein Manager. „Heute bist Du damit respektiert.“ Zumindest bei den Kollegen.

Bei den Chefs weniger. Die fürchten um ihre Macht.

Kommentare

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  1. wait till the first law suits against companies and their share holders for people getting the virus in the office…. the next day everyone will work from home forever

    also, no company wants to pay for an office, security, supplies and everything else if the people can use their own space and electricity

  2. Ob Homeoffice funktioniert oder nicht ist eine reine Führungssache! Leider werden heute aber die meisten Führungsposten aufgrund von Diplomen und nicht aufgrund von Fähigkeiten besetzt. Die ganze Coronageschichte fordert jetzt aus dem Nichts angeblich so banale Fähigkeiten wie Zuhören, Verstehen, Delegieren, Kontrollieren, Entscheiden. Wenn die erteilten Aufträge dann plötzlich in 70% der Zeit erledigt sind kann man dem Mitarbeiter auch mal die neue Freizeit gönnen – und muss sich als Chef dringend darüber Gedanken machen, wo die restlichen 30% verloren gehen wenn der MA vor Ort ist.
    Dass uns beim HO die Decke auf den Kopf zu fallen droht hat meiner Meinung nach damit zu tun, dass wir uns daheim in einem ehrlichen Umfeld befinden. Wir werden gerade durch Kinder ganz brutal darauf reduziert, was wir den ganzen Tag so machen. Statt Schulterklopfen für den „geilen Trade“, Bewunderung für Diagramme und heuchlerisches Interesse an einer Präsentation sehen wir gähnende Kindermünder…

  3. Homeoffice ist eine vernünftige Lösung. Probleme machen nur Leute, die das missbrauchen (kann man entlassen, da Ziele nicht erreicht), und kontrollsüchtige Vorgesetzte (kann man ersetzen, weil nicht mehr zeitgemäss und reputationsschädlich). Lieber im Home-Office als in der Kiste.

  4. Was mich ja sehr wundert ist, das sich bisher noch niemand zum Thema Betriebsgeheimnis geäussert hat.
    Ich arbeite für ein grösseres Finanzunternehmen und da war es bei Todesstarfe verboten, auch nur irgendwelche Schmierzettel, auf deren Rückseite Kondendaten sind, mit nach hause zu nehmen. Zudem hatten wir eine – gut überprüfte – Clean Desk Strategie. So durften keinerlei Kundendaten nach Diesntschluss auf dem Pult auffindbar sein.
    Und jetzt ? Jetzt habe ich alle Kundendaten bei mir zu Hause, könnte die Steuerprüfung einladen und zusammen mit ihnen alle Kundendaten und Vermögen durchgehen – würde niemanden auch nur im Geringsten auffallen.
    Die Zeiten, das man im Geheimen ein CD brennen musste sind durch das HO hinfällig geworden.
    Natürlich bin ich mir dieser Tatsache bewusst, das diese sensiblen Daten nur für meine Augen bestimmt sind. Aber da kann ich eben nur für mich sprechen….

    • Ein wichtiger Punkt. Allerdings sie Sie da evtl. zu spät dran. All die Consultants, „Freelancer“ etc. sehen immer genug und nehmen dieses Wissen in Ihren Köpfen zum nächsten Gig bei der Konkurrenz mit. Somit besteht dieses Problem schon länger, nur werden solche Fälle wenn möglich totgeschwiegen.

  5. Ich beobachte die Home office Scene seit März, viele arbeiten verdammt wenig oder leisten in 4 Stunden was sie vorher in 8 Stunden lieferten!
    Das betrifft nicht oder nur wenig die Handwerker.
    Eines Tages geht es in eine Lohnreduktion, besonders mit dem Schwarm der neuankommenden Europäer und anderen Afrikaner.

  6. „Home Office“ stellt eigentlich kein Problem dar.
    Personal (bis zum Generaldirektor) soll konsequent ausgebildet sein !
    Verantwortung, Disziplin, Regeln, Datensicherheit, Organigramm, Kontrolle, Arbeitszeit und Karriere müssen ab sofort klar definiert sein.

  7. Diese Krise ist wohl ein Beschleuniger, was die „neuen Arbeitswelten“ angeht. Auch aus meiner Sicht sieht es so aus, dass weniger klassische Bürofläche benötigt wird als momentan vorhanden. Allerdings glaube ich nicht daran, dass dies so radikal kommt, wie die düstersten Annahmen in dieser Diskussion.
    Z.B: Der Mensch ist immer noch gleich: d.h. Teams die wirklich länger als nur 2 – 3 Monate erfolgreich zusammenarbeiten sollen, müssen sich treffen. Ansonsten wird’s schwierig mit der Zusammenarbeit.
    Oder: ich warte bereits auf prominente Fälle beim Gericht, in denen Freelancer in der gleichen Industrie von Firma zu Firma von Projekt zu Projekt „hüpfen“ und Betriebsgeheimnisse einfach im Kopf mitnehmen und weiter verwenden. Die Konkurrenz wird so auf jeden Fall „eingeebnet“ (evtl. zu Gunsten der Kunden).
    Oder: Die Entwickler in der Firma sehen sich zu wenig und haben Geschwindigkeitsverluste, da sie immer zuerst Telefon- oder Videotermine abmachen müssen, für Kleinigkeiten die früher im Büro auf dem „kleinen Dienstweg“ bei einem Kaffe schlank und rank erledigt wurden.
    Etc.

  8. Ich schlage vor, dass alle für die Tage im Homeoffice mit 20% weniger entschädigt werden, um die deutlich tieferen Ausgaben für das Pendeln, Essen und Trinken und Kleidung inkl Reinigung etc zu kompensieren.
    Diese können in Preisreduktion oder in Entschädigungen der Sektoren fliessen,die deswegen leiden ….Restaurants, Bars, Kleiderindustrie, Shops, private Personentransportunternehmen etc. Also an etwa 200’000 Leute, die deswegen Existenzängste (und deutlich tiefere Löhne haben.
    Oder geht es um die egoistische Ausweitung der eigenen Worklife balance auf Kosten anderer?

