Wer rettet Implenia?

Zurück zu Bescheidenheit und Baukompetenz an der Spitze ist zentral, damit der Schweizer Bauriese die Krise überwinden kann.

Die Vorgängerfirma Zschokke geriet in den 1918er Jahren aufgrund des Zusammenbruchs der Hauptaktionärin (Banque d’Escompte de Geneve) bereits einmal in grobe finanzielle Schwierigkeiten. In der Nachkriegszeit erholte sich Zschokke wieder und steht nun, knapp 100 Jahre später und unter dem Namen Implenia, erneut vor einer riesigen finanziellen Herausforderung.

Der Aktienkurs der Implenia fällt seit Tagen in horrendem Tempo und zeugt offensichtlich von grossen Unsicherheiten bei den Aktionären. Ich nehme an, dass die Unsicherheit der Art und dem Zeitpunkt der Kommunikation, den angekündigten Massnahmen und den zukünftigen Erwartungen geschuldet ist.

Wie konnte es soweit kommen? Nüchtern betrachtet wurde Implenia über Jahre zu einem unführbaren und unübersichtlichen Konglomerat aufgebläht.

Durch Expansionen und Zukäufe wollte die Führung im Ausland, wo ganz sicher niemand auf Implenia gewartet hat, bessere Margen erzielen.

Sie glaubte auch, durch Grösse rentabler zu werden, was im Projektgeschäft leider immer eine Illusion bleiben wird. Anstatt bei einer Wachstumsstrategie rentabler zu werden, steigen die Risiken überproportional.

Das schon immer sehr minimale Eigenkapital, wird nun zum Grössten aller Risiken werden. Mit grosszügigen Dividenden liessen sich die Aktionäre leider über Jahre von dieser Strategie blenden und haben dadurch selber dazu beigetragen, dass das Eigenkapital gefährlich dünn geworden ist.

Die Verluste, die jetzt zum Vorschein gebracht wurden, können nicht einfach durch 100 oder 200 Millionen ausgebucht werden. Vielmehr muss das Vertrauen der Mitarbeitenden, der Kunden, der Gläubiger und der Aktionäre schnellstens zurückzugewonnen werden.

Daneben sind die Aufträge sorgfältig abzuwickeln und neue Aufträge zu rentablen Preisen zu gewinnen.

Das wird ein herausfordernder Balanceakt. Parallel dazu muss die Firma gesundgeschrumpft und neu aufgestellt werden.

Implenia muss offensichtlich nicht nur justieren, sondern sanieren, und das dürfte viel Geld kosten. Die Firma fährt einen Umsatz von rund 4 Miliarden pro Jahr und hat kontinuierlich einen Arbeitsvorrat von 6 weiteren Milliarden.

Wenn man im „Krisenmodus“ arbeitet, hat das sicherlich eher einen abwärtsgerichteten Einfluss auf die Rendite. Wenn man zur gleichen Zeit, in der eine Firma in Schwierigkeiten steckt, einen massiven Arbeitsplatzabbau kommuniziert, wird die Abwicklung der laufenden Aufträge zu einem Höllenritt.

Bei grosszügig gerechneten 5 bis 10 Prozent Verlust inklusive Sanierungskosten des laufenden Betriebes kommen da schnell 500 Millionen bis 1 Milliarde zusammen.

Ich denke, kurzfristig kann eine solche Last nur von Banken gestemmt werden. Daneben werden sicherlich die Grossaktionäre und institutionellen Kunden mithelfen müssen, weil Implenia aktuell zu gross und zu schwer ist, ihrem eigenen Schicksal zu überlassen.

Zentral wird die Glaubwürdigkeit. Wie gewinnt die Führung der Firma diese zurück?

Mehr Bescheidenheit, Bodenhaftung und verständliche Kommunikation lauten die Schlagworte.

Die Geschäftsberichte und Strategiepapiere strotzten seit Jahren vor Anglizismen und international angehauchten Schlagwörtern. Wenn man sich auf den schweizerischen und deutschen Markt konzentrieren will, sollte man als erstes die Kommunikation in glasklarem Deutsch halten.

