CS crasht, Gottstein im Nebel

Vermögensverwaltung minus 24 Prozent im Q4, auch Asien sinkt. Swiss Kunden flüchten, Risky-Kredite durchs Dach: Hütte brennt.

Die Credit Suisse hat am Vortag des Präsidentenwechsels dringenden Handlungsbedarf. Die Frage stellt sich, ob der neue Präsident an CEO Thomas Gottstein festhalten wird.

Gottstein liefert heute sein erstes Jahresergebnis als operativer Chef ab. Die Zahlen von ihm und seinem Team sind ein Desaster.

Im vierten Quartal gabs auf Gruppenstufe einen Verlust von 350 Millionen Franken. Fürs ganze Jahr brach der Gewinn um 22 Prozent ein.

Die erzielten 2,7 Milliarden Franken sind nicht einmal halb so viel wie bei der Erzrivalin UBS. Diese vermeldete vor 3 Wochen ein Rekordergebnis.

Besonders zu denken gibt die Vermögensverwaltung. Ausgerechnet die CS-Vorzeigedivision hat im 2020 massiv verloren.

Die mit vermögenden Privatkunden erzielten Einnahmen summierten sich auf knapp 14 Milliarden, das sind 8 Prozent weniger als im 2019.

I’m the Boss – noch (CS)

Im vierten Quartal gings im CS Wealth Managemet richtig steil bergab. Um satte 24 Prozent sackten die Erträge ein.

Ein regelrechter Crash.

Bei der UBS das gegenteilige Bild. Dort stiegen die Einnahmen im Globalen Wealth Management fürs ganze 2020 um über 20 Prozent.

Ebenfalls gut wie die UBS schlug sich hingegen die CS-Investmentbank. Diese verdiente im ganzen Jahr und auch im Schlussquartal spürbar mehr: plus 19 Prozent bei den 2020er Einnahmen, gleich viel im Schlussquartal.

Der Sprung im Trading und der Firmenberatung ist nicht das, was Gottstein will. Der operative Chef hat vom VR den Auftrag, die Vermögensverwaltung zur Perle zu machen.

Diese macht schon heute den Löwenanteil aus – dank einem grossen Geschäft in Fernost. Doch auch dort, in Asien, zeigt der Trend in die falsche Richtung. Im Schlussquartal sanken die Erträge leicht, Kunden suchten das Weite.

Was nur ist los mit der CS, was macht Gottstein falsch?

Offensichtlich hat der CEO der Nummer 2 keinen Plan. Zumindest keinen, der die Bank auf neue, zukunftsträchtige Beine stellt.

Vielmehr verabreicht Gottstein Hoffnung auf bessere Zeiten. Man habe im 2020 „die Bank in eine gute Ausgangslage (gebracht), um 2021 und darüber hinaus Wachstum verzeichnen zu können“, so ihm heutigen Communiqué.

Wie? Gottstein & Co. listen vier Punkte auf.

„Schaffung einer globalen Investment Bank“, „Einführung der neuen Funktion Sustainability, Research & Investment Solutions“, „Integration der Neuen Aargauer Bank in die Swiss Universal Bank“, „Einführung der integrierten Funktion Chief Risk and Compliance Officer“.

Integrierte Investmentbank, Öko-Fonds, One Swiss Brand, verschmolzene Risk&Compliance – alles organisatorische Dinge, jedoch nichts Strategisches oder Innovatives, kein Schnitt und kein Fokus.

Gottstein im Nebel.

Der Chef der CS war sein Leben lang Dealmaker. Er zog die grossen Aufträge für Firmenfusionen und Börsengänge an Land.

Nun ist er ganz anders gefordert. Er muss eine neue CS bauen. Die alte ist marode.

Damit scheint Gottstein überfordert. Statt einen überzeugenden Plan nach vorn vorzulegen, malt er rosa – angesichts der Zahlen nicht nachvollziehbar.

