Angriff auf UBS-Strategie-Chef

Ex-Mc-Kinsey-Mann muss globale Vermögensverwaltung hochbringen. In Japan droht Kostengrab, Leute verlassen Schiff.

UBS-Spitzenmann Christian Zeinler ist jung und dynamisch. Der Ex-McKinsey-Berater liebt das Reisen in der Luxusklasse und das Essen mit anderen High-Flyern.

Nun steht Zeinler vor seiner Bewährungsprobe. Als Chef-Stratege muss der Österreicher die Vorzeigedivision Wealth Management mit neuen Ideen nach vorn bringen.

Dabei stösst der UBS-Manager auf zähen Widerstand. Laut Quellen steht der erfolgreiche Kadermann bei seinem obersten Chef, Spartenleiter Iqbal Khan, auf dem Prüfstand.

Vor allem Zeinlers Coup in Japan gibt offenbar zu reden. Die UBS ist dort ein Jointventure mit der Grossbank Sumitomo eingegangen.

Ein Fass ohne Boden, meint eine Auskunftsperson. Die Kosten würden durchs Dach schiessen, neue Kunden seien rar, die Manager vor Ort wüssten nicht weiter, die besten Fachkräfte sprängen von Bord.

Die Wut auf Zeinler würde zunehmen. Der hat uns diese Suppe eingebrockt, sagen die Umsetzer an der Front.

Nun versucht Zeinler laut der Quelle einen Trick. Er startete ein Projekt, um Trading-Daten reicher Asien-Kunden auszuwerten.

Das Ziel: Den Kunden jene Produkte schmackhaft machen, die zu ihnen passen. Google lässt grüssen.

Fokus ist Singapur, wo die UBS eine grosse Plattform unterhält. Nun aber gibts Probleme. Der Inselstaat hat ein Bankgeheimnis. Dieses macht das Datensammeln schwierig. Es sei denn, der Kunde gebe grünes Licht.

Die Aktion laufe aus dem Ruder, schildert der Insider. In der UBS hätten sich Manager auf höchster Stufe eingeschaltet. Jeder misstraue dem anderen.

Ein Durcheinander an der Bahnhofstrasse 45, im Hauptquartier der UBS, wo Khan dem Dampfer Schub verleihen muss.

Nach aussen ist das einfach. Die UBS wird in zwei Wochen Superzahlen präsentieren können. Khan schwärme intern von einem „epischen“ Ergebnis, heisst es.

Aus der Bank ist zudem zu vernehmen, die Japan-Strategie sei erfolgreich. Die Kooperation mit der Sumitomo entwickele sich „ausgezeichnet“, meint ein UBS-Mann.

Auch die Umsetzung verlaufe reibungslos, Schlüsselleute weiter an Bord. Alles in Butter.

„Die Aussagen in diesem Artikel sind falsch“, meinte ein Sprecher nach Publikation der Story. „Wir sind mit unseren strategischen Fortschritten sehr zufrieden und werden uns weiterhin auf die Umsetzung konzentrieren.“

„In Japan gab es keine wichtigen Abgänge, und die Personalfluktuation ist dort geringer als in jedem anderen Land.“

Die Strategie mit den Jointventures bleibt umstritten. Sie bringen zu wenig, um die Grossbank im entscheidenden Wealth Management zu dynamisieren.

Warum sonst treibt Präsident Axel Weber seine Fusionspläne voran?

Kommentare

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  1. Alle, die die Praxis kennen und ueber die „Corporate Ladder“ aufgestiegen sind, wissen’s und trotzdem werden McKinsey, Boston Consulting und all die anderen Beratungsfirmen immer wieder unter Vertrag genommen… Einem Top-Management, das bei diesen Theoretikern mit ihrer Fallstudienerfahrung der Hochschule Rat sucht, sollte umgehend das Vertrauen gekendigt werden! Der Schaden, welcher der Schweizer Wirtschaft ueber die letzten vier Jahrzehnte durch solche Mandate erwachsen ist, ist kaum bezifferbar!

  2. hässig und noch viel weniger seine tauben leser werden das real game
    nie verstehen…täglich im seinem inside portal nachzulesen)))

  3. Grüezi Hr Hässig. Sie schreiben wörtlich: „Google lässt grüssen.“ Wie meinen Sie das ? Sind Sie vom Google beauftragt, Grüsse zu übermitteln ? Falls ja, an wen ? Falls nein, wie ist dieses „lässt grüssen“ zu verstehen ? Märssi denn gell, und denn na en schöne !

