„Hans, tief in Deinem Herzen: Findest Du Trump als Präsident wirklich gut?“

Ja, wenn er ein Ronald Reagan werde, meint Hans Geiger. Reagan habe Amerika vor 30 Jahren gross gemacht. Wird Trump hingegen ein Berlusconi, dann gute Nacht. Das grösste Problem hätten jene EU-Chefs, die ihre Bürger als Gefängnisinsassen sähen. Die hätten die „Trump“-Revolution nicht begriffen.

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10 Kommentare zu “„Hans, tief in Deinem Herzen: Findest Du Trump als Präsident wirklich gut?“

  1. @ Werni Wolf

    Sie schreiben: „…Stephen Bannon den Mann von Breitbart.com, der den Hillary Sumpf aufdeckte …“
    Wie scheinheilig! Der Hillary Sumpf war von Trump Strategieberatern dahergelogen. Im übrigen ist die Clinton Stiftung eine NPO und untersteht als solche – auch in den USA – erhöhten checks and balances.

    Dagegen:
    Der Trump Sumpf: keine offen gelegte Interessenbindung in ca. 500 Unternehmen, wo er als Präsident weiterhin – vorgeschoben seine Iwanka – Geschäfte im Infrastrukturbereich tätigen wird und sich gleich selbst die Aufträge erteilt. Dabei handelt es sich um Profit-Organisationen mit Bilanz-Versteckmöglichkeiten und Steuerminimierungskonstruktionen. Delaware wird aufgewertet.
    Dann wird er seine Familienmitglieder allesamt mit Sonderposten betrauen. Der von Ihnen hochgelobte Stephen Bannon ist durch rassistische Äusserungen aufgefallen und zudem ein ex-Goldman Sachs-Investmentbanker…

    Hinzu kommt die Doppelmoral der religiösen Zirkel in den nicht urbanen Gebieten: die predigen Anstand und Moral und wählen einen Begrabscher, der wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen am 16. Dezember in NY zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen sollte. Zudem wählen Sie einen, der weder seine Steuererklärung, noch seine kompexen unternehmerischen Interessenbindungen offen gelegt hat.

    Glauben Sie im Ernst, dass die Trump Entourage die Interessen des Mittelstandes und der Arbeiter ohne Job vertritt??

    • £150’000.- speaking fees für einen halbstündigen Bill-Vortrag sind also für Sie normal. Dies vor allem in verschiedenen afrikanischen Staaten während Hillary als Aussenministerin fungierte. Nicht zu erwähnen die Vorträge bei verschiedenen Wall Street-banks.
      Und all dies von der Vertreterin der Demokraten-Partei. LOL. Breitbart (Bannon) waren nicht die Einzigen, die darüber berichteten. Wer nicht darüber berichtete, waren die sogenannten MainStreet-Media.

    • @ Werni Wolf

      Sie verwechslen vertraglich vereinbarte Referatshonorare mit Korruption.
      Informieren Sie sich doch zuerst, was Korruption im strafrechtlichen Sinn national und international bedeutet, bevor Sie dieses Wort gebrauchen.

      Die Honorare für High-Worth-VIP-Referenten bewegen sich nun mal marktmässig in der Höhe von Stargagen; da sind 150’000 noch bescheiden. Dies ist ein Markt und hat mit Korruption nichts zu tun.

      Korruption wäre beispielsweise dann vorhanden, wenn jemand einen höheren FBI Beamten besticht, damit dieser z.B. im Vorfeld einer Wahl abgeschlossene Verfahren zu ungunsten eines Kandidaten nochmals aufrollt und medial verbreitet.
      Oder wenn Sie als Politiker oder Funktionär durch Entgegennahme von Geldleistungen (oder Naturalleistungen) die Auftragsvergabe an ein bestimmtes Unternehmen unterstützen.
      Oder z.B. Geldzahlungen der Investmentbanken an Entscheidungsträger von Pension Funds, damit sie den Zuschlag zur Bewirtschaftung von institutionellen Grossvermögen bekommen.
      Oder wenn ein Staats-Präsident sein Unternehmensimperium verdeckt weiterführt, und durch Vergabe von Staataufträgen (z.B. im Infrastrukturbereich) seine eigenen Unternehmen begünstigt.
      In diesen Fällen können Sie von Korruption sprechen; und es geht dabei meist um zwei- oder dreistellige Millionenbeträge.