    • Ich weiss ja nicht, wie das bei dir ist, aber ich werde für meine Leistung bezahlt und nicht für die Auslagen, die ich habe. Diese wären allenfalls mit Spesen abgegolte, welche ja so oder so wegfallen. Und um dein Vorurteil, welches du ja implizit auch irgendwie unterstellst, gleich zu entkräftigen. Nicht jeder, der im Home Office sitzt, ist weniger produktiv. Man muss sich mehr selbst motivieren, das stimmt, ist jedoch gut möglich. Und durch produktivere und wegfallende Sitzungen und Störungen, kann man im HO oft viel produktiver arbeiten.

    • Auch im Home Office Esse und trinke ich, ich ziehe mich jeden Tag an und die Kleider reinige ich auch regelmässig. Alles wie wenn ich ins Büro gehe. Nur das Pendeln fällt weg. Aber das macht jetzt auch nicht 20% meines Lohnes aus…

  9. Wer im Home Office arbeiten will, der darf das gerne tun. Ich für meinen Teil habe keine Lust, mir dafür ein Büro einrichten zu müssen und die Kosten für Infrastruktur etc. bin ich nicht bereit zu tragen. Was ich bedenklich finde ist, dass jetzt alle/viele scheien „Juhui, Home Office“ ohne zu sehen, dass damit Kosten auf sie abgewälzt werden, wenn dies nicht vorab mit dem Arbeitgeber geklärt wird.
    Betreffend den Sitzungen, die finden dann einfach online statt. Wegfallen tun sie nicht. Oder zumindest habe ich davon bisher nichts bemerkt.

  10. Homeoffice forever: Schluss und Aus mit Hanky-Panky mit der neuen Blondine am Empfang oder Flirten mit dem durchtrainerten Adonis im 2. Stock. Fertig auch mit der Gratis Partnervermittlung am Arbeitsplatz. Die Zukunft sieht trist aus …

    • Da haben Sie recht, das wären sehr triste Aussichten. All diese Kleinigkeiten, die einen für den Rest des Tages motivieren.

  11. Mit Home-Office wäre auch die andauernde unseelige Zuwanderung gelöst. Zumindest zu grossen Teilen. Die Apfelernte müssen ja immer noch irgendwelche Polen/Tschechen erledigen. Und unseren Arsch abwischen auch….

    Aber all die Dienstleistungszuzüger könnten wegfallen. Die können auch von DE, FR oder AT aus arbeiten.

    Die BGI ist damit absurdum geführt und überflüssig. Problem gelöst. Zumindest was die Zuwanderung anbelangt. Keine Staus mehr auf den Strassen und auch in den Alpen.

    Für die Jungen bedeutet die Entwicklung aber nichts Gutes. Wenn ein Deutscher die Arbeit machen kann ohne Vorort zu sein und ohne teure Schweizer Bürofläche zu belegen, wieso sollte ein Unternehmer überhaupt noch einen teuren Schweizer einstellen? Der Mentalität wegen? Wieso, es gibt eh keine Teambildung mehr. Und viele Meetings sind heute sowieso auf englisch.

    Also freut euch nicht zu früh. Präsenz zu zeigen, hat auch seine Vorteile…. Nämliche bilaterale Beziehungen. Sinnvolle.

  12. Jedenfalls bitte nicht noch mehr Grossraumbüros!:

    Ablenkung, Lärm, keinen eigenen Arbeitsplatz, keine richtige Schalldämpfung, ungünstige Lichtverhältnisse, Belüftung oft ungesund, kein Schutz vor neugierigen oder aufdringlichen Menschen

    Je anspruchsvoller die Aufgaben, desto problematischer, resp. tiefer die Leistung im Grossraumbüro. Umgekehrt ist es bei geistig nicht anspruchsvollen Aufgaben z.B. Fitnesstraining.

    Ein Grossraumbüro ist eben nicht das Gleiche wie die grosse Lernsähle an der Uni wo alle leise und rücksichtsvoll sind und die Infrastruktur grosszügig (Stuhl, Tisch).

    Bitte merkt Euch das liebe naive Zahlen-Optimierer.

  13. Alle die heute im Home-Office arbeiten werden über kurz oder lang die zukünftigen Arbeitslosen sein. Spätestens dann, wenn die Arbeitgeber merken, dass man die Home-Office-Worker durch forcierte Digitalisierung und Reorganisation ersetzen kann. Resultat: Die Digitalisierung frisst ihre Kinder und die Betroffenen treffen sich dann wieder beim RAV!

    • Corona beschleunigt doch nur, was sonst sehr langsam voran gegangen wäre. Bedingt durch die Industrialisierung 4.0 gehen immer mehr Arbeitsplätze an Automaten verloren. Allein, sollte 5G flächendeckend installiert sein, müssen Zugführer und in ferner Zukunft sämtliche Berufskraftfahrer um ihre Existenz bangen.
      Man müsste sich eigentlich bei Corona bedanken, das es hier ein hohes Tempo eingebracht hat. Ohne Corona würden die schlauen Arbeitgeber hier ein bisschen da ein bisschen automatisieren und es als zukunftsorientierten Fortschritt verkaufen. Und die paar wenige Arbeitslosen würden garnicht so auffallen. Jetzt, wenn es sehr viel Arbeitslose gibt, ist das BGE wieder Topthema. Ohne Corona wäre es das sicher nicht.

    • Neue Arbeitsgebiete, Herausforderungen und Ziele sucht bzw. organisiert man sich am Arbeitsplatz selbst, dann kann keine Digitalisierung zur Gefahr werden – das eigene Wissen und die Rolle ändern sich dabei aber immer wieder.

      Alle die da nicht mithalten werden jedoch irgendwann von aussen „organisiert“ und fremdplatziert (beim RAV), da bekommt dann „stay home“ eine ganze eigene Bedeutung.

    • Wieso setzen Alle Home Office gleich mit es braucht diesen Job nicht mehr oder er kann digitalisiert (die Meisten meinen damit Automatisier) werden? Nur weil ich im Office sitze mache ich weder mehr noch weniger meine Arbeit?!

  14. „…führt zur Frage, wie eine Firma einen Kit, eine eigene Kultur behalten kann.“

    Wenn die Firmenkultur inexistent bzw. vergiftet ist (z.B. CS), kann sich Home Office eigentlich nur positiv auswirken. Auch verschwinden dann die Helden, welche bis 22 Uhr unnütz im Büro rumsitzen nur um Präsenz zu markieren.

