„Das zeugt von einem speziellen Charakter“

Eveline Widmer-Schlumpfs Kampagne gegen die einst von ihr selbst lancierte Steuerreform sei das Hinterletzte, findet Hans Geiger. Nachdem sie Blocher vor 10 Jahren aus der Regierung geworfen habe, revanchiere sich die Ex-Finanzministerin damit bei ihren linken Wahlhelfern.

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19 Kommentare zu “„Das zeugt von einem speziellen Charakter“

  1. Die Panik der Befüworter spricht Bände.

    Es ist immer dasselbe. DIe Politkasperlis glorifizieren die Souveränität des Volkes, wenn es ihrer Meinung ist. Wenn nicht, ist es eine Herde von dummen Schafen. Da macht Geigers Hans keine Ausnahme.

    Das Scheitern der USR III schon VOR der Abstimmung EWS anzulasten, ist wenig raffiniert, zeugt aber von grossem Respekt vor der kleinen Bündnerin.

    Zu Recht.

  2. Negativzinsen auf Eigenkapital für juristische Personen ist doch nur ein Trick um die Vermögenssteuer bei den natürlichen Personen zu umgehen. Das man start ups helfen will ist doch ein schlechter Witz. Die Grossbanken haben ganz andere Möglichkeiten um Steuern zu Sparen, wozu gibt es eigentlich Bankbilanzen ?

  3. Gilt „servir et disparaitre“ eigentlich auch für alt Bundesrat Dr. Christoph Blocher, lieber alt SVP-Ständeratskandidat Professor Dr. Hans Geiger? Oder für emeritierte Professoren der UZH, welche weit ausserhalb ihres Fachgebiets „die Welt belehren und die Schweizer belehren, was richtig ist“ (also das, was Sie, Herr em. Prof. Geiger, anderen vorwerfen)? Zuerst behaupten Sie (gestützt worauf?), die alt Bundesrätin stehe bei „den Linken“ in der Schuld, um dann am Ende des Interviews das pure Gegenteil zu behaupten (Bringschuld? „Nei, hät sie nööd!“). Halten Sie sich selbst eigentlich für glaubwürdig? Alles in allem, sehr schade. Damals als Student an der UZH habe ich Sie sehr geschätzt. Nun beurteilen Sie den Charakter anderer Menschen mit dem differenzierten Adjektiv „schlecht“. Woher der ganze Hass? Ja, „servir et disparaitre“ ist ein gutes Motto im Leben…

  4. Nein, die Katz im Sack kauf ich nicht, äh, es war ja Kater Hans-Rudolf. In memoriam USRII. Zurück an den Absender. Uebrigens: Werbebudget JA ca. 3.3 Mio, NEIN ca. 0.2 Mio., könnte trotzdem ein Schuss in den Ofen werden. Das wäre dann die direkte Demokratie.

  5. Dr. Schwurbler
    Über Herr Geiger abmotzen ist sicher cool aber warum geben sie ihm den immer wieder eine neue Chance? Können wohl doch nicht genug kriegen von ihm 😉

  6. Herr Geiger, Sie hätten lieber nichts gesagt, denn mit ihren Aeusserungen tun sie den den Neinbefürwortern nur noch Munition liefern. Mit ihrem Wutausbruch muss man eher zum Schluss kommen, dass mit der USR 3 doch etwas faul ist.

  7. Herr Geiger behauptet u.a., dass Eveline Widmer Schlumpf damals in Ihrer Vorlage genau die Elemente drin hatte, die sie jetzt kritisiere.

    Diese Darstellung ist einseitig und tendenziös.

    Hier nochmals die Kernelemente dieses Interviews:
    EWS weist darauf hin, dass dieses Paket nicht mehr dasselbe sei , welches der Bundesrat (damals) vorgelegt habe. Es gebe ein paar Punkte, welche die Reform aus der Balance gebracht hätten.

    So hatte Sie bei der zinsbereinigten Gewinnsteuer ein anderes Modell vor Augen und wollte die Teilbesteuerung der Dividenden auf mindestens 70 Prozent, obligatorisch für die Kantone und den Bund, erhöhen.

    Sodann weist EWS darauf hin, dass mit der aktuellen Vorlage explizit nicht mehr auf die Gegenfinanzierung dieser Steuerausfälle eingegangen wird. Man müsse sich bewusst sein, dass es die Reform zu finanzieren gelte.

    Nach ihrem Rücktritt ging das Dossier an Ueli Maurer. Dieser legte es dem neugewählten mehrheitlich rechtsbürgerlichen Parlament vor und dieses nutzte die Gunst der Stunde, um es auf die alleinigen Interessen der Wirtschaft umzubiegen und die Vorlage so möglichst rasch durchzuwinken, in der Hoffnung, dass kein Referendum ergriffen würde.

