Postfinance stürzt ab. Und ab. Und ab

Staatsbank will Digitalbank werden, produziert zunehmend Online-Crashes. Hypo-App Valuu floppt, Beraterin Bain kassiert.

Die Postfinance, vierte Kraft im Land und „systemrelevant“, kämpft mit ihrer Informatik. Man habe eine „Störung bei einem externen Partner, die zu Performanceproblemen“ führe, meinte gestern eine Sprecherin.

Wie lange der Ausfall noch dauere, konnte sie nicht sagen. „Wir sind mit unserem Partner laufend im Austausch und arbeiten mit Hochdruck an der Lösung des Problems.“

Die Abstürze und Ebanking-Probleme häufen sich. Immer wieder berichten Benutzer, ihr Postfinance-Zugang funktioniere nicht. Dabei hatte sich die Postfinance ein brandneues Online-System von der indischen Tata zimmern lassen.

Die Crashes kontrastieren mit dem eigenen Anspruch. Man wolle das digitale Powerhaus des Finanzplatzes sein, so die Chefs der Staatsbank.

Statt aber die IT in Schwung zu bringen, singen die Postfinance-Chefs das Lied des unfairen Wettbewerbs. Ohne volle Lizenz inklusive Kreditvergabe sei man chancenlos gegen die Konkurrenz.

Die Klagen klingen hohl. In der Corona-Krise erhielt die Postfinance vom Bundesrat das Recht, ihren KMU-Kunden Gratiskredite zu vergeben – so wie alle anderen Banken.

Genützt hat dies wenig. Der Gewinn der Tochter des Gelben Riesen brach von Januar bis Juni ein – von 150 auf 60 Millionen.

Während die meisten Banken im Schweiz-Geschäft Rekordgewinne schreiben, verliert die Postfinance an Terrain. Was ist da los?

Funktionärs-Banker: Köng (Postfinance)

Der Fisch stinkt vom Kopf. Die Spitzen der Postfinance unter CEO Hansruedi Köng, einem der höchstbezahlten Beamten im Land, entpuppen sich als Apparatschiks.

Sie holen teure Berater, diese übernehmen mehr und mehr operative Jobs von geschassten Mitarbeitern, um dann luftige Digitalprojekte zu lancieren.

Für die Externen ein Paradies. An vorderster Stelle jene von Bain & Company, eine US-Beratungsfirma, welche die Postfinance faktisch gekapert hat. Neuerdings ist dort das Banken-Aushängeschild von EY.

Bei Bain mache das Bonmot die Runde, „dass alle Neulinge zur Postfinance gingen ‚zum Folienmalen üben’“, meint ein Insider.

Für Bain ist die Postfinance zum goldenen Geldesel geworden, seit die Beraterin ein grosses Mandat an Land gezogen hat. McKinsey, Boston & Co. haben das Nachsehen.

Laut und bunt: Valuu (Youtube)

Als Vorzeigeprojekt lancierten die Postfinance-Chefs mit Hilfe ihrer Bain-Berater eine App namens Valuu. Mit dieser will die Staatsbank neue Hypothekar-Kunden gewinnen.

Knallige Banner-Werbung im Netz half bis jetzt wenig: Valuu kommt laut einem Beobachter nicht auf Touren. Ausser Kosten sei fast nichts gewesen.

Erinnerungen an Siroop werden wach. Das Joint-venture von Coop und Swisscom erlitt fulminant Schiffbruch. Statt die Migros-Tochter Digitec-Galaxus zu bedrängen, resultierte ein dreistelliges Millionenloch.

Auch Siroop machte vor allem mit brüllenden Werbe-Offensiven auf sich aufmerksam. Geld spielte keine Rolle – bis zum bitteren Knall.

Liegt es daran, dass Staatsfirmen mit Beamtentypen am Ruder von der digitalen Umwälzung überfordert sind?

Die Irrungen rund um Valuu und Bain weisen in diese Richtung. Köng und seine Kollegen in der Postfinance-Teppichetage haben jedenfalls ihre digitalen Eroberungs-Feldzug in die Hände von Beratern gelegt, die wenig zustande bringen.

Der Jux am Ganzen: Viele Bain-Leute werden aus Deutschland angekarrt. Sie sollen nun den Schweizer Hypothekenmarkt im Sturm nehmen. Wie das gehen soll? Das weiss nur Köng.

Kommentare

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  1. Seit 2004 habe ich ein Fond Sollei 4 und war bis anhin
    zufrieden mit der Perfomance. Doch die kürzliche Ankündigung auf diesem Produkt Spesen zu verrechnen hat mich sehr verärdert. Ich überlege mir ernsthaft
    das Geld anderweitig anzulegen.

