EY-Juniors sollen keine Überzeit notieren

Junge Berater protestieren gegen Gratis-Arbeit. Das kommt bei den Partnern schlecht an: Miese Quali.

Im Beratungsgeschäft lautet der Slogan Up or Out. Wer nicht die nötige Härte und Einsatzbereitschaft mitbringt, der kann gehen.

Bei der grossen Ernst&Young, kurz EY, rumort es nun aber bei den jungen Nachwuchskräften. Sie fühlen sich von ihrer Arbeitgeberin ausgenützt.

Grund: Gratisarbeit am Abend oder freien Tag. Die Betroffenen dürften die Überzeit laut Weisung von oben nicht in ihrer Zeiterfassung aufführen, heisst es aus dem EY-Innern.

Auf eine Anfrage reagierte das Unternehmen nicht. Dieses ist sich nach der Auswechslung ihrer operativen Spitze am Erholen.

Laut der Auskunftsperson sei Protestieren gefährlich. „Kürzlich erhielt ein EY-Mitarbeiter eine unglaublich schlechte Qualifikation, nachdem er auf eine adäquate Zeiterfassung gepocht hatte“, führt die Quelle aus.

Statt dass die EY-Spitze das Problem mit der Gratis-Überzeit anpacke, würden jene Nachwuchs-Berater und Mitarbeiter drangsaliert, die sich dagegen zur Wehr setzten.

„Wer die Kultur nicht mittragen will, der spürt sofort Druck gegen sich“, meint der Insider. „Am Ende geben die meisten auf und gehen.“

In der Covid-Krise arbeiteten viele Berater von zuhause aus. Das Thema Gratisarbeit könnte aufgrund der veränderten Arbeitsform vermehrt debattiert werden.

Die Jungen wollen offensichtlich nicht länger für die Partner zu jeder Tages- und Nachtzeit erreich- und einsetzbar sein.

Ob es Änderungen braucht, wird die neue Personalchefin von EY Schweiz beantworten müssen. Sie ersetzt den Bisherigen, bei dem es sich um einen der letzten Gefolgsleute von Ex-CEO Marcel Stalder handelte.

Kommentare

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  1. Nur Bonus bonus bonus ohne Überstunden… und wenn Überstunden, dann mit extra Entschädigung. Wollt ihr Jungen EYs erfolgsorientiert arbeiten oder als Stundensklave enden?

    • Bei EY gibt es für Consultants und Senior Consultants – also etwa für die ersten 5-6 Jahre nach Studium – keinen einzigen Rappen Bonus.

  2. Zur Beratung von Arbeitsrecht und Personalmanagement kann ich EY gar nicht empfehlen. Die kennen das Arbeitsrecht nicht oder wenden es intern falsch an. Ganz schlecht, Leute 😉

    • EY kennt das Arbeitsrecht ganz genau. Intern wird es sich zurechtgebogen und nach aussen tun sie so als würden sie alles korrekt machen.

  3. Vor ein paar Jahren war die Sache bei EY klar:
    Wir haben jede Stunde aufgeschrieben. Meistens um die Projekte profitabler darstellen zu lassen einen Teil auf das Projekt, den Rest auf Interne Codes.
    Überstunden wurden anstandslos ausbezahlt oder kompensiert – es gab ja auch immer ruhige Zeiten, da hat man sich halt mal einen Tag oder ein paar Nachmittage an den See gesetzt oder besser noch für den WP gelernt.
    Da es ja kaum Bonuszahlungen gab, waren die Überstunden eigentlich ein Bonus. Habe mir die Zahlen angeschaut, im ersten Jahr waren es bei mir knapp unter 10000 Franken, im 2.-4. Jahr jeweils zwischen 10-20`000 Franken. Man muss auch erwähnen, dass meine Gesamt-Vergütung in keinem der Jahre über 100`000 lag, wir haben also nicht im Luxus geschwelgt.
    Ich verstehe nicht, warum EY von diesem bewährten Modell abweichen will und nun solche „Schummeleien“ machen möchte. Aber ich verstehe eh die EY-Politik der letzten Jahre nicht mehr.

  4. Verdammte Junioren – dabei basieren die Partnerberatungen doch auf der Wertschöpfung aus billigen, willigen Absolventen die im Audit beim Kunden verheizt werden.
    Wenn die Jungen sich nicht mehr ausnutzen lassen – wer zahlt dann die Partnergagen?

  5. Als Jurist kann ich den Betroffenen nur raten, sofort den Fall bei der Rechtsschutzversicherung zu melden und/oder einen Anwalt einzuschalten.
    Angriffspunkte sind:
    – Missbräuchliche Kündigung
    – Verletzung ArG Höchstarbeitszeit, Fürsorgepflicht usw.
    – Urkundenfälschung
    Vor allem aber: Zusammen schliessen. Wenn es ein Muster gibt, dann hat EY ein massives Problem. Da sind sogar strafrechtlich Verurteilungen von einzelnen Personen oder der Unternehmung möglich.

    • Es gibt ein Muster.

      Es sollten sich alle die etwas dagegen machen wollen bei Herrn Hässig melden. Allerdings muss jeder dann auch mit einer Kündigung rechnen.

    • @@Jurist
      Rachekündigungen sind aus verschiedener Sicht keine gute Idee:
      – bis zu 6 Monatsgehälter extra wegen missbräuchlicher Kündigung
      – Zusätzlicher Medialer Druck (Kündigungen lassen das nochmals massiv eskalieren)
      – Verschlechterung Rechtsposition vor Gericht (Richter sind auch nur Menschen und finden so ein Verhalten überhaupt nicht lustig)

    • @Jurist
      Also so juristisch kommt Ihre „Empfehlung“ für mich nicht daher. So gibt es z. B. die Kündigungsfreiheit. Weiter vermischen Sie zwei sachlich getrennte Rechtsgebiete und ermutigen zum Zusammenschluss (Sammelklage?. Hoppla und au wei, au wei.

  6. Damit hat EY ihren Ruf als seriöse Prüfgesellschaft komplett ruiniert. Wie soll ein Prüfer die Einhaltung von Vorschriften verlangen wenn sie selbst die einfachsten Vorschriften im Arbeitsrecht verletzen und ausnutzen. FINMA sollte sich überlegen ob so eine Firma noch unabhängige und korrekte Prüfungen durchführen kann.

    • EY ist doch bereits ruiniert, seit 2015 Testate erteilt bei Wirecard, obwohl die seither übelsten Bilanzbetrug nicht aufdeckten, offenbar war EY das Mandat samt Einnahmen wichtiger – Betrug ist nun aufgeflogen, Wirecard pleite…

  7. Meiner Meinung nach soll der Junior Consultant einfach gehen.. Mit dieser Aktion, dass er zum LH rennt, schadet er auch sich selbst.. wer zur Hölle macht einen Karriereeinstieg als Consultant, um vom positiven CV zu profitieren und dann den AG schlecht redet, damit sein CV geschadet wird? Nicht so wirtschaftliches denken

    • Es heisst „Arbeitsgesetz“ und nicht „Unverbindliche Vorschläge zur Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen“.
      Und EY soll sich einfach an die Regeln halten. Dann gibt es auch keine schlimmen Storys auf IP.
      Aber EY hatte ja auch den Eindruck, dass das Opfer und Hässig an den schlechten Schlagzeilen im Falle des Sexual Harassments schuld waren.
      In dem Laden scheint man unter Realitätsverlust zu leiden.

    • Willkommen im Jahre 2020. Warum soll das Opfer gehen? Wenn Leute gehen sollen, dann diejenigen, die gegen das Arbeitsgesetz verstossen.
      Carmine Di Sibio, clean up EY Switzerland, now!

  8. Das ist eine Konsequenz der Personenfreizügigkeit – aber die brauchen wir unbedingt! Es gibt so viele Bewerber, die für noch weniger kommen würden, dass EY seine Juniors wie Sklaven behandeln kann, recht so, die Jungen sind ja sowieso so verwöhnt… Wir brauchen die offenen Grenzen, damit ja alle Arbeitnehmer endlich zu Sklaven werden und wir wieder Poverty Poverty Knocks singen können und wie Heringe zusammengepfercht auf kleinstem Raum leben müssen – das brauchen wir unbedingt, für die Zukunft der Schweiz!!! (und PS: die SVP ist wirklich sooo böse mit ihren Initiativen).

  9. WP korrekt zu machen ist bei der Komplexität der heutigen Standards gar nicht mehr möglich. Die „Indianer“ sind auf der untersten Ebene und machen die „Dreckarbeit“ mit tiefem Lohn und „schwarzer“ Arbeitszeit. Diese Branche ist kaputt. ExpertSuisse ist seit Jahren Handlangerin der RAB, welche wie ES von speckigen Regulierungs-Beamten geprägt ist. Diese Sesselfurzer bewegen sich nicht und leben auch in Covid-19 Zeiten von der Regulierung, die sie meisterlich bis zum Tüpfelchen auf dem i ausleben. Danke für die Aufmerksamkeit.

  10. Ist bei PwC das gleiche.

    Seit Beginn der Covid-Krise dürfen keine Überstunden gebucht werden. Dennoch wird Gratis-Arbeit von Mitarbeitern verlangt und gleichzeitig mit Kurzarbeit vom Staat kassiert.

  11. Unsere bankengesetzliche Revisionsstelle ist EY. Jedes Jahr werden akkribisch Kreditanträge beurteilt. Kleinste Abweichungen von Prozessen werden bemängelt und hochgekocht.
    Gleichzetig lese ich hier permanent unglaubliche Stories über diese Firma, oft im dunkelgrauen Bereich der Legalität: Sexual Harrassment, Lapdance und jetzt auch noch klare Verstösse gegen das Arbeitsrecht. Im Ausland ist gerade Wirecard zusammen gebrochen, wo die ganze Bilanzsumme plötzlich verschwunden ist. Trotz 10 Jahre Revision durch EY.
    Bin ich denn der einzige, der sich hier verarscht vorkommt?

    • @Fimenkündeler: du bist dir bewusst, dass dein Arbeitgeber auch noch dafür bezahlt, dass EY dir auf der Nase herumtanzt?

    • Nach Aussen zeigt sich eine Firma oftmals besser, als es hinter den Kulissen tatsächlich ist. Wenn die Prüfungsergebnisse Stimmen und das vereinbarte Honorar nicht explodiert sind die FSO-ler und Sie als Kunde zufrieden. Man muss Stefan Rösch nun Zeit geben zum Aufräumen. Problem dabei ist, dass er nicht zaubern kann und schlussendlich EY USA durch ihre Mentalität und Vorgaben in den Ländern solche Situationen wie in der Schweiz bewusst steuern.

  12. Bei den Big4 gibt es Spielregeln (Networking), wer die nicht kapiert, gehört halt zu den neunzig Porzent, die keine Zukunft haben. Wer haber nach den Spielregeln spielt, macht Karriere und der Bonus deckt die allfällige Überzeit. „Take it or leave it“

  13. Zu meiner Jungspundzeit (es ist leider gegen 50 Jahre her) sprach niemand von Überzeit. Wenn Not am Mann war, z.B. vor den eigenen Ferien, erledigte man was zu erledigen war, manchmal bis 2200. Das war Ehrensache, es gab weder Stechuhren noch Ueberzeitformulare. Dieser Leistungswille (andere würden wohl sagen diese Ausbeutungsbereitschaft) scheint heute Mangelware zu sein. Dafür hatte man einen (fast) sicheren Job und guten Verdienst.

    • Einfach mal aus der Praxis: Ein Revisionsassistent im 1 Jahr bei EY verdient gut 30-40% weniger als ein Primarlehrer im 1. Jahr im Kanton Zürich. Und die jährliche Lohnerhöhung beim Primarlehrer ist höher.
      Wundert es da, dass die Leute streiken, wenn sie auch noch Überstunden umsonst leisten sollen?

    • Werter Herr Stamm, es ist jedoch heute so, dass die Arbeitgeber die alte implizite nicht geschriebene Abmachung, die Sie erwähnen („Dafür hatte man einen (fast) sicheren Job und guten Verdienst.“) gekündigt haben.
      Es gibt Abbaurunden auch wenn die Firma noch Gewinn macht, Mitarbeiter werden entlassen um billigere Jüngere aus dem Ausland einzustellen. Dies um Gewinn zu maximieren oder den eigenen Bonus zu sichern.

      Die Retourkutsche ist aus meiner Sicht: Verhältnisse wie im Ausland (zB: Dienst nach Vorschrift), schlechtere Qualität in der Arbeit und langfristige Erosion der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.

      Ich persönlich sehe es nicht so, aber einige ältere Semester in meinem Bekanntenkreis monieren, dass die Wirtschaft in der Schweiz keinen sozialen Nutzen mehr für Schweizer bietet. Das ist ein bedenklich, weil sie immer wirtschaftsfreundlich abgestimmt haben. Sie fühlen sich verraten.

    • Realist: Die Staatsangestellten, ob Lehrer oder andere, sind meist gut gebettet mit weitgehend sicheren Stellen. Etliche davon sind vielleicht sogar zu gut gebettet. Neulich konnte man ja lesen, dass das Bundesqualifikationssystem zwangsläufig zu Lohnerhöhungen führt weil kein Chef sich getraut ungenügend oder auch nur mittelmässig (resp. genügend) zu qualifizieren. Bei EY, Banken und Versicherungen findet das gut Verdienen nach einer gewissen Durststrecke statt, wie Sie sagen. Die muss man halt ertragen. Leider, aber das war vor 40-50 Jahren auch nicht andres.

    • Grumpy O. B.: In der Tat, die Sache ist keine Einbahnstrasse nur für den Arbeitnehmer, der Arbeitgeber muss sowas honorieren durch Treue seinerseits dem Mitarbeiter gegenüber. In KMUs mag das noch weitgehend der Fall sein, in Konzernen und Grossbetrieben, die meist angelsächsisch beherrscht sind, zählen nur noch Gewinn und Boni. Wir lesen das fast täglich in den Zeitungen. Eigentlich erstaunlich, dass immer noch Zehntausende/a zuwandern. Es scheint im EU-Ausland noch bedenklicher zu stehen.

  14. Das Kapitel EY ist vermutlich bald erledigt nach dem die Klagewelle von Wirecard- Aktionären ihren Anlauf nimmt. Da wird nicht mehr viel übrig bleiben nach dem EY unbeschränkt gegenüber den Aktionären haftet. Viel Spass!

  15. Egal ob pwc, granth tornton (dort seit es angeblich noch schlimmer), ey oder deloitte. Diese Industrie ist und bleibt eine zitronenpresse für die jungen!

  16. Es gibt Anwälte mit dem Spezialgebiet „Arbeit“. Eine Stunde Beratung sollte für das Erste einmal reichen und kostet um CHF 300. Gut investiertes Geld, finde ich.

    • Das Arbeitsinspektorat interessiert sich dafür leider nicht. Als ich damals inkl. Auszug aus Mercury (Stundenerfassung) die Verstösse gemeldet habe, erhielt ich lediglich untenstehende Reaktion. Mit dem Verweis, dass man als Hinweisgeber kein Verfahrensbeteiligter ist enden alle Verfahren gegen so eine gut vernetzte Organisation wie EY.

      Gerne gehen wir Ihrem Hinweis nach und klären die Umstände im Detail ab. Selbstverständlich wird Ihr Hinweis anonym behandelt, weshalb wir Ihnen leider auch keine Rückmeldung geben können.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Holzer

      Kanton Zürich
      Volkswirtschaftsdirektion
      Amt für Wirtschaft und Arbeit / Arbeitsinspektorat

  17. War bei UBS WM an der Tagesordnung. Wer aufbegehrte wurde “gecoacht” – auf Befehl vom Oben gab es keine Überzeit, die Manger peitschten, das Volk folgte oder wurde gegangen. Alles compliant und dem Papier-Ethik-Kodex folgend. Wer was anderes wagte, war draussen. Kultur der Angst, Profit der wenigen Karrierekorporäle – up or out!

  18. Zu lange arbeiten ist massiv gesundheitsschädigend. Der Arbeitgeber muss seine Fürsorgepflicht wahrnehmen.
    Offenbar braucht EY dringend einen Besuch durch die Behörden.

  19. Ich habe früher auch in einer grossen Beratungsfirma gearbeitet und kann das sehr gut nachvollziehen. Keine Frage.
    Aber machen wir denn nicht bei unseren aktuellen (oder früheren) Arbeitgebern die gleichen Erfahrungen? Du sollst offiziell nicht mehr als max. 45 Stunden arbeiten, besser wären natürlich 42 Stunden. Aber wegen personeller Unterbesetzungen, Termindruck, persönlicher Einstellung, zu vielen Projekten etc. geht es einfach nicht unter den vorgeschriebenen 42 Stundensatz, also arbeitetest du viel mehr, gibst max. 45 Stunden ein und streichst dir die anderen Stunden, wöchentlich, monatlich, jährlich ans Bein und korrigierst deine Arbeitszeit entsprechend damit du ja keine Minute darüber bist, sonst wird ein Alarm ausgelöst, es muss ein Reporting ausgestellt werden usw. usf. Rechnet man dann mal seinen tatsächlichen Stundenlohn aus, wird es ganz düster. Ach ja und wenn du dann zu teuer wirst (Alter – Abgaben), bekommst auch noch das Geschenk in Form der Kündigung.

  20. Das ist gang und gäbe. Alles immer mündlich. Bei den Seniors ist es einfach, weil bei denen im Vertrag steht, Überzeit sei mit Lohn abgegolten. Und die Auftraggeber wollen diese Stunden ebenfalls nicht bezahlen.

    • In den Arbeitsvertrag kann man reinschreiben, was man will, das bringt überhaupt nichts. Überzeit ab 45 Stunden, abzüglich 60 Stunden pro Jahr muss bezahlt werden.
      Da ist das Arbeitsrecht knallhart und eindeutig.
      Und Anweisungen zur Fälschung von Zeiterfassung („Überstunden dürfen nicht aufgeschrieben werden“) sind schlicht und ergreifend ein Fall für die Staatsanwaltschaft und werden empfindlich bestraft.

  21. Zuviele aufgeschriebene Stunden auf dem Projekt drückt im Controlling die Profitabilität gewaltig, respektive führt zu negativen Gewinnbeiträgen.

    So etwas will weder der Projektverantwortliche sehen, noch die oberste Leitung, welche die Resultate im internationalen EY Netzwerk rechtfertigen müssen.

    Deshalb ganz wichtig: NIE mehr Zeit aufschreiben als in der Offerte geplant wurde.

    • … wenn man bei EY die Stunden nicht auf ein Projekt buchen darf, sollte man wenigsten die Stunden auf Admin buchen dürfen. So würde es kein Problem gebe. Jedoch ist auch das sehr oft ein Thema. Zu viele Admin Stunden bedeutet zu viel Personal und zu viele Stellenprozente. Deshalb oft die Anweisung der EY Vorgesetzten das Stunden nicht erfasst werden dürfen.

  22. Wenn ich eine Firma hätte und mein CEO würde auch nur einen Berater zwecks Strategie anstellen so würde ich den CEO hochkantig rausschmeissen!
    Fallbeispiel McKinsey/Swissair: Hunterstrategie; Kosten ca. 100 Mio. Ergebnis= Totalabsturz.
    Noch Fragen?
    Liebe Grüsse auch an die EY Sklaven 🙂

  23. In der EY geht es auch darum, dass wenn zu viele Stunden auf ein Mandat erfasst werden, reduziert sich die Marge. Dies hat dann wieder Auswirkungen auf den Partner, da er sich rechtfertigen muss, warum sein Team schlecht gearbeitet hat.
    Leider werden Offerten immer mehr viel zu tief abgegeben, damit man das Mandat erhält. Bei LSE’s hat man zum Teil bis zu 70% Marge. Bei grossen geht es oft Richtung Null und dies ist bereits bei der Offerierung klar. Später ist dies uninteressant und das Team muss sich rechtfertigen.
    Dann lieber Stunden nicht erfassen, damit das Mandat besser dar steht.

    • Diese Stunden hat man dann früher auf Interne Projekte gebucht. Geht das heute etwa nicht mehr?

    • @Ehemaliger
      Nein, das geht nicht mehr. Wenn zu viele interne Stunden gebucht werden, heisst es im Umkehrschluss das es weniger Stellenprozente braucht. Jedoch bleibt die Menge der Arbeit bestehen. Oben werden aber nur die Zahlen und Erfolge gesehen.

  24. Leistungsbereitschaft und Firmenkultur ist das eine, Arbeitsrecht das andere. Wenn ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter anweist oder auch nur Druck ausübt gegen geltendes Gesetze zu verstossen, dann hat das nichts mit Firmenkultur zu tun, sondern eine strafbare Handlung. Was diese Managerlis offensichtlich nicht wissen ist, dass sie dafür auch persönlich haften.

    Das einzige was man machen kann, sich nicht ausnutzen lassen und gegebenenfalls den Arbeitgeber wechseln und wenn man möchte den Arbeitgeber anzeigen und sein Recht einfordern.
    Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass ein regelrechter Klüngel besteht (man ist sich aus anderen „Vereinen“ verpflichtet und ergeben), der sich bis in die Gerichte hineinzieht. Aber glücklicherweise sind die meisten Arbeitgeber extrem risikoscheu, wenn es um Gerichtsurteile geht und zahlen die geleisteten Überstunden auch ohne Urteil aus.
    Wenn sich die EY Nachwuchsstars zusammentun, dann können sie sich auch einen Spass daraus machen und ein Urteil erzwingen. Allerdings hinterlässt man so verbrannte Erde, das sollte einem klar sein.

  25. Apropos Quali: Schafft mal die unsäglichen Jahresendbewertungen ab. Diese sind nie und nimmer neutral, haben zudem mit der Performance selten was zu tun. Es ist lediglich die Möglichkeit für Vorgesetzte und ihre Spitzel dem lästigen Mitarbeiter eines auszuwischen.
    Auch EY soll sich bezüglich Stunden und Sonntagsarbeit an unser Arbeitsrecht halten.

  26. Den Kunden freuts… weniger Stunden in Rechnung gestellt bzw weniger mühsame Feenachverhandlungen 😊. Glaube nicht, dass EY so dumm ist sondern eher dass es hier um die Adminstunden geht. An die armen EY Berater: geht aus dem Büro, wenn ihr nichts zu tun habt – zB. nach draussen, es ist schönes Wetter! Die sog. Insiderinfos könnt ihr auch noch in der Nacht an LH schicken…

    • In der Beratung werden nicht Stunden sondern Tage verrechnet.
      Es ist eine Ausbeuterbranche Hoch 3. Ein Ponzi-Scheme.

  27. Es ist leider nicht so, dass dieses Vorgehen nur EY-Juniors betrifft, sondern generell bei allen grossen Firmen „Sklavenverträge“ bestehen. Externe Mitarbeitende/Freelancers dürfen lediglich 8,4h/Tag verrechnen, jedoch „müssen“ sie täglich mehr Arbeit leisten, um ihre Aufgaben zu erledigen.
    Grund, Sparmassnahmen auf Kosten der Arbeiter und zu Gunsten der Chefangestellten!

    • Kluge Outsourcer geben sich nicht mit dem cap zufrieden, ab 1-2 Stunden mehr pro Tag wird in Rechnung gestellt. Selbstverständlich mit ok des Kunden.

  28. Zum Krach kommt es ja meist nur wenn Einiges schon in Schieflage geraten ist und nicht mehr stimmt, nicht nur die Zeitmessung.

    Zur Sache: Wenn Überstunden nicht kompensiert werden können müssen sie bezahlt werden. Denn Arbeit ist ja die Zeit des Arbeitnehmers gegen das Geld des Arbeitgebers, ein einfaches Geschäft. Wenn die Zeit nicht bezahlt wird, wieso soll der Arbeitnehmer dann arbeiten? Der Arbeitgeber rechnet diese Zeit sicher dem Kunden ab. Wenn er mit dem Kunden Pauschale abgemacht hat ist nicht der Arbeitnehmer dafür verantwortlich. Der Chef muss hier halt richtig organisieren.

    Ich, 56 Jahre alt und Geschäftsführer, finde die Haltung der Jungen in diesem Punkt völlig in Ordnung. Ich habe leider auch viel zu viele unbezahlte Überstunden gemacht in jungen Jahren, gedankt hat es mir niemand.

  29. Kenn ich zu gut, war auch bei den Big4 und wusste nicht wie ich die Überstunden aufschreiben soll, wo ich am Abend oder in meiner Freizeit angehäuft hatte. Und das waren nicht wenige…Oder wann ich einfach frei mache (war ja immer auf Projekten überbucht). Ist schon ein Problem dort..v.a. bei Juniors…. Für den tiefen Junior Lohn lohnt es sich nicht…

  30. Derzeit ist es in vielen Unternehmen nicht angezeigt, von den einen Mitarbeitern Überzeit zu verlangen während für andere vom Staat Kurzarbeitsentschädigungen einkassiert werden. Das könnte Fragen aufwerfen.

  31. Tja ihr lieben karrieregeilen EY Nachwuchsstars. Wenn ihr was erreichen wollt, müsst ihr halt auch was leisten. Ihr seid sicher FDP Wähler, weil ihr Euch so wirschaftsfreundlich und liberal haltet, aber die Nachteile wollt ihr doch nicht in Kauf nehmen. Stimmt doch für Papi-Ferien, gegen die BGI und schliesst Euch Gewerkschaften an. Euer Nachfolger aus dem billigen EU Raum wird es Euch danken.

    • … diese Aussage kann nur jemand machen der nicht betroffen ist. Sicherlich gibt es Personen wie von dir beschrieben, aber etliche EY Juniors denken nicht so und machen sehr viel für die Mandate, aber nicht weil sie „karrieregeil“ sind.
      Man reisst sich den A…. auf, um die Termine einzuhalten. Es fehlt oft an (qualifizierten) Personal.
      EY verspricht gerne viel und wenn es soweit ist, wird auf einmal eine neue Struktur initiiert oder aus fadenscheinigen nicht belegbaren Gründen wird man nicht befördert. Das betrifft alle Mitarbeiter. Das man dann nicht glücklich ist, wenn man seit Jahren Überzeit leistet und vorwärts kommen will und dann einen A….tritt bekommt können viele nachvollziehen.

    • werte/r EYler, es überrascht mich, dass Sie noch nicht begriffen haben, dass man NICHT mit überstunden/fleiss ‚vorwärts‘ kommt…. dass Sie das glauben ehrt Sie, aber eben….

      ps: haben Sie sich VOR jobbeginn über EY informiert? in der consulting branche ist es seit menschengedenken so…

  32. Ich gehe mal davon aus, dass diejenigen EY-Partner, welche (Junior-) Mitarbeitenden verbieten, angeordnete Überstunden zu registrieren, das Arbeitsrecht nicht wirklich kennen und insbesondere keine Kenntnis von der Tatsache haben, dass sie sich mit ihrem Tun persönlich strafbar machen.

    Unter angeordnete Überstunden fallen natürlich auch solche, die mit Sprüchen wie

    a) „es wird solange gearbeitet, dass der Bericht am Tag X fertig ist“

    b) „bei uns wird von einem engagierten Berater erwartet, dass er auch mehr als die vertragliche Arbeitszeit leistet“

    c) „Überstunden sind im Bonus schon mitenthalten“

    ohne entsprechende schriftliche Dokumentation eingefordert werden.

    Übereinstimmende Zeugenaussen von betroffenen (Ex-)Arbeitnehmern reichen vor Arbeitsgericht völlig, um diesem Unwesen das Handwerk zu legen.

    • Und genau aus diesem Grund sind auch bereits Strafanzeigen gegen die erwähnte Personalchefin hängig. Sie ist nämlich nicht die Lösung sondern die Ursache des Problems.

    • Das Problem: EY geniesst in der Schweiz bis weit in den politischen und juristischen Filz hinein ‚Artenschutz‘!

  33. Wohl oder Übel wird sich auch eine EY bewegen müssen. Vorbei die Zeit wo sich die Partner über Gebühr auf Kosten des Nachwuchs bereichern konnten. Da macht der Grossteil der jüngeren Generation nicht mehr mit. Leistung ja, aber mit fairer Behandlung. Sonst bleiben halt die Talente weg und nur noch ein Bodensatz ohne Alternative bleibt. Das werden die Kunden aber merken und darauf reagieren.

  34. Alles entspricht der Wahrheit. Aufgrund von Fehlplanungen und teils zu wenig (qualifizierten) Mitarbeitern kommt es regelmässig zu langen Tagen und Wochenendarbeit. Die Erfassung am Samstag wird akzeptiert, aber Sonntag nicht. Wenn am Sonntag gearbeitet werden muss darf die Stunden NICHT erfassen rsp. in der kommenden Arbeitswoche. Allerdings hat man dann wieder Überzeit und die laut Gesetz 100% sonntags Aufschlag fällt weg. Diese Anweisungen wurde aber erst in 2019 verschärft, nachdem es immer wieder Probleme mit der Erfassung und dem Departement für Arbeit des Kantons gab. Diese Anweisen sind bei EY normal und gehören dazu. Sie werden immer nur mündlich getroffen und wie im Artikel erwähnt, wer sich dagegenstellt fliegt. Auch wenn man sich allgeim einsetzt für besseres Arbeiten und optimierte Prozesse wird man vom ChefIn gemobbt bis man selber geht oder wird entlassen.

    • Wenden Sie sich bitte an das Amt für Wirtschaft und Arbeit – Arbeit und Arbeitsinspektorat:
      arbeitsinspektorat­@vd.zh.ch
      +41 43 259 91 00
      Montag bis Freitag
      8 bis 12 Uhr und
      13 bis 16 Uhr
      Die helfen Ihnen gerne.

    • @Kündigung erhalten:
      Ihre Aussage kann ich zu 100% bestätigen.
      Zusatz: Die Sonntagsarbeit darf nicht erfasst werden, weil hierzu eine Bewilligung inkl. guter Begründung, vom SECO beantragt werden müsste.

    • @Meier, Hans
      Eine Meldung wurde bereits gemacht und es gab keine Reaktion. EY ist dort bekannt und deshalb gab es im vergangenen Jahr auch immer wieder neue Anpassungen. Was „mündlich“ vorher normal und vorgegeben war wurde auf einmal „schriftlich“ verboten. Wie z.B. die Sonntagsarbeit.

      @Revisior
      Ihr Zusatz ist korrekt. Jedoch war dies lange bei EY kein Thema. EY Reglement: „4.1.1 Normal working hours
      The normal number of weekly working hours is 42. The working week consists of
      five days from Monday to Friday.“

      E-Mail an Mitarbeiter:
      Mario Vieli (eh. Head Talent) und Christophe Marcley (General Counsel) vom 26. September 2019
      „Accrual of overtime: OT shall only be performed and accrued when mandated by the Partner / Director in charge of the work being executed. It is the employee’s duty to inform his/her Counselor in writing. Chargeable OT is – by definition – considered as mandated if the full timesheet for the week consists of chargeable hours.“

      = Dies schliesst Sonntagsarbeit ein. Es wird nichts bei der SECO beantragt. Es reicht der Auftrag vom Vorgesetzten oder eine Mail an diesen, dass man Überzeit/Sonntagsarbeit leisten muss. Die Mails werden dann einfach bestätigt. Das war es dann.

      Des Weiteren hat das EY bezüglich einzelner Bereich eine Sondervereinbarung mit der AWA (oder einer anderen Institution) das „alle“ Mitarbeiter, welche unter diesem Bereich laufen „keine“ separate Stundenerfassung machen müssen. Heisst: Es wird eine ohne Pausen im interen System „Mercury“ gemacht, aber die separate, welche für alle anderen Mitarbeiter gilt, müssen diese Kollegen nicht machen. Hier spreche ich von einer digitalen zweiten Erfassung, in welcher jede Pause mit erfasst werden muss.

    • Was Sie hier beschreiben ist ganz klar wiederrechtlich. EY kann nicht einfach Sonntagsarbeit anordnen, dazu braucht es eine Genehmigung!
      Ich kann nur raten: Nehmen Sie Kontakt auf mit Lukas Hässig. Er kann Ihnen sicher weiter helfen und im Zweifel auch Druck machen bei den Behörden.

  35. Zur Einordnung:
    In der Revision arbeitet man während der „Busy Season“ unter der Woche (Wochenende sind meist „heilig“) praktisch rund um die Uhr und hat keinen Tag frei – so ab etwa November bis April. Es ist wichtig, dass man dann Überstunden aufschreiben kann und dann während der „Low Season“ kompensieren kann. Sonst ist der Job nicht zum aushalten.
    Warum will Ernst & Young dieses eingespielte, über Jahrzehnte gewachsene Modell nicht akzeptieren? Wer soll denn noch den Job machen, wenn man dann in der „Low Season“ plötzlich auf Beratungsprojekte eingesetzt wird? Das senkt langfristig auch die Qualität.

    • … vermutlich hat EY immer mehr Probleme mit der AWA.
      Niemand kontrolliert die Überstunden, ob diese korrekt erfasst wurden. Die Kollegen die viel Arbeiten, gerade während der Busy Season, werden durch Kollegen wie folgend, benachteiligt. Aus solchen Gründen entstehen dann Anweisungen wie im IP Bericht beschrieben.
      Bei EY wird sehr viel Zeit aufgeschrieben, obwohl nicht gearbeitet wurde. Dies kostet EY hunderttausende im Jahr. Das System würde funktionieren, wenn nicht z.B. Kollegen Ü-Stunden erfassen, obwohl nicht geleistet und das nur, weil man kein 13. gezahlt wird und man sich so selbst einen Bonus geben kann. Ich kann nun nicht näher darauf eingehen, aber der Partner für die die EA arbeitete hat diese „Ü-Erfassung“ wissentlich erlaubt. Dies sind rund 10-15k jedes Jahr.

    • @loomit: Es geht hier um das Einhalten der Gesetze, wie das Arbeitsrecht und das Arbeitsgesetz.
      Dies wird von MCDonalds und von EY, sowie von allen Arbeitgebern in der Schweiz erwartet. Ihr Vergleich entbehrt jeglicher Sachlichkeit.

    • @ nicht loomit: vielleicht mein loomit die Jungen sollen einmal ihre tatsächlich gearbeiteten Stunden durch den Lohn dividieren. Das Resultat könnte evtl. unter dem Stundensatz von McDonald’s liegen…..

    • Loomit ist ein deutscher Graffiti-Writing-Künstler. Seine Karriere begann 1983 in Buchloe, wo er den Wasserturm bemalte. Nach seinem ersten Gerichtsverfahren 1984 verwendete er das Pseudonym Loomit

  36. War zu meiner Zeit in dem Laden schon so, da gibt sich die ganze ‚Beratungswelt‘ nichts. Insofern eine richtige Erkenntnis – irgendwann ist es einem einfach zu blöd, für diese Möchtegern-Superhelden die „Nutte“ auf Abruf zu sein.

  37. Jetzt fängt das Warmduschen schon bei den Beratern an!? Alter! Gebt denen sog. „Kaderverträge“ zu gleichen Konditionen, dann ist Ruhe im Karton.

  38. Das klingt jetzt zwar nicht wirklich sozialistisch, aber bei Beratern war das schon immer so – es gibt fette Startgehälter und die Chance auf schnelle Karrierewege bis hoch in die Partnerschaft, aber dafür muss quasi das eigene Leben für die nächsten Jahre aufgegeben werden.

    Muss man das so lassen? Ich denke von aussen kann es kaum beeinflusst werden, da die meisten freiwillig mitspielen; die Mitarbeiter könnten ja Gewerkschaften beitreten oder anonyme Meldungen an die SECO schicken, tun sie aber nicht.

    Nimmt man noch dazu, dass die Rookies in vielen Fällen tatsächlich (wie im Fall Bain bei der PostFinance berichtet) zu Kunden geschickt werden um dort mittels Bildli-Malen Jobs zu beenden und dabei kaltlächelnd jeden ins Visier nehmen der nicht 150% performance zeigt, dann kriegt der Schrei nach Überstundenbezahlung nochmals einen ganz eigenen hypokritischen Touch.

    • fette Gehälter?? Also bei den Big-4 sicher nicht – da verdient man über alle Levels hinweg weniger als in der Industrie. Ein neuer Partner bei EY hat niedrigere total comp als ein ED in einer Bank. In Wahrheit ist Beratung ausserhalb McK/BCG/Bain (da ist es immer noch okay) die totale Verarsche der Mitarbeiter.

    • @ Verschörungstheoretiker: Wenn sämtliche Mitarbeiter verarscht werden, wie Sie schreiben, INKLUSIVE Partner, dann stellt sich die Frage: wohin geht das Geld? Löst es sich in Luft auf?

      Oder ist es etwa so, dass diese Beratungsunternehmen so schlecht gemanagt sind, dass grundsätzlich keine Gewinne anfallen? Also dass jeder jeden verarscht, und nur die Kunden profitieren???

  39. Das Arbeitsinspektorat sollte sich dringend dieser Sache annehmen. Das Vorgehen scheint nicht legal zu sein.
    Nur zur Erinnerung: Ein Revisionsassistent oder Junior verdient keine Reichtümer. Da reden wir von vielleicht 70‘000 oder 80‘000 Franken und kaum Bonus. Überstunden sind da wichtig.

    • Ein Revisionsassistent / Junior arbeitet auch nicht, um heute reich zu werden, sondern er investiert seine Zeit in eine gute Ausbildung, und kriegt genug Geld zum Leben.

      Wer in dieser Branche dieses Prinzip nicht verstanden hat, aber immer noch dort arbeitet, ist definitiv fehl am Platz!

  40. Ein Betrug bringt den andern.
    Fallacia alia aliam trudit.

    Terenz (195 – 159 v. Chr.), eigentlich Publius Terentius Afer, römischer Dichter und Lustspielautor

  41. Nur der Betrug entehrt, der Irrtum nie.

    Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

    Quelle: Lichtenberg/Kries (Hg.), Georg Christoph Lichtenberg’s vermischte Schriften, nach dessen Tode gesammelt und hg. von Ludwig Christian Lichtenberg und Friedrich Kries, 9 Bde., 1800-1806 (neue Ausgabe in 5 Bänden 1817). Auffrischung eines veralteten Gemäldes. Ein Gegenstück zum animalischen Magnetismus. Göttinger Taschen Calender 1790

  42. Kürzlich eine unglaublich schlechte Qualifikation? Qualis finden wohl am Jahresende respektive im November statt – so kürzlich kann das nicht gewesen sein.

    Aber Luki ich hatte letztes Jahr auch keine Top Quali Bewertung, kannst Du bitte auch einen Bericht bringen? Als Grund kannst Du Dir irgend ein Versagen meines Managers aussuchen, ich war bestimmt nicht Schuld daran.

    • @Fake News:
      Zu Ihrer Information: Gross-Konzerne wie EY haben in der Mitte des Jahres eine sog. Zwischenqualifikation.

    • Bei EY endet das Geschäftsjahr per 30.6. Und der Year-End-Review findet im Frühling statt, ein ewiger Prozess, der nur so von Subjektivität strotzt.
      Und ich kann den Rest des Sachverhalts nur bestätigen. Der Hässig hat wieder mal völlig Recht.
      Wie schon beim Lapdance-Fall und „Show me your Assets“.

  43. Wir haben früher auch Überzeiten gemacht und nicht kompensiert. Dafür ist man rascher befördert worden. Mit dem heutigen überregulierten Arbeitsmarkt und dem linken Seco (zum Glück ist der Gaillard jetzt weg) ist es für die Firmen nicht mehr einfach. Und diese neue verweichlichte und arrogante Generation X / millennials, die höhere Ansprüche haben, als sie zu liefern vermögen, bekunden immer mehr Mühe.

    • Bei EY heisst „schnelle Beförderung“, dass man im Schnitt nach 3 Jahren vom Consultant zum Senior Consultant befördert wird und mit der „Beförderung“ eine Lohnerhöhung von 4000 Franken (pro Jahr) einhergeht. Bonus gibt es übrigens keinen. Wobei: Kannte mal einen Consultant, der 2000 Franken „Sonderbonus“ erhalten hat. Weil er fast 2 Jahre jeden Tag in einem Loch ohne Fenster in Genf gehockt ist und von Morgens bis spät Dinge geschwärzt hat.
      Dabei wird oben bei den Partnern abgesahnt.

  44. Es hat sicher niemand etwas dagegen, viel zu arbeiten. Aber sicher nicht umsonst. Ein solcher Arbeitgeber wird in kürzester Zeit keine guten Mitarbeiter mehr finden/haben.

  45. Ich will dem Betrug seinen Rang nicht nehmen. Das hieße die Welt schlecht verstehen. Ich weiß, daß er sehr oft nützliche Dienste geleistet hat und daß er die meisten Stände der Menschen nährt und erhält.

    Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

  46. Naaaja. Alle jahre nal wieder

    Habe meine tour de big4 such 7 jahre mitgemacht

    Da hiess es bei deloitte in 2009: keine ü-zeit mehr, resultat: klagen die sich ausergerichtlich gerinig hatten
    2012 pwc: das gleiche wie auch anno 2017 bei ey

    Es wiederholt sich. Verstehe die jungen gut aber irgendwie doch verweichlicht. Beratung lebt halt vom human capital die die jungen bei projekten bei banken etc ausbilden lassen u. Dafür auch bissle was verlangen name s einsatz

  47. Wirecard und das Totalversagen von EY lässt grüssen…
    Das Schneeball-System der Big Four, welches darauf basiert viele (v.a. ausländische) junge Arbeitskräfte anzustellen, wie Zitronen auszupressen, mit der (verschwindend kleinen) Chance, Partner zu werden, ist am Ende. Die überhöhten Partner-Bezüge sind nicht zu rechtfertigen.
    Ergebnis dieser geldgetriebenen Unternehmenskultur ist eine enorme Fluktuationsrate (weit über 20%), miese Prüfungsqualität und weiterer Honorardruck. EY hat in letzter Zeit viele Mandate zu Dumping-Preisen akquiriert.
    Es ist Zeit für eine umfassende Reform des Revisionsrechtes.

    • Wir lassen das ja zu. Die Flexibilität der Prüfer und Berater wen es um den Verlust eines Mandates geht, kennen wir seit Jahrzehnten.
      Ebenfalls die miesen Leistung der Berater nach dem Wechsel zu ihren Kunden, seit Jahrzehnten ein Drama – Khan ist nur ein weiterer Beweis. Fazit: Jetzt sind die Frauen und Quoten-Secundos/Einwanderer dran – dasselbe in Grün!

  48. Das ist nur der Anfang … der digitalen Globalisierung. Oder wie man solchen Mist nennen will.

    Wartet ab, ihr lieben Schweizer. Ihr werdet euch noch wundern, was alles auf euch zukommt. Eine Chance habt ihr: nutzt den 27. September.