„Brasilien, Argentinien, Indien – alles korrupte Staaten mit korrupten Steuereintreibern, die nun unsere Kundendaten erhalten“

Dieser Wahnsinn ist die Folge des flächendeckenden Informationsaustausches der Schweiz, sagt Hans Geiger. Und fordert, dass dies nur noch dann erfolge, wenn wenigstens ein halbwegs gutes Korruptions-Ranking vorliege.

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17 Kommentare zu “„Brasilien, Argentinien, Indien – alles korrupte Staaten mit korrupten Steuereintreibern, die nun unsere Kundendaten erhalten“

  1. An den Korruptionsindex glaubt doch auch Herr Professor Geiger nicht. Das war wohl einmal mehr eine seiner rhetorischen Taktiken, um eine Diskussion hier anzustossen und ein bisschen die Meinung des sog. „Blog Mobs“ zu ergründen.

    Gleichwohl: Wenn die Kriterien auch für die USA gelten, dann müsste dieser Index wohl nach der Inauguration von Trump massiv in den roten Bereich wechseln (keine Offenlegung der Interessenbindungen, Begünstigung von eigener Familie und Goldman Sachs Entourage bei der Besetzung von Pöstli, Berufung von ehemaligen Geschäftspartnern mit z.T. obskurer Vergangenheit in Ministerposten, keine Offenlegung der Dossieres der neuen Kabinettsmitglieder etc. etc…..).

    Würde demnach der Korruptionsindex nach diesen Kriterien angepasst, dann wären ja die USA auch auf der Liste.

  2. Herr Professor
    wer glaubt schon an den Korruptionsindex ?. Nimmt man z.B. Luxemburg, das fast so gut ankommt wie das gelobte Dänemark und da wird man beim Steuernhinterziehen vom Ministerpräsidenten beraten. Legalität hat eben Ihre Grenze beim gesunden Menschenverstand, das haben die schweizer Banker leider immer noch nicht verstanden. Was die pauschale Beleidigung der “ korrupten Staaten “ Argentinien usw . angeht: diese Attitude kann ich bei einem Bänker aus der Stadt von “ don Raffaele“ einfach nicht verstehen . Da werden doch potentielle Kunden unnötigerweise beleidigt, es gibt auch ehrliche Argentinier usw. Erinnert mich am Husarenritt von Dr Hummler

    • „Dank“ Dr. Hummler eskalierte der Steuerstreit mit den USA, Deutschland und mit der EU.
      Siehe Google: Im Geiste Hummlers

  3. … und wenn’s mit dem Ausland nicht mehr so richtig klappt, weil die korrupten informellen Zirkel (inkl. Inland!) in sich zusammenbrechen, benötigen Sie die Verankerung des Bankgeheimnisses in der Verfassung.

    Sie verkaufen dies verpackt unter dem Begriff „Schutz der Privatsphäre“ meinen aber Schutz der Inlandkorruption und der institutionalisierten Steuerhinterziehung.

    Dieses Steuerhinterziehungsgeheimnis nützt nur den Steuerhinterziehern und den Insider-Delinquenten, die sich mit fremdem Geld, insbesondere PK-Geld, via sog. Small Cap Funds durch front running etc. den privaten Geldsack füllen und die stillen Mitglieder dieses Insider-Zirkels (siehe Unterschungsbericht zur Beamten PK) für ihr Mitmachen und Stillhalten finanziell begünstigen.

    Daher möchten diese Kreise auch keine FIDLEG, bzw. eine FIDLEG bestehend aus einem Satz wie Herr Geiger dies hier exemplarisch propagiert.

    • Nun mal halblang. Als PK Verwalter, gehören Sie gemäss gutmenschen-Jargon zu den grösseren Abzocker. Da würde ich mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen… ausserdem es bleibt dabei: Steuern sind und bleiben Diebstahl an Privateigentum!

      Früher ginge die Bauern wegen dem „Zehnten“ auf die Barrikaden, heute „geniesst“ der Mittelstand Zwangsabgaben, die über die Hälfte vom Lohn wegfressen. Steuern sollten immer noch eine freiwillige Abgabe an den Staat sein. Wenn aber immer mehr Bürger, wie ich, sehen wozu der Staat Geld verblödet (natürlich ohne demokratische Legitimation), stehen einem die Haare zu Berg!

      Sollen doch all die Dummschwätzer und Bessermenschen der Scheinelite ihre Wünsche und Träume selber finanzieren, Geld haben sie ja genug. Nota bene: Vom dummen Volk, den Globalisierungsverlierern und den „Erbärmlichen“, also die, die in der Privatwirtschaft arbeiten und all die Beamte, Sozial“arbeiter“, „Therapeuten“, Lehrer, „Künstler“, „Kulturelle“ und wie sich all die bildungsfernen Abzocker nennen, durchfüttern.