  2. Seit Handywechsel brauche ich fuer das Login das gelbe Kaestchen aus dem letzten Jahrhundert. Alle anderen BankingApps funzen einwandfrei. PF kann das Problem nicht loesen, die haben’s nicht im Griff.

  3. Die Postfinance schwächelt nicht nur wegen Informatikproblemen. Der Betrieb wird völlig umgekrempelt. Mein langjähriger Berater darf mich z.B. nicht mehr beraten, sonst kostet jetzt etwas. Er muss mit 62 nochmals alle Fachprüfungen ablegen. Der ganze Bankensektor ist im Umbruch, nicht nur die Postfinance. Bald wird es keine physischen Bankschalter mehr geben. Bargeld kann man – wenn überhaupt – nur noch in Häppchen am Bancomaten beziehen. Corona wird aber u.a. zur Abschaffung des Bargeldes führen, denn alle zahlen mit der Karte. Das Geld ist dann nur noch virtuell, und wer es versteht, kann seine eigene Währung tokenisieren und unermesslich reich werden – wenigstens auf dem Papier. Richtig reich ist aber nur, wer gesund ist, etwas im Kopf und vielleicht eine Stradivari hat.

  4. Abstürze? Verbindungsprobleme? Hatte ich noch nicht. Gibt’s natürlich trotzdem, aber da ist die Postfinance wahrlich nicht alleine. Also: Validated numbers or it didn’t happen. (Oder IP hetzt mal wieder nur, kann aber keine Substanz liefern… Schade eigentlich)

  5. …auch schwierig sind die Kollegen der PostFinance, die für die digitalen Versicherungen zuständig sind: Die Lenker sind allesamt ebenfalls Ex-Berater aus dem grossen Kanton. So wurde mit grossem Tratra eine Motorfahrzeug-Versicherung lancieriert, die man den Postfinance-Online-Kunden (eFinance) anbieten wollte. Tatsache ist aber, dass mangels X-Selling Erfolg, der Absatz dieser Versicherung (wenn überhaupt) nur noch über teure Vergleichsplattformen zu Stande kommt. Notabene ohne den strategischen Nutzen der ‚Kommerzialisierung der e-Finance Kunden‘. Unbeirrt von diesem Misserfolg wollen die gleichen Protagonisten der PostFinance die ‚digitalisierten Versicherungen‘ im gleichen Stil weiter ausbauen. Mit fixen Ideen, teutonischem Eifer und unbeirrt aus ihren Misserfolgen – und Stimmen aus der Branche. (Ex-)Berater lassen sich eben nicht gerne beraten.

    • Es für den Absatz von Produkten wenig förderlich, wenn die Technik so schlecht funktioniert, dass der Partner nun schon zum Dritten mal die Plattform neu bauen muss.
      Noch dümmer ist es, Geld in genau diesen Partner zu investieren. Dann verhindert der Abschreiber den Übungsabbruch.

  6. Es sind nur noch verirrte Fische bei PF.

    Alles billige Berater zu Spotpreisen (Bain, Deutsche möchtegern Freelancer für Digitalisierung, ex RTC Leute und Seilschaften) und ein Tata Retailsystem ohne Framework for Digital-Banking geschweige denn ein Datenmodell.

    Gestern lief nicht einmal die Ausfall Seite der Homepage !!! KMU ?

    Wo ist das Disaster Recovery? Ganz zu schweigen von der möchtegern Integration der Datenfeeds von Swissquote und anderen KMU Funktionen.

    Eine Riesenbastlerei auf Kosten der grössten Retail Bank der Schweiz.

  7. Ich habe mein Postkonto gekündigt als diese mit Werbung im E-Banking angefangen haben. Das war für mich die rote Linie.

    Nun, haben nicht gerade die Banken den Zahlungsteil der Six an die Franzosen verkauft um ihre Bilanz aufzuhübschen?

    Der Rest der Zahlungs-IT-Infrastruktur hat man den Inder überlassen…
    Wie will man mit APP’s wie TWINT erfolgreich sein, wenn die Infrastruktur dahinter verscherberlt und abgewrackt wird?

    All die Startups mit ihren APP’s sind doch auf eine günstige und stabile Infrastruktur angewiesen.

    Dafür möchte die Postfinance unbedingt Immobilienkredite an Land ziehen, damit sie nach dem Crash auch noch gerettet werden muss.

