Ernst&Young hat Zürcher Arbeitsamt im Haus

Beratungs- und Revisionsfirma liess Mitarbeiter jahrelang am Sonntag arbeiten. Dem gehen Behörden jetzt nach.

Bei EY erfassen die Berater und Revisoren ihre Arbeitszeit in einem System namens Mercury. Dort finden sich Einträge, die es eigentlich gar nicht geben sollte: solche für Sonntage.

Der siebte Tag der Woche ist gesetzlich geregelter Feiertag. Die Arbeit muss dann ruhen – ausser ein Unternehmen hat eine Sonderbewilligung.

Die hat Ernst & Young nicht. Warum auch. Trotzdem malochten die Leute: jahrelang. Sie trugen die Zeiten brav im Mercury ein, ihre Vorgesetzten wussten also davon.

Das ist nun explodiert. Das zuständige Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) von Zürich ist bei EY im Nebengebäude des Prime Towers im Hause.

Trouble in der Hütte (IP)

Das sagt eine Quelle. Die Ermittler hätten nun vor Ort ihre Untersuchungen aufgenommen, meinte die Auskunftsperson. Entsprechend nervös sei die Führung.

Auf eine Anfrage hielt sich EY bedeckt. „Über Besucher an unseren Standorten generell und spezifisch zu Ihrer Anfrage können wir keine Auskunft geben“, meinte eine Sprecherin der Beratungsfirma.

Die Sonntagsarbeit war lange kein Thema. Die Mitarbeiter schrieben ihre Stunden auf, die Partner oben in der Firma freuten sich über ihre einsatzfreudigen Unterstellten.

Dann, Ende 2019, kam plötzlich von der Brücke die Meldung: Gratis-Überzeit gibt’s bei uns nicht.

Das interne Mail sorge für Erstaunen. Jeder wusste doch, dass bei EY auch sonntags geschuftet wird. Was soll das?

Der Grund dürfte in ersten Vorstössen beim Arbeitsamt liegen. Die staatlichen Prüfer hatten wohl damals erste Hinweise für problematische Praktiken beim Beratungsunternehmen erhalten.

Nun begannen sie, Fragen zu stellen. Die Führung reagierte wie ein Ertappter. „The model needs to be adjusted“, tippte sie ins Intranet. Das mit der Jahreszeit, bei der Berater zwischenzeitlich massiv zu viel arbeiten, komme auf den Prüfstand.

Das Modell der Jahresarbeitszeit habe „challenges“ gezeigt, der Grund liege in der „seasonality“ schrieben die EY-Zuständigen.

Es gehe nun darum sicherzustellen, dass „EY and our employees“ weiter flexibel arbeiten könnten, gleichzeitig aber die Firma auch die „labor law related risks“ unter Kontrolle hätte.

Kommentare

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  1. Als Sklave hast du keine Rechte. Hör auf dich zu beschweren. Der Meister möchte, dass Sie 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag arbeiten.

    Wenn Sie ein faires System wollen, muss jeder einen Stundenlohn haben und täglich für die Stunden bezahlt werden, die er bucht. Auf diese Weise gibt es eine klare Verfolgung, diejenigen, die mehr arbeiten, werden mehr bezahlt. Dies würde auch bedeuten, alle anderen Vorteile zu entfernen: gefälschte Boni, Firmenwagen und Wohnungen, Aktien usw.

    Aber niemand will ehrlich sein, wenn die Sklaverei für die Jungen an der Spitze so viel profitabler ist.

  2. Hört auf zu jammern, selberschuld seid’s ihr! Habt Euch einmal mehr vom Bundesrat sowie den Rot-/Grünen Schmarotzern über den Tisch ziehen lassen und am letzten Wochenende die Begreznungsinitiative abgelehnt…
    Schon gut; dann sollen sie doch noch mehr Frischlinge aus dem grossen Kanton einschleppen, sobald die vorige Equipe ausgebrannt ist!

  3. Machen die anderen 3 ja genau so. Nur dort unter der Anweisung, Sonntagsarbeit an einem anderen Arbeitstag zu rapportieren, damit es nicht auffällt und man sich die Sonderbewilligung sparen kann.

    • Was dann Urkundenfälschung wäre. Wissen Sie mehr? Dann ab damit zu Lukas Hässig und zum AWA!

    • Auch bei EY gibt es diese Anweisungen, nur nicht jeder hält sich daran. Deshalb, wenn ihr etwas ändert wollt, dann schreibt nicht hier, sondern meldet euch bei der AWA, schickt Screenshots, Mails, Protokolle etc. Herr Marton verarbeitet alles anonym.

      Jürg Marton
      Telefon 043 259 91 12
      juerg.marton@vd.zh.ch

    • In der Wirtschaftsprüfungsbranche dürfen per Kommunikation keine Überstunden gemacht werden! Die Arbeit bleibt die gleiche! Zu wenig gespart in guten Zeiten!