„Unsere Vermögensverwaltungsbereiche verzeichneten eine starke operative Performance, bedingt durch höhere transaktionsabhängige Erträge“, schreibt die CS, gefolgt von dem Folgenden: (Hervorhebung durch IP)

„Auf ausgewiesener Basis verzeichneten diese Bereiche insgesamt einen Rückgang des Nettoertrags um 8% im Vorjahresvergleich auf CHF 13,6 Mia. Die transaktionsabhängigen Erträge stiegen um 3%, wurden jedoch durch die um 4% niedrigeren wiederkehrenden Kommissions- und Gebührenerträge und den um 4% niedrigeren Zinserfolg mehr als ausgeglichen.“

Starke operative Performance, dabei sinkt alles? Rosa speak, sozusagen.

Das Problem von Gottstein ist, dass er das Neue aufbauen und gleichzeitig das Alte ausmisten muss.

Die Rückstellungen auf faule Kredite schiessen durchs Dach. Im ganzen 2020 summierten sie sich auf 1,1 Milliarden Franken, ein Ende ist nicht in Sicht.

Minus-Mann Gottstein (Swissquote)

Laut CS seien diese Rückstellungen auf Ausleihungen „fast vier Mal so hoch wie unser Elfjahresdurchschnitt von CHF 280 Mio., was auf negative Entwicklungen in unserem Firmenkunden-Kreditportfolio und die Anwendung der auf aktuell erwarteten Kreditverlusten (Current Expected Credit Loss, CECL) basierenden Methodik zurückzuführen“ sei.

Am besorgniserregendsten für die CS sind die Vorgänge im Heimmarkt Schweiz. Dort flüchten die Kunden.

5,9 Milliarden betrug der Abfluss von Geldern der Privatkunden in der Swiss Universal Bank im letzten Jahr, davon allein im vierten Quartal 2,1 Milliarden.

Mehr als kompensiert wurde das zwar durch höhere Zuflüsse institutioneller Kunden wie Pensionskassen.

Doch die zahlen der CS niemals so viel für die Verwaltung ihrer Vermögen wie die reichen Privatkunden.

Entsprechend der Gewinn. Vor Steuern halbierte sich dieser fast in der Schweizer Einheit, von 867 auf noch 487 Millionen.

Einbruch also auch in der vermeintlichen Perle namens Schweiz. Das zeigt, was es geschlagen hat.

Wer der CS Glauben schenkte, dass Gottsteins Vorgänger Tidjane Thiam vollständig aufgeräumt habe, wie es vor Jahresfrist geheissen hatte, sieht sich brutal getäuscht.

Allein im Schlussquartal des letzten Jahres nahm die CS unter Gottstein ausserordentliche Abschreiber in Wolkenkratzer-Dimension vor.

Und zwar für „Rechtsstreitigkeiten von CHF 757 Mio., Kosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung und Immobilienveräusserungen von CHF 78 Mio., einen negativen Nettoeffekt auf unseren Vorsteuergewinn von CHF 108 Mio. infolge von Wechselkursbewegungen sowie eine Reihe von wesentlichen Positionen, einschliesslich einer Wertminderung unserer Minderheitsbeteiligung an York von CHF 414 Mio.“.

Total über 1’350 Millionen „Sondermüll“ – sagenhaft.

Um das schwarze Loch wenigstens ein bisschen aufzuhellen, machte die CS Aufwertungen in den Büchern, und zwar mittels „eines Gewinns aus der Neubewertung unserer Beteiligung an der SIX von CHF 158 Mio. und eines Gewinns aus der Neubewertung unserer Beteiligung an der Allfunds Group von CHF 127 Mio.“.

Tafelsilber poliert – damit gelangen Gottstein und seine Truppe in die Nähe von 1’000 Millionen Sonderabschreiber.

Mehr nicht. Eine Milliarde in Luft aufgelöst – und in der Bilanz schlummern weitere Sprengsätze in Milliardenhöhe.

Es bräuchte rigoroses Handeln – vor allem einen überzeugenden Plan, wie die CS in der neuen Welt endlich Tritt fassen kann.

