Swiss Casinos ermöglicht Geldwäscherei

Geld gelangt spielend leicht von fremder Kreditkarte aufs Online-Konto eines Spielers – und von dort auf dessen Bankkonto.

Auf dem Zürcher Finanzplatz ist Swiss Casinos zum „heissen“ Tipp für schwierige Kunden geworden. Über die Online-Spielseite sei Geldwäsche ein Kinderspiel, heisst es in der Branche.

Tatsächlich zeigt ein Selbstversuch, wie einfach Gelder von einer Person zur anderen verschoben werden können – ohne Spuren zu hinterlassen, alles scheinbar „compliant“.

Das geht so: Ein frisch registrierter Online-Spieler lässt sich auf Swisscasions.ch Geld auf sein „Konto“ beim Online-Anbieter überweisen.

Als Überweisungsoption wählt er Kreditkarte und gibt die Nummer, das Verfalldatum und den Code auf der Kartenrückseite ein.

Ob es die Karte eines Fremden ist, spielt keine Rolle. Der Inhaber der Karte muss einfach im Bild sein und die angeforderte Überweisung freigeben.

Das läuft heute meistens übers Handy – mobil und in Sekundenschnelle. Kaum autorisiert, leuchtet die Einzahlung des Dritten auf dem Konto des neuen Spielers bei der Swiss Casinos auf.

Hier 50 Franken. Obendrauf gibt es vom Casino 5 Franken Bonus-Spielgeld. Nun könnte es losgehen mit Blackjack, Roulette, Poker – alles virtuell und höchst professionell.

Eine Runde Swiss Casinos (IP)

Doch darum geht es diesmal nicht. Sondern ums rasche Verschieben des Kontoguthabens auf eine Bank.

Auch dies funktioniert reibungslos. Einfach unter Auszahlen die Option Bankkonto wählen, die richtige Nummer und den korrekten Namen des Kontoinhabers und des Geldinstituts erfassen.

That’s it. Am Folgetag gehen 45 Franken ein. 5 Franken sind irgendwie verschwunden, vermutlich wegen Administrations-Aufwand. Und die 5 Bonus-Franken waren ja nur zum Spielen gedacht.

Innert weniger Tage floss Geld vom Dritten via dessen Kreditkarte auf das Konto eines frisch registrierten Spielers bei der Swiss Casinos und von dort ruck-zuck auf dessen Konto bei seiner Hausbank.

Fragen? Keine. Möglichkeiten? Viele.

„So etwas würde direkt, also von Bank zu Bank, niemals ohne Prüfung gehen“, sagt ein Insider auf dem Platz Zürich.

Effektiv öffnet der Umweg via Swiss Casinos Tür und Tor fürs Einschleusen heikler Gelder ins ordentliche Schweizer Finanzsystem.

Drama, Kitzel, Kröten (Swiss Casinos)

Laut dem Insider bieten die ausländischen Online-Casinos nichts dergleichen. Dort könne ein Spieler immer nur von seiner eigenen Kreditkarte oder seinem eigenen Konto Gelder ein- und auszahlen.

Just nach intensivem Lobbying von Swiss Casinos und Co. verbannte der Gesetzgeber die Ausland-Anbieter aus dem Land. Diese seien weder sicher, noch würden sie Süchtige vor dem Ruin bewahren.

Letzteres ist mit den Dritteinzahlungen aber gerade bei Swiss Casinos, dem führenden Anbieter in der Schweiz, nicht sichergestellt.

Ein gesperrter Spielsüchtiger kann problemlos Gelder auf das Konto eines Kollegen einzahlen, diesen dann für sich spielen lassen und sich das Geld vom vorgeschobenen Spieler nach der Auszahlung überweisen lassen.

Der CEO der Swiss Casinos meldete sich diese Woche auf Fragen an die Pressestelle umgehend. Ihm schien die Problematik mit den Dritt-Einzahlungen längst bewusst, jedenfalls ging er den oben skizzierten Fall Schritt für Schritt durch.

Marc Baumann, wie der Chef des Vergnügungs-Anbieters heisst, bestätigte dabei, dass Dritt-Einzahlungen heikel sein könnten. Doch selbstverständlich treffe man Vorkehrungen.