      „Wie oft erliegen Menschen, die unbedingt reich werden wollen, den Versuchungen des Teufels, wie oft verfangen sie sich in seinen Netzen! Solche unsinnigen und schädlichen Wünsche stürzen die Menschen in den Untergang und ins Verderben.“ 1. Timotheus 6:9 HFA

  4. Der Fall wird noch so richtig explodieren, wenn ein Arbeits-Rechtsstreit langsam durch die Instanzen geht.
    Die Beweislage ist für EY katastrophal und beinhaltet eindeutig – in Mercury dokumentierte – Sonntagsarbeit.

  5. Das Management könnte von den Grünen lernen, dort wird das einfach Ziviler Ungehorsam genannt, Begründung auch hier würde passen „der zweck heiligt die Mittel“. Weil die Beratung sooo wichtig ist, und kostendruck herrscht.
    Aber es wird wie immer laufen; mit grossem Getöse einfahren und nach einiger Zeit still anschleichen!

  6. Die international (globalisierte) Beratungstätigkeit ist nun mal 24/7 mit entprechenden Zeitzonen – wollen wir dabei sein oder nicht, das ist die Frage !? … bzw. soll sich der Rest der Welt nach unseren Arbeitszeitvorstellungen (geht ja eigentlich nicht, weil die Erde rund ist und entsprechende Zeitzonen hat) richten … Idiotie der CH-Insulaner !

    • Bei dieser ganzen Sache geht es nicht um Zeitzonen oder mal am Sonntag oder länger arbeiten.. Lese die Berichte vom 3. und 16.9.

    • Es geht hier nicht um die Arbeitszeitvorstellungen. Es geht darum ob die Arbeit bezahlt wird! Auch in der Beratung ist der Deal nun einmal: meine Zeit gegen Dein Geld.
      Konsequenz: kein Geld – keine Zeit.

  7. Jeder der in einer Big4 arbeitet ist freiwillig dort. Die Mitarbeiter haben (meist) einen Uni Abschluss und würden sofort eine andere Stelle finden. Wo ist genau das Problem? Wenn schlecht ausgebildete Hilfskräfte ausgebeutet werden bin ich auch dafür, dass das Arbeitsgesetz durchgesetzt wird. Aber bei einer Big4 ist das wirklich nicht nötig!

    • Stimmt nicht! Als Auslands-Schweizer habe ich bei anderen Schweizer Unternehmen keine Stelle gefunden. Das einzige was mir übrig blieb, war zu einer Big 4 zu gehen und gerieben zu werden (Not okay!).

    • @Never too late:
      Dass in der Schweiz zugezogene nicht so leicht eine Stelle kriegen ist politisch (von der SVP) gewollt. Welche Rolle der Auslandschweizer-Status da spielen soll ist mir rätselhaft. „Wenn es in der Schweiz nicht passt, gibt es sicher im Heimatland gute Stellen“ ist die Ansage.

  8. Der Sonntag, der Tag der Auferstehung
    Jesu Christi, von zentraler Bedeutung für jeden Menschen, da wir erlösungsbedürftig
    sind – ja, auch der stolze Banker -, ist der erste Tag der Woche.

  9. Jeder ist selbst schuld, wenn er sich ausbeuten lässt … unsere Grosseltern und Eltern haben für soziale Errungenschaften gekämpft (z.B. arbeitsfreier Sonntag und … Samstag). Und heute werden diese Errungenschaften im Rahmen stupider Ego-Karrieren geopfert. Wie dumm muss man sein!?

  10. Das AWA muss an dem Fall ein Exempel statuieren.
    Und zwar:
    – Strafrechtliche Konsequenzen für einzelne Personen
    – Einzug der durch wiederrechtliches Verhalten erwirtschaftete Gewinne (ja, das geht!)
    – Verteilung der wiederrechtlichen Gewinne und Entschädigung der Opfer
    Müssen halt die Partner mal 2-3 Jahre auf Gewinnausschüttung verzichten. Sie werden es verschmerzen können.
    Was man hört, ist das ein hochinteressanter Rechtsfall mit hieb- und stichfesten Beweisen zu Überzeit und SOnntagsarbeit hängig ist. Wenn EY da nicht settlen kann, dann explodiert da gleich die nächste Bombe.

    • Leider hat EY der AWA bis jetzt korrekte Reports (Excel) vorgelegt. Und leider melden sich keine Kollegen mit Fakten und Beweisen bei der AWA. Ohne das wird es schwierig.

    • … und gleich auch absolutes Verbot für internationale Beratungstätigkeit ausserhalb der Zeit- und Kulturzone Schweiz !! … its… stupid ?!

    • @EYler
      Profi-Tipp: Excels signieren lassen und dann die Rohdaten verlangen. Inklusive Logs.
      Dann kommt möglicherweise noch Urkundenfälschung dazu. 😈

  11. Endlich! Endlich tut sich mal was!
    Hoffentlich fahren die gleich richtig rein: Hausdurchsuchung, Unterlagen einkassieren. Getrennt verhören.
    Hier muss es strafrechtliche Ermittlungen geben!

    • Endlich, stupid … einfach in der falschen Branche gearbeitet ?! … international ist von “8 to 5” Swiss time … wo sind eir denn hier, stupid !?!

