Kronzeuge Matthias Krull geniesst Luxus-Life

Statt im Gefängnis zu schmoren, kauft sich Ex-Bär-Berater Miami-Residenz. Der Venezuela-Banker ist das Trumpf-As der Amis.

Matthias Krull wurde in Amerika zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Doch der Ex-Venezuela-Berater der Julius Bär sitzt nicht hinter Gittern. Vielmehr geniesst er das Leben in vollen Zügen.

Laut dem „Kenneth Rijock’s Financial Crime Blog“ hat Krull soeben ein neues Zuhause in Miami erworben.

Für die Julius Bär und möglicherweise weitere Banken, mit denen Krull zusammengearbeitet hatte, sind das Bad News. Für sie wird der Deutsche-Schweizer zum neuen Bradley Birkenfeld.

Der Amerikaner hatte die UBS im Schwarzgeldkrieg vor 12 Jahren im Alleingang in die Knie gezwungen. Nun könnte Krull das Gleiche mit Bär et al. „gelingen“.

Birkenfeld war die wichtigste Angriffswaffe der Amerikaner zur Sprengung der Banken-Burg. Krull kommt die gleiche Rolle zu im Fight gegen Latino-Kunden.

Und weil es bei Krull um korrupte Venezuela-PEPs geht, die das verarmte Land ausgenommen hatten, ist der Banker besonders gefährlich – für den ganzen Finanzplatz.

Happy Banker (Univision.com, Soziale Medien)

Venezuela-Milliarden haben die Schweiz flächendeckend kontaminiert: von CS über Bär bis zu Mirabaud und der kleinen Compagnie Bancaire Helvétique.

Wie sehr Krull der entscheidende Kronzeuge der Amerikaner im Fall PDVSA – das ist die staatliche Venezuela-Ölfirma – geworden ist, zeigen die Erleichterungen rund um sein Urteil.

Nicht nur ist Krull zumindest bis nächsten Frühling in Freiheit, sondern er hat auch keinen Hausarrest und muss keine elektronische Fussfessel tragen.

Auf freiem Fuss, mit neuer Bleibe, im mondänen Miami: Krull geht’s super. Dafür muss er den Amerikaner alles liefern: sämtliche Informationen rund um Schweizer Banken und Berater im Fall Venezuela.

Krull – der nächste Albtraum von Swiss Banking.

Kommentare

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  1. Die Amis sind nicht besser. Bei JP Morgan, Morgan Stanley, Goldman Sachs, etc. liegen ebenfalls Milliarden PDVSA Gelder! Venezuelaner mit Geld (egal von welcher Quelle) leben hauptsächlich in den USA und mit Vorliebe in Miami und nicht in der CH!

  2. Was mich immer wieder erstaunt, ist diese krimminellen Machenschaften der Banken. Geldwäscherei a go go und keiner wird zur Rechenschaft gezogen und keiner sitzt im Knast.

    • Es sind nicht „die Banken“, es sind immer einzelne, ein paar konkrete Mitarbeiter, welche die Infrastruktur der Banken ausnützen, um sich lukrative Boni und Löhne zuzuschanzen. Anstatt diese konkreten Übeltäter zu belangen, ist es für die Behörden jedoch lukrativer, die ganze Bank anzuklagen und Milliarden abzuknüpfen. Ein paar Täter einzubuchten, bringt den Staaten kein Geld, sondern es kostet nur. Es wäre mal etwas Neues Gutes, wenn die Individuen, die verantwortlich sind, die Gesetze und auch bankinternen Reglemente missachtet zu haben, belangt würde für ihr Tun, vom RLM, über den DD Officer bis zu deren Vorgesetzten. Aber die Aktionäre ausnehmen und die ehrlichen Mitarbeiter in Sippenhaft mitzudiskreditieren bringt halt dem Staat mehr Geld ein und mehr lukrative Mandate für Juristen.

    • Doch es sind Sie Banken die (fast) alle un die gleichen Märkte gehen und um die gleichen Kunden konkurrieren.
      Das sind nicht Sie einzelnen sondern das Kollektiv das bewusst diese Gelder aus diesen Ländern haben wollten. Das schliesst Die Banken in UK USA Spanien und Frankreich mit ein.

