„Banken haben die Lehren aus 2007 nicht gezogen“

Die CS und weitere lancierten erneut undurchsichtige Produkte, die nun explodieren, sagt Hans Geiger. Damals sei Subprime das Schlagwort gewesen, jetzt stünde die Volatilität im Fokus. Die Lage sei nicht mehr unter Kontrolle.

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

9 Kommentare zu “„Banken haben die Lehren aus 2007 nicht gezogen“

  1. Was regt Ihr Euch denn alle so auf? Bankenchefs müssen KEINE LEHREN aus Fehlern ziehen, da die Vergütungssysteme auf ihrer Seite sind. Zudem sollte die CS mal ihre unfähigen IT-Mitarbeiter feuern, denn das Online Banking ist unsicher, wie bei kaum einer anderen Bank. Auch hier lernen die Chefs nichts, weil sie alles an den CTO runter delegieren und der scheint das Thema Sicherheit entweder nicht zu verstehen oder es aktiv zu verdrängen. In die CS einzudringen ist ein Kinderspiel. Somit sitzt der RiskChef auf einem sehr wackeligen Stuhl. Es ist sonnenklar, dass er nichts davon weiss.

  2. Nun ja, wir haben eine linke Politik.

    Und unter dieser Politik wurde das Trennbankensystem abgeschafft, in den USA unter dem Rep. Bush die Börsenaufsicht faktisch eliminiert, unter Clinton und Obama aber nicht wieder hergestellt, um nur 2 Dinge zu nennen. Obama hat die US Schulden unter seiner Amtszeit von 8 auf 16 Billionen gepusht.

    Linke Politik ist seit Jahrzehnten dafür verantwortlich das Staaten immer mehr Geld ausgeben als sie haben, es niemals einen Schuldenabbau gibt, man nur eine Richtung kennt, ……nach oben.

    Russland und Thailand sind 2 Beispiele von Regierungen die den Schuldenabbau, eine Stabilisierung schafften.
    Thailand unter Thaksin Shinawatra mit der …..vorzeitigen….. Rückzahlung der Internationalen Kredite nach der Asienkrise von 1997, und Russland mit der Stabilisierung auf sehr geringem Schuldenniveau unter Putin heute.

    Aber bei uns sind die Linken daran, um ihrer Wahlsiege zuliebe, seit Jahrzehnten immer neuen „Wohltaten“ zu versprechen.
    Auch die Konservativen haben mitgemacht, den Wettlauf um Versprechungen an die Wähler.
    Europäische Regierungen und Parteien, gerade die in Deutschland und Frankreich, versprechen immer mehr ……und immer mehr als sie finanzieren können.
    Elterngeld, Vaterschaftsurlaub, 35 Stundenwoche, Pension mit 60, Pflegegeld, Krippenplätze, usw. usf.

    Das ist Korruption, Wahlkorruption oder halt die Korruption in die jede Demokratie irgendwann abdriftet.

    Und Links ist darin Meisterhaft.
    Sie brauchen in der Folge immer mehr und mehr „Drogen“ …..also Geld.
    In diesem Klima konnte die Finanzindustrie völlig abheben, entarten, sich unentbehrlich machen.
    Die Finanzindiustrie weiss, dass diese Regierungen sie brauchen, dringendst brauchen, dass sie für die Alternativlos sind.
    Geld ist die Luft zum Atmen unserer Linken.

    ——————————

    Darum könnt ihr alle warten bis ihr schwarz werdet, die jetzigen Regierungen und Parteien werden die Finanzindustrie niemals wirksam regulieren.
    Wer derart abhängig vom Geld ist, kann das nicht tun.

  3. „… die Lehren aus 2007 nicht gezogen“

    Einverstanden, denn

    – die monetären Anreizsysteme für die Frontmitarbeiter wurden nur marginal überarbeitet und nicht wirklich angepasst.

    – Gier wird noch immer überdurchschnittlich belohnt und ist eine zentraler Motivator zur Bankenkarriere im Frontbereich.

    – die schleichende Abhebung vom Grundgeschäft treibt nach wie vor Blüten und führt zur „7. Ableitung“ ohne Bezug zur Realwirtschaft.

    – Investmentbanker werden immer noch überdurchschnittlich bezahlt, was zu immer „kreativeren Hebelprodukten“ führt, die primär Bonus generieren aber keinen Mehrwert mehr für Kunden im realen Bereich von Risk/Return.

    Mit andern Worten:

    Investment-Banking ist nach wie vor dominant und zum virtuellen Gaming verkommen; und dies mit Geld von andern Leuten!

    Fazit: nicht gelernt und der nächste Hype kommt bestimmt!

  4. Vergessen sie bitte unsere SNB nicht, die mit US$ 63 Milliarden in den Mini-Crash startete. Hoffentlich kommt das gut!
    Interessant wäre zu hören, wie Jordan sich in der letzten Woche verhalten hat.

  5. Wenn es wirklich noch Zweifel an Manipulation gab, dann hat diese Woche klar aufgezeigt, dass es hier gewaltig mieft. Die Politik ist seit Jahrzehnten unterwandert. Aus einer humanistischen Perspektive ist diese Finanzindustrie nicht zu akzeptieren.

  6. Unverbesserliche Zocker-Kriminelle welche , nachdem wieder Kunden abgestraft und verarscht wurden, sich auf die AGB berufen. Einmal mehr schauen zig Geprellte in die Röhre während die Bankster mit ihrer Rechtsabteilung Jahre lange Prozesse führen, bis der Kunde oder die Kundin das Zeitliche segnet!

    • Die Frage ist wieso das Privatpersonen Finanzprodukte kaufen die sie nicht verstehen. Die Risiken sind im Prospekt beschrieben und es gibt unzählige Information im Internet bezüglich Investments in Volatilitäten.

      Eindeutiges Indiz hierfür ist der stetige Bezug der Medien auf den VIX-Index. Das Underlying des Produkts ist nicht der VIX sondern ein Index basierend auf VIX-Futures.

  7. Grundaussage stimmt. „Put vom Put vom Put -> kompliziert“ im Spezialfall XIV eigentlich nicht – einfaches Prozentrechnen (Tageshöchst / Tagestiefst) und Hausverstand genügen.

    Nichts gelernt?
    1. Die Einführung der Bitcoin-Futures in den USA erfolgte aus meiner Sicht bzgl. Risk Management „vorbildlich“.
    2. Risk Management einiger US-Banken und Brokers bzgl. XIV aus meiner Sicht ebenfalls „vorbildlich“. Hier wurden die Kunden effizient gewarnt und vor eigener Dummheit gut geschützt.
    Erkläre ich gerne im nächsten Beitrag.