  12. EY war jahrelange die Revisionsgesellschaft bei Wirecard und hatte offiziell nichts gefunden bis vor einigen Monaten. Wirecardist kürzlich Konkurs gegangen und machte jahrelang Luftbuchungen im Milliardenbereich und nicht nur in Asien, sondern weltweit.

    Hoffentlich wird das Gericht entscheiden, dass EY den Aktionären ihre Verluste ersetzen müssen.

    • Hauptsache du erzählst hier Müll! Bereits 2019 hat EY den Verdacht bei der Bafin gemeldet. Das Problem ist die Bafin, die haben trotz konkreter Hinweise nie reagiert. Financial Times hat bereits 2016 bei der Bafin Umsatzschwindel gemeldet.. Marsalek hat aber jedesmal extrem aggressiv sämtliche Vorwürfe abgewiesen.
      In Asien war zudem eine Asiatische Treuhandgesellschaft zuständig und auch da waren alle Testate grob gefälscht.

    • Doch schon bereits im Jahr 2019 nach etlichen Jahren des Tricksens und umfangreicher Vorarbeit von KPMG? Da ist EY ja mal der ganz ganz grosse Wurf gelungen, vielleicht ja sogar an einem Sonntag. Ein voller Erfolg – wenn man man die Messlatte entsprechend niedrig auflegt.

    • Wenn Sie sagen, dass EY bereits 2019 einen Verdacht gemeldet hat muss man sich trotzdem fragen warum im Testat für 2018 nichts erwähnt rsp. warum eines abgegeben wurde. Üblicherweise vermerkt man dies. Der Verdacht muss ja vor der Abgabe während der Prüfung der Unterlagen erfolgt sein.
      Ich stimme Ihnen jedoch auch zu, dass es bereits in den Jahren zuvor Anzeichen gab, jedoch haben weder EY noch weitere Parteien reagiert haben.

  13. Wire card lässt grüssen! Die grossen „Prüfer“ pruefen nichts, Haken nur die Checkmarks ab und wollen die verrechneten Stunden maximieren

  14. Die Antwort ist ganz einfach:

    A) Wertet die Login/Logout Zeiten am Laptop aus.

    B) Wertet die Zeitstempel auf Dateien aus.

    C) Wertet die Netzwerkausladstung aus.

    Noch nie gab es so viele digitale Spuren wie heute.

  15. Wer jung ist und will lernen, muss auch viel arbeiten können…
    In meine ganze Leben habe sehr wenig am Wochenende nicht gearbeitet…aber einfach meistens zu Hause oder im Bibliotek….das ist Geschmacksache…
    Die Revisionfirmen sind seit 2001 nach dem Enron, Worldcom, Tyco, AkzoNobel, Xerox, Parmalat….in der Krise geraten. Andersen ging deswegen konkurs…seit dem ist die Rede: ist Revision commodity? Natürlich ist zum grossten Teil…aber der Regulator, die FINMA will immer schöne Berichte und lange sehen, die meisten nicht verstehen und damit etwas arbeiten können….aber 90% von solche “ Trivial Romane“ nützen nichts und niemanden….verlorene bezahlte Zeit…
    Man sollte mehr mit check Liste arbeiten….heute eigentlich Algo und Apps: gibt ein Problem bekommt sofort die Meldung der zuständige Partner, die FINMA….dann kann man dranarbeiten und “ richtige lösungen“ finden nicht nur schöne Berichte schreiben und lesen…
    Das ist Zukunft, man ist noch weit aber die Richtung ist vorgegeben….Jeff Bezos oder Elon Musk würden in 6 Monaten ein Protyp aufbauen…

  16. Ja und? Die Überzeit wird bis Manager ja ausbezahlt. Also jeder der am Sonntag gearbeitet hat wurde dementsprechend entschädigt. Gezwungen wurde ich übrigens auch nie. Wer mehr arbeiten will kann das und wird dafür auch entschädigt. Ab Stufe Manager siehts leider bisschen anderst aus. Aber das ist auch eine Mitarbeiterebene, die können für sich selber schauen, was sie mit machen und was nicht. Da brauchts kein AWA.

    • Nicht jeder Bereich ist gleich. Es gibt einige Counselors bei uns die ganz klar, leider in EY Manier nur mündlich, sagen, dass Sonntagsarbeit und mehr als 12.5 Stunden am Tag auf andere Tage verteilt werden muss. Wenn man dies nicht macht wird man jedes Mal gemahnt. Und was dann passiert wissen wir alle.

  17. Gerne würde ich mal wissen wann unser geschätzter Luki seine Artikel schreibt die er Montags publiziert. Alles brav am Freitag schon geschrieben oder was?

    • Ich habe selber Arbeitsverträge gesehen von normalen Angestellten im Büro (Lohn unter CHF 100’000), wo darin steht, dass Ueberstunden nicht angerechnet werden. Das ist ganz klar gegen das Arbeitsgesetz. Ein Anwalt kann helfen, die Ueberstunden bis zu 5 Jahre vergütet zu bekommen.
      Eine Rechtsschutzversicherung ist Gold wert.

