Ex-Banker Pascal Koradi mischt mit bei E-Impf-ID

Nach Aargau-Kantonalbank und Post landet Finanzmann in Firma, die elektronischen Impfpass vorantreibt.

Pascal Koradi hat trotz jungen Alters mehr Höhen und Tiefen erlebt als die meisten anderen Shootingstars der Schweiz.

Nach dem Postauto-Skandal um 200’000 gefälschte Buchungen verlor Koradi seinen Job im Mittelland, danach wurde er von der Justiz gejagt.

Diese erlitt kürzlich eine krachende Niederlage vor einem Gericht – wegen „Verfahrensmängeln“. Für Koradi ein erster Zwischenerfolg.

Für ein Comeback in Wirtschaft und Gesellschaft ist das wichtig. Darum geht es Koradi.

Nach seinem „Absturz“ verkroch er sich nicht lange, sondern übernahm den Job eines Büroleiters bei einer Zürcher Baufirma.

Für einen wie ihn ein Neuanfang der ungeplanten Art. Nun taucht Koradi zusätzlich bei einer gewissen Arpage AG auf.

Diese war jüngst in einer NZZ-Story zum elektronischen Impfausweis ein Thema. Die Firma ist im Auftrag einer Stiftung namens „Meine Impfungen“ für deren technologische Plattform zuständig.

„Meine Impfungen“ wird wegen ihres Internet-Auftritts kritisiert, der letztmals im 2013 aufgefrischt worden sei, wie Watson festhält. Das Onlinemm-Medium kritisiert:

„Die Seite sieht jedoch heute noch so aus, so als wäre sie technologisch in diesem Jahr stehen geblieben.“

Koradi wurde letzten Sommer vom Chef der Arpage in dessen VR geholt, wie aus dem Handelsregister hervorgeht.

Die Berufung ins Impf-ID-Unternehmen hängt mit einer anderen Firma des Ex-Spitzenmanns zusammen.

Diese nennt sich Alt-Feld.ch. „Wir kombinieren langjähriges Wissen von Datenspezialisten, Informatikern mit betriebswirtschaftlichem Know-how“, steht auf deren Homepage.

Koradi ein Techie?

Er wolle „Zukunft gestalten“, schreibt der Ex-Banker auf Alt-Feld.ch unter einem Foto von sich.

Der elektronische Impfausweis der Schweiz ist laut den jüngsten Kritiken noch nicht dort angelangt.

Hinweis an Redaktion

Anonymous Box

  • Senden Sie Ihren Hinweis hier oder an +41 79 605 39 52. Lieber per Post?

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. WEnn Pascal Koradi mitmischt, dem Skandal Banker aus dem Aargau, dann wird das Projekt ein Flopp.

    Wieso arbeiten die mit so einem Mann zusammen, der null Glaubwürdigkeit hat???

  2. Alles was E-.. heissen wird bedarf einer neuen Gesellschafts Struktur sonst sind wir ganz bald wie China!
    Schweiz, freies cooles und stolzes Land wandert mit der voller blinden Digitalisierung geradewegs in die Diktatur der Daten und Interessen der Macht und Geld, genau wie in China.
    Leider wirds kein Erwachen geben darum R.I.P. freier Mann in freiem Land, es war mal schön..!!

  3. Komisch … von der Website auf die Produkte zu schliessen: mag so zutreffen, muss aber nicht.
    Immerhin wird somit nicht jährlich eine Unsumme in einen neuen Marktauftritt gesteckt um die Marketingabteilung (resp. deren Mitarbeitenden) zu befriedigen.

    Aktuell bestes Beispiel: Entlassungen im Leutschenbach, Aufpeppen des Marktauftritts … unnötig. Siehe Migros: deren Logo besitzt einen sehr hohen Wiedererkennungswert.

    Also: Abwarten auch bei dem neuen IP-Streich.

  4. Blöd ist nur für diese Befürworter und Gestalter der E-IMPF- ID, dass alle Menschen gemäss Artikel 8 vor dem Gesetz gleich sind. Das gilt auch bei Geimpften und Nicht-Geimpften. ALLE Menschen sind gleich!! So auch Artikel 9 [Jede Person hat Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür und
    nach Treu und Glauben behandelt zu werden.] Aber sicherlich fällt jemanden noch ein, die Bundesverfassung hierzu auszuhebeln…….. und die wunderbare
    Lady Justizia mit der Augenbinde fuchtelt schon lange verzweifelt mit Ihrem Richt-Schwert ins leere und trifft nicht mehr das richtige, ist Sie etwa zur „Puppet on a String“ mutiert?

  5. Pascal Koradi: im VR und Geschäftsführer der Gadola Holding und Gadola Immobilien. Und operativ tätig in der Eigenunternehmung art-feld.ch – und nun auch im VR Arpage AG.

    In KMUs sind Mandats-Sammler weitverbreitet.

