Die Stadt Zürich weiss, wohin sie will. Und sie sagt es inzwischen auch ganz offen.
Nicht primär in Abstimmungsvorlagen oder Gemeinderatsdebatten, sondern in einer ganzseitigen, bezahlten Publireportage in der „NZZ am Sonntag“ vor einer Woche.
Thema: Der „Stadtraum Hauptbahnhof 2050“. Botschaft: Das Zentrum von Zürich soll künftig nicht mehr vom Autoverkehr dominiert werden.
Mehr Raum für Fussgänger, Velos und Aufenthaltsqualität, weniger Platz für den motorisierten Individualverkehr.
Wer den Artikel liest, versteht schnell: Das ist kein neutraler Überblick, sondern eine verkehrspolitische Vision.

Inhaltlich folgt der Beitrag exakt der rot-grünen Agenda des Stadtrats. Das Auto erscheint als Auslaufmodell, der Umbau als alternativlos.
Politische Kontroversen kommen nicht vor, Gegenargumente ebenso wenig.
Die Stadt erklärt nicht, was möglich wäre, sondern was kommen soll. Kommunikation nennt man das heute.
Früher hiess es Wahlkampf.
Bezahlt wurde diese Zukunftserklärung mit Steuergeld.
Bei der Pressestelle des Tiefbauamts der Stadt Zürich heisst es dazu, die Brand Relations GmbH sei mit dem Angebot an die Stadt herangetreten.
Der Preis pro Seite betrage 21’580 Franken, im vom Stadtrat genehmigten Kredit für Testplanung und Weissbuch seien Mittel für Information, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen.
Juristisch ist damit alles gesagt – politisch fast nichts.
Unbeantwortet bleibt, weshalb diese Form der Kommunikation gewählt wurde, weshalb ein kostenpflichtiger Beitrag im Umfeld eines redaktionell kritischen Mediums erschien und wer die inhaltliche Verantwortung trug.
Vor diesem Hintergrund haben Stephan Iten (SVP) und Martina Zürcher (FDP) eine schriftliche Anfrage im Gemeinderat eingereicht, in der sie Auskunft über Auftrag, Kosten und Zweck der Publireportage verlangen.
SVP-Mann Iten findet es „fragwürdig, dass die Stadt Zürich auf Kosten der Steuerzahler solche Werbung freischaltet“.
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Abgrenzung zwischen staatlicher Information und politischer Kommunikation auf.
Am Ende bleibt ein bekanntes Zürcher Bild. Die Linke plant die autofreie Stadt von morgen, die Rechte entdeckt plötzlich die Medienethik.
Und die Verwaltung erklärt, alles sei korrekt budgetiert gewesen.
Die eigentliche Wirkung der Publireportage entfaltet sich nun nicht mehr in der Beilage, sondern im Gemeinderat.

Zürich ***MUSS*** autofrei werden. Dazu gibt es keine Alternativen.
Der Weg dahin ist gut aufgeleist: das Auto soll in der Stadt unattraktiver werden. Rare und teure Parkplätze, Schleichverkehr (viele Ampeln, Tempo 30 flächendeckend).
Die SVP und die FDP sind nun mal Lichtjahre von der Regierung der Stadt entfernt. Das ist gut so und wird auch für die nächsten 30 Jahre so bleiben.
@Face it! habe kein Problem damit ….. wenn die Zürcher Geschäfte im Zentrum bankrott gehen. Die gleichen Marken gibt es, wirklich viel billiger, in viel, wirklich viel gastfreundlicheren ausländischen Städten. Zürich wird zum linken Chaos, deshalb ist ein genereller Boykott notwendig.
Selbst das USZ verliert jeden Tag an Ansehen (Skandalen et al), also Boykott … zugunsten anderer weniger kontaminierter Zentren. Man sagt auf waadtländische Sprache „Zürich c’est du chenit“.
Linkes Pack regiert Zürich. Nicht Autos raus. Guillottinen raus.
Ohne Autos wäre Zürich fast so schön wie Basel.
@Nahe dran! Basel ist ein Desaster. Schon allein die Umgehung, chronisch in Arbeit, ist eine Katastrophe…. So wurde Basel mit dem Auto boykottiert, zugunsten von Weil-am-Rhein und/oder Freiburg in Breisgau (sehr einfach, wenn man die Wege auswendig kennt).
Schweizer Städte und ihre Verbote zerstören dauerhaft den Handel.
Für mich kein Problem, immer Alternativen im Kopf (ohne Zug selbstverständlich).
