„Jetzt wissen wir, dass Banking ohne viel Leute und Filialen geht“

Das ist die Erkenntnis aus der Krise und beschleunigt den Abbau, sagt Hans Geiger. Wie einst bei der Eisenbahn, als die Heizer verschwanden, müssen heute Backoffice-Banker bangen.

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  1. Da bin ich voll bei ihm – aber dann muss man das Bankengeschäft auch drastisch reduzieren, auf Kontoverwaltung, Kreditvergabe und maximal noch Aktienhandel. Fettich.

  2. Lieber Herr Dubach. Sie haben es auf den Punkt gebracht. DANKE! Leider gibt es so viele ‚betreute Denker‘ in diesem Land, die alles glauben, was sie in der linken Mainstreampresse lesen oder hören. So funktioniert der Mensch. Denken, scheint mir, tut irgenwie weh. Nur soviel. Was hat die FDP,CVP, BDP noch mit der Mitte zu tun? Diese gibt es nicht mehr. Alle zuvor genannten Parteien könnten sich mit der SP zusammenschliessen. So könnten immens viele Lohnkosten für sogenannte ‚Volksvertreter‘ gespaart werden.

    • Susanne Forrer,

      Die Schweizer Stimmbürger haben immer wieder gezeigt, dass sie mündig und informiert genug sind, um rechtspopulistische Fakes und Verschwörungstheorien entsprechend zu bewerten und dorthin zu verbannen, wo sie hingehören: in die braune Mottenkiste.
      Und wenn Sie Mühe haben, demokratische Mehrheitsentscheide zu akzeptieren, sind Sie in der direkten Demokratie am falschen Ort.

    • Der Strukturwandel im CH-Banking ist mehrheitlich das Ergebnis der Digitalisierung.

      Die „banklagernd-Schlafzeit“ mit Fiskalneutralisierungs-Kunden ist endgültig vorbei! Geschäftsmodelle, die nur durch vorsätzliches Überschreiten anderer Jurisdiktionen möglich waren, sind over.

      Im übrigen hat nicht EWS das Bankkundengeheimnis gebodigt, sondern die Banken selbst und dies mit dem Segen des Parlaments.
      Es gilt jetzt, sich der internationalen Konkurrenz zu stellen und zu zeigen, dass unsere Performance besser ist.

      Das ewige Nach-Jammern und Suchen von Sündenböcken bringt nichts. Wer zaghaft nach vorne fährt und ewig in den Rückspiegel schaut und der Vergangenheit nachträumt kriegt die Kurve nicht.

  3. Entschleunigung in die online Zukunft , bevor es mit Egon Musk auf den Mars geht.

    Die 🧳 Reisebranche sucht schon jetzt motivierte Verkaufs – Genies welche Weltraum-Reisen anpreist! Da sind ausgemusterte Banker bestens geschult und erfahren, um die potentiellen Kunden zu überzeugen……….

    Denn ist die Bank 🏦 nicht mehr existent – verkauft der Ausrangierte sein Talent ! 😃

  4. Eine „Geiger-Bank“ darf Herr Professor immer noch gründen, qualifiziertes Personal ist aber sehr schwer zu finden.
    Persöhnlich arbeite ich jeden Tag mir meiner Hausbank 7/24.
    Ich brauche mein Berater einmal pro Monat zu sehen, eigentlich ist er auch am Samstag nachmittag telephonisch verfügbar.
    Herr Professor, wir leben in 2020 !

  5. Journalisten sind Menschen, die in einem anderen Beruf mit weniger Arbeit mehr Geld verdient hätten.

    Robert Lembke
    * 17. September 1913 † 14. Januar 1989

  6. Das weiss man doch nicht siet Corona Herr Geiger. Von der Kundenfront über deren Servicing im Mid- Backoffice hat es daneben leider immer noch zu viele Bullshit Jobs und Bullshit People, die mit der Wertschöpfung der Bank wenig bis gar nichts zu tun haben und nur damit beschäftigt sind internes Networking, Politik zu betreiben, nutzlose Folien a gogo erstellen und damit zeitfressende Meetings abhalten.

