„Das darf einer Ruth Metzler nicht passieren“

Die Ex-Justizministerin setzte sich ins Nest eines verurteilten Schweiz-Angolaners. Geht nicht, findet Hans Geiger. Unproblematisch seien hingegen die kritisierten Niedrigsteuern. Swiss Tax Paradise – ja klar.

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15 Kommentare zu “„Das darf einer Ruth Metzler nicht passieren“

  1. Steuerparadies für wen? Warum haben wir die tiefste Eigenheim-Quote von ganz Europa (43 %) zusätzlich mit rückläufigem Wohnungsbestand bei den Baugenossenschaften?
    Die Euro-Zone hat eine Eigenheim-Quote von 66 %! Unsere AHV ist die beste 1. Säule weltweit, aber die 2. Säule ist reparaturbedürftig und ein kostenintensives Monstrum, so dass der Nettoertrag sich stark reduziert.
    Wir zahlen Steuern und wir erhalten vom Staat dafür auf allen Gebieten Gemeinschaftsleistungen, dass nennt man soziale Marktwirtschaft. Wir haben dafür eine gute Qualität dieser beiden Größen zueinander, was uns auch stolz macht. Es ist natürlich ein System, wo die Reichen mehr zahlen als der Mittelstand und die unteren Einkommen praktisch nichts, außer bei Gebühren und Mehrwert-Steuer. Diese Verschiebung des Verhältnisses von den Reichen auf den Mittelstand ist gefährlich für unser aller Volkswohl. Früher waren wir ein Staat nicht mit niedriger Besteuerung, aber mit gemäßigter. Zubrot waren die Erträge von den Ausländern bei der Benützung des Schweizer Finanzplatzes als Steuerparadies. Da wir nicht EU-Mitglied sind, wurde dieses System verunmöglicht.
    Deshalb hofft nun die SVP und FDP mit der Einrichtung eines Steuerparadieses à la Bermuda diese goldigen Zustände mit Gleichmacherei für Schweizer und Ausländer wiederherzustellen. Abgesehen davon, dass dies auf Widerstand der EU und der USA führt, können wir die soziale Marktwirtschaft abschaffen. Ein solch staatliches System von Steuern und Sozialabgaben generiert höchstens 20 % des Volkseinkommens. Ist damit unser Mittelstand zufrieden und die Reichen bequem und sicher ohne Leibwächter?
    Vergessen wir nicht, Jorge Lemann kam in die Schweiz, weil seine Kinder beinahe Opfer in einem äußerst brutalen Versuch einer Entführung in Sao Paulo wurden.

    • Grüezi@Rolf Zach,

      Die Verschuldungsquote der Schweizer Haushalte lag 2015 bei 211%. Vermögenswerte sind hauptsächlich völlig überteuerte Immobilien. Der Leerstand steigt und steigt und der Zustrom von Ausländer wird weiter abnehmen; Grund die anziehende Wirtschaft in der Euro-Zone aber auch sehr viele Rentner/innen, insbesondere die untere Mittelschicht, die ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen, somit der Konsum ins Ausland verlegt wird. Darüber berichten die Medien überhaupt nicht. Wer noch nicht wahrhaben will das sich in der Schweiz eine Immo-Blase gebildet hat verdrängt die Realität. Viele Schweizer Rentner sind gezwungen ihren Wocheneinkauf in Deutschland zu tätigen, um über die Runden zu kommen. 12% der Schweizer Haushalte haben Schwierigkeiten pünktlich die Steuern zu bezahlen. Der 2. Säule droht die Kernschmelze, trotz, oder gerade wegen der 1000 Mrd. mit negativen Auswirkungen auf Immobilien-Preise und volkswirtschaftlichen Aspekte. Viele Mitbürger zapfen die 2. Säule ungebremst weiterhin an, um eine völlig überteuerte Immobilie zu erwerben. Es ist ein Skandal das die Medien (auch die SRG) diese verschiedene Entwicklungen und Tatsachen, in unserem Land nahezu totschweigen.

      Richtig: die AHV und ihre Finanzierung sind etwas, wofür wir stolz sein dürfen.

      Sie grüssend

    • @ Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

      Seit wann muss man Renten (Ausnahme Leibrenten) in der Schweiz nur zu 80% versteuern?
      Die Sozis haben es damals ja fertig gebracht, dass die Renten (AHV + 2. Säule) zu 100% versteuert werden müssen. Damit werden die Rentner zusätzlich abgezockt, da sie keine Abzüge mehr z.B. für Berufsauslagen, Kinder etc. machen können. Zudem wird noch – im Falle von Immobilienbesitz – ein fiktiver Eigenmietwert abgezockt. — Die beste Voraussetzung, um den Mittelstand weiter auszuhöhlen. Unsere Politiker bewegen sich in dieser Sache nicht, denn im Parlament gibt es wenige AHV-Rentner und wenn, dann sind sie noch selbständig und dann interessieren sie die Anliegen der übrigen Rentner überhaupt nicht. Schön, dieses Erfolgsmodell Schweiz.

