Vontobels Yuppie-Star: Halbe Million Pfund

Neuer Digital-Star der Privatbank sahnte am alten Ort ab, dort blieben die Assets gering. Job-Hopper als Fintech-Guru gefeiert.

Tobias Triebel wird von den Vontobel-Chefs bereits nur Toby genannt. „Toby Triebel ist der ideale Kandidat für die Leitung der Kundeneinheit Digital Investing, in der die privaten Kunden betreut werden, die digitale Kanäle von Vontobel nutzen wollen“, sagt der Sprecher der Privatbank.

Medien gaben die Superlative aus der Vontobel-Pressemitteilung weiter. „Vontobel holt internationalen Fintech-Experten“, hiess es gestern auf Investtrends.ch.

Wie erfolgreich Triebel in der Vergangenheit war, ist umstritten. Vor 4 Jahren begann er bei Wealthsimple mit dem Auftrag, das kanadische Fintech-Startup in Europa auf die Landkarte zu setzen.

Bei Wealthsimple machte der junge Triebel erstmals richtig Kasse. Gemäss Offenlegung der Wealthsimple UK Ltd., also der englischen Gesellschaft, verdiente Triebel für das Jahr 2018 544’000 Pfund.

Bei rund 1,25 Franken pro Pfund entsprach das damals knapp 700’000 Franken. Im Jahr zuvor waren es 525’000 Pfund.

Rubel rollte in London (Companieshouse)

Triebels Leistungsausweis bei Wealthsimple ist durchzogen. Das Unternehmen zeigte fürs Jahr 2018 praktisch keine Einnahmen, dafür aber grosse Ausgaben. Der Verlust betrug für 2018 3,6 Millionen Pfund, im 2017 hatte ein Minus von 2,3 Millionen resultiert.

Der Sprecher der Vontobel relativiert. „Wenngleich ich nicht für Wealthsimple sprechen kann und möchte – hier sollten Sie sich bitte direkt an das Unternehmen wenden – so kann ich so viel sagen, dass die von Ihnen genannten Zahlen nicht das Geschäft spiegeln, für das Herr Triebel verantwortlich war.“

„So stellt das von Ihnen zitierte Wealth Management nur einen kleinen Teil des Geschäfts der Europa- und US-Einheit dar. Wealthsimple ist u.a. mit seinem B2B-, dem digitalen Retail Banking Geschäft oder mit seinen Plattformen viel breiter aufgestellt.“

Wealthsimple galt als aussichtsreiches Fintech, das von Investoren mit rund 180 Millionen Franken unterstützt wurde. Im Januar dieses Jahres wurde die Firma verkauft.

Die Rede war von 250’000 Kunden, die innert 5 Jahren zu Wealthsimple gestossen waren. Das klingt nach einer beeindruckenden Zahl.

Bei den Vermögen, welche Wealthsimple verwaltete, verblasst aber der Glanz. Gut 4 Milliarden Kundenassets sind am unteren Rand dessen, was man für ein hochgelobtes Fintech erwarten konnte, das die Vermögensverwaltung ins Digital-Zeitalter führen wollte.

„Wealthsimple was really dedicated to the retail business“, hiess es denn auch beim Deal im Januar.

Tobias Triebel war nach dem Verkauf auf Jobsuche. Vontobel-CEO Zeno Staub gab ihm die Chance, zum neuen Digitalchef einer Vorzeige-Privatbank zu werden, die mit Retail bisher nicht viel am Hut hatte.

Staub pries Triebel gegenüber der Vontobel-Crew als „erfolgreichen Unternehmer“ an und nahm ihn in seinem operativen Spitzenkomitee auf.

Das ist der Deutsche nicht, er hat nie selber ein Unternehmen gross gemacht oder dieses erfolgreich an die Börse gebracht oder verkauft.

Vielmehr setzt Staub auf einen Job-Hopper. Triebel begann einst bei Goldman Sachs, brachte es dort aber nicht weit in der Hierarchie.

Danach war er bei der bekannten US-Beraterin Alix Partners, wo er schon nach wenigen Monaten wieder ausschied.

Guru on Stage (Youtube)

2014 begann er bei Spotcap. So hiess ein neues Abenteuer reicher Investoren, das die KMU-Kreditvergabe revolutionieren wollte.