    Das ist ein gängiges Phänomen in allen Grosskonzernen

  7. Ich habe einen Nachbar, der arbeitet bei einer Grossbank. Schon seit 10 Jahren erzählt er mir, dass alle in ständiger Angst leben wegen Jobverlust. Er arbeitete in der IT und wurde schon an einen anderen Platz versetzt weil die IT nach Asien ausgelagert wurde. Er hatte noch Glück weil er immer noch arbeiten darf. Er ist auch schon gegen fünfzig und irgendwann wird es ihn wohl auch treffen. Ja, was machen dann die Leute? Die einen gehen den Weg wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt, der dann schlussendlich in der Sozialhilfe endet. Pfiffige dagegen gründen eine eigene Firma, wie ein anderer Nachbar. Ich selbst habe gottseidank dieses Problem mit der Angst vor Arbeitslosigkeit nicht mehr, da ich auch schon zu den Rentnern gehöre. Ja wir Rentner können von Glück reden, wenn wir bis zum Rentenalter arbeiten konnten. Ich möchte eigentlich nicht mehr jung sein. Auf die Jungen wird noch so einiges zukommen.

  8. Für die Bedienung von technisch sehr anspruchsvollen Geräten, Waffen, Informatik, Kryptologie, Kommunikation, etc.
    wird beim Militär vermehrt Berufspersonal benötigt.
    Geeignete überflüssige Banker können beim VBS einsteigen.

  9. Das sind alles die Spätfolgen davon, dass EWS den Finanzplatz Schweiz an die Wand gefahren hat. Wäre Blocher Bundesrat geblieben, sähe dieser Finanzplatz heute völlig anders aus. (auch die UBS, die ihn aus dem Verwaltungsrat geschossen hat). Nun es ist passiert, Zehntausende von gutbezahlten (steuerintensiven) Jobs sind nach Delaware etc verschoben worden. Dort leckt man sich die Finger und lacht über die dumme Schweiz. Und mit der momentanen Mitte- Links Regierung in Bern (FDP, CVP, SP etc.) geht der Abbruch der Schweiz fröhlich weiter.

    • Blocher war wohl einer der unfähigsten BR wie Parmelin.
      Und leider ist auch Maurer nicht viel besser.
      Selbst wenn man Hanfliebhaber ist….

    • Mitte- Links Regierung in Bern (FDP, CVP, SP etc.) – was haben den Sie heute eingenommen?

    • Das war der denkwürdigste Tag in der Schweiz, als BR Blocher abgewählt wurde, die Katastrophe nahm ein Ende.

    • @ EWS sei Dank

      Die Totengräber des CH-Steuerhinterziehungsgeheimnisses waren die Banken selbst mit ihren Fiskalneutralisierungsmodellen und den verwinkelten Identitäts-Verwischungs-Konstruktionen. Entgegen den Warnungen und in Kenntnis, dass dies mit der Rechtslage in den Staaten, wo sie operierten, verboten war, haben sie vorsätzlich weitergemacht. Bis ihnen die USA den Hahn zudrehten. Als die Banken nicht mehr weiter wussten haben sie beim Bundesrat um Hilfe gefleht.

      NICHT EWS hat den Finanzplatz an die Wand gefahren, sondern unsere biederen Bankenmanager mit Ihren Geschäftspraktiken.

      Zudem: dies EWS anzuhängen ist billigste Ablenke, um die unverdaute Abwahl des Ober-Lehrers Blocher zu rächen.

      Und es war auch die SVP, die der Preisgabe der Namen der Bankkundenberater im Parlament mehrheitlich zustimmte.

      Soweit die Faktenlage, die in den Ratsprotokollen nachzulesen ist. Die Weltwoche ist dafür die falsche Quelle.

  10. im Bereich Fintech werden die Institute die Option „make or buy“ ernsthaft evaluieren müssen. Da aber der Teil „make“ bis dato mE nur suboptimal umgesetzt werden konnte, bleibt nur noch die Variante „buy“. Ich würde die Institute empfehlen die Targets nicht zu integrieren, aber als Silos parallel auszubauen.