„Wie ich Ihnen erklärt habe, ist es zwar möglich, dass ein Dritter auf das Spielerkonto beim Online-Casino einzahlt“, meinte Baumann am Mittwoch Abend in einer aufs Gespräch folgenden Email-Stellungnahme.

„Dieses Geld kommt jedoch immer von einem Finanzintermediär (Kreditkarte, Bank, Postfinance etc.). Damit ist sichergestellt, dass das Geld grundsätzlich sauber ist.“

Dann schiebt der Casino-Chef den Schwarzen Peter den Banken zu. Sollte das vom Dritten einbezahlten Geld nicht „sauber“ sein, dann habe „der betreffende Finanzintermediär seine Sorgfaltspflichten nicht eingehalten“.

Sprich die Bank des Einzahlers sei schuld. Selber trage man keine Verantwortung, so Baumann.

„Trotzdem prüfen wir Einzahlungen über 4’000 Franken oder bei mehr als drei wechselnden Einzahlungsorten (verschiedene Kreditkarten etc.) sehr sorgfältig gemäss den Geldwäscherei-Gesetz-Regeln.“

Auch beim Auszahlen gäbe es bei Swiss Casinos Limiten. „Auszahlungen über 4’000 Franken werden systematisch geprüft, ebenso wie Transaktionen ohne Spiel (…).“

Und: „Falls ein Spieler einzahlt, nicht spielt und wieder auszahlen will, werden wir alarmiert und prüfen die Transaktion nach den GwG-Regeln.“

„Strenge Regeln des Geldwäschereigesetzes“ (IP)

Gut klingende Worte. Eine Prüfung hat beim Testlauf jedenfalls nicht stattgefunden. Im Gegenteil: Einzahlung, Nicht-Spielen, Auszahlen – das alles lief wie am Schnürchen.

Im Nachgang zum Artikel reagierte Swiss Casinos mit einer Mitteilung, in der das Unternehmen von einer „groben Falschaussage“ spricht.

Hinweis an Redaktion

Anonymous Box

  • Senden Sie Ihren Hinweis hier oder an +41 79 605 39 52. Lieber per Post?

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Online Casinos sind sowieso potenziell betrugsfreundlich. Wer kann denn jederzeit nachweisen wann, welche Version der Software, und mit welchem Algoritmus im Einsatz war?

  2. «Effektiv öffnet der Umweg via Swiss Casinos Tür und Tor fürs Einschleusen heikler Gelder ins ordentliche Schweizer Finanzsystem.»

    Einschleusen? Es ist eine ganz normale und nicht zu beanstandene Transaktion, wenn A an B Geld sendet und dieser es auf sein Konto überweist. Banken geht das nichts an. Den Staat geht das nichts an. Und IP auch nicht.

    Heikle Gelder? Hast Dir zuvor mit den 45 Franken den Arsch abgewischt? Nochmal. Es ist eine ganz normale und nicht zu beanstandene Transaktion, wenn A an B Geld sendet und dieser es auf sein Konto überweist. Banken geht das nichts an. Den Staat geht das nichts an. Und IP auch nicht. Auch nicht, wenn es andere Franken oder mehr als 45 sind.

    Noch dazu geht das von einem staatlich/banklich totalüberwachten Kreditkartenkonto auf ein staatlich/banklich totalüberwachtes Bankkonto, der Schritt dazwischen ist über Logdaten und den staatlich erzwungenen Zugriff darauf nachvollziehbar. An der Totalüberwachung ändert sich also mit Swiss Casinos dazwischen nichts. Dein sogenannter Insider stört sich nur daran, dass seine Bank das Geschäft nicht macht.

    «„Dieses Geld kommt jedoch immer von einem Finanzintermediär (Kreditkarte, Bank, Postfinance etc.). Damit ist sichergestellt, dass das Geld grundsätzlich sauber ist.“»

    Sauber? Es gibt heut‘ nichts schmutzigeres mehr als Finanzintermediäre. Arbeiten doch alle für den Überwachungsstaat. Privatsphäre? Vertraulichkeit? Ehrlichkeit? Freiheit? Alles längst Vergangenheit :((

    «„Trotzdem prüfen wir Einzahlungen über 4’000 Franken oder bei mehr als drei wechselnden Einzahlungsorten (verschiedene Kreditkarten etc.) sehr sorgfältig gemäss den Geldwäscherei-Gesetz-Regeln.“»

    Schuldig, bis zum Beweis des Gegenteils. Die CS und die UBSmachen das genauso. Das gesamte Vermögen wird blockiert, man ist Verbrecher und staatsfeind Nummer 1, bis man Staatskonformität bewiesen hat.