    Die Frage der Finanzierung dieser Reform wurde dabei bewusst ausgeblendet.

    Was jetzt vorliegt, ist eine Mogelpackung. Nach den Erfahrungen mit der USRII kaufe ich nicht wieder die Katze im Sack!

    USRIII NEIN heisst Rückweisung zur Überarbeitung, damit die Gegenfinanzierung explizit geregelt wird. Ist das so schwer zu verstehen?

  8. Jetzt wird’s aber langsam massiv abstrus, Herr Prof. Dr. Geiger, und Ihre offensichtlich opportunistische Geisteshaltung gepaart mit Kurzzeitgedächtnis und Faktenverzerrungskompetenz zeugt von besonderem Charakter… Fakt: jegliche allfällige Rest-Glaubwürdigkeit somit endgültig verspielt. Gehen Sie lieber mit Frau Gössi ein Cüpli auf Ihre gemeinsame Belanglosigkeit trinken, prost!

  9. Grüezi Herr Prof. Geiger
    Grüezi @Waedi S,

    Ein klares Nein zu USRIII!

    Eure Argumente haben trotz ihrer populistischen Einfachheit keine sachliche Grundlage.

    Die Steuergesetze der letzten Jahrzehnten sorgen dafür, dass Unternehmen und Kapitaleinkommen sich immer weniger an der Finanzierung der Solidargemeinschaft der Bürger beteiligen müssen.

    Die Frage, wer für die Staatsschulden/Ausgaben und Sozialversicherungen aufkommen muss, wird eben durch die aktuellen Steuergesetze beantwortet. Diese lassen keine Zweifel aufkommen: Unternehmen und Kapitalbesitzer wurden/werden geschont, zahlen muss die Mehrheit der normal und gering verdienenden Bürger, ebenso wie Rentner und Arbeitslose. Denen werden in den nächsten Jahren wegen dieser ungerechten Umwerteilung die Rentenbezüge (Altersreform 2020) gekürzt werden. Die ständigen Steuererleichterungen der vergangenen Jahrzehnte für Unternehmen und Kapitaleinkommensbezieher haben diese Umverteilung enorm verstärkt.

    Die Hauptlast zur Finanzierung der Staatsschulden liegt auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung, die mit ihrem Einkommen und ihrem Konsum dafür sorgen muss, dass der Geldfluss nicht versiegt. Die Staatsverschuldung ist ein nicht unerheblicher Beitrag zur Umverteilung von Bürgern mit geringen und normalen Einkommen hin zu Vermögenden. Diese Umverteilung über Staatsschulden wird in der politischen Diskussion kaum thematisiert.

    Wieso wird aus der Abschaffung des Eigenmietwerts nichts? Die Eigentümer grosser Geldvermögen müssen bei Inflation niedrige oder gar negative Realzinsen hinnehmen und fordern deshalb ständig ein Abwürgen der Konjunktur durch sogenannte Schuldenbremse!

    Herzliche Grüsse

  10. Herr Geiger
    Sie sollten eigentlich wissen, dass der Nationalrat die Vorlage (nach dem Ständerat) massiv verändert hat. Dies hat nichts mit Frau Schlumpf zu tun.

  11. Herr Geiger widerspricht sich in diesem Interview dauernd selber. Nur ein Bespiel:
    – Richtigerweise weist er darauf hin, dass das Parlament die Gesetze „macht“ (Anmerkung: bzw. abändert)
    – Andererseits sei es die Vorlage von Frau Widmer Schlumpf und sie sei verantwortlich.

    Die dauernde unqualifizierte Einteilung in „rechts“ und „links“ bringt inhaltlich nichts und ist in dieser Häufigkeit äusserst anödend.

    Und wenn das Votum von Frau Widmer Schlumpf ja angeblich keinen Einfluss hat, hätte man doch auf auf die Pubklikation dieses langweiligen Interviews ohnehin verzichten können.

    Bitte bringt nächstes Mal einen Interviewpartner der sachlichen Inhalt und nicht hauptsächlich Emotionen und „Verschwörungstheorien“ liefert. Das Leben ist zu kurz, um Zeit zu vergeuden.

    • Grüezi@Beobachter2,

      Sehen Sie, dass grundlegende Problem ist, dass sich praktisch niemand in unserem Land vorstellen kann, dass das heutige System (Derivat aus Bankgeheimnis) verschwinden muss. Das die Lage fliessend ist, zeigen folgende Zitate von heute:

      „Ohne Gegenstimme hat sie (Ständerat durch mich hinzugefügt) eine Kommissionsinitiative angenommen mit dem Ziel, den Eigenmietwert abzuschaffen. Das neue System soll haushaltneutral sein, die Interessen von Mietern und Wohneigentümern berücksichtigen und das Wohneigentum fördern.“
      Zitat sda.