Ideologischer verblendeter Fanatismus mit Steuergelder finanziert.
ideologisch (ohne er)
Steuergeldern (mit n)
Sie wohnen doch in Pattaya?
Dürfte ich Sie bitten, die Verkehrsverhältnisse dort zu kommentieren und sich nicht in Zürcher Interna einzumischen?
Angenommen, Zürich wäre Autofrei: Dann werden Strassen gesperrt, Kinder spielen dann darauf. Abfallautos und die Müllabfuhr überfahren Kinder, weil diese nicht mehr schauen, wo sie spielen. Müllabfuhr-Leute werden wüst beschimpft: Die Anwohner verstehen nicht, dass diese nur ihren Job ausführen wollen. Die Stadt hat am Schluss die eigene Gewerkschaft gegen sich, da die Müllabfuhr von ihr angestellt ist und diese immer noch auf den Strassen rumfahren muss.
Es erledigt sich doch alles schon von ganz alleine!
Kein Einkommen – kein Vermögen – kein Konsum – keine Verpestung mehr.
Good Things Come to Those Who Can Wait!
Seit Jahrzehnten war ich etwa alle 6 Wochen in Zürich zu verschiedenen Terminen. Wenn diese Stadt jedoch mit dem Auto nicht mehr befahrbar wird, ist es sehr einfach, Zürich durch Bozen, Brixen, eventuell Bern und sogar Bellinzona zu ersetzen (mit sehr leicht erreichbaren Parkplätzen im Zentrum). Wenn eine Stadt immer verrückter wird, müssen die Reiseziele streng gewechselt werden. Gnadenlos.
PS: habe in Zürich gearbeitet, also kenne ich die Wege … die nicht mehr rasch im Zentrum führen !
Die Demographie schreitet in der Schweiz voran. Bis der Bahnhof begrünt wird, wird die grosse Mehrheit der Schweizer im Rentenalter sein…Taxis werden Hochsaison haben, velos stehen vermehrt in der garage
Nicht einmal die SVP kann so schöne Schwellen bauen!
Die rotgrüne seuche arbeitet weiter fleissig am endgültigen niedergang dieser einst schönen und lebenswerten stadt. Die mutation von einer glanzvollen und respektierten stadt zu einem dysfunktionalen shithole ist rasant. Berlin lässt grüssen.
BMW
Brandner
Muss
Weg!
AUDI
A utoritär
U nflexibel
D iktatorisch
I deologisch
Töibelet nur weiter! Es wir eh wieder SP gewählt 🙂
Zwei Objekte können nicht den selben Ort einnehmen. Ein physikalisches Gesetz, so grundsätzlich, dass es meist nicht erwähnt werden muss.
Im Strassenverkehr scheint der Gedanke den Menschen aber oft nicht nahe zu liegen, so dass man ihn doch eigens erwähnen muss.
Also: wo ein Auto ist, kann kein zweites sein.
Für das Auto als Mobilitätsmittel gilt: wo viele mit dem Auto hin wollen, können nicht alle mit dem Auto hinkommen.
Damit findet man sich ab oder man sucht Lösungen.
Da das Auto ein vergleichsweise grosses Mobilitätsmittel ist (ebenfalls ein Gedanke, der nicht jedem selbst kommt),…
… liegt eine Lösung nahe: man muss andere Mobilitätsmittel wählen. Dabei ist jedes andere Mobilitätsmittel hilfreich, weil alle – pro Person – weniger Platz benötigen.
Dem Bürger physikalische Gesetzmäßigkeiten für Lösungsmöglichkeiten darzulegen, ist ein gewisses Budget wert, wenn zu beobachten ist, dass diese nicht selbst darauf kommen.
Zu kritisieren wäre allenfalls ein auslassen denkbarer alternativer Lösungsmöglichkeiten.
Und darum wäre eine Diskussion nicht nur zu rechtfertigen, sondern auch potentiell produktiv.
Aber dann wären als erstes die Alternativen zu benennen.
Wer jetzt noch einen Beleg dafür sucht, wie weit die NZZ ins grünwoke Lager abgedriftet ist, der hat die Betätigung nun vorliegen wie sie sich mit solchen Inseraten ihre Existenz sichern muss. FDP und Freunde machen halt alles für Geld. Gehen sogar ins Bett mit allem was der politische Geschlechterkatalog zu offerieren hat.
Tsüri ist übrigens nicht Zermatt, bloss ein verspraytes Loch an der Limmat, nicht einmal mehr 0815, eher 0813 mit einem Deutschen Zoo als USP.