Nun trifft es auch die Goldküste. Peanuts oder Grundsätzliches? Darüber werden die Urnen im September entscheiden.
Nach der Stadt Zürich mit dem dreistelligen Millionen-Abschreiber für das Triemli-Spital vor fünf Jahren und andauernden Defiziten ihrer Spitäler in den letzten Jahren.
Nach dem 170 Millionen „Default“ des Spitals Wetzikon (Gesundheitszentrum Zürcher Oberland, GZO) vor knapp einem Jahr.
Nach den sich wiederholenden jährlichen Defiziten des Universitätsspitals Zürich (USZ) und des Kantonsspitals Winterthur (KSW).
Die Taxpayers der acht Goldküstengemeinden Stäfa (21%) Meilen (19%), Männedorf (15%) Küsnacht (11%), Hombrechtikon (10%) Herrliberg (9%) Uetikon am See (8%) und Erlenbach (7%) werden als Nächste zur Kasse gebeten.
70 Millionen sind gefragt. Noch nicht in Cash. Sondern als Garantieleistung. Für den Fall der Fälle, der nicht eintreten sollte.
Die Facts: Eine 50-Millionen 2.95%-Anleihe muss bis Juli 2026 refinanziert werden.
Aus eigenen Mitteln: Mission impossible. Trotz solider gegenwärtiger Kapitalisierung mit einer mutmasslichen Eigenkapitalquote von über 50%.
Am Schluss zählt die Liquidität. Bilanz hin oder her.
Es geht um die Refinanzierung der Kapitalmarktschulden und um die Finanzierung weiterer „strategischer“ Investitionen:
Erneuerung der Bettenstation und der Wärmeerzeugung mit einer umweltfreundlichen Seewasser-Heizzentrale und Entwicklung der Ambulaten Klinik in Meilen.
Und um die zukünftigen Finanzierungskosten. Alles über 3% würde weh tun. Finanziell, und medizinisch.

Das Fingerpointing ist unmissverständlich: „Die jüngsten Entwicklungen im Gesundheitswesen, insbesondere die Finanzkrise des Spital Wetzikons, haben (…) dem Anleger-Vertrauen in den Spitalsektor geschadet“, heisst es in der jüngsten Medienmitteilung.
Lieber (Fraktions-)Kollege (Jörg) Kündig: „It‘s all your fault“, so der Tenor.
Die Verwaltungsratspräsidentin des Spitals Männedorf ist erleichtert über den Support der Gemeinderäte der acht Goldküstengemeinden von Küsnacht bis Stäfa.
Zollikon und Zumikon fehlen: Happy them.
Sie selbst ist einige Schritte weiter seit dem Ausscheiden aus dem Kantonsrat 2023. Unter anderem im Verwaltungsrat des Flughafens als Delegierte des Kantons.
Vom Regierungsrat gewählt. Jährliche Entschädigung: 183’000 Franken.
„Ein Gewinn von 1,2 Millionen trotz schwierigem Umfeld“ gemäss Medienmitteilung vom 18. März 2025 zum „vorläufigen Jahresergebnis 2024“ hilft bei der Refinanzierung nicht viel weiter und ist ein Tropfen auf den heissen Stein.
Die finale und geprüfte Version des Jahresabschlusses und weitere Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2024 würden zu einem späteren Zeitpunkt – voraussichtlich Ende April – veröffentlicht werden, heisst es weiter.
Wie es um die Spitäler finanziell wirklich steht, ist eine andere Frage. Verschiedene Rechnungsmodelle verwirren die Öffentlichkeit und die Stimmbürger.
Diese sind nun an der Urne gefordert. Und somit auch die am rechten Seeufer dominierenden bürgerlichen Parteien von SVP, FDP und Mitte.
Ein nächstes Referendum über die kantonale Gesundheitspolitik und langjährigen Exponenten im Gesundheitswesen steht an.
More money, oder „enough is enough“? – That‘s the question. Bei den Wahlen 2026 und 2027 geht es dann um die Frage: „With you or without you“.
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Die beliebtesten Kommentare
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Ich schätze es sehr, dass INSIDE-PARADEPLATZ die authentischen Geschichten aus der Welt der Spitäler erzählt und sich nicht davor scheut, auch die unbequemen Wahrheiten zu thematisieren. Als pensionierter Mediziner bevorzuge ich es mittlerweile, hier zu lesen, anstatt beispielsweise bei MED-INSIDE, wo meiner Meinung lediglich geschönte Erfolgsgeschichten veröffentlicht werden, um wahrscheinlich Werbeeinnahmen zu maximieren (?). Es ist bemerkenswert, wie sich jene Protagonisten inzwischen ins Irrelevante manövriert haben. INSIDE PARADEPLATZ hingegen zeichnet sich durch eine unverfälschte Berichterstattung aus, wofür ich meinen aufrichtigen Dank und höchste Anerkennung aussprechen möchte.
