„Zentralbanken sind die wahren Übeltäter“

Die Freiheitlichen stünden zu unrecht unter Dauerbeschuss wegen des Casino-Kapitalismus, sagt Hans Geiger. Effektiv schuld am Schulden-Schlamassel seien Fed und EZB, die dafür sorgten, dass Staaten wie Italien Gratisgeld erhielten. Statt Abschwünge zuzulassen, führten sie die Welt zum Big Bang.

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  1. Zinsniveau hin oder her schlussendlich entscheidet sich jemand ob er einen Kredit aufnehmen will oder nicht. Wie sieht es aus mit Eigenverantwortung statt Schuldzuweisung?

    • Für diesen Kommentar versagt mein Verständnis. – Meine Eigenverantwortung gebietet mir, dass ich mein Eigentum gegen warme und kalte Enteignung verteidige, denn ich habe ein Leben lang hart gearbeitet, um auch im Alter volle Eigenveranwortung wahrnehmen zu können. Im Gegensatz zu jenen, die alles verprasst haben und für die der Steuerzahler aufkommen muss. Den Habenichtsen kann man nichts wegnehmen.
      Schuldzuweisung ist hohl. Es geht darum, dass die Sparer durch Institutionen enteignet werden, welche dazu nicht legitimiert sind. Der Sparer im Norden darf solches nicht hinnehmen (tja, der 2. Weltkrieg). Im Süden lief das anders.

  2. Die Geldschöpfung erfüllt im Sinn und Zweck eine Treuhandfunktion.
    Die Verzinsung und Haftung der Geldschöpfer ist sinngemäss völlig falsch.
    Weil aber die Neoklassik-Ökonomie Irrläufe, die Geldschöpfung aus der Passivseite der Bilanz vermuten, stimmen auch die erlassenen Gesetze der Gesetzgeber und Justiz nicht.

    Herr Hans Geiger vermutet die Zentralbanken als Übeltäter, dabei drucken sie nur die einfältige nicht notwendige Pseudo-Liquidität der Geschäftsbanken. Auch eine Betrugsspielform wie das Eigenmittelerfordernis (stammen scheinbar vom Himmel). Die Trennung von Geldschöpfung und Wirtschaft ist vom System her alternativlos.
    Stattdessen haben Ökonomen wie Geiger uvam. zusammen mit dem Gesetzgeber, die Unabhängigkeit der ZB erfunden, reine Phantome, wie der Steuer- und Sozialzahler!

  3. Der alte Mann sollte auf solche Kommentare verzichten. OHNE QE etc. wären alle Systeme tot!
    Grosse Worte betr. SVP etc und grösste Verluste bei den Wahlen in der Schweiz…. sagt eigentlich alles

  4. Der Casino-Kapitalismus war der Auslöser der Finanzkrise (2008).

    Als Reaktion und zur Verhinderung einer Welt-Depression sahen sich die Zentralbanken gezwungen, die Zinsen zu senken und somit den dramatischen Liquiditätsengpass im Interbankenmarkt zu entschärfen.

    Im Gefolge mussten viele systemrelevante Banken mittels Steuergeldern gerettet werden.
    Dies wiederum hat u.a. auch zur Zunahme der Staatsverschuldung geführt.

    Diesen Aspekt müsste Herr Geiger der Vollständigkeit halber auch erwähnen, bzw. in seine Analyse einfliessen lassen, wenn er schon den Casino-Kapitalismus der sog. „Freiheitlichen“ verteidigt.

  5. Die wahren Übeltäter sind die Politiker:

    So verlangt Donald Trump ultimativ von der FED, dass die Zinsen gesenkt werden.

    Gründe:
    1.) die exorbitante US-Staatsverschuldung, die infolge der durch Trump verhängten Steuererleichterungen nochmals massiv zugenommen hat. Diese Schuld muss auch verzinst werden.
    2.) Soll vor und im Hinblick auf die Wahlen die US-Wirtschaft nochmals angekurbelt werden.
    3) Das Infrastruktur-Wahlversprechen harrt noch einer Lösung.

    Fazit: solange die Fed die Zinsen tief hält, muss auch die EZB die Zinsen tief halten und im Gefolge auch die SNB. Diese Kausalkette kann kein Glied – ausser die USA – im Alleingang durchbrechen.

