Gestern Nachmittag, in einem Seitentrakt des Bezirksgerichts Zürich: Der Richter bittet die zwei Angeklagten zur Urteilsverkündung aufzustehen.
Dann kommts happig für den einen. Ein Ex-Zunftmeister von Wollishofen muss 10 Monate im Gefängnis absitzen – minus 5 Tage, die er schon in U-Haft verbracht hatte.
Der Andere wird komplett freigesprochen.

Der Verurteilte, in weissem Hemd, beigen Hosen und Sneakers, ein sportlicher Mittfünfziger, nimmt das Verdikt reglos entgegen. Er hat 10 Tage Zeit, Einsprache dagegen zu erheben.
Mit dem Schuldspruch kommt eine über achtjährige Ermittlung gegen den Chef einer Pionierin in der Datenübertragung zu einem vorläufigen Ende.
Der Mann, ein Ingenieur mit einem ETH-Abschluss in der Tasche, war in die Fussstapfen seines Vaters getreten. Der blieb aber im VR an Bord des Familien-KMUs mit Sitz in Zürich-Wiedikon.
Beide Patrons waren bestens vernetzt in der honorigen Zürcher Gesellschaft. In der Zunft Wollishofen war der Verurteilte eine Zeitlang Zunftmeister.
Geschäftlich begann die Lage bereits 2011 zu kippen. Spätestens 2012 war das KMU mit seinen 150 Mitarbeitern am Ende.
Doch Vater und Sohn wollten das nicht akzeptieren. Sie nutzten Millionen-Kredite von der UBS und einem bekannten Mann aus der Zürcher Finanzszene, um weitermachen zu können.
Dabei liessen sie es sich selbst gut gehen. Der Filius hatte ein Boesch-Boot auf dem Zürichsee, fuhr schnittige Autos.
Als die Sache längst aus dem Ruder gelaufen war, nutzte er eine letzte Geldinfusion eines frischen Investors zum Teil für sein eigenes Haus.
Der Richter sah kaum Spielraum, um dem Angeklagten entgegenzukommen. Dieser habe sich im ganzen Verfahren uneinsichtig gezeigt.
Er und seine zwei Richterkolleginnen verurteilten ihn wegen mehrfacher Veruntreuung, teilweise qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung, mehrfacher Gläubigerschädigung und Urkundenfälschung.
In wenigen Teilen wurde der Mann freigesprochen. Am Ende blieben 34 Monate Gefängnis, davon werden ihm 2 Jahre, also 24 Monate, auf Bewährung erlassen.
Sein Vater, 92, erschien nicht zur gestrigen Urteilsverkündung, auch für den Prozess im Vorfeld war er dispensiert. Auch er wurde verurteilt, und zwar mit einer bedingten Geldstrafe. Er habe vom Treiben seines Sohns, dem CEO, gewusst.
Für diesen ist die Strafe happig. Er kann aufgrund einer Grundbuchsperre sein Haus nicht verkaufen und muss dem Staat einen „widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil“ von 750’000 Franken bezahlen.
Die UBS hat sich als Privatklägerin konstituiert. Sie muss ihrem Geld hinterherrennen. Es geht um eine tiefe, siebenstellige Summe. Der Rahmenkreditvertrag hatte sich sogar auf eine zweistellige Millionenhöhe belaufen.

Der Unternehmer hatte hinter dem Rücken der UBS als seiner Hausbank mit der deutschen Commerzbank eine Abmachung getroffen.
Seine Kunden zahlten das Geld auf das neu eröffnete Commerzbank-Konto ein statt wie mit der UBS vereinbart auf jenes der alten Bank.
So konnte der Verurteilte die Amortisationsabmachung für den hohen Kredit umschiffen.
Stark betroffen waren die Ex-Mitarbeitern. Sie erhalten nur den Pflichtteil ihrer Vorsorgegelder. Den überobligatorischen haben sie verloren.
Der Verurteilte hatte 2017, als dieses Medium über den Fall berichtete, den hier schreibenden Journalisten am Zürcher Handelsgericht mit einer superprovisorischen Klage bedrängt.
Darauf musste IP den Artikel auf Anweisung des Gerichts sofort löschen. Der Staatsanwalt, der jetzt gewonnen hat, ist der gleiche wie im Fall Vincenz: Marc Jean-Richard-dit-Bressel.

Der wird das Urteil weiterziehen und kommt dann mit einer bedingten Strafe davon. Crime pays out in Switzerland.
Wenn man gar nicht Englisch kann, soll man sich besser nicht damit brüsten. Es heisst: Crime pays.
Pech. Wäre er CEO einer Bank oder Verwirrungsrat eines Schweizerischen Finanzinstitutes gewesen, wäre nix passiert.