    • Besser ist noch, dass ab einem bestimmten Level die Überstunden im Lohn enthalten sind. Und mit Überstunden sind 3 Stunden pro Woche gemeint. In Tat und Wahrheit sind es aber wesentlich mehr…. Wenn man es dann mit dem Vorgesetzten bespricht, heisst es du musst Prioritäten setzen. Aufgaben liegen lassen, um so Signale ans Management geben, dass man unterbesetzt etc. ist. Dumm nur, dass dir es auf die Füsse fallen, weil es dann heisst, du machst deine Arbeit nicht. Und dieser Vorwurf kommt dann von allen Seiten!!

  18. Solange es für die fehlbaren Partner keine strafrechtlichen Konsequenzen hat, lachen die doch darüber. Bussen zahlen die aus der Portokasse.

  19. Wenn ein inferiorer Mensch seine alberne Existenz,
    sein viehisch-dummes Glück als Ziel fasst,
    so indigniert er den Betrachter;
    und wenn er gar andere Menschen zum Zweck seines Wohlbefindens unterdrückt und aussaugt,
    so sollte man so eine giftige Fliege totschlagen.

    Friedrich Nietzsche
    * 15. Oktober 1844 † 25. August 1900

    _

    https://tinyurl.com/yycahuv3

  20. Bin gespannt, ob EY in Zukunft die Dumpingreise aufrechterhalten kann. Ich hoffe, dass das Zürcher Arbeitsamt ein Exampel statuiert, damit die ignoranten -meist ausländischen- Partner wissen, welche Regeln in lovely Switzerland gelten.

    • Als ehemalige Arbeiterbiene der Konkurrenz wunderte ich mich oft, wie sie bei Requests for Proposal mit derart unterirdisch tiefen Preisen reingrätschen konnten. Dummerweise sind die Procurementleute auf Kundenseite selten Experten im Gebiet, wo die Arbeit zu erbringen wäre; sie sehen nur den viel tieferen Preis und man darf wochenlang am absolut fairen Angebot rumschrauben, um auch nur annähernd an die Bargain Basement Bude EY anzugleichen.

  21. Was soll diese gespielte Naivität. Überzeit während der Woche (sogenannte „Nachtschichten“) und Arbeiten am Wochenende ist doch Standard in de Beratungsbranche, Anwaltskanzleien etc. Jeder weiss dies und macht es mit, wenn er dort arbeiten und reussieren will oder eben nicht.

    • Das AWA Zürich spielt eben gerne Polizistli. Das ist bekannt… Vor allem der frühere Leiter fühlte sich als Sheriff.

    • Das ist so. Und wenn man etwas sagt, müde von monatelangen 6- und 7-Tagewochen, dann werden ganze Teams entlassen und man holt Nachschub aus dem unerschöpflichen Reservoir aus dem Ausland. Auch bei den Grossfitmen der Finanzindustrie bei dringenden Spezialprojekten an der Tagesordnung.

    • Wenn es Standard ist das Gesetz zu brechen, dann muss man dieses Verhalten entweder stoppen oder das Gesetz ändern. Einfach so weitermachen ist keine Option.

    • Es ist keine Naivität. Überstunden sind auch nicht das Problem. Aber übermässige schon. Bei einige Kollegen heisst es Freizeit gleich null und dass das ganze Jahr. Irgendwann muss dies einfach aufhören. Produktivität und Effizienz kann auch anders erreicht werden. Es passieren zu viele Fehler und es geht auf die Gesundheit der Kollegen.

    • Wo ist das Problem? Überstunden aufschreiben und entweder kompensieren oder auszahlen.
      Das Problem hier ist doch, dass sich EY darum drücken will, das Gesetz einzuhalten. Das war schon bei uns damals so.
      Und das geht nicht.

  22. … die Arbeitstiere bei EY. In allen anderen Beratungen und Wirtschaftsprüfungen wird sich strikt an die Gesetzte gehalten und immer 8 Stunden pro Tag ins System eingetragen …

  23. Haha, wer war denn damals am Ruder? Genau, der Stalder Mäse. Jetzt weg. Wer war als Head HR dafür verantwortlich? Die Marionette V. Immer noch da….

    • Nö, den V. haben sie zwischenzeitlich auch hochkant raus geworfen. Sorry: „Hat beschlossen, sich beruflich zu verändern“

    • Da ist was im Busch. Wenn man einen Blick auf das LinkedIn Profil des guten Herren wirft, wird recht schnell klar, dass dieser noch nach einer neuen Herausforderung sucht.

      Ob die Trennung von dem wehrten Kollegen wohl andere Gründe hat, die man nun vertuschen möchte?

      Bitte dran bleiben, Herr Hässig.

    • Sehr schön. Ist er also, mit reichlich Verspätung, doch noch über den Untersuchungsbericht im Harassment-Fall gestolpert. Die Geschichte eines Mannes ohne Rückgrat, welcher in seiner Position überfordert war.

      Dauerte aber lange, bis die EY-Führung reagierte….wie immer also.

  24. Lukas, es ist wirklich Zeit für „Inside Consulting Houses“ als neuen Blog, dagegen sind die Paradeplatz Stories lasch. Kämpfe mich gerade wieder durch das wöchentliche Proposal Angebot der Blendertruppe, so viel Bullshit auf Hochglanzfolien kann nicht mal ein Banker produzieren, es braucht die ganze Muppetshow.