Bisher hat Gottstein keinen solchen Weg aufgezeigt.

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Kommentare

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  1. Ja ja die CS. Ist man gewillt etwas zu leisten und setzt sich für die Firma ein, wird man höchstens ein AVP Furz und wenn du Glück hast mit ein bisschen Fachverantwortung. Blender, braune Zungen und Nichtskönner werden alle paar Jahre befördert und man fragt sich für was.. Leistung? Wohl kaum. Es ist kein Wunder, das die CS nicht einen Schritt vorwärts kommt. Auf solche Manager kann man sehr gut verzichten. Manager, die nur für das eigene Wohl und Ansehen in ihren Kreisen sorgen, aber nicht für die Firma. Weshalb man für unfähige CEO’s immer Vorschusslorbeeren vergibt verstehe ich bis heute nicht. Als Thiam vor dem UH erschien konnte man meinen er sei ein Weltstar. Aber das zeigt nur, dass die CS-Mitarbeiter verblendet sind. Tia, selber schuld!

  2. Etwas vorschnelle und harsche Kritik – gebt dem Gottstein und dem neuen VR Praesi doch zuerst eine Chance. Die einzige Kritik die man Gottstein voll anlasten kann ist das minus bei der Schweizer Einheit.
    Zumindest stehen nun zwei Banker and der Spitze der CS und nicht mehr ein Versicherungsmann und ein Anwalt der mal eine Fernsehstation leitete…..

  3. Lifecycle eines CEO bei der CS sind 5 Jahre. 4 Jahre ist der neue CEO damit beschäftigt auszusagen, dass der vorhergehende CEO Mist gebaut hat.

    In den 5 Jahren muss dort ein CEO absahnen was nur geht, um den Scherbenaufen weiterzugeben. Am Schluss muss der Angestelle und nach TBTF der Steuerzahler die offene Rechnung begleichen.

    Man schaue in die USA wo das gleiche abläuft mit Präsidenten und den 2 Parteien.

  4. Was für widerliche und feige Weicheier schreiben eigentlich auf IP.
    Die wenigstens können mit ihren Initialen, geschweige den mit ihrem Namen für ihre Kommentare gerade stehen…..!

    • @P. Baumann:

      Echauffieren sie sich etwa?

      P steht für Pfosten? Vornamen?
      Polizist Baumann? P. Baumann AG Sanitär?

      Nennen sie Ihr Autorenwerk einen Kommentar? Stehen sie gerade!

  5. Wenn eine Bank ihr eigenes Kapital nicht richtig verwalten kann!
    wie kann eine solche Bank das Kapital der Kunden richtig verwalten?

  6. Wer hat denn heute noch Zeit Interesse sich mit Banken, Notenbanken und Fiatmoney zu befassen? Das war mal, die Zeiten des Falschgeldes gehen jetzt allmählich zu Ende, und damit auch die Zeiten der Giralgeldschöpfer und Bilanzverlängerer. Deren Kreditschneeballsystem wird zusammenkrachen und damit auch das Eigenkapital der Kreditbetrüger.
    Besorgt Euch rechtzeitig echtes Geld für Euer Überleben in Absurdistan.

  7. „…Minus-Mann Gottstein (Swissquote)…“

    Wieder einmal eine SUPER Grafik, die aussagen, sollte, dass die CS Aktie den Aktien von UBS und Bär hinterherhinkt… nur ist dem nicht so, denn die CS Aktie entwickelte sich genau gleich wie die beiden anderen. Danke, LH!

