„Fidleg ist total ausgeartet“

Was als Bankkundenschutz gedacht war, ist zur Monsterregulierung verkommen, sagt Hans Geiger. Heute entscheidet das Parlament – es sollte Nein stimmen.

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5 Kommentare zu “„Fidleg ist total ausgeartet“

  1. Verantwortungsvolle Vermögensverwalter und Banken brauchen und brauchten nie ein FIDLEG, weil die Kunden nie zu wesentlichem Schaden kamen. Es gab Schwarze Schafe in der Branche und für die hat man FIDLEG entwickelt. Jetzt leiden alle, die gut gearbeitet haben unter dieser Monsterregulierung. Das ist schade und beeinträchtigt die Verwantwortungsvollen stark in ihrer Arbeit. Für die Kunden wird es ausserdem teurer, weil überall die Kosten mit FIDELG steigen werden. Wer hat also etwas von dieser Monsterregulierung ? Niemand wenn man ehrlich ist. Die Politik aber will einfach etwas machen, damit etwas gemacht ist.

  2. Für einmal hat der abgehalfterte Gähn-Professor, den man damals wegen den üblichen drei Gründen aus der SKA entfernen musste, recht.

  3. Die Banken haben dies leider selbst zu verantworten.

    Kaum gab man Ihnen den kleinen Finger, hat die Gier überhand genommen und Handel und Investmentbanking sind aus dem Ruder gelaufen; mangels Regulierung. Hinzu kamen gigantische Preisabsprachen (z.B. forex und LIBOR etc.).

    Der Kundenschutz ist in der Schweiz – auch im internationalen Vergleich – noch immer unterentwickelt. Vgl. hierzu die Entschädigungspraxis bei den sog. absolute return Produkten, wo die Kunden vorsätzlich über den Tisch gezogen wurden. Die CH-Gerichte haben nur die Banken geschützt; dies im Gegensatz zur Rechtssprechung in den USA und D, wo der Kundenschutz greift.

    Auch die Rechtssprechung ist hier immer noch äusserst bankenfreundlich.

    Und im internationalen Vergleich sind wir nicht überreguliert, sondern unter-reguliert. Gehen Sie mal z.B. nach Singapore. Jeder, der dort einmal als Finanzintermediatär tätig war kann ein Liedchen davon singen, was Überregulierung bedeutet.

    Und: Herr Geiger sollte sich nicht immer in der Opferrolle suhlen. Es ist ja schön, dass er die Interessen der Kleinbanken und Vermögensverwalter vertritt. Hätte er in der Finanzkrise zu den vorsätzlich geprellten Kunden gehört würde er heute wohl anders argumentieren. Er lebt in einer alternativen Scheinwelt.

    • Sagt ein Kenner, welcher tagtäglich mit bürokratischem Reglementierungsnonsens konfrontiert ist???
      Anleger-/Konsumentenschutz in allen Ehren, aber sicher nicht mit tonnenweise zusätzlich generiertem Papierberg (auch wenn dieser mittlerweile weitgehend virtuell produziert werden kann).

    • @Supermario schon mal überlegt, dass für den „bürokratischen Reglementierungsnonsens“ vielleicht nicht die Aufsichtsbehörde verantwortlich ist, sondern der Beraterschwarm der ein völlig aufgeblasenes ding als „state of the art“ verkauft und von inkompetenten vorgesetzten die hirnlos diese Monsterdinger abnicken.