    • Grüezi@Rentenbezüger,

      Zitat Steuerverwaltung:
      „Ausnahme Übergangsgeneration: Bei Renten musste hier die erste Rentenzahlung noch im Jahre 2001 erfolgen, damit die 80 %-Besteuerung vorgenommen wird.!!“

      Quelle: Merkblatt zur Besteuerung der Vorsorge;Gültig ab Steuerjahr 2016, Steuerverwaltung Baselland

      Und wie in Bürgerlichen Kreisen mit dem Volkswillen umgegangen wird zeigt die Geschichte, insbesondere wenn es um Alterskapital und Eigentum geht.

      Unmittelbar nach der BVG – Abstimmung den obligatorischen UWS nicht zu senken sagte:

      Zitat Anfang:
      «Man wird Massnahmen treffen, um den Umwandlungssatz zu senken, ohne dabei das Gesetz zu verletzen», sagt Pensionskassenexperte Martin Janssen. Und Direktor Werner Hertzog von der Bundespensionskasse Publica ergänzt: «Sehr viele Pensionskassen müssen sich gar nicht speziell um das Obligatorische in der beruflichen Vorsorge kümmern.» Wie andere angefragte Kassenchefs sagt er: «Wir werden den Umwandlungssatz weiter senken.»
      Zitat Ende

      Und Sie glauben weiterhin an die Mär „rechts vs. „links“? Auch wenn Sie die PK selbst auswählen dürften ist das Alterskapital nicht frei verfügbar. Die 2. Säule Rente wird überdies nicht indexiert, somit entwertet sie sich. Sie ist teuer und schädlich für die Volkswirtschaft und vernichtet privates Eigentum. Sehen Sie, es ist eine difuse Illusion über das Alterskapital verfügen zu können. Es ist von Anfang an eine Entmündigung und Enteignung schon alleine wegen der horrenden Verwaltungskosten und Gebühren die die PK’s abzweigen. Ein Kapitalbezug vor der Pensionierung ist nur unter ganz bestimmten Umständen möglich. Sofern, sich eine PK in Unterdeckung befindet, kann sie einen Bezug verweigern. Der Bundesrat hat eine Botschaft an das Parlament übermittelt der diese und Andere Formen von PK-Bezug noch viel stärker einschränkt. Nach Einwände der Immobilien Lobby wurde das Gesetz lediglich im Ständerat verabschiedet. Im Nationalrat liegt es noch auf Eis. Selbst der limitierte Vorbezug für einen Immobilien-Kauf birgt sozialpolitischen Sprengstoff.

      Halten wir fest: auf Grund der realen Inflation verliert der Sparer auf sein Erspartes Kaufkraft (auch unter Berücksichtigung der Realzinsen) und die Finanzbranche kassiert. Ergo: Der Versicherte ist der „Zwangssparer“ während die PK gegenüber dem Versicherten der Schuldner ist. Und das soll mit Alterssicherung etwas zu tun haben?

      Als ich vor 2 Jahren in Bern an einer Manifestation für AHV-Plus teilnahm, waren die Deutschweizer in der absoluten Minderheit!!!

      Sie grüssend

  2. Etwas zieht sich wie ein roter Faden durch die „Vita“ von Ruth Metzler: Ihre Auftritte hinterliessen immer einen Anschein von aggressiver Forschheit und massivster Selbstüberschätzung. Wie gesagt: Diese mittlerweile reifere Dame ist ja damals auch nur rein „zufällig“ Bundesrätin geworden, weil damals die „Gunst der Stunde“ unglücklicherweise für sie geschlagen hatte. Der Rest ist bekannt.

    • Und wenn man bedenkt, dass sie sich heute auch als Unternehmens- und Kommunikationsberaterin (zusammen mit ihrem ehemaligen Info-plauderi Klaus) bezeichnet – also Good Governance Lehrmeisterin wichtig macht – gute Nacht…Aber das durchzieht doch ihr CV: als Quotenfrau Säckelmeisterin in Appenzell geworden – dann (zufälligerweise) in den Bundesrat gewählt und abgewählt – dann bei Novartis (und CVP-Getreuen Vasella) gut bezahlt ins Ausland nach Frankreich geschickt schliesslich – nach Vasella’s Abgang – ebenso eigenartig bei Novartis ausgeschieden – tja, da kann man ja nicht viel mehr erwarten…

  3. Und wenn Sie Frau Metzler ihre Sitzungstaktik im Spitalgremium anschauen, dann wissen wir warum die Prämie
    immer steigen werden. Ja da ist Frau Metzler Me First.
    Und weiss jemand ob die Tante von der Post auch noch solche Geschäfte betreibt?

