Chef-Trader Ländle-Bank Frick: „Bin ein Zocker“

Banker Raphael Benz in Interview: „Privat bin ich eine Spielernatur“. Für Frick-Bankhaus kein Problem: „Umsichtig und professionell“.

Das Vaduzer Medienhaus hat kürzlich den Handelschef der Liechtensteiner Bank Frick porträtiert. Dieser sprach freimütig über die Gier von Kunden – und seine eigene.

„Privat bin ich eine Spielernatur“, meinte Raphael Benz gegenüber der Journalistin des Medienhauses. Und: „Ich bin privat ein Zocker“.

Ein Tradingchef als freimütiger Zocker? Überraschend ist vor allem das Bekenntnis. Jeder Andere mit solcher Leidenschaft hätte diese wohl unter dem Deckel gehalten.

„Zocker“ (Medienhaus, Bank Frick)

Ticken die Uhren anders im Ländle? Ein Sprecher der Frick-Bank meinte auf Anfrage, dass der Kadermann bestens geeignet sei für seine Aufgabe.

„Wenn Sie den Artikel Ihrer Kollegin Alber lesen, dann erfahren Sie, dass Herr Benz in jungen Jahren seine Erfahrungen gesammelt– und daraus gelernt – hat.“

„Und dass er privat sehr professionell und umsichtig mit seinen Ersparnissen umgeht (‚Grossteil seines Vermögens langfristig für die Pension‘ angelegt).“

Zudem handle die Bank Frick „nicht auf die eigenen Bücher“, man gebe auch „keine Anlageempfehlungen (execution only)“, so der Sprecher.

Er habe schon „alles ausprobiert, was es an der Börse gebe“, gab die Vaduzer Journalistin den Frick-Tradingchef wider. Dafür habe er „Lehrgeld gezahlt“.

Das sei auch der Grund, dass er Friends&Familie „keine Anlageempfehlungen“ machen würde. Um den Lesern dann doch einen Tip zu verabreichen.

„Bei gehebelten Produkten sollte man vorsichtig sein“, so Benz; die Höhe der potenziellen Verluste übersteige schnell das, was sich ein Kunde leisten wolle.

Kommentare

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  1. Der feine Herr Benz trägt übrigens gerne eine Barings-Tradingjacke vom verurteilten Betrüger Nick Leeson. Sowohl auf LinkedIn als auch im Vaterlandartikel erkennbar.

    Diesem “Trader” (Execution trifft es besser, wie viele bereits korrekt bemerkt haben) ist entweder nicht bewusst, wer Nick Leeson ist und was er verbrochen hat oder es ist ihm egal. Dass so etwas dann auch noch in der Bank toleriert wird, zeugt von schlechter Compliance-Kultur!

    • Ui nei. Das geht ja gar nicht. Wahrscheinlich trägt er auch noch Krokodillederstiefel. Und Pelzmantel!

  2. Hier wird wieder Execution mit Trading verwechselt. Der Herr ist sein Leben lang in der Execution tätig. Das ist Ausführen von Kundenaufträgen (weil noch nicht komplett automatisiert). Mit „traden“ hat das nichts zu tun. Execution kann von, mit Verlaub, jedem Erstjahreslehrling nach 10 Minuten erledigt werden. Aber nach Aussen verkauft man dies gerne als hochkomplexe Arbeit …..Geld und Brief auseinander halten können…wahnsinnig schwierig 🙂 Aber lassen wir ihnen den Bänkli-Stolz und dass sie sich wie Wall Street Banker fühlen können. 🙂

    • so ein sinnfreier und undifferenzierter Kommentar…ich bezweifle, dass Sie mal einen Trading Desk von innen gesehen haben 😉

    • Genau, Raphi Fanboy. Sicher auch ein „Trader“ an einem Execution Desk und Angst darum, dass das „Jöbli“ bald von Maschinen übernommen wird. 🙂

    • Fanboy….Eben…Tradingdesk oder Execution Desk? 😉 wer Prop und Flow-Execution nicht auseinanderhalten kann, sollte es auch garnicht versuchen 😉