Nach 2 Jahren war Triebel beim Startup bereits wieder weg. Bei der Vontobel gilt dessen Zeit beim Fintech trotzdem als Erfolgsstory.

„Finstar Financial Group ist (2016) als strategischer Investor in das Startups eingestiegen. Im Zuge des erfolgreichen Exits hat dann Herr Triebel das Unternehmen verlassen“, führt der Sprecher der Bank aus.

„Der Erfolg von Spotcap wird auch dadurch unterstrichen, dass das Unternehmen auf die Liste der führenden 50 Global FinTech Innovators aufgenommen wurde.“

Triebels zahlreiche Job-Wechsel hingen mit dessen Alter zusammen, meint der Sprecher.

Goldman Sachs International und Alixpartners fallen „nach dem Studium in die Anfangszeit der beruflichen Karriere“.

„Hier hat er seine ersten Karriereschritte mit den entsprechenden Beförderungen gemacht und viele berufliche Erfahrungen gesammelt.“

Kommentare

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  1. Wo kriegen wir einen Fintech Mann (besser wäre Frau gewesen) der deutsch spricht und akademisch dekoriert (das mag Zeno) ist. Dann ruft der HH das seinem assistenz Kollegen in ZH zu, dieser ruft in London an (bei einer support funktion, das gleiche auch in DE und schnell werden einige dossiers aufbereitet die der kunde “kaufen“ wird. Problem ist nur der HH noch die support kollegen kennen die leute oder haben sich ausreichend informiert. Sie sind anderweitig beschäftigt.

  2. Ich hab den Eindruck das auch die Gurus der höheren Weihen nicht besonders gut mit den liberalen Segnungen der Neoliberalen Ideologie umgehen können. Man darf zwar vieles unreguliert aber alle anderen dürfen und machen das auch. Alle diese Aktuere lagern die von ihnen verursachten Kollateralschäden an die Gesellschaft aus mit der diese ihre Profite machen wollen. Eigennutzmaximierung oder so… aber wenn das jeder macht dann bleibt für die meisten nichts mehr übrig.

  3. Es ist schon beängstigend, wenn Lukas die einfachsten Tabellen nicht lesen/interpretieren kann….durchschnittliche Anzahl an Direktoren waren jeweils 2 – das Gehalt wird trotzdem voll dem Triebel zugerechnet..sind ja nur peanuts die Abweichungen

    • man lese auch die Fussnote in der Tabelle (nämlich, dass nur einer der Direktoren Gehalt erhielt…). Aber Schreien kommt bekanntlich vor dem Lesen, jemandem sagen, er können keine Tabelle lesen, aber selbst nicht mal genau drauf schauen….

    • Sie sollten besser lesen… nur ein Director wurde von diese Legal Entity bezahlt… Wahrheit steht immer in klein Text…

    • Das steht für 2017 aber nicht für 2018. Und wer sagt euch, dass der eine bezahlte Director unser Triebel war?

  4. höret doch mol uff mit dene baby-face-digitalisator-banker… you dreamer you. null Ahnig vo Banking und no weniger Ahnig vo de Enduser…sprich Kunde…
    es bringt nix e verstaubti Bank z digitalisiere aber null Ahnig z ha vo Client-Needs… f u all – im spezielle d Projektmanagerlis wo das überhaupt uff e Plan bringe…

  5. Ach Gott, jetzt lass den armen Jungen doch in Frieden. Am Finanzplatz Zürich tummeln sich doch wirklich genügend Schaumschläger, so das einer mehr kaum ins Gewicht fallen dürfte.

  6. Spannende Geschichte.

    Was hatte die FinTech Szene schon an Superstars – Oliver Bussmann, Jan Schoch, Marco Abele.

    Vielleicht wäre es mal eine Idee nicht den Superman/Superwoman zu suchen, warum nicht andere Wege gehen, Partnerschaftlich, Ökosystem zusammen mit anderen:

    Vontobel zusammen mit SwissQuant und AssetMax in einer Allianz?
    Die einen bringen die Kunden und Business Know How, die anderen Business KnowHow und Software. Jeder der Partner für sich selbst schon bewiesen, dass sie was können. Vermutlich naiv von mir – zu viele Egos an einem Tisch, die Reibungsverluste produzieren im nu einen Grossbrand.

