„Bundesrat und Polit-Elite müssten endlich Nein sagen zum EU-Diktat“

Doch dafür fehle Bern der Mut, meint Hans Geiger. Zum Glück habe immer noch das Volk das letzte Wort. Die Schweiz sollte die Bilateralen kippen und mit der EU einen Freihandels-Deal beschliessen.

Kommentare

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  1. Liebe Svizzerotti,

    habt ihr immer noch nicht verstanden wer in der Schweiz über das ganze EU Dossier entscheidet?

    Firmen wie Nestlé, Novartis, SGS, Lonza, Swatch und die Banksters Familien die sehr grosses Interesse an die EU Markt noch haben!

  2. Lieber Hans

    Auch als Cousin lese und höre ich Deine Meinung zu Politik und Wirtschaft hin und wieder mit Interesse. Dass ich mit der NEIN-Sager Partei oft nicht einverstanden bin, wissen meine Freunde. Der EU-Rahmenvertrag hat positive, aber sicher auch viele negative Punkte. Ich teile Deine Meinung: Wir haben einen schwachen Bundesrat, der nicht führen will. Er sagt weder Ja noch Nein, er schickt das ganze Paket in die Vernehmlassung. Und da werden die Linken und die Gewerkschaften für den Lohnschutz Sturm laufen. Am Schluss liegen Hunderte von Meinungen auf dem Tisch. Lösung: Volksabstimmung. So entledigt sich jede schwache Regierung ihrer eigentlichen Aufgabe und lässt den Stimmbürger entscheiden, der bei diesem verzwickten Kontrukt einmal mehr völlig überfordert ist.

    • Sehr geehrter Herr Vieli
      Sie rügen die «Führungsschwäche» unseres Bundesrates.
      Da gibt es schon Unterschiede zur Privatwirtschaft, wo ein Entscheid durch den Hauptaktionär einfach durchgedrückt werden kann. Wir reden dann von Haupt-Aktionärsdiktatur. In Ihren Augen ist dies offenbar Führungsstärke. Hat jedoch mit Führung wenig zu tun, sondern mit Macht und Einfluss.
      Aus Sicht unserer direkten Demokratie ist hier zu differenzieren. Bei uns ist es zum Glück immer noch der Souverän, der bei sensitiven Vorlagen das letzte Wort hat.
      Dass der Entwurf Rahmenabkommen in eine konsultative Vernehmlassung geschickt wird hat zwei Gründe: 1) handelt es sich politisch um ein hoch sensitives Dossier wie auch die Diskussion hier zeigt und 2) verlangen insbesondere unsere Politiker, dass der Entwurf den entsprechenden Wirtschaftsverbänden etc. zur Stellungnahme vorgelegt werde. Mit Führungsschwäche hat dies nichts zu tun.
      Mir ist jedoch in letzter Zeit aufgefallen, dass gerade jene Kreise, die die direkte Demokratie hochhalten oder dies für sich in Anspruch nehmen, immer dann von Führungsschwäche sprechen, wenn eine Vorlage nicht in ihrem Sinn behandelt wird. Soweit sind wir in der Schweiz zum Glück noch nicht!
      Ist denn für Sie Führungsstärke bezüglich Rahmenabkommen, wenn der Bundesrat dieses Rahmenabkommen in Eigenregie zu Fall brächte (setzt dann aber in dieser Kollegialbehörde noch einen Mehrheitsentscheid voraus). Sie sehen, so einfach wie von aussen betrachtet ist die Angelegenheit doch nicht.

  3. Handel ja immer gerne. Politische Einbindung mit dem Diktat Brüssel, Paris und Berlin NIEMALS. Ein modernes Freihandeslabkommen genügt absolut mehr braucht es wirklich nicht. Wenn die EU Streit hat mit England, mit der Schweiz, mit Russland, mit den USA wo hin will die EU dann ihre Produkte exportieren ? Dann sollen die EU Länder doch einfach unter sich Handel treiben und so glücklich werden. Ich weiss nur, dass z.B. deutsche Autokonzerne die Schweizer Kundschaft sehr schätzen. Vielleicht wollen diese Autokonzerte nicht auf die Kundschaft in der SChweiz verzichten. Die EU Politik will die Schweiz erpressen, die EU Wirtschaft will mit Sicherheit keine Erpressung der Schweiz. Zwischen EU Politik und EU Wirtschaft gibt es eine riesige Differenz. Wenn die EU Wirtschaft schwächelt werden vielleicht auch die Politiker in der EU endlich vernünftig. Ein Freihandelsabkommen genügt vollauf. Lassen wir uns nicht erpressen. Die EU Wirtschaft hat sehr viel zu verlieren wenn GB, USA, Schweiz und Russland als Märkte wegfallen. Dass Juncker und EU Kommission das nicht erkennen wollen, zeigt nur, wie wenig Ahnung diese Politiker von Wirtschaft und Wohlstand haben.