    State of play: immer noch massive (Corona) „Investments“ in Höhe 30-45% auf bereits verhandelte Raten, Partnertage grundsätzlich free of charge (der Kunde muss dem Kaffee-Onkel ja nicht noch das Business Development vergolden), expenses grundsätzlich auf Null (hat aber gebraucht bis man verstanden hat das auch Berater in diesen Zeiten nicht reisen, war eigentlich als versteckte Margenerhöhung geplant).

    Vorschlag zur Güte: McGrinsey berät das Arbeitsamt wie mit dem Thema strategisch umzugehen ist, bei denen brennt ja nichts an, Donnerstagabend ist man durch für die Woche und es geht ins Chalet oder aufs Boot – die Melkkuh finanziert es gern.

    • Das Problem ist doch folgendes: Eigentlich ist die Revisionsbranche nackt – nur tun wir alle so als trage sie neue Kleider. Fälle wie Wirecard, Carillion oder die Prüfung der Finanzbranche 2008 zeigen, dass die Revisionsbranche eigentlich weitestgehend ein Placebo für die Öffentlichkeit ist (mindestens dort wo es besonders relevant ist – bei den Publikumsgesellschaften; bei kleineren Unternehmen ist die Revisionsstelle eher der Sparingpartner).

      Das ist nicht mal wirklich böswillig, sondern kommt durch die Vermengung verschiedener Faktoren. Einerseits werden die Unternehmensgruppen immer grösser und komplexer, andererseits werden die Rechnungslegungsstandards immer „scheingenauer“ (keep it simple stupid gilt hier nicht mehr) und zu guter Letzt führt die zunehmende Regulierung der Prüfung selber dazu, dass die Prüfer paradoxerweise mit so viel „tick the box“ überhäuft werden (und der Fokus sich auch darauf verlegt), dass die eigentliche Prüfung leidet (besonders problematisch ist es, wenn diese „tick the box“-Manie in die KMU-Revision durchsickert… was sie definitiv tut). Natürlich gibt die Branche letzteres nicht zu und verkauft sich als analytische eierlegende Wollmilchsau – das Standardprodukt ist aber ein dürftiger Checklisten-getriebener Monkey-Job.

      Das ganze wird dann noch von der, im heutigen System unüberbrückbaren, Mutter aller Interessenskonflikten gekrönt – der Geprüfte zahlt den Prüfer, was das Anreizsystem völlig verzerrt.

      Nötig wäre eine wirklich globale Reform dieses Bereichs und eine Veränderung der Haltung gegenüber Prüfungen generell. Heute scheint sich bei vielen Stakeholdern die Ansicht durzusetzen, dass man jedes Risiko durch einen geeigneten Prüfbericht wegbedingen kann – ohne sich wirklich damit auseinanderzusetzen, ob das wirklich möglich ist. Dieses „outsourcing“ der Vorsicht ist ein Teil des Problems.

    • @Liquidator

      Mir gefallen Ihre Argumente: „placebo“, „scheingenaugigkeit“, der unsinnige Administrationsaufwand: „Prüfung gilt nur als erfolgt wenn dokumentiert“ etc..

      Vermutlich waren Sie als Revisor noch nie in einer verantwortungsvollen Position und in einer brisanten Situation. Darum hier einige Argumente aus der Praxis:

      1. Effekt: Alleine die Tatsache, dass der Revisor die Jahresrechnung prüfen wird, diszipliniert die Unternehmen.
      2. Funktion: Bei nicht Inhabergeführten, börsentkotierten Unternehmen stellen die Revisoren gewisse Standards sicher (z.B. Aussagekraft und Vergleichbarkeit Jahresrechnung) im Dienst der Aktionäre und der Öffentlichkeit.
      3. Haftung, Verantwortung Revisor: Der Revisor riskiert seine Zulassung, wenn er gewisse Sachverhalte (welche er gesehen haben musste, wegsehen ist leider immer noch gang und gäbe) nicht bemängelt oder offen legt z.B. Geldwäscherei. Der Revisor ist zwar monetär abhänig vom Auftraggeber, er hat jedoch eben auch starke Anreize sich an die Standards zu halten.
      4. Falsche Vorstellungen Rolle: Der Revisor ist kein Polizist und ist auf die Kooperation mit dem Auftraggeber angewiesen. Die Rolle der Wirtschaftsprüfer wird in der Öffentlichkeit oft falsch verstanden, denn der Revisor ist nicht zuständig dafür die kriminelle Energie, Egoismus, oder Masslosigkeit einzelner Mitarbeiter aufzudecken.

      Ich kenne brilliante und strenge Wirtschaftsprüfer, welche Probleme sehen, Verantwortung übernehmen und sich sehr diplomatisch durchsetzen. Ebenso gibt es unter den Wirtschaftsprüfern blinde, dumme, geldgeile Schleimer, welche jeden Job machen.

      Gute Revisoren agieren unternehmerfreundlich aber auch verantwortungsbewusst und kompetent.