    Dann halt ein Weg à là elipsLife oder iptIQ.
    Ein SpinOff der Vontobel als eigene kleine Firma ohne Corporate Struktur & Vorgaben der Vontobel. Weniger Superstars – mehr Team. Klare Rahmenbedingung, weniger Corporate Prozess.

  7. Es ist wieder einmal unbegreiflich, dass solche Stellen nur aus dem Ausland besetzt werden können. Wofür hat die Schweiz die hochdekorierten Ausbildungsstätten?
    Scheinbar können sich nur ausländische Cracks gut verkaufen, weil sie gelernt haben ihre (erfundenen) Geschichten zu erzählen ohne verlegen zu wirken. Reines Training und passt hervorragend in diese verlogene Welt.
    Es wurden laut meiner Erfahrung noch nie so viele Geschichten erfunden, welche in keiner Weise wahr sind und für welche bezahlt wird. Aber da es mit viel Geld vergolten wird, passt es in unsere Zeit. Daher weiter so, denn Geld kann gedruckt werden und muss nicht mehr verdient werden.

    • Der gemeine Schweizer ist eher risikoavers. Dh. nach dem Studium, egal wie gut ausgebildet wird eine sichere Anstellung gesucht und nicht gegründet oder in ein Start-Up gegangen. Genau deswegen findet man für solche Positionen eher wenig Schweizer. Es mangelt sicher nicht an der Ausbildung, aber am Mut und der Erfahrung für solche Positionen.

  8. Wenn er schon seinen sehr guten CV mit dem Namen einer Bank aus der dritten Reihe beschmutzt, soll er dafür auch gut bezahlt werden. Und wenn man sich überlegt, dass es zahlreiche fürstlich entlöhnte Kundenberater gibt, welche keine zwei korrekte Sätze schreiben können, geschweige denn studiert haben, ist Herr Triebels Salär mehr als gerechtfertigt.

    • ob die Leute studiert haben oder nicht ??? genau dort liegt das Problem.

      Lieber Ur-Schweizerisch gute „Handwerker“ mit GMV – den man leider auch an der EHT, Harvard, Stanford oder am IMD nicht lehrt – als Leute die aufgrund des Studiums als growth hacker, business facilitator oder management catalyst durch die Gegend ziehen. Complexity thinker a la MCKinsey – alle zu intelligent für einfache elegante Lösungen.

      Systemische Führung – kurze Zyklen, Fehlerkultur, schnell lernen, ausprobieren aber wirkungsorientiert – angewendet auf ein paar Leute die können und wollen, ohne Titel und serial entrepreneur der einfach 2x eine GmbH gegründet hat.

      So schwierig wär’s gar nicht. Aber führen muss man’s halt und der Fisch stinkt bekanntlich am Kopf zuerst

  9. Diese Art von Typen mit der entsprechenden nationalen Herkunft nördlich des Rheins sehen oft noch relativ gut aus, sind richtig bekleidet und verstehen es, sich generell – mit geschliffenem Mundwerk – gut zu verkaufen.
    Manchmal steht noch ein deutscher Headhunter dahinter, der den Bewerber coacht und dem Curriculum den richtigen Schliff gibt.

  10. Verzeifelt versucht das Vontobel Management sich einen modernen Anstrich zu verpassen. Leider ist die Führungsriege von Vontobel höchstens 3.Liga und träumt von tollen Kandidaten, stellt regelmässig Leute an, welche bei anderen Unternehmen auf der Ersatzbank sassen.

  11. Es wird schon über mögliche Namensänderung spekuliert, um die digitale Ausrichtung auch zielgruppengemäß zu verbreiten. Weit vorne in den Ranglisten liegen:

    1. Vontify
    2. Youtobel
    3. Beyond Zeno

  12. Um das Salär zu pushen, ist Stellenwechsel nach wie vor die effektivste Lösung.

    Gemäss gut informierten Quellen soll Triebel bei Vontobel pro Jahr gut 1 Mio. einsacken-