    • Und wie wäre es mit einem substantiellen Beitrag oder wenigstens einer zum schmunzeln

    • Ich kann ihnen schreiben, wie ich die Aussage von IP verstehe.
      Google hat damit angefangen, die Kunden zu Fragen bzw. zu Analysieren, was sie wollen.
      Nach 20 Jahren fängt UBS auch damit an, zu analysieren, was der Kunde haben möchte.
      Besser spät als nie.
      Google mal nach Design Thinking oder Google Analythics
      Dort steht wies geht.

    • Die meisten Japaner. Sonst benutzt man ausländische Banken und Versicherungen gerne dazu, um Risiken auszulagern. Deren Manager wissen das, vergolden sich aber dabei.

    • Dafür gibs aber andere Gründe.
      Gibt es eine ausländische Bank mit einem japanischen Internetauftritt?
      Wie viele Japaner können denn Nicht-Japanische Schriftzeichen Lesen und Verstehen.
      Wenn man Glück hat, jeduziert sich eine Schweizer Firma nicht auf Deutsch, Italienisch und Französisch sondern spricht auch Expats in English an.
      Eigentlich sollten sie auch Angebote in Alabanisch bringen.
      Wer japanisches Geld haben möchte, muss die Sprache lernen und Karaoki singen. Dann klappts auch mit dem Geldanlegen bzw. Vermögensverwaltung. Viele Japaner möchten diversifizieren. Und viele Schwyzer Banker sind zu dämlich Briefe in Kanji oder Katakana nach Japan zu schicken. Wenn man auf einen Briefumschlag JAPAN draufschreibt, wird in der Union Postale nach Japan bringen. Der örtliche Postler kann kein Latein. Name, Strasse und Hausnummer brauchts in den lokalen Schriftzeichen. Wo fliesst das Geld hin? Genau nach Hongkong und China, die können nämlich Kanji.
      ばいばい (bye bye)

  4. Um überhaupt mit Japan Geschäfte machen zu können, sollte man deren Geschäftskultur verstehen und wissen, diese richtig interpretieren zu können!
    Sumitomo ist eine Institution und auf einem ganz anderen Level….

    Dafür reicht ein Background von McKinsey schlicht und einfach nicht aus!

    Es dürfte nicht von der Hand zu weisen sein, dass sich die UBS einmal mehr überschätzt hatte, als sie das Joint Venture einging. Nur mit Liquidität alleine lässt es sich nicht immer erfolgreich geschäften- das Wissen gilt insbesondere für Japan als zwingendes Rüstzeug um überhaupt Fuss fassen zu können!

    • McKinsey ist in Japan nur ein Schatten von sich selbst und hat praktisch keinerlei erwähnenswerte Einsicht in inländische Konzerne, wird aber gern von ausländischen Unternehmen benutzt, die so ihre Interna mittels den japanischen Partnern von McKinsey und wie sie alle heissen, an Japan weitergeben. Dieses Vorgehen haben die Chinesen von Japan kopiert, allerdings mit den grössenbedingten Implikationen.

    • Die höchst eigenwillige Nippon-Justiz musste auch CEO Carlos Ghosn (Renault, Nissan) erfahren.So ist er halt in einem Instrumentenkoffer ausser Landes geflüchtet……

      Der Background von McKinsey reicht überhaupt nicht aus, sich mit diesem delikaten Land auseinanderzusetzen. Als Beispiel möchte ich anfügen, wie sich Japan bis heute ihrer ganz üblen Kriegsvergangenheit verweigert.

  5. Christian Zeinler is Managing Director, Head of Strategy and Business Development at UBS where he has reorganized the team structure. He is passionate about the people mission in his job and invests significant time in sponsoring and coaching colleagues while creating opportunities. Prior to UBS, he successfully launched and managed a convertible bond fund before working at McKinsey & Company. Zeinler was one of McKinsey’s Core Leaders in its Wealth and Asset Management practice, leading and driving its efforts and knowledge creation globally on Investment Solutions. As a Partner, he was able to shape the industry’s strategic agenda working with the global leading institutions in this space.

  6. Professor Dr. Axel Weber, eine der grössten Fehlbesetzungen in der Geschichte der UBS. Er hat die Bank keinen Millimeter vorangebracht was sich auch im Börsenkurs widerspiegelt. Es gibt in der UBS noch etliche andere Fehlbesetzungen in den Führungsgremien.

    • @Dante2: Das ist doch an vielen anderen Orten genau gleich. Der Filz lässt grüssen.

    • Der Weber hat in Deutschland nix getaugt, aber der LOHN in der Schweiz ist doch ganz in Ordnung. Weil BANKSTER in Kommunionsanzügen, dem Bünzle immer noch glauben machen, dass sie die beste Kirchen BANK sind … wo können sonst Diktatoren, Oligarchen und andere Eliten so diskret Geld anlegen … beim Schweizer Bückling Banker ….