  8. Wieso nicht die Chance packen, wenn sie sich einem bietet? Das ist doch Unternehmertum. Wie grün und amateurhaft die beiden sind, zeigt sich im Kauf ihrer Statussymbole nach Abschluss des Deals. Die Jungs sollen die fehlerhaft gelieferten Masken entschädigen und gut ist. Mich stört vorallem, dass die Armee so doof war, die Ware nicht genau zu prüfen. Für mich absolut nicht nachvollziehbar bei solchen Einkaufsbeträgen und ein Skandal für den Bund. Die Logistiker machen da doch nix anderes, ausser Kontrollieren und ab und an mal Pause. In der Privatwirtschaft würden die Bereichsverantwortlichen sogleich ausgetauscht. Bei der Armee sucht man nach billigen Ausreden. Und man gibt der Krise die Schuld. Aber ist nicht die Armee dazu da, genau in diesen Ausnahmesituationen Unterstützung zu bieten? Ich bin der Meinung, dass private Schweizer Anbieter, also Profis, diesen Einkauf besser hingekriegt hätten. Das gleiche gilt für den Spezialtransport der Impfung. Die Armee sucht hier lediglich Legitimierungspotential. Oberpeinlich auch schon bei anderen Beschaffungspositionen, Duro, Cobra etc.

  9. Es ist alles eine Frage des ausgebrachten Saatgutes. Scheint das falsche Saatgut gewesen zu sein, wenn heute nur Unkraut geerntet werden kann.

    CS scheint der Vorläufer zu sein vom Berner Ruderclub, der auch keine Covid-Strategie hat.

  10. Eine Bank welche viele Jahre vom Topmanagement totgeritten wurde, diese Bank kriegt man nicht in so kurzer Zeit in solides und ruhiges Fahrwasser. Die meisten Fehlspekulationen kommen erst mit großer Verzögerung ans Tageslicht. Schlau ist wer rechtzeitig wechselt, dann kann der Nachfolger die Probleme lösen.

  11. Immer wieder „Altlasten“..Ohne diese widerkehrenden Rückstellungen müsste der CS-Aktienkurs eigentlich über CHF 100.00 sein.In der Zukunft werden dann wohl die heutigen Fehler zu „Altlasten“..

  12. Beim Banking ist die wichtigste Kennzahl das „cost income ratio“ möchte ich bei jedem Kommentar zu einer Bank Jahresrechnungen sehen.
    Sollte eigentlich auch jedem Wirtschsaftsjournie bekannt sein!

  13. Hab bisher nur die Kommentare gelesen, wie hoch war denn der Verlust der CS nun genau? Ah Moment…2.7 Milliarden Gewinn? Hmmm….

    Die Rückstellungen für „faule Kredite“ sind explodiert? Und das bei dieser florierenden Wirtschaft? Seltsam…

    Was seid ihr doch für Armleuchter

  14. Hahaha! Strahlend weisse Bank und nur noch Verluste! Liquidieren solange noch kleine Substanz da ist- sonst schmilzt alles Geld weg! Die schlaue CH- Politik von Linksgrün hat unsere Banken zerstört!
    Bankgeheimnis für Ausländer ist weg!
    Es gibt kein ausländisches Neugeld mehr!
    Schöne Himmelsfahrt wünsche ich!

    • schon eher blocher und sein truppe!
      die haben den damaligen snb präsident vorgeführt.
      wenn sowas ihm passieren kann, dann ist keine geld
      mehr sicher, aus dem ausland!
      einfach mal das hirn einschalten, statt dumme reflexe.
      bin weder links noch grün, übrigens.
      sachbezogen argumentieren bringt mehr

    • Ich darf Sie aber bitte daran erinnern, dass es eine S V P (!!) Bundesrätin war (Widmer-Schlumpf) welche die Gesetze zur Abschaffung des Bankgeheimnis durch die Räte peitschte! Und zwar mit einer Hetze und Geschwindigkeit, dass kein einziger NR die vielhundert Seiten des neuen Gesetzes auch nur lesen, geschweige studieren konnte!
      Eine Schande sondergleichen.

    • Lieber Herr von Allmen
      Könnten Sie mal ausführen wieso die Linksgrünen für die Probleme des kapitalistisch geführten Unternehmens verantwortlich sind.
      Die KAPITALISTISCHEN Raubritter und ünfähigen Manager a la Rohner, Thiam, Gottstein und Grübel tragen da wohl mehr Schuld.
      Wellauer und den anderen McKinsey hätte ich fast vergessen wie auch Dougan

    • Und das ist auch recht so. Die Schweiz soll kein Hehler oder Geldwäscher von Kriminellen sein.