  13. Es ist absolut notwendig Titel und Positionen bis 35 zu erreichen. Ist dies erreicht, ist es besser Job-Hopper zu sein als eine Ochsen-Tour in der selben Bank zu absolvieren. Ein Job-Hopper verdient dabei mehr und mit jedem Wechsel seiner Stellung ist er für seine neuen Vorgesetzten der neue Guy der Dampf in die Bude bringt, was Vorgesetzte unbedingt heute gegen außen zeigen müssen, auch wenn es Schall und Rauch ist. Der ideale Job-Hopper muss mit 40 bis 45 in der Geschäftsleitung sein, dann kann er das höhere Niveau der Job-Hopper erreichen. Auch wenn er in den höchsten Positionen nicht viel erreicht, ist er für die Top-Headhunter Firmen mit seinem Namen eine Empfehlung und der Leistungsausweis nicht notwendig.
    Drei- bis Viermal im Stellenwechsel geht das bestens. Geht es nicht mehr, kann es diesem Jop-Hopper der höchsten Klasse völlig egal sein, er ist dann Multimillionär mit 55.

  14. Ist offenbar nur sehr dumm gelaufen, denn der letzte Diggi-Chef war bereits ein Schaumschläger, welchen Chris Gmünder, ein Kollege von Zeno, auf diesen Tron setzte, mit Budget war Anfangs CHF 10 Mio.
    K kassierte folglich 2-3 Jahre ab, danach machte er mit seinem white Maserati die Fliege. Dieser hatte ein sehr schnelles Mundwerk, lieferte aber stets nicht viel mehr als heisse Luft, weil er sich nie wirklich für Details interessierte, sondern nur befehlen wollte. Ein Banken-Chef aus dem Bilderbuch, denn gleich und gleich gesellt sich offenbar ganz gern. Dazu vermutlich auch noch schnell ein paar Titel-Abschlüsse und gut war die Sache fundiert. Bei IT und im Business war er jedoch seit Ankunft (also seit ca. 10 Jahren) bereits als Blender bekannt. Anstatt, dass die GL sich mal nach unten informierte, ging man ihm auf den Leim und setzte diesen Macho auf das hohe Ross. Hierzu sollte man auch beachten, dass sich die höheren Chefs sowieso nicht für untere Angestellte interessieren, oder sie nur schon beim vorbeilaufen anständig begrüssen, sondern lieber beschäftigt vorbeilaufen und dabei wegschauen. Folglich hätten man sie auch niemals gefragt, wenngleich es multipliziert günstiger wäre.
    Auch hier, sehr professionell gelaufen, denn danach folgte ein bestehender Interim-Chef als Übergangslösung für 1,7 Jahre. Danach wieder ein neuer, für weitere 1,7 Jahre. Möglicherweise beschaffte man neue Titel, um das Versagen zu kaschieren, aber die Unterstellten waren die selben, nebst Fluktuationen. Beständigkeit vom Feinsten.
    Jetzt die Neuanschaffung, für nur CHF 1 Mio. pro Jahr, denn er wird bei Vontobel kaum weniger verdienen, als bei einem defizitären Start-up… So schlau wird ein Goldi-Sachs-Cowboy ganz sicher sein.
    Oben wirft man mit Geld um sich, was an Front, der IT und im Backoffice sauer verdient werden muss.
    Wer hat nun diesen überbezahlten Wanderpokal als neuen Chef? Herzliches Beileid, denn nun habt ihr neben dem erfüllten daily-business, zusätzlich ein paar Baustellen-Projekte mehr zu bewältigen.
    Wetten, dass ganz oben niemand schuld sein wird, wenn er nach 3 Jahren wieder weg ist, und die Ziele vom Job-Hopper nur marginal erreicht wurden? Kostete dann nur weitere 10 Mio. Fränkli.

    • Völlig richtig, scheinbar finden es die „Vontobel Chefs“ auch noch süss und niedlich, dass sie den neuen jetzt schon gleich liebevoll Toby nennen. Fragt sich nur, wie das gemeine Fussvolk bei Vontobel darüber denkt, dass die Chefs ihn Toby nennen. Ganz wichtig: es muss eine klare Linie geben in guten Firmen, entweder werden alle Mitarbeiter/innen! ausnahmslos geduzt oder niemand, sonst sorgt das für Neid und grosse Unruhe und Unzufriedenheit in der Firma. Immer diese kindlichen verniedlichenden namens-Abkürzungen. Ziemlich lächerlich. Das war mir schon immer ein Dorn im Auge, dass viele Banken MDs ihre kleinen Lieblinge duzen und den Rest siezen. Die Amis lachen darüber nur, genauso wie über die lächerliche altmodische Krawattenpflicht bei Banken wie Vontobel. „Toby“ hat bestimmt Narrenfreiheit und muss keinen Schlips tragen.

