Bär+Vontobel-Chefs: Big Sale eigener Aktien

Seit letztem Herbst haben oberste Köpfe der führenden Zürcher Privatbanken Aktien ihrer eigenen Firma über 19 Mio. verkauft.

Was machen die Insider? Darauf schaut die Börse, weil sie davon ausgeht, dass diese die Zukunft besser einschätzen können.

Die Insider bei der Julius Bär, sprich die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung: Sie verkaufen.

Allein im Februar haben die obersten Chefs der führenden Privatbank des Landes Aktien ihrer eigenen Firma im Wert von 8,5 Millionen Franken auf den Markt geschmissen.

In der Periode seit letztem Herbst bis und mit gestern sind es gar 11 Millionen. In dieser Zeit fanden elf Transaktionen durch Insider statt – alles Verkäufe, kein einziger Kauf.

Sell in February (Six, IP)

Die Aktie der Bär-Bank hat im letzten Halbjahr, seit August, um 29 Prozent zugelegt. Das Timing der Verkäufer, insbesondere jener, die im Februar ihre Bär-Titel hergaben, war somit gut.

Gleiches Bild bei der zweiten grossen Privatbank auf dem Zürcher Parkett, der Vontobel. Dort kam es seit Oktober zu insgesamt fünf Verkäufen von Insidern im Wert von total 8 Millionen.

Wenn schon ausladen, dann richtig (Six, IP)

Ein einziger Kauf wurde der Börse in dieser Periode vom Unternehmen gemeldet, und zwar im Dezember über die Summe von 2 Millionen.

Auch die Vontobel-Aktie hat im zurückliegenden halben Jahr nach oben tendiert, allerdings lag die Zunahme deutlich unter jener des Bär-Valors. Plus 7 Prozent, knapp besser als der SMI, der um gut 5 Prozent stieg.

Bei den beiden Geldhäusern zusammen haben sich also Insider von eigenen Aktien im Wert von fast 20 Millionen Franken getrennt. Beide Titel liegen auf stolzen Höhen, mit viel Erwartungen drin.

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Kommentare

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  1. Management have to pay taxes, expenditures and live their lives like everybody else. If you look at any top SMI, FTSE or S&P company it’s the same.

    But on a side note:

    Look at the 10 year share price growth in Baer (virtually flat) versus Vontobel (more than double).

    Just no comparison. Like putting a Suzuki and a Porsche on the same driveway.

  2. Banker geben im Normalfall das aus, was sie verdienen und sind deshalb, so jedenfalls gehts einigen meiner Freunde, immer wieder knapp mit Cash. Dafür haben sie Rennwagen und teure Wohnungen, machen Luxusferien etc. Aber gespart haben einige nicht den Bruchteil von dem, was ich zur Seite gelegt habe. Ich staune selber immer wieder wenn ich erfahre, wieviel die wirklich auf der „hohen“ Kante haben. Ich hätte die pure Panik.

  3. Zur Richtigstellung:
    ja, für die Begleichung der Steuerschulden ist Geld erforderlich. Geld wird organisiert, indem Vermögenswerte veräussert werden … so sie denn nicht bereits in Cash vorrätig sind.
    Soweit so nachvollziehbar.

    Nun aber stellt sich die Frage, welche Vermögenswerte denn für den Steuervogt geopfert werden sollen: sind es die Perlen mit Ertrags-/Kurspotential nach oben. Oder doch eher die eher die fantasielosen oder gar überbezahlten Aktien, welche aufgrund einer unerklärlichen Nachfrage eine deutliche Kurssteigerung erfahren haben?
    Fragestellung eigentlich klar, ehrliche Antwort eigentlich auch …

    Abgesehen davon: für die Steuern mit Aktien sparen zu wollen, erscheint mir aufgrund der unterschiedlichen Volatilität dann doch etwas speziell; mindestens würde ich dies keinem Normalo anraten!

  4. Das war schon immer so. Bei Banken muss man arbeiten und nicht investieren. Wegen überzogener Saläre und Boni wird gewaltig wert vernichtet.

  5. Was fast jeder gut informierte Leser weiss, Hässig jedoch für ein paar „Klicks“ negiert, ist die Tatsache, dass auch Bankchefs Steuern bezahlen müssen und dass es seit Jahrzehnten üblich ist, dass sie dann für deren Bezahlung ein „paar“ Aktien verkaufen. Ein echtes „Muggeschissli“ und ein reiner „Furzidee“-Artikel des langsam aber stetig verblödenden Hässig!

    • So ein Scheiss. Kommt wohl von Banker! Die überzogenen Saläre reichen bei
      Weitem um die Steuern zu bezahlen. Das sind die Fakten!

    • … und die Begleichung des Obolus erfolgt durch den Verkauf der Ertragsperlen mit grossem Kurspotential?

    • Na Ja bei den Salären dürften diese Herren die „Betriebskosten“ locker bezahlen können. Aber Ihr Kommentarstiel ist unterirdisch. Ja beleidigend. Da sollte IP Sie wirklich Zensieren

  6. Sollte sich Bär wirklich auf eine grosse Übernahme vorbereiten und die dann umsetzen, wird das vom Markt kurzfristig sicher nicht positiv aufgenommen. Vielleicht wird auch eine Kapitalerhöhung nötig. Kein Wunder verkaufen Insider (und natürlich auch viele andere) zu diesen Kursen.

    • So ein Blödsinn…typisch veritas aka Vontobelkommunikationsabteilungssprachrohr…

  7. So what? Oftmals werden die Aktien verkauft, um Geld zur Begleichung der Steuerrechnung zu lösen.

    Aber lieber unterschwellig weiter hetzen, IP braucht die Klicks!

    Anstelle von 6 halbpatzigen Blogs, bei denen die Kommentare gar nicht mehr frei gegeben werden (man beachte die „Zensur“ durch bewusste zeitversetzte Publikationen von gewissen Kommentaren), sollte sich IP auf 2-3 Artikel pro Woche beschränken. So könnten wenigstens die wichtigsten Eckdaten recherchiert und halbwegs verifiziert werden.

    • … und die Begleichung des Obolus erfolgt durch den Verkauf der Ertragsperlen mit grossem Kurspotential?

    • Wo ist hier die Hetze? Aber der Pöbel ist halt los mit Beschimpfungen und Unterstellungen