    • Wann waren die USA „links-grün“? Die Obama-Administration (Stichwort Ende des Bankgeheimnisses) liess Drohnen kreisen, und die Bush-Senior-Administration (Stichwort Nachrichtenlose Vermögen)führte Krieg gegen Saddam Hussein. Die Weltwährung US-Dollar wurde von Roosevelt und Truman durchgesetzt. Da bleibt der Schweiz nur „Yessir“ zu sagen, wenn man irgendwie im Geschäft bleiben will.

    • @Sozialdetektiv

      sicher sind sie links-grün. Genau so wie unser nördlicher Nachbar seit den 30ern.

  15. Lieber Thomas Gottstein, ruf doch mal schnell Ossi Grübel an. Der kann dir sicher helfen. Fragen kostet ja nichts 🙂

  16. Na ja, die Digi-Pigi-Wischi-Waschi-Virtual-Strategie ist halt Nichts für die Realität des Lebens und bringt für jeden noch verbleibenden Kunden (Digitaler Leibeigener …) keinerlei WERTschöpfung … und schon gar keine Lebensfreude, bei dieser Bank noch Kunde zu sein.
    Ausser vielleicht für R.F., der für die langweiligen Werbespots noch richtig gut Schotter macht … noch …

  17. Die TBTF – Betrug der Demokratie, wird eine GB sowieso innerhalb 1 Monat durch Staat, wir alle Steuernzahlen, gerettet, auch wenn sie vorher mehr Milionäre als Eurolotto gemacht haben…
    Währendessen, sind die KMU und normal sterblich seit ein Jahr von gleiche Staat während diese Pandemie in Stich gelassen, obwohl sie vorher nicht soviel verdient haben , viele Steuern bezahlt haben und wichtiges für die Gemeinschaft Schweiz gemacht haben…
    Somit, wieder einmal, die Gute werden bestraft und die schlechtere werden geholfen…
    Somit schaffen wir noch mehr Ungleichheiten und unnötige Armut….natürliche Selektion? Nein, nur Unsinn von wenige privilegierten…

    • CS ist schon lange auf einer Abwärtsspirale, Chris Reas „Road to hell“ fällt mir ein. Nur schon wie sie staffen bzw was sie zahlen und wo sie sich die Leute holen… „Come on, man“. Das kann nicht gut gehen. Das Dummmanagement dieser Firma sollte mal etwas über Arbeitsmarktökonomie sinieren und was Grenznutzen = Lohn bedeutet – langfristig für die CS (beyond being … „so, so smart“ and exploiting devastated immigrants).

  18. Gottstein bekam vielleicht zu viel Vorschuss-Lorbeeren.
    In so kurzer Zeit kann man allerdings keinen verfahrenen Saftladen umkrempeln. Der neue CEO muss mit einem hoch überbezahlen personellen Unterbau kutschieren, der von einer über Jahrzehnte gepflegten Mischkultur von Arroganz und Ignoranz geprägt ist. Viele hier haben keine Ahnung von individueller Kundenpflege.
    Als ehemaliger CS Kunde würde ich raten, viel mehr in eine kritische Mitarbeiterselektion, Weiterbildung und Motivation zu investieren. Ich weiss, dies ist leichter gesagt als getan.

    • Nur weil Gottstein Schweizer ist, bedeutet das nicht, dass er etwas von seinem neuen Job versteht. Das ist bis heute vielen der Kommentatoren hier nicht klar.

  19. LukyLuky: Ich war heut‘ morgen, vor Artikel Veröffentlichung, mal wieder kurz in Werner‘ s Coffee Shop nebenan. Hilft bei Dauer Nörglern.

    • @lukyluky: Mensch Luky, alter Hase, sag doch etwas!

      Ich wunder‘ mich schon, dass es im Schiff so schaukelt und die Paragraphen alle schwimmen.