  15. Bin ich die einzige, die die Ironie sieht, dass der Banker „Horror“ vor seinem “Gefängnis“ hat, möchte aber gleich nach ewiges Home Office fragen, wo man sowieso den ganzen Tag eingesperrt ist am Arbeiten?

  16. Problem ist halt, dass 90% „daheim“ nur ein lächerliches lautes Pseudo-Homeoffice haben. Schreiende Kids, Hund will Gassi gehen und Ehefrau/mann will ständig etwas, Hausklingel, Lärm, permanenter Nachbarschaftsstress und soziale Isolation. Ikea Billigschreibtisch, Not-Laptop, oft kein ordentlicher High End Drucker/ Scanner, kein ordentlicher Akten- und Büromaterial Schrank und nur das Familienbadezimmer/ WC. Ein Graus, kein Wunder drehen die meisten gerade durch daheim. Ich will mein ruhiges Office, eigenes WC, und absolute Ruhe ohne Hunde Gebell und Dauerstress daheim.

    • ich sitze kinderfrei im Garten, habe mein 3k chf Arbeistlaptop tatsächlich auch im home office auf den eigenen Tisch gestellt, nachbarn sind zivilisiert und wenn wir uns treffen haben wir es gut, gleiches gilt für den Hund, ich spare täglich über 1 h fahrt und die fehlenden impression management meetings lassen mich meine arbeit erst noch viel entspannter erledigen. das wer-grüsst-zuerst Spiel auf dem Flur vermisse ich keine sekunde. manchmal arbeite ich früh morgens mehr, mal abends oder nachts und meine deadlines halte ich ein.

    • Als ich ähnlich vor gut 2 Monaten auf einen anderen Blog geantwortet habe, wurde ich schriftlich voll geschlissen. HO sei so toll, man arbeite viel konzentrierter, ohne die nervenden Kollegen etc. wurde argumentiert.
      Aber alles was Neu ist, ist eben schick. Und wenn es länger andauert, bekommt man einen ganz anderen Einblick.
      Zudem ist es mit einem erhöhtem privaten Energieaufwand verbunden, wenn man den ganzen Tag von daheim arbeitet. Penauts vielleicht für den einzelnen, aber multipliziert das mal mit der Anzahl der HOler eures Unternehmens. Dazu weniger gezapfte Kaffees in der Kantine und nur die Hälfte der ausgegbenen Essen, nur die Hälfte der Reinigungskräfte sind vonnöten…

    • @Wie man in das HO hineinruft – ich komme mir das dann mal bei Dir in einem halben Jahr ansehen, wenn die Temperaturen unter Null Grad gefallen sind, ob Du dann immer noch relaxed mit Deinem 3k Laptop im Garten sitzt und arbeitest !

  17. Wieder einmal mehr ein Tummelplatz für disziplinlose Besserwisser, selbsternannte Propheten, möchtegern Experten, nörgelnde Vollkaskoprofiteure, irrende Verschwörungstheoretiker, jammernde Schmarotzer…

  18. Vielleicht sollte man mal langsam die Tests etwas hinterfragen:

    Nicht-infektiöse Virenfragmente: Die US-Gesundheitsbehörde CDC macht darauf aufmerksam, dass sich bei den meisten Covid-Erkrankten zehn bis fünfzehn Tage nach den ersten Symptomen keine infektiösen Virenpartikel mehr auffinden lassen. Allerdings lassen sich bis zu drei Monate nach den ersten Symptomen noch nicht-infektiöse Virenfragmente (RNA) auffinden. Dies dürfte mit Blick auf PCR-Tests ein erhebliches Problem darstellen, da viele Menschen, die längst nicht mehr ansteckend sind, immer noch positiv getestet werden und dadurch weitreichende Tracing- und Quarantäne-Fehlalarme ausgelöst werden.
    Quelle: http://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/duration-isolation.html

    • Sie schreiben was ich seit Wochen sage.Die Zahlen wieviel Tests positiv sind ist das Eine. Viel wichtiger zu wissen wäre ob die positiv getestete Person überhaupt erkrankt und wie schwer ein allfälliger Krankheitsverlauf ist.Die wird, vermutlich absichtlich, unterschlagen weil dadurch die allgemeine Angst verloren ginge und der damit verbundene Machtverlust
      Dr med Stoffel Kilchberg

  19. Wer behauptet (gilt nur für spezifische Berufsgruppen) er könne zu Hause „echt und effizient und gleichwertig wie im Büro arbeiten“ der lügt oder ist faul, wie die Nacht. Ich habe noch niemanden getroffen, der mit dem Home-Office zufrieden ist.

    • Hier ist einer. Im Text stehen auch die Gründe weshalb. Weniger intrigante Meetings mehr Disziplin

    • Blödsinn. Ich kenne dutzende, die total happy sind mit Homeoffice. Nur weil sie niemanden kennen heisst das noch lange nicht, dass es sie nicht gibt.

    • Dass dieser Kommentar aus dem Tessin kommt, verwundert nicht. Im Home Office kann man ja den grössten Teil der Arbeit aus dem Büro gar nicht machen? 2h Mittagessen mit „Kunden“ 2x1h Kaffeepause mit den Kollegen, Feierabendbier/wein ab 16 Uhr. Damit schon mal 5-6h „unproduktiver“ als im office 🙂

  20. Home-Office oder working from home sind Vorboten einer verheerenden sozio-ökonomischen Entwicklung für unser Land. Gemäss BFS zeigt die Arbeitskräfteerhebung mehr Arbeitslose und sinkende Arbeitszeit. Rührend schreibt das BFS heute zudem: „Wäre die durchschnittliche Anzahl Ferientage in diesem Zeitraum nicht um die Hälfte zurückgegangen, wäre die Abnahme der tatsächlichen wöchentlichen Arbeitszeit noch höher ausgefallen“. Das BFS weist darauf hin, dass man im September 2020 detailliertere Analysen des Arbeitsmarktes im Zusammenhang mit der Pandemie veröffentlichen werde. Soso. Das BSF rechnet sich die Zahlen schön. Die Arbeitslosenstatistik ist mehr Ausdruck einer politisch bestimmten Zählweise von Arbeitslosen als eine objektive unabhängige Grösse. Keine Wissenschaftler und Medien die auf Unstimmigkeiten in der Erfassung von Arbeitslosigkeit hinwewiesen. Ein Skandal. Wir brauchen endlich eine transparente Statistik, die für jeden nachvollziehbar ist. Es kann nicht sein, dass Politiker, Wirtschaft und Departamente beschliessen, wer als arbeitslos zu zählen ist und wer nicht. Der Anreiz dieser Interessen geleiteten Kreise, statistischen Erfolg zu erzielen und Stabilität zu suggerieren, ist grösser als die den immer grösser werdenden Anzahl Arbeitslosen und Ausgesteuerten eine Brücke in reguläre Beschäftigung zu bauen die existenzsichernd ist.