    • @Mutti

      Leider liest wohl keiner mehr alte Kommentare. Aber trotzdem:

      Wir liegen wohl nicht soweit auseinander, wie Sie es vermuten. Sie haben richtig erkannt, dass ich durchaus Einsicht in die Prüfung habe. Sie liegen aber falsch, dass ich noch nie in einer verantwortungsvollen Position war oder meinen fairen Anteil an brenzligen Situationen durchlebt habe (der Schluss daraus ist ohnehin eine heroische Annahme welche nur auf den Kommentierenden zielt).

      Was Sie hier beschreiben ist genau die Idealvorstellung eines Prüfers. Eine Vorstellung die von den Firms und den Verbänden auch gerne verkauft wird. Das Problem ist m.E. nun, dass Sie die vergangene Entwicklung ausblenden. Es ist, wie gesagt, eine Idealvorstellung.

      Die Problematik ist die, dass der besagte Verwaltungsaufwand zunimmt. Das „red tape“ das mittlerweile in der Revision vorherrscht, führt in manchen Bereichen zu den gleichen unsinnigen Compliance-Übungen wie in anderen Branchen. Gerade das ist es, was dem, was Sie hier als „die“ Eigenschaft der Revisoren anpreisen das Wasser abgräbt. All das lässt die eigentliche kritische Fähigkeit des Revisors – buchhalterische Zusammenhäge und Bewertungsfragen zu beleuchten – atrophieren (es gibt Teams, die wissen jeweils nicht mal mehr ob ihr Kunde Gewinn erzielt oder nicht).

      Schauen Sie nur mal, wie die Ausbildung zum „modernen“ WP abläuft: Das ist zu 80% Form (wie prüfe ich, damit ich die Standards einhalte und so das Risiko für meine Firma minimiere) und noch zu 20% Substanz. Dabei wäre es gerade wichtig, das Verständnis des „was“ geprüft wird anstelle des „wie“ zu stärken. Substanz zählt heute nicht mehr so viel (die die es noch beherrschen sind dann eben genau die Prüfer, die beim Kunden gut ankommen).

      Gerade bei ihrem Punkt 2 wird es dann wirklich brenzlig. Der Revisor im Dienste der Allgemeinheit: Gerade hier offenbart sich der inhärente, kaum überbrückbare, Interessenskonflikt, der viel zu oft in der Formel: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing – endet. Das gepaart mit der Komplexität von multinationalen Unternehmen (denken Sie z.B. an eine GE, AIG oder Wirecard) führt m.E. dazu, dass riesige Unternehmensgruppen kaum richtig prüfbar sind. Nehmen sie dazu das Thema Geldwäscherei oder z.B. das Thema unberechtigter „Hilfszahlungen“ im internationalen Geschäft. Selten bis nie wird hier mit der nötigen Sorgfalt vorgegangen.

      Das der Revisor dann kein Polizist ist, dass ist eigentlich allen Revisoren klar – nur der Öffentlichkeit nicht (siehe Postauto). Die Öffentlichkeit nimmt den Revisor eben genau als Hilfspolizist war – was beim öffentlich wahrgenommenen Versagen dann zu den teilweise absurden Anforderungen führt, die wiederum in Check-the-Box-Übungen münden (die sind aber chargeable – und dass durch überchargtes dabei aber unterqualifiziertes Personal).

      Gerade letzteres führt eben dazu, dass Revisoren nicht mehr Unternehmens- oder Investorenfreundlich agieren können. Besser wäre es allemal, die Anforderungen auf ein realistisches Mass zurückzuschrauben und die Sanktionierung fehlbarer Manager und Verwaltungsräte weiter auszubauen.

    • Lieber Big Spender
      Vor Urzeiten gab es im Aargau eine Aufnahmeprüfung in die Bezirksschule. Da mussten die Fünftklässlerlein „das“ von „dass“ unterscheiden können…

    • @Insider

      Ich verstehe Ihre Argumente. Zum Thema Helden, die gibt es nämlich:

      Zurzeit sind tausende von Unternehmen mit Existenzfragen konfrontiert: Liquiditätspläne, Zwischenbilanzen, Gutachten inkl. alles.

      In diesen Situatioenn gibt es drei Charaktere: die einen wenden sich ab, die einen reden schön und machen nichts und dann gibt es diejenigen die anpacken:

      Wirtschaftsprüfer die ohne Honorarzahlungsaussichten sonntags* Zwischenbilanzen prüfen, Gutachten schreiben, Analysen erstellen und allenfalls harte Entscheide fällen müssen. Das sind extrem fordernde und interessante Aufgaben, die auch ein angemessenes Mass an Kompetenz, Charakter und Erfahrung voraussetzen.

      (*es handelt sich meistens um dringende Zusatzaufträge, welche also zusätzlich zum normalen Arbeitsvolumen erstellt werden müssen).

  25. Vielleicht eine Busse, die EY von den Steuern abzieht?
    Wirklich weh würde es der EY ja nur tun, wenn sie diese unzulässigen Arbeitszeiten rückwirkend für ehemalige Mitarbeiter entschädigen müssten und wenn aktuelle Mitarbeiter diese Zeiten sofort kompensieren müssten.
    Das wird nicht passieren.
    Also gelobt EY Besserung und zwei Jahre später, wenn sich diese Besserung schlecht auf den Bonus auswirkt, ist es wieder beim Alten.