      Und ich dacht‘ Du gibst mir ne Marlboro..

    • @GygiGeigi – Spass mit Corona

      ..ich find‘, Dein Leer-Stuhl kann mich mal,

      für die jahrelange, kostenlose Publicity,

      blanko auf eine Studien-Reise ins Wiener-Milieu einladen.

      Mit Wiener-Schmäh bittschön!

      Seit meine Esperanza, trotz Corona, vor mir zurück nach Espagna floh, hab ich nur tote Hosen..

    • Genau das ist es. Die Erträge hochgepusht mit risikoreichen Krediten und bei den Ausfällen schon auf dem nächsten Boot, wo das gleiche passieren wird. Geschichte wiederholt sich leider immer wieder bei den Blendern.

    • Ich vermute mal ein ziemlich kleiner Teil, da die Märkte auf Höchstständen sind. im Q3 war auch kein Crash zu sehen der Lombardkredite notleidend gemacht hätte. Die Verluste sind eher im Firmenkundensegment zu suchen.

  20. Mir hat mal mein Vater vor X Jahren gesagt: „Wenn bei einer Unternehmung das WIR-Gefühl weg ist, geht es langsam bergab….“
    Früher waren es Bank-Gesellen und CS-Buebe…. das kennen wohl bei der CS nur noch die wenigsten… schade!

  21. „Bisher hat Gottstein keinen solchen Weg aufgezeigt.“

    Offen und kritikfähig, aber kein Visionär.

    30 Jahre Banker, davon 20 bei der Credit Suisse. Thomas Gottstein ist als 55-Jähriger ein Urgestein in der Schweizer Bankenwelt. Dabei hätte er ursprünglich auch Karriere als Sportler machen können.

    Er galt zeitweise als aussichtsreiches Golftalent, gewann gar einmal die Juniorenweltmeisterschaft. Doch nach einem Wirtschaftsstudium inklusive Doktorat an der Universität Zürich stieg er 1993 bei der UBS ein.

    CS ruhige Kugel schieben bis zur Pension. Nur naive Menschen (z.B. IP Kommentarschreibelinge) erwarten mehr.

    • Naja, ruhige Kugel schreiben für die MDs und so.
      Aber als RM bist du im Dauerstress, aber nicht wegen den Kunden, sondern wegen internen Sitzungen, BRM-Auflagen (Bisnes Risk Mänätschmnt), Sales-Meetings, wo man lernt, was der Kunde diese Woche gefälligst zu kaufen wünscht, WBTs (web based trainings, das ‚Ariel‘ fürs Management: wäscht weisser als weiss, gell Urs?), DIP-Shit-Sitzungen (Deals In Pipeline?), Statistik-Deadlines und Compliance-mails.
      Ich sage euch, das in 8h 24′ reinzubringen, ist eine terminliche Meisterleitung. Aber definitiv mit massivst masochistischem Touch.
      Also, wer auf intercourse à tergo mit häufig wechselnden Partnern steht, berwerbe sich jetzt bei Credibilité Sousterraine!

  22. Wie viel der Abflüsse betreffen den Aargau?
    Kommt davon, wenn man strategische Entscheide trifft, die so offensichtlich falsch sind!

  23. Glaubwürdigkeit ist das wichtigste Kapital in der Vermögensverwaltung. Und von dieser Glaubwürdigkeit ist bei der CS leider kaum mehr etwas übrig. Die dauernden Skandale in den letzten Jahren, bei denen sich die Führung immer die Hände in Unschuld zu waschen versuchte, sind Gift für die Glaubwürdigkeit. Zudem schätzen es die Kunden nicht besonders, wenn sie alle zwei bis drei Jahre mit einem neuen Ansprechpartner konfrontiert sind. Statt dauernd die Strukturen umzubauen und dabei Unsummen in den Sand zu setzen, wäre Kontinuität gefragt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die CS künftig gezwungen ist, auf Kosten der Margen das Geschäftsvolumen zu halten zu versuchen. Wenn das Geschäftsvolumen mit institutionellen Kunden tatsächlich zugenommen hat, dürfte das genau auf diesen Effekt zurückzuführen sein. Was das für die künftige Rentabilität bedeutet, brauche ich nicht extra zu erwähnen.