Eine abgehobene Managementsprache öffnet hingegen zwischen der Führung und den Mitarbeitenden eine Kluft und wird in der Baubranche nicht verstanden. Und sie macht einen Geschäftsbericht und eine Strategie nicht besser.

Bauen ist Knochenarbeit und kann weder schöngerechnet noch schöngeredet werden.

Genau das geschah. Seit Jahren werden bei der Implenia unrealistische Ziele formuliert, wie die aktuellen Zahlen belegen. Leider fährt man im selben Stil weiter und kündigt für das Jahr 2021 bereits wieder grosse Gewinnzahlen an.

Die Implenia ist im Krisenmodus und muss zuerst wieder zu einer authentischen Realität finden. Die angekündigten Gewinnziele 2021 scheinen mir deshalb aus heutiger Sicht in weiter Ferne.

Es stellt sich die Frage: Stehen wir gerade vor einem der grössten Firmenkollapse in der Schweizer Geschichte?

Aufgrund der enormen Unsicherheiten in der Rückabwicklung der Expansionsstrategie ist äusserste Vorsicht geboten. Ich denke, Implenia darf nicht fallengelassen werden, denn dies hätte auf die ganze Branche inklusive der Kunden (dazu gehört auch die öffentliche Hand) einen Kollateralschaden zur Folge.

Die Firma stand vor 100 Jahren schon einmal kurz vor dem Zusammenbruch, verursacht durch Managementfehler der Hauptaktionärin, bezeichnenderweise einer Bank.

Vielleicht können sich die Banken heute dafür revanchieren, aber nur durch Kredite und nicht durch Managementleistung.

Es braucht ein Zurück zu den Wurzeln. Die heutige Implenia ist eine immer komplexere Baudienstleisterin geworden und kann in doppeltem Sinne nicht einfach „gemanagt“ werden.

Es gehören nach 14 Jahren Absenz wieder Bauprofis in die operativen und strategischen Führungspositionen. Was passiert, wenn dies nicht der Fall ist, haben wir nun 14 Jahre lang miterlebt.

Der Gründervater, Professor Dr. h.c. Conradin Zschokke, war ein sehr innovativer und bestens ausgebildeter Bauingenieur und Baumeister.

Es würde der Firma mehr als guttun, sich wieder ihres Ursprungs zurückzubesinnen und in der Leitung mehr Leute mit Baufachkenntnissen zu haben.

Aufgerufen sind die Aktionäre, sie haben es in der Hand, bei der Implenia die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen.

Kommentare

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  1. Als ehemaliger MA habe ich mich sogar einmal mit dem Gedanken getragen außer den zahlenmäßig beschränkten Belegschaftsaktien noch viel mehr ins Depot zu legen.Bis 2015 glaubte ich an Implenia.Wir kamen vom durch Managementfehler geschüttelten Konzern Bilfinger und wurden übernommen.
    Anfangs waren wir froh eine „neue berufliche Heimat“ durch den größten Schweizer Baukonzern gefunden zu haben.Und Implenia war endlich der Einstieg in den deutschen Markt gelungen.Soweit so gut.Das war der erste Eindruck.
    Dann durfte ich Großprojekte in Skandinavien(Schweden/Norwegen)kennenlernen.
    Was dort abging kann man hier gar nicht beschreiben.
    ständige Wechsel im mittleren und oberen Management,rote Zahlen auf Großprojekten die innerhalb von 1-2 Jahren explodiert sind.
    Und man ließ es irgendwie jahrelang laufen ohne gegenzusteuern.Alles noch zu Affentrangers Zeiten.In Norwegen hat Implenia seit 2015(bis heute) nicht ein Franken Gewinn gemacht.Dafür sage und schreibe 5 Niederlassungsleiter innerhalb von 2 Jahren zwischen 2015-2017 verbraucht.
    Jetzt(viel zu spät)will man diese unrentablen Länderniederlassungen aufgeben.
    Schweden,Norwegen,Österreich,Rumänien.
    Insider munkeln dass das Interesse der Konkurrenz mäßig ist.
    Es werden wohl schon Verhandlungen geführt.
    Man kann abschließend konstatieren dass die „Internationalisierungsstrategie“ eines Affentranger und Meister grandios gescheitert ist.
    Und es müssen Leute ans Steuer die sich beim Bauen auskennen.Keine Banker oder Pillendreher.