  26. Der Sonntag ist der ERSTE TAG der Woche.
    Aus diesem Grund heisst der Mittwoch auch
    Mittwoch, weil er die Mitte der Woche ist –
    man rechne nach!

  27. EY Schweiz ist seit 6-7 Jahren EY-intern ein Problemfall. Bei jeder Partnersitzung wird Schweiz separat erwaehnt weil dort seit Jahren die sog. Solidaritaetszahlungen der anderen Laendern hinfliessen muessen. Wie lange noch?

  28. Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.

    Markus 2:27

  29. Bei gewissen Jobprofilen gibt es halt tatsächlich eine signifikante Saisonalität. z.B. bei den Wirtschaftsprüfern. Bei uns liegt die Arbeit zwischen September bis cirka März auf dem Tisch. Und zwar Massenhaft. Dazwischen ein Vakuum. Entweder mit dem Jahreszeit Modell darf in strengen Monaten auch mal regelmässig eine 50-60, teils 70hh Woche anfallen, im Frühling und Sommer dafür länger Ferien – oder man hat nur einen Grundstock an Festangestellten, der Rest sind schlecht qualifizierte Temporäre (denn die Guten suchen sich richtige Jobs). Beides ist nicht ideal, aber für Ersteres Modell kann man sich bewusst entscheiden, wenn man die private Flexibilität dazu hat.

    Bei mir als Familienvater sinkt die Flexibilität zwar, aber als inzwischen Manager habe ich auch im Frühling genug zu tun, sodass meine Arbeitsbelastung durchs Jahr durch wieder geglättet wird. Bei meinem Arbeitgeber (nicht EY) muss ich dennoch keine einzige Stunde am Sonntag malochen.

  30. Auweia, so etwas aber auch.
    Da darf das Arbeitsamt gleich auch bei Deloitte vorbeischauen. Da ist das nämlich ganz normal und wird als selbstverständlich angesehen und eingefordert. Wer das nicht tut fliegt schnell raus. Notabene, im Zeiterfassungssystem darf diese Zeit jedoch auf gar keinen Fall aufpoppen und somit hat der Arbeitnehmer keine Chance diese je einzufordern. Auch werden die Mitarbeiter sehr freundlich daran erinnert, Wochentags die gearbeiteten Stunden im System auf die magischen 8.5 zu begrenzen. Ein Bombengeschäft!
    Kommt es dann zu einem Stellenwechsel ist Deloitte fein raus und hat de facto sehr günstige Arbeitskräfte.
    Falls nötig wird dann versucht mit dem Schlusszeugnis ein Gegengeschäft einzugehen (Rating 1 – 5) um keinen Rappen mehr ausgeben zu müssen.

    • Deloitte, KPMG, PWC…
      Es ist usus geworden systematisch Gesetze zur Höchstarbeitszeit, Sonn- und Feiertagsarbeitsverbot sowie Ruhezeiten zu brechen.
      Wo kein Kläger da kein Richter. Gerade die ausländischen Arbeitskräfte haben sich NICHT gewehrt, da die Drohgebärden aus dem HR sowie der Partner sie entsprechend eingeschüchtert haben.
      Liebe Assitants, Consultants, Seniors und AMs, zieht euren AG vor den den Kadi. Vor dem Richter zeigen die Partner dann ihr Format, nämlich das eines Jammerlappens, vorallem wenn man strafrechtlich gegen sie vorgeht.

    • Bei Deloitte ist es gar möglich, mehr als 8 Stunden Arbeit im System zu erfassen.Versucht man dies, kommt eine Fehlermeldung und man muss den Wert korrigieren, um speichern zu können. Deloitte will offenbar gar nicht wissen, wieviel Überzeit anfällt. Die ist ja mit dem Gehalt abgegolten.

  31. Meine 5 Jahren bei EY waren super, die Arbeit am Wochenende war ein Teil davon und jeder weiss, auf was er sich einlässt. EY, als Exempel, an den Pranger zu stellen ist falsch, denn die Arbeit am Wochenende ist bei allen Big4 „current normale“. Das System ist auf Leistung ausgelegt, dies anzupassen, nur weil einige nicht mithalten können, wäre schade. Statt zu jammern sollten die Leute die Stelle wechseln, denn auch die öffentliche Hand benötigt Mitarbeiter.

    • Es hat nichts mit „nicht mithalten können“ zu tun. Über 300 Üstunden und noch viele Ferienstunden zu Gute, obwohl Freizeit bezogen wurde ist nicht lässig. Es gibt Kollegen die effizient und schnell arbeiten, aber genau das ist das Problem. Sie bekommen die Arbeit auf den Tisch die unfähige Kollegen nicht schaffen.