    «Eine Prüfung hat beim Testlauf jedenfalls nicht stattgefunden. Im Gegenteil: Einzahlung, Nicht-Spielen, Auszahlen – das alles lief wie am Schnürchen.»

    Woher willst Du das wissen? Vielleicht hat die Prüfung ergeben, dass der perfide, hirnlose Compliance-Aufwand für 45 Franken nicht lohnt, weil, nur darum geht bes bei Compliance, Strafen für die Firmen zu vermeiden, kein Staat wegen 45 Franken aufwacht.

    Ins ordentliche Schweizer Finanzsystem? Wo hast Du das gefunden? Das suche ich seit 2008 vergeblich! Nur noch Spione und Kollaborateure des Staates finde ich seitdem bei Banken. Bitte Ort, Adresse und Zugangsmöglichkeiten des ordentlichen Finanzsystems nennen! Dafür zahle ich sogar zehtausend Franken Finderlohn, wenn ich dadurch ein ordentliches, somit freies und unüberwachtes, Finanzsystem bekomme.

  3. Aufschlussreich wäre zu wissen, welche Banken denn an den Casinos indirekt über Drittgesellschaften beteiligt sind.

  4. Weil das gesamte Finanzsystem auf der Grundlage von Falschgeldbetrug aufgebaut ist, reicht es nicht aus, wenn wir uns nur über Geldwäscherei unterhalten, aber nicht über das Thema Falschgelderzeugung durch Notenbanken und Banken.
    Wenn es kein Falschgeld (Fiatmoney) gäbe, dann müssten wir uns wahrscheinlich über Geldwäscherei gar nicht unterhalten.
    Der grösste Betrug ist die Giralgeldschöpfung des intenationalen Bankenkartells. Mit unendlichen Krediten jagen die Banker die Menschheit in die Verschuldung und kassieren Zinsen aus den erzeugten Schuldenbergen. Dass diese Schuldenberge insgesamt niemals zurückbezahlt werden kann, wenn
    dieses neue Falschgeld immer nur durch Kredite entsteht, beweist das es sich um ein Kreditschneeball-Finanzsystem handelt.
    Zuerst müssen wir uns mal über die Rechtmässigkeit dieses Falschgeldsystem unterhalten, und Zeitgleich aber auch über die Politik und Justiz, die diesen Betrug nicht nur fördern und unterstützen, sondern sich auch noch durch dieses betrügerische System finanzieren lassen.

  5. An den Haaren herbeigezogen. Geldwäsche im grossen Stil hat bei den Onlinecasinos keinen Stellenwert, in der Schweiz schon gar nicht. Beschriebene Transaktionen von mehreren tausend Franken sind ohne Rückfrage des Casinos nicht möglich.

  6. Bezüglich der geplanten Einführung eines digitalen CHF als gesetzliches Zahlungsmittel und der nachfolgenden geplanten Änderung, dass Bargeld kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr ist, -so kann ein Minus-Zins auf jedes CH-Bankkonto durchgesetzt werden sowie auf CHF-Bargeld, da ist das Thema Swiss Casino ermöglicht Geldwäsche trivial.
    Auf Insideparadeplatz werden die wirklich wichtigen Sachverhalte nicht angesprochen, wem dient dadurch letztlich diese Website?

    Ps.
    Durch einen digitalen CHF wird ein totalitäres System in der Schweiz eingeführt, die ersten Schritte zu diesem System sind bereits im Gange.

    • Und noch mehr: Ich habe ein 50-Rappen-Stück aus Silber als Glücksbringer. Wenn ich mich nicht irre, waren die Münzen, die der Schweizer Staat einfach als „Vollgeld“ herausgibt, wervolles Silber.

      Die Noten der Zentralbank und das elektronische Zentralbankengeld müssen aber gedeckt sein.