      Was für ein System? Ein„informelles“ System zwischen Staat und Banken,- Versicherungsystem? Dank grosszügiger Steuergeschenke beschwerte sich bislang darüber kaum jemand. Nun, das bröckelt seit Jahren. Die Strukturen, so wie sie sind, können nicht mehr aufrechterhalten werden. Neben einen vertikalen Finanzausgleich gibt es auch den horizontalen Lastenausgleich. Wollen wir unser Föderalistisches System aufgeben? Wofür?
      Herzliche Grüsse

  12. Als ehemaliger Befürworter der ECOPOP-Initiative hat Herr Geiger folgendes Statement verfasst:

    „Eine Mässigung der Zuwanderung erhöht die Wirtschaftsleistung pro Kopf und stärkt unsere Wettbewerbskraft.“

    Quelle:
    http://ecopopinitiative-ja.ch/?page_id=148

    Und jetzt plädiert Herr Geiger für die zusätzliche Ansiedlung von ausländischen Unternehmen mittels Steuergeschenken, die den Fachkräftezuzug aus dem Ausland erhöhen und somit genau seine Aussage von oben torpedieren und der MEI zuwiderlaufen.

    Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit seines Engagements für die USRIII? (oder will er auf diesem Hintertürchen – als Aktionär – einfach eine noch tiefere Dividendenbesteuerung und verfolgt dabei reine Eigeninteressen?)

  13. Schlumpf war währen ihrer Amtszeit als Bundesrätin die Wasserträgerin der Linken. Von den Rechten hat sie wegen ihrem Verrat keine Unterstützung für ihre Amtshandlungen bekommen, also bliebt ihr nichts andere übrig, als den Linken jeden Wunsch zu von den Lippen abzulesen. Festgefahrene Verhaltensmuster lassen sich nur schwer aufbrechen.

  14. Herr Geiger:
    Die Schweizer Stimmbürger sind mündig!

    Die NEIN Front hat sich schon vor dem Statement von EWS abgezeichnet, denn

    der Unmut weiter Teile der Bevölkerung zur USRIII hat u.a. drei Gründe:

    1. Negativ-Erfahrung mit USRII («Wir wurden über den Tisch gezogen»).

    2. Die Wahrnehmung einer steten und seit Jahren systematischen direkten und indirekten Steuerlastumverteilung von den Kapitaleinkommen hin zu den Arbeitseinkommen («Arbeitseinkommen werden immer mehr steuerlich abgezockt»).

    3. Die schleichende weitere «legalisierte» Umgehung der MEI infolge Fachkräfte-Nachzug durch zusätzliche ausländische Unternehmen.

    Eveline Widmer Schlumpf nun auch noch für die verfehlte Mittelstandspolitik der bürgerlichen Parteien verantwortlich zu machen ist zu billig!

    • Argumente ohne Gehalt.
      Faktum ist, wir müssen handeln.

      1. Das sind klare falsche Behauptungen. Es hat im Endeffekt zu sehr guten Resultaten geführt. (Das wird durch die ewigen Behauptungen nicht zur Wahrheit.
      2. Es gibt wohl eine (ganz) schlimme Steuerabzocke und das ist der Eigenmietwert. Das wurde von Deutschland schon vor vielen Jahren aufgehoben.
      3. Das kann man so sehen.
      Zum Abschluss: Diese Behauptung ist wohl sehr gewagt. Was damals bei der UBS-Rettungsaktion abgelaufen ist, wissen wir beide wohl nicht. Aber dass es dem Bankenplatz geschadet hat, ist ein Faktum. Und das Nachhaltig. Das sage ich als Banker und Versicherer,

    • Grüezi @Waedi S.

      Sie schreiben Zitat:

      „Es hat im Endeffekt zu sehr guten Resultaten geführt.“

      Sind das Fakten oder Behauptungen? Bitte listen Sie diese guten Resultate auf.

      Herzliche Grüsse

    • @ Waedi S.

      Sie führen sich wie immer auf wie ein Experte.

      Ihr Problem ist, dass Sie Ihr Wunschdenken mit Fakten verwechseln. Informieren Sie sich in Zukunft doch , bevor Sie wieder so breitspurig daherschreiben.

      Zudem widersprechen Sie sich, indem Sie die achtenswerten Argumente von „Steuerzahler und Stimmbürger“ als „ohne Gehalt“ bezeichnen und dann in Ihrer Argumentation überhaupt nicht auf die Argumente von „Steuerzahler und Stimmbürger“ eingehen, sondern einfach etwas daherschreiben, was sich in Ihrem Hinterkopf grad so abgespeichert hat.

      Auf diese Art kann Sie niemand hier mehr ernst nehmen.