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Einst haben die FDP-Granden das Wohl der Aktiengesellschaft gesungen. Die Spitäler müssen gemäss den FDP-Strategen nur in Aktiengesellschaften umgewandelt werden und dann wird alles gut. Ohne Staat geht alles besser und leichter. Mit den Spitälern Männedorf und Wetzikon haben nun zwei FDP-Oberen mit diesem schmalbrüstigem Konzept sich eine rote Nase geholt und beknien nun die Gemeinden die finanzielle Schieflage wieder gerade zurückrücken. Nein die FDP kann mit dem Ansatz Privatwirtschaft/Aktiengesellschaft für die Spitäler definitiv nicht glänzen. Politiker sind aus den Verwaltungsratsgremien der Spitäler zu verbannen. Sie schwurbeln, versprechen viel und können nix.
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Das grosse Problem in unserem Gesundheitswesen: Es gibt zu viele Kunden, die haben nie einen Rappen einbezahlt. Und hinter denen stehen wir dann an, wenn wir auf die Notfallstation kommen. Aber da alle dies offenbar i.o. finden, wird es wohl noch lange so weiter gehen.
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Was für ein Wahnsinn. Noch ein Spital in Meilen muss her. Dabei wissen alle, wir haben Überkapazitäten. Wetzikon hat es allen gezeigt, aber man macht weiter als wäre nichts geschehen. Diese Unfähigkeit ist ungeheuerlich.
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Überkapazitäten? Wo denn? Man erinnere sich an den Corona Lockdown und warum dieser stattfinden musste.
Zudem wurde ausgehend von der Spitalplanung 1990 mit 6 Mio Einwohner in Zwischenzeit jeder dritte Spital geschlossen und wir haben schon bald 10 Mio Einwohner. Klingelts? Wegen solchen Fehlplanungen musste ein halbes Jahr lang die gesamte Wirtschaft in der Schweiz auf Null heruntergefahren werden.
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Brauchts in jedem Kaff ein Spital? Uster, Wetzikon, Männedorf. 10 Minuten von einander entfernt.
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Ich vermute mal, das Hauptproblem sind die Politiker – Lobbyisten. Die lösen keine Probleme, die profitieren davon. Die Wartezeit im Schmerzzentrum des Kantonsspitals St. Gallen beträgt ‚mindestens ein Jahr‘. Nur ein Schmerzpatient kann ermessen, was das bedeutet. Im Kanton St. Gallen hat das Notfallwagen – Personal den Auftrag, Notfall – Patienten auszuspionieren. Der Gesundheitsdirektor ist 68, hat noch drei Jahre vor sich, ist also nicht abwwählbar. Vorlagen des Kantons sollten generell abgelehnt werden, bis die Verhältnisse wie beschrieben eliminiert sind. Bis dahin auch keinen Regierungsrat wiederwählen.
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Wer schon mit dem Spital Männedorf zu tun hatte, freut sich über jede Änderung. Da sollte einiges verbessert werden.
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Ein grosses Problem ist der Fakt, dass viele VR’s (Führungsgremium) der Spitäler keine Profis im Spitalbereich sind, sondern einfach diese Stelle als Prestigejob sehen. Siehe Spital Wetzikon – da war eine Horrorgruppe im VR am Werk, die einfach von nichts anderes eine Ahnung hatte, als sich selber zu positionieren. Seit Jahren war bekannt, dass man in ein gewaltiges finanzielles Problem schlittert (nicht durch den VR erkannt, sondern von der Geschäftsführung dem VR präsentiert). Aber dieser handelte nicht, sondern dachte, dass im Ernstfall der Kanton Zürich dann schon hilft……..Pustekuchen!!
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Eigenkapital zählt offensichtlich nicht viel. Liquide Mittel sind gefragt. Gilt auch für Banken. Folgerung?