    • Genau. Ein menschliches Interface für die Auftragsübermittlung, weil es noch nicht automatisch geht. Händler…woooow 🙂 DAS ist nur Execution und sonst nix. Jobs die eigentlich für CHF Brutto 75k / Jahr erledigt werden können. Aber man macht sich halt gerne wichtiger als man ist 😉

  3. Ich kenne den Chef-Trader der Bank Frick persönlich, wie auch beruflich und kann ein klares Statement abgeben:
    Er ist absolut integer!
    Da gibt es nichts daran zu rütteln, weil er Risiken differenzieren und abschätzen kann.
    Die meisten anderen Anleger können das nicht – wissen nicht mal, wie man Risiko schreibt und was das heisst und denken/behaupten, dass jede Position, die sie anfassen, im Gewinn mündet. Ich sehe – die Bilanz muss das Heft „die 300 reichsten…“ um ein paar Seiten erweitern;-)
    RB ist und bleibt ein sehr guter Trader und privat ist er absolut treu und zuvorkommend!

    • Lieber Frau/Herr Kuster
      Wie in meiner anderen Meldung schon erläutert, kenne ich RB persönlich wie auch beruflich.
      Wenn Sie ihn als Hinterbänkler betiteln, zeugt das eher von Ihrer Inkompetenz und Ignoranz.
      You made my day.

    • P. Kuster trifft nur den Nagel auf den Kopf. Wenn Sie, Chefe del wasauchimmer, ein Problem mit dieser in der Businesswelt korrekten Einordnung Mühe beweisen, dann sei es drum.

  4. Ist das jetzt eine Art Bashing der Bank Frick ? Welcher Anelger – ausser er ist ein ähnlicher Zocker – würde hier jetzt noch sein Geld lassen ??

  5. Der Wolf kamn sein Gewand verändern, aber niemals seine Instinkte und sein Raubtierwesen. Zockerpositionen muss man permanent beobachten, um das Risiko im Auge zu behalten. Die kann man nur aus erhöhten Positionen tun, wo man kein Daly Business am Hacken hat.

  6. Dieser Raphael Benz ist ein Teufelskerl!!!

    Schönes Haus im Rheintal
    Ehefrau, die top aussieht
    Zwei Kinder wie aus dem Bilderbuch

    Mach weiter so!

  7. 19 Jahre Erfolg?

    Von 2003 bis 2007 im Rahmen des steigenden Euro damals DAX – oder MDAX – ETF, ab 2009 Nasdaq 100 – ETF und Trendfolgestrategie.

    Wer etwas mehr Zeit aufwenden konnte oder wollte hat die jeweils gut laufenden Werte dieser Indizes in den besagten Zeiträumen übergewichtet.

  8. Gehebelte Produkte nützen nur, wenn sich der Basiswert (Aktienkurs, Zinsentwicklung, Wechselkurs, etc.) innerhalb der Laufzeit einigermaßen stabil in eine Richtung entwickelt.

    Das ist jedoch höchst selten der Fall.

    Deswegen werden gehebelte Produkte gerne von der Finanzbranche angeboten, da das Risiko des Kunden überwiegt.

    • Gehebelte Produkte kann an (idR) LONG und SHORT gehen (auch der Kunde); womit diesbezüglich die freie Wahl besteht. Bitte jeweils beide Seiten objektiv aufzeigen und nicht nur das leere Glas!

    • Wer lesen kann, ist klar im Vorteil:

      Nachdem man sich entschieden hat LONG oder SHORT zu gehen ist es sehr selten, daß der Basiswert stabil STEIGT oder FÄLLT, selbst wenn die angedachte Richtung stimmt.

  9. Einer der sein Handwerk versteht. Nur wer einmal selber Geld an der Börse verloren hat, weiss wie es weh tut. Davon kann der Kunde nur profitieren. Es gibt so viele Theoretiker in den Chefetagen die keine Ahnung vom Geschäft haben. Diese können nur Fonds und Vermögensverwaltungsmandate verkaufen und selber keine Verantwortung für ihr tun übernehmen.

  10. gibts hier einen sub-(kon)text, den ich überlesen habe? oder was ist der punkt? ich suche noch immer danach, was jetzt daran eine story sein soll.