      Das Guthaben der Kunden der Banken muss auch gedeckt sein.

      Die Idee der Reichen scheint zu sein z.B. und ungefähr:
      * Nehme den Zentralbanken Teile ihres Goldes, zu einem inflationsbereinigt niedrigen Preis, mit der Operation „überschüssige Goldreserven“ (und da sage noch einer, es gäbe keine Verschwörungen)
      * Nehme 1 Million ein, gehe zur Bank und nehme weitere 4 Millionen auf. Kaufe für 5 Millionen Immobilien und verdiene an den Mietzinsen
      * Lasse die Staaten sich verschulden
      * Lasse die Zentralbanken die Kredite geben an die Staaten
      * Sage natürlich nie, dass den Staatschulden auch die Fantasievermögen der Reichen gegenüberstehen, die herunterbesteuert werden könnten
      * Sage natürlich auch nie, dass es eigentlich mehr Eigenkapital bräuchte bei deinen Renditeimmobilien (bei CH bin ich für ~50% Eigenkapital wegen https://fred.stlouisfed.org/series/QCHR628BIS ).
      * Verlange Schuldenerlass durch die Zentralbanken für die Staaten
      * Erlebe die Hyperinflation wegen den nun kaputten Zentralbankenbilanzen
      * Freue dich über die weginflationierten Hypothekenschulden

      Gibt es einen Denkfehler?

  7. Das erinnert mich an eine kuriose Geschichte in Südostasien, in welcher aufgrund äußerlicher Einflüsse ein mit der Getreideart Oryza Sativer gefülltes, aus netzartigem Gewebe bestehendes Behältnis seinen Schwerpunkt so verschob, dass dieses seine Lage von einer vertikalen in eine horizontale wechselte.

  8. „Ein gesperrter Spielsüchtiger kann problemlos Gelder auf das Konto eines Kollegen einzahlen, diesen dann für sich spielen lassen und sich das Geld vom vorgeschobenen Spieler nach der Auszahlung überweisen lassen.“

    Hahahaha selten so gelacht! Ein gesperrter Spielsüchtiger lässt seinen Kollegen für sich spielen – sein Ziel ist ja der Gewinn, nicht das Spielen. Oh Mann Lukas wie tief sinkst Du noch, bevor Du aufhörst?

    Dein Beispiel in die reale Welt übertragen: der Spielsuchti gibt seinem Kollegen 50 Stutz mit, der geht für ins Casino, kommt wieder raus und überweist ihn die 50 Stutz (natürlich per Twint) – keine Prüfung! Geldwäscherei! Skandal! Hahahaha

    • Wow, hier spricht jemand, der sich in Casinos und mit der Spielsucht gut auskennt. Da darf man selbstverständlich hämisch reagieren, denn grundsätzlich verdient ja die Bank.

  9. Der Titel müsste eher „Swiss Casinos, ein Eldorado für für Gesperrte und Spielsüchtige“ lauten. Ich selbst wurde letztes Jahr vom Casino in Baden schweizweit gesperrt. Man sagte mir, dass die Sperre auch für Onlinecasinos gilt. Seitdem Swiss Casinos online ist, kann ich dort problemlos über das Spielerkonto eines Kollegen spielen und sogar mit meiner eigenen Kreditkarte ein- und auszahlen.

    • Du bist ja ein ganz schlauer – verklag doch das Casino, Du hast ja kaum selber Schuld, dass Du zu dumm bist.

  10. Das ist nun wahrlich keine Überraschung! Das staatlich sanktionierte Geldwäscherei-Kartell, geleitet von Sozialpräventions-Heuchlern, wurde ja genau für diesen Zweck geschaffen.

  11. Nunja, Auszahlungen gehen nur auf ein Bankkonto bei dem der Kontoinhaber der gleiche ist wie im Spielerprofil. Im Online-Profil wird jede Transaktion festgehalten, auch von wem, an wen, die Einzahlung geht. Somit ist alles transparent nachvollziehbar; keiner der Geldwäscherei betreibt, würde diesen „dummen“ Weg gehen. Bei einmalig 50 Franken greifen selbstverständlich noch keine Kontroll-Mechanismen, das Ganze muss ja immer noch in einer Verhältnismässigkeit ablaufen.
    Ich weiss nicht was für einen „Insider“ ihr interviewt habt, aber das ist doch Humbug. In vielen ausländischen Casinos kann man sogar mit Bitcoin oder komplett anonymen Zahlungsmethoden zahlen, bei Swiss Casinos ist Geldherkunft und Auszahlung eindeutig nachvollziehbar, sodass Geldwäscherei sinnlos ist.