  2. Es ist einfach traurig, diese Entwicklung. Auch wenn ich es nicht gut finde, wie die aktuelle Führung (2 Jahre nach Antritt) alles auf die alte Führung schiebt, frage ich mich ernsthaft, ob Anton Affentranger (ex CEO) und Beat Fellmann (ex CFO) noch gut schlafen können? Das Konstrukt (gebaut auf Luftschlössern und nach dem Prinzip Hoffnung) welches sie hinterlassen haben, gleicht einem Scherbenhaufen. Wachstum um jeden Preis, mit Ausübung von enormen Druck durchgesetzt, auch wenn die Zahlen dies nie hergeben haben. Einfach Schade, es steckt so viel Energie und Leidenschaft in dieser Firma mit seinen Mitarbeitern. Good luck euch allen! Es werden bessere Tage kommen!

    • @Ehemaliger auch ich bin ein „Ehemaliger“

      zu Beat Fellmann fällt mir nur ein dass er ein Erfüllungsgehilfe von „Affentrangers Gnaden“ war.Deshalb auch der schnelle Abgang nach Affentrangers Rücktritt.

  3. Sehr guter Kommentar, vielen Dank.

    Das mit Anglizysmen und co eingeworfen wird passiert hauptsächlich in Betrieb, wo das Mgmt das Geschäft nicht kennt oder kennen will.

  4. bauen ist ein gesschäft das weltweit mit personen der sozialkompetentz und fachwisen mit kunden ob klein gross oder noch grösser nicht am bürotisch getätigt werden kann
    es braucht von oben bis zum azubi eine firmenkultur
    viel erfolg

  5. Retten oder versenken?

    Herr Löhr, ein erstes ganz klares Signal kommt früher oder später von Lieferanten oder Banken. Sie ziehen die Bonität in Zweifel und haben die Sorge, dass die Verbindlichkeiten nicht mehr beglichen werden. Dieser Vertrauensverlust wiegt schwer und kann dafür sorgen, dass die Lichter plötzlich sehr schnell ausgehen.

    Die wesentliche Aufgabe wird darin bestehen, das Vertrauen zu den Lieferanten, zur Bank oder vor allem den Aktionären wiederherzustellen. Meistens hat das Unternehmen ja eine Zukunft – wie es zahlenmässig bei Implenia im Detail aussieht, weiss ich leider nicht! Man muss es dafür aber einmal grundsätzlich umkrempeln, um die Fehler der Vergangenheit aufzudecken und strukturelle Lösungen zu suchen.

    Die Implenia steckt in der Krise, weil es laufend weniger Gewinn macht als in den Jahren zuvor – hoffe aber, dass es noch grundsätzlich schwarze Zahlen schreibt (nach meinem Wissen, sind die Vorzeigeprojekte aber tief rot)!!! Die Implenia verliert immer mehr an Stärke und Wettbewerbsfähigkeit.

    Wenn das Unternehmen Implenia dauerhaft rote Zahlen schreibt und dadurch vor Liquiditätsproblemen steht – wenn die Liquiditätsprobleme zur Zahlungsunfähigkeit führen oder ein Überschuldungstatbestand vorliegt, ist es zu spät. Wollt ihr die Implenia retten, dann agiert jetzt oder lässt es mit allen Konsequenzen fallen!?
    Dabei müssen auch zwingend die folgenden Fragen gestellt werden: Gibt es eine saisonale Schwankung? Hat sich der Markt dauerhaft verändert? Stimmt etwas mit den Produkten oder Leistungen nicht? Liegt es an der Spitze selbst? Sind bestimmte Kostenblöcke explodiert? Wurde zu viel Geld aus dem Betrieb genommen?
    Also, los geht’s..,.