  24. Das sind Altlasten von Thiam da kann Gottstein sicher nichts dafür im ersten Jahr! So schnell kann man sicher nicht den bereits halb abgesoffenen Karren aus dem Sumpf ziehen. Dass es überall Probleme gibt, ist auch Thiam und seiner Entourage (und Rohner) zu verdanken und nicht Gottstein.

    • @Robin: Sei nachsichtig.
      Kadermann weiss nichts von vor 2019, darum ist er ja Kadermann.

    • @robin hood: Das gleiche bei der UBS; die war mal fr. 80 und heute??? Mal kurz
      abwarten bis die Prozessbombe mit UBS-Frankreich platzt! Vorsicht hat UBS bereits mit der Dividendenkürzung gezeigt und mit einen Aktienrückkauf-Plan ersetzt welcher dem Aktienpreis auch langfristig nicht hilft……

  25. es hat nichts mit CS zu tun.
    Mit Nullzinsen, hohen Aktienkursen von Unternehmen, die nichts verdienen, dem wertlosen Bitcoin @ 50.000 usw. ist eine seriöse Vermögensverwaltung nicht mehr möglich.

  26. Mit Sprüchen kann man keine Bank erfolgreich führen. CS am Abgrund?
    UBS besser?? Warten wir einmal ab, welches Desaster UBS in wenigen Wochen in Frankreich erwartet.

    • Haha der Witz des Jahres – Lukas hat null Ahnung wie die meisten Versaget hier. Aber ja freut euch ab dem vermeintlch schlechten Ergebnis. Mehr Freude gibt es in eurem Leben ja nicht

  27. Unglaublich, was für Misserfolge und hohe Abschreibungen immer wieder zu Tage treten. Die Geschäftsphilosophie von Präsident Rohner hat Schiffbruch erlitten. Dass er sich während Jahren der Misserfolge immer noch halten konnte, grenzt an ein Wunder. Statt in die Kundenbetreuung und Kundenpflege zu investieren, wurden mit Vertrauensverlusten Mitarbeiter hin und her geschoben und wenn nötig knallhart entlassen. Ein Zusammenschluss von UBS und CS ist etwas wahrscheinlicher geworden.

    • So ein Zusammenschluss wäre doch optimal. Der Staat (wir) müsste dann nur eine nichtuntergehendürfende Bank retten…

    • @Besorgter Bürger: Jetzt ist es in der CS wie in der Politik – niemand muss für das Geschehene „geradestehen“. Die hohen Saläre sind also keinesfalls gerechtfertigt.

    • @ Besorgter Bürger

      Zu Ihrem letzten Satz:
      Ein noch besorgterer Bürger werden sie dann werden, wenn sich die zwei grossen faulen Eier auch noch zusammen schliessen würden!
      Bei einer Fusion der Beiden wäre das Klumpenrisiko doch noch viel grösser. Was für ein kompletter Unsinn!
      Über eine Fusion sollte deshalb doch gar nicht mehr diskutiert werden.

  28. Im 4. Quartal gings im CS Wealth Managemet steil bergab. Um ca. 25 Prozent sackten die Erträge ein.

    Ein effektiver Crash.

  29. Wie schon zug mal berichtet und auch zig Mal kommentiert: Auch ein Gottstein kann aus diesem morschen, lahmen Kahn nix mehr rausholen. Ein Speedboot werden zu wollen, ist Utopie und lachhaft. Vielleicht kann mann Teile davon noch auf dem Occasionsmarkt verhökern…

  30. Wer als Mitarbeiter oder Kunde noch mit CS arbeitet ist einfach selber Schuld.

    Warnungen und Anzeichen hat es bei Weitem genug gegeben.