      Von der Geburt im staatlichen Spital über die staatliche Uni (eine Anlehre ist halt deutlich anspruchsvoller als ein Geistes“wissenschaftliches“ „Studium“) bis zur staatlichen Anstellung: Ein Leben lang schmarotzen, abzocken und nicht mal ein (schlechtes) Gewissen haben. Völlig Ethik- und Moralfrei wie links-„grüne“ Bessermenschen eben sind.

    • Nur gemach, Laura. Ihre Gedankensprünge sind wirklich halblang. Und nicht nur dies…

      Haben Sie nicht ähnliche Ergüsse schon mal von sich gegeben? Jetzt einfach copy paste zu machen ist etwas gar einfach und bequem. Fällt es Ihnen schwer, auf den Punkt zu kommen? Was ist Ihre Antwort auf die Problematik Korruption?

      Wir reden hier über Korruption der Finanzelite, die achter/vendre ohne Risikonahme tätigen. Sie sind doch auch der Auffassung, dass jeder Unternehmer ein Risiko eingehen muss, wofür er auch entschädigt wird. Sie machen es sich reichlich bequem mit Ihren plakativen und wirren verbalen Ergüssen.

      Haben Sie Probleme mit dem Fiskus gehabt? Es steht Ihnen frei, keine Steuern zu bezahlen. Das ist mir doch egal. Am besten wandern Sie dann in ein Land aus, wo dies der Fall ist. Sonst beziehen Sie hier Leistungen, die Sie nicht mitfinanziert haben und das wäre doch asozial in Ihrem Jargon, ja sogar Diebstahl auf Kosten der doofen Steuerzahler. Dann wären Sie wirklich kein Gutmensch.

      Also, bleiben Sie doch bei Ihrer Elite, der Finanzelite! Dort sind sie in guter Gesellschaft. Ich mag es Ihnen gönnen.

    • @ Laura

      Ach, schau her, schau her: unsere liebe Laura.
      Schön, dass wir wieder etwas hören von Ihnen, auch wenn es nicht direkt zum Thema gehört. Es herrschte ja lange Funkstille.
      Korruption, Bankgeheimnis und Steuern scheinen Sie sehr zu beschäftigen. Das verstehe ich, denn zwischen allen besteht durchaus eine komplementäre Beziehung.
      Ihren Zeilen entnehme ich auch, dass Sie mit staatlichen Spitälern ein Problem hatten. Da rate ich Ihnen schon, dass Sie sich gelegentlich überlegen, in ein Privatspital zu wechseln.
      Wie steht es denn mit Ihrem Uni-Abschluss. Möchten Sie diesen allenfalls nachholen? Hatten Sie mit den Geisteswissenschaften Mühe?

      By the way, schon lange nichts mehr von unserem umtriebigen Dr. Ott gehört.
      Der hat doch auch immer so pointiert über das Steuergeheimnis und das Bankgeheimnis geschrieben. Auch seine Anlagetipps habe ich immer befolgt und dabei sogar verdient, ohne Insiderwissen!

  4. Ich finde, das Bankgeheimnis sollte wenigstens für Schweizer gelten, egal ob sie in den USA oder in Indien oder in einem anderen Land leben. Und es sollte jede Bank jedem Schweizer ein Konto geben müssen oder das Geschäft in der Schweiz einstellen. Es wäre noch ein Jahr Zeit, die Schweizer Gesetze zu ändern.

  5. Dass Prof. Geiger eine ausgesprochen hohe Meinung von sich selbst zu hegen pflegt, ist nicht erst seit Betrieb seiner eigenen Website bekannt (Stichwort: Ich, Hans Geiger). Aber sich derart über angeblich korrupte Steuerbeamte in angeblich korrupten Ländern zu ereifern, ist völlig fehl am Platz. Es war die unselige Schwarzgeld-Strategie vieler CH-Banken, welche überhaupt erst den Nährboden für korrupten Verhalten schuf. Es gibt bzw. gab praktisch keinen Diktator oder Schurken-Staat-Präsident, der sein „Vermögen“ nicht in der Schweiz parkiert hat(te) ! Dass die Regierungen ausgeraubter und geplünderter Länder nun versuchen, sich zurückzuholen, was des Kaisers ist, kann ihnen niemand zum Vorwurf machen. Also, Hr. Geiger, kein Grund zur Empörung und vielleicht ein guter Moment, vom hohen Sechseläuten-Ross herunterzusteigen (ist gut für die Bodenhaftung).