    Die Schuld bei den Zentralbankern allein zu verorten greift zu kurz und lenkt ab von den wahren Verursachern.

    • Die EZB könnte jederzeit die Zinsen anheben, wenn Europa prosperieren würde.

      Warum sie dies nicht tut vergleiche die Einzelwerte des Stoxx Europe 600 mit denen des S&P 500 – Index hinsoichtlich Tätigkeitsfeld, Unternehmenswachstum und Wertentwicklung:

      https://www.boerse.de/kurse/STOXX-Europe-600-EUR-Aktien/EU0009658202

      https://www.boerse.de/kurse/SundP-500-Aktien/US78378X1072

      Letztendlich wird eine weitere Subventionierung durch eine Refinanzierung zu Nullzinsen und eine weitere Schwächung des Außenwertes des Euro den vielen europäischen Verliererunternehmen auch nicht helfen, im globalen Wettbewerb zu bestehen.

      Europa wurde durch die Blasenwirtschaft anläßlich der Euro – Konvergenzphantasie ab 1995 wirtschaftlich beschädigt und die Gleichmacherei in Form der Einheitswährung läßt alle gleich an Niedergang und Verwässerung teilhaben.

      Siehe dazu die Wertentwicklung der europäischen Bankaktien.

      Weshalb auch kein weiterer Staat ansatzweise interessiert ist, der strauchelnden Gemeinschaftswährung zukünftig beizutreten.

      Das Glück von Deutschland während der letzten Dekade war, daß die deutsche Industrie von der Globalisierung und dem wirtschaftlichen Aufstieg Asiens profitierte.

      Da es sich aber im wesentlichen um „alte Industrien“ handelt – ähnlich wie übrigens auch bei der Schweiz – ist ungewiß, ob sich dies weiterhin so fortsetzen wird, da China hier auf allen Gebieten stark aufgeholt hat.

  6. Prof. Geiger erwähnt in seinem Rundumschlag gegen die Zentralbanken nicht, dass es ausgerechnet eine Leitfigur des Neoliberalismus, Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman war, der als einer der Väter einer lockeren Geldpolitik und tiefen Zinsen in Krisenzeiten gelten kann. Nachzulesen in M.Friedman und A.Jacobson Schwartz, A Monetary History of the United States, 1867 – 1960. Hätte die amerikanische Notenbank nach dem Börsencrash 1929, so Friedman und Schwartz, keine so retriktive Geldpolitik gemacht und den Markt geflutet, hätte wahrscheinlich die Grosse Depression verhindert oder doch stark gemildert werden können. Daraus hat man in der letzten Krise gelernt. Eine zweite grosse Depression hat nicht stattgefunden. Aber wie es halt so ist, wenn man aus der Geschichte lernen will: Man kann aus ihr auch die falschen Schlüsse ziehen, in diesem Fall die gleiche Medizin zu lange und zu hochdosiert anwenden. Vielleicht sollte man postum Paracelsus den Wirschaftsnobelpreis verleihen für seine Erkenntnis, dass die Dosis das Gift ausmacht. Aber seien wir ehrlich: Wie gross ist überhaupt der Spielraum der EZB noch angesichts der wirtschaftlichen Folgen einer falsch konstruierten europäischen Einheitswährung? Und eben:Was wäre passiert ohne Draghis „Whatever it takes“?

  7. Ich stelle fest, dass dieser Professor keine Ahnung hat. Und zudem argumentiert er wie ein Ignorant. Den Finger gegen jemanden zeigen aber nicht ökonomisch und sachlich erklären warum. Herr Geiger ist ein typisches Beispiel einer Person, dass immer das „Foifer und s‘Weggli“ will, und beide Komponenten haben einen Schuldigen, sollte eines davon fehlen.

  8. Ausgezeichneter Kommentar! Mittlerweile sind die Zentralbanken (allen voran die Bank of Japan, das Federal Reserve System, die Europäische Zentralbank, die Chinesische Volksbank … und die Schweizerische Nationalbank …) die ‚wahren Übeltäter‘; von der Politik und den Sozialpartnern ist ohnehin nichts mehr zu erwarten. Meines Erachtens haben die Zentralbanken aber bereits den optimalen Zeitpunkt für einen geordneten Ausstieg aus dieser zerstörerischen Geldpolitik verpasst.