  8. Schon spannend wie schnell sich doch die Schuldigen finden lassen:

    – die billigen Inder, die alles kaputt programmieren: fakt ist, dass unsere super Schweizer Pioniere es nicht für nötig befunden haben, saubere Dokumentationen ihrer Programme zu erstellen. Auch heute halten sie sich für etwas Besseres und lassen die Inder die Drecksarbeit machen, ohne diese richtig zu informieren oder zu überwachen. Die grössten Bugs stammen meist nicht aus der Feder eines kostengünstigeren Inders, diese wollen/müssen sich nämlich beweisen – hinter jedem Inder warten 10 andere, die seinen Job gerne übernehmen.

    – die unfähigen Managerlis wie ihr sie nennt. Fakt ist, kein Manager fällt Entscheidungen, ohne sich die Optionen von euch Nullen vorstellen zu lassen. Da ihr aber weder das Know How, noch die Eier, noch das Interesse habt (je länger es dauert und je mehr bugs es gibt, umso mehr werdet ihr gebraucht), die wirklich guten Lösungen zu favorisieren, werden dann falsche Entscheidungen gefällt.

    Mit anderen Worten sind die Anreize falsch gesetzt und das wahre Problem sitzz genau bei den Nörgerln hier.

    Und noch was zu denen, die hier ständig um das verbratene Steuergeld weinen. Mit dem Batzeli, das ihr jährlich abliefert habt ihr weder das Recht zu jammern, noch irgendwelche Forderungen zu stellen. Schaut, dass ihr einigermassen selbstkostendeckend durchs Leben kommt, dann habt ihr für eure Möglichkeiten schon viel erreicht.

    • Sie hätten sich besser zeitig ins Bettchen gelegt, statt so einen Unsinn von sich zu geben.
      Sie waren doch um 00:23 schon nicht mehr nüchtern, richtig?

    • Nein nein nein wenigstens ein Argument dagegen oder nur die üblichen persönlichen Beleidigungen aus dieser Ecke?

  9. Dicke Post, in den Kommentaren. Praktisch alles gesagt, resp. geschrieben. Könnte es sein, der CEO und der ganze VR liest mal diese Reviews? Gratis Analysen und wahrscheinlich nützlicher als der Grossteil der Consulterkonzepte. Wann kriegen diese „freiwilligen Berater“ für ihre wertvollen Inputs einen „kleinen Bonus“.
    Ah ja, es geht hier ja um einen Staatsbetrieb! Also nichts zu erwarten.

  10. Habe langsam auch das Gefühl, dass dies ein richtiger Saftlafen ist… Immer wieder Aussetzer und Probleme. Funktionen und Services im der App werden einfach gestrichen. Wenn man dann Fragen oder Anregungen hat und versucht Kontakt per Mail aufzunehmen bekommt man keine Antwort. Nach 2 Wochen habe ich es dann via Direktnachricht via Onlinebanking versucht und warte bereits seit weiteren 2 Wochen auf Antwort bzw. irgend eine Reaktion…

  11. Warum genau braucht es eigentlich eine Postfinance ? Die Schweiz hat doch genug Banken, da braucht es doch wirklich keine Postbank !

  12. Bin immer noch total geschockt vom gestrigen 10vor10 Beitrag über Postfinance und Powercoins. Und das ist auch noch halbstaatlich. Selbst der öffentlichen Hand sind ihre Angestellten komplett egal. Reines Verbrauchsmaterial für die Gewinnmaximierung.

    Wo das enden wird, ist wohl klar. Ganz ohne dass man „The Circle“ mit Tom Hanks gesehen hat. Weil es einfach zu klar ist. Dass die Raubtierkapitalisten und Milton Friedman Jünger aus St. Gallen mit ihren längst gescheiterten goldenen Regeln Feuer und Flamme sind, war wohl auch klar.

    • Sie haben recht, die führen wirklich ein (A)Sozialkreditsystem wie die Chinesen ein.

      Unvorstellbar was die Verantwortlichen für ein Menschenbild haben müssen…
      Eigentlich sollten die Manager die das entschieden haben bei den Chinesen arbeiten, wenn ihnen das System ja so zusagt.
      Wo bewerten die Mitarbeiter eigentlich ihre Manager??

    • Ja genau. Wer übernimmt die Verantwortung für die seelischen Auswirkungen plus die materiellen Folgekosten? Die Personal- und Transformation Abteilung der Postfinance? Die Geschäftsleitung? Die Uni St. Gallen? Oder die Schweiz als solches und damit die Allgemeinheit?