  11. Die Schweiz wird sich fähig zeigen, überholter Berufe durch zukunftsträchtige zu ersetzen. Das hat sie schon bei der „Abschaffung“ des Bankgeheimnisses bewiesen. Im Gegensatz zu EU-Euro-Europa, wo Überlebenshilfe gegenüber Restrukturierung den Vorrang hat

  12. … Der sprunghafte Anstieg der Gründungen im Direktbankensektor setzte im Jahr 1994 ein, als die Direkt Anlange Bank (DAB) in den Privatkundenmarkt eintrat, die man als Tochtergesellschaft der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank als ersten deutschen Discount Broker betrachtet; doch schon wenig später folgte im Juni 1994 mit „Consors Discount Broker“ der zweite deutsche Discount Broker und im Februar 1995 zog die Commerzbank AG mit der Gründung der Comdirekt nach, gefolgt im September 1995 von der Deutschen Bank mit ihrer Direktbanktochter Bank 24 als Voll-Service Bank. Das Direktbankengeschäft sah danach weiterer Kreditinstitute, etwa der Advance Bank (März 1996) und der 1822 direkt (November 1996).

    „Controlling von Direktbanken mit der Balanced Scorecard“ von Hassan Mustafa

  13. Allgemein bekannt: „Banking is essential, the banks are not“. Punkt.
    Das hat mit SVP nichts zu tun.

  14. Bisher konnten sich die Banken überflüssige Arbeitskräfte leisten. Alles hängt von der Margenentwicklung ab.

  15. Für Banking braucht wenig: ein gute Server, ein bisschen Cyber security, eine Lizenz, ein compliance officer, ein Revisor und ist schon gemacht! Deswegen kann so viel verdienen…🤣

  16. Der Mann rechts im Bild träge ein neuwertiges Hemd und eine schöne rote Kravatte. Dieser Kleiderstil ist antiquitiert aber dennoch gefallen mir die Farben,

    • @ Izaak
      Wahnsinns Kommentar, Blick-Leserreporter des Jahres! In Sachen Interpunktion gibt es allerdings noch viel Luft nach oben.

    • Etwas widersprüchlich.

      Auf der einen Seite war Corona der Killer-Asteroid für die Dinosaurier: wer keinen Onlineshop hatte oder nicht digital unterwegs war, war aus dem Rennen. IT = Rettungsanker

      Umgekehrt weiss man von früher, dass bei Krisen zuerst in der IT gespart wird.

      Werden jetzt also Arbeitsplätze in der IT abgebaut oder aufgebaut?

  17. Natürlich habe auch ich beim auspruch der covid panik buchverluste realisiert.
    Alllerdings bin ich andereseits bei banktitel sehr agressiv auf einkaufstour, bin gespannt ob sich das Risiko lohnt zb Cs für 6.45 scheint ein schnäppchen realität wird sich zeigen.

    • Antiquiert. Wieso? Wegen der Farbe? Ja zeitgemässer wäre eine grünfarbene Krawatte gewesen.

    • Buchverluste realisieren ist schlecht. Warten wäre glaube ich besser gewesen. Aber Sie kaufen jetzt mit dem frei gewordenen Geld billige Titel. Ist auch eine Möglichkeit. Ich habe einfach auf gar nix machen gesetzt und hoffe dass irgendwann meine Titel wieder so hoch sind wie vor der Pandemie

  18. Der Eine seit über 20 Jahren nicht mehr im Bankengeschäft, der Andere war nie richtig drin….Dumm und dümmer? Aber stimmt, es hat ja heute auch weniger Mitarbeiter bei der SBB…und mit der Industrialisierung wurde die halbe Menschheit arbeitslos….gilt social distancing für Hässig und Geiger eigentlich nicht?

    • @ Ganz schlau

      Du bist ein ganz frecher und respektloser Lümmel! Anders kann man es nicht sagen!

    • Benny geh und kümmere Dich um Deine ausgesteuerten Bengel, anstatt hier den Experten für Alles zu spielen.

  19. Natürlich geht Banking ohne viel Leute.
    Das ist keine neue Erkenntnis.

    Es geht aber auch mit vielen Menschen.
    Sinn und Zweck einer arbeitsteiligen Gesellschaft ist, dass jeder der als Arbeitnehmer unterwegs sein möchte, auch die Chance hat eine Stelle zu ergattern.
    Manchmal geht man bewusst in eine Filiale, weil man keine Lust hat aus tausenden von PDF Dokumenten und Webseiten denjenigen ETF zu wählen der ins Wertschriftendepot passt.
    Einen Berater zu Fragen ist einfacher, als sich selbst schlau zu machen. Dass viele schlaue Menschen inzwischen an anderen Orten arbeiten ist natürlich bedauerlich. Man muss mehrere Filialen abklappern um einen guten Berater zu finden. Doch der Trend ändert sich wieder. Künftig gibt es wieder mehr Banken und bankenähnliche Dienstleister. Auch bei der Anzahl an IT Banken wird es wieder mehr Wettbewerb geben.

