„Man muss jenen wählen, der die Notenbanker herausfordert“

Deshalb sei David Marcus, der Mann hinter der Facebook-Währung Libra, Banker des Jahres, sagt Hans Geiger. Sein Projekt sorge bei den Herren Zentralbankern für Panik.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. ACHTUNG!

    Krypto: Virtuelles Transfer-Vehikel ohne Bezug zur Realwirtschaft.
    Als langfristiges Werterhaltungsmittel ungeeignet, da keine direkte Einlösegarantie in übrige Währungen.

    Geeignet als temporäres Transfervehikel, um den Track zu unterbrechen.
    Mit Vorliebe benutzt zur Geldwäsche und Fiskalneutralisierung.

    Bevorzugte „Währung“ im dark net.

    ACHTUNG AUF ANBIETER; sonst droht TOTALVERLUST, da keine Rückidentifikation in der Chain besteht; und auch keine diesbezügliche Rechtssprechung; bzw. Klagemöglichkeit.

    Für grössere Beträge unbedingt due diligence des Anbieters machen, da kein gesetzliches Zahlungsmittel.

  2. Banker ist per se eine aussterbende Spezies. Wer braucht in 10, 15 Jahren überhaupt noch einen Banker? Die Banker schicken grad ihre Bankschalter (und damit ihren einzigen Triumph, die Dienstleistung) auch noch selber in Rente. Bei Versicherungsprodukten ist das Business für Facebook sogar noch einfacher. Der einzige Unterschied; die Versicherer wissen noch gar nicht, dass es auch sie zukünftig nicht mehr braucht.

    Wenn man (eigentlich schon heute) alle Banken- und Versicherungsprodukte perfekt massgeschneidert zum besten Preis anbieten kann, kann man auch Währung anbieten. Das ist einfach nur logisch. Wir schaffen grad unsere eigenen Arbeitsplätze ab. Der Tesla Chef ist der einzige CEO der Welt, der das bis heute zugab. Wir werden uns selber abschaffen. Auch das ist einfach nur der nächste logische Schritt.

  3. Interessanter und unkonventioneller Vorschlag von Hans Geiger, disruptiv ja, aber realistisch und umsetzbar?
    Die Zentralbanken werden kaum ihre Macht abgeben an eine ‚einzelne Person. Die FED wartet noch ab und wird den Stecker schneller ziehen als Zuckerberg überhaupt reagieren kann und würde Facebook über Nacht zerschlagen und gleichzeitig sich die gesammelten Daten sichern. Die Idee bzw. das Konzept für eine neue Währung ist innovativ und wird von den Zentralbanken übernommen werden, doch die Macht wird im jeweiligen Land bleiben!

  4. Libra ist einfach eine Namensänderung mit besserer Überwachung von uns Menschen und eine weitere Verdrängung des Bargeldes, solange das
    Geldschöpfungs-Monopol
    unangetastet bei den Zentral- und Geschäftsbanken bleibt.
    Die Freiheit geht baden.

    DIE HUMANE MARKTWIRTSCHAFT
    skizziert ein realistisches Gegen-Modell zur aktuell uneingeschränkten Macht des Kapitals –
    als Voraussetzung für mehr Gerechtigkeit und Frieden.
    Buch und Diskussion als Neujahrs-Geschenk?
    https://kenfm.de/peter-haisenko-hubert-von-brunn/

  5. Der Regulator wird in diesem Bereich die Innovationsbremse bleiben.

    Libra ist eine „Basket-Währung“ wie bspw. seit Jahrzehnten von den Sonderziehungsrechten her bekannt. Dieser Ansatz ist mit dem Crypto-Ansatz kombiniert und einer sehr grossen und bestehenden Kundengrundlage (Facebook).

    Die Nationalbanken werden dies im grossen Stil nie zulassen, da dies seitens Währungslenkung eine völlig neue, unbekannte und unkontrollierbare Komponente bedeutet. Sollte sich Libra wider alle Wiederstände durchsetzen, dann wird man es regulatorisch ersticken.

    Plötzlich geraten nicht mehr nur die Geschäftsbanken in die „Line of fire“, sondern auch die Nationalbanken. Dieser erlauchte Kreis duldet keine Einmischung.

    Vielleicht werden wir Ansätze wie Swiss Coins (als Ersatz des klassischen Buchgelds) erleben, aber das wird unter der Kontrolle der SNB sein und ein elektronischer 1:1 Ersatz für Bargeld darstellen.