  13. Jojo..war bis vor 2 jahre auch bei denen..bis einfach nur noch genervt war von dem e-banking..auch die kontoführung war mir zu teuer..jetzt bin ich glücklich bei der kantonalbank

  14. Jeder in der Maschinenraum IT weiss, dass das Management sog. das „Rad neu erfinden“ wollen muss. Nur hat es für die Obergarnierer selten einen Konsequenz wenn das Rad von Release zu Release unrunder läuft.

    Postfinance „E-Banking“ (sagt man das heute noch?) war bis vor der Umstellung und indischer Vermurksung vor etwa 7 oder 8 Jahen etwas vom besten was es für den CH und Internationalen Zahlungsverkehr gab.
    Vom VW Phaeton W12, auf einen Tata downgraden….., das kann man nur in (Bundes)Berner Schreibstuben.

    Die gute alte Zeit.

  15. alles klar
    Hab die Geschichte einmal kurz angeschaut.
    Swisscom betreibt die Infrastruktur im Auftrag der Post. Darum auch keine Redundanz. Man hat doch mit der bösen Konkurrenz nichts am Hut. Ein richtig schönes Beispiel gut schweizerischer Inzucht. Und welche Trottel bezahlen diese ganze Misere? Wir alle……..

    • und der ganze Deal lief sicher ohne WTO Ausschreibung so unter dar Hand ab

  16. Wie wäre es Mal mit selber Denken und Verantwortung dafür übernehmen? Na ja, allzu viel darf man bei den mickrigen Gehälter nicht erwarten. Gäll. Und so was wie Berufsstolz? Freude am Gestalten? Neuem initiieren und nicht nur den Blödsinn von Beratungsfirmen nachplappern. Wer sucht, der findet … nichts. Da ist wahrscheinlich jede Raumpflegerin innovativer. Die muss halt für ihren Lohn noch was bringen.

  17. Valuu ist auch nur so ein Retro-Schuppen – lies: auf Privatbestechung basierendes Geschäftsmodell – wo die dummen Kunden gezielt in ungeeignete Produkte, vor allem langlaufende Hypotheken, gedrängt werden.
    Ein typisches Schrottprodukt, welches keinerlei Innovation bringt.

  18. Also nicht nur die Postfinanz entwickelt sich bedenklich – auch so mancher Postservice ist betroffen.
    Der private Aufwand um ein Paket zu versenden – eventuell sogar noch in’s Ausland ist immens geworden. Und wer damit nicht zurecht kommt – dem hilft natürlich der freundliche Schalterbeamte weiter. Muss dafür aber 3 Franken abkassieren.

  19. Wieder einmal eine richtige Lachnummer.
    Die Probleme beginnen schon auf tiefster Ebene
    Internetanbindung zu 100% über einen Provider (Swisscom), ohne jegliche Redundanz.
    Wenn bei diesem Bastelladen auch nur partiell etwas abstürzt: tote Hose

    Wen es genauer interessiert: Der BGP Toolkit von Hurrican Electric gibt umfassend Auskunft über Netzwerkstrukturen

    Preisfrage
    Wie kann man soooo blöde sein.
    Unsere Digitalisierungsmanagerli lassen grüssen
    ~
    ~

  20. Valuu, ein Vorzeigetool – ich lach mich schlapp; simpler geht’s nimmer. Da merkt man gleich die Kompetenz von Postfinance.

    • Aber, aber – Valuu kann doch sicher nicht soo schlecht sein…immerhin hat die Testmanagerin seit 2020 einen MBA von xy in Bern…und die Hypi mit ihrer Digichefin vermarktet das auch super…super…;-((

  21. Die Post und Postfinance lassen sich von immer mehr durch aussenstehende Unternehmen zu Tode beraten. Es werden Millionen verlocht in völlig absurde Geschäfte! Wozu sind eigentlich die hochbezahlten Manager da? Auf keinen Fall darf die Post als Bank aktiv werden! Für absehbare Verluste muss der Steuerzahler wieder geradestehen!

  22. Da sollte vielleicht einmal der Cirillo als CEO der Post ein Machtwort sprechen. Aber von dem war eh nichts Gutes zu erwarten. Der pflegt lieber sein LinkedIn-Konto als sich um seinen Saftladen zu kümmern. Und schwafelt über Transformation Management.

    Was mich am meisten aufregt sind die nach dem Zufallsprinzip funktionierenden Postomaten. In den meisten Fällen funktioniert der Bargeldbezug nach dem zweiten Versuch. Wenn überhaupt. Aergerlich sind auch die permanenten Menuänderungen.