  2. @ Sokrates

    So ein Stuss daherzuschreiben.
    Schauen Sie doch wen er in sein Übergangsteam nimmt: alles solche, die ihn im Wahlkampf finanziell unterstützt haben wie z.B. auch Peter Thiel. Da müssen Sie gar nicht weit her spekulieren und behaupten; die sagen gleich selber mit wieviel sie ihn finanziell unterstützt haben.
    Sie verwechseln Ihr Wunschdenken mit der Realität!

  3. Trump unabhängig?

    So ein Blödsinn.

    Die Lücke in den Wahlkampfspenden haben Kreml-nahe Kreise aufgefüllt.

    Warum hat er die Steuererklärung nicht veröffentlicht? – Dann wären die Kreditgeber mit Namen sichtbar gewesen und auch seine Schulden, bzw. sein überschätztes Nettovermögen.

    Nein. Trump ist weder politisch noch finanziell unabhängig!

  4. Trump ist politisch und finanziell Unabhängig. Im Gegensatz zu allen anderen Präsidenten, muss er für den Wahlkampf nicht um Geld betteln gehen. Seine Parteispitze wollten ihn nie als Präsident, also ist er niemandem in seiner Partei etwas schuldig.

    Trump will das, was jeder US Präsident in seiner ersten Legislatur Periode will: Eine zweite Amtszeit.

    Darum wird er sich auf seine Machtbasis besinnen müssen. Und das sind die durchschnitts Amerikaner, deren Jobs nach Übersee out gesourced wurden oder deren Job von einem illegalen Einwanderer aus Südamerika weggeschnappt wurde.
    Um die wird er sich kümmern müssen.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass seine Tochter, Ivanka Trump, die erste weibliche Präsidentin der USA wird.

    • @ Sokrates

      Sie sind naiv.

      Trump wird seinen Familiencaln direkt und indirekt bei der Besetzung der Posten berücksichtigen. Damit haben wir zwar keine classe politique mehr, jedoch eine class family und damit auch den Filz.

      Zu seiner Tochter Iwanka, die Sie als die nächste Präsidentin sehen:

      Sie ist verheiratet mit Jared Corey Kushner, einem amerikanischen Geschäftsmann, Investor und Politikberater. Kushner gehörte zu den wichtigsten Beratern während Trumps Wahlkampagne, insbesondere bei dessen digitaler Kommunikation.

      Kushner, Sohn eines Immobilien-Entwicklers, investierte von 2007 bis 2016 mehr als $7 Mrd. in New Yorker Immobilien, darunter der teuerste Kauf eines einzelnen Gebäudes in der Geschichte der USA.
      Aufgewachsen in einer orthodox jüdischen Familie in New Jersey absolvierte Kushner die private Frisch-School in Paramus, New Jersey, und machte an der Harvard University 2003 seinen A. B. in Soziologie. Nebenher handelte er mit Häusern und verdiente sich so neben seinem Studium $20 Mio.
      Mit diesem Geld erwarb Kushner 2006, im Alter von 25, für $10 Millionen die Wochenzeitung New York Observer.

      Trump hatte sich im Wahlkampf gegenüber der Wallstreet distanziert. Er ist aber indirekt genau so damit verbandelt wie Hillary auch. Mit dem Unterschied, dass er wieder deregulieren will, womit die nächste Finanzkrise bevorsteht.
      Im DOJ wird er personelle Auswechslungen vornehmen. Damit ist der Weg dann frei zur Wiederaufnahme der Steueroptimierungs-Geschäfts-Modelle der CH-Banken. Auch Insidergeschäfte sind dann wieder zulässig.