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Zitat Hr. Dr. David Holzmann ‚ Ein kleiner Exkurs:
Müssen Spitäler rentieren?Von politischer Seite werden seit der KVG-Reform laufend Spitäler geschlossen. Die Hintergründe werden aus dem oben Gesagten klar. Die Argumentation ist, dass die Spitäler nicht rentieren. Da aber auch die Polizei und die Feuerwehr nicht rentieren, weil sie einen Versorgungsauftrag im Bevölkerungsschutz erfüllen, sei die Frage erlaubt, warum ein öffentliches Spital rentieren muss, wo dieses doch eine sehr ähnliche Aufgabe zu erfüllen hat wie die Polizei und die Feuerwehr. Der Auftrag der öffentlichen Spitäler ist ja, dass sie die Gesundheitsversorgung sicherstellen müssen. Somit können sie unmöglich «rentabel» im Sinne eines marktwirtschaftlichen Betriebes funktionieren. Und sie müssen dies auch nicht, denn die öffentlichen Spitäler sind wie die Polizei und die Feuerwehr oder beim Bund die SBB Teil des Service public.‘
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Alex Ganntner versteht was von FInanzen aber wenig von Gesellschaft und Sozialem. Wie blos kann man Öffentliches EIgentum mit Krediten verschulden und sich später wundern das plötzlich ‚rote Zahlen‘ auftauchen. Der Hr. Gantner soll auch endlich mal die Zusammenhänge der WTO Verträge und den erheblichen schlechten Einfluss auf öffentliches Eigentum wie eben Spitäler beschreiben. Diese WTO Verträge zwingen die unterzeichnenden Staaten alles öffentliche Eigentum aufzulösen und privat zu Betreiben. Damit man das dem Volk unter der Nase durch tun kann zwingt man alle sich zu verschulden und Kredite abzuzahlen anstatt Steuerprogression und Abgaben anzupassen. Hier hat man in den letzten 35 Jahren sehr viel den heutigen Reichen verschenkt während das Volk die Schulden abzahlt.
Der Hr. Dr. David Holzmann muss hier auch mal über Spitäler/WTO schreiben
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Neoliberale Ideologie verpasst uns allen die Misere vom Öffentlichen Eigentum. Alle werden gezwungen um den heissen Brei von Steuererhöhungen und anpassen der Progression herum. Es fehlt nicht am Geld den davon haben grundsötzlich die meisten Gesellschsften dank der arbeitenden Bevölkerung genug. Mangelerscheinungen gibt es weil die besonders ökonomisch Leistungsfähigen ihre Besitz, Eigentum, Vermögen, Nachlässe vor dem Fiskus verstecken dürfen. Wie etwa die 100 Milliarden Nachlässe die hier jedes Jahr wiederkehrend Steuerbefreit neue Eigentümer (Erben) finden . Öffentliches EIgentum muss primär durch Steuern bezahlt werden und langfristig kalkuliert sein und schon sind die roten Zahlen durch Schulden & Kredite weg.
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Welches ist der politische Auftrag an die Spitäler und welche die damit verbundenen Randbedingungen? Darüber wird nicht diskutiert. Zu unterscheiden dabei sind staatliche Institutionen (Kantonsspitäler) und private Spitäler. Kantonsspitäler haben die Defizitgarantie des Steuerzahlers. Private Spitäler schliessen (Abteilungen). Die Politik ist gefragt. Sie kann doch nicht gleichzeitig Auftraggeber sein und dafür den „Verkaufspreis“ (Tardoc) des Leistungserbringers vorgeben. Der Gap, die Qualität. Die Kosten trägt obligatorisch immer der Versicherte mit den KK-Prämien, der Franchise, dem Selbstbehalt und letztlich via Steuern.
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Last mich raten. Ein weiteres Spital, welches im Spitälerkrieg um Grösse und Macht den Hals nicht voll genug kriegen konnte?
Weg damit!
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Es ist ja nicht anzunehmen, dass alle Finanzchefs von Spitälern derartige Nieten sind, wie es intellektuell überragende Leserbriefschreibende vermuten.
Es ist ja nicht anzunehmen, dass in allen Spitälern zu viele Leute mit zu hohen Löhnen, fröhlich und ungebremst Kosten verursachen um der Verschwendung zu huldigen.
Wer schon in einem Nicht-Privat-Spital in der Region gepflegt wurde, der spukt keine derart herablassenden Töne, sondern studiert einmal, wo überall in unserem Gesundheitswesen wirklich unverdient viel verdient wird. -
Zollikon fehlt sicher nicht Herr Gantner, das Spital Zollikerberg reicht vollkommen aus.
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Es ist schon auffällig: Wenn ein Unternehmen oder eine Institution in Schieflage gerät oder bachab geht, kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die FDP die Hände im Spiel hatte.
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Und an der Spitze des Spitals… ein FDP Exponentin!
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Herr Gantner sollte mal über die indexierten Tarife schreiben… Ärzte arbeiten zu gedeckelten Preisen, und die Inflation frisst ihnen die Profit marge.
Was für ein jämmerliches System, welches die Politik aufrecht erhält.
Denn die unschöne Wahrheit ist: die Krankenkassen Prämien sind VIEL ZU TIEF!!
Ein oder zwei Spitäler zu schliessen ist nicht die Lösung.