    Ist halt die perfekte Kombination: Ein Italo als Oberboss und hinten wurschteln die Pajeets.

    Mühsam!

  23. Gestern wurde man bei der Postfinance alle 5 Minuten rausgeworfen! Das „Serversystem“ wäre überlastet!Kunststück, wenn man das von billigen Indern „programmieren“ und „weiter entwickeln“ lässt! Nach jeder dieser „Weiterentwicklungen“ kann man Selbstverständlichkeiten neu suchen!Das letzte Mal wurde der Maildienst irgendwohin versteckt! Unglaublich! Aber es scheint, dass man bei der Postfinance für solche „Scherze“ unbegrenzt Geld zur Verfügung hat!“Staatsfirmen mit Beamtentypen am Ruder“ Die grösste Flasche sitzt zuoberst im VR – dieser Schwaller aus Fribourg, der dort seinen Lebensabend ungestört verbringt! Und die noch grössere Flasche ist der CEO Cisullo, der hat angeordnet, dass die Briefmarken mit einem Werbestempel gestempelt werden und damit für die Briefmarkensammler wertlos gemacht wurden! Der Poststempel prangt schön daneben – Begründung der Post: Man hätte den Poststempel auf der Briefmarke nicht lesen können!

    • Statt einfach nur rumzulästern habe ich mich als Head of Digital bei PF beworben.

      Kurze Zusammenfassung meines Programs:

      – Werbung fliegt aus dem E-Banking raus. Wenn ich Onlinewerbung sehen will gehe ich auf Facebook und deaktiviere meinen AdBlocker, aber sicher nicht zu meiner Bank.
      – Werbung, Voucher und Loyalty fliegen aus Twint raus, Twint wird ins mobile Banking integriert. Ist Twint zum zahlen da oder das zahlen in Twint da um einem anderes Zeugs andrehen zu können?
      – Tokenization (Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay, …), das macht ja jede andere Bank auch. Wenn wir gerade dabei sind können wir auch gleich Apple Card einführen, und die Postcard mit einer P2P fähigen Debit Mastercard oder VISA Debit ersetzen. Dann haben wir auch gleich das Problem gelöst dass Händler ein Postkonto benötigen um Postcard zu akzeptieren.
      – Integration mit der Steuererklärung für den Kanton Zürich, sogar die CS schafft das.
      – Die Wartungsfenster werden vom Sonntagnachmittag auf den Dienstagmorgen verlegt. Offensichtlich.
      – Das E-Tranding wird ins E-Banking integriert. Ebenso Ebill.
      – AngularJS raus, Kacheln raus. Es gibt nur noch ein JavaScript Frontend falls wir die full page requests los werden. Wenn wir die full page requests nicht los werden fliegt JavaScript aus dem Frontend raus.
      – Core Business wird in-sourced. Das schliesst Core Banking mit ein. Niemand würde Google ernst nehmen wenn sie die Suchmaschine an Yahoo auslagern, niemand würde Amazon ernst nehmen wenn sie die Cloud zu Microsoft auslagern, niemand würde Apple ernst nehmen wenn sie Softwareentwicklung an TCS auslagern. Ich nehme keine Bank ernst die Core Banking auslagert.

      Leider habe ich von PF noch keine Rückmeldung erhalten. Falls sich hier ein paar positive Kommentare finden kann ich meine Bewerbung um die erweitern.

  24. Wer kommt am Ende des Tages für das Schlamassel auf? Richtig, wir Steuerzahler. Zeit, dass sie POST und die Swisscom (die restlichen 50,etwas %) aus den Händen des Bundes befreit werden.
    Als Aufsichtspersonen taugen die Vorsteherinnen des UWEK offenkundig nicht. Frau a.Br. D.L. versuchts nun bei COOP. Bin gespannt, wohin es dereinst Frau B.Pr. S.S. ziehen wird.

  25. ….den Schweizer Hypothakarmarkt uebernehmen….dort,wo doch bereits die hoechste Verschuldung herrscht, will man noch mehr Kredite reinbuttern!
    Der Immobilien-Scheinreichtum soll noch mehr aufgeblaeht werden, wo doch bereits auf Halde produziert wird. Voellig idiotisch was da ablaeuft.
    Dann glaubt man auch solche Zombies fuer systemrelevant erklaere zu muessen. Voellig hirnrissig! Fuer die digital aufgeblaehten Bankbilanzen sollen dann auch noch die fuer dumm-verkauften Steuerbuerger haften.
    Je groesser das digitale Mindestreservebanking vonm Finanzverbrechertum aufgeblaeht wird, desto groesser wird der spaetere „Knall“ werden.