Ausnahme man heisst Pierin, aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel.
Ach auch in Pierins gefielden liess man die letzten Springen, in Südafrika wo die Moneypark Gelder verschöblet worden, das interessierte niemanden mehr….so what 200 mio von Helvetia….die holts jetzt bei den MAs wieder rein
Wieder einmal ein Beispiel dafür, wie geneigte Richter in der Schweiz versuchen die Wahrheit zu unterdrücken.
Stark betroffen waren die Ex-Mitarbeitern. Sie erhalten nur den Pflichtteil ihrer Vorsorgegelder. Den überobligatorischen haben sie verloren. – Das darf wohl nicht sein. Die Pensionskasse ist von der Firma getrennt. Wenn hier Geld fehlt, dann weil wohl der Herr Zünfter auch da in die Kasse gegriffen hat. Entsprechend Strafanzeige machen und das Geld zurückfordern.
auch Zünfter leben gerne über ihre Verhältnisse.
Ein typischer Vertreter der „ehrenwerten Gesellschaft“, der meint, über allem zu stehen. Man ist schliesslich Mehrbesser. Jetzt kann sich gut 6 Monate damit beschäftigen, wie er in eine solche Situation geraten ist. Die Restzeit, als gut 3 Monate bzw. ein Drittel, wird man ihm – wie üblich – wegen guter Führung – schenken. Einsicht ist allerdings nicht zu erwarten. Deshalb sind eigentlich Geschenke nicht angebracht.
Kenne noch einen anderen Zünftler, den UBS verklagen sollte…
Soweit kommt’s noch, dass wir uns nicht mehr gegenseitig protegieren, sondern uns an den Kragen wollen!
Frechheit ohne Grenzen
Sicher, als Unternehmer kann immer etwas schief gehen. Dass man versucht das Unternehmen zu retten ist sowohl ehrens- wie lobenswert.
Dass man jedoch die Mitarbeiter hängen lässt, Sozialversicherungen nicht mehr bezahlt, das Unternehmen wissentlich und willentlich in den Ruin führt ist tragisch.
Sich selbst parallel jedoch zu bereichern und gut gehen zu lassen mit betrügerischen Mitteln, ist gelinde gesagt einfach niedrig.
Der UBS wird die Summe nicht weh tun. Trotzdem hoffe ich, dass sie den Typen gnadenlos zur Ader lassen. Bis zum letzten Cent!
Hey Luki, bevor dein Artikel online geht: einfach Ctrl+C und Ctrl+V in ChatGPT und die Rechtschreibfehler korrigieren lassen! Das ist das Minimum, das du deinen Lesern schuldest!
Und was ist das Minimum, das du Luki schuldest?
…damit ChatGPT dann anhand der IP-Artikel trainiert wird? Ich weiss nicht, ob das eine gute Idee ist und zur Qualitätssteigerung von ChatGPT beiträgt…
@Lektor a.D.
Geduld für seine Legasthenie
Schon wieder ein FDP – Mitglied?
( in allen Ehren).
Und was, wenn er SVP-ler ist (Zunftmeister, Offizier… könnte schon sein)? Bricht dann dein Weltbild zusammen?
Wann werdet Ihr endlich erwachsen und beginnt zu erkennen, dass auch unser Parteiensystem lediglich dem Teile-und-herrsche-Spiel dient???
Es geht nicht um Links und Rechts, sondern um Oben und Unten – immer!!!
Weshalb will die Masse der Menschen dies partout nicht verstehen? Geht es den Menschen noch zu gut um sich mal echte Gedanken zum eigenen Leben und zu unserem distopischen System zu machen…?
Das mit den Vorsorgegeldern bitte noch einmal recherchieren. Der Schutz durch den Sicherheitsfonds ist viel umfassender als hier behauptet wird!
Für das Boesch hätte ich auch etwas mehr bezahlt!
Man versteht den Rechtsstaat nicht. Hier gibt es klare Geschädigte. Inklusive die Mitarbeiter, die grosse Teile ihrer PK verloren haben. Und am Ende gibt es gerade mal 10 Monate Knast (der bedingte Teil ist ein Witz) und nur 5 Tage U-Haft.
Während bei Vincenz & Stocker gnadenlos durchgegriffen wird, von der langen U-Haft bis zum Urteil. Obwohl dort nicht mal der Schaden klar ermittelbar ist, und sich z.B. die Raiffeisen gar nicht geschädigt gefühlt hat.
Vielleicht lesen Sie einmal nach, was unter „Rechtsstaat“ zu verstehen ist. Was Sie meinen ist die „Rechtsordnung“. Aber Sie sind in guter Gesellschaft mit diesem Begriffswirrwar.