  4. Also die Bilateralen weg mit der EU ist OK so wie wir es jatzt haben,…aber wir müssen Aufbassen was unsere Schweizer Politik mit der EU weiter abmachen will,…weil wir wollen ja nicht in die EU OK,…aber ich habe jetzt dann bald das Gefühl das wir schon bald dazu gehören zu der EU obwohl wir nicht in die EU möchten, weil wir so viel mit der EU abmachen das wir es nicht einmal mehr merken das wir schon bald zu der EU dazu gehören obwol wir es nicht möchten und merken es nicht einmal mehr ist gefährlich finde ich,…..für gewisse Sachen müssen wir einfach hart bleiben das muss sich die EU merken wenn Sie mit der Schweiz verhandeln möchte die EU versucht uns nur mit ihrer Einschüchterungs Taktik um uns Unsicher zu machen und wir fallen drauf ein so ein Scheisse,…wir sind halt ein Arschlecker Land wie viele in unsere Bevölkerungsgruppen so ist es, wir können uns keine Eigene Meinungen bilden, das ist das Problem,…und ziehen unser Schwanz ein wenn es Eng wird mit der EU, so ist es mit der Schweiz schlecken weiter.

  5. Endlich mal jemand der Klartext redet.Der EU muss endlich die Stirn geboten werden. Eine unmögliche Organisation. ALLES KÜNDIGEN OHNE WENN UND ABER.!!!!!!!!!!
    Ist meine persönliche Meinung!!!!!!!

    • @Soldat Unaufhaltsam-@Soldat G.H.-@Soldat alien-@ Soldat Christophorus c/O Operation Desinformazia, Abteilung Trolls & Snowflakes

      Jetzt hat sich Herr Hässig Mühe gegeben eine schön auch graphisch geordnete Antwortfunktion einzuführen und sie – der/die altbekannte „Neue“ – müssen in guter Troll-Manier ihren Sektensenf als neuen Kommentar ansetzen … inklusive leere Ausdrücke wie „zuerst ausnüchtern“, „haben Sie einen Bauchgrippe“, „hier kommt ja niemand draus“ etc. etc.
      Zeigen Sie ein bisschen mehr Würde, Soldat Chris.
      Aber: Danke für die Werbung.

      Sehen Sie ich kann es mir leisten Ihnen und den oben aufgeführten sprachlogische Inkompetenz, Manipulation und Ignoranz ganz direkt an den Kopf zu schmeissen, die Analyse ihrer Kommentare reicht aus und ist Schritt für Schritt für jeden guten Willens nachvollziehbar.

      Unten, im angesprochenen Kommentar, finden Sie, Soldat Chris, [lernen Sie lesen], sogar einige Argumente, strategische, taktische und sogar (oh Schreck!) einige Zahlen. Allerhand: Aber nur das, was zum jetzigen Zeitpunkt relevant ist zur Stigmatisierung und Entlarvung von @SoldatUnaufhaltsam und Konsorten. Den „Diskussionspunkt“ lege ich immer noch selber fest. Besonders wenn er abwegig ist und bewusst manipulativ …

  6. Milli und Luigi träumen. Das EU-Diktat führt in die Sackgasse, aus der man nach dem Erwachen kaum mehr herauskäme (siehe GB). Wie Prof. Dr. Geiger darstellt, wäre es sehr einfach, ein Freihandelsvertrag ist die Lösung. Die Erpressung mit der Börse oder zuvor mit dem Forschungsabkommen ruft nach Gegenwehr. Nur, der Bundesrat wollte und will sich leider nicht wehren, er will direkt in die EU. Unverständlich, warum die SVP und die AUNS nicht auf die Barrikaden steigen. Die anderen Parteien haben ohnehin die EU-Brille aufgesetzt, die die klare Sicht vernebelt, da ist nicht zu erwarten. Danke Prof. Dr. Geiger, wie Recht Sie haben.