  3. Die ganze Sache ist überhaupt nicht erstaunlich. Ob jetzt Herr Trump (der ausgesprochene Liebling der Schweizer Banken, die sich weiß Gott was von ihm erhoffen) oder Herr Biden gewählt wird, ist völlig unerheblich. Venezuela ist nun einmal jetzt ein krypto kommunistisches System von linken Mafiosi, die die jahrzehntelange Herrschaft der rechten Mafiosi abgelöst haben, die die einstigen Lieblinge der USA waren. Anstatt von den USA elegant ausgeplündert zu werden, erfolgt dies nun durch China und Russland, die dies mit dem Zweihänder bewerkstelligen. Und wo können sich die USA an dieser Beute noch genussvoll beteiligen. Natürlich bei den Schweizer Banken, die mit Gier, aber sehr wenig Chuzpe, sich als sogenannte beste Geldwäscher der Welt zu Diensten dieser Mafiosi anbieten. Die Schweizer Banken haben einfach noch nicht begriffen, dass wir Dank unserem angeblichen Nationalhelden B. aus H. durch unsere Außenpolitik keine, wirklich keine Machtstellung, in dieser Welt mehr haben.
    Wir meinen, wir seien die Weltmacht der Neutralität und die EU, die USA und auch China werden sich im Kotau auf allen Vieren demütigst uns nähern. Alle Welt freut sich darüber, dass die Schweizer Banken wieder so richtig zur Kasse kommen. Es gibt ja darüber einen Haufen Kriminal- und Spionage-Romane. Viele sind dummes Zeug, aber spannend und der gierige Hehler ist immer da, die Schweiz, das Land des Rotzen Kreuzes.
    Wenn wir weiterhin meinen, die EU werde uns Brücken bauen, die ihre eigenen Mitglieder benachteiligt, aber uns bevorzugt, glauben wir an den Storch. Auch wenn wir die teuersten US-Kampfflugzeuge kaufen, werden wir weiterhin ausgeplündert, es gibt da viel zu holen.

    • Bravo! Genau so ist es. USA übrigens sister die grösste Steueroase der Welt.

      Biden und Obama haben mit Obama Act unseren Finanzplatz zerstört

      Wer für Biden ist, ist eigentlich ein Landesverräter, da Biden gleichzeitig dafür sorgte das in Delaware die Geschäfte nicht ausgingen.

      Biden ist wahrscheinlich viel viel korrupter Trump. Sohn, Hunter Biden verdiente mehr als 1 Milliarde mit China als Drogen Suchtiger ohne Schulabschluss.

      Linke Journalisten bei uns sind ein großes Problem. Streuen Fake News

  4. Deutsche Latino-RM’s gehören subjektiv gefühlt mitunter zu den arrogantesten, mit welchen sich die Support-Einheiten herumschlagen dürfen, nebst den Griechen, Ex-Jugos, Russen und Amis.

    • Deshalb bist und bleibt Du eben ein Support Mitarbeiter der unmotiviert seinen Pflichten Nachgeht und kein Potential auf mehr hat.
      Kannst mit Arroganz nicht umgehen und schreibst hier Deinen Frust ab.

    • @Front MA. Arroganz sind wir uns von euch an der Front ja gewöhnt. Zumindest eher als Kompetenz. Die sucht man in ZH1 oft vergebens. Wartet nur ab, bis das neue Bonussystem kommt. Dann kommt ihr angekrochen. Freue mich auf 2021.

  5. Schweiz im 21. Jahrhundert?

    Thomas Mann (nicht Tell ;-).

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

    Der Memoiren „erster Teil“ im Swiss Banking

    • Mag sein, aber ganze Staaten mit Steuerflucht bescheissen und Arme Menschen aussaugen, dabei noch arrogant sein, das zeigt wohl den Charakter eindeutig. Vielleicht gibt’s in der Krise dann mal von den Armen der Ärmsten eins ausgiebig auf’s vorlaute Maul.
      Nicht dem Anständigen, sondern dem psychopatischen Soziopathen, dem abschätzig Macho, dem Chauvinist, dem Egoist und dem Narzisten.
      Dann bitte nicht heulen und jammern kommen, gell? 😉

  6. selber schuld wenn skrupellose expats angestellt werden. dasselbe im unispitalskandal. es geht vielen expats nur um möglichsts viel kohle rauszuholen. egal was, wer oder wie dies angestellt wird. weil… sie gehen schneller wieder als sie gekommen sind nur haben die meisten dann ausgesorgt fürs ganze leben. nur merkt das keiner.. kenne dies auch von griechen und spaniern die nach ein paar jahren schweiz (mit viel rumjahren wie schlecht hier alles ist) mit vollen taschen zurück, häuser kaufen geschäfte aufbauen..

    • Wenigstens beherrschen die so Gescholtenen die Grossschreibung, was man von Ihnen ja nicht sagen kann.

  7. … unsere Fachkräfte, die wir händeringend benötigen & und ohne die der Schweizer Finanzplatz still stehen würde … sie kommen, nehmen und gehen …

    • Wo genau ist der Bezug zum Artikel, der auf einen Deutsch-Schweizer in Miami Bezug nimmt?

      Die Abstimmung war doch schon Sonntag, immer noch Phantomschmerzen?

  8. Ich hatte schon einmal in der Angelegenheit Venezuela einen Kommentar geschrieben, der leider nicht veröffentlicht wurde. Herr Hässig hat es nicht gerne, wenn man ihm widerspricht. Ich staune immer wieder, wie viel Herr Hässig über gewisse Sachen weiss, aber in der Angelegenheit Venezuela ist er erstens zu spät und zweitens fehlen ihm die Fakten.