  26. Typisch: Die sogenannten Risk-Takers nehmen absolut kein Risiko und versemmeln alles, haben keine Ahnung. Sind halt keine Unternehmer, sondern Unterlasser. Ich war selbst in der Geschäftsleitung meines eigenen Unternehmens – mir und meinen Kollegen wäre es doch nie im Traum in den Sinn gekommen Berater zu engagieren – was für ein Witz. Wir entschieden selbst und waren auch bereit die Konsequenzen selbst zu tragen. Aber dafür braucht es halt so etwas wie Eigenverantwortung und Initiative.
    Die Weichen wurden schon sehr früh falsch gestellt, als die Entwicklung der gesamten Plattform nach Indien gegeben wurde. Ich war selbst 30 Jahre als Berater in der Finanzbranche tätig. Indien Projekte sind v.a. auch wegen den kulturellen Unterschieden sehr anspruchsvoll. Vor allem eines sind sie nicht: Günstiger als lokale – hier spreche ich aus Erfahrung. Klar für einen Manager – frei von IT Haupt- und Nebenkenntnissen – wirken die tiefen Stundensätze der indischen Kollegen auf den ersten Blick verlockend. Wenn aber die ersten Releases kommen, welche nicht funktionierende, die Kollegen in die CH geholt werden müssen, Projektverzögerungen etc. etc. geht das ganz schnell ins Geld. Einige Finanzinstitute erkennen das langsam und versuchen wieder vermehrt lokal zu entwickeln.

    • Ein Beratungsunternehmen gezielt einsetzen, um Tunnelblick aufzuheben (Perspektivenwechsel) und zielgenau Fachwissen einzubringen, dagegen spricht nichts.
      Gegen Blender, Schwätzer und Folienfetischisten – und leider bilden die die Überzahl – dagegen schon.

  27. Let’s face the brutal truth: Der Staat muss sich keine Bank halten bzw. die Schweiz braucht keine PostFinance.

    Unter Hansruedi König gab’s bisher nur Pleiten, Pech und Pannen. Das ist auch ein Armutszeugnis des inkompetenten Verwaltungsrats, der Köng als ALM-Spezialisten zum CEO kürte.

    Das beste Rezept: PostFinance verkaufen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

  28. Das ist der perfekte Coktail für eine mittlere Katastrofe. Beamte die Manager spielen, deutsche Junior- Berater, die Folien pinseln, von Indern gebasteltes IT, die sporadisch funktioniert, von Postautoskandal gebeutelter CVP-VRP, der eigentlich abgesetzt gehörte, dazu die verantwortliche BRtin und Grins-Vorgängerin. Halleluja !!

  29. Ueberall viele Versager an den Schaltstellen! Dabei werden aber alle noch hochfürstlich bezahlt für ihren „Saich“ den sie ablassen.

  30. Externe Berater werden geholt, wenn die Kernkompetenz im Betrieb fehlt, wenn unangenehme Entscheide gefällt werden müssen, bei Personalmangel oder wenn 2 oder 3 dieser Gründen kumuliert auftreten. Wenn man die Geschichte der Postfinance anschaut war sie eben nie eine wirkliche Bank. Es fehlt leider vieles in diesem staatsnahen Betrieb….leider!

    • Wenn Kernkompetenz fehlt muss der Laden verkauft werden oder Leute mit entsprechenden Kompetenzen eingestellt werden. Kernkompetenz muss im Hause vorhanden sein, ansonsten geht die Firma den Bach runter.

      Wenn ein Eigentümer oder VR dem Management erlaubt unangenehme Entscheidungen von Externen „vorspuren“ zu lassen, dann müssen sie sich fragen ob sie die Richtigen für die Kontrolle des Managements sind.

      Personalmangel durch Consultants zu beheben, ist mutwillige Verschwendung von Eigentümergeldern. Falls benötigt stellt man entweder Mitarbeiter ein oder im Notfall werden Temporär-/Interim-Manager eingesetzt. Dies ist immer noch billiger, als Consultants, die alle 3 Monate rotieren.

    • Ich würde Grumpy old Bastard beipflichten. Und ich bin Berater. Wir können helfen, aber retten muss sich die Firma am Ende selbst. Anders als etwa bei den Anwälten fehlt es bei uns an einer Kontrollinstanz. Bei uns verliert keiner das Patent wegen Fehlhandlungen oder miesen Powerpoints. Andererseits kenne ich Manager, die bei einem schwierigen Projekt gerne mal zum Telefon greifen, und die Beratungsfirma ihrer Wahl anrufen. Das Problem sind wohl nicht nur die Berater.