    Es sieht so aus als sei der Drops gelutscht, der Hahn abgedreht wird; die Ratten das sinkende Schiff bereits verlassen haben, die Geier rupfen das letzte faule Fleisch von den Knochen, die ängstlichen Angestellten werden sich das Hemd von den Knochen abziehen lassen und das Problem der künstliche Beschönigung der Zahlen und Realitäten in unserem Land auf allen Ebenen zulässt immer noch passiv hinnimmt…

    • Entschuldigung, aber Ihr Kommentar hat weder mit dem Artikel noch mit dem Thema Homeoffice irgendwas zu tun.

    • @Axel Schweiss,

      Worum geht es im Kern und in diesem Kontext bei „Home Office“? Schon mal darüber nachgedacht? Nein? Goggeln Sie mal Panopticon und schauen Sie sich die Zahlen des BSF an. Na, klingelts es da bei Ihnen? Nein? Die mangelnde Nachfrage schwächt den Wirtschaftskreislauf. Niemand fragt Dinge oder Leistungen nach, die er sich nicht leisten kann, oder nicht braucht. Keiner stellt Waren her oder bietet Diensleistungen an, die keiner will. Weder der Konsument noch der Produzent nehmen in solchen Zeiten Kredite auf. Und doch; statistsich alles halb so schlimm…in Wahrheit geht es um die Verinnerlichung der Selbstdisziplinierung des Einzelnen…Man möge sich durch die vorübergehenden Lockerungen der Massnahmen der letzten Monate über den Sommer nicht täuschen lassen, eine ausreichend Zahl von Tests stellt sicher, dass stets genug neue Corona-Positive nachwachsen. Super Sache für die Initiatoren von „Home Office“ und „Statistiken“. Überlegen Sie mal; der Schlüssel ist ein Test, der einen guten Prozentsatz falsch positiver Ergebnisse liefert. Mehr braucht man nicht, um die Leute in Schach (Geiselhaft? Nötigung?) zu halten.

  21. Das mit Unternehmenskultur und Teamspirit ist doch ein Ammenmärchen. Bei einer Verweildauer der obersten Kader von max.4 Jahren und laufend geänderten Strategien fällt der Teamgedanke vollkommen ins Wasser. Eine echte Herausforderung für Chefinnen und Chefs ist jedoch das vernünftige Austarieren von Heim- zu Büroarbeit ihrer Mitarbeiter.

    • Unternehmenskultur und Teamgeist (ich übersetz das mal) sind garantiert kein Ammenmärchen. Ich arbeite für ein recht grosses privates Finanzunternehmen, und die goddies, die mir meine Firma zukommen lässt, binden mich schon sehr an das Unternehmen. So das ich zu Zeiten, wo es mal massig etwas zu tun gab, ohne zu murren 10 Stunden am Tag geschafft habe. Und weil in unserem Team alle mitzogen, war das stressig aber eine coole Zeit – soviel zu Teamgeist.
      Ehrlicherweise muss ich aber auch berichten, das die Unternehmenskultur gerade ein bisschen gegen die Wand gefahren wird, weil man das Englische als – Companylanguage – ausrollt. Und weil es dabei Trittbrettfahrer gibt, die Meetings in Englisch machen wollen, obwohl nur Schweizer in der Runde sind…

  22. „Personen ohne Symptome mit positiven Testergebnissen „Fälle“ (resp. Inzidenzen) oder „Infektionen“ zu nennen, ist einfach falsch. Die Aussagekraft der gemeldeten „Fälle“ ist daher mehr als fragwürdig und sollte nicht für Maßnahmen oder als Indikator für die geplante Corona-Ampel dienen.“

    „Das Hauptproblem beim Testen von Personen ohne klinische Symptome besteht darin, dass der PCR-Test nicht zwischen der RNA eines aktiven Virus und RNA-Fragmenten unterscheiden kann, die von einer rekonvaleszenten Person abgegeben werden. Diese Fragmente sind nicht infektiös und die Abgabe dauert bis zu zwei oder drei Monate nach dem Ende der Infektion.

    Personen ohne Symptome mit positiven Testergebnissen „Fälle“ oder „Infektionen“ zu nennen, ist einfach falsch. Sie sind erholte immune Personen. Es ist also eine Welle der Immunität, nicht der Infektion.

    Obwohl die Abgabe von SARS-CoV-2-RNA in Atemwegen über längere Zeiträume möglich ist und beobachtet werden kann, ist die Dauer des lebensfähigen Virus relativ kurzlebig. Für eine Ansteckung ist aber ein reproduktionsfähiges Virus und nicht seine Fragmente nötig. Daher kann der Nachweis von viraler RNA durch die gängigen PCR-Tests nicht verwendet werden, um auf Infektiosität zu schließen.

    https://www.meinbezirk.at/niederoesterreich/c-politik/nicht-infektioes-aber-pcr-test-positiv-steigende-fallzahlen-zweifelhaft_a4172457
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.07.25.20162107v2

    Dass das BAG auf meine diesbezügliche Anfrage keine Antwort gibt, ist mehr als bezeichnend. Immerhin ist medrxiv keinesfalls eine Verschwörungsseite. Und dass die BAG-Statistiken auch noch falsche Angaben machen, macht die Statistiken keineswegs vertrauenswürdiger.

