„Jetzt sinken die Mieten“

Nullzins-Hypos wie in Dänemark oder rekordtiefe Zinsen für 10jährige bei uns schlagen auf den Mietmarkt durch, sagt Hans Geiger. Auf günstige Büros folgen jetzt tiefere Wohnungsmieten.

Hinweis an Redaktion

Anonymous Box

  • Senden Sie Ihren Hinweis hier oder an +41 79 605 39 52. Lieber per Post?

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Bei den Null-ZIns-Hypotheken sind die Eigenmittelerfordernisse i.d.R. deutlich höher.
    Zudem besteht bei gewissen Versicherungen eine Alterslimite, um in den Genuss tiefer Hypozinsen zu kommen und die Auflage, in Ihre Sparversicherungen zu investieren.
    Hinzu kommt, dass im Gegenzug für die Hypotheken mit Nullzins die Dänen von vermögenden Kunden Strafzinsen auf millionenschwere Guthaben verlangen. Also auch hier gilt: there is no free lunch.

    Die Mieten in ZH kommen jedoch nur runter, wenn der Referenz-Zinssatz weiter sinkt. Die Vermieter halten die Mieten solange hoch, bis der Mieter interveniert. Bei Geschäftsmieten muss man verhandeln.

    In der Agglomeration ZH ist nichts von Mietsenkung für private Wohnungsmieter zu spüren, ausser sie werde durch Senkung des Referenz-Zinssatzes amtlich verfügt. Und selbst dann müssen sich die Mieter noch für ihre Rechte wehren.

    Noch ein Wort zum Abzinsungsfaktor 0: Der Barwert- oder Present Value entspricht im Nullzinsregime zu jedem Zeitpunkt dem ursprünglichen Kaufwert. Denn im Umkehrschluss bringt auch eine Geldanlage bei Null-Zins kein Ertrag, womit der ursprünglich einbezahlte Betrag über die ganze Laufzeit mathematisch gleich bleibt. Dann spielt nur noch die Wertsteigerung durch Lage und Nachfrage minus die Altersentwertung. An sich logisch.

  2. Wunschdenken. Mit einer Nettoeinwanderung von rund 100 000 in 2020 wird die Nachfrage nach Mietwohnungen ungebremst bleiben, denn kein Einwanderer bringt eine Wohnung mit, wohl aber Ansprüche. Ja, unter der ökonomischen Prämisse
    ceteris paribus, wäre eine Mietzinsreduktion logisch. aber eben, die seit 14 Jahren grassierende Masseneinwanderung ist nicht paribus. Siehe Bautätigkeit.

    • @richard scholl,

      Das ist seltsam. Bei nüchterne Betrachtung ist es gerade umgekehrt: Sinkende Mieten setzen sich nicht durch, wegen der exorbitanten Monopolrenten auf dem Immobilienmarkt. Das dies auch von SVP Richtern gestützt wird, hat ein Grundsatzurteil des Bundesgerichts von mitte November 2020 bestätigt, welches neben bei bemerkt; eine Verordnung des Bundes übersteuert und die seit über 30 Jahren bestehenden Schranken gegenüber übermarchenden Renditen pulverisiert. Neu fordern die obersten Richter in unserem Land ausdrücklich Renditegetriebene Pensionskassen und andere Grossinvestoren, indem es ihnen eine Massiverhöhung der Nettorendite und einen vollumfänglichen Teuerungsausgleich auf ihr Eigenkapital gewährt. Beides geschieht, einmal mehr auf dem Buckel der Mietparteien, deren Interessen vom Bundesgericht in keiner Weise mitberücksichtigt werden. Wenn Sie weiterhin der SVP,NZZ&.Co nachplappern und die „Ausländer“ für alle Verwerfungen in unserem Land der Glückseligen verantwortlich machen, werden Sie eines Tages dafür teuer bezahlen. Fragen Sie sich, weshalb die Einwanderung 90% der Schweizern nichts bringt, und doch das ganze System inzwischen von dieser Droge abhängig geworden ist…..
      Beste Grüsse

  3. Ich bin auch kritisch, aber wie mein Schwager sagt: „Wir haben seit über 200 Jahren keinen Ausfall bei dänischen Hypotheken mehr gesehen.“ In erster Linie aufgrund der Zahlung des Anlegers in Höhe von 20% des Darlehenskapitals. Was kann schon schief gehen?