  7. Sehr geehrter Herr Geiger
    Dass wir als arbeitsteiliges hochentwickeltes Exportland in einer vernetzten Welt nicht umhin kommen, uns einem Wirtschaftsblock anzuschliessen, bzw. zu assoziieren, ist wohl allgemein erkannt. Die Frage ist nur, wie stark diese «Anbindung» sein soll. Ich gehe davon aus, dass die EU sich als Wirtschaftsunion halten kann, nicht jedoch als politische Union und evtl. auch nicht als Währungsunion in dieser Form. Auch dieser möglichen Entwicklung sollten wir Rechnung tragen.

    Wie wir alle wissen, lehnte die Schweiz den Beitritt zum EWR-Abkommen 1992 in einer Volksabstimmung ab. Seither hat sie mit der EU zahlreiche bilaterale, sektorielle Abkommen ausgehandelt. Als EFTA-Mitglied hat die Schweiz Beobachter-Status im EFTA-Pfeiler des EWR. So kann sie die Entwicklung des EWR- und des EU-Rechts aus der Nähe verfolgen.

    Die Frage ist hier nochmals, obwohl Sie das möglicherweise nicht gerne hören, ob uns denn aus heutiger Sicht der EWR-Beitritt nicht weniger «gekostet» hätte als der Weg über bilaterale Arrangements. Liechtenstein, Norwegen und Island jedenfalls haben keine «Masseneinwanderungsprobleme» um nur ein Beispiel zu nennen.

    Wenn wir die bilateralenVerträge mit der EU aufkündigen und nur noch Freihandelsabkommen abschliessen, ist dies theoretisch ein gangbarer Weg, der aber in praxi mit viel Unsicherheit und enormem administrativem Aufwand verbunden ist wie das Beispiel England exemplarisch zeigt. Dort gibt es immer mehr Stimmen, die es heute bereuen, aus diesem Vertragswerk auszutreten, weil die Ausstiegskosten, verbunden mit temporärer Rechtsunsicherheit sowohl Wirtschaft wie auch Börse nächstes Jahr möglicherweise in eine Rezession bringen werden. Ob dies dann längerfristig anhält ist eine andere Frage.

    Mein Diskussionspunkt: wäre denn ein Beitritt zum EWR aus heutiger Sicht nicht der verfahrensökonomisch bessere Weg als bloss einzelne Freihandelsabkommen mit jedem Land gesondert?

    • —– Warning (2.5ms): „Online warrior identified“. Probability 95%. ———–

      —– Details omitted due to Snowflake Character —–
      —– and Lack of AI Literacy of @Unaufhaltsam —–

      ————————————————————————-

      „Mein Diskussionspunkt: …“ Gotcha! Wie penibel. Sie @Unaufhaltsam – der nach Soldatenbüchlein manipulierende – wollen den Diskussionspunkt festlegen …

      Im Ernst, Soldat Unaufhaltsam: Jetzt ist klar weshalb Sie bei früheren Antworten die das Soldatenbüchlein von Operation Disinformazia erwähnt haben so durchgedreht sind.

      Sie gehören offenbar auch zu den Online Warriors die nach Soldatenbüchlein das mir vorliegt agiert: Wenn das Risiko besteht, dass die PFZ erwähnen wird und deren Kündigung, muss man abweichen auf EWR, Rahmenabkommen, SVP. Am besten gleich beim EWR Nein anfangen und mit einer kontrafaktischen Diskussion starten, auch wenn man nichts von Wirtschaft (speziell Erwartungen und falsche Hoffnungen in eine starke EU) versteht.

      Der phantasievollste Desinformationsslogan ihrer Truppe bis jetzt: „Lassen wir das Volk abstimmen: EWR oder Rahmenabkommen“ … penibel …

      Die immergleichen lächerliche kontrafaktische „Analysen“ dazu:

      Die Peripherieländer im hohen Norden Norwegen (13 Einwohner pro km2 + Rohstoffe) und Island (3 Einwohner pro km2) sind nicht vergleichbar mit der zentral gelegenen mehrsprachigen Schweiz (200+ Einwohner pro km2) … Und selbst Norwegen Probleme verschiedenster Art.