    • Einfach die Banken verpflichten, überflüssig gewordene Bedienstete weiterzubeschäftigen vergleichbar wie in Großbritannien bis in die 80er Jahre Heizer auf den Elektroloks mitfuhren:

      „Mit dem Wegfall der Dampflokomotive aus dem Eisenbahnverkehr wurden in den Jahren 1960–1970 die Heizer überflüssig. Die Heizer wurden in Deutschland aber nicht entlassen, sondern als Triebfahrzeugbegleiter (Beimann) auf schnell fahrenden Zügen zur Unterstützung der Lokomotivführer eingesetzt. Erst im Jahr 1996 wurde dann – im Einvernehmen mit den Bahngewerkschaften – auch der Beimann abgeschafft.

      In Großbritannien setzten Gewerkschaften in den 1950er Jahren durch, dass Heizer auch auf Elektrolokomotiven mitfuhren. Diese Regelung wurde von der britischen Premierministerin Margaret Thatcher während ihrer Regierungszeit (1979–1990) abgeschafft, nachdem sie die Macht der Gewerkschaften deutlich beschnitten hatte.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Heizer

      https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14341420.html

      https://www.zeit.de/1982/30/gesiegt-hat-mrs-thatcher

    • Auch im Supermarkt sollte man auf personalintensive Dienste zurückgreifen und automatisierte Prozesse vermeiden. Das ist im Interesse von uns allen. Denn es müssen Heerscharen von Leuten beschäftigt werden. Alternativ braucht es ein bedingungsloses Grundeinkommen.

    • Die Beimänner in Deutschland waren keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sondern hatten die Aufgabe bei schnell fahrenden Zügen bis 160 km/h einzugreifen und zu bremsen wenn der Lokführer bei Ankündigung eines Halt zeigenden Signals nicht rechtzeitig zu bremsen beginnt. Ohne den Beimann wäre es sonst möglich gewesen mit 160 km/h bis zum Haltsignal weiterzufahren da die Zugsicherung erst nach 18 Sekunden wieder eine Geschwindigkeitsprüfung auf 90 km/h durchgeführt und darauf eine Zwangsbremsung ausgelöst hätte, also 800 Meter später und nur noch 200 m vor dem Halt zeigenden Signal.
      Erst mit Einführung der Zugsicherung I60R in den Neunzigerjahren mit elektronisch überwachter Bremskurve war die gleiche Sicherheit wie bei Einsatz eines Beimanns bei signalgeführten Zügen gegeben und die Gewerkschaften stimmten dem Entfall des Beimanns zu.
      Ohne die Wiedervereinigung wäre der Personalmangel bei den Lokführern der Deutschen Bundesbahn so groß gewesen daß als Endamt die Besoldungsstufe A10 / Oberinspektor hätte eingeführt werden sollen.

      https://www.bietergemeinschaft-i60r.de/i60r-de/bietergemeinschaft-i60r-legacy.asp

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Indusi

      https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13531759.html

    • Ein bedingungsloses Grundeinkommen können nur Leute wie Benny (er Rentner lebt aus Staatskosten, seine beiden Söhne beide ausgesteuert, leben ebenfalls auf Kosten des Staatea) fordern. Bezahlen können ja die Reichen, gäll Benny?

  20. Danke für Ihren Bericht Herr Geiger.
    Jedoch muss ich Ihnen mitteilen, dass diese Weisheit nicht vom Munde eines früheren Bankprofessor kommen muss und auch nicht aufgrund der CoronaKrise geschieht. Die Banken haben schon vor früheren Jahren abgebaut und dies geht weiter, aufgrund der Digitalisierung.
    Als Bankkunde im Lande bin ich jedoch sehr traurig, dass ich meine Bankgeschäfte, wie Tresorfach, Münzeinzahlung, (ohne SaugAutomat), Fremdwährungsferiengeld, fachgerechte Beratung nicht mehr bei meinem Bankfilialenschalter tätigen kann. Auf jeden Fall müssen die Banken ihren Kundenslogan anpassen, denn der ist mehr als überholt wenn man z.B. noch Werbung macht mit „Der nahen Bank“, „Näher bei Ihnen“ usw.

