„Bohli schmeisst Fackel und schaut, ob CS Feuer fängt“

In dem Fall würden die Grossaktionäre das Heft in die Hand nehmen und die Bank neu aufstellen, meint Hans Geiger. Als idealer CEO für den Neuanfang käme Boris Collardi in Frage.

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8 Kommentare zu “„Bohli schmeisst Fackel und schaut, ob CS Feuer fängt“

  1. Natürlich müsste die Bank ihre IT komplett erneuern, aber wir sind hier in der Schweiz dazu schlicht nicht fähig, da es keine Visionäre und Strategen mehr gibt, und auch keine Leute, die so ein Projekt umsetzen können. Hätte man das Projekt vor 20 Jahren gestartet und vor 10 Jahren erneuert, sähe es ganz anders aus. Man hat es schlicht verpennt. Wer im Banking in die Zukunft will, muss aber in die IT investieren, und da dies die Schweizer Grossbanken nicht können oder wollen, werden sie sterben. In 10 Jahren wird keine Bank mehr auf OS390, AS400 oder dergleichen laufen, genauso wie heute keine Waschmaschine mehr mit Lochkarten läuft.

  2. Warum sollte Boris Colardi von der Bär Bank als idealer CEO gelten? Ich bitte Sie, meine Herren! Aber vielleicht basieren Ihre Überlegungen darauf, dass sowohl die Bär Bank als auch die Credit Suisse beide in diverse Knügeleien verwickelt sind.

  3. Sehr geehrter Herr Professor Geiger
    Wenn Sie die kritische Meinung von LH hinsichtlich Boris Collardi kontern mit der Frage «Was für Geschichten hat er?», dann empfehle ich Ihnen dringend, sich mit ausgewählten Kunden der Bank Bär zu befassen, die gerne die Hilfe der Kanzlei «Roesle Frick und Partner» in Anspruch nehmen/nahmen. Die Bank Bär übrigens auch (z.B. Causa «Rudolf Elmer»). Und wo Bruno Frick bis vor kurzem involviert war, müssten Sie eigentlich wissen (und ich denke für einmal nicht an die Ipco-Beratung).

    Wie kann es z.B. sein, dass die Bank Bär angeblich einen 480 Mio-Immobilien-Kredit (siehe IP) an die Priora-Gruppe des vorbestraften Hauptaktionärs Remo Stoffel ausstehend hat, während letzterer behauptet, «es gebe keine Belehnung der Immobilien» und «Für eine Milliarde Franken würde ich dieses Unternehmen nicht hergeben. Es ist ein gesund genährtes Säuli.» In der Finanzausbildung lernte man in der guten alten Zeit noch, dass Vorbestrafte eher nicht für 9stellige Kredite in Frage kommen. Aber das Kriterium «Kreditwürdigkeit» spielt heute natürlich keine Rolle mehr.

    Aufgrund Ihres CV gehe ich davon aus, dass Sie wissen, wie Treuhandkredite funktionieren. Das wäre doch mal ein Thema, das Sie mit Ihrem designierten Favoriten für die Thiam-Nachfolge besprechen könnten.

    Eine weitere Besprechung empfehle ich Ihnen mit Herrn Prof. Kesselring zu den Themen «mosambikanische CS-Ethik» und «verdeckte Back-to-back-Finanzierungen, Teil 2».

    Und als Schlussbemerkung:
    Sehen Sie sich mal Thiams CV an. Er kennt wohl zwangsläufig ein paar (leider sehr unvernünftige) afrikanische Politiker, die er diskret auf den richtigen Weg bringen muss. Und einige seiner Bekannten aus alten Tagen sitzen auch beim IWF, der gegenwärtig gar keine Freude an Gael de Broissards (bzw. Brady Dougans) «Tuna Loans» hat. Und Mark Branson schweigt – und hofft.

    • Kredite ab einer gewissen Höhe
      sind eher ein Problem des Gläubigers
      als des Schuldners.

      Oder in Worten von Herrn Kostolany:

      Das Werkel muss weitergehen…

  4. Die Banken Europas werden auf mittlere Sicht einen Weg gehen (müssen), der zu „Superbanks“ wie in Japan führt.

    Daß es sich lohnt, sieht man beispielsweise an der modern aufgestellten niederländischen ING-DiBa, die sich allmählich auch von den Altlasten der holländischen Immobilienpreisblase befreit hat:

    http://www.finanzen.net/aktien/ING-Aktie

    Wobei die Immobilienpreisblasen aktuell gerade in den wirtschaftsstarken Ländern Europas durch die verantwortungslose Zentralbankpolitik der jüngeren Vergangenheit ein große stille Last für die Zukunft darstellen.