      Zu sagen die EWR Länder hätten kein „Masseneinwanderungsproblem“ und suggerieren die Schweiz hätte wohl auch keins ist doch eher dumm oder? Muss ich Ihnen das erklären? Aber Sie wissen es ja wohl selber, Soldat Unterhaltsam.

    • @ Unaufhaltsamer ….Du…..

      Also, die ersten 150 Jahre unseres fulminanten Erfolges ….samt den 3 nicht mitgekämpften Kriegen, die haben wir rein bilateral über die Runden gebracht.

      Wir Schweizer waren seit 700 Jahren immer gut vernetzt, nun aber sollen wir uns der EU anschliessen ?

      So ein Unsinn.

      Denn das bedeutet, die EU Bürgerschaft, also faktisch die Aufgabe unserer Grenzen, die Einwanderung aller jener die meinen bei uns sei noch mehr zu holen wie in Deutschland.
      Mit dem Flüchtlings und Migrationspakt werden wir weitere massen ernähren müssen, dafür immer mehr Steuern zahlen, das Geld im grössten Massstab zum Fenster hinauswerfen und eine Sockelarbeitslosigkeit von bald einmal 10-15% erhalten.

      Sollte das so kommen werde ich die Schweiz wohl verlassen, denn mein Geld den illegalen in den Rachen zu schmeissen kommt nicht in Frage.
      Das finanzieren der Illegalen überlasse ich dann den Sozis, denn die Arbeiten ja immer derart gerne und fleissig, das denen das ja keine Mühe machen wird…((-:
      Ach ja, illegale wird es mit dem Migrationspakt ja gar keine mehr geben. Wer auch kommt, er hat mit der Unionsbürgerschaft und als Migrant alle Rechte auf Teilhabe an unserem Geld.
      Laut den Berechnungen der UNO von 2010 kann Österreich noch einmal 20 Millionen aufnehmen, Deutschland 190 Millionen. Die Schweiz ist etwa so gross wie Österreich…… Gäll.

    • @ Walter Roth

      Danke. –
      Bei Ihnen ist so ziemlich jede andere Meinung ein Unsinn. Mich berührt dies zwar nicht, da dies bei Ihnen ja zur Normalität gehört.

      Nun trotzdem zu Ihrem Kommentar:
      Wenn Sie meinen Kommentar gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich die Frage stelle, ob es nicht besser gewesen wäre dem EWR beizutreten wie z.B. Liechtenstein u.a. Ich plädiere keineswegs für die Mitgliedschaft in der EU. Ich suche nur nach Lösungen, um als Kleinstaat nicht durch Isolation wirtschaftliche Einbussen in Kauf zu nehmen, was durchaus eintreffen kann, obwohl Sie dies notorisch ausblenden. Da hilft dann auch Verhandeln nicht mehr viel.

      Ferner schreiben Sie, dass Österreich gleich gross sei wie die Schweiz, um nur ein Beispiel Ihrer Schreibe herauszugreifen.
      Nein, Österreich ist doppelt so gross wie die Schweiz und hat nur halb so viel Einwohner, gäll…

      Zu den andern Punkten, die Sie in Ihre Antwort hereinmischen wie z.B. Migration etc. kann ich nur sagen, dass uns dieser Megatrend noch gewaltig beschäftigen wird. Da kommen wir nicht weiter, wenn wir nach vorne fahren und ständig in den Rückspiegel schauen.., gäll.
      Freundliche Grüsse
      Unaufhaltsam

    • Gerne hätte ich zu meinem Kommentar (siehe oben) eine Antwort oder Stellungnahme von Herrn Geiger erwartet. Denn ich habe ihm offen Diskussion angeboten.
      Stattdessen überlässt er offensichtlich das Feld «Naive Bayes» und anderen wirren Geistern. Na ja, Flankenschutz auf diese Art ist auch eine Art nonverbaler Qualifikation…

      Aber vielleicht wird Herr Hässig gelegentlich das Thema aufgreifen, damit die Kirche im Dorf bleibt.
      Insofern hoffe ich auf eine sachliche Auseinandersetzung im 2019!

      Freundliche Grüsse
      „Unaufhaltsam“

    • Unaufhaltsam………..

      natürlich habe ich bemerkt das sie vom EWR sprachen.
      Aber ich nahm einfach mal an das sie Informiert sind und somit wissen, das dieser EWR damals von Linken Kreisen lediglich als Vorstufe oder als Übung für den EU beitritt propagiert wurde.

      Damals war das mein wichtigstes Argument für die Ablehnung des EWRs.

      Ich habe in der Folge das Unterscheiden zwischen EWR und EU gelassen, denn der EWR sollte eindeutig in Richtung EU-Beitritt führen.
      Salamitaktik da man das ganze nicht sofort durchsetzen konnte.
      Wären wir dem EWR beigetreten, hätten wir 1 Jahr später bereits die Diskussion über den EU-Beitritt führen müssen.

      Ansonsten ist es in der Tat mühsam wie viele uninformierte und halbwissende man in Diskussionen immerzu findet.
      darum ist für mich die grösste Gefahr für die Demokratie, ….der uninformiert sein wollende Normalbürger.
      Bequemlichkeit und Vorurteile sind Herrn und Frau Schweizer allezeit wichtiger wie Realität und Wissen.

      Und wenn man über Linke Politik spricht, wäre dazu das Hintergrundwissen über den Sozialismus entscheidend.

      Alleine…………… kennen sie zum Beispiel den Unterschied zwischen den „Bolschewikin“ und den „Menschewikin“ ?
      Gerade das ist ein Puzzleteil was sehr wichtig wäre, um zu verstehen warum alle Sozialistisch regierten Länder zu brutalen Diktaturen wurden und seit 1917 um die 140 Millionen Tote erzeugt haben.

      Da ich nach so vielen Jahren der vergeblichen Diskussion nicht mehr gerne um den Brei herumrede, bezeichne ich Unwissende eben auch als das was sie dann zwangsläufig sein müssen, eben …..D……

    • @ Unaufhaltsam: Gerne hätten Sie von mir eine Stellungnahme zu Ihrem Kommentar. Mach ich gerne:
      Zu Österreich: Gemessen an der Einwohnerzahl ist es praktisch gleich gross wie die Schweiz: 8,8 Mio (A) gegenüber 8,5 Mio (CH). A hat allerdings eine doppelt so grosse Fläche wie CH, was wohl im Zusammenhang mit unserem Thema höchstens für die Berechnung der Migrantenabsorbtionsfähigkeit relevant erscheint.
      Dann stellen Sie die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre dem EWR beizutreten. Sie plädieren keineswegs für die Mitgliedschaft in der EU. Das war aber bei der EWR-Abstimmung gar nicht die Frage. Der Bundesrat hat während des Abstimmungskampfes das Beitrittsgesuch zur EU in Brüssel deponiert, und BR Ogi hat dem EWR die brillante Kurzbezeichnung „Trainings-Camp für die EU“ verpasst. Blocher war ganz wichtig für die Ablehnung des EWR, aber noch wichtiger waren der Bundesrat und Adolf Ogi.
      Und Sie suchen nach Lösungen, damit der Kleinstaat Schweiz nicht durch Isolation wirtschaftliche Einbussen in Kauf nehmen muss. Am letzten Donnerstag publizierte die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich ihren Globalisierungsindex. Resultat: Die Schweiz ist das am stärksten globalisierte Land der Welt. Im Vergleich mit den angrenzenden EU-Ländern weist die Schweiz mit 86,7 Indexpunkten einen deutlich höheren wirtschaftlichen Globalisierungsindex auf als Österreich (82,0), Deutschland (79,4), Frankreich (77,2) und Italien (68,8). Und noch wichtiger: Die Schweiz konnte den Abstand zu diesen Ländern sowie zu ganz Europa seit der Finanzkrise noch ausbauen. Hat die KOF der ETH etwas übersehen?

    • Sehr geehrter Herr Professor Geiger

      Besten Dank für Ihre Antwort.

      Nein, die ETH und KOF haben nichts übersehen. Das Resultat entspricht dem gängigen Methodik-Raster Ihrer Übungsanlage, wobei ergänzend noch anzuführen wäre, dass sich der CH-Export trotz Frankenstärke sehr gut behauptet hat; was auf eine geringe Preiselastizität der Nachfrage nach Schweizer Produkten schliessen lässt. Und der Grund ist auch klar: Qualität. Dies ist aber nicht mein Punkt.