  23. Das Sommerloch muss gefüllt werden. Dann schreiben sie mal was und am nächsten Tag schreibt jemand anderes genau das Gegenteil. Ein paar Tage später gibts dann auch bei Ihnen diesen Artikel. Also, wir wissen nur eines, das wir nichts wissen.

  24. In erster Linie wird Home Office zu einer Arbeitsverlagerung ins Ausland führen. Konzerne waren schon immer profitorientiert weshalb sie jetzt umso mehr Personal in der teuren Schweiz sparen und sie dafür an günstigen EU-Standorten oder Indien einstellen werden. Das trifft vor allem das Personal im Back Office, Finance, Accounting, Legal, IT etc. Sogar Sekretärinnen können durch Damen an EU-Standorten erstezt werden. Der Trend ist nicht neu, jetzt aber unaufhaltsam. Die andere Variante ist (wie wir neulich aus der Presse erfahren durften), bestehendes Personal entlassen und mit günstigerem aus dem EU-Ausland ersetzen.

    • Was kommen muss, wird kommen und was gehen muss wird gehen, das war schon immer so. Alles andere wäre ein künstlich am Leben gehaltener Zombie-Werkplatz Schweiz, bezahlt mit selbst gedrucktem Geld.

  25. Die vierte Auslagerungswelle.
    Die erste war das ATM, bei uns halt Bancomat, wo Zehntausende nette „Schalterangestellte“ , mit Banklehre oder KV Abschluss auf die Straße landeten, weil sie überflüssig wurden.
    Die zweite das just-in-time Konzept der Verarbeitungsindustrie. Keine riesigen Lagerhäuser mehr, die Bestellungen gingen rein, die Ware auf den Lastwagen und das ganze auf die Autobahn. Tatsächlich ausgelagert.
    Die dritte, das Niedriglohnsektor Konzept. IT ab nach Indien, Buchhaltung nach Krakau, Herstellung nach China.
    Nun, die home office Welle. Gewaltige Büroflächen werden ausgelagert, an die Familienräume. Nutzungskosten, Strom, Reinigung, Abschreibungen, alles rüber schieben.
    Lohnsplit kommt auf: jeder übernimmt 30%. Arbeitgeber, RAV, der Arbeitende.
    Spannend. Und, Qui bono? Das hat schon immer gegeben.

    • Da hätte ich aber noch ein paar weitere Auslagerungswellen im Angebot:
      – Der Tankwart (Kunde versorgt jetzt sein Auto komplett selber)
      – Der Kassierer (Selbstscannerkassen)
      – Der Lagerarbeiter (heute Hochregalprinzip)
      – Die Schauerleute im Hafen (Statt dessen Container)

      Solange das im kleinen Umfang stattgefunden hat, konnten die Arbeitgeber einem das noch als notwendige Modernisierung verkaufen.
      Corona hat das jetzt aber so beschleunungt, das man erkennt, das die kommenden Arbeitslosen ein Problem sein werden

    • Am gleichen Ort wohnen und arbeiten – das bringt Zeitgewinn und entlastet den Verkehr nachhaltig. ÖV und Strassen müssen nicht ständig ausgebaut werden. Es ist auch eine Mischform denkbar: 50% Office und 50% Home.

    • @Roberto: mischform ok. Es dünkt mich schon, dass das ganze zur zeit gehyped wird. Es arbeitet nicht jeder produktiv alleine ohne aufsicht. Punkt. Zudem werden uns die pyschologen mitteilen, dass viele leute sozial verdummen, da zoom halt nicht die präsenz einer echten konversation braucht.

  26. In einer luxuriösen Penthouse-wohnung oder Villa mit Escort-Bedienung, kann Homeoffice sehr anregend und entspannen sein, darum haben wohl die Grossmanager eine relaxte Ausstrahlung – nach der Hausarbeit, aber in einer engen Wohnung mit Frau und Kindern, oder Mann und Haustieren dürfte das wohl nicht produktiv-berauschend sein.
    Wer keine Kohle hat, . braucht das Firmen-Office
    Gunther Kropp, Basel

  27. Einen grossen Vorteil hat die HomeOffice Lösung. Ein hinterhältiges Verhalten und Runtermachen ist viel schwieriger geworden. Auch das spontane Zuweisen von Aufgaben geht nicht mehr. Die Manager müssen jetzt lernen sauber zu arbeiten und zu kommunizieren.

    • Schön, dass es ihnen gefällt. Aber was ist mit uns Kunden?
      Schlechterer Service zu gleich hohen Preisen?
      Spontaner Austausch gibt es nicht mehr, Abklärungen dauern ewig und die Rückrufszeit hängt vom Wetter ab…

    • Unsinn – das geht im HO genauso gut. Man muss nur Infos zurückhalten, behaupten man habe sie gesendet, in WebEx Meetings können Kollegen genauso wie in normalen Meetings runter gemacht werden.
      Der einzige Unterschied, man kann dem Kollegen nicht nach dem Dienst auflauern….

    • Runtermachen via Telefon macht diesen Leuten keinen Spass. Sie wollen sehen wie ihr Opfer leidet.

  28. Fassen wir zusammen: Wichtigtuer werden unwichtig. Chefs fürchten um Macht. Nutzlossitzungen werden weniger. Eigene Disziplin ist gefordert.
    Warum haben wir das nicht schon viel früher so gemacht?

    • bei allem Respekt – die Nummer mit – Chefs fürchten um ihre Macht habe ich noch nie verstanden. Und wieso sollen Nutzlossitzungen weniger werden ? Mit WebEx kann man genauso viele itzungen machen wie bisher. Sogar mit den Kollegen aus Übersee wenn man solche hat.
      Und Disziplin ist im HO wie im Büro gefordert – oder hattes Du im Büro keine Termine, Fristen an die Du Dich halten musstest ??

    • Ja, dann könnten wir auch die Löhne erhöhen. Gibt ja auch weniger Ausgaben…

    • Weil die Schnittmenge Wichtigtuer/Chefs statistisch auffällig gross ist. Es wird ihnen nichts nützen. Der Siegeszug des Homeoffice ist nicht mehr aufzuhalten.