  31. Es sind die meisten CEOs oder GL Menschen bei Grossfirmen überfordert. Warum sonst müssen diese Leute wo doch ach so viel Wissen und vor allem Verantwortung vorgeschoben wird, immer Berater verpflichtet werden? Wenn Berater, dann Löhne wie das Fussvolk.

  32. Es zeigt einmal mehr die Hilflosigkeit und Unfähigkeit der obersten Führung der Postfinance auf (wie im übrigen auch von anderen Banken) mit den tiefgreifenden Veränderungen umzugehen ist. Für was den bitte bekommen diese Sesselfurzer den ihr Millionengehalt, wenn sie nichts besseres sind als erfolglose Angestellte.
    Kunden werden von der Compliance zu hauf gekündigt und unfähige überteuerte Berater (aus dem Ausland welche den schweizer Markt nicht kennen) treiben die Banken in den Ruin – benutzen diese als ihre „Spielwiese“ um sich die Lernkurve für Novizen bezahlen zu lassen.
    Im Gegensatz zu den vielfach ausländisch dominierten Banken könnten die Inhaber der Postfinance diesem Treiben ein Ende bereiten.
    Mal sehen wie lange es dauert bis es Schmerzen wird.

  33. Postfinance, Swisscom, BAG, SBB …. die Liste ist beliebig mit staatlichen Gebilden verlängerbar. Da geht doch kein wirklicher IT-Crack hin, er/sie würde ja von einem unqualifizierten Apparatschik mit dem „richtigen“ Parteibüchlein“ geführt.
    Die Cracks der externen Berater holen den seeehr lukrativen Auftrag und lassen dann die Junior Consultants als Training-on-the-Job beliebig viel verrechnbare Stunden produzieren.

    • So sieht es leider aus.
      Wenn der Steuerzahler wüsste, wie es in diesen Tollhäusern zu und her geht.

  34. „Geld spielt keine Rolle“ .

    Hauptsache es wird gewirbelt und geschwurbelt: viele heutige Chefs oder Top – Floppers haben nie gelernt Probleme zu erledigen, geschweige denn eine Firma auf Erfolgskurs zu führen.

    Da wir bekanntlich seit über 10 Jahren einen massiven Kundenverlust durch die Preisgabe des Bankgeheimnis erleben, wird der Kuchen. T ä g l i c h. kleiner um von Bankdienstleistungen zu leben.

    Da nützen auch keine Bain‘s , McKuckuk und EY – Berater einen feuchten Dreck!

    Rückabwickeln wird unausweichlich, ganz besonders beim Staat!

  35. Jetzt fängt IP auch noch vor der Abstimmung an, die dreckigen SVP Parolen breit zu streuen. Wie Köppel, der den neuen deutschen Zoodirekot diffamierte, dabei ist dieser eine wunderbarer, tierliebender Mensch.

    • „Online-Crashes“ bei der Staatsbank und
      tierliebender, wunderbarer, deutscher Zoodirekot stehen in miteinander in engstem Zusammenhang.

    • Ein Zoodirektor kann nicht tierliebend sein, sonst würde er seine Tiere nicht einsperren. Artenschutz geht anders.

  36. Immer weniger, Immer teurer, immer schneller und „frischem Geld“ im marodem Hypothekar Zins-Geschäft zur implodierenden Postfinance.

  37. Es gibt wohl schlimmeres, als einen eintägigen Ausfall des E-Bankings bei der Postfinance. Im Normalfall läuft das System einwandfrei und ist überaus benutzerfreundlich. Also, liebe Stänkerer, relax.

    • bullshit! nichts läuft da ’normal‘

      weder bei den it-indern, bain-consultants, geldwäscherei-überwachern noch bei gesetzlichen und politischen ‚aufsichten‘.

  38. Eine zu teilen oder ganz durch den Staat kontrollierte und gehaltene Firma hat sich nicht in die Privatwirtschaft reinzufressen. Einmal mehr schön belegt, dass ab einer gewissen Grösse Ideen nicht überlebensfähig sind. Branding ist eben nicht alles. Es kommt immer auf die Köpfe und die Motivation an.

    Wann stoppen unsere Lobbyisten in Bern endlich diese Ressourcen-Verschwendung?