      Mein Punkt ist nur, dass die Mitglieder des EWR bislang ohne den „Murks“ über die Bilateralen ähnliche Vorteile auf administrativ elegantere Weise erlangt haben. Und sollte sich die EU Richtung Staatenbund entwickeln, dann ist der EWR hierzu der massgeschneiderte Block-Mantel.
      Ich wollte nur aufzeigen, dass der Weg über die Bilateralen eher ein administrativer „Murks“ war, im Vergleich zum Weg über den EWR. Der EWR ist m.E. heute keineswegs ein Trainingslager für die EU. Sondern eine Alternative dazu. Das bestätigt auch Liechtenstein mit z.B. sehr hohem wirtschaftlichem Globalisierungsindex. Alles andere – so meine ich – ist eher Fiktion. Die Mitglieder des EWR wollen keinesfalls in die EU, und es besteht auch kein Automatismus, sonst hätte sich der in den letzten 10 Jahren durchgesetzt.

      Freundliche Grüsse ins 2019!
      „Unaufhaltsam“

  8. Grüezi Dr. Geiger. Klar, Freihandelsvertrag – die EU wird sich darum reissen, mit der Schweiz Spezialabkommen zu schliessen. Die EU wird zustimmen, dass Streitigkeiten aus dem Vertrag nach Schweizer Recht vor Schweizer Gerichten zu entscheiden sind (Selbstbestimmungsinitiative). Der US-Botschafter, Dr. Ed, hat ja der Schweiz geraten mit USA Freihandelsabkommen zu schliessen. Nach dem Motto „Switzerland first“ wird die USA zustimmen, dass Streitigkeiten aus einem solchen Vertrag nach Schweizer Recht vor Schweizer Gerichten zu entscheiden sind, oder ?

    • Wer mit dieser EU überhaupt noch verhandelt, betrügt sich selbst.
      Es ist absolut erwiesen, dass die EU selbst Verträge, welche sie unter sich selbst abgeschlossen hat, in keiner Art und Weise einhält.
      Kein normaler Mensch schliesst Verträge ab, obwohl man von vornherein weiss, dass sie bei Bedarf nie eingehalten werden.
      Dies hat weder mit Wertschöpfung noch einem Tunnelblick zu tun sondern schlicht und einfach mit Vernunft. Diese scheint jedoch der politischen Elite in Europa zunehmend zu fehlen. Europa schreitet mit grossen Schritten auf DDR Verhältnisse zu. Die Medien würden besser einmal Europa beschreiben, als uns Tag für Tag mit Trump Stories zu nerven. Hauptsache die Eier haben die richtige Grösse – was man in der Schweiz nicht behaupten kann -:)!

  9. Geiger hat nichts kapiert. Soll die Schweiz wegen einer Branche, die noch knapp 7% der Wertschöpfung repräsentiert, auf die Teilnahme und Teilhabe am Binnenmarkt verzichten? Kann es sein, dass der greise Bankprofessor hier seinen eigenen Tunnelblick nicht wahrnimmt?

    • @ Luigi Vampa….

      Nein, nicht wegen einer einzigen Branche, sondern wegen unserem schönen Land, unserer Demokratie, unseren Eigenheiten unserer Selbständigkeit müssen wir uns von der EU fernhalten.

      Handel betreiben ….ja, einbinden ….niemals.

      Die EU ist ein korrupter Sauhaufen der von Demokratie nur redet, diese aber in der Tat ständig mehr unterminiert.
      Und Deutschland als Treiber der EU ist mittlerweile an Geist und Körper schwer krank.
      Dort werden andersdenkende ausgegrenzt, auf Demos geschlagen, an ihren demokratischen Rechten gehindert, Zensurgesetzen unterworfen, wird die Meinungsfreiheit schleichend abgeschafft, ist alles was nicht Links ist einfach Nazi….. obwohl die Nazis ja selber Linke waren.

      Nein, die EU ist schwer Krank, und die meisten kleinen Länder wie die Visegardstaaten haben das verstanden.
      Aber die Schweizer Sozis …………nun ja, die Sozis haben in ihrer Geschichte seit 1917 noch nie etwas verstanden, dafür gabs 140 Millionen Tote.

      Und so einem Block wollen wir uns anschliessen….. also das lässt doch keinen anderen Schluss zu, als das unsere Linken und viele Politiker samt unserem Bundesrat, geistig limitiert sind.