  31. Ein Trader kann keine Bank führen und der Rechtsanwalt Rohner erst recht nicht! Alles Altlasten, welche Rohner zugeschrieben werden müssen! Aber der Abgang wird sicher noch vergoldet🤮

    • @ Börsencrack
      Als „Börsencrack“ hätte ich von Ihnen erwartet, dass sie den Unterschied zwischen einem Trader und einem Investmentbanker kennen und verstehen. Scheint nicht. Sie sind halt auch nur ein Plauderli. Ich bin sicher sie erzählen dann am Wochenende wieder allen Ihren Bekannten wie viel Geld sie als Börsencrack diese Woche verdient haben!

  32. Diese Bank Credit Suisse wurde vom unfähigsten Managementteam aller Zeiten mit Vollgas gegen die Wand gefahren.

    Jetzt sehen wir das unterirdische Resultat.

    • Also warten wir doch mal ab, wie sich die Raiffeisen Banken in nächster Zeit entwickeln. Ist nur eine Frage der Zeit, wenn die FINMA aus ihrem Winterschlaf erwacht und mal endliche ihren Job macht.

  33. Am besorgniserregendsten für die CS sind die Vorgänge im Heimmarkt Schweiz. Dort flüchten die Kunden. Besser kann man es nicht ausdrucken.

    • @Peter Zürcher: Und wohin gehen diese Kunden? Zur AKB? Zur Hypi?

      Sind doch alle gleich schlecht.

  34. Das kann niemand erstaunen, nach der Katastrophe von Thiam kam der Tommy Gottschalk, der Jasskönig. Aber leider gibt es scheinbar keine Bankleiter mit Charakter mehr, siehe UBS und Raffeleisen.

  35. Danke IQBAL. Wieso dürfen Kinder und ehemalige Big Four Berater eigentlich Banker spielen? Und bei Versteckenspielen nach der Polizei rufen, weil ich Angst habe!

  36. Solange im Jahresbericht 1444 Einkommensmillionäre aufgeführt sind, kann es nicht so schlimm sein?
    Die verpulvern allein schon eineinhalb Milliarden. Wiederkehrend.

    • Die 1.5 Mrd sind nur die direkten Kosten, ohne Assistenten-Schwarm, Leistungsausfall aufgrund Behinderung anderer, Trade-off Kosten, etc.

      Einfach allen mal die Kompensation um 50% kürzen. Wer gehen will geht, der Rest bleibt. > 90% müsste bleiben, da sie kaum arbeitsmarktfähig sind – schon gar nicht zu einer solchen Kompensation. Damit ist man sie nicht los, jedoch kosten sie weniger. Weitere Massnahmen sind dann sachlogisch anzuordnen

    • Darum werde ich nie, aber auch gar nie Kunde von unseren zwei Grossbanken. Die Löhne und Boni widersprechen jeder logischen, wirtschaftlichen Evidenz, vergleicht mal die Bonizahlungen seit 2008 und die kumulierten Konzerngewinne, die in einem krassen Widerspruch zueinander stehen. Siehe Bericht LH vor ein paar Jahren. Eigentlich kann jeder selber entscheiden. Ich bin nicht dabei, ich hoffe, auch nie als Steuerzahler….to big to fail…

    • Seltsam, dass da die Herren aus dem VR, Herr Gottstein, Herr Hinkelstein und wie die so heissen, noch nicht erkannt haben, dass hier ein riesiges Einsparpotential vorliegt? Die ausgezeichneten und teuren Ausbildungen dieser Herrschaften sind nutzlos, wenn sowas nicht erkannt wird. Jeder Lehrling im ersten Jahr kann das erkennen und ist mit seinen 500 bis 700 CHF pro Monat auch noch um einiges günstiger! Da müsste man doch bei der nächsten GV diesen Herren direkt mal die Frage stellen, was Sie gegen einen solchen teuren Wasserkopf gedenken zu tun? Ich vermute, dass man eines der klassischen Manager-Geschwurbel zur Antwort bekommt, das etwa mit heisser Luft zu vergleichen ist!