„Hans, wenn jetzt Minuszinsen für Kleinsparer kommen, was sollen die dann machen?“

Ganz einfach: Bündelweise Tausendernoten abheben und den Cash physisch deponieren, sagt Hans Geiger. Nur so bringe man sein Bares in Sicherheit vor dem verrückten Bankensystem.

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12 Kommentare zu “„Hans, wenn jetzt Minuszinsen für Kleinsparer kommen, was sollen die dann machen?“

  1. Und was ich noch sagen wollte, äh…https://www.cash.ch/news/politik/indien-rudert-bei-seiner-wahrungsreform-etwas-zuruck-513938
    Für mich unvorstellbar, dass so etwas in der Schweiz passieren könnte. Letzthin habe ich am Kiosk einen 1-Fränkler Silber Jg. 1887 herausbekommen. Den trage ich seither mit mir rum und zeige ihn jedem, der Zweifel an der Schweizer Währung und generell am Geld äussert. Wo gibt es das auf unserer Welt? Wo? Nirgendwo. Also einzigartig.
    Trotzdem ist angeraten, einen (relativ kleinen) Teil des Vermögens in physischem Gold als Lebensversicherung zu halten.

    • In Indien wurden letzte Woche Knall auf Fall die bestehenden 1000-er und 500-er Rupien Geldscheine nicht mehr für gesetzliche Zahlungsmittel erklärt, die entsprechenden ungültigen Geldscheine können nur mittels Vorlage eines persönlichen Ausweises auf ein Bankkonto eingezahlt werden -getauscht in Buchgeld auf ein Bankkonto.
      Sämtliche Bankkonten werden in Indien umgehenden den Steuerbehörden automatisch angemeldet -wie z.B. beim AIA.
      Durch die Nötigung des Tauschens von Bargeld zu Buchgeld auf ein Bankkonto -ansonsten sind die entsprechenden 1000-er und 500-er Rupien Geldscheine wertlos- deckte die Regierung Vermögenswerte auf die bei den Steuerbehörden nicht deklariert wurden.
      In der Schweiz wurde die Herausgabe der neuen 200-er und 1000-er Geldscheine voraussichtlich für das Jahr 2018 zeitlich anberaumt – zeitgleich mit dem AIA-Datenaustausch der Schweiz mit anderen Ländern.
      Plant die SNB das gleiche Szenario wie in Indien bezüglich der Einführung der neuen 200-er und 1000-er Geldscheine – aus rechtlicher Sicht wäre die SNB dazu berechtigt.
      Es fehlt letztlich nur noch die automatische Anmeldung der Bankkonten der Inländer in der Schweiz bei den Steuerbehörden -Abschwächung des bestehenden Bankkundengeheimnis- sowie die Durchsetzung des AIA mit dem Fürstentum Lichtenstein, entgegen der Erklärung von der Regierung des Fürstentum Lichtenstein, welche kein AIA-Abkommen mit der Schweiz eingehen will.
      Der zuständige jetzige Bundesrat für Finanzen ist zurzeit in diesem Sachverhalt in einem U-Boot unterwegs, man hört und sieht Ihn nicht -keine Stellungnahme und Erklärung in der Sache.
      Hier werden wohl von SNB und Finanzverwaltung im Hintergrund fertige Sachverhalte angestrebt, die denen von Indien bezüglich Geldschein-Eintauschaktion in der Sache gleichen.
      Die Schließung der Edelmetallschalter in den aufgeführten Filialen der UBS gehört und passt bestens in das Vorfeld zu der kommenden Eintauschaktion.
      Die sich im Umlauf befindenden 200-er und 1000-er Geldscheinen werden von der SNB als nicht weiter geltende gesetzliche Zahlungsmittel erklärt, die Geldscheine können nur noch bei entsprechenden Finanzinstituten (Bank, Post, SNB selbst etc.)
      auf ein Konto als Buchgeld eingetauscht werden, sämtliche Einzahlungsvorgänge gelangen hierauf an die entsprechenden Kant. Steuerbehörden -Indien lässt grüßen.

    • Grüezi @R. Todd,

      Danke für die inhaltlich interessanten Ausführungen.

      Da die SNB nach Art. 5 Abs. 2 Bst. b des Nationalbankgesetzes die Bargeldversorgung zu gewährleisten hat, wäre eine totale Bargeldabschaffung in der Schweiz sowieso nur über eine Gesetzesänderung zu erreichen. Inwieweit die Bargeldversorgung hingegen marginalisiert werden kann, ist eine ganz andere Frage.

      Keine Frage ist, dass SNB und Gesetzgeber gemeinsame Sache machen, hinsichtlich „gesetzliches Zahlungsmittel“.!

      Nehmen wir Art. 84 des Obligationenrechts wo es heisst, Zitat:

      „Geldschulden sind in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu bezahlen.“

      Seit 2016 listet es nicht mehr sämtliche „gesetzlichen Zahlungsmittel“ im Sinne von Art. 84 OR auf. Der Gesetzgeber hat nämlich, durch eine Hintertür für eine ganz spezifische Gruppe von Zahlungen ein weiteres gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt:

      Nach den neu formulierten Art. 129 und 136 des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes werden Barzahlungen auf CHF 100’000 limitiert. Wird mit anderen Worten z.B. das Haus eines insolventen Schuldners für CHF 500’000 zwangsversteigert, kann der Käufer seine Preisschuld nicht mehr durch Übergabe von 500 Tausendernoten – also NICHT mehr dem üblichen gesetzlichen Zahlungsmittel – begleichen.