    Ausserdem werden in dem Artikel Spielsucht und Geldwäscherei gemischt, wahrscheinlich um Emotionen zu triggern, mit der bösen bösen Spielbank, bei der Süchtige über andere Konten spielen könnten. Casinos sind in der Schweiz stark reguliert und kontrolliert durch die Schweizer Behörden.
    Kann den Artikel absolut nicht nachvollziehen und zweifele daher stark an der Glaubwürdigkeit dieser Seite.

  12. Manchmal habe ich den Eindruck.
    Damals bei der Hildebrand-Affäre, die diesem Portal so viel Rückenwind verschafft hat.

    Hat nicht Lukas den Treffer gemacht.
    Sondern der Treffer hat den Lukas gemacht.

    ..auch ein blindes Huhn…
    also weiter so, oder?

    • Sehe ich genauso….mit dem Maschinengewehr im Schnellfeuer ins Dunkle ballern und hoffen, etwas zu treffen. Anders lassen sich diese qualitativ brutal schlechten, quantitativ immer breiter streuenden Ergüsse nicht erklären.

  13. Aso Luki, überlegg doch mal. Foifävierzg stutz….?
    Würsch di wundere, wenns kei tsunamiwarnig git, wänn en chiselstei is meer rüährsch?

    • @ Top shot

      Jetzt kommen wieder diese eifersüchtigen “Zensurspezialisten“ von Ringier und Tamedia und versuchen die Konkurrenz runter zu machen.
      Stellt Euch mal ins erwähnte Dunkle, wir werden Euch sicher blind treffen. Zwischen den Aug…. .

  14. Der Titel müsste eher „Swiss Casinos, ein Eldorado für Gesperrte und Spielsüchtige“ lauten. Ich selbst wurde letztes Jahr vom Casino in Baden schweizweit gesperrt. Man sagte mir, dass die Sperre auch für Onlinecasinos gilt. Seitdem Swiss Casinos online ist, kann ich dort problemlos über das Spielerkonto von einem Kollegen spielen und das sogar mit meiner eigenen Kreditkarte.

  15. Ist in der Praxis vermutlich nicht so attraktiv zum Geldwaschen, weil hohe Beträge angeschaut werden. Trotzdem finde ich die Aussagen vom Casino Chef etwas unglücklich. 1. Abschieben auf andere regulierte Unternehmen. Unter Banken geht das gar nicht, das gäbe schnell Riesen-Fälle und Enforcement. Weiss nicht, wie das bei Casinos ist, vielleicht sollte die Aufsicht mal mit dem reden. 2. Dann gleich die detaillierten Monitoring-Regeln verraten. Super. Also für alle Geldwäscher zum mitschreiben: individuelle Konten unter 4000 halten, KK nicht mehr als einmal wechseln, ein bisschen spielen. Danke, dass ihr das respektiert und uns keinen Bearbeitungsaufwand verursacht.

  16. Swiss Casinos sind eine pure Abzocker Bude.
    Bei Auszahlungen bis und mit 100 Franken wird eine Bearbeitungsgebühr von 5 Franken erhoben.

    ****Werden bei Auszahlungen Gebühren erhoben?

    Bei Auszahlungen bis und mit 100 Franken wird eine Bearbeitungsgebühr von 5 Franken erhoben.****

    https://online.swisscasinos.ch/hilfe/zahlungen

    Wer ein paar Mal länger spielt und gewinnt, geht das Risiko ein, dass er gesperrt wird, weil er dann als pathologischer Spieler eingestuft wird.

    **Sie dürfen unsere Webseite und Ihr Kundenkonto ausschliesslich zum Zweck der
    Teilnahme an Glücksspielen für Erholungs- und Freizeitzwecke und nicht aus
    kommerziellen, beruflichen oder anderen Gründen nutzen.**

  17. Tipp: Ein Versuch mit CHF 50’000 hätte ein aussagekräftigeres Resultat ergeben. Sicher würde niemand für einen Betrag von CHF 50 eine aufwändige Prüfung durchführen.