    • werter ‚ey alumni‘, sie haben wohl in den ius-vorlesungen den unterschied zwischen zwingendem recht und dispositives recht nicht mitbekommen…

    • @alumni: Ja das stimmt schon, die Tüchtigen kommen dann aber auch weiter, Bewertung nach „number of chargeable Hours to customers“ und die Unproduktiven werden ausgemustert. Der Tüchtige steigt auf und partizipiert dann auf Partnerstufe an den „chargeable Hours“ der Untergebenen. Das ist allen bekannt und ist seit Jahrzehnten bei allen Big-Four so gelebt. Wer damit nicht umgehen kann, sollte auch nicht dort arbeiten.

  32. Ich war selber für EY tätig.
    Das Eintragen von Sonntagsarbeit in Mercury war schon vor 2019 verboten und wurde auch so kommuniziert. Ich sehe das Problem nicht ganz: Bei EY muss man viel leisten, erhält jedoch auch die Flexibilität wo und wann man arbeitet. Ich konnte an einem Freitagnachmittag gehen, habe am Samstag die Einkäufe erledigt und was sonst noch ansteht. Am Sonntagmorgen ging ich dann online und habe noch etwas gearbeitet.
    In der Busy Season gab es auch Samstagsarbeit, klar. Aber auch da war man flexibel was ich eigentlich immer geschätzt habe.
    Wenn man dann die Zeit ehrlich erfasst und EY nun eins auf den Deckel kriegt finde ich das, bezogen auf meine Situation, nicht fair.
    Wie es in anderen Abteilung aussah kann ich nicht beurteilen.
    Gruss nach Zürich.

  33. Ob Beratungs-/Revisionsfirma oder Bank, keiner im Management hat weder das Wohl der Kunden, noch der Mitarbeitenden als höchste Priorität. Es geht den Damen und Herren nur und ausschliesslich um ihre Vorteile (Total Comp. und Promotion). Es gab einmal eine Zeit, wo Kunden noch im Zentrum standen und die Mitarbeitenden das wichtigste Gut einer Unternehmung waren. Der Niedergang begann mit der Globalisierung, wo wir naiven Schweizer glaubten und weiterhin glauben, dass all die Zuzüger irgend etwas besser können als wir selber. Nur Schweizer Kühe gehen freiwillig zum Schlachter. Einfach nur dumm!

    • Zuzüger können es oft nicht besser. Darum sind ja so viele Unternehmen gerade in der Finanzindustrie so wenig erfolgreich. Wie sollen alle die Uniabgänger aus dem Ausland und jegliche praktische Erfahrung den auch gerade in solchen Umbruchzeiten neue Geschäftsmodelle entwickeln helfen? Ich war mal an einer Veranstaltung, da hat eine Uniabgängerin aus einem Nachbarland mit nicht nachvollziehbarem Track Record in einer hohen Position im Risk Management eines Pharmakonzerns einen Vortrag gehalten, der die Grundlagen aus einem Lehrbuch zusammenfasste. Das löste bei den anwesenden erfahrenen Risk und Compliance-Fachleuten ein ziemliches Kopfschütteln auf. Oder ist die Unerfahrenheit der günstigen Uniabsolventen aus ganz Europa vielleicht manchmal gewollt? Dasselbe erleben Kollegen, wenn sie, als Ü50 entlassen, nun auf Beratungsbasis junge, unerfahrene leitende Mitarbeitende beraten sollen (dafür ist offenbar wieder Geld vorhanden). In einem Fall hat die junge „Head of irgendwas“ nicht mal das Problem verstanden (Aufbau einer internationalen Vertriebsorganisation), geschweige denn gewusst, was sie nun soll. Good luck all den Schweizer Unternehmen.

  34. Die werden nicht viel finden – evtl die Spitze des Eisbergs – die meisten Stunden am Sonntag wurden nie aufgeschrieben. Freitags gab es den Auftrag an die fleissigen Ameisen – diese oder jene Arbeit muss aber am Montag fertig sein.

    Dementsprechend wurde am Wochenende im HomeOffice gerackert und nie eine Stunde aufgeschrieben – das war so erwartet worden.

    • Dito, das ist genau das Problem mit dem einige zu kämpfen haben. Melde dich hier und teile deine Erfahrungen. Sie behandeln es anonym, aber ohne Informationen wird EY ihnen brav korrekte Daten zeigen und es passiert nichts.

      AWA
      Jürg Marton
      Abteilungsleiter
      Telefon 043 259 91 12
      juerg.marton@vd.zh.ch

    • Und Khan… und USZ… und Raiffeisen… und JB… und dann noch ein Stöhlki-Verriss… danach repeat

  35. Die armen Behörden wurden durch die IP-Publikationen im Tiefschlaf geweckt. Hoffe, die Beamten kriegen keinen Burnout, wenn sie nun mal was tun müssen. Und am Schluss der Arbeit wird dann der oberste Steuerverwalter hinten herum die Einstellung des Verfahrens anordnen, um den Steuerzahler EY nicht zu verärgern.

    • EY lobbiiert beim Staat und die Behördenprüfer agieren weisungsgebunden (wer dort zu genau schaut bekommt ebenfalls Probleme). Da beißt sich die Katze also in den Schwanz.

      Eigentlich müsste man längst die strafrechtliche Relevanz bemerken.