  29. Home — Office.
    Kommt modern daher der Begriff, dem sagte man mal Heimarbeit und wurde aus guten Gründen weitestgehend abgeschafft.
    Vorwährts in die Vergangenheit, oder was?
    So langsam wird es Zeit das diejenigen die sich Wissenschaftler nennen, wenigstens im Grobraster wissenschaftliche Arbeit abliefern.
    DAS sollte doch mit den heutigen Technischen Errungenschaften möglich sein.
    Die ganze Corona—Sache verkommt kaum noch übersehbar zur
    Chaoten-Eselei, das kann das sollte es doch nicht sein, einfach zunehmend nur noch peinlich, unverantwortlich auch der Reputationsschaden für das was sich als Wissenschaft bezeichnet.
    Auch da vorwärts in die Vergangenheit in eine Zeit in der Glaube Religion Esoterik das Mass aller Dinge war. Auf in ein „neues“ Zeitalter im Zeichen der Maske?
    Es wird höchste Zeit das möglichst viele wieder den rationalen Verstand einschalten.
    Muss denn grad alles mit Brachialgewalt gegen die Wand gefahren werden?

  30. Das wird den Immo Markt nochmals ins Bodenlose schicken und die Immo Firmen werden noch mehr auf Wohnraum setzen. Die Blase wird platzen. Währenddessen gibt es im Osten, in China, kein Virus mehr sondern Pool Party. Der Westen geht unter.
    Lukas, gibts noch einen Beitrag zur Entwertung vom US Dollar und zum Goldpreis der durch die Decke geht?

  31. Wieder ein sehr dünner, einfallsloser Artikel. Null Recherche. Es gäbe da zahlreiche interessante Studien, die müsste man halt lesen.

  32. Homeoffice – das geht vorbei, aber nicht für alle Beteiligten gleich.
    Die „Firmensicht“:
    A) Die Firmenkultur leidet: Wichtige Elemente wie Peer-Coaching und Mentoring finden praktisch nicht mehr statt. Sind wir ehrlich, die besten KVP-Vorschläge entstehen an der Kaffeemaschine und nicht in Kreativ-Meetings.
    B) Die Arbeitsplatzkosten können (vielleicht) gesenkt werden, wer aber bereits heute erfolgreich „Shared-Workspace“ praktiziert, hat wenig Potenzial.

    Sicht Mitarbeitende
    Die Homeoffice-Workers sind die modernen Heimarbeiter. Heimarbeiter der früheren industriellen Phasen sind alle verschwunden, da sie durch automatische Maschinen ersetzt wurden.
    Als Homeworker muss ich mir deshalb überlegen:
    – Warum kann/muss ich überhaupt so arbeiten?
    – Ist es, weil unsere IT aus dem letzten Jahrhundert immer noch nicht die klar definierten und damit programmierbaren Prozesse beherrscht – typisches Beispiel sind Back-Office in Banken.
    – Leiste ich einen kreativen Mehrwert für die Firma oder wird mein „Heimwebstuhl“ nächstens durch AI ersetzt?

    Da COVID zudem eine gute Argumentation liefert, bisher „mitgeschleppte“ Mitarbeitende „politisch akzeptabel“ zu entsorgen, werden wir weiterhin eine bewegte Arbeitswelt haben.

    • Peer coaching und andere moderne Techniken werden kaum eingesetzt, mehr verbreitet sind Techniken wie Selbstinzenierung, Bulling von Untergebenen und beim Chef beliebt machen.
      Bei Standortkosten macht es Sinn wenn die Firma auf 30% ihrer Gebäude verzichten kann.
      Für Mitarbeiter gilt dass jeder sich selber unersetzlich machen sollte ansonsten kann es sein dass er eine AI in Zukunft bedienen muss.
      Auslagern von Jobs ins Ausland heist Outsourcing und da haben schon viele Firmen eingesehen dass sie es nicht hinbekommen.

  33. Die möglichst günstige „Massen-Mitarbeiter-Haltung“ mit flexiblen Sitzplätzen welche aufgrund des ständigen Lärmpegels und Personenverkehrs auch vor COVID19 Zeiten bekanntermassen und wissenschaftlich bewiesen schon eine ineffiziente Arbeitsumgebung war, ist nun mit COVID19 definitiv gestorben. Home-Office ist markant effizienter und die herumlaufenden „Laferis“ und Wasserköpfe in Gross-Ug vermisst auch niemand im Home-Office!

  34. Vontobel Wealth Management hat seit Wochen wieder 100% der Mitarbeiter zurück im Office. Den Vorgesetzten ist es zu Hause zu laut und zu langweilig! Trotz einiger neuer Corona Fälle und unzähligen Ferienreisen sowie Business Trips ins Ausland, geht man weiterhin sehr locker mit dem Schutz der Mitarbeiter und ihrer Familien um. Die Kantine ist offen, im Kaffee Raum sitzt mal locker zusammen, man geht ins Barflys etc. Wo doch die Mitarbeizer zu Hause viel produktiver wären, da der einfältige Office-BS wegfällt.

  35. Kein Büro mehr. Goodbye Kravatte, hello Jogginghose. Freude herrscht!
    Wenn da nicht wäre:
    „Freundliche Beziehungen als massiver Produktivitätsförderer
    In der Schweiz sind inzwischen 85% der Beschäftigten überzeugt, dass sich intakte Beziehungen zu den Kollegen am Arbeitsplatz positiv auf die Produktivität auswirken. Rund 75% sind der Ansicht, dass dasselbe für die Beziehung zu ihrem Vorgesetzten gilt.

    Wohlbefinden und persönliche Entfaltung der Arbeitnehmer sind jedoch die wahren Leistungstreiber. Wenn Beschäftigte ihre Kollegen kennenlernen und verstehen, entstehen Vertrauen und Bindung mit positiven Effekten auf die Arbeit.“

    • Dem stimme ich rückhaltlos zu ! Ich kann mit den Kollegen und -innen gespräche führen, zu denen ich bei mir in der Familie nie in der Lage bin: wie hat Juve gespielt, warum wird der HSV eventulellvielleicht doch wieder aufsteigen, das ultimative Rezept für ein franz. Baguette, der Kinofilm xyz.
      Das alles trägt zu einer guten Arbeitsatmosphäre bei, wo man gerne und gut arbeitet.