  7. Warum sonst treibt Präsident Axel Weber seine Fusionspläne voran? VON WEGEN! Am Montag, den 21. September 2020, schreibt 20minuten auf Seite 13, dass Herr Weber die Deutsche Bank kaufen will. Wahrscheinlich unter «unserem» Ackermann hat sich diese – grobfahrlässig – in Derivate = WETTEN verspekuliert und steht nun am Abgrund. Wenn die DB hops geht, hätte dies das Potential, einen weltweiten Bankencrash auszulösen. Die üble Lage der DB wird am besten durch die Grafik auf Position 7:05 von Link:
    https://www.youtube.com/watch?v=vn9gKJUqWuw
    dargestellt! (Deutsche Bank = Lehmann 2.0?). Bemerkenswert an dieser Darstellung ist insbesondere DAS KLEINE ORANGE PÜNKTCHEN auf der Position von etwa 5 Uhr der Darstellung!

    • Der Schweizer Joseph Ackermann hat die Deutsche Bank durch ein aggressives und verantwortungsloses Geschäftsgebaren die Bank an den finanziellen Abgrund gebracht.

      Nachdem er sich masslos bereichert hat, konnte er die Bank noch rechtzeitig verlassen, bevor der ganze Skandal zutage trat. Heute noch bezahlt die Deutsche Bank Bussen in Milliardenhöhe für Verfehlungen, welche unter Ackermanns Zeit begangen wurden.

      Später, als er VRP der Zürich Versicherungen wurde, hat er mit seiner arroganten, unverfrorenen Art den allseits geschätzten Finanzchef, Pierre Vauthier, in den Freitod getrieben.

      Es sei jedem selbst überlassen, sich ein Urteil über Herrn Ackermann zu machen, welcher übrigens dem Schweizer Fernsehen noch gerne lächelnd ein Interview gibt. Selbstverständlich bestimmt Ackermann im Vorfeld welche Fragen dabei nicht gestellt werden dürfen.

  8. Ach wie ist es mit den McKinsey Leuten. Auf den Powerpointfolien sieht alles gut aus. Aber wenn der Powerpoint Inhalt umgesetzt werden muss, dann ziehen diese Berater die Reissleine, denn sie wissen dann halt nicht wie weiter. Gutes Beispiel ist die MIGROS. Die MIGROS wandelt sich gerade zu einem Billig- und Ramschshop. Eigenmarken raus und aller Weltssortiment wird eingelistet. Duttweiler würde sich im Grab umdrehen.

    • @onys

      sie meinen wie unser willi tell…
      der liegt schon seit jahren auf dem bauch…und wird sich auch
      nicht mehr zurückdrehen

  9. Was ist kostenträchtig daran, den Japanern wie auch allen anderen Investoren international zu empfehlen, in die globalen Spitzenunternehmen im Nasdaq 100 per ETF oder in diejenigen Einzelwerte zu investieren, die einen stabilen Aufwärtstrend aufweisen?

  10. Das ist genau das Problem bei den Grossbanken. Den gleichen Fehler hat bereits der Bankverein mit der LTCB in Japan gemacht. Dieser Deal ist toll in die Hose gegangen. Als ich den Bericht über die neue Zusammenarbeit UBS & Sumitomo gelesen habe ich mir gedacht, jetzt machen diese I…. nochmals den gleichen Fehler? Die Grossbanken haben leider viel zu wenig Geduld, ein Geschäft nachhaltig und seriös aufzubauen. Alles muss immer schnell gehen. Wenn etwas nicht so läuft wie geplant, werden die Leute ausgewechselt, die sodann wieder bei Null starten. Japan ist ohnehin ein spezieller und anspruchsvoller Markt. Etwas mehr Geduld und vor allem mehr Marktkenntnisse waere sicherlich angebracht. Früher oder später wird sich die kurzsichtige Strategie, viele U50 rauszuwerfen, rächen. Ich jedenfalls hätte davon abgeraten, mit einer japanischen Bank ein Joint Venture einzugehen. Aber eben, U50 raus, Kuecken rein.

    • Japanische Grossbanken waren und sind seit jeher das Zentrum japanischer Grosskonglomerate. Wenn man sich mit Ausländern einlässt, tut man das kontrolliert und zum eigenen Vorteil. Man lässt keine Ausländer ins Machtzentrum rein. Das ist Stärke. Einige westliche Unternehmen haben das trotz Jahrzehnte langer Erfahrungen immer noch nicht begriffen und überschätzen sich dauernd. Mit Korea ist es etwas anders, weshalb es im Westen oft hochgejubelt wird, im Interesse eigener, enormen Investitionen dort, der Weltbank sei Dank. China ist nicht so dämlich.