    • @ „Complinace Officer“; Konnte mühelos 100’000.- Fr. bei einer Schweizer Grossbank als Bevollmächtigter meiner Tante nach Vorankündigung in bar beziehen, obwohl dem Institut bekannt ist, dass meine Tante seit 5 Monaten verstorben ist.

    • Horst na klar….und danach hast Du Dir im Gummibärenland einen Drachen gekauft. Bravo

  18. Hallo Herr Hässig, etwas mehr Recherche hätte hier gut getan, mindestens ein Test mit Beträgen die überhaupt relevant sind für Geldwäsche. Ihre Insider in diesem Fall sollten Sie mal noch etwas besser prüfen.

  19. Das ist ja wohl die no story des Jahres. Alles nachvollziehbar, kleine Beträge und jeder der eine Kreditkarte will wird durchleuchtet.

  20. Einzahlung, Nicht-Spielen, Auszahlen – das alles lief wie am Schnürchen…

    …von 45 CHF…
    die compliance-Abteilung meiner Bank meldet sich auch erst ab 30 000, wenn ich mich richtig erinnere…

  21. Geldwäscherei mit CHF 50.00?? So einfach die Transaktion abgewickelt wurde ist es doch wohl nicht. Probieren Sie es mal mit CHF 500k!

    • Hässig und Pension, Sie träumen wohl. Hässig muss uns noch lange erhalten bleiben. Er ist immer wieder der spannendste Journalist unsere Landes. Und geiger und stöhlker bieten uns Lesern einfach mehr als Sie, Herr 5liber. Ihre Meinungen sind auf Tiktok besser angelegt.

    • von @toktik bis zum @psychiatriepfleger…

      ein feiner aber vielsagender querschnitt des heutigen ip konsumenten)))

      und obendrauf von der redaktion wohl selbst verfasst…soo geil

    • @ 5liber

      Die eifersüchtigen Tamedia und Ringier-Schreiberlinge haben wieder mal gesprochen.

  22. „Eine Prüfung hat beim Testlauf nicht stattgefunden. Im Gegenteil: Einzahlung, Nicht-Spielen, Auszahlen – das alles lief wie am Schnürchen.“ – schon mit „über 4’000 Franken oder bei mehr als drei wechselnden Einzahlungsorten (verschiedene Kreditkarten etc.)“ probiert? So what?

    • Da widerspreche ich. Bei einer Auszahlung von CHF 9,6k (keine Spielgewinne) musste vorgängig ein Formular A eingereicht werden.

  23. in Macau kann man die Kohlen kofferweise BAR bringen; dann spielt man ein paar harmlose Spielchen, die Damen servieren TOP drinks; danach kann man sich sein „Koffer-Geld“ ueberweisen lassen oder man kriegt einen fiktiven „GEWINNSCHEIN“ um das Geld bei einer Bank sauber einzuzahlen zu koennen- alles fuer ca. 5-20% Gebuehr.
    Bingo, that IS full service business! Win-Win!
    Man schaue sich Macau’s Skyline an = 2x Las Vegas!!!

    • klar dann flieg mal mit eine Mio bar mit der swiss nach macau! bin gespannt was die zöllner sagen 🤣

  24. Seit Konzerte und grosse Veranstaltungen verboten sind (COVID-bedingt), müssen die Geldwäscher halt neue Möglichkeiten ausprobieren.

    Wer da in (s)einer App solche Türen offen lässt, wird natürlich dafür missbraucht. Gnadenlos. Denn wie sollen die Millionen, die ja weiterhin aus Menschenschmuggel und Drogenhandel generiert werden nur noch über Barbier-Shops gewaschen werden? Das wäre dann doch zu auffällig …

  25. Sorry, aber 50 Fr. kann ein Mafiosi dem anderen auch in bar geben. Da ist noch gar nichts bewiesen. Mich stören Dutzende von Shisha-Baren etwa in Zürich Seebach, in denen immer nur der Besitzer und seine Freunde sitzen, aber jeden Tag hohe Umsätze auf die Bank bringen, viel mehr. (Vor der Türe stehen die neusten BMW, Mercedes, Porsche). Alle wissen was läuft, niemand macht was, weil die Clans alle Stellen geschmiert oder eingeschüchtert haben.