  4. Renditeobjekt in Zürich Willishofen, ZH, 9 Wohnungen à 70 qm, Keine Balkone, keine Parkplätze, Baujahr 1873, Zustand: grosser Renovationsbedarf, Miete pro Whg. Fr. 1750.– exkl. NK, 1 Mietpartei bezahlt seit Monaten nix, Schlichtungsstelle, Mindestgebot Fr. 6,5 Mio., 18 Angebote, über den Tisch für 8,4 Mio. Verkaufsdauer
    1 Monat. Makler E & V. Zürich.

    Renditeobjekt in Egg, ZH, 6 Whg, Baujahr 1973, Qualität unter dem Hund, Miete pro Wohnung Fr. 940.–, Mindestgebot Fr. 1,6 Mio. – 9 Angebote – über den Tisch für Fr. 1,96 Mio. Fairer Makler aus der Region.

    Weitere Erklärungen?

  5. Willkommen in der Deflation. Löhne sinken und Schulden werden wertvoller. Steuern rauf Mieten runter. Amortisation auch noch vergessen mit einzuberechnen.
    Egal, wir bauen auf und reissen nieder so haben wir Arbeit immer wieder.

  6. Ist höchste Zeit dazu! Viele haben sich mit dem letzten Rappen eine Wohnung gekauft – mit hoher Hypothek. Der Mietzins steht in keinem Vergleich mit dem Hypothekarzins. Wenn sein Zinssatz nur ein wenig steigt, bricht hier im Lande eine Katastrophe aus.

    • @Elisa

      die „Katastrophe“ wie Sie sie nennen ist für die B+C Schweiz schon seit Jahren im vollem Gange…es wird einfach von den kapitalabhängigen Medien nicht erwähnt. Unterlassung ist in diesem Falle schlimmer als eine „Lüge“ weil die Kernaufgabe der Medien – aufklären, warnen, hinweisen und anregen völlig pervertiert wird. Gehen Sie auf der Seite von Wüest&.Partner (aus urheblichen Gründen verlinke ich das nicht). Dort steht wie 2020 in Zürich 1qm Bauland für Mehrfamilienwohnungen durchschnittlich 7200.- kostet. Ergo: die Nettorendite, liege bei 3,7%. Für eine Wohnung von 100 Quadratmetern Nettowohnfläche ergibt p.a. eine Belastung von 20’000.- allein für die Benutzung des Boden. Die eigentlichen Wohnkosten kommen selbstverständlich hinzu!. Ergo: 20’000.- entsprechen 1/3 des Jahreseinkommens eines durchschnittlichen Stadtzürcher Steuerzahlers. Dieser muss also – wenn er eine Marktmiete bezahlt – seinem Grundherrn gut doppelt so hohen Steuern bezahlen, wie dem Staat. Und wenn die Stadt Zürich Geld einschiesst, muss Zürich die Steuern erhöhen, um den Bodenbesitzern ihre Monopolrenten zu finanzieren. Willkommen im Modell Schweiz. Zu diesem Modell gehören natürlich einbrechende PK-Renten und Private KK-Prämien. Raten Sie mal wer die „Profiteuere“ sind?

    • Mit Verlaub, so ein Quatsch. Die Tragbarkeit von Hypotheken wird in der Schweiz mit 5% gerechnet. Wann bitte sollen wir wieder dort sein? Das erlebt wahrscheinlich niemand mehr von uns.

    • @Hypo Fritz

      Nachdenken, nicht nur meinen. Tragbarkeits-Modelle à la Finma meinen Sie? Sind diese verbindlich? Ist diese Gefahr wirklich gebannt, wenn Kredite nur noch an Leute vergeben werden, die eigentlich gar keine Kredite mehr brauchen? Kann eine Wirtschaft funktionieren, wenn die die Reichen immer noch reicher werden, während der Mittelstand nicht nur vom Staat durch Steuern sondern auch noch von den Grundbesitzern geschröpft wird? Fakt heute ist, dass nicht nur ein sehr kleiner Zinsanstieg das ganze, auf über 1000 Milliarden Franken Hypokekredite aufgebaute Finanzsystem der Schweiz innert Wochen zum Einsturz bringen könnte, sondern auch andere Faktoren wie Eigenmietwert. Schon daran gedacht was passieren könnte wenn dieser wegfällt? Mangels Abzugsüberschuss wird die Steuerrechnung nämlich wesentlich höher ausfallen – die Progression bei dieser Einkommensklasse ist sehr steil. Und amortisieren können vermutlich der überwiegende Teil der Schuldner mangels angesparten Geld ebenfalls nicht. Hinzu kommt, dass Immobilien in der Schweiz i.d.R. keine Investition sind, sondern Verbindlichkeiten! Weil sie sich abnutzen und Kosten verursachen werden sie immer wertloser, wenn man sie nicht ständig instand setzt und investiert. Insofern verbrennen selbstbewohnte Immobilien Vermögen. Ein Teufelskreis. Dazu kommen die laufend steigenden Krankheitskosten, rapide sinkende PK-Renten und jetzt noch Corona…