    • @ Füs. Harzenmoser
      Sie schreiben von „angeblich korrupten Ländern“. Die Beurteilung der Korruption habe ich nicht selbst vorgenommen. Ich stütze mich auf die Arbeiten von Transparency International. TI ist DIE internationale Organisation, welche den Opfern und Zeugen der Korruption eine Stimme gibt. Sie publiziert jährlich einen Index der Korruption. Ich stütze mich auf den Index 2015:
      https://www.transparency.org/whatwedo/publication/cpi_2015
      Brasilien und Indien figurieren ex aequo im Rang 76 (von 158 Ländern) mit einer Punktezahl von 38, Argentinien steht im Rang 107 mit einer Punktezahl von 32. Dasa beste Land bezüglich Korruption ist Dänemark ( 91 Punkte), das schlimmste Haiti (17 Punkte). Ich schlage vor, mit Ländern, die weniger als 50 Punkte erreichen, keinen AIA abzuschliessen. Dazu gehören auch die EU-Länder Italien (44 Punkte), Griechenland und Rumänien (je 46 Punkte) und Bulgarien (41 Punkte).
      Vielleicht sollten Sie sich bei TI registrieren, dann erhalten Sie laufend die neuesten Studien zur Korruption.

  6. Herr Geiger,

    wer vorsätzlich mit korrupten Regimes während Jahrzehnten Geschäfte macht, ist selbst Teil dieses internationalen informellen Korrputionsnetzwerkes. Das verschweigen Sie geflissentlich.

    Wenn Sie anstelle FIDLEG EINEN Gesetzesartikel wollen, dann machen Sie besser nichts. Das wäre Ihre ehrliche Antwort. Dann können Ihre selbständigen VV und im Versteck agierenden kleinen Privatbanken (deren Interessenvertreter Sie sind) wieder Einkommen generieren auf der Basis von Schmutzgeschäften und sich so der internationalen Konkurrenz entziehen. Ist das Ihr Verständnis von Swissness??

  7. Tatsächlich ließ sich die Schweiz mit ihren weichgespühlten Politikern massiv unter Druck setzen und steht jetzt vor dem Problem, kriminellen Staatsführungen in der Welt den Boden zu „Bürgerdrangsalierungen“ bereitet zu haben. Schon der spekulative Verdacht einer Steuerstraftat genügt, um in diesen oben genannten Drittländern, bürgerliche Existenzen zu vernichten – die korrupten Staatssysteme greifen nach allem was Geld bringt.
    Allerdings verhalten sich viele europäische Nachbarn mit ihren windigen zum Teil sittenwidrigen Steuergesetzen und Verordnungen auch nicht gerade seriös und verlässlich. Wenn in der viertgrößten Volkswirtschaft dieser Erde, Steuerzahler mit fiktiven nicht realisierten Erträgen zur Kasse gebeten werden, wenn ausländische Fonds diskrimminiert werden, wenn absurde Aufbewahrungsfristen der Unterlagen (seit 1992) für Fonds existieren, wenn Finanzämter als Grundlage für Steuervorauszahlungen spekulative Erträge einfach aufs folgende Jahr fiktiv übertragen ohne nachzudenken – dann lebt man in Staaten die nur noch auf Grundlage von fragwüridgen Visionen und Steuerzahler-Beschiss ihre Haushalte gestalten können.

    • ist auch in der CH nicht anders… Firmengründer (Einzelfirma) muss seinen Jahresumsatz bei Firmen-Anmeldung schätzen. Zwei Wochen später flattert schon die Steuerrechnung (zahlbar innert 30 Tagen ins) Haus, die auf der Schätzung basiert, also bevor der Gründer überhaupt den ersten Kunden an Land gezogen hat und lange bevor überhaupt erstes Geld geflossen ist. – Wir werden von Vollidioten und ihren wirbel- und hirnlosen Helferlein in ihren Geschützten Werkstätten regiert bzw. drangsaliert, die wir auch noch zu Bestkonditionen durchfüttern.

  8. Hervorragender Artikel. Kurz und knackig schonungslos auf den Punkt gebracht. So sieht Qualitätsjournalismus mit Tiefe aus.

    • Lieber Quasimodo

      Vielleicht ist dir entgangen, dass dies gar kein Artikel ist, sondern ein Kurz-Interview mit Herrn Geiger.

      Übrigens wie wäre es, wenn du konstruktive Kritik bringen würdest anstatt ironisch und weinerlich zu sein?