    • sehr treffender kommentar und leider wahr unsere super links-grüne truppe schaut dabei zu. die polizei kontrolliert lieber schwule und kleindealer als das sie endlich mal die „kioske“ und „shihabars“ hochnehmen würden.

    • Stimmt mit den Shisha Bars in Züri ist ein ganz dreckiges Riesengeschäft, die waschen Millionen Schwarzgeld sauber für Clans und ausländische unversteuerte Kunden. Am schlimmsten ist, dass die FINMA beschämt wegschaut und bei Banken und Vermögensverwaltern alle unter Generalverdacht stellt. Shisha ist eh super primitiv, ein Schlauch voll Spucke und Coronaviren, igitt pfui Teufel. Und das primitive Volk mit meist Migrationshintergrund in diesen Bars ist abstossend.

  26. Swiss Casinos sollten ganz verboten werden. Sie generieren wenige Happy People, dafür umso mehr Menschen, die sich selbst ins Verderben treiben.

    Völlig unnötig diese Casinos. Wenn Geld gewinnen, dann geht an die Börse. Hier gewinnt momentan so ziemlich jeder.

  27. Sicher unschön aber nicht dramatisch. Heikel wäre, wenn man fünfstellige Beträge einfach durchschleusen kann. Viele Restaurants, Imbissstände und und Coiffeurs eignen sich viel besser zur Geldwäsche auch von grösseren Beträgen, das wird mehr oder weniger toleriert.

  28. Swisscasinos? Erinnert mich irgendwie an eine ganz komische Abstimmung…wo es um Internetsperren ging.

    „Über die Online-Spielseite sei Geldwäsche ein Kinderspiel, heisst es in der Branche.“

    Wie sieht es eigentlich so mit Apps & deren enthaltene Mikrotransaktionen aus?

    Wären das nicht die idealen Plattformen um Geld schnell und unauffällig hin- und herzuschieben? In kleinen aber häufigen Stücken?

    Wer wickelt eigentlich diese Mikrotransaktionen ab?

    „Trotzdem prüfen wir Einzahlungen über 4’000 Franken oder bei mehr als drei wechselnden Einzahlungsorten (verschiedene Kreditkarten etc.) sehr sorgfältig gemäss den Geldwäscherei-Gesetz-Regeln.“

    Und häufige Zahlungen vom selben Ort unter 4000.- werden wie geprüft?

  29. In my opinion, this is more about irresponsible gambling / encouraging “problem” gambling than money laundering.

    It could also lead to problem gamblers using their relatives credit card without their permission which is essentially fraud and quite a preventable one at that.

    Nice sensational story though Lukas 😉

  30. Ein kontrollwütiger Schwachsinn mehr, der es erlaubt, etwa 100 Büroschreibtische in Bern mit zusätzlicher Belegschaft zulasten der eidgenössischen Lohnliste neu zu besetzen. Bevor nicht jeder Schtutz durchnummeriert ist hören die dann nicht auf mit der Regulierungsdichte. Die DDR lässt grüssen.

  31. Das ist auch kein Problem! Schlussendlich muss das Geld ja vorerst mal auf die Kreditkarte kommen (vorher oder nacher) die GWG Prüfung muss dann stattfinden, wenn das Geld auf die Kreditkarte kommt. Wenn dies laufend Bareinzahlungen sind, wird das ganz sicher früher oder später zu Abklärungen führen. Kommt das Geld von einer anderen Bank ist diese verpflichtet.

    GWG Pflichten entstehen bei Kapitalsammelstellen, das Casino ist logischerweise keine davon, Sie nimmt ja Online kein Bargeld an.

    Im Gegenzug kann ich im Casino Bargeldbestände tatsächlich transferieren. Und wer die Chips einlöst kontrolliert ja sowieso niemand.

    Also nun wirklich nichts neues….

    • Seit wann ist „Kapitalsammelstellen“ ein schweizerischer Rechtsbegriff? Casinos sind Finanzintermediäre nach GwG mit den enstprechenden Pflichten, hat nicht mit viel Bargeld zu tun.