    • …ja, schon in der Affäre um „gefakte“ Sitzungsgelder in der Angelegenheit Spital Ausserrhoden ging es doch um reine Abzockerei! Und solche Leute waren mal im Bundesrat und dort gar noch im Justizministerium…unfassbar!

  4. Die Schweiz ist nur für einige Wenige ein Steuerparadies, reiche Ausländer und paar reiche Schweizer Schlaumeier, die im Graubereich agieren. Für alle die hier ordentlich und ohne Tricks und Mauscheleien Steuern bezahlen, ist es überhaupt kein Paradies, nur weil man in Frankreich und Deutschland noch mehr bezahlt. Dazu hier noch Vermögenssteuern. Steuerparadiese sind ganz woanders zu finden, aber gut haben wir uns wieder mal auf die Schultern geklopft.

    • Grüezi@Mike, für Schweizer Rentner/innen ist Deutschland steuerlich viel günstiger. In wenigen Jahren gehen in der Schweiz Menschen in Rente die 100% Steuern (heute 80%) auf ihre monatlichen PK-Bezüge bezahlen werden müssen, bzw. herangezogen wird. Das ist eine hierzulande wenig bekannte Tatsache. In allen anderen Punkten teile ich Ihre Analyse.
      Sie grüssend

  5. Diese Doppelmoral zieht sich durch die ganze «Geldelite»hindurch . Wenn z.B. Frau Ribar und Frau Metzler kundtun, dass sie mit ihrem Engagement Tausende von Arbeitsplätzen in Afrika schaffen würden, ist dies mehr als blauäugig.

    Wenn sie schon als Gutmenschen auftreten, dann hätten sie z.B. Ihr «Honorar» ebenfalls zur Schaffung von Arbeitsplätzen spenden können. So gesehen erfüllen Steuerparadise tatsächlich eine nutzvolle Rolle.

    Wenn dagegen die Steuerersparnis als Kick-back zur Füllung des eigenen Geldsäckels dient, dann kann ich auch der ehemaligen Säckelmeisterin von Appenzell Innerrhoden wie auch der SBB-Frau keinen Reim mehr abgewinnen.

    Dann gilt unter vorgeschobener Entwicklungshilfe einmal mehr: Me First!

  6. Na gut, Ruth Metzler wurde damals ja auch als unbekannte „Jux-Kandidatin“ plötzlich unverständlicherweise und aus Verlegenheit in den Bundesrat gewählt und wurde, das sie nie überzeugte, auch wieder rasch entfernt… Sie hat das nie wirklich verarbeiten können und ihre Defizite kommen immer und immer wieder ans Tageslicht!

  7. Natürlich passiert das einer Ruth Metzler – dürftiger Stil und bescheidene Klasse (auch ihrem neuen Husband zueigen) wurden seit jeher mit Selbstherrlichkeit und krampfhafter Pfründenjagd kompensiert.

  8. Die Hand die mich füttert beisst man nicht. Oder wie war das nochmals? Ehemaliger Miarbeiter zu Chef; „bist Du Dir bewusst das Bastos vorbestraft ist?“ Chef: „Ja… aber wir haben einen Auftrag von der QG und nicht von Herrn Bastos“ MA: „Wie kannst Du ruhig schlafen?“. Heute arbeitet dieser ehemalige MA für Herrn Bastos im Family Office. Soviel zur Moral. Eine kleine aber nicht unwesentliche Anmerkung; Dieser besagte darf jetzt wöchentlich First Class nach Afrika fliegen und kriegt viel mehr „Geld“ für sein tun. Er relocated auch nach Dubai und wir keine Steurn mehr zahlen.

    Ich glaube das verhält sich mit Metzler, Ribar, Rohner, Armin Meier und co genau gleich. Die Hand die mich füttert…… Das sind doch schmückende Namen die dem Ganzen Konstrukt Kredibilität und Seriosität verliehen haben.

    Ich bin kein Moralappostel. Nur…. das Verhalten von den beiden Damen ist unehrlich und man steht nicht dazu, das man sich kaufen lies. Ich hätte Respekt, wenn sie einfach hinstehen und sagen würde: Ja, es ist so.

    Das Verhalten des ehemaligen MA ist die Doppelmoral.