    Ein Ausweg wäre eine konzertierte Aktion sämtlicher Zentralbanken, die überschüssige Liquidität gleichmässig und langsam zu reduzieren, damit das ‚normale‘ Marktzinsniveau erreicht werden kann. Ich glaube aber kaum, dass der aktuelle ‚Währungskrieg‘ auf diese Art beendet werden kann. Derzeit dominieren die Gesetze der ‚Spieltheorie‘ (kurzfristiger Vorteil gegenüber anderen Währungsräumen).

    Ein anderer und weit besserer Ausweg wäre die ‚echte‘ Inflationierung der Problematik über Lohnerhöhungen (auf dem Niveau des von den Zentralbanken angestrebten maximalen Inflationsniveaus). Hier würde ich eine deutlich intensivere Auseinandersetzung zwischen den Sozialpartnern erwarten. Die Politik insbesondere der sozialdemokratischen Parteien enttäuschen ausserordentlich … die deutlichen Wahlverluste sind die Quittungen für die verfehlte Politik.

    Und unsere Schweizerische Nationalbank? Das Minuszins-Regime war kurzfristig sicherlich geeignet, den Aufwertungsschock im Schweizer Franken zu meistern. Mittlerweile dürften die volkswirtschaftlichen Kosten dieser Massnahme die Vorteile übersteigen. Die Schweizerische Nationalbank sollte zusammen mit der Politik und den Sozialpartnern einen langsamen ‚Schweizerischen Ausstieg’ anstreben. Ein SNB-Gewinn von etwa CHF 50 Mia. scheint zwar schön, dürfte aber mit erheblichen Risiken für die schweizerische Volkswirtschaft verbunden sein.

    • @Entrepeneur.
      Aussteigen das geht nicht so leicht wie viele meinen.
      Aus so Entwicklungen kann man praktisch nur mit einem
      hohen Autarkiefaktor aussteigen, heisst mit wenig Vernetzung mit anderen Volkswirtschaften.
      Was viele übersehen Geldpoltische Übertreibungen wirken zumeist destruktiev in den Realwirtschaftsprozess. Das ausgewogene verhältnis von Produktion und Konsum wird vor allem mit übermässiger Geldschöpfung gestört die notwendige segensreiche Korrkturwirkung des Marktes in kleinen Schritten wird ausgeheblt.
      Das ist der Fluch der Sache, ist das Gift (Überliquidität)einmal im System dann wirkt das in den gesamten Realwirtschaftsablauf und im gesamten
      Realwirtschaftsablauf. Die Giftmenge entscheidet ob man sich von einer Vergiftung erholen kann oder nicht.
      Na ja vorsichtig ausgedrück DIE Vergiftung hat
      innzwischen Mengenmässig, schleichend tödliche Wirkung.Ab Menge X ist eine Entgiftung nicht mehr oder nur noch mit schwersten Nebewirkungen möglich, die ihrerseitz tödlich wirken können.
      Dann ist da noch ein weiterer kaum beachteter Faktor,
      Volkswirtschaften können sich, zumindest auf Zeit, dem Zwang zur Autarkie entziehen. Die sog.Globalisierte Weltwirtschaft kann sich dem Autarkiefaktor nie und nimmer entziehen, der Planet ist unaushebelbar zur Autarkie verdammt.Gute Titelempfehlung
      — Endstation Globalisierung —
      Freundliche Grüsse.