  6. Ein umfangreiches Sanierungsgutachten oder ein Sanierungskonzept muss sofort erstellt werden. Das Konzept muss eine realistische Basis sein, um den Turn-Around zu schaffen. Es beruht auf einer klaren Analyse – dies könnten die heutigen Aktionäre in Auftrag geben – bezahlt durch Implenia.
    Dann folgt die Umstrukturierung. Wenn der Sanierungsplan bei der Bank oder, je nach Lage, bei den Aktionären Zuspruch findet, findet die Umstrukturierung statt. Das Unternehmen wird vom Kopf auf die Füße gestellt, mit dem Ziel, dass es in Zukunft wieder profitabel arbeitet – jetzt ist eine Hands-on-Mentalität gefragt: Nicht der Manager-Helikopter-Blick sondern der geerdete menschliche Blick ist jetzt gefragt….

    • Die Umstrukturierung der Umstrukturierung, der Umstrukturierung. Wann endlich erhält das «handwerkliche» Wissen und Können wieder Platz in der Unternehmung?

  7. Werden die Banken, wie im Bericht skizziert, die Fäden in die Hand nehmen, geht das Desaster erst richtig los! Denn die Bank hat keine Kompetenz, will aber einen Verbündeten einsetzen, der wieder nur Geld kostet – die Implenia wird Jahre brauchen bis sie sich davon erholt – siehe auch Sanierungsfälle in der Vergangenheit. Einzige Lösung: Schnelle und starke Einbindung von mittelgrossen Aktionären (Verwaltungsrat) sowie zurück zur Hands-on-Mentalität – plan B ist bereit!

  8. Herrn Löhr kann ich zu seinem Artikel nur gratulieren und zu 100% zustimmen – wahre Aussagen zu den Vorgängen bei Implenia und klare Hinweise für eine Sanierung. Es wäre schön, wenn das Management diesen Artikel genau lesen würde, um das wahre Gesicht Ihrer Firma sehen zu können.

  9. Wozu “retten“ ?

    Es heisst doch immer wir hätten Marktwirtschaft! (?)
    Es gibt nichts anderes wie den serbelnden Zombie in “Konkursia“ zu verwandeln. Danach werden die Baumaschinen, Ausrüstung und verbliebene Baumaterialien von anderen Bauunternehmern günstig aufgekauft und das Baugeschäft und die Bauaufträge werden von anderen, die besser kalkulieren können weitergefürt. Der Kuchen von Bauaufträgen wird nicht grösser, indem man eine Baufirma rettet. Auch das Eigenkapital der Banker wird nicht grösser wenn sie einem maroden Bauunternehmen weiter Kredite geben, die dann abgeschrieben werden müssen. Der Meister gehört jetzt zuerst mal vom Schemel runtergeholt. Seit 2018 hat er es geschafft, dass der Aktienkurs um das verfache gefallen ist ! Wahrlich keine Meisterleistung!

  10. Wird sich Imlenia überhaupt noch retten können. Gibt es noch eine Chance für sie? Oder reiten sie gerade aus in die Insolvenz?

  11. Sehr gute Darstellung der IST-Situation. Haben nicht Sie, Herr Löhr, vor einigen Jahren an der Implenia-GV den beschönigenden Zahlenkranz kritisch beleuchtet. Damals sehr mutig, aber leider erfolglos. Schade. Kandidieren Sie als Bauingenieur (mit betriebswirtschaftlichem Sachverstand) für den VR! Sie hätten gute Chancen.