  11. Die Zeinler Truppe ist schlicht nutzlos. Die UBS verfolgt keine kohärente Strategie. Alle 3 Monate fliegen neue, unausgereifte Idee auf aufgeplusterten Slides durchs Haus. Einziges Ziel 10 Minuten Management Attention. Aus lauter Aktionismus und Überforderung wird dann irgendwas halb patzig gemacht. Resultat ist ein Flickenteppich von Initiativen.

    • Sorry, das ist zeitaktuelles Marketing. Immer regelmässig im Gespräch mit der Geschäftsleitung bleiben; egal wie und warum!

  12. Still don’t get it why they keep hiring people from McKinsey or BCG or the likes. Look where they brought Swissair some 20 years ago.

    • @jay und konsorten

      die mäks and their likes…sind die bluthunde unseres
      anglozionistischen kapitalsystems.
      sowas wird nicht angeheuert…das wird dir vor die tür gesetzt.

      wer das bis hierher nicht kapiert hat soll sich ein schaf zulegen.

  13. Kurze Frage: wie viel Prozent der Globalen Umsätze macht die UBS in Japan?

    Dazu sind die Informanten wohl wieder Neider aus den eigenen Reihen. Und definitiv hat das Thema Japan nichts mit einer Fusion, die Axel Weber angeht zu tun. Lächerlich.

    • Sie stellen die richtige Frage. Wieviele Geschäfte macht die UBS in der drittgrössten Wirtschaftsmacht der Welt mit enorm vielen wirklich reichen Menschen und vielen Unternehmen, die im Geld schwimmen? Lächerlich, diese Bank.

  14. Natürlich ein Mäki-Boy, der wieder einmal daneben greift. Mühlemann, Wellauer, Widmer und viele andere lassen grüssen.

    • das sind doch im weiter’n sinne alles mäkiboys____ubs, cs, db, jordan,
      hildebrant, ackermann, lagard, macron, kurz, merz, zuckerberg…name

      und auch sie @isaac…sie riechen ja förmlich danach

    • Richtig, siehe heutiges Kommentar von Herrn Axel Weber auf „Finews“.
      Zeitungen hatten ein Sommerloch zu füllen . . .

    • wow…ein @ $insider$ und dass im inside paradeplatz

      die db könnte natürlich auch die ubs übernehmen…
      chekken sie nochmals die fusionsdiagonalen mit leichtem hausverstand

  15. Un immer wieder Mc mit tolle Powerpoint…ich habe noch nie etwas davon gelernt…sicher wäre Paris Hilton besser in diese Angelegenheit: sie kennt alle facetten der Reichtum und schönen Leben, eben Erfahrung. Sie würde Freude in die Bank bringen und etwas coolness….wahrscheinlich zuviel gefragt nach der Erfahrung TT…🤣🤣

  16. UBS Tokyo ist seit der Gründung bzw. seit über 30 Jahren defizitär, die UBS legt jedes Jahr mind. 15 Mio. CHF damit dieser Sitz wenigstens kostendeckend ist, die UBS wechselt alle 2-3 Jahre GD usw. an der Spitze aus, solange die UBS Schweiz seit über 15 Jahren eine mässige Performance in der zentralisierten Vermögensverwaltung aufweist, werden auch hier zu Lande die Assets im PB kaum steigen, diese bewegen sich bei rund 750 Mrd. CHF, bei rund fast 15000 alleine im PB, die Geldgier der 1100 MD’s in der Schweiz wird diese STrategie kaum ändern, denn mit der heutigen nicht nachhaltigen Ausrichtung können Kunden weiterhin gemolken werden.

    • Murphy: „Anything that can go wrong will go wrong!“ – im Allgemeinen und bei (ex)McK im Speziellen!

  17. Ich nehme an der holt sich nun Berater, die ihm gegen einen kleinen Obolus versteht sich, zeigen wie er seinen Allerwertesten hier noch retten kann. Bezahlen werden diese Übung dann die Aktionäre.

  18. KcKinsey – würde auf Jobabbau, Einsparungen und Erhöhung der Gebühren etc. tippen. Mehr wird nicht zu erwarten sein.

    Khan muss aufpassen, dass er seine Kundenbasis nicht vergrault, denn es gibt viele Banken, die nicht so einen grosse Apparat querfinanzieren müssen.

    Ich würde mal die Löhne weltweit um 10% senken. Damit kann jeder Bankangestellte leben und wer glaubt, dass gleich alle davon rennen, hat mit der Corona-Krise nicht gerechnet. Jeder will seinen Job behalten also wäre jetzt der richtige Zeitpunkt für so einen Schritt.

  19. Das geht schon seit Jahren so bei den Grossbanken. Irgendwelche zugewanderten Berater wollen wissen, wie das Swiss Banking weitergebracht werden kann. Leider fehlen sämtliche Grundlagen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nur ein toller akademischer Abschluss reicht halt nicht.