    Der einzige Vorteil des Ansatzes: Die SNB könnte noch unkontrollierter und ungestümer Swissies in den Markt werfen. Die Rechnung bezahlt ja letztlich der Steuerzahler.

    Ein hoch auf die obersten Zocker!

  6. Sehr geehrter Herr Geiger

    Gratulation zur disruptiven und kreativen Wahl!

    Gerne hoffe ich diesmal, dass Ihre Prognose, dass LIBRA das Zentralbank-Geld verdrängen werde, eintrifft. Denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    Leider war Ihre Vorhersagegüte bislang nicht so berauschend:

    Ich erlaube mir daher Ihre Prognosen, sehr geehrter Herr Geiger, übers Jahr 2019 hier nochmals in Erinnerung zu rufen:

    Roger Köppel werde 2019 Ständerat
    Die UBS-Aktie werde sich 2019 erholen
    Pierin Vincenz werde 2019 verurteilt und ins Gefängnis gesperrt.

    Ich sehe davon ab, all die weiteren kleineren Rand-Vorhersagen auch noch zu erwähnen.

    Daher freue ich mich um so mehr, wenn diesmal wenigstens Ihre LIBRA Prognose zutrifft und wünsche Ihnen ein 2020 voller Punktprognosen!

  7. Ich zweifle daran, dass Libra das Licht der Welt erblicken wird, denn es würde nur aus bereits existierendem Notenbankgeld zusammengeschustert sein und dagegen wehren sich die Zentralbanken 🤔 aber sehr schön, dass ein Nicht-Banker zum „Banker des Jahres“ erkoren worden ist 👍🏻😊 Äs guets Nois 🥂🍾✨

  8. Sehr gute Wahl! Die G20 Staaten schiessen aus allen Rohren gegen Libra. Ueli Maurer ist bereits eingeknickt: «Libra derzeit ohne Chance auf eine Bewilligung». Die massiven Reaktionen zeigen, dass Libra DEN wunden Punkt getroffen hat: verliert ein Staat die Kontrolle über sein Geld, verliert er die Macht über seine Bürger. Libra wird sich wohl nicht durchsetzen, hat aber die Büchse der Pandora geöffnet. Das kommende Jahrzehnt wird spannend und disruptiv!

    • „verliert ein Staat die Kontrolle über sein Geld, verliert er die Macht über seine Bürger“ seien wir ehrlich: Besser ein Rechtsstaat als ein Unternehmen wie Facebook. Oder dachten sie FB macht das aus Menschen liebe?

    • @Frank: das hängt davon ab, wieviel Vertrauen die Bürger in ihre Regierungen und Währungen setzen. Für Schweizer hätte der Libra aktuell kaum einen Nutzen, jedoch für die Diaspora in der Schweiz, welche 10% und mehr für Geldtransfers in ihre Heimatländer bezahlen muss. Ganz anders sieht es aus, wenn man in Venezuela, Argentinien, Russland oder der Türkei lebt…

      Natürlich macht Facebook dies nicht aus reiner Nächstenliebe. Hier ist der Regulator gefordert um zu verhindern, dass Missbrauch mit den Daten betrieben wird.