      Wer noch so naiv ist – und daran glaubt – diese Machtstrukturen arbeiten für den Wohl der arbeitenden Bevölkerung, ist nicht mehr zu retten.

      Was AIA betrifft, so sind diese rechtsbrüchig. Da werden bereits besteuerte Gelder gleich doppel, bzw. dreifach besteuert. Die Partikularität des CH-Eigenmietwert z.B.:, löst darüber hinaus, eine Ungleichbehandlung zwischen CH-Steuerzahler und Ausländische-Steuerzahler in ihren Wohnsitzländer aus.

      Nach dem Motto: lasst uns die Steuergeldern heraus, bzw. erpressen, eintreiben, und wenn nach Jahren die Justiz, (würde ich nicht darauf hoffen), entscheiden sollte; diese zwischenstaatliche Abkommen sind in der Praxis verfassungs,- rechtswidrig, dann suchen wir nach politischen Lösungen. Diese Vorgehensweise birgt aber sozialpolitischen Sprengstoff! Das wissen auch die Verantwortlichen. Die EU zerfällt unter unseren Augen, und vorallem unser Sozialstaat in der Schweiz wird ebensosehr unter unseren Augen zerschlagen. Agenda 2010 in Deutschland lässt grüssen….und wer noch primitive Sprüche wie: „Uns geht es noch gut“…zum Besten gibt, dem rate ich bei den Gemeinden mit leitenden Angestellten zu reden…da kriegen Sie einen Röntgenbild der tatsächlichen Lage in unserem Land.
      Herzliche Grüsse

    • @R. Todd

      Sie schreiben: „aus rechtlicher Sicht wäre die SNB dazu berechtigt.“

      Beweisen Sie dies.

  2. Ach, aber Sie sind ein Experte ohne überhaupt vor Ort gewesen zu sein? Natürlich! wie konnte ich das nur übersehen – sie lesen in Ihrem Elfenbeinturm schliesslich die Medien.

    • Sie müssen nicht gleich hyperventilieren, nur weil jemand Ihre Worten hinterfragt. Hoffentlich sind Sie in Ihrer Arbeit etwas besonnener und gründlicher, als mit Ihren Urteile und Wertungen.

      Auch geben wir beide keine Expertise ab, Gott bewahre sowieso von den meisten Experten.

      Ich habe Sie lediglich auf den Ablauf hingewiesen. Dass dieser Schritt dazu dient, dass die Banken die totale Kontrolle bekommen ist eine andere Geschichte und stand nicht zur Debatte. Ebenso wenig sagt darüber aus, dass ich es genau so schlecht finde, wie Sie.

      Na sowas, sogar ich steige vom Elfenbeinturm runter und komme in der Welt herum ;-).

  3. War gerade in Indien in den Ferien als plötzlich eines schönen Morgens die Regierung verlautbaren liess, das Bargeld sei per sofort abgeschafft und nichts mehr wert.
    Soviel zu bündelweise Tausendernoten abheben und den Cash physisch deponieren. Keine gute Idee!

    • Wieder ein trauriges Beispiel dafür wie die Medien mit den Regierungen Hand in Hand arbeiten indem sie die Leser mit Märchen einlullen. Ein tatsächliches Bild erhält man nur, wenn man es persönlich vor Ort erlebt.
      Touristen können nur am Flughafen max. CHF 50 tauschen zu räuberischen Konditionen – einen Drittel kann man sich ans Bein schmieren, kriegt wertlose grosse alte Noten oder nicht brauchbare neu Riesen 2000er. Ausserhalb der heilen Flughafenwelt ist das Finanz-/ Bankensystem komplett zusammengebrochen. Geld erhält man nur noch bei Beziehung zum „Dorfkönig“ vor Ort. Falls die Bank über kleine Scheine verfügt werden sie durch die Hintertür verteilt, der Kleinsparer, der tagelang am Vordereingang ansteht guckt in die Röhre.

    • Als Tourist in Indien sind Sie kein Experte sondern hatten lediglich eine Momentaufnahme.

      Diese ganze Geldsache hatte eine längere Vorgeschichte. Die Leute konnten ihre Gelder legal in die Bank bringen und dort auf ein eröffnetes Konto einbezahlen. Diejenigen mit Schwarzgeld, hatten die Möglichkeit straffrei das Geld zu deklarieren, ohne Fragen zur Herkunft des Geldes. Das wussten Alle schon vorher.

      Die Touristen mögen die grosse Ausnahme sein.

    • Grüezi @Marendra Nodi,

      „Wieder ein trauriges Beispiel dafür wie die Medien mit den Regierungen Hand in Hand arbeiten indem sie die Leser mit Märchen einlullen.“

      Bingo!. Vielen Dank für die Infos. Ich glaube, dass in diesen Tagen eine neue Phase beginnt und damit zwangsläufig auch etwas zu Ende geht. Zu Ende geht die Illusion. Genährt wurde diese Illusion durch das eigene soziale Umfeld und durch die Massenmedien des 20. Jahrhunderts, die uns ein Spektrum von Normalität und Gesellschaft vermittelt haben, das gleich doppelt irreführend wirkte.

      Die Warheit lässt sich nicht aufhalten!

      Herzliche Grüsse

    • Dieser Ratschlag von Herr Geiger erstaunt mich sehr.
      Hat er denn nichts gehört von Indien?