  9. Das greift deutlich zu kurz.
    1.Die Finanzierung des Vietnamkrieges über Schuldverschreibungen war die Initialzündung für das aktuelle verheerende Geschehen.
    2.Im Rahmen der sog.Globalisierung und damit verbundenen
    Dregulierung der Kaptalmärkte, wurden die Notenbanken deutlich zurückgebunden. Zur Erinnerung zb. die abschaffung des Doppelzinssatzes Lombard und Discountzinssatzes.
    3.2008 (Verdekt schon ende der 80 iger.) Musste die
    Feed eingreifen, resp. wurde 2008 zu hilfe gerufen
    weil die Geschäftsbanken deutlich übervordert waren
    resp. das ganze Debakel nicht mehr in Eigenregie
    stemmen konnten und wollten.
    Die Börsenexzesse der 90 iger und frühen 2000 er Jahre
    werden ausgeblendet.Diese Kapitalmarktexzesse wirkten
    massiev geldschöpfend.
    4. Die Notenbanken haben in der Regel vom Gesetzgeber
    einen entsprechenden Rechtlichen Handelsspielraum.
    Innerhalb dieses Handlungsspielraumes haben die Notenbanken nur die Möglichkeit die Geldmenge über
    den Letzins zu steuern.Die Notenbanken dürfen die
    Geldmenge NICHT willkürlich festlegen.2008 mussten die
    davon abweichen.Entweder Vollzusammenbruch oder volle Geldpumpe.
    5.Entschuldigung von einem vormaligen Bank-Geldwesen
    Lehrbeauftragten,sollte man den doch etwas mehr
    na ja ??? erwarten dürfen.
    ( Na ja die Lehranstalten liefern da auch nicht
    immer soooo vom Feinsten, in Sache Ökonomie.
    Unfehlbar ist nur der Papst, jedoch nur für die
    blind Gläubigen.)

  10. Die entscheidende Frage ist nun, wie unabhängig diese Zentralbanken sind und ob sie nicht trotzdem Auftraggeber oder Beeinflusser haben. Falls es Auftraggeber oder Beeinflusser gibt, sind diese möglicherweise mitverantwortlich oder machen das sogar mit Absicht. Das kann nun jede/r für sich beantworten…

    • Das Finanzsyndikat will die Sparbanken austrocknen
      https://www.goldseiten.de/artikel/430540–Das-Finanzsyndikat-will-die-Sparbanken-austrocknen.html

      Natürlich gibt es Auftraggeber und Beeinflusser:
      „Im großen Spiel von Geld, Kredit, Schulden und Spekulation werden von den Finanzjongleuren des angelsächsischen Finanzsyndikats Mittelstandsbanken bewusst vernichtet und Großbanken gefördert und letzteren sogar ihre Risiken und Schulden abgenommen, wenn sie zusammenbrechen.

      Nicht umsonst hat das Finanzsyndikat den soliden deutschen Bundesbankpräsidenten Weidmann in der EZB verhindert und dafür die Goldman Sachs-Dienerin Lagarde bestimmt, welche unbegrenzte Staatsfinanzierung, Nullzins und Zentralisierung versprochen hat.“

    • Kleine und mittlere Unternehmen
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_und_mittlere_Unternehmen

      Jetzt muss man nur noch daran denken, dass über 90% der arbeitenden Bevölkerung in Klein- und Mittelbetrieben arbeiten. «KMU [kleine und mittlere Unternehmen] sind [in Europa] die sozial und wirtschaftlich vorherrschende Unternehmensgröße in der Europäischen Union (EU). Sie stellen hier ca. 99 % aller Unternehmen und bieten ca. 65 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz.»
      Das gilt auch für die Schweiz. Dann kann man sich ausrechnen – und zwar für alle europäischen Länder – wohin diese finanzdiktatorische Entwicklung des angelsächsischen Finanzsyndikats hinführt. Kleinere regionale, für die KMU wichtige Spar-, Genossenschafts- und Geschäftsbanken werden bewusst existenziell gefährdet und damit auch ein beträchtlicher Teil der arbeitenden Bevölkerung. «Wer nämlich keine Zinsdifferenz mehr zwischen Einnahmen und Ausgaben hat, kann keine Kredite mehr an seine mittelständischen Kunden geben. Und wenn die lokalen Genossenschaftsbanken und Sparkassen keinen Personalkredit mehr geben können, kann auch der Mittelstand nicht mehr wachsen, kann sich nicht mehr finanzieren, kann keine Arbeitsplätze mehr schaffen und in vielen Fällen auch nicht mehr überleben.»

      Wäre allerhöchste Zeit, dass die europäischen Regierungen auf diese vernichtenden Entwicklungen ein aufmerksames Auge haben und für die Bevölkerungen finanztechnische Korrekturen einleiten.