    • klären sie uns auf, vielleicht kann ich dann noch mit der einen oder anderen adresse in zürich, lugano u genf ergänzend behilflich sein. sowohl banken wie EVV

    • Ja, super Kommentar. Sie scheinen ja ein insider zu sein
      lassen Sie es uns wissen oder plappern Sie nur daher?

    • @ silvioRoth

      Ich kenne mich ein bisschen im US Justizsystem aus.

      A) Herr Krull hat das gemacht was die meisten zukünftigen Kronzeugen für einen Deal. Er hat sich schnell und Kommentarlos schuldig bekannt und zwar bereits Im 2018. Laut Gerichtsdolumenten hat er vorerst auf eine verbale verzichtet. Er hat Anwälte, akzeptiert aber bis zur letzten Verhandlung sich nicht zu äussern, um der SA bei ihren Untersuchungen gegen andere Bereiligte und eventuell auch Banken nicht zu behindern. Er sagt Ihnen alles aber es wird (noch) nicht publik. Das ist wichtig, weil in den USA praktisch alle Gerichtsdokmente öffentlich zugänglich sind.

      B) seine Kooperation muss “truthful and significant” sein und dafür hat er Benefits bereits quasi an Tag 1 bekommen. Wenn man das US Courtsystem “Pacer” anschaut sind viele dieser Dinge öffentlich, andere unter Verschluss.

      C) Normalerweise sollten die Behörden 1 Jahr nach Verurteilung eine Strafreduktion geben wenn Kooperation ausreichend gewesen ist.
      Dies war bei Herrn Krull (noch?) nicht der Fall. Da er aber “Benefits” bekommen hat wie im IP Artikel erwähnt, kann eine Reduktion auch später kommen und das lässt sich hier vermuten. 50%, wenn nicht mehr ist möglich. Je höher diese Reduktion desto gefährlicher für die gegen die er aussagt. Dies könnten, müssen aber nicht die Banken sein.

      D) Herr Krull ist wegen Verschwörung zur GW verurteilt worden und nicht wegen aktiver GW. Ein Fakt das ihm später noch helfen kann. Die Verschwörung “Conspiracy” ist in unserem Rechtssystem nicht so verankert.
      Die Strafe von USD 50’000 zeigt auch das seine Rolle eher passiv als aktiv gewesen sein muss. 1.2 milliarden GW zu 50’000 USD strafe macht das deutlich.

      Viele Paralelen zum anderen ex Bär Mitarbeiter aus Argentinien. Er wurde 2015 in NY angeklagt und JB hat vor ca 2 Wochen Rückstellungen gebildet im zweistelligen Millionenbereich. Auch er ist auf freiem Fuss.

      Mein Tip: Die Bär Anwälte werden versuchen asap mit den Behörden zu settlen, denn wenn Bär angeklagt und verurteilt würde, dann würde es sehr schwer sich im US Markt zu etablieren, etwas was derzeit in Planung ist.

      Zuletzt, wenn es stimmt das Herr Krull sich ein Haus gekauft hat, dann sollte er bereits wissen das er recht gut davon kommt. Wer kauft sich ein Haus wenn er nach Haftstrafe ausgewiesen würde.

      Mit Adressen in Zürich Lugan oder Genf kann ich leider nicht helfen.

    • Man bekommt vielleicht einen Job als Kreatur mit Charakter aber nach oben schafft man es bestimmt nicht. Ob das wohl Absicht bei der Rekrutierung ist?

  9. Sind einige Banken nicht fast schon kriminelle Firmen? Sonst müssten sie ja keine Angst haben.
    Tut mir Leid für die rund 97 % der ehrlichen Mitarbeiter.
    Hoffentlich müssen diesmal die Strafen durch die Kundenberater selbst bezahlt werden anstatt durch die Bank (sprich Aktionäre).

  10. Der Albtraum ist, dass Schweizer Banken jahrzehntelang Geld verdienten und deswegen Menschen verarmten und verhungerten. Die haben zugeschaut. Das ist der Albtraum.

    • äh schweizer banken 🙂 darf ich lachen.. bbva in südamerika.. sabadell.. he sorry .. schau dich mal um bevor du sowas

    • Kredit- und Einlagengeschäft also Zinsen und Gebühren das Hauptgeschäft ist, ist das Wohlergehen der Menscheit vom Wealth Management ausgeschlossen. Da können die Banken noch lange über ESG schreiben, denn Verantwortung kostet.

    • Charakterlos, zuerst bei Steuerhinterziehung mitgeholfen, auf die hubgernden Völker gepfiffen, und nun das das Bankgeheimnisse verpuffen, oder was davon noch übrig war.
      Birkenfeld wurde scheinbar nicht von UBS angeklagt, denn sowas passiert nur den niederen Rängen, die mal nen kleinen Fehler machten.