  36. Präzis auf den Punkt gebracht: Wichtigtuer und Selbsttdarsteller werden unwichtig und ihre sinnfreien Sitzungen entfallen. Deshalb liebe ich das Home Office.

  37. Ist es richtig, dass die Gefahr, die von Covid 19 ausgeht, aufgrund der täglichen Ansteckungszahlen beurteilt wird ? Müsste man die Gefahr von Covid 19 nicht eher aufgrund von Todesfällen beurteilen ? Die Zahlen über Ansteckungen und Todesfälle bekommt man täglich für alle Länder dieser Welt unter: https://www.worldometers.info/coronavirus/ . Und da sieht man, dass die Todeszahlen in der Schweiz seit Mitte Mai fast nie über 0 bis 3 Fällen täglich waren. Noch im April waren diese Zahlen bei bis zu 70 Toten täglich. Klar sind beide Zahlen mit Vorsicht zu geniessen, aber sicher ist die Dunkelziffer bei den Ansteckungen viel grösser als bei den Todesfällen. Ist es richtig, dass man unser Leben mehr einschränken will, obwohl die Gefahr aufgrund der Todeszahlen immer geringer wird ? Ich weiss es nicht. Man darf die Fragen aber sicher stellen.

  38. Einmal mehr hetzt der Tagi gegen die SVP. Ein Werbefilm (verbreitet auf den Handys) der SVP für die Beschränkungsinitiative wird vom Tagi in der Luft zerrissen.
    Da wird unterstellt, ein Mädchen wisse gar nicht, für was es hier missbraucht werde. Dem Blocher gehe es doch nur gegen die Ausländer.
    Tatsächlich geht es der SVP aber nicht gegen Ausländer, sondern gegen die masslose Zuwanderung vor allem auch in unsere Sozialsysteme und die Unterwanderung und Verdrängung unserer Kultur.
    Und da ist die Zukunft dieses Mädchens sehr wohl betroffen.
    Abgesehen davon werben die Klimajünger dauernd mit Kindern für ihre Anliegen, das findet der Tagi aber völlig richtig.
    Einseitiger, scheinheiliger und etwas verlogen kann man die Welt wohl nicht darstellen.

    • und was hat die sünneli werbung mit dem homeoffice thema zu tun? voll denebed…!

    • Was genau hat das mit dem Thema zu tun?

      Und die Instrumentalisierung eines jungen Mädchens zeigt, wie verzweifelt die SVP ist. Wer das Hetze nennt, dem mangelt es an Erziehung.

    • Ihr Beitrag ist so etwas von daneben!
      1. Ist es ein rassistischer Werbefilm der SVP
      2. Wurde das Mädchen wirkli.ch für diesen rassistischen Film missbraucht.
      3. Heisst diese Initiative richtig „Kündigungsinitiative“
      4. Muss die SVP grausam verzweifelt sein, wenn sie zu den dekadentesten Mitteln greift
      5. Wird das Volk der SVP die richtige Antwort geben.

    • @Hetze des Tagi wegen Werbefilm der SVP

      Das Modell Schweiz kann nur mit der Einwanderung funktionieren. Das ist die Tragikkomik. Das Thema wird einfach ausgeklammert. Da liegt der Hund begraben. Ausgerechnet ein SVP-Bundesrat hat den finanziellen Erfolg seiner Steuervorlage (Stv17) von einer massiven Zunahme der Einwanderung abhängig gemacht Sie erinnern sich, die SVP, deren Initiative gegen die Masseneinwanderung vom Volk 2014 angenommen worden ist. Seither kritisiert die Partei ständig, dass zu wenig gegen die Einwanderung getan werde. Eine andere tickende volkswirtschaftliche Bombe ist die sich beschleunigenden Entwicklung der Auswanderung CH-Einwandrer-Rentner nach der Pensionierung in die Heimat oder ins Ausland zurückkehren/zugehen und so die Kaufkraft der Rente deutlich erhöhen. Die Schweiz aber ist auf die Nachfrage der Rentner dringend angewiesen. 1.16 Mio Leistungen monatlich überweist die SKA-Genf. Überlegen Sie sich mal, ob diese Art der Politik seit dem EWR-Nein der arbeitenden Bevölkerung gut getan hat. Wer ist hier verlogener und hinterhältiger?

    • Sie missbrauchen auch jede sich bietende Platform für Ihr SVP-Geschwurbel. Übrigens merkt man diesem miserablen, einfallslosen Filmchen an, dass er eben gerade nicht in Heimarbeit entstanden ist.

    • In Ihrem Beitrag habe ich nur das Wort SVP Werbefilm gelesen, und schon gingen bei mir die Rolläden runter.
      Es ist mir schleierhaft was diese SVP Antiwerbung mit Home Office zu tun hat????
      Wenn Sie schon kommentare schreiben bitte auf die Sache bezogen.

    • Hui naive gibt es wie Sand am Meer.
      Zuwanderung und Homeoffice was hat das miteinander zu
      tun? Sowie generell das Thema Homeoffice.
      Heute kann man das von rund um den Globus machen.
      Auch aus Regionen die supperbillige Arbeitskräfte zur
      verfügung stellen.
      Und den rest der nicht aus der Stube gemacht werden
      kann, das wird auf weniger zusammen konzentriert.
      Der Rest fliegt und darf bis ans Lebensende in der
      Stube bleiben oder sich beruflich umorientieren.
      Hanwerker oder Handlanger sofern das noch nicht
      von Zugewanderten besetzt ist.

  39. Exakt so mache ich das seit Beginn des Lockdowns und werde es weiter so machen. Bin weit weg gezogen vom Arbeitgeber (Grossbank) ins eigene Haus und muss jetzt nicht mehr pendeln. Mein Workplace kann frei benutzt werden, Ausrüstung und Office finanziere ich selbst, Null Fahrtkosten für mich, kein Stau und keine Luftverpestung und meine Performance ist besser als je zuvor. Eine Win-Win-Win-…. Situation.

    • Das finde ich immer sehr seltsam, wenn man behauptet, man hat im HO eine besserer Performance – was immer damit auch bezeichnet wird. Der Umkehrschluss ist dann ja, das man im Büro eine Lusche gewesen ist….. Wenn also Deine Firma beschliesst, wieder in’s Büro zurückzugehen ist es fraglich, ob Du dann dabei sein wirst.