  15. Logisch passt, persönlich gesehen einfach ein Blender mehr und kann jetzt die Wette bereits abschliessen das am Ense ausser hohen Kosten nichts am Ende positives da stehen wird, egal wie es verkauft wird am Schluss, unter dem Strich der Rechnung ist auch dieses Geld aus dem Fenster geschmissen, eine solche Peraon hat kein Antrieb jemals was wirklich gutes aus dem Biden zu stampfen, dagegen spricht schon sein CV, hier geht es wieder nur um Kohle und Pasta. Armseelig das immer die gleichen Fehler ständig wiederholt werden.

  16. ____________________________________________________________

    Wahrscheinlich sind die Kunden der Digitalsparte jung aber lassen für die Zukunft jedoch eine langjährige und lukrative Geschäftsbeziehung erwarten.

    Insofern ist das jetzt Erreichte so etwas wie ein Zukunftswert, der sich erst später realisieren wird.

    Im Kutschenzeitalter haben sich die ersten Autos gleichfalls noch nicht gelohnt, der Apple I war 1976 ein Homecomputer für technikverrückte Bastler, etc.

    ____________________________________________________________

    • Die (vermögenden) hippen Jungen sind für eine konservative Privatbank nicht besonders beständig, denn sie vergleichen die Preise und sind per Mausklick schnell bei der nächsten Digital-Bank.
      Ausserdem sind die Kosten zu hoch, das PB-Geschäftsmodell lohnt sich nur vorwiegend für Steuerhinterzieher ab > 3Mio. Vermögen.
      Was will man für 50K ein Konto eröffnen, um dafür 300 Franken Spesen zu bezahlen (=0,6% Spesen)? Dann hat man aber auch nur eine Ansprechperson, welche für 1’200 Kunden zuständig ist. Burnout ist hier nach 5-10 Jahren garantiert.

  17. Der erinnert mich irgendwie an den Silberschmied in Bern. Dürftiger Leistungsausweis aber bombastischer Auftritt: Fake it till you make it ist das Motto.

    • das nennt man dann einfach: Politik respektive die Meister der Politik.
      Oder kennen Sie einen Politiker der wirklich hands on was macht?

      Dann gibt’s noch die Steigerungsform – die Politiker die dem Volk das Wasser predigen und selbst den Wein trinken, aber nicht müde werden zu betonen, wie sehr sie für das Volk politisieren. Die haben nicht mal eine Idee davon, was das Volk im Alltag für Herausforderungen hat.

      Gleiches hier – Vontobel, alte Bankdynastie möchte/muss digitalisieren, gehört heute dazu.

      Aber viele machen den gleichen Fehler: nur mit Master oder Ph.D. von der ETH oder MIT. Andere Dossiers werden nicht angeschaut. Vielleicht sollte man die Recruiting Politik überdenken und die Leute im Team 2H an was arbeiten lassen – z.Bsp. ad hoc ein Business Model erstellen mit 1 Minute Elevator Pitch. Dann trennt sich die Spreu vom Weizen sehr schnell und es ist ziemlich egal ob man nun an der ETH war, am MIT oder ein kreativer Macher ist.

    • Kaufe von externen Profis eine Präsentation mit +40 Seiten und schlage vor Deinen Schafen gross auf. Hat im Banking der letzten Jahrzehnte super funktioniert. Resultat: Schliessung von Banken, Gefängnis für Involvierte, Verluste für Aktionäre, Bussen ohne Ende, Job Verluste, Karrieren für Schaumschläger usw. Einfach toll gemacht. Die doofen Kunden machen da auch noch mit.

  18. Well, jetzt wissen wir warum er ge-jumped hat.
    Easy money, wer würde das nicht nehmen?!
    Enterpreneur zu sein kann man immer später aufnehmen.

  19. Lukas, warum redest du bei Triebel von einem „Fintech-Jüngling“ oder „Yuppie“?? Der Kollege ist 40 Jahre alt und gehört in der Szene vermutlich zu den Älteren.