  11. Mit einem Wirtschaftswachstum von 0,x %, hohen monetären wie sozialen Lasten durch die bereits erreichte Staatsverschuldung und alternde Gesellschaft sowie dem Festhalten an der schädlichen Einheitswährung Euro bleibt Europa kaum etwas anderes übrig, als mit den Weg zu gehen, den Japan bereits seit zwei Dekaden beschreitet.

    Welche Industrien oder gesellschaftlichen Entwicklungen könnten im hypermoralischen Europa dazu führen, daß dort Wirtschaft und Wohlstand zukünftig wieder bedeutend wachsen?

    Zumal nicht einmal die Staaten, die dazu finanziell in der Lage wären in ihre bestehende und im Rahmen der weiteren Digitalisierung benötigte neue Infrastruktur investieren bzw. durch steuerliche Anreize und Deregulierung von Bauvorschriften dafür sorgen, daß benötigter urbaner Wohnraum durch private Initiative rasch geschaffen werden kann.

    Dafür wird der CO 2 – Religion gehuldigt, die letztlich nur ein weiterer Sargnagel Europas darstellt, denn wie die Regierungen Europas deren Einwohnern deren sinkenden Wohlstand wegbesteuern interessiert im internationalen Maßstab nur wenige, weil dort eine Zunahme des individuellen Wohlstands am wichtigsten ist.

    Während die USA preiswerte Energie als Wirtschaftsfaktor einsetzen und entsprechende Investitionen anziehen, schalten Verblendete in deutschen Schulen die – veralteten – Heizungsanlagen aus um sodann festzustellen, daß es doch nicht ohne geht:

    https://tinyurl.com/y3cczuaw

  12. Was man wohl noch anfügen kann ist, dass wenn eine grosse Zentralbank mit Gelddrucken beginnt(USA 2007) und in der Folge deren Währung fällt, die anderen Zentralbanken wegen Aufwertungsdruck ihrer Währung bzw. eigenem Wirtschaftseinbruch früher oder später ebenfalls reagieren müssen (EZB 2011 – PIIGs). Ergo eine Form des Gresham Laws (bad money drives out good money).
    Danach kam dann der Abwärtsdruck des EUR bzw. Aufwärtsdruck des CHF – ergo wurde auch die SNB da reingezogen…
    Irgendwie eine „Todesspirale“

    • Die SNB versucht mittels Horten von Assets den Aussenwert des Frankens zu deckeln. Wie man vernimmt, stammen die hierzu nötigen Mittel von Schweizer Geschäftsbanken.
      So lange dies so geschieht, wird der Schweizer Franken seine Aura von Werthaltigkeit und Stabilität nicht verlieren. Es ist durch Steuerung von Angebot/Nachfrage nach unserer Währung ein nur bedingt taugliches Mittel, dieser den im Wettbewerb gegen USD und Euro nötigen Ruch einer ‚bad money‘ Währung zu verschaffen.

      Ob es auf die Dauer gelingt, unsere Währung gegenüber den durch Budegetdefizite und politische Unsicherheiten behaftete Lotterwährungen, wie USD und Euro, den Franken
      vor dem Auftrieb zu bewahren ist fraglich.

      Herr Jordans ominöse Aussage, die SNB könne Geld auch aus den Nichts schaffen, stellt einen rühmlichen aber zugleich rührenden Versuch dar, den Franken schlecht zu reden und ist vor dem oben geschilderten Hintergrund nur allzu verständlich.

      Das es auch anders und ungefährlicher ginge, den Wert des Schweizer Frankens zu deckeln, zeigt das zaghafte Auftauschen des Begriffs ‚Helikoptergeld‘. Der Begriff, dass ein Staat Geld an seine Bevölkerung verteilt tönt aus der Sicht einer sauberen Haushaltsführung ketzerisch, könnte den Ruf unserer Währung, jedoch ungefährlicher schmälern als es durch die Fremdwährungs-Asset-Blase der SNB momentan geschieht.

      Wenn den andern Währungen der Ruf von ‚bad money‘ vorausgeht,
      wird der Schweizer Franken seine Wertparität gegenüber diesen nicht
      halten können, so lange er mit der Aura des seriösen behaftet ist.