  40. Franzosen und Deutsche, die massenhaft in die Schweiz strömen um hier weniger Steuern zu bezahlen, es sich gemütlich machen, weil zu Hause alles bachab geht und nicht aufhören wollen ihre Landsleute um sich zu installieren, werden durch das Home-Office vielleicht endlich unter Druck kommen. Die Verdrängungskultur einer nicht schlecht funktionierenden Schweizerischen Sichtweise könnte so eventuell etwas gestoppt werden. Das Home-Office ist natürlich Gift für Mafia-Sitzungen, sprich wo man lieber unter sich (also ohne Schweizer und Angelsachsen) Politik betreiben könnte um elegant andere Sichtweisen auszublenden. Ganz wie Frau Merkel und Herr Macron das machen und die anderen EU-Länder vor vollendete Tatsachen stellen…

    • Wenig Steuern in der Schweiz? Wo lebst DU?
      Oder redest DU von der Schweiz vor 10 oder 20 Jahren?

      Guter Mann, die Welt dreht sich.

      Die Schweiz ist nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

      Siehe Hotelsbranche? Qualität? Wo? Ohne Banken und Versicherung bleibt die Schweiz in deinem Sinne STEINREICH ohne Deutsch & Franzosen und Chinesen … und DU bekommst Deine AHV, weil Du so Intelligente Kommentare schreibst … Dichter Tell ;-)))) …

    • Ich fasse zusammen: D = böse. F = Böse. US, GB, CH = gut.
      Und italienische Amici wie an der Herz Klinik = omitted.
      Hat da jemand issues?

    • Wer stellt denn diese Franzosen und Deutsche ein und warum ? Schon mal überlegt warum ein schweizer Personalchef so wenig Landsleute einstellt ?

  41. Ich bin seit dem 5. März 2020 im Home Office undmuss sagendass ich nicht mehr is Büro zurück will. Hier bin ichviel produktiver und meineFamilie geniesst dass ich zuhause bin.

  42. „ führt zur Frage, wie eine Firma einen Kit, eine eigene Kultur behalten.“

    Welche Kultur? Des Terrors und Horrors durch unfähige Chefs?

    „Früher galten Home-Office-Leute als Loser“

    Nie gehört! Dieser Chef ist selbst ein Loser, sonst wäre er nicht Chef geworden!

    Wenn ein Chef die Leistung eines Mitarbeiters nur nach der Präsenzzeit (im Büro) misst ist er eine völlige Fehlbesetzung!

    Wir arbeiten seit Mitte März im Home Office. Einige sparen grosse Pendelzeiten ein.

    Aber wir sind eine IT-Firma, die mit 30 Entwicklern die soviel umsetzt wie die Grossbanken mit 1000 (besonders solche mit Indern).

  43. Homeoffice ist der 1. Schritt zur Auslagerung dieser Jobs in Billiglohnländer… Braucht es kein Büro mehr braucht es keine teuren CH-Mitarbeiter mehr und weg sind die Jobs…

  44. Home Office beweist auch, dass Dein Job von irgendwo auf der Welt aus günstiger gemacht werden kann. Deinen Schweiz-Aufschlag in Lohn und Bonus kann sich Dein Arbeitgeber zukünftig sparen. Wellcome Global Business.

    • Wir haben in der Schweiz eine hohe Arbeitsethik und stellen an uns selber Ansprüche, die sie in gewissen Ländern schlicht und einfach vergessen können. Sie durften sich wohl noch nie im Rahmen eines Projektes mit einem Team auseinandersetzen, dass auf der anderen Seite des Erdballs arbeitet….!

  45. Wegen Quarantäne in der Wohnung zu bleiben ist für ihn Horror, aber er möchte „Home-Office forever“? Das muss ich nicht verstehen oder?

    • Ou, da ist aber jemand ganz schwer von Begriff… Quarantäne heisst faktisch, 24h zu hause eingesperrt zu sein. Homeoffice heisst lediglich, nicht in die Hühnerstallbüros zu müssen, um Präsenz zu markieren. Big difference, dude.

    • Quarantäne heisst, dass du nicht raus darfst – nicht zum Einkaufen, nicht mit Freunden treffen, keine Verwandten besuchen. Du musst für 10 volle Tage in den eigenen 4 Wänden bleiben.

      Homeoffice heisst, du arbeitest 40,42 oder 45h bei dir daheim und nachher kannst du raus. Über Mittag darfst du raus, am Morgen kannst du raus.

    • Also ich wäre garantiert nicht eingesperrt wenn ich in Quarantäne müsste: ich habe einen netten Garten, mit Gartensitzplatz und einem Whirlpool. Und ich weiss von vielen Arbeitskollegen, das sie in ähnlicher Lage sind. Die Lebensmittel kann man sich von COOP oder MIGROS liefern lassen.
      Ich habe eine ausreichend grosse Sammlung an LPs, eine Menge ungelesene spannende Bücher und bin dank Radio, Fernsehen und Internet mit der ganzen Welt verbunden !
      Also alles andere als stressig, mal 10 Tage daheim bleiben zu müssen.
      Aber das heisst nicht, das ich ohne die ganzen Vorsichtsmassnahmen raus gehe. Das Gegenteil ist der Fall- immer schön mit Maske und Abstand halten. So geht das !

  46. „Das Gute ist, dass Wichtigtuer unwichtig werden und Nutzlos-Sitzungen den Leuten nicht mehr Zeit und Nerven kosten.“ – In der Tat!

  47. Wer in Quarantäne nach Urlaub 10 Tage Home-Office machen kann und darf, kann froh sein. In Basel wird man in gewissen Betrieben dafür mit „2 Wochen auf Ferien zu Hause bleiben“ bestraft.

  48. Es ist immer wahr gewesen, daß die am meisterlosigsten sind, die daheim es am schlechtesten haben.

    Jeremias Gotthelf (1797 – 1854), eigentlich Albert Bitzius, Schweizer Pfarrer und Erzähler

    Quelle: Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

  49. Im Ehebett fremd, im Auto daheim!

    © Manfred Hinrich (1926 – 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller