UBS-Chef Hamers im Fincen-Strudel

Designierter CEO muss in Holland in Big Geldwäscherei-Skandal vor Gericht aussagen, seine ING taucht auf in den neuen Leaks.

Die UBS ist gestern an der Börse getaucht: minus 6 Prozent. Medien wie die Finanz und Wirtschaft berichteten, dass die alte Bank des neuen CEOs der UBS, die holländische ING, in den Fincen-Files auftaucht.

Gemeint ist ein Tsunami von Geldwäscherei-Meldungen der globalen Banken, die lange ohne Konsequenzen blieben. Vorne dabei die ING, sie war unter Ralph Hamers wegen Geldwäscherei-Versagens abgestraft worden.

Hollands Grossbank musste vor 2 Jahren 775 Millionen Euro Strafe leisten, ein Topshot der ING den Hut nehmen. Chef Hamers konnte sich halten.

Im Februar wurde Hamers als neuer UBS-CEO angekündigt, vor 3 Wochen hat er an der Bahnhofstrasse begonnen.

Hamers sitzt bereits in der Konzernleitung, per November übernimmt er von Sergio Ermotti das operative Steuer.

Just in dieser Phase zeigt sich, dass die Geldwäscherei-Affäre für Hamers nicht ausgestanden ist. In Holland muss der Bankenchef in einem Prozess aussagen.

Das haben die zuständigen Richter vor 4 Wochen beschlossen. Sie lehnten den Antrag von Hamers ab, keine Aussage machen zu müssen.

Das erneute Aufflackern des ING-Geldwäscherei-Skandals schwächt Hamers in einer heiklen Phase.

Ausgerechnet nachdem die UBS ihre grossen Schwarzgeld- und Manipulations-Verfahren – ausser in Paris – hinter sich gebracht hat, übernimmt ein Chef, der wegen Geldwäscherei persönlich angeschlagen ist.

Einst 15, bald noch 5? (Google)

Die Fincen-Files sorgten gestern weltweit für grosse Aufregung. Die Aktien der englisch-asiatischen HSBC sanken um 7 Prozent, jene der CS verloren gut 6 Prozent.

Andere wie die US-Grossbank JP Morgan hielten sich besser: minus 3 Prozent.

Für die UBS wird Ralph Hamers zur Hypothek. Der Holländer hat bei seiner ING die Aktie nicht nach oben gebracht. In den letzten Jahren unter seiner Herrschaft verlor der Titel stark an Wert.

Ein angeschlagener Hamers wäre für UBS-Präsident Axel Weber zunächst ein Problem. Der Deutsche hat Hamers selber ausgewählt.

Wenn allerdings Weber seine UBS mit der CS fusioniert, verliert das an Bedeutung; dann opfert der Deutsche Hamers. Es übernähme ein Manager der CS als CEO, Weber würde Präsident.

Kommentare

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  1. Weber, Hamers und Konsorten. Das sind doch alles Luschen. Wenn schon Fusionieren dann mit einer Tech Firma, das Banking, wie es Banken betreiben, ist doch längst passé.

  2. Wohl beides.
    Elegant, wie Ermotti sich aus dem Staub macht, bevor der Frankreich-Hammer auf Hamers niedersaust.
    Grossfusionen – Fata Morgana, Zukäufe – tendenziell sinnvoll.

  3. In Zeiten von Corona sind wir froh um Geldwäschekompetenz am Schalter der UBS. Im Abschiessen von Holländern haben die Deutschen (Breitner/Müller) seit 1974 Erfahrung. Wichtig ist, dass der Wohnwagen nachhaltig parkiert wird, der Munschutz auf ist und das Tessin nicht nur digital besucht wird.

  4. na dann… hr. hamers guten start… ich denke wir sollten uns von ubs und cs verabschieden. das wird nix mehr, zuviele narzissten (Frauen und Männer) die die welt be(herr)schen wollen. der sumpf wird kein ende haben, vor allem nicht wenn mit db, bnp oder barclays fusioniert werden soll.

  5. Das Zusammengehen von UBS und CS ist bereits wieder Geschichte, da die CS nicht mitnacht.

    Wenn Weber deshalb nun die Deutsche Bank übernehmen will, dann erbt er mit dessen CEO Sewing einen in der Geldwäsche-Problematik genauso belasteten CEO.

    Webers in der Schweiz und in Deutschland schon angeschlagener Ruf dürfte nun auch international bald im Sinken begriffen sein. Wollen wir mal sehen, wie lange ihn die matchentscheidenden Grossaktionäre noch an der Spitze der UBS tolerieren…

  6. Herr Weber musste wohl einen CEO auswählen, der das System kennt. Bedingt durch US-Wahlen wurde der Kreislauf der Schwarzen Kohle etwas transparent. Herr Weber muss sich etwas einfallen lassen, dass der Schneeball nicht zur Lawine wird.
    Gunther Kropp, Basel

  7. Geldwäsche durch die Banken der USA ist ein Kavaliersdelikt. Bei den Europäern ist ein bisschen gefährlicher, vor allem wenn diese Geldwäsche in Euro stattfindet, was bei der ING gegenwärtig der Fall. Da die €-Zone einen Leistungsbilanz-Überschuss aufweist, können sich EU-Behörden ein moralisches Mäntelchen erlauben und ihr schlechtes Gewissen ein wenig beachten, aber bestimmt gibt es Rabatt in der Busse von der ING Bank und in einem Jahr ist alles vergessen. Bei den Schweizern ist es immer schwierig vorzusehen, wie sich solche Geldwäscherei ihrer Banken mit den entsprechenden Strafen entwickelt. Von der FINMA haben unsere Banken keine empfindliche Geldbusse zu erwarten, sondern einen moralischen Tadel und der wir ohne Namensnennung genannt. Dagegen sind unsere Banken wegen unserer völligen politischen Machtlosigkeit (Nicht-EU-Mitglied lässt grüssen!) voll dem Gewitter der US-Behörden und auch zunehmend derjenigen der EU-Behörden ausgeliefert.

  8. UBS Axel Weber – ist ein Auslaufmodell.
    Quo Vadis UBS?

    SEHENSWERT: Video: Trumps Deutsche Bank
    https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/trumps-deutsche-bank-video-102.html

    21.09.20 | 43:40 Min. | Verfügbar bis 21.09.2021 Es geht um Kredite und Geldwäsche, um die Milliarden ex-sowjetischer Oligarchen – und es geht um brisante Geschäftsbeziehungen zwischen zwei Global Playern: dem heute mächtigsten Mann der Welt und dem größten deutschen Bankhaus.

  9. UBS gut aufgestellt? Wohl kaum. Stellen einen neuen CEO ein, der anscheinend viel Dreck am Stecken hat. Ist das die neue Strategie?

    • @Peter P. Odermatt

      Und was sagt die FINMA zum neuen CEO der UBS? Oder kommt die FINMA – diese ineffiziente Behörde – einmal mehr zu spät? Oder will sie dem ehemaligen Arbeitgeber ihres Chefs (Branson) nicht zu nahe treten und ein Auge (oder gar beide Augen) zudrücken? Es wäre ja nicht das erste mal …

      Der deutsche VRP Weber hat sich offensichtlich in eine äusserst peinliche Situation manövriert. Man kann nur Rufen: „Treten Sie zurück, Herr Weber, und zwar baldmöglicst, d.h. sofort.“

  10. Zusammenschluss UBS+CS nur um den schon beim Start angezählten Hammers wieder loszuwerden?
    Was für ein Mensch ist dieser trollig dreinschauende WEBER denn. Was die (Finanz-)Welt von solchen Spielchen hält zeigt uns der gestrige Absturz der UBS-Aktien.
    Wieso redet denn niemand über einen überfälligen Abgang von Weber? Was war sein Beitrag zur Entwicklung der UBS? Alle reden immer nur vom Frontmann S. Ermotti, während Weber im Hintergrund diskret abkassiert.
    Das hat die Schweiz ab sofort nicht mehr nötig. Weder von einem Deutschen, Holländer – auch nicht von einem Schweizer.

    • Herr Mitro
      Ihr kommentar enspricht in meiner Optik der Realität.
      Aber; Das hat die Schweiz ab sofort nicht nehr nötig.
      Das hatte die Schweiz nie nötig.
      Dieses intransparente Banken Personal System in diesen Rängen
      ist immer für verschleierungen gut genug.
      Summa Sumarum es ist einfach so wie es ist. Es wird auch diesem Neuen Flüchtling aus Holland nicht’s passieren

  11. Zum Teufel mit Weber & Hamers!!
    Haben wir den nur noch United Bullshit Banker in unserer Bankenwelt?
    Kaum geht einer dieser abgehalfterten, mit Millionen Boni vollgestopften Säcke, steht schon der nächste Sack in den Fussstapfen, aber der ist auch nicht besser!!!! Was für eine Schande für die Bankenwelt.

  12. «… dass die 150 grössten Schweizer Konzerne, darunter auch UBS und CS, sich längst im Besitz ausländischer Finanzgesellschaften und anderer ausländischer Aktionäre befinden.
    Über den Zusammenschluss von UBS und CS wird also nicht in Bern entschieden, sondern in London und New York City, in Oslo und Singapur, in Riad und in den arabischen Emiraten.»

    Mag sein, dass Stöhlker manchmal labert und übertreibt, aber mit dieser Feststellung hat er durch und durch recht. Sieht ganz danach aus, dass Hamers nicht von Axel Weber bestimmt wurde, sondern von ganz anderen Kräften, die seine Geldwäscherei-Hypothek genau kannten. Und man wusste zeitgenau, wann man mit dieser wieder herauszurücken hat. Jetzt werden die Preise der beiden Schweizer Grossbanken gedrückt, die Dahinterstehenden wissen schon, wie man das macht. Zum Schluss haben ganz Andere – als vordergründig geglaubt – das Sagen. Hamers wird nur die Ausführungs-Marionette der dahinter stehenden Kräfte, die ganz sicher nicht aus der Schweiz sind.

    • Tja, ist eben die Macht des Geldes. Wenn sich die Schweizer zu schade sind, den einen oder anderen Franken locker zu machen und in hiesigen Unternehmen zu investieren (gemäss allgemeiner Lesart sollte es an Kapital an und für sich doch nicht fehlen), müssen sie sich im Nachhinein über die Konsequenzen auch nicht wundern. NB Glaube ich nicht wirklich, dass ALLE 150 grössten Unternehmen vollkommen ausländisch beherrscht sein sollen.

    • @Elisa

      …Deshalb sollte die Politik gleich mal erklären, dass solche Banken nicht mit Steuereinnahmen gerettet werden, sollten sie pleite gehen.

    • @Torpedo
      Und im Falle eines Untergangs gleich die ganze Schweiz (monetär) ins Niemandsland befördern? Du glaubst ja wohl kaum, dass die aktuellen geldmässigen Verflechtungen keine massgeblichen „Bremsspuren“ in sämtlichen privaten und unternehmerischen Buchhaltungen nach sich ziehen würden? Ob sie nun UBS-Kunde sind oder nicht!

  13. Herr Hässig, bleiben sie doch bei den Fakten und versuchen sie sich nicht als Wahrsager. Sie kennen jetzt schon den Entscheid von Weber nach einer Fusion, die nicht einmal initiiert ist.

    Mal ehrlich, das ist unseriös und verleiht dem Artikel wenig Qualität.

    • @Supermario

      Du weisst ja selbst, die Banker kommen immer mit den gleichen Angstmachereien und “Drohmethoden“ wie: “ Wenn ihr uns nicht rettet geht die ganze Welt unter…..
      Lieber ein Ende mit Schrecken, wie Schrecken ohne Ende!
      Das ist halt leider so wenn die Welt durch ein Kreditschneeballsystem mit beliebig vermehrbaren Falschgeldwährungen finanziert ist. Das dicke Ende kommt so oder so, und je länger der Zerfall durch weitere Kredit-Betrügereien zeitlich in die Zukunft verschoben wird, desto grösser und schmerzlicher wird auch der finale Zusammenbruch.
      Lese den heutigen Artikel auf Goldseiten.de über die Notenbanken. Bereits wird über deren Machtlosigkeit geschrieben!
      Es ist nicht unsere Schuld, wenn Finanzverbrecher einst dieses Betrugssystem (das auf systematischer Aufschuldung aufbaut), eingerichtet haben. Es war schon damals bekannt das ein Kreditschneeballsystem ein Verfallsdatum hat. Wenn Du Dich beschweren willst, bist Du bei uns an der falschen Adresse. Trotzdem wünschen wir Dir nur Gutes.

  14. Na dann mal Prost. Wieso lassen wir uns immer noch von all den aufgeblasen Zuzüger aus Deutschland (Weber, Blessing usw) auf der Nase rumtanzen. Ich für meinen Teil bin da ganz direkt – geht nach Hause wenn ihr was drauf habt und räumt dort auf. All die Geschichten über Banken in DE / NED / GB / DEN usw zeigen nur eines – keiner der Schwätzer kann es besser – also ab nach Hause. Könnt dort euren Mist aufräumen.

    • Die aufgeblasenen Zuzüger aus ganz Europa werden am Sonntag Abend zusammen mit Economiesuisse das Cüpli Glas zum Prost erheben: Die Begrenzungsinitiative der SVP ist mit 70% abgeschmettert worden – bei einer Stimmbeteiligung von 45%.
      Die Einwanderungswelle hält an. Brecht: „Die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber.“

    • Das heisst im Umkehrschluss, dass schweitzer CEO’s skandalfreier und besser handeln?
      Stichpunkt: Josef Ackermann bei der DB…