    Roland Müller, Rechtsprofessor an der Universität St. Gallen: «Viele sind nicht in der Lage, ihre Verantwortung wahrzunehmen».

    • Ach, ob das mit der Verantwortung wahrnehmen bei Gross-Mandatssammlern viel besser ist, kann man durchaus mal so im Raum stehen lassen…!

  6. Als ob mit Alt-Feld.ch Aufträge akquiriert werden könnten! In etwa so unmöglich, wie, dass das Feld im Zusammenhang mit der dargestellten Kornähre bebaut wird. Voll von Schreibfehlern und sprachlichen Ungenauigkeiten – fehlt nur noch der unverbindliche Kostenvorschlag.

    Nein, hier im Ländle krallen sich alle ohnehin nur die staatlichen Aufträge und deren Vergabe erfolgt auf jeden Fall nicht nach Akquisestärke oder Vergaberecht, sondern einzig nach kollegialem Netzwerk. Zum Schein gab daher der Peter der Doris auch noch ein formales Ämtli. Andere nennen das Korruption. Wir nicht. Compliancewunderland Schweiz.

  7. Diese Story ist gut für den Schrott/Misthaufen – aber unwürdig für den „Paradeplatz“. 1. Was soll daran schlecht sein, dass sich Pascal Koradi eisern durchschlägt? Zudem hat er sich bei der Postauto AG NICHT PERSÖNLICH bereichert, sondern das Geld für den Ausbau eines wichtigen Players im ÖV „verschoben““.
    2. Reine unprofessionelle Miesmacherei ist aber der Seitenhieb auf „Meine Impfungen“ (www.meineimpfungen.ch), Es wäre klüger gewesen, selber zu recherchieren, als beim „journalistischen Prunkstück“ Watson abzukupfern. Vor allem in Zeiten wie Corona, ist die Plattform etwas vom nützlichsten, was zum Schutz der Bevölkerung geboten wird. Die Daten werden nämlich von der Handy App „my Viavac“ (Android/Apple) übernommen und sind somit ein weltweit einsetzbarer, professionell aktualisierter elektronischer Impfausweis. Und wird wahrscheinlich auch mit dem Projekt der IATA für einen „Travel Pass“ kompatibel, integrierbar oder nutzbar sein. „MeineImpfungen“ kann also aktueller gar nicht sein.
    Der mir persönlich nicht bekannte Pascal Koradi tut also Gutes mit seinem Job Entscheid.

  8. Dieser Impfausweis ist ein weiteres Kontrollinstrument „gegen“ den Bürger. Es wird so weit kommen, dass man in Kinos, Theater, Flugzeug etc. nur noch eingelassen wird, mit diesem Impfausweis. Vielleicht folgen auch SBB, Beizen etc. Elektronische Schranken warnen, wenn einer keinen Ausweis auf sich trägt. Jede Bewegung wird registriert.
    Zum Glück gibt es offenbar noch Bundesräte, die sich nicht impfen lassen. Frau Sommaruga hat jedenfalls gesagt, sie wolle erst mal den Alten den Vortritt lassen.

  9. Koradi ist und bleibt ein hervorragender Manager… intelligent, integer, empathisch… das fehlt den meisten der Managergilde.

  10. Spannender als die Personalie Koradi ist folgende Konstellation:

    Wie kommt es bloss, dass in der Stiftung meineimpfungen.ch Johannes Arnold Boesch sitzt, der zugleich CEO von Arpagage AG ist, welche den Auftrag für das digitale Impfbüchlein erhalten hat.

  11. Nicht jeder muss geimpft werden. Personen, welche die Krankheit hatten und positiv auf Antikörpertests reagieren, müssten auch auf dem Impfpass als natürlich geimpft erscheinen. Deshalb braucht es keinen Impfpass sondern ein Immunitätsausweis.

    • Weder noch… es braucht weder Impfpass noch Immunitätsausweis!

      Wenn im Sommer die Mehrheit der Risikogruppen hoffentlich immun/geimpft ist, ist Corona nicht mehr schlimmer als eine Influenzagrippe.

    • @ Peter Meister; Blödsinn,wer bereits infiziert war, besitzt eine gewisse Immunität – eine Impfung wäre demnach ohne Mehrwert. Wie lange dieser natürliche Schutz vor dem Virus anhält, ist allerdings umstritten. Und damit auch die Frage, wie lange Menschen, die das Virus schon hatten, mit einer Impfung warten sollen. Die Eidgenössische Impfkommission geht von einem Schutz von lediglich drei Monaten aus.

    • @ Peter Meister: Quatsch, niemand auf dieser Erde kann eine Immunität bestätigen.

    • Bin für eine Impfpflicht und zwar alle 12 Monate 2x innerhalb von 30 Tagen. Nur so können wir zur Normalität zurückkehren.

    • @ Mutant: Zuvor empfehle ich Ihnen sich betreffend Ihres Geisteszustandes überprüfen zu lassen.