    Btw: triebel ist gleich alt wie Iqbal…

  20. Also lt. LinkedIn Profil war er knapp 4 Jahre bei GS in London (von der Intensität der Erfahrung her entspricht das etwa 12 Jahren bei UBS oder CS in Zürich….) und dann nochmals 4 Jahre bei einem Hedge Fund. Not too bad als Berufseinstieg + danach 6 Jahre bei 2 Fintechs. Nachvollziehbar, dass er mehr verdienen sollte als ein 50-jähriger Backoffice-MD, der noch nie in seinem Leben einen Klienten gesehen hat.

    • das schon, aber rechnen kann er trotzdem nicht. Jetzt könnte man sagen „wieso rechnen, das muss er auch nicht“, doch, das muss er schon, denn nur so kann er nachvollziehen, was ihm die Geschäftsleitung erzählen wird. Er muss begreifen, in was für einer Welt sich Vontobel bewegt. Und was demzufolge seine Tasks sind. Sonst wird er nicht begreifen, was das für ihn heisst „bim Schaffe“…

  21. Der nächste FinTech Schaumschläger.
    Viel Hype, viel Bezahlung, wenig Perfomance.
    Diese Jungs machen den Job für sich, nie für die Firma in welcher die arbeiten.

  22. Kaum mehr zu glauben. Wieder fallen die auf ein deutsches Grossmaul herein, das vorwiegend heisse Luft absondert und vor lauterJob–Gumperei kaum noch weiss, wo er gerade sein Geld bekommt. Die HR–Tante scheint jedem Jüngling seine Stories zu glauben. Sie merken dann erst bei der Pressemiteilung, dass da kaum etwas mit Substanz mitzuteilen ist.

  23. Die Vontobel hat in der IT ein riesen Ghetto, wir mir jemand, der für die Bank im IT-Bereich tätig ist, erzählt hat.

    Das Problem: offenbar sehr viele unfähige aber hoch bezahlte IT-Angestellte, die den Überblick und den Durchblick nicht haben. Es sei beängstigend.

    Wenn die Banker einen Jungen etwas hypen, hat das rein gar nichts zu bedeuten. Bankchefs haben null Ahnung von IT und machen nur etwas Werbung mit vermeintlichen Talenten.

    Der Mann wird kein grosser Star, da würde ich viel darauf wetten.

  24. Schaumschläger sind diese Job-Hopper Typen. Ausser das sie viel kosten.
    250T Kunden und 4 Mrd. Assets, da ist weder pro Kunde noch insgesamt was zu verdienen. Aber anscheinend muss es der Vontobel glänzend gehen ansonsten sie sich keinen solchen Unsinn leisten könnten. Unter Hans Vontobel hätte es dies nie gegeben.

  25. Lieber LH, finde es ja spannend zu sehen, was der Herr verdient hat. In dem Screenshot stehen aber 2 directors. Es werden wohl nicht 544 k gewesen sein…

    LG

    • @Recherche: Dann lies die Fusszeile (das Kleingeschriebene), Englischkenntnisse vorausgesetzt:
      Only one Director had a remuneration paid by the company).

    • Doch, denn da steht auch noch “the amount of remuneration paid to the highest paid director” (fussnote 1). Also ist nur der Top-Verdiener aufgelistet. Das wird wohl “Toby” gewesen sein. Ausserdem dürfe er auch schon bei GS ca. £500k verdient haben, London Saläre sind “etwas” höher als man sich auf dem Bankenplatz Schweiz gewöhnt ist.

    • @Recherche: Wer (Fussnoten) lesen kann, ist klar im Vorteil. Die übrigen Dummschwätzer schreiben dumme Kommentare.

    • Lies den Fussnoten-Text darunter (auf Screenshot), dann geht auch Dir ein Lichtlein auf oder an…

    • Die Fussnoten müsste man eben auch noch lesen können, insbesondere wenn man sich grossspurig „Recherche“ nennt!

  26. Man will sich bei Vontobel ein modernes Image verpassen, daher die Anstrengung, sich nun „digital“ und „electronically progressive“ zu geben. Offenbar denkt man bei Vontobel, dass ein new hire für diese brand transformation :-)) die richtige Lösung ist.

