„Der VR der CS muss jetzt Thiam und Rohner freistellen“

Eine Bombe, nennt Hans Geiger die NZZ-Serie zum Fall Khan. Mit der aufgedeckten Überwachung eines weiteren Spitzenmanns hätten Präsident und CEO der Bank das Vertrauen verspielt. Ein frischer Chef aus dem Innern sei dringend.

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  1. Etwas naiv der gute Altprofessor. Auswechseln nuetzt da gar nichts, das sind sowieso alles nur Marionetten. Abwickeln und schliessen. Das ist alles tiefer Sumpf voller Drecksgeschaefte, da bringen neue Marionetten gar nichts.

  2. Passt Fisch zu Rösti?

    Wann lernen VR-Mitglieder endlich zu realisieren, dass Exoten im Management – speziell von trad. Schweizer (Gross-) Banken – in Bezug auf Vertrauensbildung genau das Gegenteil bewirken? Egal, aus welchem andern Land diese sog. „Top Spezialisten“ kommen, höchst selten geht einer in Frieden durch den Hauptausgang in den Ruhestand…

  3. Wahnsinn, was die Finma locker ist im Vergleich zum großen Kanton, wo man die Bewilligung zum Führen eines Finanzdienstleistungsinstitutes verlieren kann, wenn man ein schwereres Verkehrsdelikt begangen hat.

    Weil man dann nicht mehr als „zuverlässig“ gilt.

    Wobei das auch wieder übertrieben ist.

    Um die Erlaubnis (Bewilligung) zu erhalten, in einer Führungsposition eines Finanzdienstleistungsinstitutes (Finanzintermediär) oder einer Wertpapierhandelsbank (Effektenhändler) oder Bank arbeiten zu dürfen, darf man grundsätzlich selbst keine Vergehen begangen haben, die nur durch eine Buße bereits vom Tisch sind.

    Man muß man u. a. folgendes liefern:

    Ich erkläre hiermit, daß nach meiner Kenntnis

    a) weder derzeit gegen mich ein Strafverfahren (umfaßt Ermittlungsverfahren, Zwischenverfahren, Hauptverfahren) wegen eines Verbrechens oder Vergehens geführt wird
    noch zu einem früheren Zeitpunkt ein derartiges Verfahren geführt und mit einer Verurteilung oder Einstellung gemäß den §§ 153 und 153a StPO abgeschlossen wurde;

    b) weder derzeit gegen mich ein Ordnungswidrigkeitenverfahren oder vergleichbares Verfahren im Zusammenhang mit einer unternehmerischen oder sonstigen beruflichen Tätigkeit geführt wird noch zu einem früheren Zeitpunkt ein derartiges Verfahren mit einer Geldbuße oder sonstigen Sanktion abgeschlossen wurde;

  4. Was braucht es eigentlich noch um die total kaputten Gremien unserer Zeit zu manifestieren? Der gegenwärtige Zustand bei der CS und Teilen der UBS verdanken wir den Auswüchsen in fehlgeleiteten Besetzungen im Top Kader beider Banken. Kein anderer Finanzplatz auf dieser Welt gibt sich solche Blössen, geschweige denn hantieren solch katastrophale Figuren als Topshots.

    Wer nur noch eine Prise Verstand und Urteilsfähigkeit besitzt, kündigt schleunigst die Kundenbeziehung mit krank machenden Geldhäusern. Katari hin oder her.

  5. In der Sache liegt Geiger richtig. Fraglich ist aber, ob die CS auf einen Internet-Clown, die Muppet-Show imitierend, in Diensten von IP hört. Es ist jetzt endlich an der Zeit, dass die FINMA handelt, ansonsten man sie ersatzlos streichen kann.

  6. Es ist schlimmer als Stämme und Rudel.

    Man hat vor 15 Jahren systematisch alle Kultur, Ehre und den gesunden Menschensverstand über Bord geworfen. Ersetzt wurden diese starken intrinsischen Werte durch allerlei Weisungen und den schöngeistigen „Code of Ethics“. Seither regieren die Bürokraten. Wo Bürokraten regieren gibt es Aparatschniks. Vor allem jene an oberster Stelle, die sich nicht an die Regeln „der anderen“ glauben halten zu müssen, sind die schlimmsten. Die Machtstruktur wird über Zugang, Vorteile, Geld (auch bekannt als Korruption) sowie nicht zuletzt mittels gegenseitiger Bespitzelung gepflegt. Das war im Politbüro so und ist offensichtlich bei CS nicht anders – weshalb sonst beschäftigt man 1000 „Key Risktaker“ zu je mind. 1 Mio pro Jahr? Wohl kaum wegen deren Leistung, und am Risiko kanns auch kaum liegen.

    Fazit: Wo der gesunde Menschenverstand nichts zählt feiert die Autokratie Urständ. Vor allem wenn die zwei Alphatiere solche Narzisten sind wie Letasemua und der Ursli.

    P.S. wenn die Finma etwas taugen würde hätte sie schon lange eingegriffen.

  7. Ein Schelm wer denkt, dass beschriebenes die Norm ist und in Realität weit darüber hinausgeht.
    Der „Markt“ ist eines der mächtigen Werkzeuge um die Gesellschaft konform zu biegen. Insofern kann aktuelles Desaster je nach Blickwinkel als Vollerfolg gewertet werten. Leider nicht für Lohnabhängige im Westen. Aber zumindest sitzen wir in der ersten Reihe beim Showdown.

  8. Es dürfte sich vermutlich die Frage stellen, ob der gegenwärtige Verwaltungsrat überhaupt das Format hat, gleichzeitig den CEO und den Chairman der Credit Suisse Group AG freizustellen. In den letzten Jahren ist der Verwaltungsrat dieser Bank nicht gerade durch grosse Aktivität aufgefallen und es würde daher nicht wirklich überraschen, wenn der Verwaltungsrat der Credit Suisse Group AG versuchen würde, die Probleme „auszusitzen“.

  9. Rohner ist seit langem überfällig, hat einen miserablen ‚record‘. Thiam ist für die CS eine weitere Fehlbedetzung!

  10. Die machtbesessenen Protagonisten sind doch heute alle austauschbar: weichgespült und standardisiert durch Assessment Center, anämisch, stromlinienförmig und als Marionetten beliebig einsetzbar, wenn nur der Bonus stimmt. Unsere Zeit gibt einfach keine Charakterköpfe und Querdenker mit Format und Integrität mehr her. Das Personal lässt sich zwar austauschen, die raffgierige Mentalität aber wird bleiben.

    • Doch die Zeit gäbe das schon her. Ich wäre so einer. Wie viele andere auch, ich bilde mir nichts darauf ein. Allerdings habe ich mich aus aus den ganzen Machtstrukturen schon früh abgemeldet als ich gemerkt hatte worauf es hinausläuft. Seither verrichte ich glücklich und frei von ungesunden Verdrehungen meine Arbeit.