    • Lieber Herr Blumer
      Sie haben recht. Nachzulesen in den Protokollen GV 2016 bis 2019 und IP Februar 2020. Mit freundlichen Grüßen
      DL

  12. Schade, hat Veraison mit Greber vor einiger Zeit so rasch aufgegeben auf Druck der zu sanften Implenia-Grossaktionäre (Rössler, Ketterer etc.)und nicht
    den Banken/Implenia-Dauerversager Meister abgewählt und die erfolgreiche Sanierung eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt hätte ein Personal-Blutbad noch vermieden werden können! – Jetzt ist es zu spät und ein Konkurs oder eine billige Uebernahme von Implenia nur noch eine Frage der kurzen Zeit mit enormen Konsequenzen für das Personal. Aber Meister und Wyss werden sicher ihre Abfindungen einkassieren auf irgendeinem Weg wenn nötig mit Hilfe von dubiosen Anwälten, welche in der Schweiz als Rechtsstatt ja haufenweise zu finden sind.

    • Alt – Bundesrat Leuenberger (SP) auf der Aemtli-Suche 6 Wochen nach Verlassen des Bundesrats-Kollegium.

      Die ganze Schweiz hat damals gestaunt ob soviel Unverfrorenheit. Gebracht hat er nichts ausser Sprüche klopfen bei den Implenia-Feten wenn wieder ein Tunnel-Loch gefeiert wurde.

      Sonst konnte der a.BR. Leuenberger nirgends andocken , was doch sehr typisch und hervorragend passend war für das serbelnde Unternehmen!

      Einen Nobody als Vorzeige-Verwaltungsrat . Das Resultat liegt nackt vor uns.

  13. Da darf man gespannt sein, welche Bank bereit ist, derart riskante Kredite in ihre Bücher aufzunehmen. UBS und CS mussten mutmasslich im Q3 bei einem einzigen Rohstoffhändler zusammen rund CHF 100 Mio abschreiben – more to come?

  14. Sehr gut geschrieben und verständlich formuliert, vielen Dank! Ihrer Beobachtung und Analyse ist nichts hinzuzufügen, ausser folgende Betonung: es braucht die Wertschätzung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn ohne sie kann kein Unternehmen existieren. Das muss verstanden werden!

  15. Wundchdenken ! Implenia ist am Ende.

    Die beiden erfolglosen Banker Affentranger und Meister haben dieselben „Managementfehler“ begangen wie sie bei den Banken an der Tagesordnung sind!

    Ergo wird Implenia sehr bald such zu jenen Aktien zählen die zwischen CHF 7.00 bis 10.00 notieren. Der Krisen-Modus ist erst am Anfang, Bauen wird zur Mangelware weil die Nachfrage total einbricht.

    Die grössten Leidtragenden sind die hunderten von Pensionskassen welche diesen Schrott, auf Empfehlung der Kredit gebenden Banken,
    Mit zig 100-Millionen abschreiben müssen. (AHV inklusive).

    Es ist schlichtweg furchtbar und unverantwortlich wie diese beiden Hanswurste die Implenia an die Wand gefahren haben. Dies bei horrenden Abzockereien an Boni und Löhnen.

    Von Bank zum Bau ich niemals trau!

    • Implenia intern ist null Prozess-know how mehr vorhanden. Deshalb wurde auch die Systemumstellung (zuerst Kairo, nun Inspire) wiederholt verschoben und die ganze IT-Umstellung wird auch am 1.1.2021 nicht laufen.
      2021 wird in einem Desaster enden, danke an AA.

  16. Richtig, schnellstens weg mit all den aufgeblasenen Bankmanagerlis und neuerdings auch noch Pillendreher, die auch in ihren eigenen Läden keine Ahnung von effektiver Führung haben. Eine Unternehmung zu führen lernt man sicherlich nicht in einer Bank oder Pharmabude. Die Banken sollen Kredite zur Verfügung stellen, das ist das Einzige was sie hin und wieder können, fremdes Geld weiterreichen und dafür kassieren sie dann erst noch von jeder Realität losgelöste Boni.

  17. Ich wollte wegen der Grundstücke mal in Implenia-Aktien investieren aber als ich die Führung mal gecheckt habe habe ich es sein lassen.

