„Jede 5. Hypothek kommt von Raiffeisen: Hans, das ist doch die grösste Spekulantin im Land?“

Nein, Raiffeisen finanziert Eigenheime, das ist nichts Riskantes, sagt Bankenprofessor Geiger. Gefährdet seien Banken mit Wohnblöcken in der Pampa, in die plötzlich niemand mehr einziehen wolle.

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6 Kommentare zu “„Jede 5. Hypothek kommt von Raiffeisen: Hans, das ist doch die grösste Spekulantin im Land?“

  1. Nein – die grösste Spekulantin im Land ist die SNB – sie hat über 600 Milliarden Schulden in Franken gemacht und mit grossem Währungsrisiko im Ausland in Euro-Staatsanleihen investiert.

  2. Ich stimme Herrn Professor Geiger zu, dass das grösste Risiko von Raiffeisen wohl nicht im Immobilienmarkt lauert. Schon in der letzten Immobilienkrise hat man gesehen, dass im Privatbereich nicht viel ausgefallen ist.
    Risiko Nr. 1: Pierin Vincenz. Sein indirekter Einfluss (über seine Getreuen, Aduno, Leonteq, Helvetia usw.) auf Raiffeisen ist immer noch viel zu hoch
    Risiko Nr. 2: Die IT. Durch Arizon ist Raiffeisen seit Jahren faktisch lahmgelegt. Bestenfalls wird Raiffeisen in einem Jahr mit einem altmodischen Kernbankensystem da stehen. Und das zu einem Zeitpunkt, wo man eigentlich in Digitalisierung investieren sollte
    Risiko Nr. 3: Überdimensionierte Zentrale in St.Gallen. Es werden ständig mehr Mittel in St.Gallen verbraucht, während an der Front gespart wird. Dabei ist es sicher nicht die Zentrale in St.Gallen, die für den Erfolg von Raiffeisen verantwortlich ist. Die bräuchten mal ein ordentliches Sparprogramm, wo 30-50% der Kosten reduziert werden. Jedes mal, wenn ich in den Palästen in St.Gallen bin packt mich die Kalte Wut!
    Und für jede dieser Risiken sind Gisel und der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ganz direkt verantwortlich!

  3. Ich finde die Idee der Raiffeisen genial: Die 2.Hypothek innert zehn Jahren im Rahmen einer 10jährigen, heute günstigen Hypothek in monatlichen Raten abbezahlen, solange die Zinsen noch so tief sind. Nach 10 Jahren, wenn die Zinsen wieder höher sind, hat man nur noch die 1. Hypothek und ist (generelle Vorraussetzung) für die Bank tragbar, wohnt im Eigenheim und kann sich die Zinsen auch leisten.
    Seien wir ehrlich, als Mieter lebt man ja auch nicht gerade auf günstigem Niveau.

    • Das ist eine Wette darauf, daß der finanzierte (Immobilien-)Wert nominal über die Zeit hinweg mindestens gleich bleibt. Dies, obwohl Immobilien im wesentlichen technische Gegenstände sind, die Abnutzung, Verschleiß, sowie technischer und modischer Veralterung unterliegen.

      Früher wegen des Geldsystems mit Teuerung sowie wachsender Bevölkerung und Prosperität war das kein Problem.

      Wenn jedoch Bevölkerung und Prosperität schrumpfen, kehren sich die bisher den Immobilienbesitzer begünstigenden Effekte ins Gegenteil um.

      Siehe aktuell den italienischen Immobilienmarkt – trotz der zeitgleich gesunkenen Zinsen. Das war dort vor 20 Jahren noch gänzlich anders.

  4. Werden die Einkommen in der Schweiz zukünftig weiter ansteigen?

    Null- und Niedrigzinsen bisher waren im Grunde der letzte Joker, die Vermögenspreise hoch und vorläufig stabil zu halten.

    Jede Entwicklung endet irgendwann.