  27. Man verkauft Firmen immer auf dem Zenit, wenn 80% der Ziele erreicht sind.
    die restlichen 20 Prozent der Ziele, soll dann ein anderer erschaffen, denn hierfür müsste man 80% zusätzlichen (Personalkosten-)Aufwand betreiben.
    Das ist die 80/20 Regel, die jeder Unternehmer kennt, so auch der junge Toby-Job-Hopper-Cowboy. Ich bin mir sicher, dass er die 700 Tausend bei Vontobel halbjährlich „verdient“. Ein Affront für alle, die 200-300 Fränkli mehr haben wollten, dem Chef ein Dilemma bescherten und danach gingen, oder gegangen wurden.

  28. Alles ganz normal – die Selektion des jungen Mannes gibt Auskunft über den Zustand der Bank Vontobel, weniger über den Mann.

  29. Messen wir seinen Erfolg nach 3 Jahren, sollte der Jobhopper dann noch an Board sein.
    Vontobel wird bis dann sicher, nach Abzug der Aktien, und seiner Saläre, um eine zusötzliche 1 Mio. erleichtert sein.
    Hauptsache die unfähige GL hat etwas gemacht, wie bei der Notenstein-LaRoche Übernahme, oder dem kostspieligen Namens- und Logo-Wechsel. Auch hier musste man etwas machen, und hat dann halt für 100derte Mio. einfach etwas vermeintlich sinnvolles gemacht, dass man dies in der Öffentlichkeit auch präsentieren konnte. So stand man dann gut da, auch wenn es ein Schuss in den Ofen war.

  30. Ein weiteres, unwichtiges Internetzeitalter-Würstchen.
    Solche haben wir doch schon zu Hunderten Kommen…und vor allem wieder Gehen gesehen. Er wird bei Vontobel ein- oder zwei Jährchen kräftig abkassieren, ohne auch nur das Geringste zu bewegen. Erstaunlich, wie man immer wieder auf solche Luftheuler hereinfällt.

  31. Herr Hässig, das hat nichts mit JobHopper zu tun, sondern es ist das Model der Zukunft im TechBereich.

    Ist hier jemand neidisch? Was sie hier tun ist erneut die Diskriminierung einer Person, da sich anscheinend jemand bei Vontobel (oder ExVontobel) auf den Schlips getreten fühlt, der ihnen den Hinweis zu dieser ‚Story‘ gegeben hat.

    Es ist alle Mal besser jmd von aussen zu holen, anstatt es zu machen wie die CS oder UBS, die mit abgehalfterten MD‘s die digitale Transformation voran treiben möchten – das funktioniert absolut nicht, wie man sieht!

  32. Fazit: Vontubel hat überquellende Mittel um diese dahergelaufenen Pseudo-Yuppies nachzuwerfen.

    Warten wir die nächsten News ab.

    Der Ab & -Rückbau fordert täglich neue Kräfte!

  33. Scheint gut im Überzeugen zu sein, aber hauptsache ist, dass man sich insider knowledge von Goldman Sachs herein holt, den grössten Falschgelderzeugern der Welt.
    Nebenbei darf man auch nachweislich behaupten, dass die wohl auch die Nr. 1 im REIN waschen sind.

  34. Well done, Zeno. Eine weitere Fehlbesetzung, die auf Deine Kappe geht. Die Personalie dürfte Dir sehr bald um die Ohren fliegen. Eine Erfahrung, die Du leider immer wieder wiederholst. Vielleicht solltest Du von Personalentscheiden einfach die Finger lassen.

    • Wer sagt, dass es Zeno war? Vielleicht es nur der Gespiele von Frau Baumann? Offenbar leistet sich dies auch Schwarzer, Schubiger und Lenhardt, welcher stets ähnliche Sekretärinnen engagiert, nachdem er bereits eine davon heiratete. Happy End ist immer schön, mag ich jedem gönnen, auch Frau Baumann, sonst hauptsächlich Kostensenkung, Skalierungen, Synergien und neuerdings auch Wachstum bei Hipstern, im Sinn hat.

  35. Ja wie soll denn ein digital guy aussehen der von einer traditionellen bank angestellt wird. Soll er 15 jahre erfahrung bei UBS und CS mitbringen. Das hätte Dir einen noch schöneren verriss gegeben gäll Lukas? Weil das ist alles was zählt bei Dir: bad news day in day out. Es gibt nichts was man nicht kaputt reden kann in deiner selbstgerechten welt. The hate paradise…

    • Wenn er etwas drauf hätte und noch etwas Eier zwischen den Schenkeln, dann wäre er selbständiger Unternehmer. So einfach ist es.