Die Lösung ist in der selbst mörderischen Kommunikation an die Leute in der schönen Schweiz: „Ihr zahlt zu wenig für euer schönes Gesundheitswesen“
Es geht ja erst richtig los, wenn die baby-boomer 70+ und heute „fit“ dann erst zu Patienten werden.
Good luck to you, dreamers.
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Die Schnittmenge zwischen KVG, hippokratischem Eid, Lobbyisten, Krankenkassen-Millionären, Notversorgung, Bürokratiemonstrierung, Pharma-Profiteure, BAG-Pflaumerei, regionaler Gutfürsten türmen sich nun als Quelle ewiger Geldvernichtung vor uns Steuerzahlern auf.
Es ist genau das, was uns die Sozialisten schon immer versprochen haben und ich vermute – wir sind halt wirklich am Ziel angelangt! -
Grauenhaft, dieses Durcheinander von Deutsch und Englisch im Text. Was soll das? IP wird immer schlimmer.
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Die Schweizer wollen alle ihr Spital im Dorf, also bezahlt es. Einen Micky-Maus Staat mit 250 Spitälern gibt es weltweit nirgends.
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Wie bescheuert ist das den. Das Spital könnte sich für einen Pappenstiel refinanzieren wenn es eine kantonale Anstalt wäre. So: Gratisgeld vom Steuerzahler an die Kapitalbesitzer.
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Die Probleme sind verknüpft: Sowohl Uster, Wetzikon und Männedorf kämpfen alle mit schlechter Führung und Überkapazitäten.
Seit Jahren weiss man, dass mindestens eines dieser Spitäler verschwinden muss.
Ähnlich in der Stadt Zürich, welche auch mindestens ein Grossspital zu viel hat.
Jetzt sollen einfach alle drei gestützt werden. Was das Problem fortsetzt. -
Herr Gantner
Ich lese Ihre Beiträge gerne
Halten Sie bitte mal Ihren Kopf schräg um darüber nachzudenken welche Spitaeler und Dienstleistungen im Kanton Zürich noch betrieben werden können oder sollten; ohne die Steuerzahler weiter über Gebühr zu belasten
Das wuerde mich interessieren-
Spitaeler und wuerde, aber darüber und können. Du hast doch die ä,ö,ü benutze sie auch. Wir sind im 2025
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An Ojemine
Sie sind ein Genie
Ich lebe in Singapur wo wie Sie evtl wissen e gesprochen wird
Die Key boards sind entsprechend anders
Jedes Mal umzustellen ist mir zu dumm
Aber wenn es Ihnen hilft Ballast los zu werden; willkommen -
Dummschwätzer!
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Was machen denn diese Spital Finanzchefs eigentlich den lieben langen Tag? Wenn ich ins Minus rutsche dann merk ich das und bespreche mögliche Massnahmen mit dem CEO. Wenn eine Anleihe ausläuft und mein Unternehmen auf Kurs ist, sollte eine Refinanzierung oder Neuauflage kein Problem sein.
Für mich alles unverständlich-
Nun, das grösste Problem sind die noblen Herren im VR, welche von der GF monatlich den aktuellen Status und den Forecast bekommen, welche aber in den allermeisten Fällen leider keine Ahnung von der Materie haben, da diese ihren Job nur als eine Prestigebeschäftigung sehen. In den allermeisten Fällen ist der VR untätig und da kann die GF tun und lassen was sie will.
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Wenn eben die Reserven (das EK) im Grundsatz nur aus Garantien bestehen, wird es eben mit der Finanzierung von FK zu marktgerechten Konditionen auch etwas schwieriger. Ganz einfach!
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… und kriegen nichts auf die Reihe…
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Also, die Vorsteherin der Gesundheitsdirektion, die Rickli Natalie von der SVP ist keine Gstudierte, im Fall. Die bringt aber offenbar trotzdem nichts auf die Reihe.
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nein, Parteifutzis
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Alex Gantner ist noch der schlimmere Autor als KJS, Geiger, BF, Stahel und viele andere, mir reicht IP nun definitiv.
Inside Parabel ist nun Outside. -
Die Malediven Barbie ist an allem Schuld!
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Was?
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Medis heute wieder vergessen!
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Nimm deine homöopathischen Gloubeli und alles wird wieder gut!
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An die/den „Arzt“ hier. Hast du wirklich keine andere Platte? Was glaubst du, damit zu erreichen?
Mein Beileid
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Eus gahts ja bekanntlich super GUET….🤥
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Was machen denn diese Spital Finanzchefs eigentlich den lieben langen Tag? Wenn ich ins Minus rutsche dann merk ich das…
Die Probleme sind verknüpft: Sowohl Uster, Wetzikon und Männedorf kämpfen alle mit schlechter Führung und Überkapazitäten. Seit Jahren weiss man,…
... und kriegen nichts auf die Reihe...