  39. Gestern gingen weder E-Finance, E-Trading noch die Webseite der Postfinance. Keine Meldung auf irgendeinem Kanal seitens der Postfinance. Bei sovielen Crashes müsste man längst über ein System mit Ausfallmeldungen verfügen.

    • Ich hatte Zugriff. Und zwar am Vormittag, wie auch am Nachmittag. Hatte noch nie Störungsmeldungen erlebt. Ausserdem werde ich regelmässig per SMS über Wartungsarbeiten informiert.
      Ich finde die Dienstleistungen von Postfinance sehr ansprechend und sehr Zeitgemäss.

  40. Ein Zitat sagt:
    „Wer meint, dass Profis teuer sind, soll mal sehen, wie teuer Anfänger sind!“

    Da die PostFinance vom Anfängern geführt wird, und ihre IT an Anfänger übergibt, trifft dies zu!

  41. IT gehört heute zum Kerngeschäft eines Finanzinstitutes. Wer sein Kerngeschäft auslagert geht ein hohes Risiko ein, wie hier die Postfinanace. Auch wenn es sachlich korrekt ist, dass der Dienstleister versagt, verantwortlich ist immer noch die Postfinance selbst. Hier wird vom Management und VR die Kulisse aufgebaut, dass sie gar nicht verantwortlich für den Schlamassel seien. Eigentlich ist dies eine Frechheit.

    Zu den Beraterhorden: Meine persönliche Faustregel und nicht immer 100 %ig ernst zu nehmen: die Fähigkeiten des Managements sind umgekehrt proportional zur Anzahl Berater die in der zu beratenden Firma herumwerkeln.

    Berater in operativen Jobs: lachhaft, da diese alle 3 Monate rotieren, bauen diese Juniors keine Erfahrung auf (und Postfinance auch nicht übrigens) und kosten ein Vermögen mit unterdurchschnittlicher Effizienz. Dazu kommt: man kann davon ausgehen, dass es Bain gegenüber keine Firmengeheimnisse mehr gibt. Die Berater haben operative Einsicht plus strategische Einsicht in die Firma, ein Wissen das die Berater ihrem nächsten Kunden (evtl. gar einem Konkurrenten der Postfinance) gegen eine kleine Gebühr weitergeben.

  42. Bei den Schweizer Führungsleuten ist das Berater-sein höchst profitabel, auch dann, wenn der Berater den grössten Mist erzeugt. Der Auftraggeber merkt ja nichts, bis die Katastrophe da ist.

    Höchste Zeit, die Löhne und «tatsächlichen beruflichen Fähigkeiten» der Führungsleute zu überprüfen und ihre Einnahmen von ihrem Geschäftserfolg abhängig zu machen. Wer nur Verlust reinbringt, erhält einen Mindestlohn und keinen Cent mehr. Gleichzeitig kann er/sie die Fliege machen und muss mit juristischen Folgen rechnen.

  43. Es liegt weder an der PostFinance noch an den Beratern. Das Geschäftsmodell der Banken ist veraltet, der Markt ist gesättigt mit einem Produkteeinheitsbrei, da kann man innovieren und digitalisieren so viel man möchte, es gibt nicht mehr Kunden, die Hypos oder Anlageprodukte wollen.

  44. Valuu ist doch eine völlige Totgeburt. Die App ist derartig schlecht gemacht, sie war zumindest Ende 2019 für den Kunden schlicht nicht benutzbar.
    Öffentlich behauptet die Postfinance, es seien schon 100 Mio. darüber gelaufen (was ich bezweifle). Bei einem Team von 20-30 Leuten und etwas Werbung verbrennt die Lösung also locker 5 Millionen pro Jahr. Und müsste pro Jahr deutlich über 1 Milliarde umsetzen, dass das rentiert. Das ist schlicht realitätsfremd.

  45. Der ganze Hype um Fintech mit AI sollte die Schmarotzer der Umverteilung noch schneller reicher machen. Nun, es stehen immer Menschen dahinter, die sind alle fehlerhaft.
    Denen jedoch egal, wenn 40% arbeitslos sind.
    Der Staat hat gegen den Volkswillen 1Mio. Zuwanderer seit 2007 eingelesen. Das hilft der höheren und schnelleren Verschuldung. Die bereits reichsten Schmarotzer profitieren davon, denn die Zeche zahlen die restlichen 78%, welche zunehmendes arbeitslos werden.

  46. Möglich, dass externe McBerater-Besserwisser-Teams bei der Postfinance das Sagen haben – mit Absturz-Garantie.
    Gunther Kropp, Basel