  9. Offenbar der grosse Sündenbock des 21 Jahrhunderts die Zentralbanken.Ist die schwelende sog. Finanzkriese eine Kriese des Hilfsmittels Geld, oder nicht eine Grundsätzlich Realwirtschaftliche Kriese?
    Es ist eine Kombination aus beiden.Grundsätzlich jedoch ist das Realwirtschaftsergebnis der entscheidene Faktor.
    Wir können nur das vorher real an Gütern und Dienstleistungen produzierte und geleistet auch verteilen und konsumieren.
    Einfach neues Geld und die Kriesenhaften Entwicklungen
    lösen sich in Luft auf.Das riecht den doch sehr bedenklich nach Heilslehre.Vormals haben die Absolutistisch agierenden Landesherren auch das
    Geldwesen in vollem Umfang beherrscht, logo auch zu ihren Gunsten manipuliert.
    Das Librale Weltbild brachte die Gewaltentrennung auch in Sache Geldwesen. Das ,,zwangsläufige Kind,, die unabhängigen Zentralbanken.
    Ohne Zweifel da ist ein nur bedingt lösbares Problem,
    die Geldmenge, das stellt sich bei den Zentralbanken und ohne wenn und aber bei ALLEN aber auch ALLEN alternatieven Geldkreationen und Systemen.
    WER wie, bestimmt legitimiert die Geldmenge, den das ist unaushebelbar der Parameter, der den Realwert des Geldes ergibt.Denn Geldwert ist immer Tauschwert weil
    Geld in welcher Gestalt auch immer, keinen Ökonomischen WERT an sich hat:Geld hat NUR einen WERT
    wenn dieses Geld gegen, was auch immer Reales tauschbar ist.In diesem ganzen Mechanismus ist die Geldmenge im Verhältnis zum Realwirtschaftlichen, einer der wichtigsten entscheidende Faktoren.Die aktuellen Zentralbanken entscheiden mangels anderer Kriterien oder fixiertem vormellem Auftrag, anhand der Kosumentenpreise-Entwicklung über den Leitzins,über die Menge der Geldschöpfung.
    Ohne zweifel hier ist eine erhebliche Problematik.
    Und logo inzwischen ,,müssen,,die auch noch mit einer
    exhorbitanten Ausweitung der Geldmenge eine total verbockte Realwirtschaftsentwicklung damit alimentieren.
    Megalacher seit 2008 schiessen die Ideen für alternative Geldsysteme und Geldkreationen wie Pilze aus dem Boden. ALLE aber ganz klar ALLE schweigen zum
    Thema Kontrolle Legitimation, und zum Thema nach welchen Kriterien die Geldmenge,Geldschöpfung zu bestimmen ist.Bei ALLEN das blanke totale Nix.
    An dieser Stelle ein Beispiel für das was so mehr oder weniger für alle zutreffend ist,weil das Gegenstand einer Volksabstimmung war. Das mit dem sog. Vollgeld.
    Mit KEINER Silbe wurde das Thema nach welchen Vorgaben
    oder Kriterien die SNB Geld schöpfen kann und soll, nix aber auch das blanke nix Aussage zu dem Thema.
    Dafür ein ganzes Sammelsurium von Anregungen wofür man den das von der SNB exklusiev geschöpftes Geld verwenden könnte.Und so etwas sollte den auch Werthaltig und Sicher sein.Das ganze ist genau wie alle anderen Wundergeldkreationen auch, denn doch eher naiv.
    Grundsätzlich sollte man wissen ein perfektes System ist ein Ding der unmöglichkeit, es kann nur ein bestmögliches ALLER schlechten geben.
    Das sollten, (welche Alternatieve darf es den sein???)
    die Zentralbanken bleiben,was längst dringend der überabeitung bedarf, das sind die Kriterien, nach denen die Zentralbanken Geld schöpfen und legitimieren. Das können nur aus Realwirtschaftsdaten ermittelte und entsprechend aufgearbeitete Parameter sein. Alles andere ist letztlich willkürlich oder kontraproduktiev.
    Fazit.
    OHNE gleichzeitige Sanierung der Realwirtschaft, verpufft jede Neuaufgleisung des Finanzwesens.
    Die ganz grosse Schicksalsfrage lautet, ist das noch umsetzbar und und Möglich.Theoretisch möglicherweise ja, praktisch auch??? Da gibt es erhebliche Fragezeichen, in Jahrzehnten verbocktes mal eben schnell aus der Welt schaffen??? Na ja selig die Gläubigen.
    An dieser Stelle an alle Mitkommentatoren guet Rutsch
    und die Besten Wünsche fürs 2020.Auf saftige,gute, schlecht, unterhaltsame, lustige und nervige, Kommentare, hauptsache Meinugsfreiheit.

  10. Wenn die Zentralbanker weltweit so ignorant sind und behaupten, sie könnten ihre Bilanzen endlos aufblähen und müssten ihre Schulden nie mehr zurückzahlen, können wir nur froh sein, wenn eine weltweit tätige private Zentralbank entsteht.

    Die SNB weiss ganz genau, dass sie bei negativem Eigenkapital die an sie aufgegebenen Zahlungsaufträge see Banken nicht mehr rechtmässig ausführen kann.

    Also brauchen wir dann eine Bank, wo das noch möglich ist.

    So bald wie möglich.

    Marc Meyer

    • @ Marc Meyer Dr.

      Entschuldigung Herr Meyer

      Eine weltweit taetige private Zentralbank, eine Weltregierung und eine Weltreligion, und somit eine einzige diktatorische Weltregierung, das brauchen wir sicherlich definitiv nicht!

      Das waere der groesste Unsinn und Freiheitsberaubung.
      Das Wichtigste waere doch die Freiheit fuer die Menschen, deshalb weg von diesem System der Kredit.- und Zinsversklavung.