    • @Illusionen platzen, so auch die der B Schweiz: Ich bin absolut einverstanden mit ihren Ausführungen. Zusätzlich darf man nicht vergessen, dass ab Mitte der 20er die Demografische Entwicklung voll auf den Immobilienmarkt durchlagen wird. Die Kinder aus den Geburtenstarken Jahrgängen haben mittlerweile ihre eigene Wohnung. Die Rentner kommen in Pension. Da werden ab Mitte 2025 viele Immobilien auf den Markt kommen. Bidens Wirtschaftspolitik wird dann noch ihr Übriges tun. Nein, keine Inflation. Sondern eine Stagflation mit sinkenden Einkommen und höheren Staatsausgaben und entsprechend höheren Steuern für die B- Schweiz wie Sie sie immer so schön liebevoll nennen.

  7. Es wäre folgendes interessant:
    Wer erhält diesen Kredit? Was sind die weiteren Vertragsbedingungen? Jedes Kreditverhältnis wird immer einer Gesamtbetrachtung ausgesetzt. Eine Bank will am Schluss Geld verdienen oder weniger Geld verlieren:)

    • natürli nur die mit guten beziehungen, es sind immer die.. die können auch masken die chf 0.05 kosten im einkauf für chf 9.90 an den bund (steuerzahler) verkaufen. bäng für immer ferien…

  8. So wie ich verstehe ist Black Rock zum grössten Immobilieneigentümer auch in der Schweiz geworden und die haben das getan um die Mieten zu senken? Bericht aus anderen Staaten zum Benehmen von Investoren bei Wohnungen sind düster da diese ja gar keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können noch wollen die das.

  9. Die Zentralbanken haben den Markt (Zinsen) ausser Kraft gesetzt. Ohne Markt keine freie Marktwirtschaft.

    Die Massnahmen gegen Corona werden uns den Rest geben.

    Wirtschaftskrise á la 30iger folgt!

  10. Ein Wunschtraum geht uns in Erfüllung, Geiger geht nach Dänemark. Und wir sind erlöst von seinen belanglosen Sprüchen.

  11. Eine komische Diskussion. Es ist auch sehr schwierig Dänemark und die Schweiz zu vergleichen, weil meines Wissens der Eigentumsanteil in Dänemark prozentual wesentlich höher ist und zudem fast 4 mal mehr bebaubarer Platz pro Einwohner zur Verfügung steht. Es gibt dort hauptsächlich flaches Land welches fast überall Bauvorhaben zulässt (130EW/km2). In der Schweiz herrscht jedoch ein Mangel an Bauland 207EW/km2, davon 50% nur sehr aufwändig oder unbebaubar – Gebirge). Daher würde eine Nullzinspolitik die Preise nur in die Höhe treiben und wahrscheinlich die heute schon sehr Vermögenden noch reicher machen, da diese von den Banken bevorzugt Kredite erhalten würden, wie schon heute. Falls dieses Kartenhaus zusammenfällt müsste dann der Steuerzahler wieder die systemrelevanten Institute retten. Der Einfluss auf die Mieten wird sehr klein sein, abhängig von der Lage der Objekte. Denn die Profimaximierung der Vermieter wird weiterhin anhalten und die BVG Gelder und andere müssen weiterhin rentieren bzw. angelegt werden.

  12. Hat dieser Grufti nicht auch Axel Webers Entscheid für Hamers in den Himmel gehoben? Zitat „Jetzt muss man UBS Aktien kaufen!“?

    Hört doch einfach mal auf diesen sogenannten Bankenprofesssor immer wieder aus der Gruft zu ziehen. Er mag ja in der mittelalterlichen Vergangenheit sowas wie ein Guru gewesen sein. Das sei ihm von Herzen gegönnt und war sicher eine bewundernswerte Lebensleistung.

    Aber wir schreiben das Jahr 2021. Willkommen in der Gegenwart!

    • Der merkt nicht mehr dass er schon lange nur noch blöde Sprüche klopft.