  18. Sehr gute Frage, wer Implenia rettet, denn es ist immerhin die grösste Baufirma der Schweiz.

    Aber André Wyss, dem CEO, traue ich diesen Kraftakt leider nicht zu. Ich kenne ihn persönlich, netter Typ aber ihm fehlt die Energie und die Fantasie. Hier muss ein echter Sanierer ran, damit Schlimmeres verhindert werden kann aber wer könnte das sein?

    Wyss hat zudem einen schwachen VR und Meister hat bisher nicht viel gebracht. Die anderen Mitglieder kennt man nicht und wieviel die in der Praxis bringen oder ob es nur Statisten sind, das müsste man mal prüfen.

    Von Implenia Aktien sollte man vorläufig auf jeden Fall die Finger lassen, wenn man das Portfolia nicht schwächen will.

    • Ich kenne A. Wyss auch gut und wahrscheinlich viel länger als Sie, aber ich frage mich: Wie hat das System es geschafft, einen solchen Typ in so wichtige Positionen zu bringen ? Nr. 2 von Novartis und heute CEO von Implenia. Und ich stelle mir immer die gleichen Fragen: Was hat er für eine Aubildung ? für Diplomen ?…..

  19. Ich kann den Kommentar zu 200 % unterstützen. Verschiedene Player in der Immobilien – und Baubranche haben in der Vergangenheit überdurchschnittlich viel verdient. Das geht mit excellentes Mitarbeitern schlanken Strukturen, einfachen Prozessen und einem fachkundigen Management das Bodenhaftigkeit und Bescheidenheit ausstrahlt. Erfolg ist eigentlich eine simple Geschichte.
    Nur gute Ausbildung langt da nicht Empathie die nötige Cleverness, Karaktereigenschaften die offensichtlich bei Implenia seit 10 Jahren fehlen
    Aber ein Banker, ein Pfarmaspezialist, HSG Absolventen etc führen einen Baukonzern. Wer führt erfolgreich ein Unternehmen? Menschen die etwas von der Materie verstehen und sich durch Resultate hochgedient haben. Auch alles offensichtlich und relativ simpel.
    Bei Implenia haben alle versagt :
    Der Verwaltungsrat, das Management!
    Ein ganz schwieriger Sanierungsfall der nun wirklich die richtigen Macher braucht.

  20. Lieber Herr Löhr
    Sie stellen die Frage: Wer rettet Implenia und liefern die Antwort eigentlich gleich selbst: Die Aktionäre, welche über Jahre von (zu) grosszügigen Dividenden profitierten. Implenia ist keinesfalls staatstragend, somit ist wohl eine Sanierung zu Lasten der Steuerzahler ausgeschlossen.

  21. Ich würde den Turnaround als CEO schaffen.
    Zuerst mir selbst und der gesamten GL und VR 50% mit den Saläre, Spesen und Bezügen runterfahren.
    Danach erst, bei der Belegschaft 5% runter, sofern keine Kurzarbeit nötig wäre. Dazu noch ein paar Basis-insider befragen, was genau falsch läuft. Analysieren, danach handeln, aber erst bei sich selber sparen, sonst hat das keine Vorbildfunktion und ist nicht authentisch für die Belegschaft. Vorgesetzte Vrrwalter sind heute leider keine Vorbilder mehr, sondern eher Abzocker.
    Die Patrons sind verstorben, weil die 3te Generation nicht mehr übernehmen wollte, sondern sich selbst verwirklichen.

  22. es wird bestimmt ein ehemaliger mänätscher von ernst & young, kpmg…. die firma “retten” = ganz zerstöreren.

    loomit menschenfreund, zürich bänkli vor paradeplatz

    • Sie haben die Mäki-Boys vergessen, wie kann man auch, denn wenn die kommen, liegt die Bude in no time Flach.

  23. Die Fixation auf den Börsenwert führt bei allen Firmen dazu, dass sie ihr Geschäft nur noch auf den Wert an der Börse ausrichten und Geschäfte tätigen, die nicht im (langfristigen) Interesse des Unternehmens sind sondern nur im kurzfristigen der Investoren.
    Am besten man geht gar nicht an die Börse…