In honoriger Gesellschaft gut vernetzt ist nie ohne Vorteile – spätestens auch dann für solche die nicht mehr unbedingt auf dem Pfad der Tugend wandeln. Der Rest kann schauen wo er bleibt.
Marc Jean-Richard-dit-Bressel ist nicht nur ein ausgezeichneter Staatsanwalt sondern auch ein ausgezeichneter Pianist. Als mein Strafrechts-Dozent habe ich sehr viel von ihm gelernt.
Jean-Richard-genannt-Bretzeli ist ein Marathon-Läufer, welcher nie nach hinten schaut und sich gerne verrennt…macht aus kleinen Mücken eine Horde von Elefanten. Typisch Staats-Aparatschik. Cüpli Kommi vom Feinsten in seiner vollen Pracht.
@Beno: Genau, ausserdem hat jeder, der einen von a bis z per Bindestrich verbundenen Namen ernst nimmt, die Kontrolle über das eigene Leben verloren. Dieser dit-Bressel möchte so pseudo-aristrokratisch-edel rüberkommen. 🤣
Unabhängig davon ob er eine Strafe bekommt, UBS und auch andere Gläubiger werden ihn garantiert privat belangen. Das Betreibungsamt wird ihm ständig auf die Pelle rücken(Lohnpfändung).
Finde das Verdikt in Anbetracht der Deliktsumme o.k. (vielleicht mit Ausnahme des zu hohen bedingten Anteils). Statt 10 Monate (= 7 Monate effektiv) Knast und 24 Monate bedingt, hätte ich 22 Monate (= 15 Monate) + 12 Monate bedingt präferiert.
Zum kotzen ist jedoch wieder einmal die extrem lange Dauer des Verfahrens.
es geht hier nicht nur um die Deliktsumme, es geht primär, wie ich finde, darum, dass Vorsorgegelder verloren sind.
der bei einer teilbedingten freiheitsstrafe unbedingt ausgesprochene teil muss immer ganz abgesessen werden (es gibt aus diesem teil keine bedingte entlassung)
Bei den Zoiftern gibt es viele schwarze Schafe. Wie in Albanien oder im Irak.
Interessant, aber normal… Wer mit der Forensik zusammengearbeitet hat, weiß, dass die meisten Finanzdelikte von Personen begangen werden, die über jeden Verdacht erhaben sind und über renommierte Abschlüsse verfügen. Deshalb sollte das, was mit den Krankenkassen und der Kostenexplosion geschieht, ein Alarmsignal sein. Stattdessen beharrt man auf den Migranten, den Armen, die Hühner stehlen: Sie sind das Problem. Es tut mir ein wenig leid für die alte Institution der Zünfte, denen meine Vorfahren angehörten. Sie wurden dazu benutzt, um eigene Vergehen zu vertuschen. ETH: Elite Teil Horrend
Nicht ganz Deiner Meinung.
Die schlimmsten Finanzdelikte werden wohl eher in der Politik begangen. In dem man Geld freihändig heute schon ausgibt, welches man nicht, noch nicht, oder gar nie haben wird. Ohne sich vollumfänglich zu überlegen, welche Schuld man den künftigen Generationen aufbürdet.
probablement maintenant derrière la frontière ch en route, at, de, près du distributeur de billets commerzbank et avec une marque de voiture frappante
Tsüri Elite my a$s haha, alles Nilpen und Pseudos, sowohl links wie rechts vom See.
ou simplement prendre le velo ou marcher lorsque le distributeur automatique ne fonctionne plus
Es ist vollkommen unverständlich, weshalb die Identität dieses kriminellen Halodris bis heute geschützt wird. Einer, der sogar nicht davor zurückschreckte, Vorsorgegelder seiner Mitarbeiter zu veruntreuen.
Der Name des kriminellen Zöifters darf aber unter keinen Umständen publiziert werden. So weit sind wir hierzulande schon.
Der Name bzw. die Namen der beiden lassen sich mit einer kleinen Internet-Recherche recht schnell finden.
Oh, gab es bereits erste Reaktionen aus Uitikon, so dass Hässig auf dem Foto die Grinden anonymisieren musste?
In der Schule lobte er sich jeweils als den einzigen, der wisse, wie man geschäfte… Nun ja…
LH, warum wurden jetzt auch noch die Gesichter der anderen beiden und das Namensschildchen von Aldo geschwärzt. Es sollte ja klar sein, dass die Herren links und rechts nichts mit der Straftat zu tun haben, oder?!?
Zunftmeister Zunft Wollishofen, dass ich nicht lache. Wir bei der Constaffel machen uns über diesen Quartierverein bei jeder Veranstaltung lustig.
Hier noch der passende Witz: „Was ist der Unterschied zwischen einer Quartierzunft und einem Quartierverein? – Wird die Quartierzunft aufgelöst, interessiert es kein Schwein im Quartier.“