    • Sorry, aber bei Ihren Angaben sehe ich nicht wirklich den Grund, das bei einer Bank im herkömmlichen Sinne zu tun. Unter der Annahme, das das Bargeld eh eine auslaufende Sache ist, entfällt schon mal die Münzeinzahlung und das Fremdwährungsferiengeld. Ein Tresorfach kann man auch bei einem anderen Anbieter als einer Bank haben – ggf. sogar mit einem weit aus höheren Sicherheitsstandard. Eine fachgerechte Beratung bei einer Bank hat für mich immer den negativen Beigeschmack, berät man mich in meinem Sinne oder eher so, das für die Bank ein guter Gewinn abfällt.

  21. Das Zeitalter der totalen Überwachung von allen und allem hat begonnen.Um Daten die elektronisch geliefert werden, richtig, wirksam und erfolgreich mit den nötigen Massnahmen anwenden zu können, um die Bevölkerung und deren Aktivitäten und deren Unternehmungen, Vereine, Clubs, Geschäfte,Parteien etc pp unter Kontrolle zu bringen und zu führen, braucht es zuverlässige Backoffice-Mitarbeitende, die gründlich und exakt arbeiten und verschwiegen sind, so wie die Bank-Mitarbeitenden. Das heisst, die Arbeitszukunft der Kleinbänker*innen scheint gesichert zu sein.
    Gunther Kropp

    • @ Nick

      Unterhaltungswert trotzdem spannend! Als ehemaliger Bänkler erfahre ich gerne, wie es in der Zunft läuft!

  22. Es ist klar, was mit vielen dieser wegen der Digitalisierung nun überflüssigen Mitarbeiter passiert: zuerst gibts ein paar Bonbons (=längere Kündigungsfrist, Abfindung, Outplacementberatung), dann gehts ins Abkühlbecken (=RAV), schliesslich folgt die Aussteuerung, dann wird das in einem harten Arbeitsleben mühsam zusammengesparte Vermögen abgeschmolzen (Wohneigentum verkauft, BVG ausbezahlt und verpulvert) bevor dann der Gang aufs Sozialamt mit Aussicht auf lebenslange Armut folgt. Das ist zumindest die Roadmap der SVP.

    • Oder man entsorgt sich rechtzeitig in ein Land mit niedrigeren Standards und Kosten … und macht in der Schweiz Platz für produktives Jungblut und betuchte Eliten.

      Das wollen die wirtschaftsorientierten Strategen der SVP, FDP & Co.

      Wie meinte doch eine Bundesrätin vor Jahren bei der Einführung der Personenfreizügigkeit: Diese ist ja nicht nur für die Ausländer.
      Umgekehrt: Dank ihr können Schweizerinnen und Schweizer unter anderem auch problemlos nach Rumänien und Bulgarien „verreisen“.

      In der Tat, da gibt es auch Altersheime, Krematorien und Friedhöfe.

    • @ Markus Dubach

      Mit den Aussagen bin ich einverstanden. Aber was hat das mit der SVP zu tun? Ist das nicht die Roadmap aller Parteien? Welche Parteien haben einen anderen Plan?

    • @BennyFuchs@Simplicissimus: Die SVP bekämpft die Überbrückungsrente für ausgesteuerte Ü60-Arbeitslose. Ausserdem ist ihre Begrenzungsinitiative reine Augenwischerei. Es soll mir niemand weismachen, dass mit deren Annahme auch nur ein einziger älterer ausgesteuerter Arbeitsloser eine Stelle finden wird. So gesehen entspricht die von mir beschriebene Roadmap schon dem Programm der SVP, auch wenn sie es nicht explizit sagt.

  23. Banking ohne viel Leute? Alter Mann, nur weil Du die Leute nicht mehr im Büro gesehen hast, sind diese nicht einfach weg.

    • Sie werden nie ein alter Mann. Auf die BANK des Respekts junger Mann.
      Ihr Kommentar lässt sie alt aussehen.