      Von diesen Zusammenhängen wusste seine Wählerschaft allerdings nichts. Daher sind Unruhen vorprogammiert.
      Seine Wähler werden ihn an seinen Versprechungen messen. Davon wird er sukzessive abweichen. Unruhen sind deshalb an der Tagesordnung.

      Trump ist zudem der erste Präsident, der weder Angaben zu seinen Steuern machte, noch ein wirtschaftspolitisches Konzept vorgelegt hat, noch in irgendeiner Weise seine privaten Interessenbindungen offen gelegt hat.

      Jedes Volk verdient die Regierung die es wählt!

    • Hätte Jared Corey Kushner die US$7 Mrd. anstatt in New Yorker Immobilien in Apple- oder Google-Aktien investiert, wäre er heute mit auf der Forbes Liste.

      So hat er sich kreditfinanziert viele Probleme erworben, die sich zum Teil bereits zu seinen Lasten verwirklicht haben.

      Momentan sinken die Preise am New Yorker Immobilienmarkt. Sollte dies – auch wegen der ansteigenden Zinsen durch den Wahlsieg seinens Schwiegervaters – so weitergehen, wünsche ich der jungen Familie viel Freude mit ihren Investments!

  5. Ich teile die Analyse von Hans Geiger weitgehend.
    In zwei Punkten bin ich deutlich anderer Meinung:

    Erstens:
    Es komme nicht so sehr darauf an, wer gewählt werde, sondern WER GEWAEHLT HABE ist eine analytisch zwar wichtige, jedoch in der Umsetzung eine brandgefährliche Aussage. Dies heisst doch im Klartext, dass es gleich ist wer am Ruder ist; Hauptsache ein anderer.
    Diese Haltung hat in der Weltgeschichte oft zu Führerfiguren geführt, die letztlich noch mehr Schaden anrichteten als vorher. Dass ich gegen die Classe politique bin rechtfertigt m.E. nicht, dass mir egal ist, was für eine Person Präsident wird. Diese Gesinnung führt z.B. auch zur Haltung: ich bin gegen die USA, daher bin ich für Russland (und blende damit die Politik Putins völlig aus).

    Zweitens:
    Wie Herr Geiger treffend erwähnt wissen wir nicht, welches Wirtschaftskonzept Trump vorschwebt. Noch nie wurde einer mit so vagen Vorstellungen als Präsident gewählt. Wahrscheinlich weiss es Trump selbst auch nicht (ich rede von Konzept). Wir können nur von Fragmenten her rein spekulativ seine Absichten ableiten.
    Da seine Wurzeln im baunahen Immobilienwesen zu finden sind, ist naheliegend, dass er die marode Infrastruktur prioritär angehen wird. Ob er allerdings in diesen Rahmen das ebenfalls marode US-Bildungswesen einschliesst, bezweifle ich. Denn bei ihm hat Ausbildung einen niederen Stellenwert.
    Er ist ein Selfmader und in seiner Domäne waren nicht intellektuell-systematische Qualitäten gefragt, sondern rein praktische und erratisch-kreative. Reagan hatte immerhin ein Konzept (Reaganomics) und vor allem hatte er Stil. Dies der feine Unterschied.

    • Trump ist auf einer Gratwanderung. Einerseits wird er versuchen seine Wahlversprechen einzuhalten, anderseits muss er sich mit den Kongressrepublikaner arrangieren.
      Seine ersten Personalentscheidungen zeigen eine klevere Politik auf. Mit Reince Priebus hat er einen Washigton-Insider als Chief of Staff gewählt, mit Stephen Bannon den Mann von Breitbart.com, der den Hillary Sumpf aufdeckte als Chef Strategen. Nicht all zu schlecht bisher. Mal schauen wer den Tresor und die Verteidigung übernimmt.